logo
Wrong email address or username
Wrong email address or username
Incorrect verification code
back to top
Search tags: german
Load new posts () and activity
Like Reblog Comment
review 2017-06-17 16:55
Rezension | Die störrische Braut von Anne Tyler
Die störrische Braut: Roman (German Edition) - Anne Tyler,Sabine Schwenk

Beschreibung

 

Die 29-jährige Kate Battista arbeitet nach ihrem Studiumsabbruch als Betreuerin in einer Kindertagesstätte, kümmert sich um ihre jüngere Schwester Bunny und führt für ihren exzentrischen Vater den Haushalt. Doch wie es mit ihrer Zukunft aussieht weiss Kate beim besten Willen nicht. In ihrem Job läuft nicht alles rund, Bunny steckt mitten in der schwierigen Teenagerzeit und ihr Vater hat nur seine Forschungsarbeit im Kopf.

 

Als Professor Battista seinen Assistenten Pjotr zu verlieren droht, da sein Visum bald abläuft, kommt ihm die glorreiche Idee, seine Tochter Kate mit Pjotr zu verheiraten. Kate ist mit diesem Plan überhaupt nicht einverstanden und setzt sich gegen ihren Vater und Pjotrs ungeschickte Annäherungsversuche zur Wehr.

 

Meine Meinung

 

Der Roman „Die störrische Braut“ von Anne Tyler ist Teil des Shakespeare-Projekts (Hogarth Shakespeare bei Knaus) zu seinem 400. Todestag am 23. April 2016. In ihrem Roman erzählt die Schriftstellerin die Geschichte „Der Widerspenstigen Zähmung“ von William Shakespeare neu. Auf den ersten Blick ist die Covergestaltung mit dem leuchtend türkisfarbenen Hintergrund und der rosafarbenen Pfingstrose sehr gelungen (vor allem da die Blume auch in der Geschichte auftaucht). Wirft man einen Blick auf die Hinterseite des Buchumschlags erblickt man den Originaltitel von Shakespeare.

Shakespeares Stück „Der Widerspenstigen Zähmung“ habe ich mir zur Einstimmung als Hörbuch zu Gemüte geführt. Kurz zusammengefasst geht es um Herrn Baptista und seine zwei Töchter Katharina und Bianca, die ältere Tochter Katharina gilt als widerspenstig und zum heiraten völlig ungeeignet. Als Katharina ungewollt mit Petruchia verheiratet wird ändert sich ihr Charakter von einer gestanden Frau mit eigener Meinung zu einem Heimchen am Herd – sprich der perfekten Ehefrau die nie Widerworte gibt.

 

"Menschen neigten dazu, verschwenderisch mit Sprache umzugehen; das hatte Kate längst bemerkt. Sie benutzten viel mehr Wörter als notwendig." (Seite 33)

 

Anne Tylers moderne Adaption hält für die Leser eine herrlich erfrischende Komödie voller Turbulenzen und schrulliger Charaktere bereit. Übernommen wurden die Familienkonstellation der Baptistas, bei der die älteste Tochter Kate in eine ähnliche Situation wie Katharina gerät. Allerdings ist Anne Tylers Interpretation des Klassikers deutlich weniger frauenverachtend! Außerdem fällt der manipulative Part nicht ihrem Bräutigam, sondern Kates Vater zu, und der Ausgang der Geschichte gestaltet sich etwas anders. Im Grunde genommen ist es nicht unbedingt notwendig das Originalstück gelesen zu haben, die bestehenden Parallelen wären allerdings leichter zugänglich wenn man eine knackige Kurzfassung als Einleitung oder Vorwort abgedruckt hätte.

