logo
Wrong email address or username
Wrong email address or username
Incorrect verification code
back to top
Search tags: Mythologie
Load new posts () and activity
Like Reblog Comment
show activity (+)
review 2017-12-21 13:50
Scharade in Moskau
The Girl in the Tower - Katherine Arden

Von Trauer überwältigt flieht Vasja vom Hof ihres Vaters. Sie möchte ihre Zukunft selbst bestimmen, sehnt sich nach Abenteuern. Begleitet von ihrem treuen Hengst Solovey streift sie durch die Wälder, sucht nach einem erfüllenden Leben. Um nicht aufzufallen, verkleidet sie sich verbotenerweise als Mann. Als Vasja drei entführte Mädchen aus den Händen räuberischer Tartaren befreit und mit ihnen in ein Kloster flüchtet, ahnt sie nicht, dass ihrer Verkleidung eine harte Probe bevorsteht. Denn im Kloster trifft sie auf ihren älteren Bruder Sasha, der an der Seite des Großfürsten von Moskau nach eben jener Räuberbande fahndet, der Vasja die Mädchen entriss. Der Großfürst ist vom Mut des furchtlosen jungen „Mannes“ begeistert. Unbekümmert lädt er Vasja nach Moskau ein und bringt sie damit in eine gefährliche Zwickmühle: sie kann sich nicht als Frau offenbaren, die Einladung aber keinesfalls ablehnen. Wird ihre Täuschung enttarnt, riskiert sie nicht nur ihr Leben, sondern auch Sashas. In Moskau angekommen, verschlägt es Vasja schier die Sprache. Doch schon bald erkennt sie, dass sich hinter der prunkvollen Fassade eine Schlangengrube politischer Intrigen verbirgt. Und die größte Bedrohung ist übernatürlichen Ursprungs…

 

„The Bear and the Nightingale” hätte wunderbar als Einzelband funktioniert. Das Ende bietet genau die richtige Mischung aus offen und geschlossen, sodass Katherine Arden frei entscheiden konnte, ob sie die Geschichte weiterführt oder es den Leser_innen überlässt, zu spekulieren, was als nächstes geschieht. Ich glaube, was sie letztendlich dazu bewog, den Nachfolger „The Girl in the Tower“ zu schreiben und eine Trilogie zu forcieren, war ihre eigene Neugier. Sie wollte wissen, wie es mit ihrer Protagonistin Vasja weitergeht. Sie wollte die Limitationen ihres Universums erforschen, das einzigartig lebendig mit der slawischen Folklore verbunden ist. Im ersten Band konnte sie viele Sagengestalten nicht involvieren, weil der inhaltliche Rahmen dies nicht zuließ – ohne Fortsetzung hätte sie ganz darauf verzichten müssen. Das erschien ihr offenbar inakzeptabel, was mich als Leserin natürlich sehr freut. „The Girl in the Tower“ taucht noch tiefer in die russische Mythologie ein. Neben den entzückenden Hausgeistern stellt Katherine Arden bedeutende Märchenfiguren vor, die sich erst aufgrund der Öffnung des Horizonts ihrer Geschichte homogen in diese einfügen, ohne sie zu dominieren. Vasjas Welt ist gewachsen. Sie verließ den väterlichen Hof, wagt sich in die Weite des Landes hinaus, das eines Tages „Russland“ heißen wird und begibt sich auf die Suche nach ihrer Identität. War „The Bear and the Nightingale“ eine 16 Jahre umspannende, beherrschte Schilderung von Vasjas Kindheit und Jugend, zieht das Tempo in „The Girl in the Tower“ nun deutlich an. Arden packt eine ordentliche Schippe Action drauf und erhöht den Spannungsbogen mit rasanten Verfolgungsjagden, Kämpfen, Intrigen und Vasjas riskanter Tarnung als Mann. Trotz dessen wirkt die Handlung niemals gehetzt oder überhastet, weil die Autorin die inhärenten Konflikte ihrer Geschichte weiterhin eingehend ergründet. Vasjas Konflikt mit den Normen der Gesellschaft tritt explizit in den Vordergrund. Sie widerspricht der damaligen Vorstellung einer demütigen, gottesfürchtigen und vor allem unsichtbaren Frau; ihre couragierten Taten werden nur akzeptiert, weil sie sich als Mann ausgibt. Ich habe mich über die Ungerechtigkeit dieses Rollenbilds fürchterlich geärgert, obwohl es selbstverständlich der Realität des 14. Jahrhunderts entspricht. Ich konnte mich mit Vasjas hilfloser Zerrissenheit voll identifizieren, fand allerdings auch die Perspektive ihrer Geschwister Sasha und Olga sehr interessant. Es fällt ihnen schwer, die kaum zu zügelnde Wildheit ihrer Schwester zu tolerieren. Sie bewundern Vasjas Talente widerwillig, zum Beispiel ihren beeindruckend realistisch dargestellten sensiblen Umgang mit Pferden, doch sie können nicht damit umgehen, dass Vasja alle Konventionen verweigert. Ich konnte ihre Empörung zum Teil verstehen, denn freilich bringt Vasjas sorglose Hitzköpfigkeit sie alle durch ihre Nähe zum Großfürsten in Gefahr. Leider hatte ich Schwierigkeiten, Moskau im 14. Jahrhundert zu visualisieren. Während Arden ihre Leser_innen erneut mit traumhaft atmosphärischen Beschreibungen der Wildnis verwöhnt, wollte sich bei mir einfach kein konstantes Bild der Stadt einstellen. Es flackerte. Nichtsdestotrotz habe ich durch die Lektüre abermals viel gelernt. Mir war nicht bewusst, dass es sich bei Großfürst Dmitrii Ivanovich um eine reale historische Persönlichkeit handelt und er der erste Regent war, der sich gegen die Herrschaft der Mongolen über Moskau auflehnte. Katherine Arden kombiniert diese explosive politische Situation mit einer übernatürlichen Bedrohung, wodurch „The Girl in the Tower“ reifer als der Vorgänger wirkt.

