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review 2017-08-04 02:20
Interesting but also predictable and curt
Dreamwalkers (The Oneiroi Legacies) (Vol... Dreamwalkers (The Oneiroi Legacies) (Volume 1) - Tiaan Lubbe,Lian Sachse,Zani Pohl

*****I was given a copy of this book in exchange for an honest review*****

This book has a unique premise. Narciso di Angelo is a sixteen-year-old orphan boy that lives on the streets in Italy. He has a very interesting ability(s), when he lays down to sleep he does not do any dreaming of his own, he walks the dreams of others both sweet and nightmarish alike. He must see each through until the end where a doorway appears that leads out to the real world. He believes that he is the only one who can do such things and is extremely surprised to learn (the VERY hard way) that he is not alone in his abilities. Not only are there others that have been doing this for a lot longer than his 16 years but they are kick ass and slightly super hero(ish). He is told that they use their abilities to counter terrorists' nefarious deeds and to be forces of good in the world. Is this true? There are 2 factions of Dreamwalkers, is he even with the right group? What exactly are all of his abilities? How did he get these abilities and who were his parents? There are a few twists though most were regrettably foreseeable. The writing and world building were both good but if you're into stories that are wrapped up sparkly and neat, this is probably not for you. The premise is unique, the writing is decent, the plotline is good (though pretty predictable) BUT that ending... the end just drops off and there is no sugarcoating that cliffhanger... it's abrupt and it's critical!! I myself loathe cliffies, especially ones that have the story there one minute and after turning the page there is nothing but acknowledgments. Over all this was enjoyable, slightly sluggish in parts and then utterly baffeling when the end goes and leaves you high and dry at the alter... Swiping back and forth frantically trying to see if you mistakingly broke the book... NOPE... Fear not... It's written that way

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text 2017-07-26 11:36
Erster Satz | Kai Erik: Das böse Buch
Das böse Buch: Thriller - Kai-Erik Peiponen,Thorsten Alms

Während der dreißig Jahre, die Mickel Backman an der Åbo Akademie gelebt und gelehrt hatte, war der Etat für das Literaturwissenschaftliche Institut ständig gekürzt worden. 

 

Die schlechte Wirtschaftslage hatte die ganze Universität in Mitleidenschaft gezogen, aber ganz besonders die kleinen Institute und die weichen Fächer. Als Hochschullehrer hatte sich Mickel vor dem Fakultätsrat den Mund darüber fusselig geredet, dass dieser Abbau zu einer Oberflächlichkeit führte, die den Sinn und Zweck der Literaturwissenschaften aushöhlte. Alle hörten zu und nickten und murmelten Zustimmung, aber der Druck zu mehr Effektivität und schnelleren Abschlüssen kam von oben und nahm kein Fach aus. 

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review 2017-05-29 10:16
Herrlich ironisch aber gefühlvoll, zwischen Emotionen und Vergangenheitsbewältigung
Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt - Kristina Günak
Dank der Bücherplattform Lesejury.de durfte ich mit diesem Buch an einer Leserunde teilnehmen. Der LYX-Verlag hat mir ebenfalls über Netgalley.de ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich möchte mich hiermit beim Verlag LYX - Bastei Lübbe noch mal herzlichst dafür bedanken. Die Leserunde auf Lesejury.de hat es mir allerdings schwer getan, da ich durch die langen Leseabschnitte gezwungen war, das Buch 2 mal für mehrere Tage zur Seite zu legen. Ich kann deswegen nur empfehlen das Buch in einem Rutsch zu lesen und sich von Beas Gefühlschaos mitreissen zu lassen.
 
Cover:
Ein schönes und lustiges Cover. Die schöne handgeschriebene Schrift ziert in der Mitte das Cover, drumherum Kringel, die Telefonkritzeleien sein könnten, oder wenn ein Autor gedankenverloren an seinem Plot arbeitet. Bei den gelben Tupfen bin ich mir nicht sicher, was sie darstellen sollen, goldene Konfetti? Ich finde es verspielt, aber trotzdem schlicht und schön.
 