 

Als Setting hat sich Anne Tyler ein recht alltägliches Leben zu Recht gelegt, in dem die fein gezeichneten Charaktere genügend Raum zum polarisieren haben. Professor Baptista ist ein unglaublich egozentrischer Forscher der nur sich und seine eigenen Wünsche und Vorstellungen sieht, alles andere scheint für ihn unwichtig oder gar nicht existent zu sein. Seine Töchter Katherine und Bunny sind recht unterschiedlich, während Katherine sehr reif und erwachsen mit kessen Sprüchen daher kommt ist Bunny auf den ersten Blick ein typischer Teenager der seine Grenzen auslotet und sein Verantwortungsbewusstsein erst noch finden muss. Im Verlauf der Geschichte verschiebt sich bei den Schwestern jedoch etwas. Während sich Katherine in eine Zukunft hineindrängen lässt und nicht mehr klar denken kann, ist auf einmal Bunny diejenige, die einen pragmatischen Blick auf die Szene wirft. Der zukünftige Bräutigam Pjotr war für mich über große Strecken nicht ganz so präsent, denn er scheint keine eigene Meinung zu den Plänen von Professor Baptista zu haben, doch hier wird eine unerwartete Wendung für den Leser bereit gehalten!

 

"Ich lasse ihn ihn mein Land rein. Ich gebe ihm Freiraum und einen Ort, an dem wir beide wir selbst sein können." (Seite 213)

 

Sehr unterhaltsam fand ich auch, dass niemand außer Katherine Pjotrs Vornamen und Familiennamen richtig aussprechen kann. Das ist fast schon so eine Art Running Gag der sich wie ein roter Faden durch den gesamten Plot zieht.

 

Anne Tyler hat mich mit ihrem Roman „Die störrische Braut“ sehr gut unterhalten, mich zum nachdenken und auch zum schmunzeln gebracht. Nahezu perfekt wurde die schwere Kost einer arrangierten Ehe in eine luftig-leichte Komödie verpackt. Somit komme ich auf eine Wertung von 4,5 von 5 Grinsekatzen.

 

Fazit

 

Anne Tyler erzählt mit einem Augenzwinkern die kuriose Geschichte einer arrangierten Ehe.

Source: www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-die-stoerrische-braut-von-anne-tyler
Like Reblog Comment
show activity (+)
review 2017-06-03 00:46
While the World is Still Asleep by Petra Durst-Benning
While the World Is Still Asleep - Petra Durst-Benning,Edwin Miles

This book was excruciatingly dull and was only made worse by horrible audio narration. The story takes place in Berlin, but only a few people have thick German accents, while the main characters sound more American than I do. Odd anachronisms and two-dimensional characters didn't help the slow plot along either.

Like Reblog Comment
show activity (+)
review 2017-05-06 14:10
Theatralisches Experiment
Hexensaat: Roman (German Edition) - Margaret Atwood,Brigitte Heinrich

Theaterregisseur Felix ist ein Star der Szene und für seine Avantgarde-Haltung bekannt. Doch bevor er seinen beruflichen Höhepunkt erreicht, wird er von seinen engsten Mitarbeitern hintergegangen. Er zieht sich - gedemütigt - aus dem Showbusiness zurück. Jahre später geht er wieder die Inszenierung von Theaterstücken - in einem Gefängnis - an und ahnt nicht, dass dies die Gelegenheit für seine Rache werden wird.

In „Hexensaat“ verneigt sie sich die Autorin vor einem ganz Großen ihrer Zunft. Sie adaptiert William Shakespeares „Der Sturm“ und geht dabei ihren ganz eigenen Weg dieser schillernden Geschichte an. Tragende Thematik ist die Rache in all ihren Facetten. Rache, wie sie unterschwellig lodert, zum Durchhalten anregt, Pläne schmieden und Unvorstellbares zuwege bringen lässt. 

Gleichzeitig behandelt sie Inszenierung und Illusion. Es geht um Geschichten, die bewegen, und die Künstler, die sie in Bewegung bringen. Sie beschreibt Gefängnisse, aus denen es scheinbar keinen Ausweg gibt, die man aber durch die Kraft von Kunst überwindet, weil uns diese nichts und niemand nehmen kann.

