logo
Wrong email address or username
Wrong email address or username
Incorrect verification code
back to top
Search tags: migration
Load new posts () and activity
Like Reblog Comment
show activity (+)
review 2017-06-04 09:12
Rezension | Die Taugenichtse
Die Taugenichtse: Roman - Samuel Selvon,Miriam Mandelkow

Klappentext

 

Moses, Big City, Fünf-nach-zwölf und die anderen setzen große Hoffnungen in ihr neues Leben im »Zentrum der Welt«, so nennen sie das London der Nachkriegszeit. Sie sind aus der Karibik hierhergekommen, jetzt staunen sie über die Dampfwolken vor ihren Mündern. Und wenn der Wochenlohn wieder nicht reicht, jagen sie eben die Tauben auf dem Dach. Kapitulation? Niemals! Stattdessen beginnen die Überlebenskünstler, sich neu zu erfinden – und ihre neue Heimat gleich mit.

 

Samuel Selvons Ton zwischen kreolischem Straßenslang und balladesker Suada setzt sich sofort ins Ohr. Bedingungslos aufrichtig erzählt Selvon von den ersten Einwanderern Englands, die das Land für immer verändert haben – sein Denken, seine Sprache, sein Selbstverständnis.

 

Meine Meinung

 

Samuel Selvons Roman „Die Taugenichtse“ erschien bereits 1956 in englischer Sprache unter dem Titel „The Lonely Londoners“. Nun wurde der erfolgreiche Roman über die ersten Einwanderer Englands, der bereits den Status eines Klassikers inne hat, ins Deutsche übersetzt und von der dtv Verlagsgesellschaft veröffentlicht.

 

"Aber das Leben ist so, es passiert einfach. Man legt sich was zurecht im Kopf, eine Art Muster, eine Art Reihenfolge, und auf einmal bam! passiert was, und alles ist aus der Spur." (Seite 50)

 

Samuel Selvon vermittelt in seinem Roman unmissverständlich eine wichtige Botschaft über Migration und Klassenunterschiede, und zeigt beispielhaft auf wie nah Hoffnung und Verzweiflung beieinander liegen, und doch konnte mich das Buch einfach nicht berühren. Das Lesen strengte mich durch die Sprache im kreolischen Straßenslang, die der Autor für seine Geschichte gewählt hat, unglaublich an und verdarb mir somit schon mal den Lesegenuss. Natürlich kann man den Kritikern zustimmen, dass diese Sprache außergewöhnlich authentisch und sehr passend ist – mich hat der gebrochene Schreibstil, der einem Wortschwall ohne jegliche Ordnung gleicht, leider nicht angesprochen.

 

"Manchmal denkt man, man ist auf dem richtigen Weg, aber dann muss man doch noch mal neu denken." (Seite 55)

 

Der Plot, der sich vor allem um die Geschichten diverser männlicher Einwanderer in London dreht und wie unterschiedlich sie ihren Alltag meistern, versprüht jede Menge melancholisches Südsee-Flair. Im Mittelpunkt steht der Erzähler Moses, der unter den ersten Einwanderern aus den karibischen Kolonien Großbritanniens nach England war. Er fühlt sich für die neu eintreffenden Immigranten verantwortlich und greift einigen davon unter die Fittiche.

 

"So redet Galahad mit der Farbe Schwarz, als wenn sie ein Mensch wäre, und erzählt ihr, dass nicht er hier die Ärgerung bringt, sondern Schwarz, ein wertloses Geschöpf, das überall Aufruhr macht." (Seite 91)

 

Im Verlauf des Romans macht der Leser Bekanntschaft mit den unterschiedlichsten Charakteren und Schicksalen. Eines ist jedoch bei allen gleich, alle brauchen sie Geld und sind nach hübschen Frauen (egal welcher Nationalität) und einer besseren Zukunft aus. So gesehen gleichen sich die einzelnen Handlungsstränge dann doch wieder etwas.

 

Der Roman enthält ein Nachwort von Sigrid Löffler das geradezu vor Begeisterung sprüht. Zu gerne hätte ich mich den Lobeshymnen angeschlossen da ich die Thematik von Samuel Selvons Roman sehr wichtig finde, und gerade heute in Zeiten der Flüchtlingskrise, ist es auch noch brand aktuell. Leider hat mir die Umsetzung und Sprache des Romans nicht zugesagt, deshalb vergebe ich 3 von 5 Grinsekatzen.

 

Fazit

 

Eine authentisch erzählte Geschichte über die Einwanderung in England.

Source: www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-die-taugenichtse-von-samuel-selvon
Like Reblog Comment
review 2016-10-05 05:10
Rezension | funny girl von Anthony McCarten
funny girl - Anthony McCarten,Manfred AlliƩ

Beschreibung

 

Die zwanzigjährige Azime lebt gemeinsam mit ihren kurdischen Eltern in London und arbeitet im Büro des kleinen Möbelgeschaft ihres Vaters. Obwohl Azime kein Kopftuch trägt und sich bisher gegen die Heiratspläne ihrer Mutter gewehrt hat, unterscheidet sich ihre Leben als Muslimin stark von dem einer jungen und modernen Frau. Azime ist nicht auf den Mund gefallen und unterhält vor allem ihre beste Freundin mit ihren Witzen.

