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review 2016-09-06 18:31
The Black Cat
The Black Cat (Story Classic) - Edgar Allan Poe

 

 

 

 

I know this was the obvious choice for the Black cat square of the bingo card but I had never read it before. Come to think of it, I am not sure I ever read Edgar Allen Poe (*gasp*). Well let me tell you, as an animal lover I read this with my mouth hanging open. It is shocking and heartbreaking and disgusting but ultimately satisfying! 

 

 Another bingo block done!

 

 

 

"...and a cat. This latter was a remarkably large and beautiful animal, entirely black, and sagacious to an astonishing degree."

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review 2015-07-08 17:39
Review: The Heartbeat Thief by AJ Krafton

 

Haunted by a crushing fear of death, a young Victorian woman discovers the secret of eternal youth—she must surrender her life to attain it, and steal heartbeats to keep it.

 

In 1860 Surrey, a young woman has only one occupation: to marry. Senza Fyne is beautiful, intelligent, and lacks neither wealth nor connections. Finding a husband shouldn’t be difficult, not when she has her entire life before her. But it’s not life that preoccupies her thoughts. It’s death—and that shadowy spectre haunts her every step. So does Mr. Knell. Heart-thumpingly attractive, obviously eligible—he’d be her perfect match if only he wasn’t so macabre. All his talk about death, all that teasing about knowing how to avoid it…

 

When her mother arranges a courtship with another man, Senza is desperate for escape from a dull prescripted destiny. Impulsively, she takes Knell up on his offer. He casts a spell that frees her from the cruelty of time and the threat of death—but at a steep price. In order to maintain eternal youth, she must feed on the heartbeats of others.

 

It’s a little bit Jane Austen, a little bit Edgar Allen Poe, and a whole lot of stealing heartbeats in order to stay young and beautiful forever. From the posh London season to the back alleys of Whitechapel, across the Channel, across the Pond, across the seas of Time… How far will Senza Fyne go to avoid Death?

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text 2015-06-20 07:07
Christopher Lee liest Edgar Allen Poe – Glorious!
The Complete Works Of Edgar Allen Poe - Edgar Allan Poe

Sir Christopher Lee, Schauspieler und Sänger, der am 7. Juni diesen Jahres verstorben ist, hat sich nicht nur als Bond-Bösewicht bewährt, sondern auch in zahlreichen Literaturverfilmungen und Bühnenadaptionen toller Literatur mitgewirkt - so zum Beispiel als Saruman in den Verfilmungen von Tolkiens Herr der Ringe. Außerdem aber u.a. auch in Verfilmungen von Conan Doyles Sherlock Holmes, einer Komödie basierend auf Dumas' Drei Musketieren (mit einem von George MacDonald Fraser verfassten Drehbuch. MacFraser ist einigen vielleicht als Autor der Flashman-Bücher bekannt), der Miniserie Palast der Winde (basierend auf dem Roman von M. M. Kaye) und einer Verfilmung von Lindgrens Mio, mein Mio und Pascal Merciers Nachtzug nach Lissabon. 

 

Zusätzlich zur Leinwand hat Lee einigen Geschichten aber auch mit bloßer Stimme Leben eingehaucht und über zwei Paradebeispiele bin ich vor einigen Tagen durch Zufall im Netz gestolpert: Sir Christopher Lee liest Edgar Allen Poe - einmal The Raven und The Tell Tale Heart und es ist herrlich schaurig!

 

Weiterlesen auf Lesemanie: den kompletten Post mit Christopher Lees Lesungen zweier Poe-Geschichten gibt es hier

 
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review 2015-05-13 15:35
One syllable
Enshadowed - Kelly Creagh
"No late-night Facebook updates"

Erinnert ihr euch noch? Es ist jetzt - more or less - ein Jahr her. Mit Kelly Creaghs ‚Nevermore‘ (und den Shadowguards) eröffnete ich mir die Welt der Rezensionen. Damals suchten die Lesenkatzen nach Verstärkung und unsere liebe Val und ich wurden ausgewählt unter den Bewerbern. Unsere Aufgabe war damals mit unseren Rezis zu überzeugen. Ich für meinen Teil hatte so etwas noch nie auf einem Blog gemacht und kannte Nana und Nika auch gar nicht. Aber seitdem hat sich viel getan und ich habe sehr viele sehr wunderbare Menschen kennen gelernt. Und noch mehr phantastische Bücher. Und mit dem hier fing es an. Damals saß mir nach der Lektüre ein ziemlicher Spannungsknubbel im Bauch und ich wollte unbedingt wissen wie es weiter geht. Auch den dritten Teil der Reihe: ‚Oblivion' hat die Autorin schon parat liegen und ich überlasse es ‚Enshadowed‘ mich davon zu überzeugen, dass ich mir auch diesen zulegen sollte. Aber da muss dieses Buch schon verdammt tief fallen um mir den Spaß zu vergällen…