 

Ich kann das Finale der „Winternight Trilogy“ kaum erwarten. So viele ungeklärte Fragen warten darauf, beantwortet zu werden. Vasjas Wurzeln liegen noch immer im Dunkeln, ebenso wie die Rolle des Winterkönigs. Wieso erwählte er ausgerechnet Vasja? Ich vermute, dass sein Interesse an ihr mit dem Geheimnis ihrer Familie mütterlicherseits zusammenhängt. Laut Goodreads wird der dritte Band „The Winter of the Witch“ heißen und im August 2018 erscheinen. Ich werde mich gedulden müssen. Vielleicht nutze ich die Wartezeit, um meine Kenntnisse der russischen Geschichte aufzupolieren. Katherine Arden weckt in mir eine beharrliche Neugier hinsichtlich dieses weiten, mysteriösen Landes, das auf eine bewegte Vergangenheit zurückblickt. Ihre Faszination ist ansteckend. Ich habe Lust, Russland von einer ganz neuen Seite zu entdecken, in seiner magischen, leidenschaftlichen Mythologie zu versinken. Ich möchte das Russland kennenlernen, das Katherine Arden so liebevoll porträtiert: Vasjas Russland.

 

Vielen Dank an den Verlag Ebury Publishing und Netgalley für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars im Austausch für eine ehrliche Rezension!

Like Reblog Comment
show activity (+)
review 2017-09-06 04:39
Rezension | Töte mich von Amèlie Nothomb
Töte mich - Amélie Nothomb,Brigitte Groß... Töte mich - Amélie Nothomb,Brigitte Große

Beschreibung

 

Graf Neville hat Anlass zur Sorge um seine siebzehnjährige Tochter Sérieuse. Nachdem das Mädchen die Nacht im Wald verbrachte wurde sie von einer Wahrsagerin gefunden und in Obhut genommen. Als Graf Neville seine Tochter abholt, wird ihm prophezeit, dass er auf seiner Garden Party einen Menschen ermorden wird. Die schreckliche Vorstellung auf seiner letzten Party im Château du Pluvier einen solchen Fauxpas zu begehen bereitet dem Grafen Kopfzerbrechen, bis schließlich Sérieuse ihn davon überzeugt das perfekte Opfer zu sein.

 

Meine Meinung

 

Amélie Nothombs neuster Roman „Töte mich“ zieht schon alleine durch seinen provokanten Titel die Blicke auf sich (welcher meiner Meinung nach auch perfekt zum Inhalt der Geschichte passt).

