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review 2018-07-02 11:02
Zusammenbruch, Umsturz, Hunger, Mord und Totschlag
Schönbrunner Finale: Historischer Kriminalroman (Historische Romane im GMEINER-Verlag) - Gerhard Loibelsberger

Dieser historische k.u.k. Krimi spielt schon wie alle anderen Romane dieser Reihe (Band 1 habe ich erst vor zwei Wochen hier in Booklikes bespochen) im Wien der Vergangenheit, diesmal aber nicht um die Jahrhundertwende, sondern 1918, im letzten Jahr des ersten Weltkrieges und punktgenau zum Zusammenbruch der Österreichisch-Ungarischen Donaumonarchie. Erneut webt der Autor Loibelsberger gekonnt aus historischen Tatsachen und einer Krimi-Handlung im Nebenstrang ein dichtes, lückenloses Netz aus geschichtlichen Fakten und perfekter Fiktion, in dem die Grenzen verschwimmen.

Die Protagonisten, den Kennern der Reihe bereits geläufig, sind wesentlich gealtert, haben sich aber durch die Kriegsumstände derart verändert, dass es sowohl für die Profis spannend bleibt, als auch ein Neuling sehr gut den quasi runderneuerten Charakteren folgen kann.

Polizeioberinspector (ja er wurde befördert) Joseph Maria Nechyba ist nun mit seiner alten Liebe der Köchin Amalia bereits seit Jahren verheiratet, die aus finanziellen und versorgungstechnischen Gründen noch immer für den Hofrat Schmerda aus dem Innenministerium die Küche führt. Der ehemalige Journalist Goldblatt hat die freie Presse verlassen und verfasst als Leutnant Jubelpropaganda, um das Volk vom drohenden Kriegsverlust abzulenken, obwohl die Spatzen die bevorstehende Kapitulation schon von den Dächern pfeiffen.

Die im ersten Band so fröhliche Stimmung und der sprichwörtliche derbe Wiener Schmäh (böser Humor) sind reinem Zynismus, Frustration, Verzweiflung, Hunger und grotesken Lebensmittelbeschaffungsaktionen gewichen, in denen auch Amtsmissbrauch, Korruption, und kleinere nicht nur disziplinarrechtliche sondern auch strafrechtliche Delikte seitens der offiziellen Beamten des Staates an der Tagesordnung stehen. Im Prinzip ist auch die öffentliche Ordnung in Auflösung begriffen. Diese Stimmung ist zwar für den Leser nicht angenehm zu ertragen, beschreibt aber die historische Situation der Donaumornarchie kurz vor dem Zusammenbruch sehr treffend und punktgenau.

Die Figuren des Romans, die ja gourmethafte – was sage ich gourmandhafte – Züge aufweisen, versuchen im hungernden Wien der letzten Kriegstage verzweifelt und gleichzeitig sehr fintenreich, ein bisschen korrupt und erfolgreich etwas wirklich gutes zum Essen aufzutreiben – und zwar einen Lungenbraten, eine halbe Sau, Speck … . Das geht sogar so weit, dass Hofrat Schmerda in der Wiener Stadtwohnung Hühner züchtet, nur um eine Eierspeise zu bekommen. Das Zimmer des toten Sohnes wird ausgeräumt und mit Erde und Stroh für die Hennen bedeckt. Außerdem träumt er von einer Sau im Zimmer seiner Frau, als er sie wegen des Viehs ausquartieren will, bekommt diese einen Tobsuchtsanfall inklusive anschließendem Nervenzusammenbruch. Wie Ihr seht, dreht sich sehr viel der Geschichte wieder um das Thema Essen, diesmal aber von einer Mangelsituation heraus.