Denn es beginnt dort wo es aufgehört hat: In der Dunkelheit. Im ersten Teil wurde die glitzer-rosa Welt der amerikanischen Cheerleaderin durch ihren zugelosten Projektpartner Varen - der Goth - ziemlich durcheinander gewirbelt. Und nicht nur Beth, der Treppenhausgeist und die unheimlichen Nocs sowie Pinfeathers und ’the red death’ trugen zum Fürchten lehren bei. Dennoch stößt mich Kapitel 1 direkt mal vor den Kopf. Varen - stilecht mit Sonnenbrille im Winter - holt seine Freundin von der Trainingsstunde ab und braust mit ihr in ein Schneegestöber davon. What the *peep* macht der Jung in der realen Welt? Wie, bei Poe, haben sie ihn erlöst aus dem Schlamassel aus Teil 1? Kurz drauf ein Aufatmen. Ich habe NICHT das falsche Buch erwischt. Izo träumt nur und ich fühle sofort den Knubbel wieder im Bauch: verflixt, da war ja was!

"It's a little Chucky meets Buffy"
 
Bezeichnend ist wieder, dass die Kapitel sich nach dem Inhalt richten. Wir finden genau zur Hälfte des Buches die Überschrift: „Inversion“, während die ersten 9 Kapitel alle ’Nachts, düster, spät, trist’ sind. Anschließend Titel die ‚heller‘ werden ‚reflektieren‘ - schließlich jene 9 die ‚verbergen, geheimnisvoll‘ sind, ‚magisch‘ und schließlich die finalen die noch einmal ‚melancholisch‘ zur ‚Grenze‘ führen und schließlich ‚entschlafen‘. Ich denke das ist schon sehr bezeichnend für den Stil von Creagh.

Wobei ich einmal ehrlich sagen muss, das erste Drittel sehe ich zwiespältig. Es passiert gar nichts. Ich habe einfach erwartet, Isobel würde sich nicht aufhalten lassen Varen zu helfen! Wirkt wie die furchtbare Mrs Twilight: *heul heul ich verbuddel mich*. 
"Oh nein! Was soll ich nur tun? -
Ach, ich bleib' hier einfach sitzen."
Aber anders als genannter Vergleich, DARF Izo einfach nicht! Sie hat verschärften Hausarrest nach der ganzen Sache an Halloween. Und bis Weihnachten ändert sich daran auch nichts. Sie darf nicht alleine weg - „Classes. Lunch. Classes. Practice. Dinner. Homework. Sleep.“ Selbst der Umgang mit Gwen, ihrer Freundin wird ihr verboten. Sie ist minderjährig und bevor sie sich erneut in ein Abenteuer stürzen kann, muss sie Buße tun und ihr ist klar, dass sie keine Zeit hat. Die Menschen glauben, Varen sei ein Ausreißer und schlicht davon gelaufen. Big-Bear Daddy und My-fair-Lady Mommy sorgen sich doch nur um ihre Tochter, die seitdem Albträume hat und nicht mehr lächelt! Plausibles Verhalten der Eltern. Einziger Lichtblick im ersten Abschnitt: der kleine Nerd-Bruder. Denn auf einmal kommt heraus, dass Gwen ne jüdische Hexe ist, die Schelte von ihrer verstorbenen Oma kriegt, das ist… äh… also nee.
 
"Google is a verb now"
 
Endlich taucht mal Varen auf. Endlich TUT das Mädchen mal was! Zum Beispiel mit ihm reden! Was natürlich direkt in die Hose geht. Denn nicht nur Pinfeathers sondern auch Izos Ex-Boyfriend tauchen wieder auf. Und Varens spärliche Auftritte werden noch weniger, das Jüngelchen wird hochgradig eifersüchtig, woran natürlich die Spiegel Schuld sind. Ich muss gestehen, bin jetzt über die Hälfte hinweg und bisher ist Teil 2 wie in vielen Serien leider üblich, ein reiner Lückenfüller. Alles voran gegangene noch einmal aufnehmen, viel zerdenken, irgendwann mal aus dem Quark kommen um Teil 3 vorzubereiten. Aber das Cover hätte vielleicht schon andeuten sollen: Izo steht im Vordergrund und zwar nur sie.