Ich bin mir sicher, dass dieses Werk von Margaret Atwood weitaus hingebungsvoller, literarisch vielschichtiger interpretiert werden kann, und beschränke mich nun auf meinen laienhaften Leseeindruck, der zwar nicht dem Werk aber hoffentlich dem Roman gerecht werden kann.

Wer Margaret Atwood kennt, weiß, dass man sich gemeinsam mit der großen kanadischen Erzählerin weitab vom üblichen Schema bewegt. Diesmal hat sie mir eine verrückte Geschichte von einem rachsüchtigem Theaterregisseur erzählt.

Felix ist ein schräger Kauz. Er ist ein Künstler par excellence. Zurückhaltend, aufbrausend, bedacht und zugleich absolut durchgeknallt. Die Intrige seiner Mitarbeiter macht ihm schwer zu schaffen. Außerdem knabbert er an einer privaten Tragödie und sehnt sich nur mehr danach, Shakespeares „Der Sturm“ im Theater in Szene zu setzen. Trotzdem zieht er sich erstmal aus dem öffentlichen Leben zurück, weil er weiß, dass in der Ruhe die Kraft für seine Inszenierung und Rache liegt.

All das führt ihn zu einem theatralischen Experiment, das er mit Gefängnisinsassen vollbringt. Und dieses Experiment gehen Felix und Margaret Atwood gleich auf mehreren Ebenen an.

Margaret Atwood hat Shakespeares „Der Sturm“ auf unterschiedlichen Wegen auf ihr Werk übertragen. Zuerst ist die Handlung selbst an dieses Werk angelehnt, dann spielt es als Theaterstück an sich eine Rolle darin und außerdem hat sie die wichtigsten Themen von Shakespeares Leben selbst übernommen, womit sie sich vor dem wohl größten Theatermacher verneigt und ihm ihren Respekt entgegenbringt.

Der Schreibstil ist einfach und trotzdem facettenreich. Man kann es einfach runterlesen oder dabei innehalten. Man kann sich Atwoods Roman erzählen lassen oder die literarischen Hintergründe erforschen. Oder man kann es einfach genießen, mal eine völlig andere Geschichte in den Händen zu halten.

Mir hat Atwoods Interpretation und Übertragung Shakespeares in unsere moderne Zeit sehr gut gefallen. Zeitweise war es mir etwas zu abgedreht, was wahrscheinlich an der Originalvorlage liegt. Den modernen Schliff bekommt „Der Sturm“ durch den Schauplatz unserer Gegenwart, der sogar Lyrik in Rap umschlagen lässt. Ich mag daran, dass es - obwohl es auf einer alten Geschichte basiert - etwas völlig anderes ist und Margaret Atwood erneut beweist, dass sie zu den ganz Großen zählt.

Man muss sich nicht unbedingt für Shakespeare interessieren um dieses Werk zu mögen, jedoch sollte man für Literatur und Neues offen sein, damit man diesen Roman richtig genießen kann.

Source: zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at
Like Reblog Comment
review 2017-05-03 11:00
The Unpopular Genius: Gustav Mahler by Alma Mahler-Werfel
Gustav Mahler: Memories and Letters - Alma Mahler-Werfel,Donald Mitchell,Knud Martner
Gustav Mahler (German Edition) - Alma Mahler-Werfel

As beautiful, highly educated and endowed for the arts as Alma Mahler-Werfel (1879-1964) was, she could have achieved a lot in the world, but during most of her life she remained in the shadows of her famous husbands and lovers. She had the bad luck to have been born at a time, when women only made their first tentative steps to claim their rights and their own place in society. Although her family and the circles that they frequented were among the most liberal of the fin de siècle, young and shy Alma quite naturally obeyed the command of her much older first husband Gustav Mahler (1860-1911) to give up for good all her own musical ambitions and activities. In 1939, when the Nazi regime defamed his work because he had been a Jew converted to Protestantism and refused him his place in the world of music, she brought out her very personal tribute to him under the title Gustav Mahler. Memories and Letters.