Handlung:
Um den kleinen Verlag zu retten, muss Bea mit dem rüpelhaften Starautor Tim Bergmann auf Lesereise gehen. Nur wenn er einen wichtigen Leserpreis gewinnt, für den sie während der Reise viel Werbung machen müssen, kann der Verlag weiter existieren. Aber Tim schreibt Dystopien und passt so gar nicht in das Konzept eines Verlages für Liebesromane. Er ist launisch und expulsiv. Aber Bea muss die 4 Wochen kreuz und quer durch Deutschland mit diesem Mann überstehen, vor allem weil er doch immer wieder ungewohnte Gefühle in ihr hervorruft, die sie ziemlich aus dem Konzept bringen.
 
Buchlayout/Haptik:
Die 37 Kapitel sind recht kurz, was ich als ganz angenehm empfunden habe, zumindest hat es mich im Lesefluss nicht gestört. Zu jeder Kapitelnummer gibt es auch noch einen kurzen, aber prägnanten Titel.
 
Idee/Plot:
Beide Protagonisten haben eine sehr ähnliche Vergangenheit. Wobei Tim damit offener umgeht und diese Vergangenheit auch in seinem Buch verarbeitet. Bea hingegen flüchtet in akribische Kontrolle. Diese beiden Menschen prallen nun aufeinander und müssen unter erhärteten Bedingungen miteinander auskommen. Sie werden durch die Anwesenheit des anderen mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, was natürlich dann auch zu einigen Konfliktmomenten führt. 
 
Handlungsaufbau/Spannungsaufbau:
Die Handlung wird sanft aber stetig aufgebaut. Wir bekommen zunächst nur häppchenweise was von Beas und Tims Vergangenheit mit, erhalten aber im Laufe des Buches immer mehr Einblick. Die Spannung und das Prickeln werden auch sehr schön über das Buch aufgeteilt und steigt von Abschnitt zu Abschnitt, bis es in einen tollen Gänsehautmoment gipfelt. 
 
Szenerie/Setting:
Kristina Günak versteht die Umgebung knackig aber prägnant zu umschreiben. Sie hält sich nicht mit ausladenden Beschreibungen auf und setzt den Fokus vielmehr auf die Gefühls- und Gedankenwelt. Da wir uns auch in Deutschland befinden ist es für den Leser leicht, sich die Szenerien vorzustellen. Es passt auch gut zusammen: die Welt rund um Bücher, der Alltag in einem ums Überleben kämpfenden Verlag, der dystopische Schreiberling Tim und die selbstbeherrschte Bea. Eine gute Mischung, nicht zu viele Nebenschauplätze aber geschickte Nebenhandlungen.
 
Sprache/Schreibstil:
Das Buch lässt sich wunderbar locker und leicht lesen. Die Sprache ist absolut flüssig und herrlich spritzig und frech. Die Geschichte wird uns ausschließlich in der Ich-Perspektive von Bea präsentiert und gibt uns einen tiefen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Witzige und ironische Sprüche wechseln sich ab mit immer wieder recht reflektierenden Gedankenblitzen.
„Sein Blick wird stechender, und ich halte mich unauffällig mit einer Hand an der Tischkante fest. Diana weiß, wo ich bin, Wenn ich nicht zurückkomme, wird irgendwann sicherlich jemand nach mir suchen. Spätestens wenn die Besprechungskekse alle sind, wird ihnen auffallen, dass der böse Autor mich erlegt hat.“
S. 53 (Kristina Günak: „Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt“, Taschenbuch © 2017 LYX by Bastei Lübbe AG, Köln)
 
