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review 2017-09-23 16:12
Actionthriller mit Ekelfaktor
Die Brut - Sie sind da (Brut-Reihe 1) - Ezekiel Boone,Argon Verlag,Wolfgang Wagner

Beängstigende Summgeräusche, eine verstorbene Wandergruppe, ein mysteriöser Flugzeugabsturz und eine Atombombe in China - man kann nicht daran zweifeln, dass sich hier etwas zusammenbraut.

Und dieses Etwas ist klein, schnell und tödlich.

„Die Brut“ ist ein weltumspannender Actionthriller mit wissenschaftlichem Unterton. Die Menschheit wird von grausigen, kleinen Biestern bedroht, die man im realen Leben mit einer zusammengerollten Zeitung verscheucht oder richtig brutal mit dem Staubsauger zu Leibe rückt: es geht um Spinnen und sie sind überall!

Das Phänomen der Killerspinnen beginnt harmlos mit einer Wandergruppe im Amazonasgebiet, es taucht in Indien auf, bis es sich auf Minneapolis stürzt. Ganz still und heimlich bricht eine Spinnenplage über die Welt herein.

Damit ist der Ekelfaktor natürlich hoch. Vielen Menschen graust vor Spinnen, sogar dann, wenn sie harmlos sind. Wenn sie auch noch in alles verschlingenden Schwärmen auftauchen und die Existenz der Menschheit bedrohen, ist Gruselstimmung gewiss.

Ich gebe zu, ich habe etliche Male kalte Schauer am Rücken gespürt, wenn sich dieses Getier durch Städte, Wälder oder Menschen gefressen haben. Hier hat Ezekiel Boone eindeutig einen Nerv getroffen, der für Gänsehaut sorgt.

Die Handlung und der Aufbau selbst entsprechen dem gängigen Actionthriller-Wissenschafts-Roman, der sich großteils in den USA zuträgt. Zwar werden immer wieder Nebenschauplätze wie Indien eingeblendet, doch das Hauptgeschehen spielt sich rund um’s Weiße Haus in den Vereinigten Staaten ab. 

Dementsprechend werden auch die Figuren in die Geschichte eingeführt, die rund um’s Oval Office der Präsidentin angesiedelt sind.  Politische Berater oder Wissenschafter - sie haben fast alle eine Verbindung zur ersten Reihe der Entscheidungsträger und sind damit in weltumspannende Entscheidungen involviert.

Die Erzählung wird von einer Blockbuster-Kino-Stimmung getragen, die mit viel Action, wechselnden Perspektiven und grauslichen Szenen spielt, damit man vielleicht nicht zu viel von der doch vorhersehbaren Handlung merkt.

Denn damit bin ich bei meiner Kritik angelangt. Es handelt sich eben um einen sehr typischen Ablauf, der zwar gut das Kopfkino anregt, aber nicht unbedingt mit neuen Perspektiven aufwarten kann.

Die Hörbuchumsetzung ist äußerst gelungen. Trotz der unterschiedlichen Perspektiven wusste ich immer genau, wo ich mich gerade befinde und die Anspannung der Situation wird ausgezeichnet transportiert.

Alles in allem habe ich mich durch „Die Brut. Sie sind da“ gut unterhalten gefühlt und der Spinnenfaktor hat für ordentliches Grauen im Kopf gesorgt. Für Leser und Hörer, die sich für Actionthriller in Blockbuster-Manier erwärmen, spreche ich eine Empfehlung aus, weil sie bestimmt ekelhaft-schöne Stunden mit diesem (Hör-) Buch verbringen werden.

 

 

Die Reihe:

1) Die Brut. Sie sind da
2) Die Brut. Die Zeit läuft
Source: zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at
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review 2017-09-14 17:03
Rezension | Underground Railroad von Colson Whitehead
Underground Railroad: Roman - Colson Whitehead,Nikolaus Stingl

Beschreibung

 

Cora ist eine junge Frau, und eine von vielen Farbigen, die auf einer Baumwollplantage in Georgia ihren Dienst verrichten. Die Behandlung der Sklaven auf der Plantage ist grausam und so ist der Wunsch zu fliehen unermesslich groß. Schließlich gelingt es Cora und Caesar zu fliehen und mit Hilfe des geheimen Fluchtnetzwerkes der Underground Railroad stehen ihre Chancen auf ein freies Leben gut.

