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review 2016-11-29 19:17
Die Bruderschaft der schwarzen Maske 1-5 - Die Bestiarium-Reihe (1) | A.P. Sterling
161127 SchwarzeMaske

Autorin: A. P. Sterling (Anette Strohmeyer)
Titel: Die Bruderschaft der schwarzen Maske (1-5) 
Reihe: Die Bestiarium-Reihe (1)
Genre: Mystery, Fantasy
Kindle-Edition: ges. 573 S., ges. 10,95 €,
ASIN von Folge 2: B01LF7T7NC
hier: kostenlose LEX von der Autorin – DANKE !!!
gelesen auf dem Kindle Paperwhite

 

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Inhaltsangabe (Amazon):

DIE BESTIARIUM-REIHE:
Venedig im Jahr 1794. Seit dem Tod seiner Eltern lebt Rainero bei seinem Onkel im Hause Zon. Kein Tag vergeht, an dem der schüchterne Junge nicht von seinem Cousin Gasparo verspottet und als Angsthase beschimpft wird. Doch als eine Reihe brutaler Morde die Serenissima erschüttert, muss Rainero all seinen Mut zusammennehmen - für Valeria, die Verlobte seines Cousins, in die er heimlich verliebt ist. Denn sollten die Gerüchte stimmen und tatsächlich ein Werwolf in der Stadt sein Unwesen treiben, schwebt Valeria in größter Gefahr. Rainero verfolgt die Spur der Bestie, nicht ahnend, dass er damit einen viel mächtigeren Feind gegen sich aufbringt: Die Bruderschaft der schwarzen Maske ...

Meine Meinung:

 

Anette Strohmeyer hat dieses Mal unter Pseudonym eine andere, dennoch mystische Reihe, als die mit Paul Ondragon geschrieben. Die ersten 5 Abschnitte zusammen ergeben 573 Seiten und sind jeweils bis auf den günstigeren 1. Teil für 2,49 € zu haben. Diese Abschnitte spielen nicht in der Gegenwart, und es gibt auch keinen Ermittler wie Ondragon, der mir inzwischen ans Herz gewachsen ist. In der Bestiarium-Reihe ist Rainero aus dem Venedig des 18. JHs der Protagonist. Rainero ist ein schüchterner Jugendlicher, der von seinem Ziehbruder unterdrückt wird, aber als Zeuge sogar zweier schrecklicher Verbrechen überlebt.

 

Wir verfolgen während der ersten 5 Teile mit, wie er sich in die junge Braut seines Ziehbruders verliebt, fürchterliche Dinge erlebt und sich schließlich dafür entscheidet, als Lehrling eines Bestienjägers nach Konstantinopel zu gehen. Der Ermittler von der Inquisition taucht nur hin und wieder auf, und auch wenn seine Taten und Entscheidungen zu dieser Zeit nachvollziehbar sind, bleibt er relativ blass. Dies ist nicht weiter schlimm, taucht er doch mehr oder weniger nur am Rande auf.

 

Ich selbst bin aber auch mit dem Protagonisten Rainero leider nicht wirklich warm geworden. Mir persönlich blieb er, trotzdem im 5. Teil endlich erwähnt wurde, worin seine besondere Gabe bestehen soll, zu flach. Ob es daran liegt, dass er noch so jung ist, vom Wesen her sogar noch jünger als vom Alter her gesehen? Ich kann es nicht wirklich sagen. Er blieb bis zum Ende gesichtslos vor meinem inneren Auge.

 

Auch mit dem Wesen des Blutschlürfers habe ich so mein Problem. Wer mich kennt weiß, dass ich (fast) jedes Genre lese, aber um Vampirbücher einen großen Bogen mache. Ich mag sie einfach nicht, und auch, wenn es hier nicht um einen “richtigen” Vampir geht, sondern einen durch einen Dämon verwandelten Menschen, ist das Thema doch nahe genug an einem Vampir, so dass mein Lesevergnügen getrübt wurde.