Andere Figuren sind noch viel zynischer gezeichnet. Aus relativ nichtigen Anlässen werden ganz normale Menschen wie Du und ich durch das Kriegsgeschehen und die Versorgungssituation in Wien zu Schwerverbrechern, denen ein Leben auf Grund von Kleinigkeiten wie einem Stück Zwieback, ein bisschen Geld, oder einem Verrat an die Polizei gar nichts mehr wert ist. Diese Gelegenheitstäter haben nicht einmal ein Fünkchen von schlechtem Gewissen, wenn Sie jemanden abmurksen, um einen Vorteil zu erlangen. In der gewalttätigen Grundstimmung der Geschichte passieren viele Tötungsdelikte, Oberinspector Nechyba und seine Beamten haben alle Hände voll zu tun, alle aufzuklären, wobei ihm das erste Verbrechen, der Totschlag am Planetenverkäufer (Wahrsager) Stani Kopfzerbrechen und schlaflose Nächte beschert.

In die Krimihandlung, die diesmal wieder so nebenher konzipiert ist, aber am Ende eine Überraschung bereithält, sind erneut historische Originaldokumente eingebaut, wie zum Beispiel ein Ultimatum von Präsident Wilson oder die aktuellen Zeitungsmeldungen, die sich auf Grund der Entwicklungen im Herbst 1918 tagtäglich überschlagen. Auch die in die Handlung eingeflochtenen historischen Persönlichkeiten sind Legion – viereinhalb Seiten Personenregister, schlussendlich ist Nechyba sogar als abgestellter Leibwächter des letzten Kaisers von Österreich Karl I. bei dessen Abdankung anwesend. Am Ende des Romans der zynischen Grundstimmung und historischen Tatsachen geschuldet rafft auch noch die spanische Grippe sehr tragisch das halbe Personal der Geschichte hinweg, beginnend mit Egon Schiele und seiner Frau Edith, die den Virus als Freunde in die kleine Gesellschaft der Protagonisten hineintragen.

Fazit: Ein sehr guter historischer Krimi, die Fröhlichkeit und Lebensfreude des ersten Romans geht mir zwar sehr ab, aber 1918 war eben gar nichts fröhlich in Wien. Insofern ein genaues, sehr gut beschriebenes authentisches Sittenbild der letzten Kriegstage in der Hauptstadt der untergehenden Donaumonarchie, das auf Umsturz, Mord und Totschlag natürlich nicht verzichten kann.

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review 2018-06-18 18:40
Warte, bald ruhest auch du - Markby & Mitchell (3) | Ann Granger

180617 Markby3a

Autorin: Ann GrangerTitel: Warte, bald ruhest auch duReihe: Mitchell & Markby (3)Übersetzerin: Edith WalterGenre: Englischer KrimiVerlag: Bastei Lübbe, [19.08.2011]eBook: 393 Seiten, ASIN: B005I32TRGauch im TB-Format u. gek. HB erschienenhier: gelesen via Skoobe über die Skoobe-Appklick zu Amazon.de

Inhaltsangabe (Amazon):

Statt Ruhe und Friede herrscht in Bamford zur Zeit Baustellenlärm, und statt einer zarten Romanze findet Meredith Mitchell eine Leiche, halb einbetoniert in der Baugrube. Inspektor Markby stellt Nachforschungen an, doch der Tote bleibt ein Rätsel und die Farmer der umliegenden Gehöfte hüllen sich in Schweigen.
Hier ist jemand mit diplomatischem Geschick gefragt, jemand wie Meredith. Bald schon merkt sie, dass sie mit ihren Fragen in ein Wespennest sticht. In der Scheune der Familie Winthrop macht sie schließlich eine erstaunliche Entdeckung - und bringt sich selbst damit in höchste Gefahr ...

Meine Meinung:

 

Ich mag die Englischen Krimireihen der unterschiedlichsten Autoren sehr. Eben auch diese Reihe, die im ländlichen Bamford spielt und gerade der Regierungsangestellten Meredith aus London eigentlich friedliche Idylle verspricht und dann doch immer in Recherchen in Mordsachen endet. Markby und Mitchell fühlen sich zueinander hingezogen, doch auch in Band 3 sind sie sich noch nicht näher gekommen und sind sogar noch beim Siezen. Das ist gerade in der heutigen, so schnelllebigen Zeit erfrischend.