 

Dennoch gestaltet sich die Flucht und das neue Leben schwieriger als gedacht. Kopfgeldjäger und die verschiedenen Gesetze der einzelnen Staaten erschweren es den Farbigen ungemein, aus der Sklaverei auszubrechen.

 

Meine Meinung

 

Colson Whitehead befasst sich in seinem neuen Roman „Underground Railroad“, der bereits mit dem Pulitzer Preis 2017 ausgezeichnet wurde, mit einem Thema dass schon seit Jahrhunderten nicht an Aktuallität verliert – Rassismus.

 

"Sie war nicht überrascht, als sein Charakter sich zeigte – wenn man lang genug wartete, tat er das immer." (Underground Railroad, Seite 21 (epub Version)

 

Schonungslos zeichnet der Autor mit Hilfe der fiktive Lebensgeschichte über die junge farbige Cora das menschenunwürdige Leben einer Sklavin auf einer Baumwollplantage. Der Blick wendet sich auf den harten Arbeitsalltag und die damit einhergehenden Ängste, Sorgen und Probleme. Dabei wird nicht nur durch die schlechte Behandlung durch den Plantagenbetreiber, sondern auch durch die Konflikte zwischen den Sklaven deutlich, welch grauenvolles Leiden, in seelischer wie auch körperlicher Hinsicht, einem jeden Sklaven aufgebürdet wird. Der klare und treffende Schreibstil von Colson Whitehead lässt eine dazu passende Atmosphäre entstehen, die den Leser fest in den Griff nimmt und geradewegs zu erdrücken scheint. Emphatische Menschen und zart besaitete Menschen sollten diesen Lesestoff gut dosieren.

 

"Die Weißen fraßen einen auf, aber manchmal taten das auch die Farbigen."  (Underground Railroad, Seite 60 (epub Version)

 

Durch den geschickten Aufbau der Geschichte erzeugt Colson Whitehead einen unaufdringlichen Spannungssog. Kurze Kapitel aus der Perspektive diverser Akteure wie z. B. der eines Sklavenfängers (Kopfgeldjäger), Arztes oder einer Helferin des Flüchtlingsnetzwerkes der Underground Railroad geben ein umfassendes Bild ab. Allerdings fand ich einige Abschnitte etwas zu kurz angerissen, vielleicht hat sich mir gerade deshalb der Sinn dieser „kurzen Ausflüge“ im Kontext zu Coras Geschichte nicht immer ganz erschlossen.

 

Im Gegensatz zu diesen kurzen Kapiteln überzeugen die längeren Kapitel aus Coras Perspektive ungemein. Der durch die Kolonisierung Amerikas enstandene Sklavenhandel wird dem Leser durch die mutige und kämpferische Hauptprotagonistin auf eine sehr emotionale Weise näher gebracht. Coras Geschichte hat Seite um Seite eine immer größer werdende Sogwirkung entwickelt und mich fest an die Seiten gebannt.

 

"Sie waren selbst Geister, gefangen zwischen zwei Welten: der Wirklichkeit ihrer Verbrechen und dem Jenseits, das ihnen wegen dieser Verbrechen verweigert wurde."  (Underground Railroad, Seite 178 (epub Version)

 

Cora glingt die Flucht über die unterirdischen Wege der Underground Railroad. Was in der Realität für ein Flüchtlingsnetzwerk aus Gegnern der Sklaverei stand, die sich der Metaphern der Eisenbahn bedienten, wird in dem Roman wortwörtlich zum Sinnbild. Im Laufe des Plots macht man Bekanntschaft mit Schaffnern, Stations- und Bahnhofsvorstehern die sich mit Herzblut für die Sache einsetzen. Ich hätte mir gewünscht, dass man über dieses Netzwerk noch mehr erfährt und vor allem, dass die fiktive Seite der Geschichte und die historischen Hintergründe dazu in einem Nachwort erläutert werden.

 

Fazit

 

Colson Whiteheads Roman über Rassenwahnsinn und das menschliche Bestreben nach Freiheit geht tief unter die Haut.

