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review 2015-02-09 11:09
eine nette Geschichte, die etwas anders war, als ich es erwartet habe
Zwei Worte vor und eins zurück - Rainbow Rowell

Rainbow Rowell: Zwei Worte vor und eins zurück
INK Egmont | 409 Seiten | Erscheinungsjahr: 2014 | Originaltitel: Landline

 

 

ZITAT
Georgie ärgerte ihn immer gern, indem sie sagte, dass seine Grübchen an ihn verschwendet wären. "Dein Gesicht könnte in einer Erzählung von O. Henry die Hauptrolle spielen. Die liebreizendsten Grübchen der Welt und der Junge, der niemals lachte." "Ich lache sehr wohl." "Wann? Wenn du alleine bist?" "Ja", erwiderte er, "Jede Nacht, wenn ich sicher bin, dass alle Welt schläft, sitze ich auf meinem Bett und lache mich halb tot."

 

+ EINSTIEG
Als ich angefangen habe dieses Buch zu lesen, konnte ich mich sofort in Georgie hineinversetzen, auch wenn ich kurzzeitg von ihrem, für mich männlichen, Vornamen irritiert war. Ich konnte mir haargenau vorstellen, wie sie nach Hause kommt, das Fahrrad in der Einfahrt liegt und die Tür nicht abgeschlossen ist. Ich glaube jede Frau kann nachempfinden, was man fühlt, wenn man nach Hause kommt und es ist nicht so, wie man es erwartet. Ich habe gleich zum Einstieg schon mal einen guten ersten Eindruck von Georgie und Neal bekommen.

 

+ SCHREIBSTIL
Sehr gut. Ich weiß gar nicht, was ich anderes dazu sagen soll. Selten schaffen Autoren es, dass ich mich so gut in die Charaktere hineinversetzen kann, wenn sie den auktorialen Erzähler verwenden. Es hat mir gut gefallen, dass die Autorin nicht zu langen komplizierten Sätzen neigt. Kurze einfache Sätze ließen sich sehr leicht und flüssig lesen. Besonderer Bonus: Es wurde immer wieder auf Harry Potter angespielt. Das ist ein Hochgenuss für jeden Potterfan. Das Einzige, das mir am Schreibstil nicht so gut gefallen hat, waren die ganzen Klammern. Warum standen da, zum Beispiel, mehrere Klammern hintereinander? Das war für den Lesefluss nicht so angenehm.

 

+ CHARAKTERE
Wie ich schon beim Einstieg erwähnt habe, mochte ich Georgie sehr gerne. Zwar hätte ich wahrscheinlich niemals die Arbeit über meine Familie gestellt - wobei man niemals nie sagen soll - aber ansonsten konnte ich mich gut in sie hineinversetzen. Ich konnte ihre Situation verstehen und ich wollte, dass einfach alles gut werden wird. Neal war mir nicht ganz so sympathisch, ich weiß aber nicht genau woran es liegt. Er ist mir schon bei ihrer ersten Begegnung mit ihm nicht sympathisch, auch wenn er mir leid tut, denn ich könnte nicht damit umgehen, wenn mein Mann eine zweite Frau in seinem Leben hätte, so wie Georgie Seth hat. Seth ist Georgies bester Freund und ihr Kollege. Sie kennt ihn schon länger als Neal, aber es war nie mehr als Freundschaft zwischen ihnen. Seth ist mir unglaublich sympathisch, wahrscheinlich weil er auf mich unkompliziert und loyal gewirkt hat. Auch die Nebencharaktere waren sehr gut gewählt und charakterisiert. Ich habe sowohl Georgies Mutter, als auch Heather ins Herz geschlossen.

 

+ SETTING
Das Setting war anfänglich nicht besonders spektakulär, das hätte wirklich jeder beliebige Ort sein können, aber dann wurde es besser. Georgie verbrachte viel Zeit im Haus ihrer Mutter, mit dem neuen Freund ihrer Mutter, ihrer kleinen Schwester und dem ein oder anderen Mops. Ich konnte mir das Haus und seine Bewohner lebhaft vorstellen und fand es unheimlich gemütlich. Gerne hätte ich mich mit Georgie auf ihr Bett im alten Kinderzimmer gesetzt. Noch besser wurde es dann zum Ende hin, als Georgie ihre Erlebnisse mit Schnee schilderte. Ich habe mich gefühlt als wäre ich in einem völlig verschneiten Örtchen gelandet.

