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review 2017-05-10 21:04
Der gläserne Fluch - Chroniken der Weltensucher (3) | Thomas Thiemeyer
170509 Chroniken3b

Autor: Thomas Thiemeyer
Titel: Der gläserne Fluch
Reihe: Chroniken der Weltensucher (3)
Genre: Jugendbuch, Abenteuer, Fantasy
Verlag: Loewe, [01.06.2013]
Kindle-Edition: 480 Seiten, ASIN: B00CZDKPZA
geliehen via Skoobe 
gelesen auf dem iPad mini
auch als HC und gekürztes HB verfügbar

 

klick zu Amazon.de

 

Inhaltsangabe (Amazon):

Auf dem Gipfel des Bandiagara-Massivs in Französisch-Sudan, dem heutigen Mali, entdeckt der Völkerkundler Richard Bellheim im Oktober des Jahres 1893 die seit Jahrhunderten verlassene Stadt der Tellem. Die Hauptstadt eines Volkes, das einst aus der Sahara in diese Gegend gekommen war und das - so sagt man - über erstaunliche astronomische Kenntnisse verfügte.
Zurück in Berlin hält Bellheim wenige Wochen später einen Vortrag an der Universität, zu dem auch Carl Friedrich von Humboldt geladen ist. Doch Richard Bellheim erkennt seinen alten Studienfreund nicht mehr. Seit er aus Afrika zurückgekehrt ist, ist er vergesslich und völlig wesensverändert - und er scheint Glas zu essen.
Bellheims Ehefrau Gertrud bittet Humboldt nachzuforschen, was ihrem Mann in Afrika widerfahren sein kann. Und so machen Humboldt, Oskar, Charlotte und Eliza aufs Neue die Pachacútec, ihr Luftschiff, klar, um dem Geheimnis des gläsernen Fluches auf die Spur zu kommen.

Meine Meinung:

 

Die Weltensucher sind für mich wie ein Ausflug mit Jules Verne, abenteuerlich, fantastisch, spannend, und alles bei gut recherchiertem historischen Hintergrund. In diesem dritten Band reisen wir mit unseren Freunden in deren Luftschiff nach Mali und entdecken Erstaunliches.

 

Mehrere Handlungsstränge finden vor Ort zusammen, da treffen alte Bekanntschaften aufeinander und so mancher sieht plötzlich klarer. Manches war für mich leicht vorhersehbar, aber da es sich um ein Jugendbuch handelt und in einem gut lesbaren Schreibstil geschrieben ist, nahm dies dem Lesevergnügen nichts.

 

Mir hat der dritte Band gut gefallen. Ich bedanke mich bei Skoobe für die Möglichkeit des Leihens und kann die Reihe allen abenteuerlustigen Lesern wirklich empfehlen, egal welchen Alters.

 

Ich gebe 08/10 Punkte.

 

170509 Chroniken3a

Zitat:

Im schummrigen Licht des Tempels sah er, wie der Sand von lauter grünen Kristallen durchdrungen wurde. Sie krochen umeinander, wuselten hierhin und dorthin, als wären sie lebendig.
Prolog

buch_u_027

 

Bücher des Autors:

 

Bücher der Mystery-Thriller-Reihen:

1. Medusa – rezensiert 21.04.2014 – 10/10 Punkte
2. Nebra – rezensiert 29.05.2014 – 07/10 Punkte
3. Valhalla – rezensiert – 11.04.2014 – 10/10 Punkte
4. Babylon – beendet 11.04.2016 – 11/10 Punkte

5. Reptilia – rezensiert 14.07.2014 – 09/10 Punkte
6. Magma – rezensiert 14.09.2014 – 11/10 Punkte
7. Korona – rezensiert 24.03.2015 – 10/10 Punkte
8. Devil’s River – rezensiert 14.06.2015 – 07/10 Punkte

 

Jugendbücher des Autors:

 