Source: www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-underground-railroad-von-colson-whitehead
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review 2017-09-07 04:45
Rezension | "Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr" von Walter Moers
Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr: Roman - Lydia Rode,Walter Moers

Beschreibung

 

Prinzessin Dylia leidet an einer krankhaften Schlaflosigkeit, deshalb nennt sie sich selbst Prinzessin Insomnia. Die viele Zeit vertreibt sie sich am liebsten mit regenbogenfarbenen Erfindungen und wahnwitzigen Wortspielereien sowie der Beobachtung von Zwielichtzwergen. Eines Nachts erhält sie Besuch von einem ungewöhnlichen Wesen – einem alptraumfarenen Nachtmahr namens Havarius Opal. Dieser will die Prinzessin in den Wahnsinn treiben, und um dieses Ziel zu erreichen nimmt er sie auf eine abenteuerliche Reise durch ihr Gehirn mit.

 

Meine Meinung

 

Walter Moers ist seit Jahren durch seine zahlreichen Zamionen Romane bekannt und präsentiert mit „Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr“ sein neustes Werk aus dieser kreativen Welt. Zum ersten Mal wurden die dazugehörigen Illustrationen nicht vom Autor selbst vorgenommen, sondern von der bisher weitgehend unbekannten Lydia Rode, die bereits seit ihrem 17. Lebensjahr unter der Krankheit CES leidet und Walter Moers zu dieser Geschichte inspirierte. So leidet seine Hauptprotagonistin, die Prinzessin, an Schlafstörungen die zu den Symptomen des CES gehören und ihr Name Dylia ist ein Anagramm von Lydia.

 

"Wenn die Minuten durch die Namen rufen
Erhebt sich der ewige Träumer
Über seine irdische Last
Und reist mitten hinein
ins dunkle Herz der Nacht" (Seite 6)

 

Gestaltungstechnisch ist dieses Buch allererste Sahne und ein toller Blickfang in jedem Bücherregal. Befreit man das Buch von seinem Schutzumschlag wird man durch einen alptraumfarbenen Einband mit einer Abbildung von Prinzessin Dylia überrascht. Der Text wird wie bereits erwähnt durch die zarten Aquarelle von Lydia Rode untermalt, welche so schön ausgearbeitet sind dass sie zum träumen einladen.

 

Die ersten Kapitel könnten sich für den ein oder anderen Leser als langatmig entpuppen, da sich Moers ganz viel Zeit für die Zeichnung seiner Hauptprotagonistin heraus nimmt. Mir persönlich hat dieses beschauliche „Kennen lernen“ des liebenswürdigen und einzigartigen Charakters der Prinzessin Dylia sehr viel Freude bereitet. Besonders da eine tiefgehende Liebe zur Sprache und Wortspielereien mit Dylias Persönlichkeit einhergehen. Wenn ich an die skurrilen Wortkreationen und Schöpfungen denke bekomme ich vor lauter lachen schon wieder Schmopfkerzen.

 

"Das ganze Schloss träumt – nur wir beide nicht, Prinzessin. Wir sind zwar ein Traumpaar, aber wirklich träumen tun die anderen." (Seite 81)

 

Nun aber keine Bange! Es kommt noch Spannung in’s Spiel – nämlich zusammen mit dem skurrilen Geschöpf des Nachtmahrs Havarius Opal. Das gnomartige Wesen mit einer farbwechselnden Reptilienhaut hat die Aufgabe Menschen in den Wahnsinn zu treiben. Bevor Prinzessin Dylia soweit ist, nimmt sie der Nachtmahr aber noch auf eine Reise durch ihr Gehirn zum dunklen Herz der Nacht mit. Auf ihrem abenteuerlichen Weg müssen die Prinzessin und der Nachtmahr verschiedene Hindernisse überwinden und lernen die unterschiedlichen Beschaffenheiten der Gehirnabschnitte und deren kuriose Bewohner kennen.

 

"Havarius Opal sprang ab und warf sich mit weit ausgebreiteten Armen dem Abgrund entgegen. Aber er stürzte nicht. Er flog glatt geradeaus. Oder besser gesagt: er flomm." (Seite 223)

 

„Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr“ hat mich von der ersten bis zur letzten Seite durch seine sprachliche Finesse, eine bunt schillernde Fantasiewelt und sanfte Tiefgründigkeit begeistert.

