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review 2019-04-06 13:03
Über die Kunst eines angenehmen Lebens
Mr. Doubler und die Kunst der Kartoffel - Seni Glaister

Mr. Doubler mag zwar nicht der größte Kartoffelbauer sein, aber er ist eindeutig der Beste auf seinem Gebiet. Schon mehr als zehn Jahre hockt Doubler in seiner Farm auf dem Hügel. Dabei vergisst er ganz die Welt um sich herum. Das ändert sich schlagartig als seine Haushälterin Mrs. Millwood nicht mehr zur Arbeit erscheint.

"Mr. Doubler und die Kunst der Kartoffel" ist ein charmant-verrücktes Buch, das dank des eigenbrötlerischen Kauz Doubler zum Nachdenken anregt. Gespickt mit Alltagsphilosophie und eine großen Portion herzlicher Gutmütigkeit, lernt man nicht nur die Kunst der Kartoffeln sondern auch eines angenehmen Lebens kennen.

Die Handlung bezieht sich auf das Einsiedler-Dasein von Mr. Doubler, und seine ersten Schritte in die weite Welt hinaus. Nachdem seine Haushälterin Mrs. Millwood nicht zur Arbeit kommt, mangelt es ihm nun völlig an menschlicher Nähe. Daher wird es für ihn Zeit, seinen Hügel zu verlassen, und sich sachte an Gesellschaft zu gewöhnen.

Mr. Doubler ist ein schrulliger Eigenbrötler, mit dem ich mir manchmal schwer tat. Oftmals fragte ich mich insgeheim, ob er zurück geblieben ist, weil er sozial derart inkompetent ist. 

Die Handlung ist großteils auf Gesprächs-Variationen beschränkt. Sei es, dass Doubler mit seiner Haushälterin Mrs. Millwood telefoniert, oder mit anderen Figuren über deren Leben schwadroniert. 

Im Fokus stehen eindeutig Menschen und Lebenssituationen, wobei sich die Autorin vor allem auf den Lebensabend konzentriert. Jedenfalls werden alle Figuren - mit oder ohne Beteiligung von Doubler -  im großen Stil analysiert, ohne diese zu verurteilen. Dabei zeigt der Protagonist selbst ein Händchen für das Auseinanderpfücken seiner Mitmenschen. Er durchdenkt die jeweilige Situation, und versucht, gemeinsam mit den Personen Lösungen für vorhandene Probleme zu finden.

Sprachlich und emotional finde ich Mr. Doublers Geschichte entzückend. Zusätzlich ist sie tiefsinnig umgesetzt. Dennoch fehlt es mir am letzten Funken, es hat Bewegung in der Geschichte gefehlt.

Meinem Empfinden nach leidet die Handlung zu sehr unter den philosophisch-anmutenden Gesprächssituationen. Es tut sich ingesamt wenig. Mr. Doubler lernt neue Menschen kennen, und stolpert damit in die nächste Plauderstunde.

„Es ist komfortabel. Vielleicht zu komfortabel. Meine Gefühle sind wie betäubt. Es ist schwer, sich an etwas zu freuen, wenn der Kontrast fehlt.“ (S. 278)

Dafür lernt man gemeinsam mit Doubler einen störrischen Esel und seine Pseudobesitzerin kennen, und erhält einen Crashkurs in die Thematik der Gin-Produktion. Die Esel-Eskapade fand ich amüsant, die Ausführungen zum Gin höchst interessant. Natürlich darf ich die Kartoffeln nicht vergessen, denn die sind essentiell! 

Insgesamt ist „Mr. Doubler und die Kunst der Kartoffel“ ein entzückendes, philosophisches Werk für ruhige Leseabende, das im Gesamtpaket überaus angenehm zu lesen ist. 

