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review 2018-09-08 17:47
A formidable examination of Wilhelm's development
Young Wilhelm: The Kaiser's Early Life, 1859-1888 - John C. G. Röhl

Perhaps the first question that arises when confronted with a three-volume biography of the German emperor Wilhelm II is: "Why?" Specifically, why does the failed ruler of a fallen dynasty deserve such attention? For some, the question answers itself, given that Wilhelm's reign ended in a war that defined the 20th century and reshaped the map of the Europe. But does his life warrant the three substantial tomes John Röhl has written about it?

The answer is a definitive "Yes," because what Röhl provides is not just a finely detailed account of the first three decades of Wilhelm's life, but a close examination of the family politics surrounding them. In doing so, what he offers his readers is a study that encompasses Wilhelm's parents — the future emperor Frederick III and his English wife Victoria — and the politics of the German court and the imperial Germany. This context is of particular relevance in Röhl's view given the vision that Frederick and Victoria had of a more liberal Germany than the monarch-dominated empire constructed by Otto von Bismarck, and their efforts to pass along their values to their eldest son. Their total failure to do so is an important part of the story of the Second Reich, and one that requires explanation.

Providing it serves as the focus of Röhl's first volume. In it he describes a childhood of constant pressures, ones that increased after Prussia established the German empire in 1871. Yet Wilhelm faced the additional problem of a physical handicap resulting from a difficult birth, one that left him with Erb's palsy on his left arm. Unable to accept this, Wilhelm's family employed often painful medical procedures and corrective devices designed to "correct" it, yet this could only moderate the effects of the paralysis. While many have speculated on the impact of such a paralysis on his emotional development, just as important was how it defined his relationship with his parents at his early age, which Röhl considers in detail. Relying upon a Freudian approach, he diagnoses many of Wilhelm's subsequent issues as stemming from his flawed relationship with his parents, ones that were often exacerbated by their best efforts to aid their son.

As heir to the throne from the moment of his birth, both Frederick and Victoria devoted considerable attention to the selection of Wilhelm's tutor, Georg Hinzpeter, and insisted that he attend a gymnasium and university. Yet for all of their efforts, Wilhelm grew into a temperamental young man who reveled in masculine martial activities. Rejecting his parents political values, increasingly he gravitated towards conservative, even reactionary figures, who welcomed his interest for the opportunity it provided to advance their vision of Germany and the world. Their political maneuvering increased as the emperor, Wilhelm I, neared the end of his long life and Frederick's illness from cancer promised a short reign. With their deaths in 1888 Wilhelm was poised for a long reign with enormous consequences for the entire world.

Röhl's book is an enormous achievement. Based on decades of research in the royal archives, it provides a careful examination of WIlhelm's personal and political development. At times the degree of detail can be wearying, and Röhl's reliance on Freudian explanations is a little questionable, but given the solid footing in the family papers it's impossible to dismiss altogether the arguments he makes. The result is a book that is unlikely ever to be surpassed as a thorough examination of Wilhelm's early years, one that lays a formidable foundation for the study of the reign that followed.

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text 2018-08-22 16:40
Reading progress update: I've read 720 out of 1016 pages.
Young Wilhelm: The Kaiser's Early Life, 1859-1888 - John C. G. Röhl

As Röhl details the series of events that led to Wilhelm's succession. I'm more like "the end is in sight!" than anything else. I suspect I'll be taking a break before starting the second volume.

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text 2018-08-07 20:58
Reading progress update: I've read 490 out of 1016 pages.
Young Wilhelm: The Kaiser's Early Life, 1859-1888 - John C. G. Röhl

Surprise, surprise; it turns out Wilhelm was quite the philanderer, too — with payouts to a mistress to boot!

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review 2018-08-07 10:57
Kresse trifft Rapunzel
Cress - Marissa Meyer

Eines der Hauptthemen in Marissa Meyers „Lunar Chronicles“ ist die Freundschaft zwischen den Protagonistinnen. Ihre Beziehungen untereinander sind wesentlich wichtiger als ihre Romanzen. In diesem Punkt ließ sie sich von der Anime-Serie Sailor Moon inspirieren, in der weiblicher Zusammenhalt stets einen hohen Stellenwert einnahm. Die Parallelen zu Sailor Moon blieben den Fans der Science-Fiction-Reihe nicht verborgen. Kaiser Kai wird häufig mit Tuxedo Mask verglichen. Meyer selbst sieht sich als Sailor Merkur: eine ehrgeizige, neurotische Perfektionistin, die großen Wert auf Freundschaft legt und bemüht ist, das Richtige zu tun. Es überrascht mich daher nicht, dass sie sich am meisten mit der Hauptdarstellerin des dritten Bandes „Cress“ identifiziert: die scheue, hochintelligente Hackerin Cress, ihre Version von Rapunzel.

