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review 2018-02-25 07:30
Rezension | Die Stadt der Träumenden Bücher – Teil 2: Die Katakomben (Graphic Novel) von Walter Moers und Florian Biege
Die Stadt der Träumenden Bücher (Comic):... Die Stadt der Träumenden Bücher (Comic): Band 2: Die Katakomben - Walter Moers,Florian Biege

Beschreibung

 

Das Abenteuer von Hildegunst von Mythenmetz setzt sich im Untergrund Buchhaims fort. Zusammen mit den Buchlingen entdeckt Hildegunst wundervolle Orte und lernt die Gesellschaft der gnomartigen Wesen schon bald zu schätzen. Außerdem macht er die Bekanntschaft mit dem berühmten Colophonius Regenschein. Die idyllische Ruhe hält sich jedoch nicht lange, denn die Buchlinge werden von den Buchjägern aus ihrem Reich vertrieben und auch Hildegunst muss mit ihnen fliehen. So kommt es das Hildegunst auf den Schattenkönig trifft und mit dessen Hilfe nun endlich den Rückweg aus den Katakomben antreten kann.

 

Meine Meinung

 

Der Graphic Novel zu Walter Moers Roman geht nun mit “Die Stadt der Träumenden Bücher Teil 2: Die Katakomben” in die nächste Runde und findet schließlich auch seinen Abschluss. Genau wie bei “Teil 1: Buchhaim” handelt es sich um ein Gemeinschaftswerk des Autors Walter Moers und des Illustrators Florian Biege.

Mit bildgewaltiger Wucht präsentiert sich dem Leser erneut die phantastische Unterwelt Buchhaims. Man taucht tief in das Leben der wuseligen Buchlinge ein und lernt einige von ihnen etwas näher kennen. Besonders gut haben mir die großen Abbildungen gefallen in denen die agierenden Charaktere gleich mehrfach abgebildet sind. Diese Bilder wirken dadurch sehr lebendig und bringen eine angenehme Bewegung in die Geschichte.

 

Mein absolutes Highlight dieses Graphic Novels ist die Darstellung des Schattenkönigs! Obwohl diese Gestalt viel Vorstellungskraft erfordert und eine treffende Darstellung dementsprechend heikel ist, hat Florian Biege diese Figur meisterhaft in Szene gesetzt und meine Fantasie haushoch übertroffen. Außerdem wurde für die nötige Tiefe einiges an Hintergrundwissen über das Schicksal des Schattenkönigs mit Hilfe einer ganzen Textseite eingefügt.

 

Als Extra gibt es am Ende der Geschichte noch ein “Making-Off” das einen Einblick zu der Entstehung der Zeichnungen gibt. Ich fand es faszinieren wie viel detailverliebte Arbeit von der ersten Skizze von Walter Moers über die Anfertigung einzelner Modelle bis hin zur Illustration von Florian Biege geleistet wurde. Hut ab für diese toll bebilderte Inszenierung der Moersschen Buchwelt!

 

Nachdem mein Kopf mit so vielen wundervollen Bildern angefüllt wurde, habe ich jetzt richtig Lust bekommen das Buch nochmals zu lesen und das Kopfkino aus dem Graphic Novel noch weiter zu spinnen. Denn eines dürfte jedem klar sein: bei einer Romanvorlage von 480 Seiten kann nicht alles in zwei Comicbänden mit der Gesamtstärke von gerade einmal 240 Seiten aufgegriffen werden. Der Graphic Novels zu “Die Stadt der Träumenden Bücher” ist aus meiner Sicht hervorragend für alle geeignet die sich für die kreative Buchwelt von Moers interessieren und sich von den gelungenen Farb- und Figurengebung mitreisen lassen möchten.

 

Fazit

 

Bei dieser eindrucksvollen grafischen Aufarbeitung möchte man die Augen am liebsten gar nicht mehr abwenden.

Source: www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-die-stadt-der-traeumenden-buecher-teil-2-die-katakomben-graphic-novel-von-walter-moers-und-florian-biege
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review 2017-11-24 04:16
Rezension | Die Stadt der Träumenden Bücher – Teil 1: Buchhaim (Graphic Novel) von Walter Moers und Florian Biege
Die Stadt der Träumenden Bücher (Comic): Band 1: Buchhaim - Walter Moers,Florian Biege

Beschreibung

 

Der Lindwurm Hildeguns von Mythenmetz verlässt nach dem Tod seines Dichtpaten seine Heimat und reist nach Buchhaim, die auch Stadt der Träumenden Bücher genannt wird. Dort erhofft er sich etwas über ein Schriftstück heraus zu finden, dass ihm sein Dichtpate hinterlassen hat. Während seiner Nachforschungen begegnet er kuriosen Antiquaren und Wesen verschiedener Völker. Schlussendlich dringt Hildegunst von Mythenmetz bis in den Untergrund Buchhaims vor und stößt auf die schauderhaften Buchlinge.

