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review 2015-08-06 19:09
Tom Hillenbrand: Drohnenland
Drohnenland: Kriminalroman - Tom Hillenbrand

Wer träumt nicht vom Holodeck trifft auf "der perfekte Mord". Und mittendrin Kommissar Westerhuizen, ein Niederländer bzw. Ex-Niederländer, denn in der fernen nahen Zukunft, in der "Drohnenland" spielt, sind die Niederlande unter den Meeresspiegel abgesunken. Nun lebt er in Brüssel und arbeitet für die europäische Polizei, die selten, sehr sehr selten einen Mord aufzuklären hat, bei der es vom Täter keine heiße Spur gibt. Jedes Quadratfitzelchen Erde wird ständig gescannt, den Ermittlern stehen Simulationen (also die Art Holodecks) zur genauen Rekonstruktion zur Verfügung und sie arbeiten mit einer Analystin zusammen, die ihnen hilft, die enorm intelligenten Rechner zu verstehen.

Die Welt, die Hillenbrand für seinen Polit-/Verschwörungs-/Maschinen-Zukunftskrimi entfaltet, ist erschreckend nah an uns dran. Vom Klimawandel bis zur skizzierten Veränderung des Wirtschafts- und Machtgefälles und natürlich vor allem den Folgen des Umgangs mit Technologie und Überwachung: es ist beängstigend zu lesen, wie plausibel das alles klingt. Dabei bleibt die Story die ganze Zeit hochspannend.

An einem Tag verschlungen, sehr gute Unterhaltung

(Gelesen auf skoobe)

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review 2015-05-26 10:45
3038. Staat der Klone - Kathryn Lasky

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Über


Darci lebt in einer Welt, in der Eltern vor der Geburt festlegen können, welche Eigenschaften ihr Kind haben soll. Die Genetik ist so weit, dass die meisten Krankheiten ausgemerzt werden konnten und nur genetisch gesunde Kinder zur Welt kommen. Nur Auserwählte, die über ihr genetisches Potenzial gewirkt haben, werden korolliert – geklont. Bei allen anderen ist es verboten. Doch dann steht Darci plötzlich einer Kopie ihrer selbst entgegen.




Meinung


Eine der großen Schwächen dieses Buches ist der Sprachstil. Das Buch beginnt schon damit, unbekannte Worte um sich zu werfen, ohne dass diese erklärt werden. Es gibt kein Glossar und manchmal dauert es mehrere Kapitel, bis ein Wort endlich erklärt wird.

Es war schließlich fast ein Feiertag, denn heute wurde eine der größten Errungenschaften der Reprogenetischen Reformation und der gesamten Bio-Union gefeiert: das Korollieren. Nur wenige Auserwählte wurden korolliert, sicher, aber die Originalen hatten überhaupt keine Chance, jemals zu dieser Ehre zu gelangen.



Es liest sich einfach holprig und es gibt zu viele Dinge, die am Stil beim Lesen stören. Da werden Großeltern und Eltern mal beim Vornamen genannt, mal als Eltern bezeichnet. Die Perspektive bleibt einfach nicht konstant, die Übergänge sind schwankend.

“Aber Leon war Student bei ihm.” venka nickte zu ihrem Sohn, Darcis Dad, hinüber. “Und du wirst auch eingeladen, nachdem du mit Leon verheiratet bist und Computerprogramme für Edmar entworfen hast. Doch warum gerade Rufus und ich dazugehören sollen, ist mir wirklich schleier…”



Neben dem Sprachstil lassen auch die Charaktere zu wünschen übrig. Die meisten bleiben absolut flach, mit dem Eigenleben eines Pappkartons. Charaktere tauchen auf und verschwinden wieder ohne dass sie irgendetwas zur Geschichte beitragen. Man liest über Seiten hinweg über Moira, Darcis Freundin im Sommercamp und dann verschwindet sie spurlos aus der Geschichte.