 

Als Cress Cinder warnte, beging sie Hochverrat. Sollte Herrin Sybil jemals herausfinden, was sie getan hat, erwartet sie der Tod. Trotz des immensen Risikos konnte sie einfach nicht länger tatenlos zusehen. Nach sieben einsamen Jahren der Gefangenschaft in einem Satelliten, nach zahllosen Stunden der Spionage, musste sie eingreifen, bevor Königin Levana ihre finsteren Pläne verwirklichen kann. Jetzt fürchtet sie die Besuche von Herrin Sybil mehr als je zuvor. Sie wird nicht ewig verbergen können, dass sie Cinder und ihren Freunden hilft. Glücklicherweise ist Cinders Schiff nur einen Katzensprung entfernt. Cress‘ Befreiung ist zum Greifen nah. Doch die Rettungsmission schlägt fehl. Der Satellit stürzt ab, während Cress und Carswell Thorne an Bord sind – mitten in die afrikanische Wüste, fern jeglicher Zivilisation. Cress und Thorne müssen Cinder und ihre Freunde so schnell wie möglich wiederfinden, wenn sie das Eastern Commonwealth rechtzeitig erreichen wollen, um die Hochzeit von Kaiser Kai und Königin Levana zu verhindern. Die Hochzeit, die sein Todesurteil wäre und das Schicksal der Erde besiegeln könnte…

 

Ich glaube, was mir an den „Lunar Chronicles“ am besten gefällt, ist das Wachstum der Geschichte. Mit jedem Band erweitert Marissa Meyer ihre Dimension zuverlässig, steckt kontrolliert neue Grenzen und etabliert neue Charaktere, Konflikte und Aspekte des Worldbuildings. Daher birgt jeder Band das Potential, mich zu überraschen – sowohl in sich selbst, als auch in seiner Funktion für die Reihe. Es ist eine wahre Freude, Meyers Ehrgeiz und ihre kreative Beweglichkeit zu beobachten. Nach den Abenteuern in „Cinder“ und „Scarlet“, die den Leser_innen Meyers Versionen von „Aschenputtel“ und „Rotkäppchen“ vorstellten, lernen wir nun im dritten Band „Cress“ ihr „Rapunzel“ kennen. Die Rahmenbedingungen der Adaption sind gewohnt futuristisch: Cress lebt seit ihrer Kindheit isoliert in einem Satelliten und späht für Königin Levana die politische Elite der Erde aus. Im Vergleich zu „Scarlet“ fand ich die Idiosynkrasien des Märchens in diesem Band hervorstechender und auffallender, weshalb mir die Adaption insgesamt gelungener erschien. Cress verkörpert Rapunzel überzeugend, da Meyer ihre Figur den Umständen ihres Aufwachsens entsprechend charakterisierte. Mit neun Jahren wurde sie aufgrund ihres Talents als trickreiche Hackerin in den Satelliten gesperrt. Seitdem hatte sie so gut wie keinen direkten Kontakt zu anderen Individuen. Ihre sozialen Kompetenzen sind unterentwickelt. Sie ist schüchtern, unsicher, naiv und flüchtet sich gern in Tagträume. Trotz ihrer extrem coolen Fähigkeiten, die das Vorurteil, Mädchen hätten keinen Draht zu Technik, Lügen strafen, erinnert sie stark an das klassische Fräulein in Nöten. Ich muss gestehen, dass ich deshalb so meine Schwierigkeiten mit Cress habe. Ich mag sie, aber sie ist einfach unfassbar süß, kein bisschen taff und schnell überfordert. Mir ist Cinder immer noch am liebsten, weil ich mich am besten mit ihrer pragmatischen und ernsthaften Art identifizieren kann. Nichtsdestotrotz fand ich, dass sich die bisher jüngste Protagonistin innerhalb der Handlung von „Cress“ gut schlägt, die jedoch leider erst auf den letzten 150 Seiten wirklich Fahrt aufnimmt und deren Struktur ein wenig unoriginell geriet. Meyer trennt ihre Figuren, was vermutlich der älteste Kniff der Welt ist, um Spannung aufzubauen. Cress steckt sie mit Thorne zusammen, wodurch er mehr Tiefe erhalten sollte. Für mich hat diese Strategie nicht so recht funktioniert, ich sehe ihn weiterhin als den zu gewollt witzigen Sidekick, der kaum etwas zur Geschichte beiträgt. Nach dem Absturz des Satelliten müssen sie sich zu zweit ohne Ausrüstung oder Verpflegung durch die Sahara kämpfen. Sie verbringen eine intensive Zeit miteinander, wodurch ihre Romanze bereits vorgezeichnet wirkt. Weiblicher Zusammenhalt hin oder her, offenbar braucht auch in den „Lunar Chronicles“ jede Prinzessin ihren Prinzen. Eben ganz im Stil der Märchen.