Chroniken der Weltensucher
1. Die Stadt der Regenfresser – beendet 07.10.2016 – 08/10 Punkte
2. Der Palast des Poseidon – beendet 14.12.2016 – 09/10 Punkte
3. Der gläserne Fluch – beendet 09.05.2017 – 08/10 Punkte
4. Der Atem des Teufels
5. Das Gesetz des Chronos

 

Das verbotene Eden
1. Eden I
2. Eden II
3. Eden III

 

Evolution
1. Die Stadt der Überlebenden
2. Der Turm der Gefangenen

 

Chroniken der Weltensucher 3 - Der gläserne Fluch (German Edition) - Thomas Thiemeyer 

Source: sunsys-blog.blogspot.de/2017/05/gelesen-der-glaserne-fluch-thomas.html
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review 2017-04-20 19:31
Phantastisches und magisches Abenteuer mit viel Gefühl und Spannung
Alea Aquarius. Das Geheimnis der Ozeane: Band 3 - Tanya Stewner,Claudia Carls
Das dritte Band der Alea Aquarius Saga durfte ich im Rahmen einer Leserunde auf lovelybooks.de mit der Autorin Tanya Stewner lesen. Leider war ich durch die LBM so zeitlich im Verzug, dass ich ziemlich spät in die Leserunde eingestiegen bin.


Das Cover:
Claudia Carls zeichnet sich für die Cover der Alea-Reihe verantwortlich und ich bin begeistert von ihrem Illustrations-Stil. Auf diesem Cover sieht man Alea und Lennox, die sich gegenseitig halten. Lennox als Oblivion sieht man den Beschützerinstinkt in sein Gesicht geschnitten: misstrauisch, aber auch unscheinbar. Seine Augen hinter seinen Wuschelhaaren versteckt, so als könnte man ihn übersehen. Alea blickt einen wach, neugierig aber auch ein bisschen nachdenklich an. Das Ganze wird mit dem Titel des Buches in der wunderschön gezeichneten Handschrift aufgewertet. Der Hintergrund wuselt so von blaugrünen Wellen. Ein ganz tolles Bild, welches sich perfekt zu seinen 2 Vorgängern gesellt.


Buchlayout / Haptik:
Jede Kapitelüberschrift ist liebevoll mit einer ganz individuellen Zeichnung verziert, ganz im Stile des Buchtitels. Auf jeder Seite befinden sich Wasserklekse und peppen das Buch einfach noch mal auf. Das gefällt mir einfach! Da sieht man, dass das Buch mit Liebe gestaltet worden ist! Großartig! Das Buch ist mit seinen knapp 450 recht dick, die Schrift ist aber angenehm und die Seiten sind schnell gelesen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge, die einem nicht den Lesefluss stören.


Die Handlung:
Alea und Lennox sind nach ihrem Trip zum Loch Ness wieder glücklich zurück auf der Crucis und segeln wieder gemeinsam mit Ben, Sammy und Tess als Alpha-Cru nach Island. Dort wollen sie Aleas Vater Keblarr finden, der angeblich mit ein paar anderen Meermenschen vor dem Virus überlebt hat. Außerdem lernen Sie einen Doktor Orion kennen, der sich der Wissenschaft und der Bekämpfung des rätselhaften Viruses verschrieben hat. Alea ist begeistert und möchte mit Orions Hilfe die verschollenen Meerkinder wieder finden. Sie gibt die Hoffnung nicht auf, vielleicht doch wieder mit den Meermenschen im Meer leben zu können. Doch da gibt es eine seltsame Prophezeiung und Alea kann auch nicht verstehen, warum Lennox so misstrauisch ist.


Idee / Plot:
Als Fortsetzung zum 1. und 2. Band fügt sich das 3. Buch nahtlos an. Ein junges Mädchen, dass mit der anfänglichen Liebe, neuartige Gefühle aber auch mit ihrer Vergangenheit zurecht kommen muss. Dabei lastet auch die Prophezeiung und ihr Wunsch nach einer neuen Meerwelt auf ihren Schultern. Die junge Liebe zu Lennox ist für Alea noch sehr ungewohnt. Aber auch die Gefühle ihrer Freunde und das Sortieren ihrer eigenen Gefühlswelt ist für Alea eine großer Herausforderung. Alea begegnet wieder einige (neue) Magische und Meerwesen. Zudem bekommt sie eine Prophezeiung zu hören, die sie einerseits einschüchtert, andererseits aber die Hoffnung und den sehnlichsten Wunsch einer gemeinsamen Zukunft der Meer- und Landwelt aufkeimen lässt.


