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review 2017-04-29 19:15
Brisante Thematik schwach umgesetzt in zähen Geschichten
Die Geschichte der Bienen: Roman - Maja Lunde,Ursel Allenstein
Die Leseprobe zu „Die Geschichte der Bienen“ fand ich sehr interessant. Ich bin zwar kein Bienen-Experte, bin aber fasziniert von meinen Solitärbienen, die in meinem Bienenhotel ihre Brut ablegen. Deswegen habe ich mich sehr gefreut, dass ich bei vorablesen.de zum Rezensieren dieses Buches ausgewählt wurde.

Das Cover:

Auf dem Cover ist eine Biene zu sehen, die tot zur Seite gekippt auf dem Boden liegt. Schlichter und aussagekräftiger kann man wohl dieses Cover zu dieser Thematik gar nicht gestalten. Allein das da liegende, unschuldige Insekt hat mich schon sehr erschüttert. Mehr braucht und darf dieses Cover eigentlich gar nicht sagen, um so mehr steckt einfach dahinter. Es geht mir unter die Haut.

Die Handlung:
Maja Lunde erzählt in drei Erzählsträngen (Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft) jeweils die Geschichte von drei Protagonisten, die mehr oder weniger mit Bienen zu tun haben.

Nach einer schweren Depression, ausgelöst durch die Abweisung seines Mentors, schöpft der Wissenschaftler William 1852 neue Kraft und entwirft 1852 in England die Savage Stantard-Beute. Ein Bienenstock mit dem die Gewinnung des Honigs vereinfacht wird, ohne dass die Bienen wie beim Strohkorb sterben müssen. Durch diese Erfindung erhofft er sich wieder neue Anerkennung seines Mentors und seiner Familie, insbesondere seines verzogenen und abtrünnigen Sohnes Edmund.

2007: George ist Imker und besitzt seit Generationen in Ohio eine Honigfarm. Er lässt seine Bienen vor allem zur Honig-Produktion, aber auch zum Bestäuben der Obst- und Nutzpflanzen fliegen. Sein Sohn Tom studiert und möchte sich der Schreiberei widmen. Der griesgrämige George sieht dadurch die Zukunft seiner Farm bedroht und die Beziehung zu seinem Sohn droht noch mehr zu scheitern.

Tao kämpft 2098 in Sichuan mit den dystopischen Auswirkungen, die die radikale Ausrottung der Bestäuberinsekten in der Welt mit sich geführt hat. Alle Bienen und andere Blütenbestäuber sind verschwunden und die Nutzpflanzen müssen per Hand bestäubt werden. Bei einem Ausflug in die Obstplantagen mit ihrem Mann Kuan und ihrem 5 jährgen Sohn Wei-Wen passiert ein Unglück. Ihr Sohn bricht bewußtlos zusammen und wird ins Krankenhaus gebracht. Ab da beginnt für Tao die Odysse auf der Suche nach ihrem verschwunden Sohn.

Buchlayout / Haptik:

Die Gebundene Ausgabe kommt sehr einfach daher. Der Schutzumschlag ist aus einem etwas festeren Ökopapier. Die Biene auf dem Umschlag ist in Glanzlack gedruckt. Schön ist das gelbe Lesebändchen. Jedes Kapitel besitzt als Titel den Namen des Protagonisten, der ebenfalls noch mal in der Fußzeile auftaucht. So weiß man immer sofort, in welchem Handlungsstrang man sich gerade befindet.

Idee / Plott:

Spätestens, als das rätselhafte Massensterben der Bienen in unseren Medien schon vor Jahren behandelt wurde, ist das Bewusstsein aufgekommen für die Blütenbestäubenden Insekten als wichtigste und mächtigste Arbeitskraft der Massenproduktion unserer heutigen Zivilisation. Die Idee, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unserer Zivilisation mit der Biene als medienwirksamen Vertreter darzustellen, fand ich persönlich großartig. Auch die Überlegungen, was passiert, wenn tatsächlich alle Bestäuberinsekten verschwunden sind? Wie geht es mit uns und unserer Erde weiter?

