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review 2017-04-12 07:38
Schnabeltier
Gefährliche Lügen: Erbe der Sieben Wüsten IV - Helen B. Kraft
"Die Linie seines Kiefers wurde noch steiler,
falls das überhaupt möglich war."(S.360)
Was macht man, wenn man einfach keine Zeit findet, mehrere Bücher nachzuholen? In Keys Fall: Einfach quer einsteigen. Geht nicht überall, vielleicht habt ihr mitbekommen, dass mir das manchmal versehentlich passiert. Diesmal ganz bewusst, ich hatte schon seit langem das Gefühl, dass die ‚Bestien‘ von Helen B. Kraft meinen Geschmack treffen könnten. Und jetzt endlich mal in Angriff genommen. Zum Leidwesen einer anderen Serie und ein paar anderen Dingen (direkte Konkurrenz ist zB das Zocken von ‚Horizon Zero Dawn‘). Immer diese Entscheidungen! Bereut hat sie es nicht. Zeit mit dem Kobold Calliou und dessen menschlicher Gestalt: Cal zu verbringen, war es wert. Wäre der als Mensch nicht so ein Adonis, sondern hätte eher wirklich markante Züge, dann wäre der Mann over all top gut gelungen. Aber niemand hindert mich daran, mir den Mann vorzustellen, den ich will. Und das ist in dem Fall eher ein: Desmond Harrington. Und er ist grün. Punkt.

Wer die Serie noch nicht kennt, niemand hindert euch daran vorn anzufangen, chronologisch richtig, damit alle Charaktere und Hintergründe bekannt sind. Letztlich aber könnt ihr sicher auch mit Teil 3 anfangen, der inhaltlich in direkter Beziehung zu Teil 4 steht. Oder so wie ich machen: Irgendwo mitten rein. Manchmal lohnt sich das, weil man beim Lesen schon merkt: Alles klar, den Rest will ich jetzt auch. Ob mit oder ohne grüne Männer. Hauptsache mit Säbelzähnen, Hörnern und schrägen Kopfbedeckungen.



"Mundwasser kaufen, nur für den Fall."(S.133)
Was vorher geschah, lasse ich an dieser Stelle auch einfach weg. Ich weiss nur, dass zB Figuren auftauchen die es schon mal gab. Ich hoffe ich komme im Laufe des Jahres dazu die anderen Bände nachzuholen. Ich stelle euch direkt mal das Aussehen des Buches vor, denn wir hangeln uns brav an Prolog, Kapiteln mit sehr guten Zitaten und Epilog entlang. Diese Zitate weisen eine Besonderheit auf, normalerweise finde ich so was nämlich nicht so spannend. In diesem Fall jedoch sind es selanische Sprichworte oder Aussagen aus Reden früherer Charaktere (zB Cruth). Daher macht es umso mehr Vergnügen sie zu lesen. Der Prolog an sich ist dann an Grausamkeit kaum zu überbieten und lässt einen erst Mal richtig übel geschockt zurück. Schade ist dann, dass wir ein paar Zeitsprünge ausführen, um Nayas Kindheit und Jugend zu überspringen.

Wir landen schließlich in einem Flugzeug, einige Tage vor Nayas Geburtstag. Und nicht irgendein Geburtstag, sondern der mit dem sie zu den Erwachsenen zählen wird. Das ist für Bestieneltern eine ganz besondere Sache. Währenddessen ist Calliou in seinem Leben vollkommen aufgegangen, hat einen Job der ihm gut steht und viel Verantwortung, darüber hinaus ein Faible für die Prinzessin von Sela. Völlig untergegangen ist leider seine Freundschaft zu Daerog, die man nur ganz kurz zu sehen bekommen hat. Leider muss man sich hier auf das Wichtigste beschränken und das sind dies Mal die Kobolde. Und die Erbsen sind einfach nur toll. Leider stirbt immer einer aus ihren Reihen, wenn ein Kobold lügt und momentan scheint da einer echt Gefallen am Lügen gefunden zu haben. Cal soll das gefälligst aufklären. Obwohl er stattdessen viel lieber mit Naya flirten würde, die aber für ihn nicht mehr als das ‚Wir-kannten-uns-als-Kinder-Friend-Zone‘-Gefühl übrig hat.