Handlungsaufbau / Spannungsbogen:
Im ersten Teil segelt die Alpha-Cru zunächst Richtung Island und Alea begegnet unter und über Wasser einige kleine Abenteuer und magische Wesen. Ab der Hälfte wird das Buch immer spannender, denn die Alpha-Cru gerät gemeinsam in ein Abenteuer, welches sie in einem spannenden Showdown meistern müssen. Es gibt dann auch einen Plottwist, den man durch Lennox Argwohn schon irgendwie vermutet hatte. Einige Wendungen treiben die Spannung auch weiter an. Die Spannung wird also stetig aufgebaut und erreicht einen tollen Höhepunkt. Trotzdem ist die eigentliche Gefahr (noch) nicht gebannt und wir werden in den nächsten Bänden noch weiter mit Alea mitfiebern können.


Szenerie / Setting:
Tanya Stewner versteht es, die Handlung in phantasievollen Szenen spielen zu lassen. Jede Umgebung konnte ich mir direkt vorstellen und passt optimal zur Handlung. Ich kenne Island auch nur von Fotos, aber ich habe alles bildlich vor Augen. Aber auch die Unterwasserwelt (oder das, was von ihr übrig ist) ist phantasiereich und toll dargestellt und lädt einem selber zum Träumen ein. Tanya Stewner hat in der Alea-Welt bereits eine sehr kreative Idee geschaffen und in diesem Buch kommen noch weitere Einfälle hinzu. 


Emotionen / Protagonisten:
Alea wird immer kühner und kann inzwischen mit ihrer Gabe gut umgehen, trotzdem wirkt sie immer wieder etwas naiv und manchmal auch etwas dickköpfig. Und handelt mir dann manchmal nicht weitsichtig genug. Alea bleibt trotz ihrer Meeresgabe ein junges Mädchen, dass nun selbst auch Gefühle entwickelt, verstehen und zulassen muss. Sie kann aber auch sehr nachdenklich und reflektierend sein. Sie liebt alle ihre Freunde und leidet sehr darunter, wenn es einem Alpha-Cru-Mitglied nicht gut geht. Sie ist da manchmal einfach auch etwas zu gutgläubig und möchte gerne moralisch korrekt sein. Trotzdem konnte ich mich in Alea sehr gut einfühlen und ihr nachempfinden. Ihre Gedanken waren immer ehrlich und authentisch. Und ich denke, dass sich 12-jährige Mädchen gut mit ihr identifizieren können.

Lennox könnte ich manchmal schütteln vor lauter Verbohrtheit! Aber gut, ich kann ihn ja auch irgendwie verstehen. Er ist ja ein Oblivion und Aleas Beschützer - und in sie tierisch verliebt. Argwohn gehört zu ihm dazu. Aber ich fand ihn unheimlich toll. Lennox leidet sehr darunter, kein ganzer Meermensch zu sein und Alea unter Wasser einfach keine Hilfe sein zu können. Ich konnte ihm das unheimlich gut nachempfinden. Dafür stellte er aber seine Oblivion-Fähigkeiten an Land um so mehr unter Beweis!

Manchmal ist mir Ben zu sanft, dafür, dass er doch die Verantwortung für alle 4 zu tragen hat. Da hätte ich mir von ihm schon mehr Vehemenz und Autorität gewünscht. Sammy ist und bleibt der Sonnenschein, neugierig und verkuschelt. Mutig aber größtenteils einfach noch ein Kind. Die liebe Tess nimmt anfangs einen größeren Raum ein und hat ein stilles Plätzchen in meinem Herz erobert. Die ansonsten so toughe und starke Tess zeigt sich diesmal von einer ganz anderen, für mich überraschenden aber positiven Seite.