 

Als eine Freundin von Azime Selbstmord begeht, und Islamisten einen radikalen Terroranschlag auf London verüben ändert sich ihr Leben komplett. Azime möchte nicht mehr die stille Muslimin geben, sondern schnappt sich eine Burka und tritt aus dem Schatten ihrer Familie ins Rampenlicht – Azime wird Comedian! Mithilfe ihres Humors möchte sie aufrütteln und die Menschen über die Grenzen der Kulturen hinweg miteinander verbinden. Dabei hat sie einen steinigen Weg, voller Morddrohungen und von der eigenen Familie verstoßen, zu meistern.

 

Meine Meinung

 

Mit dem bereits 2015 erschienen Roman „Funny Girl“ trifft Anthony McCarten den Nerv der Zeit. Das Thema Islam ist ein ziemlich brisantes Eisen und brandaktuell! Viele Menschen fragen sich, wie mit dieser anderen und uns fremden Kultur umzugehen ist, Anthony McCarten beantwortet diese Frage mit seinem humorvollen und dennoch nachdenklich stimmenden Roman.

 

Die Hauptprotagonistin Azime ist eine junge Muslimin die mit ihrer kurdischen Familie in einem Londoner Problemviertel wohnt. Als sich eine Freundin von Ihr das Leben nimmt, wagt Azime den Sprung zwischen ihrer traditionellen Religion und dem modernen Leben. Sie wagt sich mit ihrem Charme und Humor an die Öffentlichkeit und teilt ihre Gedanken mit den Menschen. Dabei stößt sie vor allem in ihrer Familie und bei einigen männlichen Vertretern ihres Glaubens auf Wiederstand. Doch obwohl sie Morddrohungen erhält, bleibt Azime standhaft und kämpft für eine bessere Welt, in der ihr Humor dazu beitragen kann die Kulturen zu verbinden und ein Stückchen Frieden zu schaffen.

 

Man sollte meinen, dass so ein heikles Thema große Schatten wirft, doch Anthony McCarten ist es mit seinem lebhaften Schreibstil und einer außergwöhnlichen und authentischen Hauptprotagonistin gelungen, eine humorvolle und unterhaltsame Geschichte zu erschaffen. Auch wenn „Funny Girl“ so einige Klischees bedient, konnte mich der Roman mit überraschenden Wendungen überzeugen und mich dazu bewegen, meine eigenen Gedanken zu befragen.

 

Über den Autor

 

Anthony McCarten wurde 1961 in New Plymouth (Neuseeland) geboren und ist ein erfolgreicher Romanautor. Gemeinsam mit seinem Freund Stephen Sinclair schrieb McCarten im Jahr 1987 das Theaterstück „Ladies Night“. Später folgten weitere Theaterstücke sowie Drehbücher.

 

Fazit

 

Ein unterhaltsamer Roman der mit viel Humor ein brisantes Thema anspricht und mich zutiefst bewegt hat.

 

Source: www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-funny-girl-von-anthony-mccarten
Like Reblog Comment
review 2016-09-18 17:05
Mother Bruce
Mother Bruce by Higgins, Ryan T. (November 24, 2015) Hardcover - Ryan T. Higgins

Written and illustrated by Ryan T. Higgins

 

Bruce is a grumpy bear who lives by himself, and is particularly fond of cooking eggs. One day, however, Bruce doesn't cook his eggs quickly enough and they hatch into four little goslings! He tries everything he can think of to get rid of them, but the goslings have imprinted on him and won't leave his side. As they grow, Bruce does his best to be a good parent. When it comes time to migrate south for the winter, the now-grown geese don't get it, so Bruce improvises. Every winter from then on out, Bruce and his geese travel to Miami to relax on the beach together as a family.

 

I absolutely love Mother Bruce. This book would be appropriate from kindergarten to second grade. Teachers could use it for a variety of lessons, from family diversity, to fairy tales, and even to a discussion about migration! Mother Bruce's humor and wonderful illustrations are sure to keep students engaged.

Like Reblog Comment
show activity (+)
review 2016-03-21 00:58
Season of Migration to the North by Tayeb Salih
Season of Migration to the North - Laila Lalami,Tayeb Salih,Denys Johnson-Davies

A novella about a Sudanese man who returns from studying abroad and meets a sex-crazed psychopath who also lived in Europe and wants to tell the narrator all about his encounters with women, aka “his prey,” in which he encouraged them to exoticize him and finally drove them all to suicide with the power of his penis. Except one, whom he married, then murdered (not a spoiler). For real.

Okay, look, this is a well-written book that manages to say a lot about colonialism in relatively few pages (though the writing is on the dense side so it’ll take longer than you may expect). Also, most of it is spent in the head of the narrator, who seems like a thoughtful and sensible person. Unfortunately, none of the women in it bear more than a passing resemblance to real human beings. From a cultural literacy standpoint I’m glad to have read this, but it left me feeling icky.

More posts
Your Dashboard view:
Need help?