"Wenn der Gefährte der Königin sich prügeln wollte,
würde keiner der Soldaten eingreifen
.
"(S.94)
Weiter geht es dann vor allem mit Pfirsich und Schokoladendüften, Schattenboxen, verschwundenen Bestien aus aller Herren Länder (Japan, Ukraine etc), einem hochkarätigen Streit zwischen der Königin Natalya und ihrem General Daemyan. Es geht um ein nicht unwichtiges Schnabeltierstofftier, gedungene Auftragskiller die einen Assassinen versuchen zu jagen, um den Tempel mit den Silberlichtfaltern, natürlich auch um Krieg. Andauernd hat hier irgendwer einen Kloss oder gleich Brocken im Hals. Die Kämpfe sind voller Blut, Schweiß und Urin. Das Ausweiden der Menschen, wie Nutzvieh, zum Erhalt der Gesundheit darf nicht fehlen und dann taucht auch noch so ein kreuzkomisches Kind auf, welches kryptische Anmerkungen hinterlässt.

Das Buch bietet eine abgeschlossene Haupthandlung, in der sich viele Rädchen drehen, belässt es am Ende kaum mit offenen Fragen, sondern mit einem Brief und einer Phiole. Darüber liegt das demonstrativ männlich dominante Gehabe von Alpha-Rüden. Während Naya als gefährliche Bestie eher wie ein verwöhntes Prinzesschen und Daddys Liebling rüberkommt, gewinnt sie ihre Stärke erst gen Ende. Cal ist jedoch das ganze Buch über konstant, findet nur endlich den Knopf, um seinen Kobold zu stehen.

 

Fazit: 
Dieses Buch kann ich nicht uneingeschränkt empfehlen. Es ist für Erwachsene geschrieben, Blut, Schweiß, Brutalität, Sex (wahlweise auch miteinander) sind vorhanden und wem das nicht liegt, der wird hiermit nicht glücklich. Ansonsten gilt: Helen B. Krafts ‚Bestien‘ sind die deutsche Antwort auf G.A.Aiken und Nalini Singh. Wir haben ein tolles Königshaus, mit wunderbaren Charakteren gefüllt, die alle ihre eigene Geschichte erzählen wollen. Wir haben Magie und Gestaltwandlung, Teleportation und animalisches Gehabe und Gezicke. Ich mag es sehr. Ich mag auch die Runen auf den Körpern und Cruth noch eins, ich kann auch ab und an mit dem Wort ‚Schwanz‘ leben.

Was ich nicht so toll fand ist eben, die Freundschaft zu Daerog kam mir zu kurz, hinten raus stolpert es noch mal über Fallen und Existenzebenen und mehrere Kinder. Und dann eben ganz zum Schluß: … (sag ich hier nicht.) Dennoch bleibt der Stil mit einem Wort: süffisant. Bei aller Dramatik, Spannung, Kampfszenen, Aktion und Blutspritzigkeit findet eben auch Humor statt. Der sich oft subtil äußert, da man Charaktereigenschaften belächelt oder eben Handlungen grinsend benickt, weil man sich denkt: Ja, so typisch Bestie/ Kobold/ Mensch.


Gelungen
 
Source: lesekatzen.blogspot.de/2017/03/rezension-gefahrliche-lugen-erben-der.html
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text 2016-04-26 08:48
[BLOGTOUR] Helen B. Kraft - Die Erben der Sieben Wüsten -- Interview mit Daemyan und Ausblick auf Band 3
Aus Verrat geboren: Erbe der Sieben Wüsten I - Helen B. Kraft
Schwarzstein und Königin: Erbe der Sieben Wüsten 2 - Helen B. Kraft

 


Herzlich Willkommen beim letzten Tourstop zur Blogtour von Helen B. Kraft und ihren Bestienromanen der Erben der Sieben Wüsten.

Bei uns lernt ihr heute im Interview Daemyan kennen, den männlichen Protagonistenpart aus dem dritten Bestienteil. Wir verteilen vorsichtshalber schon einmal Fächer und gleich dahinten gibt es auch kalte Getränke für euch - eiskalte Getränke ...

Am Ende des Interviews erwartet euch noch ein kurzer Ausblick auf die nächsten Bücher der Reihe und vielleicht sogar schon das Cover zu Band 3 - aber wirklich nur vielleicht. O:)

Oh und das Gewinnspiel wollen wir natürlich auch nicht unterschlagen, aber zuerst wünschen wir euch viel Spaß mit Dae... äh, wir meinen natürlich beim Lesen des Interviews von Daemyan ... genau, das war es was wir ... äh .... was wollte ich sagen? ....

