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review 2016-01-22 17:28
Glitches - Marissa Meyer
Glitches - Marissa Meyer

Die elfjährige Cinder hat gerade erst erfahren, dass sie seit einem Unfall Vollwaise ohne Verwandschaft ist und noch dazu sämtliche Erinnerungen an ihr bisheriges Leben verloren hat. Darüberhinaus hat sie selbst einige Schäden bei dem Unglück genommen und sieht sich nun damit konfrontiert ein Cyborg zu sein.

 

 

»I have a glitch, too. Sometimes I forget that I’m not human.«

 

Glitches beginnt mit Cinders Reise von Frankreich nach New Beijing, wo sie eine neue Heimat finden soll. Begleitet wird das kürzlich verwaiste Mädchen von ihrem Adoptivvater Garan, einem gutmütigen aber oft in seinen eigenen Gedanken versunkenen Wissenschaftler. Da sich Cinder an nichts erinnern kann, ist sie emotional wenig beteiligt an den Geschehnissen. Allein die Tatsache, dass sie nicht recht weiß was sie erwartet und wer oder was sie ist, sorgt für Unsicherheit. Denn die Operation, die ihr Leben offenkundig gerettet hat, bescherte ihr zwei mechanische Gliedmaßen und einen »Netscreen« wo eigentlich ihre Erinnerungen sitzen sollten. Cinder ist ein Cyborg in einer Welt, die nicht allzu viel auf kybernetisch modifizierte Menschen gibt. Kurz gesagt, Cyborgs gelten als Eigentum, als Dinger, nicht als Menschen, doch all das muss sie erst noch lernen und verarbeiten. Kurzfristig betrachtet hat sie zunächst einmal genug damit zu tun ihre künstlichen Erweiterungen zu verstehen, besonders den Netscreen, der ihre Gedanken mit Newsfeeds und Definition füllt, sobald sie sich selbst eine Frage stellt. Im Nu lädt sie ganze Baupläne in ihr Gehirn herunter und baut einen ramponierten Androiden wieder zusammen, das kann schon ein wenig überwältigend sein.

Die Kurzgeschichte ist eine weitere Ergänzung zu den Büchern der Lunar Chronicles von Marissa Meyer und liefert neue Details zu der Hauptfigur des Romans Cinder. Sowohl Buch als auch die vorliegende Kurzgeschichte basieren auf dem Märchen des Aschenputtels, so dass Cinders Adoptivvater bald verstirbt und sie in der Obhut ihrer Stiefmutter und der beiden Stiefschwestern zurückbleibt. Unnötig zu erwähnen, dass es wie im ursprünglichen Märchen kein zu herzliches Familiendasein für Cinder verspricht.

Ein wenig schade ist an Glitches vielleicht, dass wir nicht sehr viel mehr über Stiefmutter Adri erfahren als bisher. In der Buchreihe wird zwischendurch mal erwähnt, dass Adri auf den frühen Familienfotos ein freundliches, liebenswertes Lachen hat, welches in ihren späteren Jahren selbstverständlich verschwunden ist. Es wäre interessant gewesen zu erfahren, welche Umstände sie zu dieser etwas verbitterten und gehässigen Frau haben werden lassen, deren Ansätze auch schon in dieser Geschichte schon zu erkennen sind.

Zu lachen gibt es in Glitches nicht ganz soviel. Auch in The Queen’s Army – der Vorgeschichte von Wolf – werden etwas ernstere Töne angeschlagen als in der Buchreihe. Die Kurzgeschichten scheinen sich bisher allesamt mit den etwas steinigeren Pfaden des Lebens zu befassen, was aber nicht schlecht ist und auch eigentlich nicht überraschend kommen dürfte. Vielmehr verleiht es den Figuren Stärke und Tiefe und baut die in den Romanen angedeuteten Hintergründe solide aus. Als kleinen Kontrast dürfen wir in Glitches aber auch erleben wie die sarkastische Androidin Iko entsteht und ihre ersten frechen Sprüche von sich gibt oder wie sich ein Cyborg in einem zu großen Seidenkimono schlägt.