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text 2018-11-01 18:59
Für die philosophischen Stunden
Die Kunst des Liebens - Ernst Mickel,Liselotte Mickel,Erich Fromm

Viel schönes dabei. Dieses Buch, dass Mutti mir lang lang ist's her in die Hand drückte mit den Worten "Kannst du mal lesen" habe ich in meinen Mußestunden während der Arbeit gelesen... Da konnte man Gelerntes dann gleich anwenden im Umgang mit Otto Normalgrummel ;) 

 

Das Buch ist von 1956 und vertritt somit definitiv schon einige sehr moderne Weltanschauungen. Trotzdem stolperte ich ebenfalls über einige Stellen die in ihren antiquierten Ansichten leichtes Kopfschütteln hervorriefen so zum Beispiel:

"Im Charakter ebenso wie in der sexuellen Funktion existieren Männlichkeit und Weiblichkeit. Den maskulinen Charakter könnte man so definieren, daß er die Eigenschaften der Durchdringung, Führung, Aktivität, Disziplin und Abenteuerlust besitzt, der feminine Charakter dagegen hat die Eigenschaften schöpferischer Empfänglichkeit, des Beschützen, des Realismus, des Erdulden und der Mütterlichkeit." S. 58

Oder auch:

"Vaterliebe ist bedingte Liebe. Ihr Grundsatz lautet "Ich liebe dich, weil du mein Erwartungen erfüllst, weil du deine Pflicht tust, weil du mir ähnlich bist" [...] Die Haltung des Vaters und der Mutter gegenüber dem Kind entsprechen den Bedürfnissen des Kindes. Der Säugling braucht die bedingungslose Liebe und Fürsorge der Mutter sowohl körperliche als auch physisch. Um das sechste Lebensjahr herum beginnt das Kind jedoch, die Autorität und die Führung des Vaters zu brauchen. Die Mutter hat die Funktion, ihm Lebenssicherheit zu bieten; der Vater dagegen hat die Aufgabe, das Kind zu lehren und es bei der Auseinandersetzung mit den Problemen jener Gesellschaft zu führen, in die das Kind hineingeboren wurde und der es gegenübersteht." S.65f

 

Das gesagt kann eine nicht unerhebliche Redundanz nicht verleugnet werden (und der Autor spricht das sogar im Vorwort an, aber eigentlich im Bezug auf andere seiner Werke...njaaaa). Beim Kapitel "Gottesliebe" bin ich dann kurzzeitig komplett ausgestiegen. Auch nimmt eine Hasstirade gegen Freud einen Großteil der Abhandlung ein (aber durchaus verständlich ist der Ansatz hier doch nicht rein sexuell und triebgesteuert erklärt). Nichtsdestotrotz fanden kluge Worte mein Entzücken: 

 

"Die Nächstenliebe ist Liebe zwischen Gleichen; aber selbst als Gleiche sind wir in Wirklichkeit nicht immer "gleich", denn da wir Menschen sind brauchen wir Hilfe - heute ich, morgen du. Dieses Verlangen nach Hilfe bedeutet nicht, daß der eine hilflos, der andere stark ist. Hilflosigkeit ist ein vorübergehender Zustand; die Fähigkeit, auf eigenen Füßen zu stehen und zu gehen, ist dagegen der übliche und dauerhafte Zustand." S.71f

 

"Der Mangel an Objektivität im Hinblick auf fremde Nationen ist noch häufiger - und gefährlicher. Von einem Tag zum anderen wird einer andere Nation als gemein und feindselig empfunden, während die eigene Nation all das verkörpert, was gut und edel ist. [...] Wenn man das Verhältnis zwischen den Menschen überprüft, so kommt man tatsächlich zu dem Schluß, daß Objektivität die Ausnahme und ein mehr oder weniger großes Maß an narzißtischer Verzerrung Regel ist." S. 155

 

Aber genug mit Zitaten um mich geschmissen, selber lesen!

 

 

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review 2018-10-30 04:26
Rezension | Das Geheimnis der Muse von Jessie Burton
Das Geheimnis der Muse: Roman (insel tas... Das Geheimnis der Muse: Roman (insel taschenbuch) - Jessie Burton,Peter Knecht

Beschreibung

 

London, 1967. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin reiste Odell Bastien von Trinidad nach England um sich ihren Traum, Schriftstellerin zu werden, zu erfüllen. Zunächst müht sie sich mit der Arbeit in einem Schuhgeschäft ab, doch dann wird sie von Mrs. Quick als Schreibkraft an der Skelton Kunstgalerie angenommen. Nachdem ihr Freund ein Bild seiner verstorbenen Mutter in die Kunstgalerie gebracht hat, um mehr über seine Herkunft und seinen Wert in Erfahrung zu bringen, erweckt Mrs. Quicks Reaktion auf das Gemälde Odells Neugierde. Die geheimnisvolle Herkunft des Gemäldes, dass in 1930er Jahre in Andalusien entstand, verbirgt eine spannende Geschichte über Revolution und die Liebe.