 

Ein aktuelles Thema, das auch immer zwei Seiten hat und zu Diskussionen anregt, ist hier Mittel- und Angelpunkt. Es lohnt sich kaum noch für Bauern, einen eigenen Hof/eine eigene Farm zu bewirtschaften. Die Preise beim Verkauf von Mastvieh und Felderträgen sinken, die des Einkaufs steigen. Was bleibt ihnen also? Entweder sie leben am Existenzminimum, können noch nicht einmal notwendige Reparaturen am Haus durchführen und Mitarbeiter beschäftigen, so dass sie von morgens bis abends ohne Urlaub hart arbeiten müssen, oder sie verkaufen ihr Land an Bauunternehmer, die Wohnkomplexe oder Supermärkte bauen wollen und sich davon Profit versprechen.

Doch es gibt auch immer wieder Menschen, die auf andere Arten versuchen, zu überleben und sich damit in Teufels Küche bringen.

 

Sehr gut ausgearbeitete Charaktere laufen uns hier über den Weg, eine uralte historische Geschichte über eine Sekte und zu guter Letzt sogar zwei Tote. Und auch Markby und Mitchell geraten in Gefahr.

 

Eine durchaus spannende Story. Ich gebe 08/10 Punkte.

 

Zitat:

Laut summend prallte die Fliege gegen das schmutzige Fenster; sie saß in der Falle. Durch den Spalt am oberen Ende wehten warme Stadtluft und das Brausen des durch Whitehall dröhnenden Verkehrs herein, doch die Fliege schien nicht imstande, ihren Fluchtweg zu entdecken.
Kapitel 1, Erste Sätze

180617 Markby3b

 

Bücher der Reihe:

 

1. Mord ist aller Laster Anfang – beendet 28.05.2018 – 08/10 Punkte
2. Fuchs, du hast die Gans gestohlen – rezensiert 03.05.2009 – 07/10 Punkte
3. Warte, bald ruhest auch du – beendet 17.06.2018 – 08/10 Punkte
4. Messer, Gabel, Schere, Mord
5. Wer andern eine Grube gräbt
6. Ein schöner Ort zum Sterben
7. Blumen für sei Grab
8. Kerzenlicht für eine Leiche
9. Ein Hauch von Sterblichkeit
10. Ihr Wille geschehe
11. Tote kehren nicht zurück
12. In dunkler Tiefe sollst du ruhn
13. Mord wirft lange Schatten
14. Der Fluch der bösen Tat
15. Und sei getreu bis in den Tod

 

Warte, bald ruhest auch du: Mitchell & Markbys dritter Fall (Mitchell & Markby Krimi 3) - Ann Granger,Edith Walter 

Source: sunsys-blog.blogspot.com/2018/06/gelesen-warte-bald-ruhest-auch-du-ann.html
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review 2018-06-16 12:36
Kaiser, Krenfleisch* und Wiener Würger
Die Naschmarkt-Morde: Historischer Kriminalroman (Historische Romane im GMEINER-Verlag) - Gerhard Loibelsberger

Der Erstlingsroman von Gerhard Loibelsberger wurde 2017 in einer sehr schön gestalteten Jugendstil-Sonderausgabe neu aufgelegt, und ich habe natürlich sehr erfreut zugegriffen. Diese historische Regionalkrimireihe spielt im Wien um die Jahrhundertwende und präsentiert neben viel Lokalkolorit auch noch ein wundervolles Abbild der Zeit des Fin de Siecle. Ich persönlich wurde auf den Autor aufmerksam, als ich letztes Jahr eine Graphic Novel basierend auf dieser Reihe hier in booklikes rezensierte, die mir ausnehmend gut gefallen hat. Nun wollte ich natürlich auch noch die gesamte doch etwas tiefergehende Hintergrundgeschichte erforschen und erleben.

