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review 2016-05-29 12:18
Der Sohn des Donnergottes
Der Sohn des Donnergottes - Arto Paasilinna

 Zur Geschichte
Das Christentum ist in Europa Staatsreligion Nummer 1. So auch in Finnland, doch das passt den finnischen Götter so gar nicht uns so schmieden sie einen Plan um den alten Glauben wieder populär zu machen. Dazu schickt der Obergott Ukko, seinen Sohn zu den Menschen, damit dieser  das Volk zum wahren Glauben bekehren kann. Doch so leicht ist es nicht, denn mit dem Aussehen eines göttlichen Wesens könnte die Menschheit nicht umgehen, darum braucht Rutja einen Menschen mit dem er den Körper wechseln kann um in diesem seine Aufgabe in Angriff nehmen zu können.

Und da kommt ihm Sampsa, der Farmer und Atiquitätenhändler grade recht, denn er ist dem heidnischen Glauben gar nicht abgeneigt, im Gegenteil, er hält sogar im Wald ein Ritual für Ukko ab. Und so nehmen seine Dinge ihren Lauf...

Ob Rutja und Sampsa es zusammen schaffen die Finnen zum neuenalten Glauben zu bekehren?

Der Anfang...

    Der Himmel der Finnen wird von einem Weltnagel an Ort und Stelle gehalten, dessen Fixpunkt der Polarstern ist. Der Himmel an sich ist ein Schwindel erregend weitläufiges Firmament, erleuchtet von Tausenden von Sternen. Dort regieren die finnischen Götter und Schutzgeister, und dort wohnen die verstorbenen guten Finnen. Die grösste Macht liegt in den Händen von Obergott Ukko, dem Donnergott.



Meine Gedanken zum Buch
Der Titel ist passend, denn schliesslich ist Der Sohn des Donnergottes einer der Protagonisten. Hätte mich erstaunt wenn der nicht im Titel Erwähnung gefunden hätte. Und was das Cover angeht, es ist schlicht und zeigt einfach eine typisch finnische Landschaft.

Mehr gibt's es zum Schreibstil von Arto Paasilinna zu sagen, denn an den musste ich mich erst etwas gewöhnen. Keine Ahnung warum, denn so speziell ist er nicht. Das einzige was halt schwierig ist, sind die Namen. *gg* Die sind uns halt nicht grade geläufig also musste ich bei dem ein oder anderen schon mal mehr als einmal ansetzen. Aber wenn man mal drin ist, ist das Buch leicht und flüssig zu lesen.

Wie ich oben schon angedeutet habe, hab ich mir damals, als ich das Buch gekauft habe, einiges mehr versprochen. Der Autor kennt sich mit der finnischen Götterwelt aus, oder er hat gut recherchiert, aber dass alleine macht eben noch keine gute Geschichte, oder gutes Buch aus. Die dee die Arto Paasilinna hatte, war wirklich gut, und er hätte wirklich viel daraus machen können. Also um was gehts...

Die finnische Götterwelt findet es nicht mehr witzig das kein Knochen auf der Erde an sie glaubt, geschweige denn auf irgend eine Art an sie denkt. Von Opfergaben und Ritualen mal abgesehen. Sie sind nicht mehr existent in ihrem Volk und das muss geändert werden finden sie. Doch wie macht man das, der christliche Glaube ist in den letzten 2000 Jahre so stark geworden, das es sicher kein leichtes ist, die Finnen zum neuenalten Glauben zu bekehren. Also entscheiden sie sich den Sohn des Hochgottes auf die Erde zu schicken um die Menschen eines besseren zu belehren.

Ich finde das eigentlich ne ganz spannende Sache. Warum das ganze noch mal so rum versuchen? Schliesslich schickte der christliche Gott auch seinen Sohne auf die Erde um die Menschen zu überzeugen das er der einzige Gott für sein Volk sei. Was wird also Rutja anstellen um seine Schäfchen zu überzeugen? Er weiss, alleine geht das nicht, die Hilfe findet er nicht nur in Sampsa, mit dem er seinen Körper tauscht, sondern auch in anderen Menschen die er überzeugen konnte. Aber ob das reicht um ein ganzes Volk zu bekehren?

