logo
Wrong email address or username
Wrong email address or username
Incorrect verification code
back to top
Search tags: Kriminalroman
Load new posts () and activity
Like Reblog Comment
show activity (+)
text 2018-09-22 20:46
spannender Psycho-Krimi
Mexikoring: Kriminalroman (suhrkamp tasc... Mexikoring: Kriminalroman (suhrkamp taschenbuch) - Simone Buchholz

In seinem Auto verbrannten Nouri Saroukhan, Sohn eines Mhallamiye Clan-Chefs aus Bremen, der sich von seiner Familie abgewendet hatte. Um zu verstehen, was geschehen ist, ist es notwendig die Strukturen dieser Organisation näher zu verstehen - somit eine Herausforderung für die Ermittler.

Die Figuren rund um die Hamburger Staatsanwältin Chas Riley sind sehr markant und einprägsam gelungene Charaktere - mit Ecken und Kanten; eine besondere Darstellung.

Dieser Krimi unterscheidet sich einfach grundlegend von den anderen Büchern des Genres, das ist nichtzuletzt unter anderem auch auf den einprägsamen Schreibstil zurückzuführen. Der Spannungsbogen konnte das ganze Buch hindurch hoch gehalten werden - mit großem Interesse bin ich über die Seiten geflogen.

Like Reblog Comment
show activity (+)
review 2018-08-10 09:05
Rambazamba in Stuttgart21
Wo die Löwen weinen: Kriminalroman (German Edition) - Heinrich Steinfest

Heinrich Steinfest sagt selbst: "Dies ist ein Roman über das Vorhaben, eine Stadt zu ermorden. Nie erschien mir die Form eines Kriminalromans passender, zwingender, befreiender."

 

Wie es Euch vom Buchcover und dem Klappentext gleichsam quasi mitten ins Gesicht springt, geht es um Stuttgart21. Der Krimi ist wundervoll eingebettet in Politik, Korruption, Vetternwirtschaft, Bürgerprotest, Aktivismus, Demos und organisierten Widerstand. Auf welcher Seite Steinfest steht, ist auch sonnenklar, denn keine Figur der herrschenden Kaste ist wohlwollend gezeichnet nur die Polizisten, die aber eigentlich gerade in diesem Fall zwischen den Fronten stehen, haben durchwegs sympathische menschliche Züge.

 

In der Gestaltung der Story hat sich Steinfest dramaturgisch etwas neues einfallen lassen der idealtypische Krimiplot ist diesmal umgedreht: Das Verbrechen wird aufgeklärt, bevor der Mord passiert. Wie immer strotzt die Geschichte nur so vor grandiosen Ideen: zum Beispiel ein politisch motivierter Attentäter als Heckenschütze, der keinen umbringt, aber dennoch seine Botschaft klar und unmissverständlich deponiert und ein sehr subversiver Aktivist einst auf der Seite der Mächtigen, der überraschend durch eine künstlerische Aktion, Politik und Polizei total ohnmächtig und blöd dastehen lässt. Das ist himmlisch!

 

Die Figuren sind wieder Mal bis zum Hund in einer Nebenrolle, der sehr philosophische Züge aufweist, total liebevoll entwickelt. Bis eben auf die Politiker, die Mächtigen und ihre Erfüllungsgehilfen, die ja eigentlich gar keine Menschen sind, sondern nur korrupte Hüllen und Karrikaturen von humanen Wesen, was sehrwohl beabsichtigt ist und durch den krassen Gegensatz zum übrigen Personal wahnsinnig gut ins Konzept passt.

Sprachlich ist Steinfest sowieso einer meiner Lieblingsautoren, er konstruiert wortgewaltig und sehr intelligent Wuchtln, Bonmots und Analogien, die man sich allesamt einrahmen und an die Wand hängen möchte.

 

"....aber die Würde ihrer Erscheinung, die Eleganz, mit der sie ihr Alter und die Wunden ihres Lebens trug, vor allem das Raumgreifende ihrer Bewegungen war unübersehbar. Wobei dieser Griff nach dem Raum eben nicht brutal war wie bei vielen machtvollen Männern, die dem Raum gern ein Leid antun, sondern sie gab dem Raum eine kunstvolle Stütze und verzierte ihn gleichzeitig."

"Lych redete beinahe völlig akzentfrei, da war nichts Bayrisches, keine Kanak Sprak, keine Mischsprache. Da war nur ein kleiner exotischer Klang, der jedem seiner Wörter einen kurzen Stoß verlieh. Wie beim Brustschwimmen, wenn die Beine nach hinten schnellen."

 

Fazit: Unbedingt lesen, auch wenn man sich mit Stuttgart21 nicht auskennt. Ein absoluter Pageturner spannend, klug, witzig, teilweise extrem realistisch dann wieder total abgedreht, sprachlich wundervoll. Ein echter typischer Steinfest eben in Höchstform.