 

Ich will aber meine Bewertung nicht von meiner Antipathie gegenüber Blut trinkenden Kreaturen abhängig machen, sondern die Idee, den Schreibstil und die Spannung würdigen, denn natürlich habe ich alle 5 Teile recht zügig gelesen.

 

Im letzten Teil dieser ersten Reihe (ich gehe wegen des Cliffhangers davon aus, dass noch mindestens eine folgen wird), werden die im Laufe des Lesens aufgetretenen Fragen beantwortet. Mich hat allerdings die besondere Gabe des Protagonisten nicht wirklich überzeugt, und im Endeffekt spielte fast buchstäblich jede der Figuren ihr eigenes Spiel. Manchmal schon sehr naiv. Für mich persönlich wäre hier weniger mehr gewesen.

 

Und so gebe ich nach reiflicher Überlegung für das Gesamtwerk 07/10 Punkte.

Zitate:

Semsu verbeugte sich tief vor Maahes, dem Schatzhausvorsteher des Pharaos. Als dieser ihm signalisierte, er solle näher kommen, trat Semsu vor den mit Papyrusrollen überquellenden Arbeitstisch. Maahes war ein Mann von beeindruckender Größe, seine Arme unter der Tunika waren trotz seines Alters muskulös und sein Bart noch immer pechschwarz. Seine mit Khol umrandeten Augen sahen Semsu durchdringend an.
Prolog, 1. Teil, Theben, 1323 v. Chr.

»Und was ist mit der Tatsache, dass in beiden Leichen kein einziger Tropfen Blut mehr gefunden wurde?«, raunte er.
Der Mann blickte ängstlich zu der pockennarbigen Visage auf, gab aber keinen Ton von sich. Der Erzähler grinste.
»Ich sage, da hat jemand eine Rechnung mit der Signoria offen«, fuhr er fort.
2. Teil, 2. Kapitel, Venedig, 1794

»Lasst mich hier raus, Osvaldo. Ich bin das Oberhaupt der Bruderschaft. Hört Ihr mich? Verdammt noch mal!«
5. Teil, 1. Kapitel, Venedig 1794

Bücher der Reihe:

 

1. Die Bruderschaft der schwarzen Maske (1) – gelesen 28.10.2016
2. Die Bruderschaft der schwarzen Maske (2) – gelesen 31.10.2016
3. Die Bruderschaft der schwarzen Maske (3) – gelesen 13.11.2016
4. Die Bruderschaft der schwarzen Maske (4) – gelesen 22.11.2016
5. Die Bruderschaft der schwarzen Maske (5) – gelesen 26.11.2016

 

Gesamt-Bewertung: 07/10 Punkte

 

Die Bruderschaft der schwarzen Maske - Teil 1 (Die Bestiarium-Reihe) - A. P. Sterling  Die Bruderschaft der schwarzen Maske - Teil 2 (Die Bestiarium-Reihe) - A. P. Sterling  Die Bruderschaft der schwarzen Maske - Teil 3 (Die Bestiarium-Reihe) - A. P. Sterling  Die Bruderschaft der schwarzen Maske - Teil 4 (Die Bestiarium-Reihe) - A. P. Sterling  Die Bruderschaft der schwarzen Maske - Teil 5 (Die Bestiarium-Reihe) - A. P. Sterling  

Source: sunsys-blog.blogspot.de/2016/11/gelesen-die-bruderschaft-der-schwarzen.html
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review 2016-07-29 18:08
Totenlied | Tess Gerritsen

Totenlied

 

