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review SPOILER ALERT! 2018-07-15 16:24
Im Rücken steckt das Messer von Hans Bankl
Im Rücken steckt das Messer: Geschichten aus der Gerichtsmedizin (German Edition) - Hans Bankl

Bankl, eine Koryphäe der Gerichtsmedizin und Autor von so manchem medizinischem Lehrbuch, das sich in meinem Schrank befindet, beschreibt hier in vielen Unterkapiteln Kuriositäten und Wissenschaftliches aus seinem Fach. Er spikt dies mit Fallbeispielen historischer, aber auch aktueller Natur. Und so wird dieses Buch ausgesprochen unterhaltsam und lehrreich - für Kollegen aber auch Laien.

 

Wer also in die Arbeit des forensischen Pathologen Einblick haben will, der möge einen Blick in diese Seiten werfen!

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review SPOILER ALERT! 2018-07-09 21:02
Mensch ohne Hund von Hakan Nesser
Mensch ohne Hund - Håkan Nesser,Christel Hildebrandt

Die Handlung ist recht übersichtlich - und die Fragen, was ist geschehen, wer ist der Täter, verkommen hier zur vorhersehbaren Nebensache. Denn Nesser zieht vielmehr den Spannungsbogen rund um die Untiefen der Familie, die geheimen Begierden, der einen fesselt.

 

Kurz vor Weihnachten kommt eine Familie zusammen zur Feier des gemeinsamen Geburtstags des Vaters sowie der ältesten Tochter Ebba, Vaters Liebkind. Da wären der missratene Sohn Walter, die jüngste Tochter Kristina samt Mann und Kind, und natürlich Ebbas Mann und 2 Söhne. Doch die Zusammenkunft steht unter keinem guten Stern: am ersten Abend verschwindet Walter (was keinen wirklich kratzt), am zweiten dann Ebbas Lieblingssohn Henrik. Kommissar Gunnar Barbarotti beginnt mit seinen Ermittlungen...

 

Nesser widmet viel Zeit, um seine Charaktere einzuführen, was einerseits für einen langsamen Beginn sorgt, andererseits aber auch Tiefe vermittelt. Jedenfalls wird die sogenannte Familienidylle durch den Einblick in die Gedankenwelt jedes Einzelnen ziemlich nachhaltig zerstört. So tritt die eigentliche Ermittlungsarbeit in den Hintergrund, und eher beleuchtet, wie die 2 Vermisstenfälle die Protagonisten beeinflussen und aus der Bahn bringen - oder auch so totgeschwiegen werden, dass die Eltern sich auf mehr oder weniger Nimmerwiedersehen nur ein paar Wochen nach Weihnachten nach Spanien in den Ruhestand absetzen. Gleichgültigkeit, Gewohnheit sind sehr starke Themen. Genauso Bevorzugung, Geschwisterkonflikt, Kontrollverlust - und Gewalt in der Familie.

 

Warum der Roman trotzdem nur 3,5 Sterne erhält? Hm... der Schluss ist sehr abrupt, die letzte Konfrontation wird an sich nicht wirklich aufgeklärt. Was ist wirklich passiert?

 

Keine leichte Lektüre, irgendwie hoffnungslos... und deshalb vielleicht auch beklemmend real, dieser Einblick in die Familienidylle.

 

 

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review SPOILER ALERT! 2018-06-11 20:59
Star Trek: Tales of the Dominion War by var.
Tales of the Dominion War - Keith R.A. DeCandido

Another anthology - this time the common factor is the Dominion War... and what practically every crew ever shown in TV or TrekLit was up to in that time.

 

Michael Jan Friedman's What Dreams May Come focuses on Gilaad Ben Zoma, Picard's former first officer on the Stargazer... rather unmemorable, maybe because it's been so very long since I've read the Stargazer books.

 

Night of the Vulture by Greg Cox follows up on the entity which thrived on dissent and conflict, first shown in TOS' Day of the Dove. Nice idea, but ultimately also not exactly memorable.

 

Keith R. A. DeCandido's The Ceremony of Innocence is Drowned is set on Betazed right at the moment of the Dominion invasion. Usually I'm not really a fan of Lwaxana, but this story rang true, all the emotions, the terror, the incredulity that the Dominion would take such a daring step (and the Federation's being caught ill-prepared)... It also fits in with "The Battle of Betazed", a novel about the occupation and liberation of Betazed. Well done.