Like Reblog Comment
show activity (+)
text 2018-06-30 08:17
Potential nicht genutzt
Der einsame Bote: Kriminalroman (Ein Fall für Tommy Bergmann, Band 3) - Gard Sveen,Günther Frauenlob

Ich habe die Vorgänger der Reihe nicht gelesen, und habe mich daher auch etwas schwer getan, in die Geschichte hinein zu finden. 
Die Idee für die Geschichte war ja ganz gut - aber trotzdem hinterließ das Ende für mich viele Fragen. Es gibt keine rote Linie durch das Buch. 
Ich finde das Potential wurde nicht genutzt.

Like Reblog Comment
show activity (+)
text 2018-06-29 07:38
Halbzeit A-Z Autorinnenchallenge
Die Akte Kalkutta: Kriminalroman - Emfried Heidi
Steirerquell: Sandra Mohrs achter Fall (Kriminalromane im GMEINER-Verlag) - Claudia Rossbacher
Die Parasiten - Daphne DuMaurier
Zusammen ist man weniger allein - Anna Gavalda
Emma - Helga Schulz,Jane Austen
Die Reisen des Mr. Leary: Roman - Anne Tyler

Zwei Wochen verspätet melde ich mich mit einem Halbzeit-Bericht (15.6.2018) meiner Autorinnenchallenge, da mich ein Bandscheibenproblem hindert, zu lange vor dem Computer zu sitzen und ich deshalb meine Schreibarbeit einteilen muss.

 

Was hat sich also getan im ersten Halbjahr mit Fokus auf die Autorinnen: Ich habe viele gute Bücher gelesen und auch ein paar Mal richtig danebengegriffen. Auch habe ich mich zwei Mal über diese typische romantische Frauenliteratur geärgert, die ich ums Verrecken nicht ausstehen kann. Das ist insofern verwunderlich, denn ich habe 20 Buchstaben abgearbeitet und auch innerhalb der Buchstaben manche doppelt belegt also ist die Quote der unerträglichen romantischen Frauenliteratur eigentlich sehr gering. Mein Status bedeutet zudem, dass ich für die nächsten 6 Monate nur noch 6 Buchstaben ausfüllen muss, um die Challenge zu erreichen. Ich werde aber sicher mehr Frauenbücher lesen, denn die Rezensionsexemplare der Neuerscheinungen vom Verlag Kremayr & Scheriau sind auch im Herbst wieder ausschließlich von Schriftstellerinnen. Auch diese werden in meine Gesamtliste aufgenommen.

 

Meine Statistik sagt

Autorinnen 22/41

Gemischt Autorin/Autor 1/41

Autoren 18/41

 

Meine Autorinnenquote ist also noch immer bei mehr als 50%

 

Weil mir die Challenge so gut gefällt und ich eigentlich gar nicht mehr ohne diese Ziele lesen will und mich unbedingt weiter mit LeseFreunden über Autorinnen austauschen möchte, plane ich schon etwas für 2019, entweder dieselbe Herausforderung zu wiederholen, oder Autorinnen aus allen EU-Staaten (bis auf Malta) zu lesen.

 

Am besten gefällt mir übrigens die Diskussion über Bücher von Autorinnen, die in einer Goodreads Gruppe mit ca. 40 Personen im letzten Halbjahr sehr rege ist. Ich habe viele gleichgesinnte Freunde gefunden, spannende Diskussionen geführt und meine Wunschliste explodiert gleichermaßen vor Büchern von Autorinnen, die ich unbedingt noch lesen will. Ich hoffe es geht auch Euch so und wir haben nachhaltig unser eigenes und das Leseverhalten unserer Freunde beeinflusst.

 

Auch im Juli geht es spannend weiter - gestern habe ich 2 Bücher bestellt die Chinesin Xinran Xue mit  ihrem Roman Wolkentöchter und die finnische Autorin Sofi Oksanen mit Fegefeuer.

 

Nun natürlich auch noch meine Liste zum Nachschauen mit heutigem Stand der Dinge:

 

A: Austen, Jane: Emma **
B: Bachmann, Ingeborg: Das dreißigste Jahr **
C: Chambers, Becky: Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten 2,5 *** aufgerundet auf 3
D: Dusl Anna Maria: Boboville - 2,5 *** aufgerundet auf 3
E: Emfried Heidi: Die Akte Kalkutta **** (Rezensionsexemplar)
F: Fölck, Romy: Totenweg 3,5*** aufgerundet auf 4 (Rezensionsexemplar)
G: Gavalda, Anna: Zusammen ist man weniger allein 2,5 ** abgerundet
H: Han, Kang: Die Vegetarierin *****

     Hirth, Simone: Bananama **** (Rezensionsexemplar)
I:
J: Joyce Rachel: Die unwahscheinliche Pilgerreise des Harold Fry ****
K: Kaiser, Vea: Blasmusikpop ****