 

Josef Maria Nechyba, ein K&K Polizeiinspector - in seiner Freizeit ein Gourmet vor dem Herrn - kann sehr ungewöhnlich für die Zeit, in der der Roman spielt auch noch recht ordentlich kochen. Er wird mit einer „schenen unbekannten Leich“ konfrontiert, von der sich nach einigen Ermittlungen herausstellt, dass es sich um eine Adelige respektive um eine Frau Baronin handelt, die sich nächtens in der Strizzi-Welt des Naschmarktes (ein historischer Wiener Lebensmittelmarkt am Tage und ein Sündenpfuhl von Prostituierten und Kleinganoven bei Nacht) auf Grund eines „schlamperten Verhältnisses“ (eine amouröse unschickliche Affäre mit einem nicht standesgemäßen Mann) herumgetrieben hat.

 

Wundervoll beschreibt Loibelsberger das historische Biotop der Gegend um den Naschmarkt. Die hochherrschaftlichen reichen Adels- und  Staatsbeamten-Haushalte mit ihren Bediensteten an der linken Wienzeile und der Bodensatz der Gesellschaft in der Mitte am Naschmarkt und auf der rechten Wienzeile. Weiters werden ziemlich grandios mehrere wichtige Hotspots, wie Kaffeehäuser in anderen Bezirken, Heurigenlokale, Ausflugsziele und viele andere Lokalitäten der Stadt Wien und der Umgebung sehr genau - fast schon plastisch - geschildert, sodass der Leser einen recht genauen Einblick ins Wien um die Jahrhundertwende bekommt.

 

Wie Ihr seht, habe ich bereits im zweiten Absatz meiner Rezension mehrere österreichische Spezialausdrücke verwendet, die aus dem Tschechischen, Jiddischen etc. entstammen, dies ist auch dem Roman geschuldet, denn der geneigte deutschsprachige Leser muss sich auf eine andere Welt und eine andere Sprache einstellen, was der Autor aber ziemlich praktisch und großartig unterstützt, da auf jeder Seite in den Fußnoten die österreichischen Wörter, Speisen etc. genau und hinreichend erklärt werden. Dabei habe sogar ich noch einiges gelernt, denn die Speisen zu dieser Zeit, die in den hochherrschaftlichen Haushalten tagtäglich kreiert wurden, unterscheiden sich doch sehr von der modernen österreichischen Küche. Die Sprache - insbesondere der Wiener Dialekt - hat sich zumindest für meine Generation in den letzten 110 Jahren noch nicht wesentlich geändert. Auf jeden Fall kann auch der Leser aus Deutschland durch die guten Erklärungen sehr leicht der Geschichte folgen.

 

Das restliche „Personal“ abseits des Herrn Inspectors wurde in diesem Krimi derart liebevoll konzipiert, dass es die reine Freude ist. Spannend war für mich die Figur des Pospischil, der Assistent von Nechyba, der das krasse Gegenteil des vor Kraft strotzenden etwas fülligen Polizeikommissars darstellt. Rachitisch, mit teigiger Gesichtsfarbe, duckmäuserisch nach oben und nach unten tretend bzw. zu Gewaltausbrüchen gegen Verdächtige neigend, poliert er einerseits im Polizeidienst sein Ego auf und versucht andererseits durch Anbiederung an Vorgesetzte und höhergestellte Persönlichkeiten seine Karriere nicht zu verderben.

 

Auch die Köchin Aurelia, in die sich Nechyba ein bisschen verliebt hat, ist sehr gut gezeichnet. Zudem bereitet sie tagtäglich für die Familie des Herrn Hofrat ein köstliches Essen zu, das derart detailliert beschrieben wird, dass dem Leser das Wasser im Mund zusammenläuft. Ich empfehle, das Buch keinesfalls hungrig zu lesen, denn die Koch- und Essorgien sind mit leerem Magen kaum zu ertragen.