 

Im Mittelpunkt der Szenerie steht die schrullige Adelsfamilie um den Grafen Henri Neville und seine Frau Alexandra. Gemeinsam haben sie drei Kinder, den ältesten Sohn und die älteste Tochter haben sie Oreste und Électre genannt, ihre jüngste Tochter trägt den Namen Sérieuse. Bedenkt man die Herkunft der Namen aus der griechischen Mythologie erschließt sich einem auch gleich, warum Henri und Alexandra Neville ihre jüngste Tochter nicht nach Iphigenie benannten. Die gewagte Mischung aus Mythologie, Moderne und dem hochtrabenden Gebaren der adeligen Oberschicht sorgt für ein eindrucksvolles Setting.

 

"Das einzige seiner Kinder, in dem er sich wiederfand, war die schweigsame linkische Sérieuse, die sich so unwohl fühlte in ihrer Haut." (Töte mich, Seite 17)

 

Genau wie Agamemnon kann auch der Graf seinem Schicksal nicht entfliehen. Durch die Prophezeiung der Wahrsagerin, die besagt dass er auf seiner nächsten Party jemanden ermorden wird, nimmt die Story deutlich Fahrt auf. Der Graf zerbricht sich über die anstehende Garden Party den Kopf, die er als erfahrener und etikettentreuer Gastgeber auf keinen Fall absagen will, schon aus dem Grund dass es sein letztes Fest im Château du Pluvier sein wird ist dies vollkommen ausgeschlossen. Welche Optionen bieten sich ihm? Wen wird die Prophezeiung ereilen? Wen soll er als Opfer erwählen?

 

"Das Vorhaben, das Neville am Morgen noch so berauscht hatte, erschien ihm schon am Nachmittag zweifelhaft." (Töte mich, Seite 54)

 

Das temporeiche Zwiegespräch zwischen Vater und der Tochter Sérieuse bildet das Herzstück des Romans. Die skurrile Situation die sich durch den Opferwunsch der Tochter und die moralischen Bedenken des Vaters ergeben sorgen für einen leserlichen Hochgenuss. Eine zusätzliche Portion schwarzen Humors sorgt für den einnehmenden Charme der Geschichte.

 

Amélie Nothomb hat in „Töte mich“ ihre schriftstellerische Originalität und Einzigartigkeit unter Beweis gestellt. Ich habe wirklich jede einzelne Seite dieser einfallsreichen und kreativen Komposition genossen.

 

Fazit

 

Ein modernes und skurriles Märchen das für hochkarätige Unterhaltung sorgt.

Source: www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-toete-mich-von-amelie-nothomb
Like Reblog Comment
show activity (+)
review 2016-05-29 12:18
Der Sohn des Donnergottes
Der Sohn des Donnergottes - Arto Paasilinna

 Zur Geschichte
Das Christentum ist in Europa Staatsreligion Nummer 1. So auch in Finnland, doch das passt den finnischen Götter so gar nicht uns so schmieden sie einen Plan um den alten Glauben wieder populär zu machen. Dazu schickt der Obergott Ukko, seinen Sohn zu den Menschen, damit dieser  das Volk zum wahren Glauben bekehren kann. Doch so leicht ist es nicht, denn mit dem Aussehen eines göttlichen Wesens könnte die Menschheit nicht umgehen, darum braucht Rutja einen Menschen mit dem er den Körper wechseln kann um in diesem seine Aufgabe in Angriff nehmen zu können.

Und da kommt ihm Sampsa, der Farmer und Atiquitätenhändler grade recht, denn er ist dem heidnischen Glauben gar nicht abgeneigt, im Gegenteil, er hält sogar im Wald ein Ritual für Ukko ab. Und so nehmen seine Dinge ihren Lauf...

Ob Rutja und Sampsa es zusammen schaffen die Finnen zum neuenalten Glauben zu bekehren?

Der Anfang...

    Der Himmel der Finnen wird von einem Weltnagel an Ort und Stelle gehalten, dessen Fixpunkt der Polarstern ist. Der Himmel an sich ist ein Schwindel erregend weitläufiges Firmament, erleuchtet von Tausenden von Sternen. Dort regieren die finnischen Götter und Schutzgeister, und dort wohnen die verstorbenen guten Finnen. Die grösste Macht liegt in den Händen von Obergott Ukko, dem Donnergott.