Sprache / Schreibstil:
Die Sprache ist flüssig und eingängig. Sie passt hervorragend für das jugendliche Publikum ab 10 Jahren, ohne zu kindisch oder kindlich zu sein. Also auch für mich "Alte" ein tolles Leseerlebnis. Die Seiten fliegen nur so dahin und es ist an keiner Stelle langweilig. Die vielseitigen Themen werden geschickt eingeflochten, ohne den moralischen Zeigefinger zu schwingen.


Meine Meinung:
Im ersten Teil empfinde ich es etwas zu viel an vielen unterschiedlichen Ereignissen, denen Alea begegnet und lässt mir das Buch etwas unruhig erscheinen. Es dient aber als Vorbereitung zur 2. Hälfte, in der ich die Handlung wesentlich homogener finde. 

Tanya Stewner hat es verstanden, nicht nur das Segelabenteuer und die Suche nach Aleas Vater und der Erfüllung ihres Wunsches als Handlungsstrang aufzubauen, sondern verknüpft das auch mit der emotionalen Spannung und den zwischenmenschlichen Beziehungen, die nicht nur Alea erst mal begreifen und durchleben muss. 

Es gab ein paar Szenen, die mich sehr berührt haben. Sammy ist nun mal ein kleiner Junge und als Mutter eines Gleichaltrigen kann man da seine Gefühle nicht zurück halten.

Nebenbei werden auch Themen wie Flüchtlingsproblematik und Umweltverschmutzung eingebaut, ohne belehrend zu sein, und regen vor allem auch den jugendlichen Leser zum Nachdenken an. Es gibt viele Facetten die eine gefühlvolle und abenteuerreiche Geschichte entstehen lassen. Ich kann verstehen, dass meine 12-jährige Tochter das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Es nimmt einen immer weiter mit.

Das Ende gibt dann einen auch noch die Aussicht auf die nächsten Abenteuer, die die Alpha-Cru noch bestehen muss. Es gibt neue Gaben, die Alea lernen muss zu beherrschen und neue Meermenschen, die sie gerne besuchen möchte.
 
Und dennoch finde ich auch, dass es doch etwas zu viel an neuen Dingen, neuartigen Wesen, neuen magischen Begabungen und zwischenmenschlichen Ereignissen war. Nicht nur die Begegnung mit dem Vater, die Alea verarbeiten muss, auch die emotionale Achterbahn mit Lennox und Tess. Die dramatische Umweltverschmutzung, die verzweifelte Suche nach ihrer Zwillingsschwester und der sehnliche Wunsch andere Meermenschen zu finden. 


Fazit:
Ein tolles und facettenreiches Abenteuer mit sehr viel Gefühl, Spannung und Magie. Das Buch ist ein tolles Leseerlebnis nicht nur für junge Leser! Wer die ersten beiden Bücher gelesen hat, darf dieses hier nicht verpassen!


Cover: ★★★★★ (5 von 5)
Buchlayout / Haptik: ★★★★★ (5 von 5)
Idee / Plot: ★★★★☆ (4 von 5)
Handlungsaufbau / Spannungsbogen: ★★★★☆ (4 von 5)
Szenerie / Setting: ★★★★☆ (4 von 5)
Emotionen / Protagonisten: ★★★★☆ (4 von 5)
Sprache / Schreibstil: ★★★★★ (5 von 5)
Gesamt: 4,4
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review 2017-04-12 07:30
Skandalös
Lasst uns schweigen wie ein Grab - Maximilian Meinzold,Eva Plorin,Julie Berry
"Und dürfte ich um etwas weniger Tohuwabohu bitten?" S.29
 Vor 1900 hatten es Frauen und solche die es erst noch werden wollten, nicht leicht. Kein Wunder: Frauenwahlrecht, Suffragetten und all diese schönen Errungenschaften, die dann schlussendlich zum Frauenparkplatz und der Frauenquote in Führungspositionen führten, davon können die sieben skandalösen Schwestern im Pensionat Saint Etheldreda nur träumen. Ihre Welt beschränkt sich auf: Französisch, Latein, Mathematik (immerhin!), Geschichte, Tanzen, Singen, Musizieren, (OT: Zombies killen), Etikette, Kochen, Gartenarbeit. Warum dieses feine Büchlein dennoch den Begriff Emanzipation exerziert, will ich euch gern verraten, wenn ihr wagemutig genug seid.