Das Buch hat mir gefallen. Mehr aber auch nicht, Spannung blieb aus, es war zum teil doch sehr vorhersehebar und ich hätte mir da doch ein bisschen mehr Originalität gewünscht. irgendwie war mir alles etwas zu flach. Und das versprochene Chaos das mit auf dem Klappentext versprochen wurde blieb auch aus. Viel zum schmunzeln gab's nicht. Auch regte es nicht grade so sehr an über das spannende Thema, welches es durchaus hätte sein können, nach zu denken. Nur einmal, als es um die neuen Gebote ging.

Die Charakteren waren zwar wirklich sehr unterschiedlich und man bekam auch einen Eindruck der einzelnen Personen, aber auch das reichte für mich leider nicht aus um es spannend genug zu machen. ich war 18 oder gar 28 mal knapp davor das Buch abzubrechen. Was aber irgendwie auch nicht fair gewesen wäre, denn schlecht war's nicht. Es war halt einfach nur Mittelmassig. Man muss aber auch sagen das dies erst das 3. Buch des Autors war, vielleicht sind die neueren ja besser. Potential hat der Autor, denn nur schon die anderen Titel lassen wieder auf verrückte Überlegungen deuten. Die Frage ist nur, wie konnte er diese umsetzen? Ich bin also neugierig und wenn mir der Autor zufällig noch mal in die Hände fällt werd ich sicher noch mal eins versuchen. Aber jetzt extra eins suchen und bestellen werde ich sicher nicht.

Mein Schlussfazit
Eine tolle Idee die leider nicht so gut umgesetzt wurde wie ich mir das erhofft hatte. Eine Geschichte die man lesen kann, aber nicht muss.

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review 2016-01-29 16:53
Literarische Weltreise: Dritter Stopp Skandinavien (Finnland)
Lauras Verschwinden im Schnee: Roman - Pasi Ilmari Jääskeläinen,Angela Plöger

Inhalt:
Ella kommt als Aushilfslehrerin in ihren Heimatort Hasenhausen zurück. In diesem Ort gibt es eine geheimnisvolle literarische Gesellschaft, die von der berühmten finnischen Schriftstellerin Laura Hermelin geführt wird. Nachdem Ella eine Geschichte in der Zeitung veröffentlicht hat, wird sie als zehntes Mitglied dieser Gesellschaft berufen. Als Mitglied versucht Ella die Geheimnisse der Gesellschaft zu ergründen, um eine wissenschaftliche Arbeit darüber zu schreiben.
In dieser Geschichte spielen weiterhin ein seltsames Spiel, mutierende Bücher sowie Kobolde und Schemen aus der finnischen Mythologie eine Rolle.

Meine Meinung:
Eine ziemlich schräge Geschichte, die schwer einem Genre zuzuordnen ist. Einerseits geht es um eine verschwundene Person, deren Geheimnis aufzudecken ist, so dass die Handlung etwas von einem Krimi hat, andererseits enthält sie fantastische Elemente.
Ich fand das Buch interessant, aber es konnte mich nicht wirklich packen. Daher gibt es von mir 3 Sterne.

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review 2014-10-21 13:49
Der 1. Fall für Anna Fekete – Ein guter nordischer Krimi
Kolibri - Kati Hiekkapelto,Camilla Renschke

In ihrem Debütroman “Kolibri” wirft die finnische Autorin Kati Hiekkapelto ihre Protagonistin direkt ins kalte Wasser.

 

Kriminalkommissarin Anna Fekete hat an ihrem ersten Arbeitstag nicht nur mit einem potenziellen Ehrenverbrechen und einem kaltblütigen Mord zu tun, sie muss sich auch noch mit einem alten, versoffenen Rassisten abgeben, der von nun an ihr Partner ist. Beide Fälle und das herablassende Verhalten ihres Kollegen lassen die aus Ungarn stammende Finnin schnell an ihre Fähigkeiten zweifeln. Doch für Selbstmitleid hat Anna keine Zeit, denn der Mörder schlägt ein zweites Mal zu.