     Klingl, Livia: Der Lügenpresser 3,5*** aufgerundet auf 4 (Rezensionsexemplar)
L: Lessing, Doris: Die gute Terroristin **
M: Du Maurier, Daphne: Die Parasiten 4,5 *****
N: Nothomb Amelie: Der Professor ****
O:
P: Piuk Petra: Lucy fliegt *** (Rezensionsexemplar)
Q: De Queiroz, Rachel: Die drei Marias ***

R: Rossbacher, Claudia: Steirerquell *** (Rezensionsexpemplar
S: Stauffer, Verena: Orchis **** (Rezensionsexemplar)
T: Tyler Anne: Die Reisen des Mr. Leary ****
U:
V:
W:
X:
Y: Yoshimoto Banana: Eidechse *** nur wegen der Stilform Kurzgeschichte
Z: Zeh Julie: Schilf ****

Like Reblog Comment
show activity (+)
review 2018-04-26 06:31
Melodischer Regional-Krimi
Tödliche Fälschung: Kriminalroman (HAYMON TASCHENBUCH) - Thomas Baum

Für Kommissar Robert Worschädl sollte es ein schöner Abend im Linzer Konzerthaus werden. Doch genau da wird ein Musiker hinter der Bühne erdrosselt aufgefunden. So wird aus dem erhofftem Amusement bitterer Ernst und aus dem Feierabend ein neuer Fall für den Linzer Ermittler.

"Tödliche Fälschung" ist ein Regionalkrimi, der in erster Linie in der oberösterreichischen Stadt Linz angesiedelt ist, und einen Blick über die Grenze nach Italien wirft.

Führend ist die Kriminalhandlung um den Mord im Linzer Konzerthaus. Der ermordete Virtuose sorgt für Furore, weil sich zunächst niemand ein Motiv erklären kann. Allerdings wird auf den zweiten Blick klar, dass es ein breites Spektrum an Beweggründen gibt, die zum Mord führen konnten. War es der musikalische Gegenspieler? Steckt die ehemals drogensüchtige Organisatorin dahinter? Oder handelt es sich um ein privates Motiv?

Protagonist Robert Worschädl ist ein Ermittler, der mir vom ersten Moment an gefallen hat. Selten begegnet man einen derart normalen Menschen, der durch die Handlung eines Kriminalfalls führt. Worschädl hat zwar  - wie viele andere Krimi-Kommissare - ein Problem mit der Obrigkeit, aber insgesamt macht er einen sehr glaubhaften und angenehmen Eindruck. Robert Worschädl ist ein Mann der Tat, der nicht immer richtig liegt, an etlichen Entscheidungen zu beißen hat, und sich in besonders süffisante Wortgeplänkel mit seiner Angetrauten Karin begibt.

Obwohl Karin nur eine Nebenfigur ist, hat ihre Gegenwart für erheiternde Momente gesorgt. Sie ist Psychologin durch und durch, liefert zu jedem menschlichen Verhalten eine treffende Analyse und setzt dabei Charme, Schmäh und Augenzwinkern ein.

Die Krimihandlung ist geschickt erzählt. Durch unterschiedliche Perspektiven hat man beim Lesen einen guten Überblick, wobei die Zusammenhänge ausgespart sind und man gut rätseln kann. Obwohl ich mich damit wohl gefühlt hatte, muss ich hier mit meiner Kritik ansetzen. Mir wäre es lieber gewesen, ein bisschen weniger Blickwinkel einzunehmen. Zum Beispiel wird ein blindes Mädchen in Italien entführt und man ist bei diesem Erzählstrang in der Entführungssituation dabei. Zwar ist es interessant und spannend zu lesen, ich persönlich wäre aber lieber länger bei Kommissar Worschädl in Linz geblieben.

Trotzdem sorgt das Ende für einen Überraschungseffekt, was ich dem Autor hoch anrechne. Es gehört schon einiges an Finesse dazu, einerseits den Leser durch umfassende Blickwinkel zu führen und ihm andrerseits genauso viel vorzuenthalten, dass es spannend und er bei der Stange bleibt.

Denn Autor Thomas Baum bedient sich kurzer Kapitel, deren Spannung schnell überschwappt. Damit war ich sofort in der Handlung drin und musste mich immer wieder losreissen, weil die einzelnen Sequenzen sehr fesselnd geschrieben sind.

Erwähnen muss ich unbedingt noch den feinen Humor, der wie ein Schelm aus jeder Seite lacht, die detaillierten Schilderungen, wie es überhaupt erst zu dem einen oder anderen Zufall gekommen ist, und die musikalische Untermalung, weil nicht nur der Schauplatz des Linzer Konzerthauses sondern auch die Handlung an sich sehr melodisch geschrieben ist.

Alles in allem ist „Tödliche Fälschung“ ein harmonischer Regional-Krimi, der sich dank des feinen Humors und exzellenten Erzählstils ausgezeichnet lesen und an Krimi-Freunde unbedingt weiterempfehlen lässt. 

Source: zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at
More posts
Your Dashboard view:
Need help?