 

- VERLAUF
Leider, war der Verlauf nicht so ganz mein Fall. Ich habe die ganze Zeit gedacht, dass es bestimmt noch zu einer Auflösung kommen wird, aber es kam nicht dazu. Das Buch enthält fantastische Elemente, die nicht einfach so zu erklären sind. Es hat mich nicht über die Maßen stark gestört, aber ich hatte nicht damit gerechnet, weshalb ich dann ein bisschen enttäuscht war. Trotzdem war es schön Georgies Gedanken zu folgen, ihre Entwicklung zu beobachten und zu sehen wie sie sich praktisch neu verliebt. Der  Verlauf ist wirklich schwer zu beschreiben, ohne zu viel vorweg zu nehmen. Aber ich kann euch so viel sagen: Ich habe mit Georgie gebangt und gehofft.

 

+ ENDE
Ja, das Ende war einfach schön. Genau wie so ein Ende sein muss für ein Buch, das während der Weihnachtszeit spielt. Ich war sehr zufrieden mit dem Ende, auch wenn ich gerne eine plausible Erklärung für die fantastischen Elemente gehabt hätte.

 

BEWERTUNG: Note 2
Ja, das Buch bekommt eine zwei von mir und hätte vielleicht sogar eine eins bekommen können, wenn es die fantastischen Elemente nicht gegeben hätte, oder zumindest eine plausible Erklärung dafür. Trotzdem war das Buch wirklich unterhaltsam, gefühlvoll und voller schöner Momente, in denen ich mich selber auch wieder gefunden habe. Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil und versteht sich darauf den Leser zu fesseln. Ich würde dieses Buch allen Lesern empfehlen, die gerne eine nicht ganz so typische Liebesgeschichte lesen wollen und die sich an kleinen fantastischen Elementen nicht stören.

Source: www.lottasbuecher.de/2015/02/rainbow-rowell-zwei-worte-vor-und-eins.html
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review 2013-10-22 15:36
Fulminantes Finale!
Ashes - Pechschwarzer Mond - Ilsa J. Bick

Die Welt, die wir kannten, existiert nicht mehr. Ein entsetzlicher Anschlag hat alles verändert. Nur wenige Städte sind verschont geblieben, hinter deren Schutzwällen nun zweifelhafte Rädelsführer ihr Unwesen treiben. Die unheilbringenden Anhänger der Stadt Rule sind unter den angrenzenden Gemeinden berühmt-berüchtigt, und man rüstet sich zum Krieg gegen sie. Alex und ihre Freunde geraten zwischen die Fronten von machtgierigen Anführern, einer gefährlichen Miliz und einer Horde von menschenfressenden Bestien – jenen Jugendlichen, die sich seit der Katastrophe verwandeln und zur tödlichen Gefahr geworden sind. Die letzte Schlacht ums nackte Überleben hat begonnen. Doch lohnt sich ein Kampf für ein Leben in dieser totgeweihten Welt überhaupt noch? Wenn nur noch eins zählt: Er oder ich?

 