Autor: Tess Gerritsen
Titel: Totenlied
Übersetzer: Andreas Jäger
Genre: Psychothriller, Historisch, Mystery
Verlag: Limes Verlag [25.07.2016]
TB: 320 Seiten, 14,99 €, ISBN: 3809026700
Kindle-Edition: 321 Seiten, 11,99 €, ASIN: B01CG99FJO
Random House Audio: [22.07.2016]
Spieldauer: 562 Minuten (ungekürzt)
Sprecher: Mechthild Großmann
Reg. Preis/im Premium-Abo/im Flexi-Abo:
21,95 €/20,44 €/9,95 €

 

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klick zu Audible.de

 

Inhaltsangabe (Audible):

Verstörend, tragisch, tödlich - der neue Thriller von Tess Gerritsen.
Von einer Italienreise bringt die Violinistin Julia Ansdell ein altes Notenbuch mit nach Hause. Es enthält eine bislang völlig unbekannte Walzerkomposition. Julia ist fasziniert von dem Stück, doch jedes Mal, wenn sie es spielt, geschehen merkwürdige Dinge. Etwas Bösartiges geht von dem Walzer aus, etwas, das das Wesen von Julias dreijähriger Tochter auf beunruhigende Weise zu verändern scheint. Weil niemand ihr glaubt, reist Julia heimlich nach Italien, um nach der Herkunft der mysteriösen Komposition zu forschen...
Inklusive Incendio, der Melodie aus dem Roman, komponiert von Tess Gerritsen.

>> Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

©2016 Tess Gerritsen / Limes Verlag (P)2016 Random House Audio

Meine Meinung:

 

Es ist schon eine Zeitlang her, dass ich ein Buch gelesen oder gehört habe und nebenbei einige Taschentücher brauchte. Dieses Mal konnte ich kaum aufhören mit Heulen, so sehr hat mich das Buch berührt und mitgenommen. Wenn ich so nachdenke, kann ich es in etwa mit meinen Emotionen beim Lesen von Anne Franks Tagebuch vergleichen.

 

Wenn ich so sehr emotional beteiligt bin, kann ich einfach nicht aufhören. Ich MUSS das Buch zu Ende lesen oder hören, bevor ich schlafen gehe. Somit habe ich heute Stunden auf der Couch mit Hören und Heulen verbracht und habe selbst mein derzeitiges eBook nicht angefasst. Tess Gerritsen hat da einen Schalter bei mir umgelegt, ich war in Italien…

 

Das Buch spielt in zwei Zeitebenen und hat demzufolge zwei Handlungsstränge. Thema ist die Musik und letzten Endes ein ganz besonderes Stück: Incendio (von Tess Gerritsen selbst komponiert und im Video von ihr gespielt). Aber natürlich geht es nicht nur um Musik, es geht um unerklärliche Vorfälle in Brooklyn, wo Julia mit ihrer Familie lebt und die just in dem Moment ihren Anfang nehmen, als sie zum ersten Mal eben jenes Stück spielt. Kann Musik böse sein? Kann sie einen Menschen zu schrecklichen Taten inspirieren?

 

Julia versucht, mehr über die Herkunft des Stückes herauszufinden und über dessen Komponisten. Während sie die Geschichte von Lorenzo nur aus zweiter Hand nach und nach erzählt bekommt, sind wir Leser und Hörer in der besseren Position, denn wir erleben sie hautnah im zweiten Handlungsstrang mit. Und diese ist so herzzerreißend, dass sie mir wie gesagt verquollene Augen beschert hat.

 

Mechthild Großmann hat das Buch ungekürzt eingelesen und mir wieder viel besser gefallen als in “Abendruh”. Ich konnte mich voll und ganz auf ihre Nuancierungen einlassen und habe nichts zu bemängeln.

 

Für mich ist dieses Buch etwas ganz Besonderes und wiederum ein Überflieger! Ich gebe 11/10 Punkte. Eine großartige Produktion und Leistung von Autorin, Übersetzer und Sprecherin. TOP!