 

Fazit

 

Ein wortgewandtes Zamonien-Abenteuer das durch emotionale Tiefe und leise Töne mitten ins Herz trifft.

Source: www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-prinzessin-insomnia-der-alptraumfarbene-nachtmahr-von-walter-moers
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review 2017-09-06 04:39
Rezension | Töte mich von Amèlie Nothomb
Töte mich - Amélie Nothomb,Brigitte Groß... Töte mich - Amélie Nothomb,Brigitte Große

Beschreibung

 

Graf Neville hat Anlass zur Sorge um seine siebzehnjährige Tochter Sérieuse. Nachdem das Mädchen die Nacht im Wald verbrachte wurde sie von einer Wahrsagerin gefunden und in Obhut genommen. Als Graf Neville seine Tochter abholt, wird ihm prophezeit, dass er auf seiner Garden Party einen Menschen ermorden wird. Die schreckliche Vorstellung auf seiner letzten Party im Château du Pluvier einen solchen Fauxpas zu begehen bereitet dem Grafen Kopfzerbrechen, bis schließlich Sérieuse ihn davon überzeugt das perfekte Opfer zu sein.

 

Meine Meinung

 

Amélie Nothombs neuster Roman „Töte mich“ zieht schon alleine durch seinen provokanten Titel die Blicke auf sich (welcher meiner Meinung nach auch perfekt zum Inhalt der Geschichte passt).

 

Im Mittelpunkt der Szenerie steht die schrullige Adelsfamilie um den Grafen Henri Neville und seine Frau Alexandra. Gemeinsam haben sie drei Kinder, den ältesten Sohn und die älteste Tochter haben sie Oreste und Électre genannt, ihre jüngste Tochter trägt den Namen Sérieuse. Bedenkt man die Herkunft der Namen aus der griechischen Mythologie erschließt sich einem auch gleich, warum Henri und Alexandra Neville ihre jüngste Tochter nicht nach Iphigenie benannten. Die gewagte Mischung aus Mythologie, Moderne und dem hochtrabenden Gebaren der adeligen Oberschicht sorgt für ein eindrucksvolles Setting.

 

"Das einzige seiner Kinder, in dem er sich wiederfand, war die schweigsame linkische Sérieuse, die sich so unwohl fühlte in ihrer Haut." (Töte mich, Seite 17)

 

Genau wie Agamemnon kann auch der Graf seinem Schicksal nicht entfliehen. Durch die Prophezeiung der Wahrsagerin, die besagt dass er auf seiner nächsten Party jemanden ermorden wird, nimmt die Story deutlich Fahrt auf. Der Graf zerbricht sich über die anstehende Garden Party den Kopf, die er als erfahrener und etikettentreuer Gastgeber auf keinen Fall absagen will, schon aus dem Grund dass es sein letztes Fest im Château du Pluvier sein wird ist dies vollkommen ausgeschlossen. Welche Optionen bieten sich ihm? Wen wird die Prophezeiung ereilen? Wen soll er als Opfer erwählen?

 

"Das Vorhaben, das Neville am Morgen noch so berauscht hatte, erschien ihm schon am Nachmittag zweifelhaft." (Töte mich, Seite 54)

 

Das temporeiche Zwiegespräch zwischen Vater und der Tochter Sérieuse bildet das Herzstück des Romans. Die skurrile Situation die sich durch den Opferwunsch der Tochter und die moralischen Bedenken des Vaters ergeben sorgen für einen leserlichen Hochgenuss. Eine zusätzliche Portion schwarzen Humors sorgt für den einnehmenden Charme der Geschichte.

 

Amélie Nothomb hat in „Töte mich“ ihre schriftstellerische Originalität und Einzigartigkeit unter Beweis gestellt. Ich habe wirklich jede einzelne Seite dieser einfallsreichen und kreativen Komposition genossen.

 

Fazit

 

Ein modernes und skurriles Märchen das für hochkarätige Unterhaltung sorgt.