 

Blood Sacrifice by Josepha Sherman & Susan Shwartz shows Spock on Romulus during In the Pale Moonlight...a Romulus that still contemplates an alliance with the Dominion until the Emperor suddenly dies. A fine glimpse back into the worldbuilding the 2 authors did with their "Vulcan's (noun)"-series.

 

Mirror Eyes by Heather Jarman & Jeffrey Lang is about the outbreak of a disease on Bajor... and only a nurse, presumed Vulcan but actually a Romulan sleeper, can provide the cure. Not exactly exciting.

 

Twilight's Wrath by David Mack highlights Shinzon, turning a suicide mission into success. Actually very good - Mack-like bloody and violent, but also an intriguing tale of oppression, hatred and revenge.

 

Eleven Hours Out by Dave Galanter focuses on Picard and Troi during the Breen attack on Earth... immemorable.

 

Safe Harbors by Howard Weinstein takes place at the same time when Scotty and McCoy are stuck on a semi-hostile planet, reluctant to help with repairs, with a damaged ship when contact to Earth breaks up. Better... but a bit contrived. Or is it really believable that these 2 are on the same ship just at that moment?

 

Field Expediency by Dayton Ward & Kevin Dilmore has SCE's Duffy and Stevens on a planet to retrieve some Dominion gadget from a downed ship when the Jem'Hadar attack. Good read, but still not too different from the early SCE... in short, doesn't tell us anything new about the characters.

 

Haven' read Robert Greenberger's A Song Well Sung - if not absolutely necessary, I won't voluntarily read about Klingons.

 

Zak Kebron tells his son the "heroics" of the Excalibur during the Dominion War in Peter David's Stone Cold Truths... nice tale, definitely one of the highlights, and a nice ring back to a time when I still liked TNF (i.e. up to Dark Alles).

 

Michael A Martin & Andy Mangels' Requital focuses on one of the soldiers in AR-558 who can't just forgive and forget, and is recruited by an equally disillusioned Cardassian to assassinate the Founder after the war's end. Interesting and quite disturbing - especially the apparent lack of psychological aid.

 

Overall, a couple of highlights, the rest mediocre, unfortunately. Still, it was nice to read stories of authors that I haven't seen in modern TrekLit for a decade or so. So much has changed in the production line since the early 2000s when this anthology was published...

 

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review SPOILER ALERT! 2018-04-20 20:10
Unterwerfung von Michel Houellebecq
Unterwerfung: Roman - Michel Houellebecq,Norma Cassau,Bernd Wilczek

Es ist das Jahr 2022. In der Stichwahl der französischen Präsidentschaftswahlen befinden sich ein Kandidat des Front National und einer der Muslimischen Bruderschaft. Während das Land sich in den Grundfesten verändert, durchlebt der Erzähler Francois, ein Literaturprofessor, seine eigene Midlife Crisis.

 

Ganz ehrlich, schlussendlich war ich von der Lektüre dieses Romans enttäuscht. Gerade die interessanten Facetten, nämlich die Übernahme der westlichen Welt durch die Muslimischen Bruderschaft samt der Veränderungen, die dies in der Gesellschaft bringt, Stichwort Stellung der Frau, Bildungspolitik, Expansion, wird mehr in philosophischen Unterhaltungen gebracht als als Hauptaugenmerk. Die Midlife Crisis des Protagonisten samt seiner sexuellen Erfolge und Misserfolge entschädigt da keineswegs. Vor allem da das Ende des Charakters eigentlich vorgegeben ist - entweder er "unterwirft" sich einem System, das ihm an sich alle seine Probleme letztlich (vor allem die Partnerwahl) abnimmt, oder er bricht aus... und letzteres ist von Anfang an unwahrscheinlich.

 

Daher bleibt ein schaler Beigeschmack - aber vielleicht hab ich auch einfach die vielen philosophischen Untertöne und Ergüsse über das Römische Reich, das nun ganz schnell nachgebaut werden soll mit der Expansion der EU Richtung Nordafrika (hm, wie das geschieht, nachdem Frankreich nur ein Staat von vielen in der EU ist, und schließlich alle Mitgliedsstaaten Beitrittsgesprächen zustimmen müssten, bleibt offen), nicht verstanden...

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review SPOILER ALERT! 2018-03-26 18:37
Exodus von Leon Uris
Exodus: Das große Epos um die Gründung Israels (Taschenbuch) - Leon Uris

Leon Uris bettet die historischen Ereignisse rund um die Gründung des Staates Israel in einen umfangreichen Roman ein.