Machen wir also einen Ausflug nach England, in ein hübsches kleines Städtchen, direkt ins Speisezimmer des Internats an den Esstisch, an einem Sonntagabend. Zu Gast begrüßen wir Aldous, den Bruder unserer Internatsleiterin, ihres Zeichens Witwe (mit einem Faible für Seemänner). Und diese Szene können wir dann auch schon gleich wieder vergessen, die beiden sind nämlich zwei Sätze später Wurmfutter. (Das mit den Würmern ist später noch mal wichtig.)
So weit alles nicht neu, das steht im Klappentext. Auch der Kirschbaum findet dort schon Erwähnung, weshalb ich mich dann den interessanteren Details widmen werde, möglichst ohne zu spoilern.
 
"Eine dünne Mondsichel spitzte durch die Wolkendecke."S.52
Was haben Shakespeare, Sir Arthur Conan Doyle, Victor Hugo und Lewis Carroll gemeinsam? Sie werden in diesem Buch, von den Mädchen, genannt und sogar zitiert. Unsere sieben Gören (die jüngste 12 Jahre alt) sind nämlich allesamt aus einigermaßen gutem Elternhaus (nicht so gut um auf eine der anderen, noch viel tolleren Schulen gehen zu können, aber immerhin betucht genug, um in diese Einrichtung abgeschoben worden zu sein). Sie sind sogar recht klug, manierlich, talentiert und ansehnlich - größtenteils - nicht zwangsläufig gleichzeitig. Und deswegen wäre mein erstes Manko: Schade, dass auf dem Cover nur Platz für fünf von den Sieben war. Denn jedes der Mädchen, mitsamt charakteristischem Beinamen, wird gebraucht in der sich aufbauenden Scharade, auch wenn der Fojus auf Kitty Schlau liegt.

Die Aufgaben müssen verteilt, die Zugehfrau entlassen, die nahen Bekannten getäuscht, die aufstrebenden Bobbys ausgetrickst, Schmiere gestanden werden. Nebenbei muss der Haushalt gemacht, die Buchhaltung aktualisiert, Geld herbeigeschafft, eine Tischdecke mit Erdbeeren bestickt, ein paar junge Gentleman und Beaus angeflirtet, Nestlé Schokolade gefuttert, ein Pony gestreichelt werden - ja, wie unwichtig das doch alles klingt, wenn man weiß, dass es zwei Leichen zu beseitigen gibt! An deren Ableben die Mädchen übrigens unschuldig sind (können Leichen ableben - wohl eher nicht. Aber ihr wisst was ich meine).


"Tis not fine feathers make fine birds." S.150
Und darum geht es wirklich: die leichen wegschaffen, um bloß nicht nach Hause zu müssen (oder in ein anderes Internat). Sie wollen zusammenbleiben, sie sind Freunde, Familie. Sie ärgern sich, verdächtigen sich, treten sich auf die Füße und schimpfen - doch sie stehen als eine Frau hinter ihrer Entscheidung. Mrs Plackett muss weiter existieren, um den Anschein aufrecht zu erhalten, alles andere muss im Lügengespinst Bestand haben. Und ganz nebenbei muss auch noch das Rätsel um den Ebenholzelefanten gelöst und der Mörder gefunden werden. Zu diesem Zweck gibt es ein Notizbüchlein, in dem alle Spuren festgehalten werden.

