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review 2018-04-26 21:28
Das unheimliche Pflegekind
Das Böse in deinen Augen: Psychothriller... Das Böse in deinen Augen: Psychothriller - Jenny Blackhurst,Sabine Schilasky

Die elfjährige Ellie Atkinson ist vielen unheimlich. Als Pflegekind ist sie in die Familie Jefferson gekommen, nachdem ihre Eltern und ihr Bruder bei einem Brand gestorben sind und sie als einzige überlebt hat. Das Mädchen wird als Hexe beschimpft und gehänselt. Sie sei gefährlich und könne schreckliche Dinge auslösen, heißt es. Kinderpsychologin Imogen Reid, die nach einer Entlassung zurück in ihren englischen Heimatort Gaunt zieht, will das anfangs nicht glauben. Als sie Ellies Fall übernimmt, hält sie die Gerüchte für übertrieben. Doch je näher sie Ellie kommt, desto merkwürdiger erscheint ihr das Mädchen. War es etwa ein Fehler, ihr zu vertrauen?

„Das Böse in deinen Augen“ ist ein spannender Psychothriller von Jenny Blackhurst.

Meine Meinung:
Das Buch besteht aus 100 Kapiteln, die von einem Pro- und einem Epilog eingerahmt werden. Erzählt wird zum Teil aus der Ich-Perspektive von Imogen, zum Teil aus der Sicht Ellies und weiterer Personen – jeweils im Präsens. Dieser Aufbau hat mir gut gefallen.

Der Schreibstil ist – wie von Jenny Blackhurst gewohnt – flüssig, angenehm, anschaulich und packend. Durch die Kürze der Kapitel entsteht ein recht hohes Erzähltempo. Zudem gelingt es der Autorin gut, eine gruselige und beklemmende Atmosphäre zu schaffen. Dadurch konnte mich der Thriller schnell fesseln.

Mit Imogen und Ellie stehen zwei reizvolle und vielschichtige Charaktere im Vordergrund. Sie haben ihre Schattenseiten und waren mir dennoch nicht unsympathisch. Der Leser bekommt interessante Einblicke in das Gefühlsleben der beiden. Der Thriller erhält so psychologische Tiefe. Authentisch wirken auch die Nebenfiguren wie beispielsweise Imogens Ehemann Dan, Pflegemutter Sarah Jefferson und ihre leiblichen Kinder.

Die rätselhaften Erlebnisse rund um Ellie werden Stück für Stück geschildert. Auch in Imogens Vergangenheit gibt es einige Geheimnisse. So wirft der Thriller immer wieder neue Fragen auf und macht mysteriöse Andeutungen. Geschickt sät die Autorin Zweifel an gleich mehreren Personen. Dadurch bleibt die Lektüre bis zum Ende spannend und unvorhersehbar. Beim Lesen habe ich mich zu keiner Zeit gelangweilt, sondern das Miträtseln genossen. Die überraschende Auflösung finde ich überzeugend.

Eine Stärke des Thrillers ist es auch, dass er wichtige Themen wie Mobbing aufgreift. Außerdem geht es um Ängste und Traumata. Dadurch regt das Buch zum Nachdenken an.

Das Cover lässt nur einen indirekten inhaltlichen Bezug zur Geschichte erkennen. Es passt aber gut zu den übrigen Büchern der Autorin und gefällt mir optisch gut. Der Titel weicht zwar deutlich vom englischen Original („The Foster Child“) ab, ist aber treffend gewählt.

Mein Fazit:
„Das Böse in deinen Augen“ ist ein gelungener Spannungsroman, der für unterhaltsame Lesestunden sorgt. Er macht Lust auf weitere Thriller von Jenny Blackhurst.

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review 2018-02-22 16:23
Rezension | Flugangst 7A von Sebastian Fitzek
Flugangst 7A: Psychothriller - Sebastian Fitzek

Beschreibung

 

Mats hat fürchterliche Flugangst, doch um bei der Geburt seines Enkelkindes dabei sein zu können wagt er den langen Flug von Buenos Aires nach Berlin. An Board des Flugzeuges erreicht ihn ein Anruf, der zum Verhängnis aller Mitreisenden werden könnte. Mats Tochter Nele wurde entführt, ihr Leben und das Leben ihres ungeborenen Kindes hängt am seidenen Faden. Nur wenn Matz eine psychologische Bombe an Board des Flugzeuges zündet kann er Nele retten…

 

Meine Meinung

 

Sebastian Fitzeks aktueller Psychothriller “Flugangst 7A” durfte mich tatsächlich über die Lüfte begleiten und wurde somit Teil meiner letzten Urlaubslektüre.

Ich persönlich leide nicht unter Fluganst, daher war es für mich überhaupt kein Problem diese Geschichte an Board eines Flugzeuges zu beginnen und zum großen Teil ebendort zu verschlingen. Die gut recherchierten Hintergründe zur Flugangst hat Fitzek präzise dosiert und in seine Geschichte häppchenweise mit einfließen lassen, so dass sich mir ein gutes Bild dieser psychologischen Erkrankung präsentierte. Fitzek hat mich durch seinen mitreisenden Schreibstil sogar in die Lage versetzt, regelrecht mit Mats mitfühlen zu können und seinen ansteigenden Puls zu spüren.