 

Kurz nach dem Ende des 2. Weltkrieges warten Tausende Juden in Lagern in Westeuropa und Zypern auf die Einreiseerlaubnis nach Palästina, das zu dem Zeitpunkt von Großbritannien besetzt ist. Da trifft die amerikanische Kinderkrankenschwester Kitty auf Zypern auf den jüdischen Agenten Ari, der plant, die Blockade vor Palästina mit einem Schiff voller jugendlicher Flüchtlinge zu brechen, und Kitty um Hilfe bittet. Damit nimmt die Geschichte ihren Lauf.

 

Das, was diesen Roman von der Durchschnittskriegsromanze abhebt, ist sicherlich die eindrückliche Schilderung der jüdischen Geschichte: von Ghettos und Pogromen bis hin zum Holocaust, Gaskammern und Internierungslagern *nach* der Befreiung. Dazu eine britische Regierung, die sich gar nicht mit Ruhm bekleckert, sondern Versprechen bricht rechts und links... alles nur des Zugangs zum Öl bzw Suezkanal. 70 Jahre später haben sich die politischen und wirtschaftlichen Interessen nicht so geändert, diese Nebenbemerkung sei erlaubt.

 

Dazu kommen die individuellen Schicksale von Aris Vater und Onkel, die aus Osteuropa Ende des 19. Jahrhunderts zu Fuß vor den Pogromen flüchten. Während Aris Vater Barak den Weg der Verhandlungen einschlägt, schließt sich der Onkel Akiba einer terroristischen Freiheitsbewegung an. Anhand ihrer Geschichte erzählt Uris die Entstehung der Kibbuze und schlußendlich die Gründung des Staates. Dann sind noch Dov Landau, ein polnischer Bursche, dessen gesamte Familie ermordet wurde und der nichts anderes als Ghetto und KZ kennt und dementsprechend wütend und desillusioniert im zypriotischen Lager landet und schließlich eines der Kinder von Aris Plan wird - genauso wie Karen, die das Glück hatte, rechtzeitig nach Dänemark geschickt zu werden, und so dem Holocaust entkam, die aber nun auf der Suche nach ihrem überlebenden Vater auch den Weg nach Palästina via Zypern und Aris Schiff sucht.

 

Ari selbst ist der typische Freiheitskämpfer, der Held mit Tiefgang sozusagen. An ihm im Einzelfall, aber sozusagen als Stellvertreter für die gesamte jüdische Gesellschaft, zeigt Uris die Formung des Charakters durch Verlust, Tod und Kampf: Nichts wird geschenkt, alles muss erkämpft werden (sei es durch Urbarmachung von Sümpfen oder Kampfhandlungen), und Schicksalsschläge werden ertragen und machen stärker. Genau diese Charakterisierung als absolut gut und die folgende Schwarz-Weiß-Malerei mit einfach nur abgrundbösen, verräterischen "Arabern", näher definiert wird da nicht, sie morden, rauben und vergewaltigen, haben keine Kultur, Hygiene oder sonstwie Wissen, und die Briten, die mit wenigen Ausnahmen auch einfach nur böse sind, ist mir zu wenig differenziert. Das mag grob geschichtlich stimmen, aber ein Roman lebt an sich von den Schattierungen, ganz besonders, wo's klare Fronten gibt.

 

Blass bleibt Kitty, die nicht-jüdische Kinderkrankenschwester, Mann und tote Tochter betrauernd (kein Zusammenhang mit dem Krieg), denn ganz erschließt sich mir ihre Motivation nicht. Zu Anfang ist sie richtiggehend von Karen besessen, in der sie sozusagen eine Art Tochterersatz sieht und die sie gleich nach Amerika adoptieren will. Dazu kommen ihre Argwohn gegenüber dem Fremden, Jüdischen. Nur wegen Karen und weil sie sich irgendwie zu Ari hingezogen fühlt, nimmt sie an dem Abenteuer der Überfahrt nach Palästina teil. Ihre Gefühle zu Ari aber kann sie nicht wirklich ausleben, weil der "nicht weint" und sie auch nicht zu brauchen scheint. Auch hier wünscht sie also eine Art von Abhängigkeitsverhältnis, das mir nicht wirklich gesund oder wie eine gleichberechtigte Partnerschaft erscheint. Und genau mit dieser Charakterisierung aber fällt die Wirkung der gezeigten Romanze flach.

 

Somit bleibt ein ausgezeichneter Eindruck der jüdischen Geschichte, und ja, aus diesem Teil kann man als Nicht-Jude definitiv viel erfahren, der Rest allerdings sackt doch ins Durchschnittliche ab. Schade.

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