Mitte September war es soweit: ich hielt den letzten Band der “Ashes”-Reihe in den Händen. Und so deutlich ich sah, dass es tatsächlich eine letzte Seite gab, so wenig konnte ich mir noch immer vorstellen, wie das Ende darauf aussehen würde.
Soweit war es zunächst aber natürlich nocht nicht.
Obwohl die Pause zwischen dem Vorgängerband und “Pechschwarzer Mond” nicht besonders lang war, musste ich mich doch erst wieder einfinden. So richtig präsent hatte ich bis zuletzt nur Alex, Tom und Ellie. Bei allen anderen Charakteren musste ich mich auch hier erst wieder orientieren. Wer wo ist, warum, mit wem und was er vor hat bzw was auf ihn wartet.  Daher beneide ich alle, die erst jetzt mit der Reihhe beginnen und alle Bände hintereinander weg lesen können. Ihr werdet es wohl etwas leichter haben. Allerdings war mir die Reihe diese Mühe absolut wert.
Erfreulicherweise wendet sich “Pechschwarzer Mond” wieder mehr Alex und Tom zu. Sie sind nun mal die Figuren, deren Schicksal mich am meisten interessiert. Deshalb habe ich gespannt verfolgt, wie sie sich durchs Leben schlagen, und mich immer gefragt, ob sie einander nochmal wiedersehen würden. Es warten so viele Grausamkeiten und lebensgefährliche Situationen auf sie, dass man da schon mal ins Zweifeln geraten kann. Beeindruckend, wie sie sich dem entgegenstellen!
Natürlich ergeht es auch den übrigen Charakteren, die nach und nach Teil der großen und ganzen Geschichte geworden sind, kein Stück besser. Auch sie erleben reihenweise Schicksalsschläge, die einen schlicht sprachlos machen. Das muss man sich klar machen, wenn man mit “Ashes” beginnt: diese Serie ist nichts für Zartbesaitete! In Sachen Gewalt und Brutalität schöpft Ilsa J. Bick wahrlich aus dem Vollen! Im Jugendbuchgenre ist mir da noch nichts Vergleichbares begegnet! Für mich zeichnet genau das aber die Serie aus. Sie ist kein Einheitsbrei, ganz sicher nicht.
Ab einem bestimmten Punkt fand ich es sehr interessant zu verfolgen, wie sich die verschiedenen Handlungsstränge allmählich aufeinander zu bewegten. Das ist ein wenig verrückt, denn -ganz ehrlich- eine Chance darauf hatte ich kaum gesehen. Aber es funktioniert und ist dabei völlig logisch und nachvollziehbar. Wie oft hätte ich gerne einem Handlungsstrang einen ordentlichen Schubs gegeben, damit er schneller auf einen anderen trifft! Doch das funktioniert selbstverständlich nicht. Die Spannung bis es soweit ist, muss man durchstehen. So unglaublich schwierig es auch ist. Die Cliffhanger an den Kapitelenden sind oft sowas von fies!
Gegen Ende findet aber alles Geschehen schließlich zusammen und es geht noch einmal richtig rund! Für mich als Leser war das ein grausiges Gefühl: endlich war eigentlich wieder alles zusammen, was -meiner Meinung nach- zusammengehörte, und doch war weit und breit kein Happy End in Sicht! Stattdessen ging es noch einmal auf Leben und Tod.
Das Ende selber ist gut gemacht. Wenn auch im Vergleich zur Geschichte zuvor eher unspektakulär. Bis hierher hat man eine ganze Reihe Fragen beantwortet bekommen, die sich einem bis dahin gestellt haben, aber ein paar Fragen bleiben doch noch offen. Und einige davon bedeuten tatsächlich einen Hoffnungsschimmer für die Überlebenden aus “Ashes”. Dass das bei der Reihe möglich ist, hätte ich niemals erwartet.

 

Einmal mehr sorgen kurze Kapitel mit den besagten Cliffhangern dafür, dass sich das Buch wegliest wie nichts. Das spiegelt gut das Tempo der Handlung wider. Inzwischen bremsten mich auch die beschreibenden Passagen nicht mehr aus. Dennoch, bei allem Tempo sollte man stets aufmerksam bleiben. Es gibt viele Details, die einem dabei helfen, der Story auf den Grund zu gehen und ein Stückchen besser zu verstehen.

 

Das vertraute Covermotiv ist dieses Mal in ein sattes Dunkelgrün getaucht. Mit den schwarzen Bäumen und Vögeln im Hintergrund wirkt das schön düster. Und wie immer bin ich begeistert davon, dass auch die Buchdeckel in dieser Richtung gestaltet sind. Das ist so viel schöner als ein nacktes Buch in Händen zu halten. Jedenfalls für Leser wie mich, die ihren Büchern die Umschläge vor dem Lesen ausziehen.