 

 

Bücher von Tess Gerritsen:
Rizoli & Isles-Reihe:

 

1. Die Chirurgin – beendet 21.09.2007 – 11/10 Punkte
2. Der Meister – beendet 2007 – 11/10 Punkte
3. Todsünde – gelesen, aber nichts notiert
4. Schwesternmord – gelesen – 11/10 Punkte
5. Scheintot – beendet 26.07.2007 – 11/10 Punkte
6. Blutmale – beendet August 2008 – 10/10 Punkte
7. Grabkammer – beendet 22.06.2009 – 10/10 Punkte
8. Totengrund – beendet 28.11.2010 – 09/10 Punkte
9. Grabesstille – beendet 10.06.2013 – 09/10 Punkte
10. Abendruh – beendet 15.01.2014 – 08/10 Punkte
11. Der Schneeleopard – rezensiert 11.05.2015 – 10/10 Punkte

- Leichenraub – rezensiert 15.01.2009 – 10/10 Punkte
- Totenlied – beendet 29.07.2016 – 11/10 Punkte

 

Edit:

Mit meiner Rezension war ich schon fertig, als mir einfiel, dass ich mit keiner Silbe erwähnt habe, worum es der Autorin mit dem Buch ging und wann genau der zweite Erzählstrang spielte, was das zweite Thema des Buches betrifft. Nun, es geht um die Hilfsbereitschaft jedes Einzelnen von uns, um die Möglichkeit, etwas zu verändern, um Mut und Verzweiflung, um Liebe und Hass.

Lorenzo war 1944 24 Jahre alt, und seine Liebe galt seiner Familie, seiner Laura und seiner Geige. Sein Schicksal und das seiner Lieben geht sehr zu Herzen...

 

Source: sunsys-blog.blogspot.de/2016/07/gehort-totenlied-tess-gerritsen.html
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review 2015-10-29 10:44
APFEL
Assassin's Creed. Die Bruderschaft - Oliver Bowden
„Benutz den Apfel“

Es ist noch gar nicht so lange her, da las ich ‚Black Flag‘. Ich hatte das dazu gehörige Spiel gerade erst gezockt und wartete auf Unity. (‚Unity‘ habe ich noch nicht gelesen, aber gespielt und jetzt gerade steht der neueste Steampunktitel von AC an: ‚Syndicate‘.) Um mir die Wartezeit zu überbrücken, habe ich also das Buch ‚Bruderschaft‘ gelesen. Vor allem, weil ich die ganzen anderen AC Titel nie gespielt habe. Mich stört es nicht, dass der ganze Einschub über Abstergo fehlt und die Bücher ihr Augenmerk ausschließlich auf die Helden und deren Zeit richten.
Doch was bitte ist zwischen ‚Bruderschaft‘ und ‚Black Flag‘ passiert?

Liebe Kinder, macht das nicht nach! Schreibt auf keinen Fall einfach nur ab was passiert!
Diese 400Seiten waren vertane Zeit, Verschwendung an Druckertinte und Papier. Es schmerzt mich das so sagen zu müssen, denn ich weiß Bowden kann es besser! Im besten Fall kann ich zu diesem Roman sagen: ein vielversprechendes Skript, welches ausgearbeitet und ordentlich 3mal durch’s Lektorat gegangen, wirklich etwas hermachen könnte. Gab es hier keine BetaLeser? Es handelt sich um den offiziellen Roman zum Spiel, Leute wo sind die Nerds - die die dieses Buch lesen und sagen: Jep - alles relevante ist drin und stimmt. Wo sind die Stimmen gewesen, bevor das hier gedruckt wurde, die korrigiert haben? Gab es das überhaupt oder wurden sie ignoriert?


 „Benutzt du jetzt den Apfel?“

Der Anfang war dabei sogar noch ganz gut, wenn mir auch Ezio als Charakter nicht sehr nah kam. Eine Eigenart der Assassinen ist es sich durch die Gegend zu schnetzeln, Köpfe sauber abzuschlagen und auch sonst ziemlich blutig zu Werke zu gehen. Aber ehrlich gesagt, es gibt Dinge die erwarte ich in diesem Buch einfach und es gibt Dinge die sagen einfach nur: Ja, sorry aber geschriebene Kunst war das jetzt nicht, da kann ich mir auch die Zusammenfassung auf wikipedia durchlesen und bin genauso schlau.