Handlungsaufbau / Spannungsbogen:

Da die drei Stories immer in kleinen parallel laufenden Kapiteln erzählt werden, wechseln sich die Handlungen ab. Ist die eine ruhiger, so passiert gerade was in der anderen. Den Reiz des Buches macht tatsächlich diese Form aus. Leider wirkt dieser positive Effekt sich nicht auf die einzelnen Erzählungen aus. Alle Drei wirken für mich allein betrachtet eher zäh und sind an sich unspektakulär. Die Spannung wird nur durch den Wechsel angetrieben, da die meisten Kapitel mit einem Mini-Cliffhanger enden.

Emotionen / Protagonisten:

Williams Verhalten kann ich am allerwenigsten nachvollziehen. William wirkt wie ein geprügelter Knabe, der nach Aufmerksamkeit heischend seine Umwelt und Familie vergisst und ein unglaubwürdiges Verhalten an den Tag legt. Er erwischt seinen 16 jährigen Sohn beim Zechen und Herumhuren in den Gassen, und was macht er? Er läuft wie ein beleidigtes Kind in den Wald und heult sich dort aus.

Und dafür, dass Tao als (für die Zeit) hochbegabt gilt, ist sie mir viel zu unreflektiert und handelt unüberlegt.

Der Einzige, den ich noch am authentischsten fand, war George. Er ist zwar ein Grantler und kann mit dem Snobismus der „Gelehrten“ nichts anfangen. Seine Gefühle seinem Sohn gegenüber kann ich aber noch am meisten nachvollziehen.

Sprache / Schreibstil:

Alle 3 Protagonisten erzählen in der Ich-Perspektive im Präteritum, und auch entsprechend im Sprachstil der Handlungszeit. Bei Tao ist die Sprache abgehakt, schnörkellos und wird begleitet von kurzen Sätzen. Wilhelm hingegen hat eine altertümliche Sprache mit gestochenen, gehobenen Formulierungen. George hingegen spricht dem Jahr 2007 angemessen, direkt und ehrlich. Sprachlich ist es ansonsten insgesamt relativ einfach gehalten. Wenn ich mir da andere Werke anschaue, die mit viel mehr Raffinesse auch feine, leise Geschichten erzählen können, haut mich dieses hier nicht wirklich vom Hocker. Teilweise empfinde ich sie sogar eher berichtartig, und sehr emotionslos.

Meine Meinung:

Ich finde diese Unterscheidung zwischen den Zeiten und Protagonisten absolut passend und richtig ansprechend. Der Einstieg hatte mich gepackt und konnte ich mich mich zunächst in jede einzelne Geschichte gut einfühlen.

Trotzdem hatte ich dann aber ständig das Gefühl nach dem direkten Zusammenhang suchen zu müssen. Bei William und George kristallisierte sich die Gemeinsamkeit relativ früh heraus, Tao passte da lange Zeit nicht hinein.

Die Bienen-Thematik finde ich hier insgesamt viel zu mau. Erst kurz vor Schluß sitzt Tao in der Bibliothek und knallt uns anhand von Lehrfilmen die eigentliche "Geschichte der Bienen" in 2 Seiten vor den Latz, aber insgesamt so gefühllos. Da ist so viel Brennstoff drinnen, das hätte schon viel früher in Taos Geschichte und dem Leser serviert werden müssen. So wird es nur nebenbei „abgehandelt“ - schade.

Wahrscheinlich bin ich einfach mit einer zu hohen Erwartungshaltung an dieses Buch herangegangen. Ich hatte mir viel mehr Gesellschaftskritik und Dramatik erwartet. Aber im Grunde sind es nur drei parallel laufende Geschichten von Familien, mit ihren gekränkten Eitelkeiten und zwischenmenschlichen Problemen. Am Schluß taucht zwar der gemeinsamen Nenner auf, der ist aber meines Erachtens sehr dünn. Dabei sind alle drei Geschichten in ihrer Handlung so vorhersehrbar, dass es das ganze Buch für mich tatsächlich so zäh wie Honig macht. Einzig die Hoffnung, ob Wei-Wen noch lebt, hat mich angetrieben, das Buch zu Ende zu lesen.