 

Fazit:  “Pechschwarzer Mond” ist ein absolut würdiger Abschluss für die “Ashes”-Reihe. Rasant, super spannend und erschreckend brutal. Kaum zu glauben, dass am Schluss dann doch noch ein Fünkchen Hoffnung durchschimmert. “Ashes” ist nichts für schwache Nerven und empfindliche Mägen und in diesem Genre sicher gewagt, doch genau das hebt die Reihe für mich von ihren Kollegen ab. Ich habe seit Langem bei keiner Reihe mehr so sehr dem nächsten Band entgegengefiebert wie bei “Ashes”. Sie ist einfach etwas ganz Besonderes!

Source: leserattz.wordpress.com/2013/10/22/rezension-ashes-3-2-pechschwarzer-mond-ilsa-j-bick
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review 2013-08-30 06:45
Nicht ganz das, was ich erwartet hatte
Ashes - Ruhelose Seelen - Ilsa J. Bick

Eine unfassbare Katastrophe hat unsere Welt für immer verändert. Wer dabei nicht dem Tod zum Opfer gefallen ist, kämpft nun Tag für Tag ums Überleben. Die größte Bedrohung geht von den Veränderten aus – jenen gefürchteten Jugendlichen, die sich aus bisher unerfindlichen Gründen seit der Katastrophe in blutrünstige Kannibalen verwandeln. Auch die siebzehnjährige Alex fürchtet diese Bestien und würde keine Sekunde zögern, sie zu töten. Doch als einer dieser Jungen ihr das Leben rettet, nagen Zweifel an ihr. Ist es möglich, dass seine Seele trotz der Verwandlung in ihm weiterlebt? Und dann spürt Alex selbst etwas in sich wachsen: Eine unaufhaltsame Macht scheint von ihr Besitz zu ergreifen.

 

Diesem Buch hatte ich entgegen gefiebert wie verrückt nachdem mir die beiden ersten Teile so gut gefallen hatten. Ich war total neugierig darauf, wie es mit Tom und Alex weitergeht, und ich freute mich auf viele schöne und vor allem sehr blutige Lesestunden.
Das Buch beginnt genau dort, wo Band 2 endete. Alex ist in das Bergwerk abgestürzt und kämpft um ihr Leben. Es geht also gleich spannend und actionreich los, und auch die Veränderten spielen sofort eine Rolle. In einer Hinsicht, die zu denken gibt.
Nach diesem vielversprechenden Start war ich davon ausgegangen, in diesem Band viel von Alex und auch Tom zu lesen. Das stellte sich dann allerdings als Irrtum heraus. Ich war ehrlich verblüfft, wie wenig man von den beiden liest. Von Tom noch weniger als von Alex. Das fand ich wirklich schade. Vor allem auch deshalb, weil ich mit den beiden am vertrautesten bin.
Der Großteil der Geschichte spielt sich ganz woanders ab und entsprechend mit anderen Charakteren. Die kennt man zwar aus den Vorgängerbänden, aber einen so großen Bezug zu ihnen habe ich nicht. Da musste ich zunächst ganz schön überlegen, wer nochmal wer war und in welchem Verhältnis die Personen zu einander stehen. Es ist tatsächlich so -ich hatte es vor dem Lesen nicht geglaubt-, dass man sich unbedingt nochmal mit den Charakteren vertraut machen sollte, die man in Band 1 und erst recht in Band 2 kennengelernt hat! Grobes Halbwissen reicht da kaum. Es gibt Passagen, da wird einem eine Person nach der anderen vorgesetzt. Da ist man sonst im Nu raus, wenn man sich nicht genau auskennt.
Mir hat das nur anfangs ein paar Schwierigkeiten bereitet, dann war ich wieder drin. Das änderte nur leider nichts daran, dass ich das Geschehen in und um Rule weniger interessant fand als das Geschehen draußen bei Alex und Tom. Dieses Hin und Her zwischen den sehr kurz gehaltenen Bewohnern und dem Vorstand der Stadt, schmeckte mir schon wieder viel zu sehr nach den ganzen Dystopien, von denen sich “Ashes” bislang für mich abgehoben hatte.
Damit hängt auch zusammen, dass ich “Ruhelose Seelen” nicht als so wunderbar eklig-blutig empfunden habe. Klar, beispielsweise die Passagen mit Peter im Gefängnis haben es schon mächtig in sich, sind grauenvoll und scheußlich. Und auch das Vorgehen der Leute aus Rule beim wortwörtlichen Zusammentreiben von Lebensmitteln ist alles andere als zimperlich. Und mit Waffen wird alle naselang herumgefuchtelt, was ich an sich sehr cool finde.
Und trotzdem! Ich hätte mir mehr blutiges Grauen aus den Reihen der Veränderten gewünscht. Das kam mir hier zu kurz. Vielleicht dachte Ilsa J. Bick, es würde auf die Dauer langweilen, aber erstens gehört es für mich zu der Reihe und zweitens durchleben ja einige Veränderte bereits eine weitere Wandlung. Damit wäre es für mich schon Abwechslung genug gewesen. Wobei ich noch nicht weiß, was ich von dieser weiteren Veränderung halten soll. Es ist logisch, dass jemand auf diese Idee kommen musste, wo so viele unerschrockene und allzeit kampfbereite Wesen herumlaufen, und dennoch…das muss noch weiter ausgebaut werden um mich vollends zu überzeugen. Der Grundstein ist aber schon mal vielversprechend.
Ein großer Teil der Handlung spielt bei der kleinen Ellie, die außerhalb bei einer Familie lebt. Dort hat es mir immer gefallen. Die Kleine hat mir schwer imponiert mit ihrem Mut und ihrem Selbstbewusstsein. Und auch das Geschehen bei ihr fand ich äußerst spannend! Da hatte ich die ganze Zeit so eine Ahnung, die mir schwer Sorgen und Angst gemacht hatte, und so habe ich jedes Mal darauf hingefiebert, ob ich recht haben würde und was -falls ja- Ellie und ihren Freunden noch passieren würde.
Die Geschichte endet mit einem bösen Cliffhanger. Wie könnte es auch anders sein? Zum Glück müssen wir ja dieses Mal nur einen Monat warten bis wir erfahren, wie es weitergehen wird.