Ich wollte die Geschichte um Ezio erleben, erfahren, mitfühlen! Wollte leiden, jubeln und auf den Fingernägeln kauen. All dies war mir nicht vergönnt. Ezio jagt Cesare Borgia, nachdem man dem Assassinen gleich zu Anfang ‚den Apfel‘ weggenommen hat. Ein mächtiges Relikt, das in den falschen Händen viel Schaden anrichtet. Leonardo da Vinci als ältester Freund Ezios bastelt ihm neue Trickwaffen und lässt sich dafür fürstlich bezahlen von ihm. Um an die benötigten Mittel zu kommen, renoviert Ezio flux ein Bordell. Eine solide Einnahmequelle für Geld und Informationen. Die Jagd an sich ist mühselig, da Cesare immer irgendwo ist und Stadtstaaten einnimmt oder dem Erdboden gleich macht. Inhaltlich alles in Ordnung. Ezio, seine Bruderschaft, die Gilde der Diebe, Söldner und andere Parteien versuchen dem Machtstreben dieses Mannes Einhalt zu gebieten. Der Assassine schreckt auch nicht davor zurück, die unterjochten Bürger Roms für sich zu gewinnen und im Gegenzug dafür Borgia-Treue unelegant aus dem Weg zu ziehen.
 

 „So kommen wir nicht weiter.
Benutz this damn apple right now!“

Seite 318: RUMMS Teil 2. Was? Was für ein zweiter Teil, der Mist geht noch weiter? Die Handlung an sich war abgeschlossen. Gut es gab ein paar offene Stränge, aber hätte mich jetzt auch nicht mehr gestört. Ich breche ungern Bücher ab. Um sich ein Urteil bilden zu können, heißt es, muss man auch wissen was man da kritisiert. Also aufgemerkt: Ich übe KEINE Kritik am Inhalt (der war ohnehin vorgegeben).
Was also stimmte hier nicht? Das Lesen hat keinen Spaß gemacht, so einfach.
Mir fehlen an etlichen Stellen Umgebungsdetails, Bewegungen, Gedanken, Gefühle. Mir fehlt … einfach alles was das geschriebene Wort ausmacht! Hier wurde mir keine Geschichte erzählt (siehe Zusammenfassung wikipedia).
Ich kann den Finger sogar ziemlich genau drauf legen:
Seite 361 - Kapitel 56 - Sätze 7 - Zeilen 9
Alles war bereit. Boten ritten täglich zwischen den Orten hin und her, an denen die Bruderschaft Stützpunkte eingerichtet hatte. Bartolomeo fing an, Gefallen an Ostia zu finden, und Pantasilea war begeistert von der Stadt. Antonio de Magianis hielt nach wie vor in Venedig die Stellung. Claudia war einstweilen nach Florenz zurückgekehrt, wo sie bei ihrer alten Freundin Paola wohnte, die ein erlesenes Freudenhaus unterhielt, dem die ‚Rosa in Fiore’ nachempfunden worden war. La Volpe und Rosa hielten in Rom die Augen offen.
Es war Zeit für Machiavelli und Ezio, auf die Jagd zu gehen.