Meine Gedanken zum Buch
Der Titel ist passend, denn schliesslich ist Der Sohn des Donnergottes einer der Protagonisten. Hätte mich erstaunt wenn der nicht im Titel Erwähnung gefunden hätte. Und was das Cover angeht, es ist schlicht und zeigt einfach eine typisch finnische Landschaft.

Mehr gibt's es zum Schreibstil von Arto Paasilinna zu sagen, denn an den musste ich mich erst etwas gewöhnen. Keine Ahnung warum, denn so speziell ist er nicht. Das einzige was halt schwierig ist, sind die Namen. *gg* Die sind uns halt nicht grade geläufig also musste ich bei dem ein oder anderen schon mal mehr als einmal ansetzen. Aber wenn man mal drin ist, ist das Buch leicht und flüssig zu lesen.

Wie ich oben schon angedeutet habe, hab ich mir damals, als ich das Buch gekauft habe, einiges mehr versprochen. Der Autor kennt sich mit der finnischen Götterwelt aus, oder er hat gut recherchiert, aber dass alleine macht eben noch keine gute Geschichte, oder gutes Buch aus. Die dee die Arto Paasilinna hatte, war wirklich gut, und er hätte wirklich viel daraus machen können. Also um was gehts...

Die finnische Götterwelt findet es nicht mehr witzig das kein Knochen auf der Erde an sie glaubt, geschweige denn auf irgend eine Art an sie denkt. Von Opfergaben und Ritualen mal abgesehen. Sie sind nicht mehr existent in ihrem Volk und das muss geändert werden finden sie. Doch wie macht man das, der christliche Glaube ist in den letzten 2000 Jahre so stark geworden, das es sicher kein leichtes ist, die Finnen zum neuenalten Glauben zu bekehren. Also entscheiden sie sich den Sohn des Hochgottes auf die Erde zu schicken um die Menschen eines besseren zu belehren.

Ich finde das eigentlich ne ganz spannende Sache. Warum das ganze noch mal so rum versuchen? Schliesslich schickte der christliche Gott auch seinen Sohne auf die Erde um die Menschen zu überzeugen das er der einzige Gott für sein Volk sei. Was wird also Rutja anstellen um seine Schäfchen zu überzeugen? Er weiss, alleine geht das nicht, die Hilfe findet er nicht nur in Sampsa, mit dem er seinen Körper tauscht, sondern auch in anderen Menschen die er überzeugen konnte. Aber ob das reicht um ein ganzes Volk zu bekehren?

Das Buch hat mir gefallen. Mehr aber auch nicht, Spannung blieb aus, es war zum teil doch sehr vorhersehebar und ich hätte mir da doch ein bisschen mehr Originalität gewünscht. irgendwie war mir alles etwas zu flach. Und das versprochene Chaos das mit auf dem Klappentext versprochen wurde blieb auch aus. Viel zum schmunzeln gab's nicht. Auch regte es nicht grade so sehr an über das spannende Thema, welches es durchaus hätte sein können, nach zu denken. Nur einmal, als es um die neuen Gebote ging.

Die Charakteren waren zwar wirklich sehr unterschiedlich und man bekam auch einen Eindruck der einzelnen Personen, aber auch das reichte für mich leider nicht aus um es spannend genug zu machen. ich war 18 oder gar 28 mal knapp davor das Buch abzubrechen. Was aber irgendwie auch nicht fair gewesen wäre, denn schlecht war's nicht. Es war halt einfach nur Mittelmassig. Man muss aber auch sagen das dies erst das 3. Buch des Autors war, vielleicht sind die neueren ja besser. Potential hat der Autor, denn nur schon die anderen Titel lassen wieder auf verrückte Überlegungen deuten. Die Frage ist nur, wie konnte er diese umsetzen? Ich bin also neugierig und wenn mir der Autor zufällig noch mal in die Hände fällt werd ich sicher noch mal eins versuchen. Aber jetzt extra eins suchen und bestellen werde ich sicher nicht.

Mein Schlussfazit
Eine tolle Idee die leider nicht so gut umgesetzt wurde wie ich mir das erhofft hatte. Eine Geschichte die man lesen kann, aber nicht muss.