Die Handlungen der Charaktere haben für mich auch absolut nicht gepasst. Sie taten teilweise Dinge aus dem Blauen hinaus, ohne dass die Handlung in ihrem Charakter begründet lag, einfach weil der Plot es so verlangt.

Überhaupt war die Handlung viel zu plötzlich. Über die Hälfte des Buches hinweg passiert erst einmal absolut nichts. Dann, gegen Ende, geht alles holterdipolter. Plötzlich gibt es einen Klon und eine Untergrundbewegung und das System soll geändert werden. Alles passiert einfach, ohne wirklich logische Konsequenzen oder schlüssige Erklärungen. Die Welt bleibt genauso flach wie die Charaktere. Dinge tauchen einfach aus dem Nichts auf und fügen sich nicht organisch in die Handlung ein.

Auch Darci senkte sofort ihren Blick. Es war ein ungeschriebenes Gesetz, dass man besser jeden Augenkontakt vermeiden sollte, wenn man einen Originalen in irgendeiner Weise gestört oder belästigt hatte. Für einen Genvers war es Pflicht, sich unterwürfig zu zeigen.



Die Genvers sind die Reichen, die auf die besseren Schulen gehen, deren Eltern sich aussuchen können, was für Fähigkeiten ihre Kinder bekommen sollen und denen die besten Berufe offen stehen. Und dann zeigen sie sich unterwürfig der Unterschicht, also den Originalen gegenüber?


Das Buch strotzt nur so vor solchen unlogischen Dingen. Von dem Umgang mit Genetik mal ganz abgesehen. In dem Buch haben Menschen fröhlich ein zusätzliches Chromosom und das ist gut. Und dann natürlich sowas:

“…Risse im Gehirn”, wiederholte er. “ich meine, nichts Schlimmes. Nicht so, dass es wehtut, aber es ist fast, als ob…”

“…als ob alte Wörter durchkommen?”, ergänzte Darci.

Max nickte. “Meinst du, dass das vielleicht eine Besonderheiten bei Leuten wie uns ist? Bei maskierten Chimären? Meinst du, es könnte sein, dass da vielleicht etwas ganz Altes in uns durchbrechen will, weil wir dieses alte Erbgut in uns haben?”

“Es ist fast so, als ob wir das Erinnerungsvermögen der Menschen vor der Reformation hätten.”



Nein. Einfach nein. Und dann gegen Ende? Extrem verwirrend, weil alles einfach nur angesprochen wird, anstatt sich damit auseinanderzusetzen. Plötzlich wird sie wegen des Klonverbrechens verhaftet. Plötzlich schlägt der Untergrund zu. Plötzlich leben sie woanders.

 

Fazit


Kann man getrost sein lassen. Es gibt so viele bessere Geschichten mit ähnlichem Thema.

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review 2010-06-26 00:00
Der Staat bin ich
Der Staat bin ich - Xavier Orville Der Staat bin ich - Xavier Orville Dieser Roman ist eine sehr gute Groteske, in der ein kleiner größenwahnsinniger Westentaschen-Diktator irgendwo in der Karibik seine Vision eines Staates aufbaut. Das Buch beschreibt aus der Sicht des irren Diktators wie das Land umgewandelt wird: wie z.B. das verordnete Sterben zum Wohle des Staates mit 60, die Abschaffung der Samstage und Sonntage, des Monats November...die dazupassenden Reaktionen des undankbaren Volkes und die darauffolgenden Gegenreaktionen des Diktators und seiner Soldateska.
Durch die Übersteigerung und Verzerrung der wahnwitzigen Ideen hat der Roman bei aller Kritik auch sehr viele humoristische und satirische Elemente. Diese gipfeln in einer internationalen Demokratiekonferenz, zu der der Diktator wichtige Demokraten einlädt. Na wer wird da kommen? Genau! Da Baby Doc, Mobutu, Idi Amin, Pol Pot......

Fazit: Bin zwar zufällig über dieses Buch in einem Wühltisch gestolpert es ist aber absolut lesenswert!
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