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review 2017-05-04 00:00
Die Kunst des logischen Denkens: Scharfsinnig analysieren und clever kombinieren wie Sherlock Holmes (German Edition)
Die Kunst des logischen Denkens: Scharfsinnig analysieren und clever kombinieren wie Sherlock Holmes (German Edition) - Maria Konnikova Ausführliche Rezension und Link zu einer Leseprobe:
http://nouw.com/cwidmann/klugerdenker-29926397
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review 2017-05-01 00:00
Die Kunst, Elch - Urin frisch zu halten
Die Kunst, Elch - Urin frisch zu halten ... Die Kunst, Elch - Urin frisch zu halten - Rochus Hahn Ausführliche Rezension:
http://nouw.com/cwidmann/die-kunst-eine-gute-geschichte-zu-ubersc-29852900
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review 2017-03-01 00:00
Die Kunst der achtsamen Schutzgelderpressung: Was Yogis und Mafiosis voneinander lernen können
Die Kunst der achtsamen Schutzgelderpres... Die Kunst der achtsamen Schutzgelderpressung: Was Yogis und Mafiosis voneinander lernen können - Peter Michael Dieckmann http://nouw.com/cwidmann/mafia-yoga-fehlt-hier-salz-29594014
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review 2017-02-10 15:47
Stimmungsvolles San Francisco der 1940er Jahre
Passing Strange - Ellen Klages

Helen Young ist mit ihren gut 100 Jahren das letzte noch lebende Mitglied einer Gruppe von Freundinnen, die sich in den 1940er Jahren kennengelernt hat. Heute, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, ist auch ihre Zeit abgelaufen. Doch bevor sie von Alter und Krankheit niedergestreckt wird, gibt es noch etwas zu klären. Ein alter Schwur muss erfüllt und eine Geschichte erzählt werden.

Helen Young went into her bedroom. She changed into a pair of blue silk pajamas, brushed her hair, and put on a touch of lipstick. Then she got into bed, turned out the light, and went to sleep for the last time, humming a Cole Porter tune until she and the melody simply drifted away.
– Three


Vom Film Noir, übers Kabarett, hin zu den Groschenheften (genauer: Pulp Fiction) mit ihren grotesken Illustrationen auf dem Deckblatt: Passing Strange ist ein Buch für NostalgikerInnen und entführt uns in die 1940er Jahre von San Francisco, wo sechs Freundinnen versuchen in einem patriarchalisch bestimmten Alltag ihr Leben zu meistern. Diese Frauen sind intelligent, stehen für Wissenschaft, Kunst und einen Hauch von Mysterium. Viel Spielraum haben sie dabei aber nicht. So schön das Buch ist, so froh bin ich nach dieser Lektüre auch, dass sich die Frauenrechte seither deutlich verbessert haben. Angesichts der aktuellen politischen Lage kann ich nur inständig hoffen, dass wir nicht in diese Zustände der 40er zurückfallen…

Aber genug schwarzmalerische Zukunftssorgen. Passing Strange ist ein kurzweiliges Lesevergnügen mit einem lebendigen Blick auf die damalige Zeit. Die Handlung springt dabei in der Erzählung von der Gegenwart in die Vergangenheit und später wieder zurück. Ich kann nicht behaupten, dass ich sehr viel über die 40er weiß oder über San Francisco, aber die geschilderte Szenerie, die Bars mit ihrem bunten Publikum, die feinen Zwirne und Satinkleider, die feiernden Matrosen auf Landgang, das starke rechtliche Ungleichgewicht zwischen den Geschlechter und denen, die aus der Norm fallen, das alles wirkt überzeugend und sehr lebendig. Genauso lebendig ist auch die Kunst in dieser Geschichte. Sie springt einen in Form der Art Deco Architektur an, in Form der Wände füllenden Malerei eines Pablo Picasso, einer exzentrischen Frida oder der Kreidemalereien einer Loretta Haskel. In Passing Strange stolpert man öfter mal über namhafte Persönlichkeiten, die ganz normal und beinahe ruhmlos erscheinen. Nachvollziehbar wenn man bedenkt, dass sie erst nach ihrem Tod zu solchen Ikonen der Kunst wurden.

Die Hauptcharaktere dieser Erzählung sind Frauen, die im Verborgenen soziale Normen brechen und ein Leben führen das sie die Freiheit kosten würde, wenn irgendjemand davon erführe. Manche von ihnen müssen sich Rassenvorurteilen unterwerfen, andere dem Verbot von Homosexualität und Cross-Dressing, eine der Freundinnen ist womöglich eine Hexe und wieder andere müssen gegen gewalttätige Ehemänner bestehen. Mit wenigen, aber dafür sehr wohl platzierten Strichen, zeichnet die Autorin eine ebenso kunstvoll schöne, wie deprimierend detaillierte Ära, deren optische Eleganz wir heutzutage bewundern, während wir die Schattenseiten nur zu gerne übersehen. In Passing Strange aber treffen sich beide Seiten der Medaille.

Es gibt in diesem Buch einen leichten Hauch von Magie, den ich leider etwas unglücklich eingepflegt empfand. Der magische Trick, der hier zum Schluss hin ausgeführt wird ist zwar unheimlich interessant und herzerwärmend, wirkt aber nach einem zu 95% magiefreien Plot etwas fehlplatziert. Es wäre schöner gewesen, wenn die Autorin diesen magischen Teil durchgehend eingebracht hätte und nicht nur als praktische Lösung zum Schluss. Es ist aber nur ein kleiner Mangel in einem ansonsten stimmungsvollen und kurzweiligen Lesevergnügen, das seine witzigen Momente hat.