 

Meine Meinung

 

Jessie Burtons Roman “Das Geheimnis der Muse” ist durch das detailverliebte Cover ein wahrer Blickfang. Eine von Schlangen, Pinseln, Blumen und Parfumflakons umrahmte Schreibmaschine deutet bereits auf eine kunstvolle Geschichte hin, und zwei Revolver versinnbildlichen die nötige Spannung.

 

"Die Meinung, dass nur ein Mann zur wahren Kunst berufen sein konnte, war so weit verbreitet, dass Olive es manchmal sogar selbst glaubte." (Das Geheimnis der Muse, Seite 74/75)

 

Der Roman ist in zwei Handlungsstränge aufgespalten die sich während des Hadlungsverlaufes einander stetig annähern. Zum einen wird die Geschichte der Immigrantin Odell, die in den Swinging Sixties in England einwanderte, um dort als Schriftstellerin Fuß zu fassen erzählt. Zum anderen begleitet man in den 1930er Jahren die junge Künstlerin Olive Schloss mit ihren Eltern nach Andalusien wo sich der spanische Bürgerkrieg anbahnt und sich ihr die Gelegenheit bietet einzigartige Bilder zu erschaffen.

 

Gleich auf Anhieb haben mir diese zwei außerordentlich starken Protagonistinnen imponiert. Beide kämpfen Sie für ihre Leidenschaft in einer von Männern bestimmten Welt. Während Olives künstlerisches Talent von ihrem Vater, der selbst als Kunsthändler tätig ist, keine Anerkennung findet, benötigt Odell mehr Selbstvertrauen um ihre Schreibkunst an die Öffentlichkeit zu bringen.

 

"Nicht jeder erhält am Ende, was er verdient." (Das Geheimnis der Muse, Seite 13)

 

Jessie Burton hat einen angenehmen Schreibstil. Man möchte sich einfach nur in ihre dicht verwobene Geschichte fallen lassen und träumt sich schnell an andere Orte und vergangene Zeiten. Die Hitze Andalusiens ist beim Lesen genauso spürbar wie die Atmosphäre der pulsierenden Stadt London zu den 60er Jahren. Clubs, Musik und der Aufbruch in ein neues Zeitalter. Besonders beeindruckt hat mich die geheimnisvolle Figur von Mrs. Quick, die so viel Selbstvertrauen ausstrahlt und Odelle sogleich unter ihre Fittiche nimmt. Nicht jeder Mann und schon gar nicht jede Frau hätte eine Immigrantin die Chance auf solch einen Job gegeben.

 

“Das Geheimnis der Muse” setzt sich aus vielen kleinen Puzzleteilchen zusammen. Es geht um zwischenmenschliche Beziehungen genauso wie um familiäre Banden und natürlich die Liebe, Inspiration und schicksalhafte Umstände die das Leben lenken. Der Roman ist so vielseitig, dass man ihn auch getrost lesen kann, ohne einen Bezug zu Kunst und Gemälden zu haben.

 

"[…]je länger sie schwieg, desto schwerer fiel es mir, zum Telefon zu greifen. Alles was ich sagen wollte, war, dass sie mir fehlte. 2 (Das Geheimnis der Muse, Seite 55)

 

Die Dynamik der zwei einzelnen Ebenen hatte etwas mitreißendes und lebendiges an sich. Vor allem der spannenden Plot um Olive Schloss hat mir stellenweise den Atem genommen. Daher kann ich für diesen Roman nur eine dringende Leseempfehlung aussprechen!

 

Fazit

 

Ein prächtiger Roman über zwei starke Frauen auf dem steinigen Weg zur Emanzipation.