Like Reblog Comment
show activity (+)
review 2015-12-31 14:40
Engelherz #1 - Litlith Chroniken - Die Geschichte der ersten Frau Adams
Engelherz (Die Lilith-Chroniken, #1) - Jennifer Schreiner

 Mein Name ist Lilith und ich bin die erste Frau. Ich bin die erste Frau Adams. Erschaffen von Gott als Individuum, erschaffen als Gefährtin für Adam. Keiner von uns soll alleine sein. Für immer wandeln im Garten Eden. Doch ich liebe Adam nicht! Und keiner kann das verstehen, nicht ich, nicht Adam und auch nicht die Engel die uns ständig beobachten. Ich mag es nicht wie Adam über mich verfügen will. Ich habe meinen eigenen Willen, Gefühle kann man nicht erzwingen und genau dieser Wille bringt eine uralte Geschichte ins rollen. Meine, Adams und dann Evas, denn ohne mein Tun, oder eben nicht tun, wäre sie gar nicht erschaffen worden...

Erster Satz:

    Am Anfang war alles.



Meine Gedanken zum Buch

Das eBook ist mir beim stöbern vor Monaten mal aufgefallen, nicht zuletzt wegen der Beschreibung. Denn eigentlich ist es kein purer Fantasyroman sondern hat mit Religion zu tun. Es geht um die erste Frau Adams. In den christlichen Aufzeichnungen, also der Bibel, wird sie mit keinem Wort erwähnt. Kennt man aber den Talmud weiss man das sie da genannt wird, und nicht nur als erste Frau von Adam sondern auch als Kains Mutter. Und ich find es daher immer spannend wenn Autoren oder Autorinnen solche Mythen aufgreifen. Und darum war ich gespannt was Frau Schreiner aus dieser Geschichte gemacht hat.

Erstmal fällt natürlich das Cover auf, welches, wie ich persönlich finde, sehr hübsch ist. Verführerisch, weiblich und vielleicht auch etwas ätherisch. Also ja, es passt hervorragend zur Geschichte. Der Titel passt ebeso gut. Das einzige verwirrende ist, das die anderen Teile genau gleich heissen. Man hätte die 3 Teile echt eh nur als ein ganzes heraus geben können. Meine Meinung.

Was den Schreibstil von Jennifer Schreiner angeht, der gefällt mir richtig gut, er ist flüssig zu lesen, man kommt gut in die Geschichte rein.

Was die Geschichte betrifft, es ist wirklich eine gelungene Adaption des Mythos von Lilith. Sie wird von Gott geschaffen, als Individuum, mit freiem Willen, mit allem wissen, so wie Gott. Denn als sie erschaffen wurde ist sie sich bewusst. Sie stellt Dinge in Frage, und hadert mit der ihr zugedachten Rolle an Adams Seite. Warum? Weil sie ihn nicht liebt. Weil sie Dinge weiss, wovon Adam nichts zu wissen scheint. Das dies natürlich so nicht wirklich vorgesehen war, war klar, und durch ihr eigenwilliges handeln bringt sie all das, was Gott eigentlich wollte, durcheinander. So das JAHWE beschliesst sie zu bestrafen.

Es hätte so schön sein können, Sie und Adam für immer jung im Garten Eden...  

Mein Fazit
Ich denke das eBook ist für jeden geeignet der gerne Fantasy mag aber auch für alle jene die sich für Religion und Spiritualität interessieren, denn es geht eigentlich auf einige sehr philosophische oder auch spirituelle Fragen ein. Wie, was ist der Freie Wille oder was bringt dieser Freie Wille überhaupt, oder gibt es ihn denn auch wirklich?! Je nach dem wie man das Buch liest nimmt man vielleicht etwas mehr oder weniger mit. Aber spannend ist es und gute Unterhaltung ist es ebenso. Ich werd mir auf alle Fälle die anderen auch noch holen ;)

Like Reblog Comment
show activity (+)
review 2015-10-11 09:47
Kitty Kathstone #1 - Der gelungene Auftakt einer fantstischen Trilogie
Kitty Kathstone: Band 1 - Sandra Öhl,Sir Larry Oehl
Ja, wisst ihr eigentlich wie das ist wenn man erfährt das man sein ganzes bisheriges Leben angelogen wurde, das nichts so ist wie man es einem erzählt hat? Nicht? Dann seit froh, das ist nämlich Schiesse. Ich bin 15, bin wieder mal von der Schule geflogen weil ich für jemanden eingestanden bin, weil ich einem schwächeren geholfen habe und wer zieht die Arschkarte? Genau, Ich! Danke auch, und zur Strafe verfrachtet man mich an eine neue Schule, an die C.O.G. Geht's noch? Aber angeblich soll ich dort meine wahre Natur kennen lernen und meine Verantwortung die die Kathstones seit Generationen auf sich tragen zu meistern. 
 