Passing Strange ist ein bitterschöner Ausflug in eine romantisierte Ära, die trotz ihrer harten Züge auch sehr viel Herzlichkeit enthält und eine Art von Zauber, der nichts mit Magie zu tun hat. Ich kann diese Erzählung schon wegen der imposanten Kulisse und der allgegenwärtigen Kunst nur empfehlen.

Source: moyasbuchgewimmel.de/rezensionen/titel/p/passing-strange
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review 2016-02-14 21:38
Das widerwillige Tagebuch von Henry K. Larsen
Die hohe Kunst, unterm Radar zu bleiben - Susin Nielsen,Claudia Max

Es wird ganz schön schwierig, über dieses Buch zu schreiben, ohne schon zu viel zu verraten! Deswegen möchte ich zur eigentlichen Handlung nicht viel mehr sagen als das, was man dem Klappentext entnehmen kann: der 13-jährige Henry hat etwas unglaublich Traumatisches erlebt, das seine ganze Familie quasi über Nacht zerstört hat. Er kann und will nicht darüber reden, aber sein Therapeut hat ihm ein Tagebuch geschenkt, das Henry erst verächtlich in die Mülltonne pfeffert, aber dann doch widerwillig benutzt, um seine Gedanken aufzuschreiben.

 

Sogar in diesem Tagebuch vermeidet es Henry lange, über ES zu schreiben, die schreckliche Sache vor acht Monaten, die alles verändert hat. Und ich denke, es ist für den Leser sinnvoll, der Geschichte auch so zu folgen, wie Henry sie erzählt - ohne vorher schon zur letzten Seite zu blättern oder im Internet nachzuforschen, was denn nun passiert ist! Denn es ist im Grunde ein Buch über Traumabewältigung und Weiterleben, und das geht nun mal nicht schnell oder einfach.

 

Henry durchläuft die ganze Bandbreite der Gefühle: Leugnen, Wut, Schuldgefühle, Verwirrung, Feilschen mit dem Schicksal, Depression, Angst... Manchmal macht ihn das schwierig, unfair und sogar verletzend; weil er selber so sehr leidet, schlägt er blind um sich und das kriegen oft genau die Menschen ab, die das überhaupt nicht verdient haben. Ehrlich, er kann manchmal ein richtiger kleiner Mistkerl sein, aber ich konnte ihm das nie wirklich übelnehmen. Dahinter steckt keine echte Boshaftigkeit, sondern eine unerträgliche Mischung aus Schmerz und Hilflosigkeit, die er in sich hineinfrisst, die aber manchmal einfach explodiert.

 

Das klingt jetzt so, als wäre es ein unheimlich deprimierendes Buch, das den Leser so richtig runterzieht - aber tatsächlich habe ich oft gelacht. Denn eigentlich ist Henry trotz allem ein witziger Typ mit einem pfiffigen, schrägen Humor. Außerdem hat er ein Talent dafür, in Fettnäpfchen zu treten und in die unmöglichsten Situationen zu geraten. Und er ist ein totaler Nerd.

 

Die Geschichte ist oft unerwartet herzerwärmend, und das liegt vor allem an den Menschen, denen Henry in seiner neuen Stadt begegnet. Am Anfang findet er sie alle doof - den komischen Nachbarn mit den schiefen Zähnen, der ständig mit selbstgekochtem Essen vor der Tür steht, die aufgetakelte Tussi ein Stockwerk höher, die seinen Vater anflirtet, und vor allem seinen Klassenkameraden Farley, der so obernerdig ist, dass es sogar den Nerds peinlich ist.

 

Henry will nicht mit Farley befreundet sein, denn dadurch würde er auffallen, und er will am liebsten unsichtbar sein, damit nie wieder etwas Schlimmes passieren kann. Aber Farley ist fest entschlossen, Henrys bester Freund zu sein, und bevor Henry es sich versieht, geht sein Leben weiter. Es gibt immer noch Probleme, es gibt sogar richtig schlimme Probleme - aber Henry stellt fest, dass er damit vielleicht nicht alleine ist.

 

Es ist ein trauriges Buch, es ist ein witziges Buch und es ist vor allem ein positives Buch, ohne dabei Dinge zu beschönigen. Ja, das Leben ist manchmal grausam und unfair und schwer, aber es gibt auch Menschen, die anderen ganz uneigennützig die Hand reichen.

Die Themen, die hier angesprochen werden, sind vielleicht nicht neu, aber sie werden in eine originelle, spannende Handlung verpackt, die darüber hinaus auch einfach witzig und unterhaltsam ist. Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen; er gibt sehr glaubwürdig die Gefühle und Ansichten eines 13-jährigen Jungen wieder, ohne aufgesetzt oder zu kindlich zu klingen.

 

Es gibt sogar ein klitzekleines bisschen Romantik, denn Henry lernt über Farley die kratzbürstige Alberta kennen, die mollig ist, ein Schielauge hat, lacht wie ein Pferd, sich kleidet wie ein Punk und in seinen Augen das tollste Mädchen aller Zeiten ist. Aber da die beiden erst 13 sind, bleibt alles sehr kindgerecht!

 

Fazit:
Ein Jugendbuch mit hammerharten, schwierigen Themen, die aber in einer Geschichte voller Humor und Herzenswärme angesprochen werden. In meinen Augen erreicht die Autorin dabei genau die richtige Mischung aus Ernsthaftigkeit und Unterhaltung! Ich könnte mir vorstellen, dass es sich ganz wunderbar als Schullektüre eigenen würde, aber ich fand es auch als Erwachsene sehr lohnend.

Source: mikkaliest.blogspot.de/2016/02/die-hohe-kunst-unterm-radar-zu-bleiben.html
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