 

Zudem existieren auch noch die typischen reichen nutzlosen Lebemann-Charaktere im Stile des Joseph Roth, wie zum Beispiel der spielsüchtige Baron, der in der ganzen Stadt Schulden gemacht hat, der wegen seiner Ehre schon überlegt, sich zu entleiben und dann dennoch zu seiner Mutter betteln geht, damit diese seine Ehrenschuld begleicht.

 

Einer der größten Pluspunkte des Krimis ist der Umstand, dass auch historische Persönlichkeiten konsistent in die Handlung eingebaut auftreten. Da gibt es zum Beispiel einen köstlichen Dialog zwischen Gustav Klimt himself und Baron Schönthal-Schrattenbach, in dem sich der Künstler aufpudelt (aufregt), dass die feinen Leut immer über seine Bilder reden wollen, anstatt die Augen aufzumachen und sie einfach anzuschauen. Auch Otto Weininger und ein paar andere Persönlichkeiten werden glaubwürdig mit ihrer Biografie in den Plot integriert.

 

So könnte ich ewig weiter die Figurenentwicklung loben, aber ich möchte nun nicht mehr weiterspoilern, auf jeden Fall wird dem Leser ein genaues Bild der Bevölkerung sowohl aus der Unterschicht als auch von den oberen Zehntausend und auch von vielen irgendwo dazwischen, wie dem angestellten Hauspersonal, gegeben.

 

Sprachlich ist der Krimi wundervoll und der etwas bodenständigere derbe Wiener-Schmäh (Humor) blitzt auch aus allen Kapiteln reichlich hervor. Ich habe mich köstlichst amüsiert. Die Szene mit dem Hund Seppi oder die Beschreibung des Katers (im Sinne von Hangover) vom Redakteur Goldblatt inklusive der morgendlichen Körperfunktionen, die in einem solchen Zustand zu tragen kommen, haben mich vor Lachen fast vom Sessel gerissen.

„Eine Frauenstimme keifte: „Seppi! Hierher! Sapperlot! Seppi, du Rabenvieh, wirst herkommen? Seppi, hier! Wenn du jetzt nicht sofort parierst, kommst du ins Gulasch!“
Diese Drohung machte Eindruck, denn knurrend und fletschend trollte sich der Seppi zurück in den Hof, aus dem er wie ein Deus ex Machina hervorgeschossen war.
Nechyba versuchte, sich den Geschmack eines Hundegulaschs vorzustellen. Dabei kam ihm der pelzig ranzige Geruch, der den meisten Hunden im Sommer eigen ist, in den Sinn. Ob sich diese Ausdünstungen mit dem würzig-süßen Paprika-Zwiebel-Aroma eines ordentlichen Gulaschs vertragen würden? Ein Gedanke, bei dem der Inspector erschauerte.

Bei all der wundervollen Übererfüllung von erzähltechnischen Anforderungen ist der Kriminalfall letztendlich zwar ordentlich ausgeführt, aber dient irgendwie nur als Nebenhandlung zur Beschreibung des historischen Wiens. Das fand ich dann schon ein bisschen schade, denn für mich war der Täter recht schnell erkennbar.

 

Fazit: Ich serviere Euch ein echtes Wiener-Schmankerl mit wärmster Leseempfehlung von mir – ein wundervolles Sittenbild von Wien um die Jahrhundertwende quer durch alle Schichten inklusive kulinarischer Reise und mit ein bisschen Mord und Totschlag garniert.

 

*Kren: = Meerrettich

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review 2018-05-28 18:51
Mord ist aller Laster Anfang - Mitchell & Markby (1) | Ann Granger
180528 Markby1b
Autorin: Ann GrangerTitel: Mord ist aller Laster AnfangReihe: Michell & Markby (1)Übersetzerin: Edith WalterGenre: Englischer KrimiVerlag: Bastei Entertainment, [13.11.2010]Ebook-Ausgabe: 320 Seiten, ASIN: B004ROSYRQauch als HC, TB und gek. HB erschienenhier: gelesen via Skoobe über die Skoobe-Appklick zu Amazon.de