Ach ja, das hab ich euch ja vergessen zu sagen, ich bin nicht Kitty die 15 jährige und aufmüpfige Schülerin ich bin eigentlich eine Katze, noch genauger gesagt, eine Wehrkatze!! HAHA... Ja sagt das mal meiner Mutter und Grossmutter. Die spinnen doch, aber wenn die meinen ich mach da mit haben die sich geschnitten.

Tja, aber ich hab die Rechnung ohne meine Grossmutter gemacht denn die schleift mich grade in diese Schule. 
 
Was mich da erwartet, das glaubt ihr echt nicht! Ich glaube es ja selbst nicht einmal! Willst du es dennoch wissen? Dann komm mit mir mit und wundere dich selber... 
 
Ich sag's euch: Geheimnisse sind Scheisse! 
 

Erster Satz

Es gibt Geschichten, über die man nicht sprechen, und jene, die man schon gar nicht erzählen sollte. 
 

Was ich dazu zu sagen habe

Als erstes fällt einem natürlich das Cover ins Auge, es ist wirklich wieder ein ganz fantastisches. Es ist so sammtig im Griff mit floralen Muster, was mir wirklich gut gefällt. Was den Titel angeht, ist es etwas ungewöhnlich dass das Buch keinen Sub-Titel bekommen hat. Denn die meisten Mehrteiler haben einen. Ich bin auf jeden Fall gespannt wie der 2. Band dann ausschaut. Der Titel steht für die Protagonistin in diesem Buch. Um sie dreht sich die ganze Geschichte. 
 
Der Schreibstil von  Sandra Öhl find ich einfach erfrischend. Frech, witzig und flüssig zu lesen. Auch die Aufmachung im Buch selber find ich schön denn die Kapitel sind in der selben Schrift gehalten wie die Namen des Erzählers und der Autorin. 
 
Wenn ich das Buch kurz beschreiben müsste würde ich als erstes Fragen ob ihr die Frostreihe von J. Estep kennt. Wenn ja würde ich euch sagen, es ist ziemlich ähnlich wie diese Hexalogie aber doch um einiges komplexer. Es geht hier auch um ein Mädchen das grade erfährt das sie alles andere als normal ist, Sas die Familie, oder besser die beiden Frauen die ihr am nahsten stehen, sie immer angelogen haben und Kitty ab sofort auf eine
spezielle Schule geschickt wird wo sie mit ihrem Schicksal und ihrer wahren Natur bekannt gemacht wird. Und doch ist diese Geschichte anders. Auch hier treffen wir auf mythische Wesen wie, Gorgonen, Formwandler, Vampire, Einhörner, Walküren und Götter und mehr. Doch die ganze Geschichte ist sehr viel komplexer, wie ich finde. Ich mag die Frost-Hexalogie mega, aber die Kitty Kathston-Trilogie ist noch etwas fantastischer. 
 
Kitty kommt aus einer sehr angesehenen Familie. Ihre Grossmutter hat hohes Ansehen erreicht. Kitty muss sich nun würdig erweisen die wichtige Aufgabe zu übernehmen. Die Aufgabe eines so genannten Gardien. Ein Jahr lang hat sie dafür Zeit. Sie muss sich mit ihrem Stein vertraut machen, dem Stein der Gerechtigkeit. Doch so leicht ist das nicht, zumal sie nicht grade auf Freunde stösst als sie in die Schule eintritt. Denn eigentlich gibt es schon eine Anwärterin für diesen Posten. Und nun muss sie sich doppelt beweisen. Wer am Schluss des Jahres die Aufgabe am besten meistert, den wird der Stein auserwählen. 
 