Auf Seite 300 fällt Izo dann mal ein, dass man vielleicht hätte planen sollen. Und da war ich schon an dem Punkt das Buch abzuhaken mit folgenden Gedanken: Meine Jugendbücher hatten Helden (egal ob männlich oder weiblich) die Energie geladen waren! Denen wäre es NIEMALS eingefallen sich zu verbuddeln und 300 Seiten lang herum zu heulen! Wenn Pippi Langstrumpfs Tommy in eine Spiegelwelt entführt worden wäre (was ein echt schöner Ansatz ist, mal den schlafenden Dornrosso und nicht Dornröschen zu retten) hätte Pippi Annika unter den Arm geklemmt, den Eltern gesagt: WIR holen ihn zurück, Tante Prusseliese lachend zugewunken und wäre ausgezogen alle Spiegel dieser Welt zu zerdeppern! Gut, Annika war immer etwas weinerlich, aber sie hat sich immer anstecken lassen! Izo hier… der muss man nach 400 Seiten so fest in den Allerwertesten treten, dass sie glatt über die Klippe fällt, ohne Cliffhanger! Und Varen - ehrlich KEINE Ahnung alle anderen Chars waren nicht einmal als blass zu bezeichnen, man könnte glatt sagen sie waren gar nicht existent! Von einem Fortschritt der Handlung zu schweigen. Und das können die schönen Kapitelüberschriften dann auch nicht mehr retten. 

Fazit: 

Rückblickend fühlt es sich an, als ob nur die letzten 100 Seiten zur Geschichte gehören und das Geplänkel davor lediglich als Füllmaterial dient. Das hätte man auch alles raffen, voraussetzen, auslassen können. Es passiert nichts, es gibt keine Charaktere außer Izo und ihre Familie und die Location bleibt auch immer dieselbe. Die Punkte gerettet haben die letzten Kapitel, endlich in der Traum/ Spiegelwelt angekommen. Herausragend der Kampf zwischen Pinfeathers und Scrimshaw…
Der Witz? Auf Goodreads hat dieses Buch 4,900+ Bewertungen und über 700 Rezensionen. Ein Ergebnis von knapp 4Punkten. Wie wir alle wissen ist das schon echt gut! Nur zum Vergleich Teil 1 hat noch mehr abgeräumt mit über 2000 Rezensionen und über 20,000 Bewertungen und einem schlechteren Durchschnitt denn 2. Und was soll ich euch schon verheimlichen? Zu Teil 3 hat die Trilogie massiv an Lesern eingebüßt. Nur noch 100 Rezis und 200 Bewertungen mit einem sehr guten 4er Durchschnitt.
Was sagt uns das? Nüchtern betrachtet? Yep. Teil 2 war so schlecht, dass nur noch Hartgesottene dabei sind. 


Ich versuche Bewertungen und Rezis zu umgehen, bis ich das entsprechende Buch selber gelesen habe. Daher ist meine Meinung davon nicht beeinflusst, wie ich aber mal mit dem Finger in der Wunde bohren möchte: Ich bin nicht die einzige die genau den oben erwähnten Eindruck hatte, auch wenn ich mich wesentlich freundlicher ausdrücke.
Hier fehlte einfach ALLES was das erste Buch ausgemacht hat.
 

Ein 'syllable' für das Urteil: bad!
Source: lesekatzen.blogspot.de/2015/04/rezension-enshadowed-kelly-creagh-by-key.html
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review 2015-05-13 14:00
Mit dem Trunk der Nepenthe auf Lenore! *hics*
Nevermore - Kelly Creagh
"Does he sleep?"(Prolog)

Es ist ja immer wie ein bisschen Überraschungsei schütteln, lauschen, öffnen, Schokolade ignorieren, Kern brechen und-
Wenn man ein Buch nur aufgrund dessen zur Hand nimmt, weil einem ein einziges Wort anspringt. In diesem Fall war es der Titel allein schon der Alarmsirenen schrillen ließ: 'nevermore'. Und wem das Wort keinen Schauer das Rückrat hinunter rieseln lässt, der sollte dieses Buch lesen. 'Der Rabe' ist zweifellos (und da stimmen mir die Protagonisten zu) eines der berühmtesten Werke Edgar Allan Poes. Ich wollte dieses Buch lesen, weil dieser Schriftsteller Unglaubliches vollbracht hat. 
Ich werde nie vergessen wie ich das erste Mal in der Bibliothek stand und durch die Fülle der Regale gestreift bin und mir ein winziges Bändchen in die Hände geriet. Wie ich seine Geschichten und Gedichte aufgesogen habe wie ein Schwamm. 'Tell Tale Heart' ist einer der wundervollsten Titel, die je eine Geschichte erhalten hat und ich verdamme denjenigen der daraus: 'Das verräterische Herz' gemacht und somit das Überraschungsei mit einem Hammer zerstört hat. Der Rabe ist eine so zentrale Figur in der Poesie und vielen anderen Werken bis hin zu Filmen, Liedern und Comics, das mein Herz in Vorfreude sich eng zusammen zog und ich betete, das Kelly Creagh hoffentlich bei ihrer Geschichte um die Protagonisten nicht vergisst was sie inspiriert hat.