Das ist ein als ganzes Kapitel ausgewiesener Absatz ohne jeden Sinn! Er spoilert nicht einmal! Ganz ehrlich? Dieser Absatz könnte genauso gut auf Seite 12, 123, 234 … stehen … Und so fühlte sich der ganze Mittelteil an. Der Anfang kann man noch als schriftstellerisch beschreiben, aber dann werden die Szenen einfach abgehandelt. Wenn ich hier im Hintergrund den Fernseher anhabe und kurz mal hochschaue: Oh schau: Zwei Männer die kämpfen, einer fällt um, der andere sagt lustlos: „requiescat in pace“ Abblende - und ich widme mich dann wieder etwas anderem, so ist dieses Buch. Der Diener führte die Zielperson aus dem Saal. Dann: Ezio sprang hinterher, rempelte sie um. Der Diener warf sich auf die Knie und flehte. Das Opfer zog eine Waffe. Ezio haute sie ihm weg und sagte: „requiescat in pace“. 


So … ihr seht, das ist jetzt nicht zitiert - wortwörtlich steht das also so nicht in dem Buch. Aber SO kommt es bei mir an. Egal worum es geht! Gespräch mit der Mutter: „Alles klar bei dir, Mom?“ - „Ja, mein Sohn.“ - „Ich muss weiter.“ - „Ist gut, mein Sohn.“
Gespräch mit einem Nebenchar: „Hast du Informationen für mich?“ - „Ja, kriegste aber nur, wenn du meine Schulden übernimmst!“ - „Kein Problem, ich schnetzel auch die Schuldeneintreiber aus deinem Weg.“ - „Danke, voll nett!“ - „Ja, so bin ich halt.“
Gespräch mit der Liebsten: „Hey Cathy - ich muss gleich los, wollen wir noch mal eben schnaxeln?“ - „Och, lass ma stecken, ich hab’ dich nur ausgenutzt!“ - „Noooooooo! Ich liebe dich doch.“
Szene Initiation: „Hier is dein Ring.“ -„Ich gelobe …“ - „So jetzt spring vom Dach da.“ - *Liste abhak’* - „Next!“
Szene auf Cesare treffen: „Du lebst noch, bastardi?“ - „Ich bring’ dich jetzt um, bastardi!“ - *Lange Nase mach’* „Meh, das denkst du!“
Szene wilde Verfolgungsjagd: „Schnell, dem Boot da nach!“ - „Bezahl’ mich!“ - *Erkenntnis!* „Hier ein Beutel Dukaten!“ - *Segel setz*
Und natürlich nicht zu vergessen: „Benutz den Apfel, Ezio!“ - „Zeit den Apfel zu benutzen!“ und „Das ist ein Fall für den Apfel!“
Spoiler:
Dort fanden sie in der Gruft eine Geheimtür, hinter der ein kleines Gewölbe lag, in dessen Mitte ein Sockel stand. Auf diesen stellten sie den Kasten mit dem Apfel und zogen sich zurück. Kaum war die Tür geschlossen, war sie auch schon wie durch Zauberei nicht mehr zu sehen, (…).
 
Fazit:

Da ist nichts. Keine Atmosphäre, keine Welt. Rückblickend war der einzige Char, den ich ein klein wenig mochte Bartolomeo mit seiner fetten Waffe: Bianca. (aber selbst das war wahrscheinlich vorgegeben). Ich kann mir das nur so erklären, dass der Autor sich akribisch an die Vorgaben des Spiels halten musste. Erfind’ bloß nix dazu, sonst gibt’s Haue!
Deswegen fehlen Emotionen, Ideen, Details, Humor und Spannung. Absolut fad und ohne Geschick, von einem Stil ganz zu Schweigen.

Ich hatte mir vorgenommen alle Bücher zu lesen. Bleibe aber dann lieber auf dem Wissenstand der Comics und verzichte dankend.