 

Das Buch unterteilt sich in vier Teile, und genau in diesen Etappen habe ich es gelesen. Man braucht für diese Geschichte aber genauso Zeit wie für die vorigen Bände. Die Kapitel in Rule beispielsweise lesen sich durch die Dialoge recht flott. Die Szenen bei Alex oder auch bei Ellie, wenn sie alleine unterwegs ist oder etwas unternimmt, lesen sich dagegen nicht ganz so zügig, weil hier viel beschrieben wird. Die Kapitel sind meist ziemlich kurz, was ich widerum ganz angenehm fand.

 

Auf dem Cover ist einmal mehr das Mädchengesicht mit den windzerzausten Haaren zu sehen. Dieses Mal rundum ganz in Violett gehalten, was das Cover zu einem Hingucker macht. Schön ist außerdem, dass auch die Buchdeckel in diesem Stil gehalten sind.

 

Fazit:   “Ashes 3.1″ ist actionreich, spannend und brutal, und ich bin immer noch ratlos, wie ein Ende für diese Geschichte aussehen könnte. An sich also genau das, was ich mir von diesem Teil versprochen hatte. Allerdings wurde es mir mit den Ereignissen in Rule schon wieder zu politisch. Auch wenn diese “Politik” noch in ganz kleinen Kinderschuhen steckt. Zudem hätte ich mir mehr Ekel-Horror aus Richtung der Veränderten gewünscht. Ich hoffe, in “Ashes 3.2″ wartet davon wieder mehr auf mich. Außerdem wäre es schön, wieder mehr bei Alex und Tom zu sein, die mir hier zu kurz kamen.