 

“Flugangst 7A” ist nach “Das Paket” der zweite Roman den ich von Sebastian Fitzek gelesen habe, und auch hier wurde ich mal wieder prächtig unterhalten. Die Geschichte ist von der ersten Seiten an super spannend konstruiert und lässt kaum Wünsche offen. Fitzek ist wahnsinnig gut darin, durch unterschiedliche Handlungsstränge einen faszinierenden Rundumblick über das Geschehen zu entwerfen und den Leser dennoch zum größten Teil im Dunkeln zu lassen.

 

Die Thematik des Romans ist ebenso vielfältig wie ansprechend. Von den psychologischen Aspekten der Flugangst über die labile Persönlichkeit einer Amokläuferin hin zu einem außer Rand und Band geratenem Tieraktivisten ist eine breite Palette geboten. Für meinen Geschmack etwas zu breit, da Fitzek auf den knapp 400 Seiten nicht genügend Raum hat um auf alles detailliert eingehen zu können. Das fand ich etwas Schade, gerade weil die ausgewählten Themen sehr viel interessantes und vor allem auch aktuelles Potential bieten.

 

Fazit

 

Fitzek hat wieder einmal prickelnde und spannungsgeladene Unterhaltung geboten!

Source: www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-flugangst-7a-von-sebastian-fitzek
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review 2018-01-06 22:08
Ich fühle mich beobachtet
Erlöse mich: Psychothriller - Michael Robotham

Es ist kein Geheimnis: ich habe einen Hang zu Psychothrillern. Ob das eine gute oder eher fragwürdige Neigung ist, sei mal dahingestellt. 

"Erlöse mich" ist anscheinend der 9. Band einer Reihe. Ich muss sagen: ist mir nicht unbedingt aufgefallen. Offensichtlich ist der Psychologe Joe O'Loughlin immer der Hauptcharakter in Zusammenarbeit mit dem Polizisten Vincent Ruiz. Wahrscheinlich haben sie schon viel erlebt und eine bedeutungsschwangere Beziehung. Ist mir aber egal, bzw. habe ich jetzt nicht vermisst und ich hatte auch nicht das Bedürfnis zuerst die vorangegangenen 8 Bände zu lesen. Es ist in sich schlüssig. In meinen Augen könnte es in den ersten 2/3 schon etwas mehr Psycho sein und nicht "nur ein Erörtern, ob der Ehemann der Darstellerin nun abgehauen oder verschwunden ist". Doch zum Ende hin wird es tatsächlich ziemlich beängstigend - es geht eigentlich um einen Mann, der die Darstellerin seit Jahren beobachtet hat und sie "gerächt" hat (die Wahrnehmung des leicht durchgedrehten Mannes...). Durch andere verstörende Erlebnisse hat die Darstellerin eine zweite, männliche Persönlichkeit entwickelt, die sie am Ende rettet. Mit dezent schockierendem Ausmaß. 

Es gibt dennoch etwas viel Abstruses, so zum Beispiel, dass der "Rächer" eigentlich der Vater der Darstellerin ist. Das finde ich ja mal vollkommen unnötig. Manchmal ist es auch zu viel...

Nichtsdestotrotz kein schlechter Psychothriller.

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review 2018-01-04 19:18
Eiskalter Thriller
Eisige Schwestern: Psychothriller - S.K. Tremayne,Susanne Wallbaum

Sarah und Angus wagen einen Neuanfang. Vor einem Jahr ist ihr Mädchen Lydia bei einem Unfall gestorben. Es bleibt Lydias Zwillingsschwester Krystie, der sie nun ihre ganze Aufmerksamkeit schenken wollen. Dazu ziehen sie auf eine Insel nach Schottland, wo sich der Neuanfang als Ende entpuppt.

Sarah und Angus ziehen auf eine abgeschottete Insel, wo sie die Vergangenheit hinter sich lassen möchten. Denn nach Lydias Unfall haben beide das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. In der neuen Umgebung hoffen sie auf andere Gedanken zu kommen. Doch bald behauptet Krystie in Wirklichkeit Lydia zu sein. Haben sie das falsche Zwillingsmädchen begraben? Oder bildet sich Krystie das nur ein?

Großteils verbringt man mit Sarah seine Zeit, die sich dem ungemütlichen Inselleben beugt. Sie versucht das heruntergekommene Haus herzurichten und ihrem verbliebenen Mädchen Krystie eine gute Mutter zu sein. Doch nach und nach häufen sich die Merkwürdigkeiten und Sarah vermutet schon, dieses Mädchen kann nicht Krystie sein …

Damit ist S. K. Tremayne ein spannender Plot gelungen. Man stelle sich vor, man ist Eltern von Zwillingen und einer stirbt. Wie kann man bei kleinen Kindern sicher sein, welcher von ihnen gestorben ist? Immer wieder geht Sarah den Unfall im Geiste durch und beobachtet ihre Tochter ganz genau. Handelt es sich um Krystie oder Lydia? Lydia oder Krystie? Oder bildet sie sich das alles in ihrer Trauer nur ein?

