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Search tags: Kriminalroman
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review 2018-11-07 13:44
Zwischen Schweiz, Schwarzwald und Syrien
Lenz: Kriminalroman - Michael Theurillat Lenz: Kriminalroman - Michael Theurillat

„Lenz“ beginnt zunächst wie ein klassischer Krimi: Nach einem mysteriösen Prolog wird die Leiche eines alten Mannes entdeckt, wobei Kommissar Eschenbach einige Ungereimtheiten auffallen. Seine Stellvertreterin im Polizeipräsidium legt ihm bei der Ermittlung jedoch Steine in den Weg. Parallel dazu entwickelt sich die Handlung in eine ganz andere Richtung: Der titelgebende Ewald Lenz tut einem alten Freund einen Gefallen und bringt der gemeinsamen Freundin Isabela ein Päckchen von der Schweiz in den Schwarzwald, wo sie zurückgezogen im extremen Luxus lebt. Dadurch verwickelt sich Lenz ungeahnt in eine internationale Verschwörung.

Die typische Ermittlungsarbeit fehlt hier, weshalb sich das Buch weniger wie ein typischer Krimi und mehr wie ein gesellschaftskritischer Roman liest. Besonders der Handlungsfaden von Lenz und Isabela ist davon geprägt, dass sie auf ihr Leben zurückblickt und darüber erzählt. Zwar hat sie viel Brisantes erlebt, jedoch fühlt sich die rückblickende Erzählweise nicht besonders spannend an. Zudem kommen einige Passagen etwas oberlehrerhaft daher, wenn der Autor Wissen abspult (z.B. in der Erklärung der Geschichte der Züricher Uni oder in Isabelas Aufzeichnungen zum Syrien-Konflikt). Hier hätte ich mir gewünscht, dass die Informationen besser in die Handlung integriert worden wären. Sie stehen oft einfach nur als separater Absatz da.

Interessant finde ich die gesellschaftskritischen Aspekte des Romans, z.B. die Meinungsmache in Zeiten der Digitalisierung, der Nahostkonflikt etc. Auch wenn ich nicht mit allen Aussagen des Autors übereinstimme, fand ich, dass er einige sehr aktuelle Themen geschickt in die Handlung eingebracht hat. Hier hätte ich mir einen stärkeren Fokus auf die politischen und gesellschaftlichen Aspekte gewünscht. Der Krimi-Teil, der mit dem Fortschritt der Handlung immer weiter vernachlässigt wird, wirkte für mich etwas an den Haaren herbeigezogen, um Eschenbach in die Handlung zu integrieren.

Dies war mein erster Eschenbach-Krimi. Vermutlich fehlte mir ein bisschen die Bindung an die Charaktere, um das Buch richtig genießen zu können. Doch die Geschichte an sich ist in sich abgeschlossen und war auch ohne Kenntnisse über die Vorgänger ohne Probleme verständlich. Michael Theurillat pflegt einen äußerst ansprechenden Schreibstil, sodass sich das Buch schnell lesen ließ.

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text 2018-09-22 20:46
spannender Psycho-Krimi
Mexikoring: Kriminalroman (suhrkamp tasc... Mexikoring: Kriminalroman (suhrkamp taschenbuch) - Simone Buchholz

In seinem Auto verbrannten Nouri Saroukhan, Sohn eines Mhallamiye Clan-Chefs aus Bremen, der sich von seiner Familie abgewendet hatte. Um zu verstehen, was geschehen ist, ist es notwendig die Strukturen dieser Organisation näher zu verstehen - somit eine Herausforderung für die Ermittler.

Die Figuren rund um die Hamburger Staatsanwältin Chas Riley sind sehr markant und einprägsam gelungene Charaktere - mit Ecken und Kanten; eine besondere Darstellung.

Dieser Krimi unterscheidet sich einfach grundlegend von den anderen Büchern des Genres, das ist nichtzuletzt unter anderem auch auf den einprägsamen Schreibstil zurückzuführen. Der Spannungsbogen konnte das ganze Buch hindurch hoch gehalten werden - mit großem Interesse bin ich über die Seiten geflogen.

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review 2018-08-10 09:05
Rambazamba in Stuttgart21
Wo die Löwen weinen: Kriminalroman (German Edition) - Heinrich Steinfest

Heinrich Steinfest sagt selbst: "Dies ist ein Roman über das Vorhaben, eine Stadt zu ermorden. Nie erschien mir die Form eines Kriminalromans passender, zwingender, befreiender."