Urteil: requiescat in pace
Source: lesekatzen.blogspot.de/2015/10/rezension-assassins-creed-bruderschaft.html
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review 2015-09-10 11:43
Herrlichkeit
Herrlichkeit: Roman - Margaret Mazzantini

Story:
Guido und Costantino wachsen im selben Palazzo, jedoch in unterschiedlichen Milieus auf. Während Guidos Leben von Einsamkeit und einem gewissen Standard geprägt ist, ist gleichaltrige Costantino der Sohn des Hausmeisters des gutbürgerlichen Wohnhauses. Ihre kindliche Abneigung ändert sich während einer Klassenfahrt nach Griechenland und schnell entwickeln die beiden Gefühle füreinander – ein Unding in Italien der 70er/80er Jahre. Keiner der beiden wagt ihre Liebe offen auszuleben: Guido verschlägt es nach London, wo er Kunst unterrichtet und die Japanerin Izumi heiratet; Costantino ehelicht eine Jugendfreundin und eröffnet ein Restaurant in Rom.

 

Im Laufe der Jahrzehnte treffen sich die beiden Männer immer wieder und versuchen ihrer Liebe Ausdruck zu verleihen, doch nur selten gelingt es ihnen, die gesellschaftlichen Zwänge abzuschütteln und sie selbst zu sein …

 

Eigene Meinung:
Der Roman „Herrlichkeit“ ist die 8. Veröffentlichung der italienischen Schriftstellerin Margaret Mazzantini, deren frühere Werke sowohl vielfach ausgezeichnet, als auch teilweise verfilmt wurden. Mit dem vorliegenden Roman wagt sie sich an die Geschichte einer schier unmöglichen Liebe, die von Trennungen, kurzen Treffen und der Sehnsucht nach Normalität und Akzeptanz geprägt ist.

 

„Herrlichkeit“ ist keine leichte Kost – der Leser wird von Anfang an gefordert und es dauert ein wenig, bis man in die Geschichte von Guido und Costantino eingetaucht ist. Diese beginnt Mitte der 60er Jahre, wobei man die Zeit nur anhand der politischen Ereignisse, bekannter Musikstücke und aktueller Gegebenheiten einschätzen kann, und zieht sich bis in unsere heutige Zeit. Man begleitet die beiden Jungen auf ihrem Weg und bei der Entdeckung ihrer Gefühle füreinander, die in dem ersten hilflosen Versuch einer geheimen Beziehung gipfeln. Nach ihrer Trennung verläuft das Leben für beide in unterschiedlichen Bahnen, doch nie können sie wirklich voneinander lassen. Immer wieder begegnen sie sich, lassen ihre Liebe aufflammen und versuchen in aller Heimlichkeit ihrer Liebe Ausdruck zu verleihen – obwohl sie verheiratet sind und Kinder haben.
Mit der Zeit wird die Beziehung der beiden Männer immer verzweifelter: immer mehr spielt Schuld und Scham in ihre Treffen hinein, nie scheinen sie wirklich frei zu sein. So steuern beide haltlos auf eine Katastrophe zu, die beider Denkweise umkrempelt und alles ändert.

 

Der Leser begleitet Guido rund fünfzig Jahre lang, sieht ihn heranwachsen, Erfahrungen sammeln und sich für ein bestimmtes Leben entscheiden – mal mit Costantino, mal ohne. „Herrlichkeit“ ist daher ein klassischer Entwicklungsroman, wobei die Geschichte nicht an dem Punkt endet, wenn aus den Kindern junge Männer geworden sind. Getreu dem Motto, dass man sich immer weiterentwickelt und verändert, führt Margaret Mazzantini die Geschichte der beiden Männer weiter, lässt den Leser an ihren weiteren Leben teilhaben. Dabei schneidet sie etliche wichtige Ereignisse an, die das Leben von Schwulen über die Jahre hinweg geprägt hat: die fehlende Akzeptanz gegenüber Homosexuellen im Italien der 70/80er Jahre, das Totschweigen der eigenen Sexualität, die Entdeckung von AIDS mit all den Konsequenzen und die Versuche die persönlichen Präferenzen auszuleben, ganz gleich welche Probleme damit einhergehen.