The Nocs
The Nocs
They live in the floor
Ich kann sagen, das Buch hat mich nicht enttäuscht. Es ist eine Fülle von gut recherchierten Poe- Stücken. Ja, ein wenig wirkt es sogar lehrreich. Während der 543 Seiten wurde ich unterrichtet und ich war Isobels und Varens Mitschülerin. Wobei ich mir nicht sicher bin ob ich in der Mensa am Geektisch saß oder ob ich eine derjenigen Personen gewesen wäre, die mehr einem Schatten ähnelt. Das Setting ist sehr einfach: Highschool, Football, Cheerleading, Leistungsdruck, Prüfungen, drakonische Hausarreststrafen und blöde kleine Brüder. Wir finden Izo mitten in ihrer Englischstunde in der der Lehrer aus Spaß an der Freud, Schüler nach Gutdünken zusammenwürfelt für eine Hausarbeit die sich über einige Wochen hinziehen wird. Abgabedatum ist Halloween. Und es ist vor allem eins deutlich: es geht um ganz normale Schüler, es ist idyllisch und malerisch.

Noch bis zur Hälfte des Buches erlag ich dem Gefühl über die Landesgrenzen hinweg mich hinein versetzen zu können in den Alltag einer beliebten blonden im Mittelpunkt stehenden Isobel- natürlich liiert mit Brad aus dem Sportteam. Alles also ganz normal. Wäre da nicht diese leidige Hausarbeit und der zugedacht Partner. Da hat es mich dann auch nicht sonderlich verwundert, das Kapitel 25 (sprich genau die Hälfte) gerade einmal über zwei Seiten verfügt, völlig unwichtigerweise ein eigenes Kapitel ist und dennoch ganz klar die Klimax bestimmt. Alles verändert sich. Und das ist bis hier hin so kontinuierlich sanft geschehen, das man es beinah nicht mitbekommt.
Dennoch nicht langweilig, immer wieder stürzt Varen den Leser in Rätsel, er ist ein Freak. Dunkel, gepierct- Isobels Mutter spricht sogar davon das er seltsam 'erfahren' erscheint und sich um ihr Töchterchen aber weit weniger Sorgen macht als Papa Bär. Varen ist höflich und gleichzeitig spitz sarkastisch und natürlich wesentlich intelligenter als so eine herum hüpfende Cheerleaderin.

Das Buch nimmt sehr viel Schwung auf, durch die sorgfältig vorbereitete Inszenierung. Es ist als ob eine Wahrsagerin die Karten legt und die erste umdreht. Die zweite, die dritte… die fünfundzwanzigste. Immer wenn sie eine umdreht setzt sie die anderen in Beziehung. Das ganze wirkt elliptisch, gekonnt verpackt Creagh alles in sich umschließende Schichten. Und zu erst nur blass und undurchsichtig taucht ein Mann immer wieder im Verlauf auf. Merkmal: Mantel, Säbel, Schal, Hut. Die Figur des 'väterlichen' Geleitschutzes- dem Freund und auch dem Zwielichtigen.
Durch die zweite Hälfte des Buches beginnt sich alles zu drehen. Schnell wird klar, aus der Idylle eines normalen Teenagerlebens wird die Karikatur dessen. Nichts ist mehr wichtig, außer heraus zu finden woher verdammt noch mal 'Jackie Estacado' auf einmal her kommt (das ist die Hauptfigur aus dem Comic: 'The Darkness', die ich als sehr bildhaften Vergleich anbiete). Man gerät in den Taumel der Geschichte: 'masque of the red death' ( mit 'qu')- man darf dabei sein wie Poe interviewt wird, über sein Ableben ausgefragt wird, wie er gesteht er neige zum trinken.
Was meine Erwartungen erfüllte.