Das dies natürlich nicht reibungslos von statten geht, schon gar nicht am Anfang, war ja klar. Kitty hat in diversen Fächern Unterricht in denen sie mit Pauken und Trompeten versagt. Freunde finden unter all den Wesen ist auch nicht einfach. Nicht mal mit ihrer zugewiesenen Mentorin Nora schliesst man einfach mal so eine Freundschaft. Nora, die absolute Streberhin ist genau das Gegenteil von ihr selber. Aber ihr wird schnell bewusst das es nichts hilft sich ständig bockig zu stellen.
 
Und wie es halt so ist, kaum angekommen bekommt sie schon Ärger, sie rutscht in ein Abenteuer welches nicht ganz ungefährlich ist. Sie mag es nämlich nicht wenn man sie anlügt, sie wird für etwas beschuldigt was sie nicht getan hat und Leben auf dem Spiel stehen und andere nur zugucken. 
 
Die Charaktere sind in dieser Geschichte so verschieden wie es wohl die Wesen sind. Sandra Öhl hat es wirklich geschafft die Figuren so zu beschreiben das man sie vor sich sieht. Nora, ach was für ein Bild würde sie abgeben, genau so wie Kitty die Rebellin. *g* Schade kann ich nicht zeichnen sonst würde ich es tun. Es sind allesamt fantastische Persönlichkeiten. Sehr gut herausgearbeitet, liebevoll beschrieben und man freut sich sie im nächsten Band wieder zu sehen. Natürlich gibt es auch die Schurken, die braucht eine Geschichte halt. Auf alle Fälle eine solche. 
 
Was Kitty angeht, sie ist ein starkes, freches aber eine herzensgutes Persönchen. Manche würden sie auch rebellisch nennen. Was wohl nicht zuletzt an ihrem Kleidungstil zu erkennen ist. Aber auch Nora, die Streberin ist eigentlich ganz mutig, auch wenn sie manchmal nicht danach ausschaut. Sie nimmt trotz allem die Herausforderung an die sich ihr stellen und die beiden sind eigentlich ein tolles Paar.;) Da gibt es aber noch viele andere Personen, Wesen die man hier beschreiben könnte, aber ich will euch ja gar ich alles vorweg nehmen, auch der weise Drachen, oder Kittys Grossmutter, Aramd, ach ja und der Feenprinz... und und und... alle ganz spezielle auf ihre Art.

Ach ja, man merkt es schon, ich bin ins schwärmen gekommen, aber ich mag solche Bücher die wirklich sehr kompakt sind, die viele gute Charaktere hat, aber vor allem mag ich Geschichten die auch noch eine tiefere Botschaft ins sich tragen wo mehr als nur eine Geschichte verborgen ist, sondern einem noch etwas zum nachdenken geliefert wird. Das tut diese Geschichte nämlich. Inwiefern? Nun, in dieser Geschichte geht es ums Gleichgewicht. Nicht nur in unseren Charakteren, Handlungen, der Natur, nein, es ist ein allgemeingültiges Universalgesetz. Nichts, aber auch gar nichts ist nur etwas. Alles hat 2 Seiten. Wir leben in einer polarisierten Welt. Ohne Licht gibt es keine Schatten, ohne Leid wüssten wir nicht was Glück ist, Ohne Hass keine Liebe. Und ich finde, diese Sache hat die Sandra Öhl gut in die Geschichte mit eingewoben.
 

Fazit

Eine wirklich spannende Geschichte die bis zum Schluss überzeugen konnte. Mit spannenden Charakteren und liebenswerten Persönlichkeiten ;)
 
 
Wer jetzt gerne mehr über die Steine und die verschiedenen Charaktere erfahren möchte, kann das gerne auf der Seite von Kitty Kathsone tun. Da findet ihr nicht nur die Beschreibung der 12 Steine und Gardiens. Es gibt eine Lese- und Hörprobe und viele mehr. 
 
Und wer gerne dann wirklich gerne ein Buch oder das Hörbuch möchte, dem kann ich schon verraten das es hier im Blog ab Donnerstag ein Gewinnspiel dazu geben wird. Also schaut noch mal rein!

Das Buch wird ab Donnerstag dem 15. erscheinen. Solltet ihr es im eurer Buchhandlung ncht finden, es kann bei jedem Buchhändler und in jedem Onlineshop bestellt werden ;) Also, viel Spass euch mit dem tollen Buch! Ich kann es, wie ihr wohl bemerkt habt, allen nur empfehlen!
More posts
Your Dashboard view:
Need help?