 

Natürlich ist der Hauptteil des Romans dramatisch, dank Guidos Selbsthass zumeist sehr deprimierend und zerstörerisch – dennoch gelingt der Autorin auch ein positiver Grundtenor, der den Titel des Buches rechtfertigt. „Herrlichkeit“ zeigt nämlich, dass eine Liebe auch über Jahre hinweg anhalten kann und trotz aller Umstände und Probleme Bestand haben kann. Dies erkennt auch Guido, wenngleich es nur selten in seine Gedankenwelten Einzug hält:

 

Ich sehe ihm zu, und er macht es. Macht drei Schritte und einen Hüpfer. Und dieser Hüpfer sind wir, glaube ich.

 

Margaret Mazzantini erzählt von einer Liebe, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist und präsentiert mit Guido einen Hauptcharakter, der authentischer und greifbarer nicht sein kann. Es ist bewundernswert, wie real dem Leser diese Figur erscheint, mit all ihren Leiden, ihrem mangelnden Selbstbewusstsein, ihrem Hass und ihrer Scham. Man ist Guido nicht nur nah, man sieht durch seine Augen, fühlt und leidet mit ihm – dabei ist er nicht einmal sonderlich sympathisch. Er ist in gewisser Weise ein Antiheld, der sich mitunter gern selbst geißelt und nur selten in der Lage ist glücklich zu sein.


Costantino ist von Anfang an sympathischer, weil er die treibende Kraft ihrer jugendlichen Beziehung ist, wenngleich er sich später der Normalität einer Familie versteckt. Obwohl er seine Liebe zu Guido mitunter wesentlich brutaler zum Ausdruck bringt, erkennt man allein an der Tatsache, wie er mit seinem behinderten Sohn umgeht, dass er sensibler und offener ist als Guido. Während letzter sich oftmals selbst bemitleidet und gerne aus der Wirklichkeit flieht, steht Costantino mit beiden Beinen im Leben und weiß, wie schwer es sein kann, aus dem Rahmen zu fallen.


Auch die übrigen Figuren sind sehr authentisch und realistisch, seien es Costantinos Eltern und seine Schwester, Guidos Ehefrau Izumi und seine Ziehtochter. Sie geben einen perfekten Rahmen und sind dabei vor allem eines: menschlich.

 

Stilistisch bietet Margaret Mazzantini belletristisch hochwertige, sehr nüchterne Kost, bei der die meisten Dinge zwischen den Zeilen stattfinden. Dementsprechend konzentriert sollte man beim Lesen von „Herrlichkeit“ sein – es ist kein Buch für Zwischendurch, da man sich auf den Stil der Autorin einlasen muss. Ist der Einstieg gelungen erwartet einen ein sehr dichter, teils schnörkelloser und atmosphärischer Schreibstil, der die Geschichte perfekt beschreibt und das Dilemma der Figuren glaubwürdig zu Papier bringt. Auch die historischen Ereignisse und die vielen Beschreibungen lassen Guidos Welt lebendig werden. Mitunter gibt es längen, gerade im letzten Teil des Romans, doch das fällt kaum störend ins Gewicht, da Margaret Mazzantini durchaus zu fesseln weiß.

 

Fazit:
„Herrlichkeit“ ist ein atmosphärisches, dichtes Meisterwerk, das durch sehr lebendige, menschliche Charaktere und einen faszinierenden Schreibstil besticht. Die Geschichte von Guido und Costantino geht zu Herzen, ohne kitschig oder übermäßig dramatisch zu wirken und man leidet mit den Figuren. Margaret Mazzantini gelingt ein zeitloses Portrait über eine ausweglose Liebe, die trotz aller Widrigkeiten nicht vergeht und Bestand hat – etwas was in der heutigen Zeit nur selten der Fall ist. Leser, die realistische, belletristische Kost bevorzugen, sollten sich „Herrlichkeit“ nicht entgehen lassen. Es lohnt sich und bietet viel Stoff zum Nachdenken und Diskutieren.

Source: www.like-a-drea.de
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