The Nocs
The Nocs
They knock on your door
Wermutstropfen ist der bebende Übergang der Welten, ihrer und seiner. Es passiert schnell und auf eine verwirrende Art und Weise wirkt alles zwar noch surreal, aber man nimmt es als Leser bereitwillig an. Will sich bewusst mit den Figuren von der normalen Welt lösen und die alltäglichen Problemchen verdrängen und sich den Mächten stellen um die es in diesem Werk wirklich geht. Und es ist sicher kein Wunder, das am Ende nichts mehr ist wie zuvor. Beziehungen flammen auf, Freundschaften werden neu geknüpft, Verbündete treten auf, eigentlich geglaubte Feinde sind nicht mehr was sie scheinen, ehemalige Freunde mutieren zu Marionetten- das sind alles keine überraschenden Mittel. Es zeigt nur wie ausgeklügelt die Charaktere dieses Buches umeinander tanzen.
 
Über den Schreibstil kann ich nur so viel verraten, das ich neue Lieblingsworte habe. Vor allem: 'syllable' hat es mir angetan. Klingt es nicht wie ein Name- so volltönend und flüsternd? Aber auch das Wort: 'schlepping' hat mich zum lachen gebracht. Ich hatte nicht das Gefühl das Varen zu hoch gestochen redet oder Isobel und ihre Team- Kameradinnen zu unterbelichtet sind. Einige Nebencharaktere blieben leider etwas blass, aber es könnte auch daran liegen das sie weiß geschminkte Gesichter als Ausdruck ihrer Gruppenzugehörigkeit trugen. Außerdem habe ich ein wenig das Gefühl, das heutzutage Autoren Kapitel ein wenig wahllos benutzen um hübsche Zwischenüberschriften zu verteilen. Was allerdings in diesem Roman gut gelungen ist. Ich hatte zeitweilig das Gefühl das Varen ein wenig sehr dünn, kraftlos und unscheinbar ist- aber das machen seine grünen Augen, die Ketten und die Ringe sowie sein Notizblock wieder wett.
"'Don't call after nine.' Was that when he retired to his tomb?" (chap 3, p 27)
Man darf sich an dieser Stelle gerne fragen wieso ein kleiner Goth zum Hauptdarsteller wird, die Frage ist berechtigt und wird sogar angedeutet beantwortet.

 V- 555- 0710
The Nocs
The Nocs
Where there's one, there's more.
 
Fazit: 

Zusammenfassend geht es um so viel mehr als auf den ersten Blick erkennbar, weshalb ich mich dazu gedrängt fühle, das ganze direkt noch einmal von vorn zu lesen um heraus zu finden was ich nicht alles übersehen habe! Weiter geht es in 'Enshadowed' der Trilogie. Denn es gibt noch viel zu tun und es ist noch so vieles offen, noch so viel Spielraum. Die Spannung klemmt in meinem Bauch wie ein Knoten, wenn ich nicht bald weiß wie es weiter geht.

Etwas unglücklich macht mich all die Normalität, all die Vorurteile, aber ich kann nichts schlechtes daran finden genau diese Aspekte zu nehmen und sie zu einer Sage zu schmieden, in der basierend auf der Realität Träume wahr werden können- selbst wenn diese auch mal schreiend Pink sind.
Das ist wie der Klecks auf der Leinwand, es zieht den Blick auf sich und es funktioniert. Und dabei ist Creagh an keiner Stelle sparsam mit Farbklecksen und Details, die dann doch ab und an dazu verleiten sich zu denken: 'Ja, ja ich hab's verstanden: Schönes, tolles, großes, altes, restauriertes Haus… gehen die auch noch mal rein heute?' Ungeduldig? Ich? Nevermore. Ob das Buch wohl ursprünglich für eine jüngere Zielgruppe gedacht war? Nevermind.

Noch ein Wort zu der Aufmachung- ich war überrascht was nach dem Epilog noch so alles kam und ich halte es für einen interessanten Kniff und werde meine zweite Runde 'Nevermore' dazu nutzen die dort aufkommenden Hinweise aufzuspüren und pflichttreu zu ergründen. Dieses Buch ist weniger Unterhaltung, es schafft etwas sehr seltenes, es ruft dazu auf mitzumachen. Ich selbst habe zwar ein wenig Sorge, nun etwas in ein Notizheft einzutragen, aber ich nehme mir 'Pinfeathers' Rat zu Herzen und werde den Trunk der 'Nepenthe' kosten. In dem Sinn auf 'Lenore'.


'Beware of Bess' Urteil: überdurchschnittlich gut
Source: lesekatzen.blogspot.de/2014/05/rezension-nevermore-kelly-creagh-by-key.html
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