 

Meine Meinung

 

Mit seinen phantasiereichen und humorvollen Zamonien-Romanen begeistert Walter Moers zahlreiche Leserinnen und Leser. Längst sind seine Bücher Bestseller und dürfen eigentlich bei keinem Buchliebhaber der fantastischen Literatur fehlen.Nachdem Walter Moers im September in “Prinzissin Insomina & der alptraumfarbene Nachtmahr” mit einer Traumwelt aufgetrumpft hat, ist nun der erste Graphic Novel zu seinem Roman “Die Stadt der Träumenden Bücher” erschienen, der alte und neue Zamonier in ein farbenprächtiges Leseabenteuer entführt.

 

Für mich ist die Welt Zamoniens und das Abenteuer von Hildegunst von Mythenmetz nicht vollkommen neu – vor vielen Jahren habe ich den Roman verschlungen! Deshalb hat es mich nun umso mehr gefreut, nochmals in die buchtastische Welt von Buchhaim eintauchen zu können.

 

Auf jeder Seite spürt man die Liebe zum Detail und vor allem die jahrelange Arbeit die in dieser Umsetzung von Roman zu Comic stecken. Walter Moers hat in enger Zusammenarbeit mit dem Zeichner Florian Biege ein richtiges kleines Kunstwerk erschaffen, denn die Qualität der Zeichnungen kommt eher einem Gemälde als einem schlichten Comic gleich. Die Bilder laden geradezu dazu ein, auf der Seite zu verweilen und die vielen kleinen Details in sich aufzunehmen – ein richtiger Augenschmaus!

 

Nicht nur die Bilder konnten mich begeistern, sondern auch die wunderschöne Kalligraphie der Texte. Durch eine unterschiedliche Unterlegung der Sprechblasen lassen sich spielend leicht die Dialoge verfolgen.

 

Der erste der insgsamt zwei Graphic Novels zu “Die Stadt der Träumenden Bücher” enthält als kleines Extra eine prächtige Panorama-Klapptafel sowie einen Glossar in dem alle wichtigen Informationen kompakt aufbereitet wurden. Im nächsten Teil dürfen wir dann mit einem “Making of” einen Blick hinter die Kulissen werfen.

 

Fazit

 

Dieser malerische Graphic Novel erweckt die fantastische Welt Zamoniens zum Leben. Das perfekte Weihnachtsgeschenk für alle Walter Moers Fans und solche die es noch werden wollen!

Source: www.bellaswonderworld.de/rezensionen/die-stadt-der-traeumenden-buecher-teil-1-buchhaim-von-graphic-novel-walter-moers-und-florian-biege
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review 2017-11-13 07:36
Ein großartiger Zamonienroman über Bücher - mit ein paar Längen
Die Stadt der Träumenden Bücher - Walter Moers,Dirk Bach

So nun habe ich zweieinhalb Jahre lang dieses Hörbuch ausschließlich auf längeren Autofahrten genossen und muss sagen, es war teilweise genial, zwar annähernd aber doch nicht ganz von der Qualität eines Käpt'n Blaubär. Warum ich die Art der Rezeption hier in die Rezension hineinnehme, ist leicht erklärt: Ich stelle die These auf, dass erstens beim Hörbuch Szenen, die nicht ganz so spannend sind, weit mehr negativ ins Gewicht einer Beurteilung fallen und weiters mein Vortasten Stück für Stück und nicht in einem Rutsch sich sicher auch eher kritischer auf meine Meinung zu diesem Werk ausgewirkt haben.

Grundsätzlich erschafft Walter Moers ein wundervolles zamonisches Universum in Buchhain, in dem sich alles um Bücher dreht. Dabei nimmt er sowohl bestimmte reale Autoren, als auch den Buchbetrieb - vor allem in Frankfurt - sehr gekonnt und witzig auf die Schippe, um gleichzeitig aber auch eine einzigartige Fantasywelt zu erschaffen, in der sich Haifischmaden, Buchlinge, Buchjäger, Buchparfümeure, Drachen, ein Homuculus geschaffen aus Büchern und Papier und viele andere herumtreiben. Etwa in der giftigen Gasse gibt es  gedungene Literaturkritiker, die aus Ecken hervorhüpfen und TotalVerrissssse anbieten (da hat man gleich den Reich-Ranicki im Kopf :D), aus dem Viertel der Lektoren dringen Flüche und Verzweiflungsschreie. Hier muss ich gleich anmerken, dass dieses Hörbuch noch vom verstorbenen Dirk Bach wundervoll interpretiert und vorgelesen wird.  

In der Story macht sich der Drache Hildegunst von Mythenmetz von der Lindwurmfeste auf den Weg nach Buchhain, um einen unbekannten Autor zu finden, der ein geniales Manuskript verfasst hat. Dort trifft er auf den Antagonisten, die Haifischmade Themistopheles Smike, dessen verdorbenen Verwandten man ja schon vom Käptain Blaubär kennt. Dieser will die hohe Kunst der Literatur zu Gunsten von mittelmäßigem Kommerz abschaffen und Künstler vernichten - Allmachtsfantasien & Größenwahn par excellence -erinnert sehr frappant an geldgeile Verlagsdirektoren.