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Source: lesekatzen.blogspot.de/2016/04/blogtour-helen-b-kraft-die-erben-der.html
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url 2016-01-17 12:21
[INTERVIEW] Cruth über Helen B. Kraft
Aus Verrat geboren: Erbe der Sieben Wüsten 1 - Helen B. Kraft

Cruth ist der Sohn und eigentliche Erbe von Crothar der Legende, dem Bestienkönig aus Scáthgard einer unwirtlichen und fremdartigen Welt. Weil Cruth keine Hoffnung hat, dass sein mithin unsterblicher Vater jemals abdankt, kommt er in die Welt der Menschen, um herauszufinden, wer die Portale zwischen den Welten geöffnet hat – und um endlich seine Ruhe zu haben.

 

  1. Wir kennen Helen ja schon ein wenig durch unser Gespräch mit Shatan, Lilith und Emma. Würdest du sie auch so beschreiben? Oder siehst du Helen ganz anders?

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie Shatan und Lilith darauf kommen, dass Helen verdient, in die … wie nennt ihr es noch gleich … Hölle? … zu kommen. Mir gegenüber war sie sehr zuvorkommend. Sie hat mir geholfen, meine Beziehung zu meinem Vater ähm aufzuarbeiten. Ohne sie, wenn ich da mal so grundehrlich sein darf, wäre ich nie auf die Idee gekommen, mich gegen den Bestienkönig zu stellen. Mal ehrlich, Crothar trug nicht umsonst den Beinamen Legende. Aber Helen hat so eine Art an sich, wie soll ich sagen, sie kitzelt das Beste … oder Schlechteste, je nachdem wie man es sehen will, aus einem raus. Dabei bin ich eigentlich eine friedliebende Bestie. Konflikte meide ich, wo ich kann, aber wenn es kracht, dann eben richtig.

 

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Source: lesekatzen.blogspot.de/2016/01/interview-cruth-uber-helen-b-kraft.html
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url 2015-05-31 12:22
[INTERVIEW] Emma St. Claire über Helen B. Kraft
Victorian Secrets - Verbotene Sünden - Helen B. Kraft
Victorian Secrets 02: Verbotene Träume - Helen B. Kraft

 

Emma St.Claire betritt beschwingt das Zimmer. Sie trägt einen Minizylinder, dunkle Hosen mit aufgenähten Taschen unter kniehohen Stiefeln und dazu eine weiße Bluse mit dunklem Bustier. Sie ist

der Inbegriff einer SVY-Agentin und Traumgängerin, die in Victorian Secrets: Verbotene Sünden selbstbewusst ihren Job erledigt und in den Träumen von Sir Ian Connery nach Beweisen für eine Mordserie sucht. Als sie die Damen der Lesekatzen sieht, erhellt ein Lächeln ihr herzförmiges Gesicht und sie hebt kurz die Hand.

„Guten Tag, die Damen, es freut mich, dass ich herkommen durfte. Entschuldigt bitte die Verspätung, seit ich das Scotland Visional Yard verlassen habe, geht alles drunter und drüber.“ Sie schnaubt etwas undamenhaft. „Immer dieser Papierkram.“

Willkommen, nimm Platz *Küsschen, Küsschen* bitte bedien dich doch an den Keksen und der Milch. Und wenn wir fertig sind, zeige ich dir meine Schuhsammlung – wenn das kein Anreiz ist?

 

Emma sagt dazu nichts. Sie lächelt lediglich schwach und nimmt den dargebotenen Platz. Auf die Kekse verzichtet sie, immerhin sind diese Mieder ziemlich eng geschnürt.

 

  1. 1. Stell uns Helen B. Kraft doch erst einmal kurz vor.