 

Von Beginn an beherrscht eine deprimierende, drückende Atmosphäre die Geschichte, die ich ehr als Krimi denn als Thriller bezeichnen würde. Es dauert eine Weile, bis man sich eingelesen hat und nur langsam baut sich die Spannung auf. An den richtigen Stellen sät die Autorin Zweifel, streut Angst und weckt Mitgefühl. Beginnt den Leser allmählich zu fesseln. Bis zu dem Punkt, an dem es scheint, das richtige Puzzlestück sei gefunden – der Fall somit gelöst. Kurzweilig knickt der aufgebaute Spannungsbogen ein, lässt die Story für einen Moment langatmig werden.

 

Doch so schnell, wie die Spannung verschwindet, kommt sie wieder zurück. Denn so einfach lässt sich der verzwickte Mord-Fall nicht lösen. Ebenso wächst mit den Seiten das Interesse an das ungleiche Ermittlerteam. Jeder hat privat zu kämpfen, seien es Ehe- oder Suchtprobleme.

 

Zum Ende hin hatte mich die Story so weit im Griff, dass ich die eigenwillige Ermittlerin Anna Fekete sehr gerne noch einmal lesend begleiten möchte.

 

Von mir eine klare Leseempfehlung an alle Leser, die Nichts gegen einen guten nordischen Krimi haben.

Source: www.mybookblog.de/rezension-kati-hiekkapelto-kolibri
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review 2013-08-06 18:21
Kein guter Fang!
Reusenkadaver und andere Unannehmlichkeiten: Kriminalroman (Otto Kuhala-Reihe) - Markku Ropponen

Die Sonne geht nicht unter in Jyväskylä. Hell leuchtet sie auch auf die finsteren Verbrechen, mit denen sich Privatermittler Otto Kuhala ausgerechnet zum Mittsommerfest beschäftigen muss. Eine rote Frauensandale – mit dem dazugehörigen Fuß – steht am Anfang seiner abenteuerlichen Ermittlungen, bei denen ihm glücklicherweise die reizende Kommissarin Annukka Schützenhilfe leistet. Aber die Unterwelt von Jyväskylä lässt sich nur äußerst ungern in die Karten schauen.

 