 

Alma Mahler-Werfel begins her largely admiring memories of her late husband with their first encounter at a dinner party in November 1901. Although frequenting the same circles, until then she had managed to avoid meeting the controversial conductor and composer Gustav Mahler against whom public opinion and malicious gossip had biased her. Moreover, Alma had been to a performance of his First Symphony and – like most music lovers of the time – she loathed it because even she as a student of composition couldn’t understand his modern approach. However, the middle-aged musician was immediately attracted to the young woman and quite naturally she was impressed by the man and flattered by his attentions. Passionate and used to getting what he wanted, Gustav Mahler didn’t take long to make Alma his bride and he expected of her no less than giving up her own life as well as identity. For her it was a great sacrifice to abandon her music studies and composing, but she was convinced that it was worth it. And she never lost this conviction although she acknowledges to have been too young as well as too inexperienced and romantic to have known better. On their wedding day in March 1902 – scarce four months after their first encounter – Alma was already with child, but her condition changed nothing. He and his needs were all that counted even after their daughter was born and then another daughter. She never once reproached him for his egotism and lack of regard for her because she felt that as a musical genius he stood so much above her. Besides, she was aware that he needed the stability of home and her support since he had to cope with opposition from all sides – for his Jewish descent, for his modernist understanding of music, and for his tempers and idiosyncrasies. At the cost of her own health, she stayed by his side on his travels until his untimely death in May 1911.

 

Every word of Alma Mahler-Werfel shows her unshakable awe of her ingenious husband and of his music although she didn’t go far beyond summarising the facts of their life together. I can’t help thinking that she left out quite a lot in order to paint as positive a picture of the man Gustav Mahler as she could. Maybe this was also due to her innate reserve and delicacy. It seems that she wasn’t actually a woman who wished to spread out her private life in public and in the foreword from 1939 she says herself that she hadn’t intended to publish her memories of Gustav Mahler or his letters to her during her lifetime. Seeing the Nazi regime talking ill of her late husband and denying his musical genius urged her to bring out the book in the dawn of World War Two. Although her portrait is necessarily biased and moreover incomplete, Gustav Mahler. Memories and Letters by Alma Mahler-Werfel is a partly forgotten read that definitely deserves my recommendation.

 

 

Gustav Mahler: Memories and Letters - Alma Mahler-Werfel,Donald Mitchell,Knud Martner  Gustav Mahler (German Edition) - Alma Mahler-Werfel  

 

Like Reblog Comment
show activity (+)
text 2017-05-02 16:26
Kaputt

Since my phone broke down last week, I thought I would give you all a short overview of some of the weirder ways to express this in German, complete with their literal translations. Just for fun, you know, since German is such a fun language. ;)

 

In German, cell phones/smartphones are called "Handy", so:

Mein Handy ist/hat... - My phone is/has..

  • kaputt - yes, that's a German word, so no translation required
  • den Geist aufgegeben - given up its spirit
  • über den Jordan gegangen - went over the (river) Jordan; also: über die Wupper gegangen, where Wupper is a river in western Germany
  • in die ewigen Jagdgründe eingegangen - gone to the happy hunting grounds
  • im Eimer - in the bucket
  • im Arsch - in the ass

 

Some of the above can also be used to express that somebody is completely exhausted.

Considering the stress of the last two and a half weeks, the fun of trying to save my data from a phone that continuously switches itself on and off every two minutes, and the fact that I managed to drop a metal bucket on my left foot yesterday and now have two blue and swollen toes, I think it is safe to say that I am completely in the ass.

No sympathy, please. I just needed to vent.

More posts
Your Dashboard view:
Need help?