 

Wie es Euch vom Buchcover und dem Klappentext gleichsam quasi mitten ins Gesicht springt, geht es um Stuttgart21. Der Krimi ist wundervoll eingebettet in Politik, Korruption, Vetternwirtschaft, Bürgerprotest, Aktivismus, Demos und organisierten Widerstand. Auf welcher Seite Steinfest steht, ist auch sonnenklar, denn keine Figur der herrschenden Kaste ist wohlwollend gezeichnet nur die Polizisten, die aber eigentlich gerade in diesem Fall zwischen den Fronten stehen, haben durchwegs sympathische menschliche Züge.

 

In der Gestaltung der Story hat sich Steinfest dramaturgisch etwas neues einfallen lassen der idealtypische Krimiplot ist diesmal umgedreht: Das Verbrechen wird aufgeklärt, bevor der Mord passiert. Wie immer strotzt die Geschichte nur so vor grandiosen Ideen: zum Beispiel ein politisch motivierter Attentäter als Heckenschütze, der keinen umbringt, aber dennoch seine Botschaft klar und unmissverständlich deponiert und ein sehr subversiver Aktivist einst auf der Seite der Mächtigen, der überraschend durch eine künstlerische Aktion, Politik und Polizei total ohnmächtig und blöd dastehen lässt. Das ist himmlisch!

 

Die Figuren sind wieder Mal bis zum Hund in einer Nebenrolle, der sehr philosophische Züge aufweist, total liebevoll entwickelt. Bis eben auf die Politiker, die Mächtigen und ihre Erfüllungsgehilfen, die ja eigentlich gar keine Menschen sind, sondern nur korrupte Hüllen und Karrikaturen von humanen Wesen, was sehrwohl beabsichtigt ist und durch den krassen Gegensatz zum übrigen Personal wahnsinnig gut ins Konzept passt.

Sprachlich ist Steinfest sowieso einer meiner Lieblingsautoren, er konstruiert wortgewaltig und sehr intelligent Wuchtln, Bonmots und Analogien, die man sich allesamt einrahmen und an die Wand hängen möchte.

 

"....aber die Würde ihrer Erscheinung, die Eleganz, mit der sie ihr Alter und die Wunden ihres Lebens trug, vor allem das Raumgreifende ihrer Bewegungen war unübersehbar. Wobei dieser Griff nach dem Raum eben nicht brutal war wie bei vielen machtvollen Männern, die dem Raum gern ein Leid antun, sondern sie gab dem Raum eine kunstvolle Stütze und verzierte ihn gleichzeitig."

"Lych redete beinahe völlig akzentfrei, da war nichts Bayrisches, keine Kanak Sprak, keine Mischsprache. Da war nur ein kleiner exotischer Klang, der jedem seiner Wörter einen kurzen Stoß verlieh. Wie beim Brustschwimmen, wenn die Beine nach hinten schnellen."

 

Fazit: Unbedingt lesen, auch wenn man sich mit Stuttgart21 nicht auskennt. Ein absoluter Pageturner spannend, klug, witzig, teilweise extrem realistisch dann wieder total abgedreht, sprachlich wundervoll. Ein echter typischer Steinfest eben in Höchstform.

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text 2018-06-30 08:17
Potential nicht genutzt
Der einsame Bote: Kriminalroman (Ein Fall für Tommy Bergmann, Band 3) - Gard Sveen,Günther Frauenlob

Ich habe die Vorgänger der Reihe nicht gelesen, und habe mich daher auch etwas schwer getan, in die Geschichte hinein zu finden. 
Die Idee für die Geschichte war ja ganz gut - aber trotzdem hinterließ das Ende für mich viele Fragen. Es gibt keine rote Linie durch das Buch. 
Ich finde das Potential wurde nicht genutzt.

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text 2018-06-29 07:38
Halbzeit A-Z Autorinnenchallenge
Die Akte Kalkutta: Kriminalroman - Emfried Heidi
Steirerquell: Sandra Mohrs achter Fall (Kriminalromane im GMEINER-Verlag) - Claudia Rossbacher
Die Parasiten - Daphne DuMaurier
Zusammen ist man weniger allein - Anna Gavalda
Emma - Helga Schulz,Jane Austen
Die Reisen des Mr. Leary: Roman - Anne Tyler

Zwei Wochen verspätet melde ich mich mit einem Halbzeit-Bericht (15.6.2018) meiner Autorinnenchallenge, da mich ein Bandscheibenproblem hindert, zu lange vor dem Computer zu sitzen und ich deshalb meine Schreibarbeit einteilen muss.