Source: leserattz.wordpress.com/2013/08/30/rezension-ashes-3-1-ruhelose-seelen-ilsa-j-bick
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review 2013-08-09 07:34
Jugendthriller mit Köpfchen!
Spiel des Lebens - Veit Etzold

Willkommen im Spiel des Lebens, Emily. Du hast die Wahl. Sieg oder Tod, liest Emily völlig fassungslos auf dem zerknüllten Zettel in ihrer Hand, und damit geht der Horror los. Ein Psychopath jagt sie durch ganz London und stellt sie vor unbegreifliche Rätsel. Falls sie diese nicht in der vorgegebenen Zeit löst, gibt es einen Toten. Der Killer treibt Emily an den Rand des Wahnsinns. Wer ist dieser Irre? Und warum hat er ausgerechnet sie für sein mörderisches Spiel ausgewählt?

 

Vor einiger Zeit habe ich von Veit Etzold seinen Thriller “Final Cut” gelesen, der mir leider nicht so gut gefallen hat wie ich es erwartet hatte. Deshalb war ich sofort neugierig auf “Spiel des Lebens”. Denn Jugendthriller liegen mir meist eher und die Geschichte klang ebenfalls ganz interessant. Wenn auch nicht ganz neu. Ich komme nicht auf den Titel, aber ich meine, es gibt einen Film, in dem ein Mann durch eine Stadt gehetzt wird, telefonisch immer neue Aufgaben gestellt bekommt und wo ebenfalls etwas Schlimmes geschieht, wenn er sie nicht löst…
Wie dem auch sei, mein Interesse an “Spiel des Lebens” war trotzdem geweckt. Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen. Mit Emily wurde ich schnell warm und ich konnte ihre Aufregung am ersten Tag im College gut nachempfinden. Auch ihre Freundin Julia mochte ich mit ihrer burschikosen Art und der großen Klappe sofort, und Ryan war mir ebenfalls sofort sympathisch. Bei ihm hätte ich mir nur gewünscht, dass auf ihn etwas mehr eingegangen worden wäre. Auch wenn er nett ist und gut aussieht, vom Charakter her erschien er mir etwas zu flach.
Kaum haben die drei Freunde allerdings ihre Collegezeit angetreten, da erhält Emily die bedrohliche Nachricht mit dem Willkommensgruß im “Spiel des Lebens”.
Von nun an hat Emily keine Ruhe mehr und auch als Leser kommt man nur ganz selten dazu, mal ruhig und entspannt durchzuatmen. Der Verrückte hält stets neue Rätsel für Emily bereit, demonstriert ihr, was geschieht, wenn sie eines nicht löst, und scheucht sie so quer durch London. Mir hat es dabei gefallen, dass diese Rätsel keine “Kinkerlitzchen” sind, die man im Nullkommenichts löst. Hier ist schon Köpfchen gefragt und ich war -zugegeben- bei den ersten Rätseln schlicht aufgeschmissen. Weniger gut fand ich dagegen, dass einige Rätsel auf Englisch sind. Mir ist klar, dass die deutsche Übersetzung längst nicht so wirkungsvoll gewesen wäre, aber ich habe neun Jahre Englischunterricht hinter mir und kannte einige Vokabeln gar nicht, so dass ich nachschlagen musste. Das hat mich dann doch etwas aus der Geschichte herausgebracht, was ich schade fand. Gut, bei einer so temporeichen Story fällt der Neueinstieg nicht schwer, aber trotzdem! Und wie werden die Teenager dann damit klar kommen, für die das Buch empfohlen wird?
Da ich England und London sehr mag, hat es mich gefreut, wie anschaulich Veit Etzold die Stadt beschreibt. Egal, wohin der Verrückte Emily hetzt, ich konnte mir die Szenerie immer gut vorstellen. Und es gibt nun ein paar Orte, die ich mir gerne mal ansehen würde, sollte ich mal wieder nach London kommen. Wenn auch vielleicht nicht gerade die Londoner “Unterwelt”. So wunderbar bedrohlich und düster sie beschrieben wird, vor ihren Bewohnern würde ich mich wohl gut gruseln. Auch im Buch haben die Szenen mit den “Squattern” bei mir für manche Gänsehaut gesorgt.
Sonst hätte ich mir hier und da doch etwas mehr Atmosphäre gewünscht. Ich habe nach dem Lesen eine ganze Zeitlang überlegt, woran es mir bei diesem Buch gefehlt hat. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass mir etwas fehlte. Spannung konnte es nicht sein, denn spannend ist die Story. Sie hat Tempo und ist sehr clever erdacht. Bleibt also nur die Atmosphäre. So Szenen wie Emilys Gefangenschaft im Keller oder auch ihre unheimlichen Träume hätten für mich gerne noch eine Spur eindringlicher erzählt sein können.
Da neben Emily und Julia nur wenige Charaktere mitwirken, lädt die Geschichte dazu ein, sich selbst auf die gedankliche “Suche” nach dem Irren zu machen und über ein mögliches Motiv nachzudenken. Dass es ein komplett Außenstehender ist, hatte ich schnell ausgeschlossen. Dafür steht er ganz offensichtlich zu eng mit ihr in Verbindung. Doch mein Verdacht hat sich ein paar Mal geändert, und derjenige welche, der es dann ist, war meine letzte Vermutung. Dafür hatte ich mir das Motiv so ähnlich bereits vorgestellt. Die Geschichte leitet einen also gerne mal in die Irre, aber nach und nach kann man den Täter und sein Motiv trotzdem schlussfolgern.