Julie Berry gibt dem Leser dabei sämtliche Informationen an die Hand und überlässt es nicht dem Zufall, auf die Lösung zuzusteuern, ganz ohne Hirnverdreher. Damit will ich nicht sagen, es sei geradlinig. Das Buch ist spannend genug, dass ich es an einem Tag runterlesen kann, flüssig - süffig wie die Bowle. Von der man aber lieber nicht zu viel genießen sollte, es sei denn man möchte als Dame im Korsett Zustände kriegen. Ein bisschen Anbandelei und Tändelei gibt es auch. Wobei wahrscheinlich ein zaghafter Handkuss und ein wirklich böser, wirklich aufdringlicher Wangenkuss in der Zeit skandalös sind! Pfui Mädchen!


Fazit: 
Es gibt Punktabzug für’s Ende. Ich hätte den jungen Damen schlichtweg etwas anderes gewünscht, auch für die dargestellte Zeit. Ja, ich könnte mir eine ganze Serie vorstellen, die Mädchen in dem riesigen Haus, führen es weiter, müssen sich immer wieder Schnüfflern erwehren, um die Ecke denken, verplappern sich und kriegen die Kurve wieder. Nennt mich komisch, aber das Buch hatte nur in einer Hinsicht schwarzen Humor und das war der verbrannte Pudding. Wobei Elinor Düster mir zusammen mit Alice Robust am besten gefallen haben. Da wäre mehr drin gewesen, hätte man nicht alles aufgelöst und so viele verschiedene …

Ein schönes Buch, das viel richtig macht. Mit ein paar schönen Seitenhieben auf und gegen die Männlichkeit. Mit schönen Hinwendungen an romantische Piratenromane. Mit Hundewelpen, einem Pfau und einem Hahn.
Und das von mir über einen Krimi.
Daher mein Urteil in Preußischblau:
Source: lesekatzen.blogspot.de/2017/01/rezension-lasst-uns-schweigen-wie-ein.html
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review 2017-04-03 21:08
Kitty Kathstone 2 von Sandra Öhl
Kitty Kathstone Band 2 - Sandra Öhl Kitty Kathstone Band 2 - Sandra Öhl

Und das ist die Geschichte

Nach dem Kitty, Nora, Sir Larry und Villard mit Lysander zurück an die C.O.G. gekehrt sind müssen sie eine Untersuchung des V.I.P. über sich ergehen lassen. Das geheime Schriftstück, welches Kitty nun im Besitz hat schreckt einige Leute auf. Auch das auftauchen von Lysander wirft Fragen auf die beantwortet werden wollen und dazu schickt der V.I.P. die Furie Tisiphone in den Ring. Eine nicht mehr ganz junge Frau mit Jugendwahn und falscher Freundlichkeit. Doch schon bald überschlagen sich die Ereignisse ein erneutes mal und mit der Erholung nimmt es ein jähes Ende. Dieses mal begeben sich nicht nur Kitty und Nora auf den abenteuerlichen Weg, nein, inzwischen sind Alexander, Glade, Lysander wie auch Sir Larry, Villard und Victoria mitten drin und jeder versucht seine Interessen zu wahren.  Doch Kitty möchte einfach wissen welches Geheimnis es zu behüten gilt und warum es anscheinend etwas mit ihrer Familie zu tun hat.

 

Die Geschichte

Die Geschichte um Kitty ist nicht ganz neu, natürlich nicht aber es wartet mit einem Tiefgang auf, welcher nur selten zu finden ist in diesem Genre und in diesem Altersbereich. Schliesslich wird das Buch schon am 11 empfohlen, was ich sicher nicht schlimm finde aber ich denke, das die Geschichte etwas zu komplex ist und der philosophische Hintergrund ist sicher auch nicht ganz einfach zu verstehen. Aber wie schon der erste Band würde auch die Fortsetzung hervorragend umgesetzt. Langweile kommt nie auf, auch wenn ich am Anfang ein paar Probleme hatte rein zu kommen, lag aber daran das es schon ne Weile her war, über ein Jahr, als ich den ersten Teil gelesen hatte und erst mal wieder den Einstieg finden musste. War das aber passiert, gab kein halten mehr. Auch der Schreibstil war wie gewohnt fantastisch, ich mag den Humor der Autorin  und sie schafft es den Spannungsbogen bis zu letzt zu halten. Auch der Schluss hat es indisch, die letzten paar Seiten trieben mir dann doch paar Tränen in die Augen. Aber lest selber 