Angus hingegen hat mit den finanziellen Sorgen der Familie zu kämpfen. Denn um die Finanzen ist es schlecht bestellt. Daher stürzt er sich in die Arbeit, wobei er nur zu gut weiß, dass der Unfalltod seiner Tochter doch merkwürdig war.

S. K. Tremayne schildert die Ereignisse aus Angus’ und Sarahs Perspektive, wobei Sarah deutlich die Oberhand behält. Nach und nach wird klar, dass die Protagonisten dem Leser und sich gegenseitig Informationen vorenthalten, die Licht ins Dunkel bringen könnten. Das macht unter anderem die unterschwellige Spannung dieses Thrillers aus. 

Hinzu kommt der Schauplatz der einsamen Insel, den die Familie gegen das bunte Treiben in London tauscht. Auf der Insel ist es kalt, das Haus ist halb verfallen, sie ist schwer erreichbar und dann zieht auch noch ein Unwetter auf. Dieses Setting hat es mir angetan, weil dadurch eine subtile Bedrohung entstanden ist, die durch die Handlung begleitet hat.

Zudem kommen feine Mystery-Elemente, die man sich nicht wirklich erklären kann. Liegt es daran, dass Krystie eigentlich Lydia ist? Interpretieren die Beteiligten zu viel in die Situation hinein? Oder drehen sie ganz einfach durch?

Am Ende sorgt die Handlung noch für einen sanften Schauer, es wird sogar etwas gruselig und ich bin an den Seiten geklebt.

Meiner Meinung nach hat S. K. Tremayne  mit „Eisige Schwestern“ einen stimmungsvollen Psychothiller geschrieben, der es einem teilweise eiskalt den Rücken runter jagt. Das einsame Setting, das Verwirrspiel um das Mädchen und Sarahs Bemühen eine gute Mutter zu sein haben mich nicht kalt gelassen. Ich habe ständig eine latente Spannung gespürt.

„Eisige Schwestern“ ist ein Thriller für Leser, die das subtile Grauen mögen, unterschwellige Spannung in Büchern schätzen und Mystery-Elementen gerne eine Chance geben. 

Source: zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at
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review 2017-10-25 20:37
Wenn man niemandem trauen kann
Die stille Kammer: Psychothriller - Jenny Blackhurst

Fast drei Jahre hat Susan Webster in der forensischen Psychiatrie zugebracht. Ihr wird vorgeworfen, ihren damals nur zwölf Wochen alten Sohn Dylan getötet zu haben. Doch Susan, die sich in Emma Cartwright umbenannt hat, kann sich an die Tat nicht mehr erinnern. In einer anderen englischen Kleinstadt, in der sie niemand kennt, will sie ein neues Leben beginnen. Da taucht plötzlich ein Brief auf mit dem Foto eines etwa dreijährigen Jungen, der den Namen ihres Kindes trägt. Kann es etwa sein, dass ihr Sohn doch noch lebt? Oder erlaubt sich nur jemand einen üblen Scherz mit ihr?

 

„Die stille Kammer“ ist das gelungene Thriller-Debüt der Autorin Jenny Blackhurst.

 

Meine Meinung:

Erzählt wird in der Ich-Perspektive aus Sicht von Susan. Dadurch konnte ich die Innenwelt der Protagonistin gut nachvollziehen und war schnell in der Geschichte drin. Diese Kapitel wechseln sich ab mit anderen, die in der Vergangenheit spielen, beginnend im Jahr 1987. Die Verknüpfung mehrerer Erzählstränge ist nicht nur wichtig für den Verlauf der Handlung, sondern auch sehr geschickt gemacht. Immer wieder erhält der Leser aber auch Andeutungen, die später ins Leere führen. Mehrere Personen wirken verdächtig. Dadurch und durch mehrere Überraschungen wird die Spannung bis zum Ende aufrechterhalten, sodass ich bis zum Schluss gespannt die Auflösung des Ganzen verfolgt habe. Durch die Komplexität der Geschichte war es interessant zu erfahren, wie alles miteinander zusammenhängt.

 

Positiv fand ich auch die Kürze der Kapitel, die ebenfalls zum Spannungsaufbau beigetragen und für ein hohes Tempo gesorgt haben. Hinzu kommt der flüssige, angenehme Schreibstil, sodass ich das Buch nur schwer beiseitelegen konnte.

 

Die Figuren des Thrillers sind glaubwürdig gezeichnet. Die Handlung wirkte auf mich stimmig, auch das Ende schlüssig.

 

Ein Pluspunkt waren für mich auch die hübsche Optik des Taschenbuchs und das sehr sympathische Nachwort. Leider sagt mir der deutsche Titel nicht so zu. Das englische Original „How I Lost You“ klingt für mich nicht nur ansprechender, sondern ist meiner Meinung nach auch thematisch passender.

 

Mein Fazit:

Jenny Blackhurst ist ein spannender und komplexer Psychothriller gelungen. Er macht mir Lust, weitere Bücher der Autorin zur Hand zu nehmen.

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