Emotionen/Protagonisten:
Bea hat es in ihrer Kindheit nicht leicht gehabt. Es wird schnell klar, dass sie ein Pflegekind war und durch Glück an ihre Pflegeeltern gekommen ist, die sie aus dem „Ursumpf“ gezogen haben. Ihre bittere Erfahrungen von ihren leiblichen Eltern verbirgt sie hinter einer steinernen Maske aus Kontrollzwang und strengen To-Do-Listen. Ihr Schicksal ist ihr großes Geheimnis. Zusätzlich hat sie das enorme Problem, dass sie niemals „nein" sagen kann, und so an den Rand ihrer Kräfte gelangt. 
Sie ist ihrer Pflegefamilie extrem zu Dank verpflichtet und hat ihren Geschwistern gegenüber ein sehr weiches Herz. Trotzdem kann sie ganz schön gepfefferte Sprüche loslassen und steht Tim in Sachen Ironie kaum nach. Aber, sie ist auch unheimlich reflektiert, denkt viel über die Geschehnisse nach und beginnt sich aus ihrer Kontroll-Isolation zu befreien.
 
Tim ist zunächst der undurchschaubare Typ à la Bad-Boy. Tätowiert, schwarze Klamotten und ein absoluter Stinkstiefel. So wie man sich auch einen typischen Schriftsteller vorstellt, der nur dystopische Handlungen im Kopf hat. Und dazu ist er auch noch der begehrteste und heißeste Junggeselle auf dem Planeten. Aber sein Buch ist ganz klar die Verarbeitung seiner Vergangenheit, mit der er Bea gegenüber immer offener umgeht. Er ist oft unbeherrscht und aufbrausend, damit macht er Bea zusätzlich des öfteren auch Angst. Diese Angst spürt er, und beginnt zu verstehen, dass etwas mit Bea nicht stimmt. 
 
Aber Tim kann hinter Beas Fassade gucken und hält ihr auch ziemlich oft den Spiegel vor: 
„Tim Bergmann berührt mein Herz. Auf eine sonderbare, nicht fassbare Art und Weise. Dabei tut er gar nichts, um seine Gunst auch nur im Ansatz zu verdienen.“
S. 102 (Kristina Günak: „Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt“, Taschenbuch © 2017 LYX by Bastei Lübbe AG, Köln)
 
Durch die vielen inneren Dialoge, ihre Gedanken und Reflektionen konnte ich mit Bea unheimlich gut mitfühlen. Sie ist für mich absolut authentisch. Ihre Handlungen kann man zwar manchmal als etwas übertrieben sehen, aber sind dennoch nachvollziehbar. Und auch Tim ist für mich kein typischer Buchheld. Er ist oft ein Kotzbrocken, lebt in seiner eigenen Welt, und trotzdem blitzen immer wieder sanftmütige Momente durch, die einem das Herz zum Prickeln bringen.
 
Meine Meinung:
Es ist toll mit zu erleben, wie reflektiert Bea Tims Verhalten aufnimmt. Anfangs noch sehr verunsichert erkennt sie die Gleichheit zwischen ihnen. Beide, Tim und Bea, vollziehen während der Geschichte eine wunderbare Wandlung, die ich ganz wichtig finde. So baut sich das Buch auch wirklich gut auf und nimmt uns immer weiter in das Gefühlschaos der beiden. Wir selber lernen immer mehr die Protagonisten zu verstehen, so wie sie sich selber auch.
 
Der trockene Humor hat mir sehr gut gefallen. Es ist nicht nur ein Klamauk oder ein triefend rührendes Buch. Nein, ironisch komische Situationen und gefühlvolle Momente geben sich wirklich gekonnt die Hand. Ganz großartig geschrieben und wirklich sehr erheiternd!
 
Vor allem möchte ich die Messages, die Kristina Günak uns mit diesem Roman mitgibt, hervorheben. Eine wahre und ehrliche Beziehung beruht auf Vertrauen und Wahrheit. Es geht darum, den wahren Kern des Menschen zu erkennen und ihn so anzunehmen, egal welche Vergangenheit er durchlebt hat. Die wahre Liebe ist Sicherheit geben aber auch Hilfe einfordern. Und für sich selber auch Grenzen setzen und die Grenzen des anderen zu akzeptieren.
 