Neben Längen in mehreren Kapiteln bei einem Konzert und vor allem als Hildegunst durch die Katakomben von Buchhain irrt, gibt es andererseits unerreicht einzigartige innovative wundervolle Ideen und geniale Konversationen:  

Buchlinge ernähren sich vom Lesen. Trivialliteratur macht nicht satt wie Fast Food - Romane machen fett - mit Lyrik kann man eine Diät starten und Totalverrisse hinterlassen einen schalen Nachgeschmack :D

"Bücher erschaffen kannst Du noch nicht, aber umbringen kannst Du sie schon, bist Du sicher, dass Du nicht lieber Kritiker werden möchtest?

oder die Anspielung auf Zettel's Traum von Arno Schmidt:
"Das Buch ist so schwer, alleine vom Umblättern kannst Du einen Muskelkater kriegen. Niemals ist ein Buch hergestellt worden, das sich sehr gegen jeden Gebrauch sträubt, es nicht nur schwer zu tragen sondern auch extrem schwer zu lesen […]. Niemand versteht das - zu diesem Zweck ist es geschrieben worden. Das finde ich arrogant man sollte schreiben, um gelesen zu werden."

Alles endet in einem grandiosen Finale - einem Happy End - in dem die Haifischmade vernichtet wird und das ORM (Literarische Kreativität und Genialität) den Sieg über den Kommerz und das Mittelmaß davonträgt.

Fazit: Absolute Empfehlung von mir für Kinder genauso wie für Erwachsene.

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review 2017-10-01 16:12
Die Anwesenheit von Orm
Der Schrecksenmeister - Walter Moers

Ich glaube, ich habe zu lange gewartet...

Zuallererst: ich liebe Walter Moers, seine Welten und die Schlösser, die er mit seinen Worten in meinen Kopf zu zaubern vermag. Fantastisch ist eben der treffende Begriff. 

Nichtsdestotrotz habe ich mich schwer getan. So viele Aneinanderreihungen und Aufzählungen, die ich, ich muss es gestehen, irgendwann nur noch grob überflogen habe. Mir fehlte oft der feinsinnige Witz. Obwohl er durchaus anwesend war:

"Heil Käsar"

Ich kann gar nicht so genau betiteln, warum dieser Walter Moers mich nicht restlos begeistert hat. Bin ich vielleicht dessen einfach zu spießig geworden? Zu eingeschränkt in meiner Vorstellungskraft? Dieses Fazit, was ich meine daraus ziehen zu müssen, stimmt mich wahnsinnig traurig. 

Aber das Fazit vom Fazit: Ich lasse mich davon nicht abhalten und werde weiterhin Walter Moers lesen. Nur weil Hildegunst von Mythenmetz es dieses Mal etwas mit dem Orm übertrieben hat oder ich nicht erleuchtet genug bin, um jenes zu begreifen, höre ich nicht auf diese Wunderwerke mir einzuverleiben! Und darauf erst mal ein Bienenbrot

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text 2017-09-29 17:38
Extatisch!
Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr: Roman - Lydia Rode,Walter Moers

Was für eine Freude mal wieder ein Walter Moers Buch zu lesen. Lang lang ists her!

 

Ich bin ganz und gar angetan. Ich fand schon "Das Labyrinth der träumenden Bücher" zum Schmunzeln, das damals herbe Kritik geerntet hat... Hier ist es wieder so: In einem guten Buch muss mitnichten viel passieren. Aber es ist wohl so wie mit den Actionfilmen und den Jim Jarmuschs, nicht jeder kann das Aushalten (oder sich darauf einlassen?). Beziehungsweise, was heißt schon nicht viel passieren, nur weil nicht alle zehn Seiten ein Haus in die Luft fliegt. Stattdessen wird das Sich-aus-einer-brenzligen-Situation-winden eben zwanzig Seiten detailreich, mitnichten langweilig, beschrieben! Ich liebe dieses Spielen mit der Sprache und freue mich, jeden Absatz aufs neue, wenn ich im modernen Sprachsumpf verschwundene Wörter antreffe zusammen mit dem manchmal mehr manchmal weniger subtilen Humor. Herrlich! Dazu noch ein traurig schönes Ende, so wie das Leben.

 

"Liebe, Hass, Wut, Angst, Neid, Trauer - das sind nur Worte. Für Dinge, die erheblich größer und komplexer sind als die größten Sterne im Universum. Und die soll ich dir in drei Sätzen erklären, ohne dass dir das Hirn rotiert? Daran kannst du mal sehen, wie jung du bist. Du bist noch viel zu klug." 

 

Prinzessin Insomnia & der alptraumhafte Nachtmahr - Walter Moers

 

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