Source: www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-das-geheimnis-der-muse-von-jessie-burton
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review 2018-08-01 09:26
Durch die Augen einer blinden Frau
The Broken Kingdoms - N.K. Jemisin

N.K. Jemisin verdankt ihre Karriere als erfolgreiche Schriftstellerin zum Teil ihrem Vater. Als sie 30 wurde, durchlebte sie eine Art Midlife-Crisis. Sie entschied, dass sie bestimmte Dinge in ihrem Leben erreichen wollte. Sie wollte herausfinden, ob das Schreiben, bisher ein Hobby, für sie eine Zukunft bereithielt. Unsicher, wie sie beginnen sollte, recherchierte sie und stieß auf den angesehenen jährlichen Schreibworkshop Viable Paradise. Ihr Vater borgte ihr das Geld für Viable Paradise. Glücklicherweise ist Noah Jemisin ein leidenschaftlicher Fan von Science-Fiction und hatte als Künstler durchaus Verständnis für die kreativen Pläne seiner Tochter. Der zweite Band ihrer „Inheritance Trilogy“, „The Broken Kingdoms“, kann als wundervolles Huldigung für ihn interpretiert werden.

 

Oree Shoth ist eine ungewöhnliche Künstlerin. Im Schatten des Weltenbaumes bietet sie ihre Skulpturen auf dem Markt von Shadow feil, in der Stadt, die 10 Jahre zuvor Sky hieß. Ihre Kunstwerke versetzen die Menschen in Staunen. Niemand traut ihr zu, Schönheit zu erschaffen. Oree ist blind. Ihr Augenlicht ist verloren, doch sie hütet ein delikates Geheimnis: ihr Geist nimmt Magie wahr. Die Magie der Götter und der Gotteskinder. Die Magie ihrer Gemälde. Das strahlende, wunderschöne Leuchten überzeugte sie, ein bedauernswertes Geschöpf aufzunehmen, das sie eines Morgens in der Gosse fand. Den Namen ihres schweigsamen Hausgastes kennt sie nicht, aber sie weiß, er muss ein Gotteskind sein. Oder etwas anderes. Sie nennt ihn Shiny. Gerade jetzt ist sie froh, ihm ein Heim bieten zu können, denn ein Mörder lehrt Shadow das Fürchten. Die Opfer sind Gotteskinder. Wer könnte über die Macht verfügen, ihnen die Herzen aus dem Leib zu reißen? Oree sorgt sich um ihre Freunde. Sie verschwendet keinen Gedanken daran, dass auch sie selbst in Gefahr sein könnte…

 