„Helen ist neugierig. Damit haben wir viel gemeinsam. Wenn sie von einer Sache hört, vertieft sie sich darin, recherchiert und versucht möglichst viele Informationen zu filtern. Wenn sie nicht gerade damit beschäftigt ist, ihre Nase in neue Ideen zu stecken und darüber nachzulesen, schreibt sie unheimlich viel. Zumindest wenn es ihr so genannter Brotjob zulässt.“

 

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Source: lesekatzen.blogspot.de/2015/05/interview-emma-st-claire-uber-helen-b.html
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review 2015-05-13 15:19
Was tut das grüne Leuchten über Battersea?
Victorian Secrets - Verbotene Sünden - Helen B. Kraft
 „Sie sollten nicht nackt schlafen, wie sonst.“

Dies ist mein drittes Buch aus der Feder der Autorin: Helen B. Kraft. An ihrem Stil gefallen mir die Hinwendung zu durchdachten Detailplatzierungen, guten Charakteren sowie deren Sinn für Humor. Nach der Lektüre von ‚Vickys Secret‘ hat sie bewiesen, dass sie nicht nur Dämonen beherrscht, sondern auch andere Genre. Ich geb’ euch mal die entsprechenden Schlüsselworte: Hoover-Laster, Luftdroschken, Extraktor-Maschine, Gürtelschnalle, Goggle-Brille, Zylinder, Zahnrad, London, Battersea, grünes Leuchten… - na kommt, das ist ziemlich offensichtlich! *Hand über Ohrmuschel schützend halt* Ja? Steampunk? Richtig! Hier kriegst ne Kornblume. Kornblumen sind übrigens Blau. Und werden in der Heilkunde auch gegen Kopfschmerzen eingesetzt (bio-gaertner.de)

Also in diesem Buch geht es um Thorpe, eine väterliche Figur, welcher sich mit viel Hingabe und Loyalität um den kleinen Adelssproß kümmert, der seine Eltern leider verloren hat und beinah in die Themse geworfen worden wäre, ob seiner äußerlichen Entstellungen. Aber der gute Thrope hatte Mitleid mit ihm und zog ihn groß. Womit er natürlich nicht rechnen konnte war, dass sein Schützling so ein Eremit werden würde! Der seine narbige Haut versucht hinter einer Maske zu verstecken. Gut, dass Ian Connery keinen allzu ausgefallenen Geschmack an Opern hat und sich dort einnistet! Wobei, sein Geheimzugang zum Keller in dem er herum experimentiert kommt dem Phantom schon nahe.
So, das war jetzt natürlich geflunkert. Thorpe, der Butler ist natürlich nur der Alfred-Sidekick von Batman-Ian. 


 „Wollte Mylord nicht einen Pyjama tragen?“

Wichtige weitere Nebenfigur ist Inspector Shawn Whiting, den ich nach dem ganzen Buch wirklich lieb gewonnen hab’. (S. 149):“Der Superintendant hatte ihn wie ein Blatt Papier dreimal in der Mitte gefaltet, zusammengeknüllt (…)“ Er ist so eine richtige Töhle von Polizist. Ihm zur Seite steht Constable Littlechild, dem er nur zu gern gegen die Stirn haut. Eben jener Inspector vom Scotland Yard beschuldigt nun Ian Connery Nachts umtriebig in London zu sein, sich Opfer zu suchen und ihnen die Augen auszustechen. Wie man sich denken kann, findet der Adelige das in keiner Weise zutreffend. Um seinen Verdacht zu bestätigen bringt Whiting die Traumgängerin des Scotland Vision Yard ins Spiel (diese Unterabteilung wird geleitet von Tom, der zum Protagonisten im zweiten Teil der Victorian Secrets „Verbotene Träume“ werden wird). Emma St.Claire war mir als weibliche Hauptrolle sehr blass aufgefallen, als typische Frau des 19.Jahrhunderts, ohne großartige innere Stärke. Sie konnte aber gen Ende viele Pluspunkte gut machen.

Während Ian ihr gegenüber ein wenig mit seiner Playboy Attitude - der kleine Spanner - angibt und sie im Zimmer einsperrt. Er hat schließlich so einiges zu verbergen und ich glaub’ er findet das auch nur so semi-optimal, in seiner Einsiedelei gestört zu werden. Nun was soll er machen? Er nimmt also das Frauenzimmer bei sich auf und erlaubt ihr sich seine Träume anzusehen, dass sie dafür mit ihm in einen Bett schlafen muss, führt zwangsläufig zu errötenden Wangen. Statt aber gleich auf das Mittagsschläfchen im Salon nebst Anstandswauwau Thorpe umzusatteln, versucht er es erst einmal mit Schlaftabletten - soll ja niemand nachher sagen, er hätte zusätzlich zu angeblichen Morden sich auch noch kompromittierenden Situationen hingegeben!