Eine tolle Idee einer Liebesgeschichte, die erst durch die gemeinsame Reise der Beiden in sehr emotionalen Szenen zu entstehen beginnt. Ab dem letzten Drittel des Buches hat es mich dann noch mal sehr bewegt und mitgenommen, es war ein stetiger Wechsel zwischen Weinen und Lachen. 
 
 
Fazit:
Ich hatte rundum ein tolles Leseerlebnis und habe mich mit diesem Buch auf niveauvolle Art und Weise unterhalten gefühlt. Von mir gibt es dazu eine klare Leseempfehlung
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review 2017-04-12 07:20
Blau und Weiß
KALYPTO - Der Wächter des schlafenden Berges: Roman. Band 3 - Tom Jacuba
"Ein ganz schlechter Witz des Wolkengottes."
Spoiler wenig verhandelbar, da Abschluß einer Trilogie. Wer noch nicht gelesen hat, sollte ins Fazit springen.
Also nach dem Prolog und schon irgendwie seit dem ersten Band in dem das ERSTE MORGENLICHT schon in Versalien ausgezeichnet war und in der Autorenbeschreibung drin stand, dass der Autor auch Science Fiction schreibt, geht mir der Gedanke an die Schiffsbezeichnung nicht aus dem Kopf. Das ERSTE MORGENLICHT, das klingt so wie es betont wird schon nach einem Raumschiff und die Schlafkammern erhärten meinen Verdacht umso mehr. Plus: ich habe Angst um den schlafenden Berg, ich möchte, dass die Kalyptiker die noch leben, wieder aufwachen.

So. Watt hamma denn hier nun wirklich. Letztes Jahr startete ich mit "Die Herren der Wälder" und war so dermaßen begeistert, beinah perfekt, lautete mein Urteil. Schon "Magierin der tausend Inseln" war dann jedoch irgendwie nicht mehr so umwerfend, was vor allem an den Charakteren lag. Denn handwerklich gesehen, kann der Autor auf jeden Fall schreiben und weiß mit Worten zu punkten. Teil 3 nun sollte gehofft wieder umwerfend werden. Das Buch habe ich im Zug eines 'LeseMarathons' auf LB gelesen (mal was anderes als LeseRunden). Das war ganz unterhaltsam und hat interessante Fragen aufgeworfen.


"Ich sehe die Dinge nur, wie sie sind."
- "Und wie sind sie?"
"Wir werden alle sterben."
So viele Charaktere, da bin ich wirklich dankbar, dass wir uns über gut 2/3 des Buches abwechselnd aufteilen auf Lasnic, Catolis und Laukas Perspektive. Leider aber muss ich da auch direkt mein Gemecker ansetzen. Misslungen fand ich den Übergang von "Der Stille" zu "Der Wächter". Was nämlich in einem wunderschönen und unglaublich spannenden Intermezzo endet, beginnt dann mit einem Zeitsprung über die Wintermonate hinweg. Leider springt Laukas Perspektive nicht mit und man erlebt dieselbe Szene aus dem Intermezzo erneut aus ihrer Sicht. Was für mich das Intermezzo obsolet macht. Auch gab es einige Handlungen die ich einfach nicht nachvollziehen konnte und die mir auch manchmal unlogisch erschienen, für völlig verpatzt halte ich die letzten Handlungen des Wächters, weil man vorher auch ab und an mal in seine Perspektive schauen konnte und er ganz andere Wege geplant hatte, als den, den er schlussendlich gegangen ist. Da sind jetzt einfach noch Fragen offen, die mich unbefriedigt zurück lassen.