 

Die Handlung erstreckt sich über gerade mal neun Tage, die nochmal in einzelne Kapitel unterteilt sind. Die Kapitel sind nicht sehr lang und zwischendrin gibt es immer wieder “Einschübe” aus Sicht des Verrückten. So liest sich das Buch recht zügig und abwechslunsgreich.

 

Mir gefallen die violetten Lichtspiele auf dem Cover sehr gut, und der Bildausschnitt mit Emily als Scherenschnittgestalt in einem U-Bahn-Gang passt prima zur Geschichte. Am coolsten finde ich aber die Skyline von London, die auf dem Schnitt aufgedruckt ist. Das hat was! Auch wenn ich beim Lesen manchmal dachte, am Rand der Seite wären irgendwelche Fussel. Denn auf einer Seitenkante ist der Bildausschnitt ja kaum mehr als ein Schatten.

 

Fazit: Dieses Buch von Egmont Ink hat mich zwar nicht die Nächte durchlesen lassen, aber ich habe zumindest zwei Abende bis in die Nacht hinein daran gelesen. Ein wirklich spannender und temporeicher Jugendthriller mit Köpfchen! Ich würde mich freuen, wenn es von Veit Etzold nochmal wieder einen Jugendthriller geben würde. Nach dem Ende dieses Buches stehen die Chancen da gar nicht so schlecht, denke ich ;)

Source: leserattz.wordpress.com/2012/10/14/rezension-spiel-des-lebens-veit-etzold
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review 2013-08-09 07:32
Meine Lieblings-Dystopie geht in die 2. Runde!
Tödliche Schatten (Ashes, #2) - Ilsa J. Bick,Gerlinde Schermer-Rauwolf,Sonja Schuhmacher,Robert A. Weiss

Den verheerenden Anschlag auf die Welt hat die siebzehnjährige Alex überlebt, aber nun muss sie sich den schwerwiegenden Folgen stellen. In den Städten, die nicht zerstört wurden, rotten sich diktatorische Tyranneien zusammen, in denen sich menschliche Abgründe auftun. Außerhalb der Schutzwälle droht der sichere Tod. Denn dort lauern Horden Jugendlicher, die sich seit dem Unglück in bestialische Kannibalen verwandeln. Und schließlich bleibt noch die Ungewissheit, ob Alex selbst noch zu so einem Monster mutiert. Warum sind ausgerechnet sie und ein paar wenige Ausnahmen von dieser Verwandlung bisher verschont geblieben?