 „Keuschheitsgürtel, Sir?“

Willst du sie haben, dann brauchst du Narben.“ (Alligatoah ’Narben’) Natürlich entwickelt sich da was zwischen den Beiden, wir sind immerhin im RomanceEdition Verlag unterwegs. An sich gefiel mir die Romanze auch gut, die kredenzte Sexszene war passabel, da mich persönlich das ‚Ge-höhe-gepunkte‘ etwas schief gucken ließ. Aber jeder wie er mag. Na ja und Ian hat da ja auch noch den Vorteil, dass wenn es brenzlig wird, er einfach den Unsichtbarkeitsmodus anwerfen kann. Was ihm auch beinah passiert, im Bett… ich hab’ ihn gedanklich schon durch die Matratze flutschen sehen.
Geflutscht hat auch die Handlung an sich. Da griff sauber eins ins andere und bot viele Möglichkeiten sich seine eigenen Gedanken zu machen in Bezug auf den Antagonisten und die möglichen Verstrickungen. Ich würde sagen hier kam weder die Suche nach dem Schlächter noch die Romanze zu kurz.

Der absolut passend inszenierte Endkampf konnte sich sehen lassen. Und während Ian seine Abscheulichkeit nach außen hin entstellt, richtet sich die des Bösen nach Innen. Weshalb es nicht überraschend ist, dass der ’Traumgang’ ein wesentliches Element des gesamten Romans ist. Formal unterstrichen durch ca. 20% aller Kapitel/Absatzanfänge die damit beginnen wie jemand erwacht/ geweckt wird/ aus einer Traumsequenz heraus kommt. Die Nebencharaktere die hier nicht zu kurz kommen, inspirierten mich sogar spontan zu einer FanFiction, welche ich euch ob der Länge nicht zeigen werde. Aber immerhin das Cover. Apropos Buchcover, das ich dieses absolut super finde, füge ich jetzt nur der Vollständigkeit halber an.


Cover: FanFiction: Mind the Gap
Annika Thomaßen 2014
 
 
Fazit:

Während der Leserunde zog ich schon Vergleiche zu ‚Vidoq‘ oder ‚Minority Report‘. Aus mehreren Gründen. Vidoq überraschte mich, als einer der ersten Filme dieses Genres, mit haarsträubenden Twists, surrealen Figuren/ Erfindungen und einem Ausgang der mich echt umhaute. Da wird es einem nicht leicht gemacht. Minority Report ebenso, wenn man den Film das erste Mal sieht, ist die Auflösung wirklich verdammt gut. Davon abgesehen haben wir es bei Victorian Secrets nicht mit einem ‚Pre-Crime‘ Verfahren zu tun sondern einem ‚Post-Crime‘ wie wohl jede Ermittlungsarbeit.
Der Unterschied besteht jedoch darin, dass der Traumgang eine sehr unbestechliche Möglichkeit bietet auf der Spur zu bleiben. Auch wenn ich gern zugebe, für mich war das weniger Traum, denn ‚Vergangenheitssicht‘. Natürlich liegt es im Traum begründet, dass Erinnerungen dort verarbeitet werden vom Gehirn, weshalb Emma in der Lage ist sowohl uralte Erinnerungen, als auch Frische einzublicken. Dies tut sie indem sie ’nahe’ dabei steht, sich sogar umsehen kann - also nicht aus der Sicht desjenigen in den sie hineinschlüpft. Eine schöne Idee mit solider Umsetzung, hat mich aber nicht so vom Hocker gerissen diese Gabe.

Ganz klar kann ich sagen, ich habe mich köstlich amüsiert! Für einen Steampunk eine gelungene Leistung mit schönen Hinwendungen. Es wäre sogar noch mehr gegangen! In sich geschlossen aber die Möglichkeit bietend in diesem London noch einmal Charaktere aufleben zu lassen. Hier wird gestorben, geblutet, geschlachtet und gelitten. Einen minimalen Abzug gibt es von mir für die etwas simple Auflösung und das Haititei am Ende. Steampunk-Neulinge können mit diesem Werk nichts falsch machen. Aber auch jene, die die Nase schon mal in London nebst alternativ Verlauf stecken hatten sind hier gut aufgehoben.


Ein: "Thorpe?  Hast du noch was von dem Mittel, dass Blut so gut raus wäscht?" - Urteil
Source: lesekatzen.blogspot.de/2015/02/rezension-victorian-secrets-helen-b.html
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