 

„Ich wünsche dir noch einen angenehmen Abend, Katharina Kathstone und ich möchte, dass du bis zu unserem nächsten Wiedersehen über folgenden Satz nachdenkst: Eine ruhige See hat noch nie einen guten Segler hervorgebracht.“

Der Drache Glacies

 

 

Prota- und Antagonisten & Co

Hach, auch dieses mal, sorry meine Lieben, komm ich ins schwärmen. Sandra Öhl hat einfach ein wirklich gutes Händchen uns die einzelnen Charakteren nahe zu bringen. Bei solch gut ausgearbeiteten Charaktere bin ich immer traurig das ich nicht zeichnen kann, denn ich sehe, fühle die Personen förmlich vor mir. Auch wenn mich dieses mal Kitty manchmal echt nervte, nur kurz zwischendurch, muss man sie und alle anderen Lieben. Nora ganz besonders. Das arme Ding.  Alle Protas entwickeln sich in dieser Geschichte. Für alle geht es um folgende Themen; Die eigenen Grenzen erkennen, die Wahrheit erkennen, das Gleichgewicht wahren, Vertrauen aber ganz wichtig sind dieses mal Hass und Vergebung.

 

Dieses mal erfahren wir auch mehr von Sir Larry’s Leben. Er erzählt immer wieder wie es dazu kam das er etwas mit Kitty und Victoria zu tun hat. Und auch für ihn sind die Themen Hass und Vergebung wichtig. Sie alle müssen erkennen was das alles auslösen kann, im Guten wie im Schlechten und dann die richtigen Entscheidungen zu treffen was nicht immer einfach ist.

Und natürlich haben wir in diesem Teil auch wieder einen Antagonist, in der For der Furie Tisiphone

So schafft es die Autorin auch die Emotionen zu transportieren. Man nervt sich über Kitty, man hat Mitgefühl für sie parat wenn es Zeit ist dafür, man ist sauer auf Victoria und lacht herzlich wenn Hildi, die stämmige Walküre mit ihrem Bayrisch auf Lysander tritt. 

 

 

Die Sache mit dem Text

Hier muss ich sagen, ich lese anders wenn ich ein eBook vor mir habe. Heisst, ich lese noch langsamer als sonst, es ist noch anstrengender als sonst schon. Nicht nur deswegen hab ich lieber Pint-Ausgaben. Aber der Schwierigkeitsgrad des Textes passte zum Genre, wenn auch etwas schwierig für Kids ab 11. Aber das kann man ja nicht so generell sagen. Aber ich hätte jetzt gesagt so ab 14/15 würde ich das Buch jetzt empfehlen.

Auch find ich die Kapitellänge gut passend, sie sind nicht alle gleich lang aber so wie es war, fand ich es gut. Auch der Wortschatz pass zur Geschichte, den Protagonisten und der Zielgruppe.

 

 

Und sonst noch

Das Cover ist wieder wunderschön. Denn es ist im gleichen Design gehalten nur das es dieses mal in einem frischen Türkis daher kommt, während der erste Teil in dunkel Blau gehalten war.

Schade ist einfach das der 2. Teil nur als eBook erscheint. Aber ich glaube wir Fans sind alle froh das der 2. teil überhaupt das Licht der Welt erblickte. Denn leider fand der erste Teil viel Zuwenig aufmerksam kein, was wirklich schade ist denn ich hab schon viele Bücher gelesen die mich nicht so gut unterhalten haben.

Für mich ist Kitty Kathstone 2 ebenso ein Highlight wie der erste Teil. Also, wer die Geschichte nicht kennt, der sollte sich den ersten Teil schnellst möglich lesen und gleich den 2. Teil nachschieben. Wer neugierig ist kann sich gerne noch meine Rezension zum ersten Teil nachlesen.