Inhaltsangabe (Amazon):

Der verkrümmte Leichnam einer Siam-Katze und die des dazugehörigen Besitzers: Das ist Meredith Mitchells erster Eindruck von dem kleinen Städtchen Westerfield, wo sie eigentlich nur an der Hochzeit ihrer Nichte teilnehmen wollte. Nun aber wird sie in einen komplizierten Mordfall verwickelt und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln - sehr zum Missfallen von Inspektor Markby, der sich nicht nur beruflich für Meredith interessiert ...
"Mord ist aller Laster Anfang" ist der Auftakt einer Reihe von Kriminalromanen im klassisch englischen Stil um das liebenswerte Detektivpaar Meredith Mitchell und Alan Markby.

Meine Meinung:

 

Ich mag die Englischen Krimis, die in idyllischen Kleinstädten spielen, wo jeder jeden kennt und auch irgendwelche Leichen im Keller hat und bei den Befragungen zu einem Kriminalfall gekonnt von diesen abzulenken versteht.

 

Eine solche Reihe hat auch Ann Granger geschrieben mit den Protagonisten Chief Inspector Alan Markby und der Diplomatin im europäischen Ausland Meredith Mitchell. Das ungleiche Paar hat mich bereits im zweiten Band fasziniert, das ich in gebundener Form in meiner Bibliothek habe. Nun hat Skoobe die Reihe im Programm, und ich habe mit dem Anfang beginnen können.

 

Der Schreibstil ist anschaulich und bietet alles, was verschiedene Charaktere und Gesellschaftsschichten so benötigen, um erkannt zu werden – vom versnobt leicht näselndem Bankangestellten zum alten Bauern, der fast schon ganze Silben verschluckt. Auch die Unterschiede der beiden Ermittler sind sehr schön herausgearbeitet. Mir persönlich gefällt die abweisende und zugeknöpfte Art Merrys zwar nicht so gut, aber ich denke, das passt zu einer Diplomatin ganz gut. Ich lasse mich einfach überraschen und bin gespannt, ob die beiden irgendwann in den späteren Bänden vielleicht doch zueinander finden…

 

Eine wirklich nette Lektüre für zwischendurch, leicht zu lesen, nicht zu aufregend oder spannend und daher auch vor dem Zubettgehen zum Lesen geeignet.

 

Ich gebe 08/10 Punkte, weil ich das Buch in 2 Tagen verschlungen habe ;)

 

Zitat:

Meredith hatte sich ihre Cousine nie als Landpomeranze vorgestellt. Es passte einfach nicht zu ihr, sich fern von ihren Freunden und Berufskollegen zu vergraben.
Kapitel 2, erste Sätze

180528 Markby1a

 

Bücher der Reihe:

 

1. Mord ist aller Laster Anfang – beendet 28.05.2018 – 08/10 Punkte
2. Fuchs, du hast die Gans gestohlen – rezensiert 03.05.2009 – 07/10 Punkte
3. Warte, bald ruhest auch du
4. Messer, Gabel, Schere, Mord
5. Wer andern eine Grube gräbt
6. Ein schöner Ort zum Sterben
7. Blumen für sei Grab
8. Kerzenlicht für eine Leiche
9. Ein Hauch von Sterblichkeit
10. Ihr Wille geschehe
11. Tote kehren nicht zurück
12. In dunkler Tiefe sollst du ruhn
13. Mord wirft lange Schatten
14. Der Fluch der bösen Tat
15. Und sei getreu bis in den Tod

Mord ist aller Laster Anfang: Ein Mitchell & Markby Roman (Mitchell & Markby Krimi 1) - Ann Granger,Edith Walter 