Glitches erzählt zwar die Vorgeschichte zu Cinder, ich würde aber dennoch empfehlen die Geschichte erst im Anschluss des Buches zu lesen. Auf diese Weise kann Cinder erst einmal die etwas nebulöse Vergangenheit der Protagonistin aufbauen, während Glitches dann auch einfach deutlich gewichtiger erscheint. In jedem Fall ist diese Kurzgeschichte wieder eine schöne runde Ergänzung zu den Hauptbüchern der Lunar Chronicles und gehört auf den Leseplan jedes Reihenfans.

Bonus:
Die Kurzgeschichte wird von der Autorin kostenlos auf ihrer Website bereitgestellt.

Source: moyasbuchgewimmel.de/rezensionen/titel/g/glitches
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review 2015-05-15 10:14
Rotkäppchen trifft den bösen Wolf
Scarlet - Marissa Meyer

Cinder versucht in Begleitung des Insassen Thorn aus dem königlichen Gefängnis auszubrechen, bevor man sie an Königin Levana ausliefern und damit dem sicheren Tod übergeben kann. Währenddessen sucht Scarlet Benoit ihre Großmutter, die vor Wochen verschwunden ist. Die Polizei hat den Fall geschlossen und die einzige Person die bereit ist Scarlet zu glauben und zu helfen ist der Straßenkämpfer Wolf, dem Scarlet allerdings nicht über den Weg traut. Gemeinsam folgen sie den spärlichen Spuren bis nach Paris und Scarlet muss bald erkennen, dass ihre Großmutter ein Geheimnis hat, das sie direkt zur ebenfalls verschollenen Prinzessin Selene führen könnte. Doch wo Selene ins Spiel kommt, kann Königin Levana nicht weit sein …

 

 

Hair prickled behind her neck. Scarlet’s hand instinctively went to her lower back, where a small pistol was warm against her skin.
– Two

Der Titel lässt vielleicht schon erahnen, dass das zweite Buch der Lunar Chronicles das Märchen von Rotkäppchen als Ausgangspunkt nutzt. Vom fernen Osten in New Beijing geht es diesmal nach Europa, wo Scarlet Benoit in einem kleinen französischen Dorf nahe Toulouse lebt und als Farmerin eigentlich ein friedliches Leben führen könnte, wenn ihre Großmutter nicht auf mysteriöse Weise verschwunden wäre … -> weiterlesen

Source: moyasbuchgewimmel.de/rezensionen/titel/s/scarlet
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review 2014-05-02 16:52
Science Fiction oder: Wow! Was für ein Buch!
The Soul Consortium - Simon West-Bulford

Salem Ben, der letzte Mensch im Universum, lebt alleine auf einem künstlichen Mond, wo jedes gelebte Leben als digitale Kopie archiviert liegt. Der Rest der Menschheit hat nach Millionen von Jahren eines sinnlos gewordenen Lebens den Freitod gewählt – der natürliche Tod wurde durch enorm fortschrittliche Technologien im Bereich des Klonens und synaptischer Übertragung besiegt -, nur Salem Ben fürchtet auch nach all der Langen Zeit das Ende und sucht eine Antwort auf die letzte aller Fragen, bevor er sich dem Tod stellen kann: gibt es ein Leben danach?
Um die Antwort zu finden, schlüpft er in verschiedene archivierte Leben. Doch was er statt der Antwort findet, ist eine bösartige Entität, die die Entstehung des Lebens zu redigieren gedenkt – Salem Ben ist das Einzige, was ihr dabei im Weg steht.

 

When I was a boy my smiling schoolteacher asked my class a very simple question:
»What is the one thing in this world that we can all know as an undeniable certainty?«
The students looked at each other, smirking as they whispered their sarcastic remarks, but the grins soon fell when she spoke again. Not because she had brought her palm down hard on her desk when she revealed the answer. It was tears in her eyes.
»One day every last one of you will die.«

 

Meine ultimative Entdeckung noch aus dem letzten Jahr noch war The Soul Consortium von Simon West-Bulford.
Ein geniales Erstlingswerk, dass auf den ersten Blick nicht so grandios wirkt, wie es ist. The Soul Consortium vereint soviele verschiedene Dinge in sich, die das Buch unglaublich spannend machen. Man reist zum Anfang und zum Ende des Universums, in die Erinnerungen anderer Menschen - ein spannendes und manchmal gruseliges Abenteuer!