Ich freue mich schon jetzt auf den dritten Band auch wenn es noch eine ganze Weile dauern wird bis dieser erscheinen wird.

Und sollte die Autorin andere Bücher heraus bringen, werd ich sicher eine der Ersten sein, die sich diese reinzieht. Ich liebe ihren Schreibstiel genau so wie ihre Gedanken und die Fähigkeit den Geschichten einen Tiefgang mit spannenden Themen zu verpassen.

 

Erst wenn wir uns selbst in allen anderen Seins-Formen wiederkennen und diese ebenso in uns, erst dann werden wir fähig sein, die Balance wiederherzustellen, falls es dazu nicht schon längst zu spät ist.

 

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review 2017-04-02 22:38
Spannender Anfang, schwacher Ausklang
Anna Dressed in Blood - Kendare Blake

Anna Dressed in Blood ist bis Dato mein einziger Titelkauf. Diese vielsagende Zeile klang so verheißungsvoll, versprach Nervenkitzel vielleicht sogar Grusel, so dass ich nicht widerstehen konnte. Es klang nach Geheimnissen, Rache, Mordlust! Nun, teilweise hält das Buch was der Titel verspricht.

Der Roman startet genau so, wie es mir erhofft hatte. Ein junger Geisterjäger kommt in eine kleine Stadt in der ein verwunschenes Haus steht. Vor Jahrzehnten war dort ein Mädchen gestorben und ihr rachsüchtiger Geist spukt nun in dem alten Zuhause herum. Wer das Haus betritt überlebt es in der Regel nicht. Als Cas also ebendies tut, wird er von einem arg wütenden Geist im Empfang genommen.


Anna ist Anfangs einfach nur »der Geist«, von dem man erwartet, dass er da ist um die Lebenden zu ermorden. Im Laufe der Handlung lernt man jedoch nach und nach ihre ganze Geschichte kennen und die ist, bis hin zu ihrer letztlich Ermordung, ziemlich bitter. Da muss man doch erstmal schwer schlucken. Man kann gut nachvollziehen, wie ihre Erlebnisse diesen wütenden Geist aus ihr gemacht haben. Obwohl es sich bei Kendare Blakes Debütroman um ein Jugendbuch handelt, sind manche Beschreibung darin überraschend blutig und schonungslos. Zartbesaiteten wird das vielleicht nicht ganz so sehr gefallen, aber es ist immerhin eine Horrorgeschichte, da darf man nicht nur rosa Blümchen erwarten.

 

Leider verliert sich der starke Anfang ab der Mitte etwas, denn die Geschichte endet, wie in so vielen Jugendbüchern, in einer Liebesgeschichte und macht aus Anna wieder eine eher zarte Erscheinung. Immer noch nett, aber leider alles andere als spannend oder gar gruselig. Immerhin gibt es keine Dreiecksbeziehung mit boyfriend-issues, das hält den Nerv-Faktor erfreulicherweise in Grenzen. Der anfängliche Geisterspuk geht dabei dennoch fast vollständig verloren, weil Anna eben nicht mehr spukt und plötzlich wieder sehr menschlich und lebendig wirkt. Dafür taucht eine andere Gruselgestalt auf, so richtig überzeugen kann diese recht abstrakte Kreatur aber nicht mehr.

 

Anna Dressed in Blood ist ein Buch mit starkem Anfang und schwächelndem Ausgang. Bei dem genialen Titel hatte ich auf eine stärkere Wirkung gehofft, die sich zu Beginn des Romans auch andeutete, dann aber leider zugunsten der Romanze verebbte. Das Buch ist durchaus mal etwas anderes und wagt einen neuen Ansatz in der Jugendbuchsektion, der fade ausklang motiviert mich aber leider nicht die Nachfolger lesen zu wollen.

Source: moyasbuchgewimmel.de/rezensionen/titel/a/anna-dressed-in-blood
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