Dass ich Lauka nicht leiden kann und es ihr von Herzen gönne, diese ekligen Warzen nun zu haben, ist kein Geheimnis, hat se verdient. Catolis' Läuterung hingegen schießt mir so was von quer ein, dass ich hier gar nicht darauf eingehe. Lasnic hat Sympathie gut gemacht, weil er echt rüberkommt, rotzt und flucht, gibt zu sich in die Hosen zu machen vor Angst und ist dennoch mutig genug seinen Trauertränen freien Lauf zu lassen. Der hat was, der Waldmann. Sein Weib hingegen nicht, mit der weinerlichen Zimperliese werde ich einfach nicht warm und kauf' es ihr auch kein Stück ab irgendwie tapfer zu sein. Mein Herz in diesen Büchern gehört Lord Frix, der hat's verstanden, meiner Meinung nach. Und auch Gumpen mit seiner Waldfurie sind hervorragend. Hätte gern noch viel mehr von den beiden gelesen. Wer mir so richtig auf den Nerv geht bis über das Ende hinaus ist Loranye und ich kann daher dem Epilog auch so gar nichts abgewinnen.
 

"Nur wer zerbrochen ist, kann heil werden."
Als würde das alles noch nicht reichen, gibt es zahllose weitere Charaktere die noch nie vorher aufgetaucht sind. Was mit den Nordmännern/Eiswilden als Ganzes beginnt, über einen Gnom geht, einen Finsterfürsten, samt erzknochiger Mutantennachkommen, Zwergen und was nicht noch alles. Gerade die Zwerge hätten wirklich nicht mehr sein müssen. Es gibt genug Völker die involviert waren. Zumal der Finsterfürst als Zwischen'Boss' auch irgendwie lahm war und im Vorbeigehen ausradiert wurde. Denn alle Welt macht sich von allen Seiten auf den Weg nach Kalypto. Das ist das Gute an der Geschichte. 

Dummerweise bin ich diejenige die einen an der Klatsche hat und sich schon vor Lesebeginn dachte: BITTE kein Happy End und wenn doch, BITTE für die Kalyptiker. Tja. ich muss damit leben, dass ich - mal wieder - daneben lag. Auch mit der Überlegung es könne ein Raumschiff sein.
Es ist übrigens erschreckend wie oft die Farben: Weiß und Blau genannt werden in diesem Buch. Kunststück, denn was tut das ERSTE MORGENLICHT? Richtig, es leuchtet Weiß, Türkis und Blau.
 

Fazit: 
"Verfluchter Ring, gesegneter Ring."
Alle drei Teile zusammen ergeben eine runde Gesamtkomposition. Leider aber finde ich hat die Trilogie zum Ende stark nachgelassen, was für mich auch klar mit Catolis zusammenhängt, die ich leider nicht 'grau' finde, sondern 'schwarz' zu 'weiß'. Die Antipathie wird gegen Lauka im direkten Vergleich geschürt, wie sie ihre Sklavenruderer behandelt, ihren eigenen Leuten den Willen raubt, sich aufspielt und eben doch damit alles richtig macht und durchkommt! Entgegen Ayrin, die sich auch aufspielt, ihr Neugeborenes unbedingt mitschleppen will und alles immer begnadigt und der die Gelegenheiten und Gutmenschen einfach zufliegen.
Lauka also soll man gar nicht mögen: gelungen. Lasnic soll man mögen: passt. Ayrin soll man mögen: absolut nicht. Und Catolis soll eine Charentwicklung haben: nö, die is einfach 'reverse gebrainwashed'. Die weiteren Nebenfiguren sind wie sie sind meist überragender, bis auf Loranye, die ich nich leiden kann.

Handlungstechnisch find' ich dieses: Alle gegen Einen gut. Hätte aber gern auf das Eingreifen einzelner verzichtet, die ohnehin am Ende durch den Wächter keine Rolle spielten. Die Szenen sind super bis auf den einen Zeitsprung den ich für vermurkst halte. Das Finale an sich, endlich im Vulkan is mir dann doch zu kurz geraten und hat keinen würdigen letzten Twist. Und für den neuen Farbton: aschige Milch, sowie meine Vorstellung des Geschmacks von: einer verrosteten Pfeilspitze liebe ich die Sprache des Autors.
Ich wünsche Lasnic und euch: "Fette Beute und tausend Pilze" und bin traurig, dass der Ausflug in diese Welt beendet ist.