Source: www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-toete-mich-von-amelie-nothomb
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review 2017-09-01 04:44
Rezension | Blutpsalm von Meredith Winter
Blutpsalm: Liebeskrimi - Meredith Winter

Beschreibung

 

In Sommerburg, einem Örtchen in Norddeutschland ist Jonathan Pastor der 800 Seelengemeinde. Die weiblichen Mitglieder der Gemeinde sind sehr darauf bedacht den jungen Pastor unter die Haube zu bringen, doch Jonathan hat sich selbst strikte Regeln auferlegt – nicht einmal ein Kuss soll vor der Hochzeit vergeben werden.

 

Als durch Zufall die attraktive Prostituierte Marlene in sein Leben tritt verändert sich alles auf einen Schlag. Während Jonathan sich Hals über Kopf in die hübsche Blondine verliebt, werden nach und nach die Freier von Marlene ermordet. Außerdem stellt sich heraus, dass Jonathans Weste nicht ganz so weiß ist, wie es scheint…

 

Meine Meinung

 

Der Ladythriller „Blutpsalm“ von Meredith Winter entführt den Leser in die 800 Seelengemeinde von Sommersburg und sorgt auf seinen etwas über 200 Seiten für kurzweilige, prickelnde Unterhaltung.

 

Durch den angenehmen Schreibstil der Autorin fällt es nicht schwer sich in der Geschichte einzufinden und die symphatischen sowie teils schrulligen Charaktere erledigen das Übrige. Jonathan und Marlene könnten auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein, er der geradlinige Pastor mit Glaubenssätzen und gute Seele von Sommersburg, und sie die hemmungslose und reizende Prostituierte mit schrecklicher Vergangenheit. Doch bald wird klar, dass auch Jonathan keine blütenreine Vergangenheit hat. Aus diesem Duo ergibt sich bereits eine interessante und äußerst dymanische Mischung.

 

Sehr charmant sind die kleinen Einflüsse durch Jonathans Leidenschaft zu Jane Austens Romanen. Das spiegelt perfekt die moralischen Unterschiede zwischen den Hauptprotagonisten wieder, und genau wie bei Jane Austen wendet sich das scheinbare Blatt.

 

"Zufrieden mit sich und seinen hohen moralischen Ansprüchen schlug er Emma auf. Ja, er las Jane Austen." (Seite 11)

 

Als Kulisse dient die beschauliche und fiktive Gemeinde Sommersburg welche geradezu krotesk kleinbürgerlich anmutet. Doch genau durch die perfekte Zeichnung dieses Dorfes mit seinen Bewohnern hat Meredith Winter den passender Schauplatz für ihre Geschichte bereitet.

 

Im Vordergrund der tagebuchartigen Kapitel steht die mit knisternder Erotik versehene Liebesgeschichte zwischen Jonathan und Marlene. Durch die Mordfälle entsteht ein unterschwelliger Spannungsbogen der vor allem durch die spannenden „Cliffhanger“ an so manchem Kapitelende eine Sogwirkung entwickelt der man sich nur schlecht entziehen kann.

 

"Erst als der Badewannvorhang beisetegeschoben wurde, schreckte sie auf. […] Laut übertönte ihr Schrei das Prasseln der Brause, die sie in dieser Sekunde fallen ließ." (Seite 68)

 

Ein paar Kritikpunkte habe ich dann aber doch, denn der Hanldungsverlauf war zu temporeich für die gerade einmal zweihundert Seiten umfassende Geschichte. Dadurch wurde es an einigen Stellen holprig und unlogisch, ein gutes Lektorat hätte hierbei leicht für Abhilfe sorgen können. Für meinen Geschmack triftete die Liebesgeschichte zwischen Jonathan und Marlene zu oft ins kitschige ab und die Polizeiarbeit rückte zu sehr in den Hintergrund. Ich hätte mir hier eine ausgewogenere Mischung aus Lovestory und Thriller gewünscht. Möchte man in erster Linie eine leidenschaftliche Geschichte gewürzt mit Spannung lesen, ist man bei „Blutpsalm“ jedoch an der richtigen Adresse. Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt, was wir von dieser vielversprechenden Autorin noch zu lesen bekommen werden!

 

Fazit

 

Dieser Ladythriller fesselt durch einen reizvollen Plot und ansprechende Charaktere.

Source: www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-blutpsalm-von-meredith-winter
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