Dieses Buch war eine Zufallsentdeckung im Thalia. Ich sah das Cover, fand es süß und musste darüber lachen. Manche Bücher haben es leicht, sich bei mir einzuschmeicheln ;)
Dass es in Finnland spielt, weckte zwar leise Zweifel, aber nachdem ich mir “Geisterfjord” ein sehr gutes Buch aus Skandinavien gelesen hatte, habe ich diese Zweifel überhört. Wenn “da oben” gute Thriller geschrieben werden, wieso nicht auch gute und humorvolle Krimis? Na also!
Nun nach dem Lesen denke ich, ich hätte auf die Zweifel hören sollen. Oder doch nicht? Ich weiß es nicht. Noch kein Lesefutter hat bei mir solch paradoxen Eindruck hinterlassen. Das hat allerdings nichts mit Skandinavien zu tun!
Denn die Story hat mir generell ganz gut gefallen. Gleich mehrere Morde halten Privatdetektiv Otto Kuhala auf Trab. Und als ob das nicht schon anstrengend genug wäre, wird er von seinem ehemaligen Kollegen bei der Polizei ganz gut bei seinen Ermittlungen sabotiert, und eine bezaubernde Kommissarin verdreht ihm den Kopf. Ob der dabei klar bleibt? Dazu gewinnt er im Zuge seiner Ermittlungen so manchen schockieren Einblick in die Verbrecherwelt seiner Stadt Jyvyskäla und trifft reihenweise auf skurrile Personen. Das ist eine Mischung, die an sich aufgehen müsste. Da steckt Spannung drin und Unterhaltsamkeit ebenfalls.
Es gab für mich jedoch ein wesentliches Problem, wegen dem weder Spannung, noch Unterhaltungswert so richtig aus den Puschen kamen. Dieses Problem ist der Schreibstil des Autors. Markku Ropponen schreibt ohne Zweifel sehr intelligent, und wortgewandt. In Sachen Formulierungen macht ihm so schnell niemand etwas vor. Zudem ist er offenbar ein sehr guter Beobachter von Situationen und vor allem von Menschen, mit samt deren Stärken und Schwächen. Er versteht es, seine Beobachtungen und Gedanken dazu gewitzt in Worte zu fassen. An sich genau der Typ Humor, den ich mag!
Da habe ich manches Mal geschmunzelt, ein paar Mal sogar laut gelacht. ABER Markku Ropponen liebt offenbar endlose Sätze. Diese sind Dank seiner Wortgewandheit auch formvollendet formuliert. Nur musste ich sie häufig mehrmals lesen um sie ganz zu erfassen und zu verstehen.
Gelegentlich -das mache ich manchmal, wenn ich denke, dass mir ein Text so “klarer” wird, oder wenn ich meine, dass ich unkonzentriert bin- habe ich Abschnitte laut für mich gelesen. Da war ich jedes Mal schon mit dem Atem am Ende, da lagen noch zwei Kommata vor mir und der Punkt war noch nicht mal in Sichtweite. Diese Tatsache bremst nicht nur den Lesefluss aus, sondern hält auch Spannung und Unterhaltsamkeit in Schach. Ich denke, ich bin ein gut trainierter Leser. Damit ich mit dem Gedanken, dass es nun wieder anstrengend wird, zu einem Buch greife, muss schon was passieren. “Reusenkadaver und andere Unannehmlichkeiten” hat das spielend geschafft.
Mir tut das unendlich leid, denn -wie gesagt- ich mochte den Kern der Story, den Fall des Privatdetektiven. Ich mochte Kuhala selbst, der als Privatdetektiv gar nicht typischer erdacht sein könnte: frisch geschieden, im Büro lebend, ziemlich abgebrannt, aber auch intelligent, sympathisch und mit dem Herzen auf dem rechten Fleck. Mir hat es sogar gefallen, dass einige seiner “Ermittlungserfolge” auch Kommissar Zufall zuzuschreiben sind. Diese Passagen sind vergnüglich geschildert und Kuhala hat zumindest etwas geleistet ehe er über eine Entdeckung stolpert…selbst wenn es eine Verfolgungsjagd per Rad ist.
Aber dass es so anstrengend zu lesen ist, das schleift den an sich runden Eindruck eckig.

 

Das Buch hat 334 Seiten, ist also gar nicht so dick. Normalerweise kein Buch, mit dem ich mich zehn Tage lang beschäftigen müsste um es auszulesen. So lange hat es aber tatsächlich gedauert. Aus oben genannten Gründen. Ich habe es als sehr anstrengend zu lesen empfunden. Endlose Sätze, wortgewandt, bildhaft und mit bissigem Humor ausformuliert, aber eben einfach too much von allem. Kürzer, knackiger, das wäre es gewesen. Das steht einem humorigen Krimi und hätte Schwung und Tempo reingebracht. So jedoch liest es sich schleppend und dieser Eindruck überträgt sich auch auf die Handlung.

 

Es war das Cover, das mich sofort am Wickel hatte. Ich mag es immer noch und finde es auch immer noch sehr lustig mit dem Rentierkopf im Topf und dem buschigen Schwanz, der aus der Ofenklappe schaut. Mit dem Rentier ist ein Bezug zum Handlungsort gegeben (welches Tier im Ofen steckt, weiß ich nicht ;) ), und der Küchenausschnitt vermittelt eine gewisse Gemütlichkeit. Schön und augenfällig.

 

Fazit:  Leider hat der “umständliche” Schreibstil mir den Gefallen und das Vergnügen an der Geschichte sehr verdorben. Das bremst den Lesefluss, das bremst die Handlung. So wollte einfach keine Spannung aufkommen. Hier und da etwas weniger geschliffener Humor hätte die Story auch nicht sfort niveaumäßig unter die Fußmatte sinken lassen, aber sicher etwas Tempo reingebracht.Ich bin im Zweifel, ob ich Kuhalas zweitem Fall “Ein beschissenes Sortiment an Schwierigkeiten” noch eine Chance gewähren werde.

Source: leserattz.wordpress.com/2012/02/05/rezension-reusenkadaver-und-andere-unannehmlichkeiten-markku-ropponen
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