Fazit:

Für mich enttäuschend, da ich nicht das gelesen habe, was mir durch Umschlag und Titel versprochen wurde. Zu wenig Dramatik, zu zähe Geschichten, zu einfacher Sprachstil. Das brisante Thema wurde mir hier zu flach und nebenbei angekratzt.
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text 2017-04-29 16:31
Sorry I've Been Missing

I don't know when to quit.

 

 

I hurt myself last weekend and then decided I felt better on Tuesday and made the 45 commute into work in my little car. I attempted to get out of my car and my back let me know what an idiot I truly am. I've been unable to move ever since. I've been laid up or attempting to shuffle around the house. One hip is 2 inches higher than the other and nothing is helping. I broke down and went to the chiropractor this morning and now I can at least sit and ice things without wishing for the grim reaper. Anyway, I'm not as flaky as I may appear to be. I'm just a mess right now. The pain was so bad I couldn't even read! I'll be back when I can focus on basic life tasks again. Have fun while I"m away.

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review 2017-04-21 06:34
Reacher's in a hot town, summer in the city
High Heat: A Jack Reacher Novella - Lee Child,Dick Hill,Random House Audio

Ahhh, finally -- an actually satisfying shorter Jack Reacher story. It's longer than the others I've tried -- a novella, not just a short story. That's probably a lot of it, but there's something more to it -- just don't ask me what.

 

Reacher's on summer vacation before his senior year -- pretty much fully grown, has a good head on his shoulders, and is as arrogant and invincible feeling as most teenagers (he's just big and tough enough to back it up). He's visiting NYC for the day before going to visit his brother at West Point.

 

It's 1977, a summer in NYC known for two things: incredible heat and Son of Sam. Both have an impact on this story (no, Reacher doesn't stop the killer or anything -- phew). Reacher flirts with some college girls, breaks up a fight with a mobster and an undercover FBI agent, survives a blackout, spends some quality time with one of the college girls and helps the FBI agent out -- while engaging in a few solid fights.

 

The action takes place in one night -- probably 14 hours or so, but Child manages to cram a lot into those hours. Is it realistic? No, not even by Reacher standards. Is it compelling -- yup. Will it keep you interested? Oh, yeah.

 

Dick Hill sounded to me like he as having a lot of fun reading this one -- which is fitting, it's probably the most "fun" Reacher story I've come across (well, maybe the Reacher/Nick Heller story in FaceOff is a little more so). He does his typical job, satisfying in his delivery, keeps you engaged, doesn't wow with technique.

 

It's a fun story, nothing to get excited about, but something that Reacher fans will enjoy, in a complete-feeling story. Good enough for me.

Source: irresponsiblereader.com/2017/04/20/high-heat-audiobook-by-lee-child-dick-hill
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text 2017-04-14 20:34
I'd be doomed!

This is a list of acceptable reasons for commitment to an insane asylum for women circa 1864 to 1889.  There are a few on here that would get me locked away ... but especially "reading novels".  Hmm ... I wonder if they let you read in the asylum?Probably not!

 

 

 

Origin: Unkown Source: Facebook

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review 2017-04-11 02:06
A Dull Reacher story? Whodathunkit?
Not a Drill: Jack Reacher, Book 18.5 - Lee Child,Dick Hill,Random House Audio

Reacher sets out for the Canadian border, to make it as far north on this Interstate as possible, just because. Not too far south from there, he stops in a tourist-y town, a haven for backpackers, hikers, wilderness types in general. Before he leaves, a whole lot of military types show up and block access to the forest from the town (well, they try to -- the forest is pretty big, it's impossible to block access to the whole thing).

 

This gets Reacher's curiosity piqued and he starts poking around to see if he can understand why.

 

I don't want to sound bloodthirsty here, but not a single fight. No threat of violence breaking out. Mostly, it's Reacher walking around and observing things before making a heck of a guess/deduction that proved to be right.

 

Dark, cynical ending -- one of Child's more political statements.

 

Hill was okay, not terribly interesting, but I think that's Child's fault this time.

 

It's not bad. It's just disappointing, short and . . . bleh. Proof that they can't all be winners, I guess.

Source: irresponsiblereader.com/2017/04/10/not-a-drill-audiobook-by-lee-child-dick-hill
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