 

Auf diese Fortsetzung hatte ich mich sehr gefreut. Allerdings war der Anfang ganz schön anstrengend. Im Wesentlichen hatte ich noch im Kopf, wie Band 1 endete. Doch mit der Vielzahl an Namen, mit der Band 2 gleich in drei Handlungssträngen loslegt, war ich schlichtweg überfordert. Tom und Alex, klar, gar kein Problem. Einzelne andere Namen sagten mir auch etwas, wirklich einsortieren konnte ich sie aber nicht mehr. Und eine ganze Reihe neuer Charaktere sind auch noch dabei.
Zudem scheint zwischen den beiden Bänden einige Zeit ins zerstörte Land gegangen zu sein. Von daher war mir teilweise gar nicht klar, warum bestimmte Charaktere irgendetwas taten. Und die Beziehungen unter einander musste ich mir auch erstmal aneignen. Das hat über 100 Seiten gedauert! Also entweder man hat Band 1 noch genau auf dem Schirm und ist Blitzmerker, oder man beißt -wie ich- die Zähne zusammen und erarbeitet sich alles (neu). Später werden es ja dann auch weniger Charaktere ;)
Nachdem ich aber “auf Stand” war, wurde ich mit einer wirklich super spannenden und actionreichen Geschichte belohnt. Sie verläuft durchgängig in verschiedenen Handlungssträngen, die einander aber in nichts nachstehen. Jeder für sich lädt zum nervösen Nägelknabbern und stetigen Hoffen und Bangen ein. Die Handlungsstränge von Alex und Tom nähern sich dabei so unmerklich an, dass man -als es passiert- richtig überrascht ist. Einerseits natürlich erfreut, andererseits mit gutem Grund zutiefst entsetzt.
Für Entsetzen ist dieser Band sowieso gut! Zart besaiteten Gemütern mit empfindlichen Mägen rate ich davon eher ab. Was hier in Sachen Kannibalismus und Waffengewalt geboten wird, bekäme als Film niemals die Jugendfreigabe. Ich habe mich mehr als einmal gewundert, dass “Ashes” so unschuldig im Jugendbuchregal steht.
Mir persönlich gefällt gerade das richtig gut, so etwas mag ich. Außerdem finde ich es immer toll, wenn sich ein Buch  markant von der Masse abhebt. Das tut “Ashes” auf jeden Fall! Aber es ist schon gewagt für ein Jugendbuch.
Jedenfalls bin ich auf Band 3 jetzt sehr gespannt. Eine ganze Reihe wesentlicher Fragen bleiben auch nach diesem zweiten Band noch offen und einige neue und ebenso interessante kommen hinzu. Mir fehlt vor allem eine Vorstellung davon, wie es mit dieser dermaßen zerstörten Welt jemals weitergehen könnte. Es wird ein solch apokalyptisches Bild davon gezeichnet, dass selbst die Phantasie die Waffen streckt.  Mal sehen, welche Überraschungen Ilsa J. Bick für ihr Finale noch in petto hat. Ich traue ihr mittlerweile eine ganze Menge zu. Im positiven Sinne natürlich!

 

Langeweile hat bei “Tödliche Schatten” jedenfalls keine Chance. Trotzdem das Buch mit 571 Seiten durchaus stattlich ist, liest es sich doch vergleichsweise zügig. Das liegt vor allem daran, dass die Kapitel nicht sonderlich lang sind. Manche haben sogar nur zwei Seiten. So hat man schnell ein paar Kapitel gelesen und ein gutes Stück der Geschichte geschafft.

 

Ich könnte mir einige Szenarien aus diesem Buch vorstellen, die sich besser auf dem Cover gemacht hätten als dieses Mädchengesicht. Natürlich, es unterstützt den Seriencharakter und passt zum aktuellen Trend, aber es wird nicht annähernd dem gerecht, was in der Geschichte passiert. Ich stelle mir immer das böse Erwachen einiger Teenager vor, die arglos zu dem Buch greifen, weil sie hinter diesem Bild eine übersinnliche Lovestory vermuten.

 

Fazit: Nach dem beschwerlichen Start hat mir “Tödliche Schatten” super gefallen. Für ein Jugendbuch ehrlich gewagt, aber definitiv spannend, voller Action und echtem Horror. Ich würde mir wünschen, die Reihe würde verfilmt. Da das wohl noch ein paar Jahre dauern würde, dürften die jugendlichen Leser von Heute dann sicher auch in die Filme ;)

Source: leserattz.wordpress.com/2012/10/11/rezension-ashes-02-todliche-schatten-ilsa-j-bick
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