 

Meiner Meinung nach sind die „Lunar Chronicles“ besonders für junge Leserinnen ein gefundenes Fressen, weil sie so viele unterschiedliche Identifikationsmöglichkeiten bieten. Marissa Meyers Fokus auf weibliche Protagonistinnen, die nicht an omnipotente Superheldinnen erinnern, sondern durch ihre Stärken und Schwächen lebendig wirken, lädt herzlich zu der Überlegung ein, wem man denn nun am ähnlichsten ist: Cinder, Scarlet oder vielleicht doch eher der zarten Cress? Dank des für die Young Adult ungewöhnlich emanzipierten Frauenbildes begrüße ich den Hype um die Romane, obwohl für mich Marissa Meyer selbst der Star der Reihe ist. Der unermüdliche, logische Ausbau ihres Worldbuildings, mit dem sie auch im dritten Band „Cress“ punktet und die beeindruckende Leistung, verschiedene Märchen respektvoll zu einer individuellen und stimmigen Geschichte zu kombinieren, begeistert mich bisher mehr als jede der Figuren. Das könnte sich allerdings mit „Fairest“ ändern, in dem sie die Geschichte von Königin Levana offenbart. Ich hatte schon immer ein Herz für böse Königinnen

Source: wortmagieblog.wordpress.com/2018/08/07/marissa-meyer-cress
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text 2018-08-05 21:21
Reading progress update: I've read 452 out of 1016 pages.
Young Wilhelm: The Kaiser's Early Life, 1859-1888 - John C. G. Röhl

Röhl's focus in the latest chapter focuses to foreign policy, and boy does it sound familiar. From his description of Wilhelm's first trip to Russia, in 1884:

Wilhelm's trip to Russia was to be a pivotal event in his life. It was here that he discovered that peculiar transcendental emperor ideology which satisfied his narcissistic needs and which he stressed to such an alarming degree throughout his reign.

His connection with his Russian counterparts led to an astounding degree of indiscretion, too:

Herbert Bismarck had expressly advised the Prince 'not to bring up relations with Austria, England & France' in his conversations with the Tsar, and afterwards Wilhelm assured him that he had not done so. . . Only later did he discover the astonishing fact that while Wilhelm was still in Russia, he had begun a highly political private correspondence with the Tsar, which in many respects foreshadowed the notorious 'Willy-Nicky' letters of later years. The Chancellor's son explicitly recorded that he had 'never seen these letters, which were addressed to the Tsar personally'. He had heard only later from the Russian Foreign Minister that Wilhelm's letters to the Tsar were 'at times decidedly forthright', although their unusual style amused the Russian monarch.

And Röhl concludes the chapter with this:

The Anglo-Russian crisis of spring 1885 was indeed acute, and there was great danger of war, but the vision entertained by Wilhelm and Waldersee that the British would empire was on the brink of collapse, that a rebellion in India would lead to the gradual loss of all its colonies and finally to an upheaval within the country itself — was completely unrealistic, and can only be explained as wishful thinking fired by hate. But Wilhelm's propensity for losing a grasp on reality also augured grave dangers for the future. As Eulenburg wrote to Holstein in the summer of 1886: 'I have made use of the friendship with which he [Wilhelm] has blessed me for the purpose of fighting like a lion against his English antipathies. If he is not thoroughly worked upon in this sense it may become extremely unpleasant politically for us someday.'

The similarities really are striking.

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