 

Was hat sich also getan im ersten Halbjahr mit Fokus auf die Autorinnen: Ich habe viele gute Bücher gelesen und auch ein paar Mal richtig danebengegriffen. Auch habe ich mich zwei Mal über diese typische romantische Frauenliteratur geärgert, die ich ums Verrecken nicht ausstehen kann. Das ist insofern verwunderlich, denn ich habe 20 Buchstaben abgearbeitet und auch innerhalb der Buchstaben manche doppelt belegt also ist die Quote der unerträglichen romantischen Frauenliteratur eigentlich sehr gering. Mein Status bedeutet zudem, dass ich für die nächsten 6 Monate nur noch 6 Buchstaben ausfüllen muss, um die Challenge zu erreichen. Ich werde aber sicher mehr Frauenbücher lesen, denn die Rezensionsexemplare der Neuerscheinungen vom Verlag Kremayr & Scheriau sind auch im Herbst wieder ausschließlich von Schriftstellerinnen. Auch diese werden in meine Gesamtliste aufgenommen.

 

Meine Statistik sagt

Autorinnen 22/41

Gemischt Autorin/Autor 1/41

Autoren 18/41

 

Meine Autorinnenquote ist also noch immer bei mehr als 50%

 

Weil mir die Challenge so gut gefällt und ich eigentlich gar nicht mehr ohne diese Ziele lesen will und mich unbedingt weiter mit LeseFreunden über Autorinnen austauschen möchte, plane ich schon etwas für 2019, entweder dieselbe Herausforderung zu wiederholen, oder Autorinnen aus allen EU-Staaten (bis auf Malta) zu lesen.

 

Am besten gefällt mir übrigens die Diskussion über Bücher von Autorinnen, die in einer Goodreads Gruppe mit ca. 40 Personen im letzten Halbjahr sehr rege ist. Ich habe viele gleichgesinnte Freunde gefunden, spannende Diskussionen geführt und meine Wunschliste explodiert gleichermaßen vor Büchern von Autorinnen, die ich unbedingt noch lesen will. Ich hoffe es geht auch Euch so und wir haben nachhaltig unser eigenes und das Leseverhalten unserer Freunde beeinflusst.

 

Auch im Juli geht es spannend weiter - gestern habe ich 2 Bücher bestellt die Chinesin Xinran Xue mit  ihrem Roman Wolkentöchter und die finnische Autorin Sofi Oksanen mit Fegefeuer.

 

Nun natürlich auch noch meine Liste zum Nachschauen mit heutigem Stand der Dinge:

 

A: Austen, Jane: Emma **
B: Bachmann, Ingeborg: Das dreißigste Jahr **
C: Chambers, Becky: Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten 2,5 *** aufgerundet auf 3
D: Dusl Anna Maria: Boboville - 2,5 *** aufgerundet auf 3
E: Emfried Heidi: Die Akte Kalkutta **** (Rezensionsexemplar)
F: Fölck, Romy: Totenweg 3,5*** aufgerundet auf 4 (Rezensionsexemplar)
G: Gavalda, Anna: Zusammen ist man weniger allein 2,5 ** abgerundet
H: Han, Kang: Die Vegetarierin *****

     Hirth, Simone: Bananama **** (Rezensionsexemplar)
I:
J: Joyce Rachel: Die unwahscheinliche Pilgerreise des Harold Fry ****
K: Kaiser, Vea: Blasmusikpop ****

     Klingl, Livia: Der Lügenpresser 3,5*** aufgerundet auf 4 (Rezensionsexemplar)
L: Lessing, Doris: Die gute Terroristin **
M: Du Maurier, Daphne: Die Parasiten 4,5 *****
N: Nothomb Amelie: Der Professor ****
O:
P: Piuk Petra: Lucy fliegt *** (Rezensionsexemplar)
Q: De Queiroz, Rachel: Die drei Marias ***

R: Rossbacher, Claudia: Steirerquell *** (Rezensionsexpemplar
S: Stauffer, Verena: Orchis **** (Rezensionsexemplar)
T: Tyler Anne: Die Reisen des Mr. Leary ****
U:
V:
W:
X:
Y: Yoshimoto Banana: Eidechse *** nur wegen der Stilform Kurzgeschichte
Z: Zeh Julie: Schilf ****

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