„The Broken Kingdoms“ ist ein Kunstwerk in Schrift. Es gleicht einem Gemälde: leidenschaftlich, farbenreich und intensiv. Unwiderstehlich. Verführerisch wie bereits der erste Band „The Hundred Thousand Kingdoms“, aber ausgereifter. Die Weiterentwicklung, die N.K. Jemisin in dieser Fortsetzung zeigt, ist beeindruckend. Ihre sprachliche Ästhetik weckt zielgerichtet künstlerisch anmutende Bilder, die stark von der speziellen Wahrnehmung ihrer Protagonistin geprägt sind. Sie lässt ihre Leser_innen durch die Augen einer blinden Frau sehen, einer Künstlerin, die die Schönheit verschlungener, komplexer Muster zu würdigen weiß. Ich mochte Oree sehr, obwohl ich mich anfangs an die Perspektivverschiebung gewöhnen musste. Im letzten Band stand Yeine im Fokus, in „The Broken Kingdoms“ taucht sie nur am Rande auf. Ich fand jedoch schnell heraus, dass mir Oree leichter ans Herz wuchs. Sie ist nahbarer, greifbarer und bodenständiger, nimmt aktiver an ihrer eigenen Geschichte teil. Da sie nicht aus einem Elfenbeinturm heraus agiert, sondern in den Straßen von Shadow zu Hause ist, zwischen ganz normalen Menschen, ist auch ihre Beziehung zu den Göttern und Gotteskindern nachvollziehbarer. Sie dient als sympathischer Bezugspunkt, um zu verstehen, wie tief die Verbindung zwischen Göttlichen und Sterblichen in Shadow ist. Das ganze Universum ist bis in den kleinsten Winkel von göttlicher Macht durchdrungen, untrennbar vom Irdischen. Ein wunderbares, eindrucksvolles Beispiel für diese organische Wechselwirkung ist der Weltenbaum, den Yeine 10 Jahre zuvor aus der Himmelsfestung Sky wachsen ließ. Die Ausmaße des Baums zwangen die Bevölkerung der Stadt Sky, sich eine Existenz um ihn herum aufzubauen. Sie mussten sich anpassen. Der vergleichsweise große Zeitsprung erlaubte N.K. Jemisin, in Sky authentische, weitreichende Veränderungen umzusetzen. Nicht nur erhielt die Stadt einen inoffiziellen Namen, der dem Schatten des Weltenbaums Tribut zollt, zwischen seinen Wurzeln entstanden ganz neue Viertel. Die Erlösung von Itempas zog eine revolutionäre Glaubensfreiheit nach sich, die die Menschen mit Freuden nutzen, seit die Gotteskinder zurückkehrten. Nichtsdestotrotz ist Orees Verhältnis zu den Gotteskindern selbst innerhalb dieser Atmosphäre religiöser Offenheit außergewöhnlich und ihre Vertrautheit mit ihrem Hausgast Shiny ist es erst recht. Ihre erblühende Freundschaft ist meiner Ansicht nach der Kern von „The Broken Kingdoms“. Shiny ähnelt Prometheus: ein Gott, der seiner Bestrafung nicht entkommen kann. Er leidet. Er empfindet Schmerz. Er kann nicht sterben. Doch Oree überwindet sein Leid. Sie lehrt ihn Demut, Mitgefühl und Selbstlosigkeit. Sie taut seine eisige Distanz zum Leben, weckt in ihm Emotionen, die er lange, lange Zeit erfolgreich verdrängte und erinnert ihn daran, wer er einst war. Sie hingegen lernt durch ihn, wie sehr die menschliche Vorstellung der Götter von sterblichen Sehnsüchten und Bedürfnissen bestimmt ist. Sie sind zwei Seiten derselben Münze. Anhand ihrer Beziehung illustriert N.K. Jemisin subtil, dass das Machtgefüge zwischen Göttern und Sterblichen keineswegs eindeutig ist. Omnipotenz ist keine Einbahnstraße.

 

N.K. Jemisin beweist in „The Broken Kingdoms“, dass eine Geschichte nicht nur packend, sondern auch ästhetisch ansprechend sein kann. Es gefällt mir, wie sie die High Fantasy interpretiert, die mittlerweile ja gern mit Kraftausdrücken und Brutalität um sich wirft. Der Wert sprachlicher Eleganz und eines reichen, üppigen Schreibstils sollte nicht unterschätzt werden. Jemisin malt ein Bild mit Worten, eine filigrane Szenerie, die von Macht, Pein und Liebe handelt. Ich bewundere, wie anmutig sie philosophische Themen verarbeitet, ohne ihre Leser_innen zu verlieren. Literatur ist eine einzigartige Kunstform, weil sie alle unsere Sinne auf einmal anzusprechen vermag. Was wir lesen, stellen wir uns vor. Ich glaube, N.K. Jemisin ist sich dieser Magie bewusst und spielt mit ihren Grenzen. Deshalb ist „The Broken Kingdoms“ ein Kunstwerk: es ist ein Fest für alle Sinne.

Source: wortmagieblog.wordpress.com/2018/07/31/n-k-jemisin-the-broken-kingdoms
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text 2018-07-29 20:36
Empfehlenswert und interessanter Ratgeber
Die Kunst, einfache Lösungen zu finden -... Die Kunst, einfache Lösungen zu finden - Christian Ankowitsch

Das Cover ist sehr auffallend gestaltet - sagt mir persönlich aber gar nicht zu. Ehrlich gesagt, würde ich im Geschäft wohl nicht danach greifen. 
Inhaltlich sieht es dann wieder ganz anders aus - da ist das Buch definitiv zu empfehlen und auch absolut auf meiner Wellenlänge. 
Ein interessanter Ratgeber, mit einem tollen Schreibstil. Insbesondere ist die Gliederung bei Ratgebern sehr wichtig - hier ist das Buch in drei Teile gegliedert, was bei mir einen sehr guten Eindruck hinterlassen hat. 
Auch den Tipp zu professioneller Hilfe bei doch ernsthaften Problemen finde ich wichtig - somit ein Lob an den Autor, dass man darauf hinweist.

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