Da ich Science Fiction mit Raumreisen und der Besiedlung fremder Planeten irgendwann anfing langweilig zu finden, habe ich lange nichts mehr in dem Genre gelesen. In letzter Zeit dürstet es mich aber doch wieder häufiger nach futuristischen Szenarien und mit diesem Roman habe ich einen echten Glücksgriff getan. The Soul Consortium braucht weder Raumschiffe noch Laserschwerte oder Kolonien auf fremden Planeten um zu begeistern. Man liest die fortschrittliche Entwicklung aus jeder Zeile und bleibt dabei doch irgendwie der Gegenwart und der Geschichte verbunden. Dies ist ein Roman der mich in vielerlei Hinsicht immer wieder überrascht hat und eine unbedingte Leseempfehlung bekommt.

 

Wer noch mehr begeisterte Worte braucht um sich zu überzeugen, der schaut sich meine Rezension bei Bibliotheka Phantastika an.

Source: www.bibliotheka-phantastika.de/rezensionen/the-soul-consortium
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review 2013-12-04 14:22
Undersea
Undersea - Geoffrey Morrison

Nach einer Katastrophe, die das Leben auf der verstrahlten Erdoberfläche unmöglich macht, befinden sich die letzten Überlebenden der Menschheit auf zwei großen Unterseeschiffen. Generationen sind vergangen, als die Stadträtin Ralla eine Entdeckung macht, die das Überleben auf ihrem Schiff, der »Universalis«, gefährdet. Doch ihre Kollegen schenken ihr kein Gehör. Unterdessen schafft es der Fischer und gelangweilte Trunkenbold Thom Vargas, einen Schritt auf der Karriereleiter nach oben zu tun und einen Posten als Shuttle-Pilot zu ergattern. Noch bevor er sich darüber freuen kann, bringt ihn sein erster Passagier, Ralla Gattley, in Schwierigkeiten, denen er sich in keiner Form gewachsen fühlt.

 

- In the darkness of the deep, Thom Vargas slept. The damp, cramped, cold cockpit pressed in around him, a dormant barrier to the sea beyond. At their dimmest, the backlit buttons on the console before him normally wouldn’t have looked lit at all. But at this depth, they pierced the darkness like suns. – Part I



Meine Suche nach Unterwasser Science Fiction geht weiter und führt mich diesmal zu dem Indie-Autor Geoffrey Morrison. Morrison, der normalerweise technische Berichte schreibt und auch in Bogs aktiv ist, liefert mit Undersea seinen ersten Roman ab. Trotz einiger Anfängerschwächen weiß er dabei zu überzeugen und eine interessante Story zu flechten.
Wie der Titel und das sehr passende Buchcover schon erahnen lassen, geht es hier in die Tiefen der Meere, auf maroden U-Booten oder flotten Jägerschiffen, im modernen Tauchanzug oder bei einem Spaziergang in einer der unterseeischen Domkuppeln auf dem Meeresgrund.

Die Story behandelt sowohl das Leben der letzten Menschen auf ihren U-Booten, von dem niedrigsten Arbeiter bis hin zum politischen Führer und spricht dabei auch mal kritische soziale Einordnungen an. Im Zentrum aber steht der Konflikt der beiden letzten verbliebenen Parteien, die auf unterschiedlichen Schiffen leben und seit 20 Jahren keinen Kontakt mehr hatten. Die Agenda beider Schiffe könnte dazu führen, dass auch die Reste der Menschheit demnächst aussterben.
Vor allem die beiden Hauptcharaktere sorgen dabei für Sympathien und kommen glaubhaft rüber. Der Fischer Thom Vargas macht möglicherweise eine etwas sehr schnelle Entwicklung durch, doch das ist angesichts der rasanten Gesamthandlung nicht weiter tragisch.

Undersea ist ein actionreiches Unterwasserabenteuer, dass man als Science Fiction Fan nicht verpassen sollte. Zwar wirkt manches der angebotenen Technik nicht unbedingt realistisch, doch wenn es darum geht sich einfach von dem flüssigen Thema begeistern zu lassen und es mit der Realisierbarkeit nicht zu genau nimmt, dann wartet hier eine Menge Lesespaß!

Die etwas genauere Rezension gibt es wie immer bei BP.

Source: www.bibliotheka-phantastika.de/rezensionen/undersea
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