Source: sunsys-blog.blogspot.de/2018/05/gelesen-mord-ist-aller-laster-anfang.html
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review 2018-05-19 09:31
Der letzte Gast | Sabine Kornbichler
180517 Kornbichler
Autorin: Sabine KornbichlerTitel: Der letzte GastReihe: neinGenre: KriminalromanVerlag: Piper ebooks, [02.05.2018]Kindle-Edition: 374 Seiten, ASIN: B077BCLKLFauch im TB- und HB-Format erschienenhier: via NetGalley.de , #NetGalleyDEChallengegelesen auf dem Kindle-Paperwhite und über die Kindle-Appklick zu Amazon.de

Inhaltsangabe (Amazon):

München. Ein Tag wie jeder andere. Die Dogwalkerin Mia bringt Albert, den Dackel ihrer schwer kranken Kundin Berna, zurück. Die alte Dame erwartet sie bereits an der Tür, sie wirkt benommen und fahrig, behauptet, ihr Neffe sei zu Besuch, und schickt Mia mit der Bitte fort, in zwei Stunden noch einmal wiederzukommen. Später reagiert sie jedoch nicht auf ihr Klingeln. Alarmiert dringt Mia in das Haus ein und findet dort Spuren einer heftigen Auseinandersetzung. Sie entdeckt Berna, die erdrosselt in ihrem Bett liegt. Von diesem Moment an ist sie für die Polizei eine wichtige Zeugin – und für den Täter eine ernst zu nehmende Gefahr.

Meine Meinung:

 

Sabine Kornbichler, die Schöpferin der Nachlassverwalterin Kristina Mahlo, hat wieder in die Tasten gehauen, doch diesmal schreibt sie aus Sicht einer Dogwalkerin, einer Beinahe-Zeugin eines Mordes an einer schwerkranken Frau, die ohnehin 4 Wochen später ihren Freitod arrangiert hat.

 

Die Idee hat was, Spannung ist vorhanden, obwohl ich schon recht früh den richtigen Riecher hatte, aber die Umsetzung ist nicht so wirklich gut gelungen. Mehrmals habe ich kopfschüttelnd überlegt, ob die Protagonistin wirklich so weltfremd ist oder ich im Gegenzug zu abgeklärt? Aber nicht nur über ihre Handlungen war ich gelinde gesagt verwundert, auch den Polizisten habe ich nicht wirklich verstanden. Meine “Erfahrung” basiert zwar nur auf Kriminalromanen und –filmen wie dem Tatort, aber dennoch kann ich mir nicht vorstellen, dass die Ermittler sich dermaßen von einer Zivilistin, die sogar Beweismittel vernichtet, beeinflussen lassen. Da fehlte ein bisschen Recherche, will mir scheinen.

 

Sabine Kornbichler hat wieder in der ersten Person geschrieben. Eigentlich ist dies kein schlechter Schachzug, denn der Leser wird automatisch in die Protagonistin hineinkatapultiert. Bei mir ging es allerdings nach hinten los, da ich mich überhaupt nicht mit Mia identifizieren konnte. Die einzige Gemeinsamkeit, die ich sehe ist, dass auch ich kaum hätte schlafen können und mir jede Menge Gedanken gemacht hätte.

 

Schade, ich hatte mir mehr erhofft. Nach reiflicher Überlegung gebe ich die Hälfte aller Punkte, also 05/10.

 

Zitat:

Ich war alles andere als ein Hasenfuß, aber ich war auch nicht lebensmüde. Was, wenn sie sich täuschte und der Überfall einen ganz anderen Hintergrund hatte?
Kapitel 2, bei 3 %

180517 Kornbichler1

 

Bücher der Reihe Kristina Mahlo:

 

1. Das Verstummen der Krähe – rezensiert 26.08.2014 – 11/10 Punkte
2. Die Stimme des Vergessens – rezensiert 05.09.2014 – 09/10 Punkte
3. Das böse Kind – beendet 17.01.2016 – 10/10 Punkte

 

weitere Bücher:

 

- Der letzte Gast – beendet 17.05.18 – 05/10 Punkte

 

Der letzte Gast: Kriminalroman - Sabine Kornbichler 

Source: sunsys-blog.blogspot.de/2018/05/gelesen-der-letzte-gast-sabine.html
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