Ein "Hast du Honig?!" Urteil.
Source: lesekatzen.blogspot.de/2016/09/rezension-kalypto-3-wachter-des.html
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review 2017-02-17 07:18
Die Lesung verschenkt viel Potenzial
Tage der Schuld: Island Krimi. (Kommissar Erlendur, Band 2) - Coletta Bürling,Arnaldur Indriðason,Walter Kreye

Inhalt:
Ein Toter wird in einem milchig-blauen Wasser einer Lagune nahe Reykjavík entdeckt. Der Mann wurde offenbar ermordet. Kommissar Erlendur nimmt sogleich die Ermittlungen auf. Bei dem Opfer scheint es sich um einen Amerikaner von der benachbarten Militärbasis zu handeln. Dort erhält Erlendur jedoch keinerlei Auskünfte auf seine Fragen. Als eine Isländerin den Toten dann als ihren Bruder, einen Flugzeugmechaniker, identifiziert, erhärtet sich der Verdacht, dass ihm ein Militärgeheimnis zum Verhängnis wurde.
(Quelle: luebbe.de)

Meine Meinung:
Arnaldur Indridason gehört schon lange zu meinen bevorzugten Krimiautoren. Mit einer fast stoischen Ruhe erzählt er spannende Kriminalfälle rund um den Komminsar Erlendur. Dieser Polizist ist ein unkonvensionäler aber sturer Ermittler, der sich nicht so leicht abschrecken lässt.

In Tage der Schuld bekommt er es sogar mit 2 Fällen gleichzeitig zu tun. Der 1. Fall spielt in der Gegenwart des Romans (1978) und betrifft einen jungen Isländer, der in Verbindung zur amerikanischen Basis in Keflavik zustehen scheint. Nach dem Erlendur gegen diverse Mauern beim amerikanischen Militär gerannt ist, mischt sich scheinbarauch noch die CIA in die Ermittlungen ein. Gleichzeitig  nimmt Erlendur einen über 20 Jahre alten Vermistenfall wieder auf. Dieser Fall war mysteriös das er Erlendur, nach dem er davon erfahren hat, nicht mehr los lässt. Und so muss er an 2 Fronten kämpfen. 

Mich verblüfft immer wieder, wie der Autor seine Charaktere zum Leben erweckt und das ohne groß etwas von deren Privatleben zu erzählen. Ob Erlendur oder Mariam, beide Ermittler wirken gerade deshalb so plastisch, weil man so wenig über sie weiß. Jeder auf seiner Art ist Einzigartig und mit "typisch" isländischen Eigenarten ausgestattet - eher eigenbrödlerisch, in sich gekehrt, trotzdem aufmerksam und  vor allem stur auf das Ziel ausgerichtet. In Beiden finden sie diese Eigenschaften, zwar in unterschiedlichen Anteilen, aber sie sind beide so zwiespältig wie das Land aus dem sie kommen - Island - Das Land aus Feuer und Eis.

Diesmal hat mich das Buch/Hörbuch allerdings nicht so überzeugen können wie sonst. Was nicht an der Geschichte sondern an der Umsetzung des Hörbuchs lag. Ich war ja geneigt dem Sprecher Walter Kreye ein Paket Kaffee rüber zuschicken, damit er wach bleibt. Denn seine Lesung hört sich an Übermüdung oder nach Langeweile an. Das ist wirklich schade. Erst vor kurzem habe ich Nacht über Rekjavik gehört, das er ja auch gelesen hat und das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht gewesen. Lest es am besten selbst, den die Geschichte hat alles um den Leser zu fesseln - Geheimnisse, Verrat, Lügen und Geheimagenten.

Fazit: Ja - zu Tage der Schuld, aber als Print oder EBook. Denn die Geschichte hat Spannung und Geheimnisse zu bieten und ihr solltet euch nicht durch diese Lesung nicht den Spaß daran verderben.

Source: schnuffelchensbuecher.blogspot.de/2017/02/tage-der-schuld.html
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