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review 2017-08-18 17:01
Theater come to life
The Marvels - Brian Selznick,Brian Selznick

The Marvels is his newest work and combines two stories into one. The first half is told entirely through pictures and is incredibly moving and beautiful. If I didn't convey this before, I find Selznick's art highly compelling and capable of telling a story without words being necessary. That didn't stop me from loving the second half of the book which is told from a different perspective and through text alone. The ending is a delightful mixture of the two which makes total sense with the narrative. It's difficult to explain this one without giving anything away but I'll give it my best shot. There's a boy who runs away, a sad man living in a house which has its own lively spirit, a girl chasing a dog, and the pangs of first love. Selznick touches on topics such as abandonment, homosexuality, AIDS, death, and ultimately coming into one's own. It's all about the choices that we make and the people that we want to become. It's phenomenal and maybe my favorite of the lot. 10/10

 

Source: Booking Mama

Source: readingfortheheckofit.blogspot.com
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review 2017-08-04 04:52
Rezension | Babylon von Yasmina Reza
Babylon: Roman - Yasmina Reza,Frank Heib... Babylon: Roman - Yasmina Reza,Frank Heibert,Hinrich Schmidt-Henkel

Beschreibung

 

Elisabeth gibt zum ersten Mal in ihrem Leben eine Party. Es fehlt ihr daher nicht nur an Gläsern sondern auch an Stühlen. Wieso diese also nicht von den Nachbarn, Jean-Lino und Lydie, einen Stock höher ausleihen? Selbstverständlich werden diese dann auch zur Party eingeladen. Trotz der ganzen Aufregung läuft die Frühlingsfeier ganz gut, bis es durch ein Bio-Hühnchen zu Spannungen zwischen Jean-Lino und Lydie kommt.

 

Alle Gäste sind aufgebrochen, Elisabeth und ihr Mann Pierre zu Bett gegangen – es klingelt an der Wohnungstür. Völlig aufgelöst steht Jean-Lino da und berichtet, dass er seine Frau erwürgt hat. Um sich von dem Unglaublichen zu überzeugen, gehen Elisabeth und Pierre in die Wohnung über ihnen. Jean-Lino bittet Elisabeth um Hilfe.

 

Meine Meinung

 

Die französische Schriftstellerin Yasmina Reza ist nich nur durch ihre Romane, sondern auch durch ihre erfolgreichen Theaterstücke wie z. B. „Der Gott des Gemetzels“ bekannt. Laut ersten Rezensionen hält sich Yasmina Reza auch in ihrem neuen Roman „Babylon“ an ihrem altbekannten Erfolgsrezept fest. Bisher ist mir nur die Filmversion von „Der Gott des Gemetzels“ bekannt, ihre Bücher habe ich bisher nicht gelesen – daher kann ich dazu keine Aussage treffen.

 

"Alles ist ungewiss. Das ist eine Grundkonstante des Daseins." [Seite 20 (epub Version)]

 

Die Autorin führt den Leser gekonnt in eine völlig alltägliche Lebenssituation mit authentischen Charakteren. Elisabeth lebt mit ihrem Mann Pierre im 17. Arrondissement in Deuil-l’Alouette und ist als Gastgeberin ihrer ersten Frühlingsparty ziemlich aufgeregt. Die Feier verläuft in ganz normalen Bahnen, es wird geplaudert, getrunken und gespeist – bis ihr Nachbar Jean-Lino zur Erheiterung der Gesellschaft eine Anekdote über Bio-Hühnchen beisteuert. Die Situation eskaliert. Das ganze Ausmaß der aus dem Ruder gelaufenen Situation wird jedoch erst später klar, als Jean-Lino beichtet seine Frau erwürgt zu haben.

 

Die Spannung des Romans ergibt sich hierbei nicht aus der Tat oder Auflösung des Tathergangs, sondern aus der urkomischen Alltagssituation die einen sogartig erfasst. Mit einem Augenzwinkern zeigt Yasmina Reza neben der alltäglichen Belanglosikeit menschliche Abgründe auf und spinnt ein einzigartiges Beziehungsnetz.

 

Rezas pointierte Dialoge verleihen dem Werk eine lebhafte Atmosphäre, die einem Theatererlebnis gleicht. In „Babylon“ wird klar, wie dünn die Schicht zwischen beherrschter Bourgeoisie und den wahren Tiefen der Menschlichkeit ist. Schon der kleinste Riss löst Chaos aus – genau so eine Situation hat Yasmina Reza in Perfektion zu Papier gebracht. Das Schönste an der Geschichte – man kann sich wunderbar in Plot und Protagonisten hineinversetzen da sie so alltäglich und unaufgeregt daher kommen. Ein jeder könnte dies erleben und sich selbst von der tragischen Dramatik dieser ungewollt komischen Szenerie überzeugen.

 

"Die Sprache drückt nichts anderes aus als die Unfähigkeit, sich mitzuteilen." [Seite 63 (epub Version)]

 

Fazit

 

Ein unterhaltsamer Roman über Menschen, menschliche Abgründe und deren Beziehungen.

Source: www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-babylon-von-yasmina-reza
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review 2017-07-04 11:10
Die seltsamste Rezension, die ich je geschrieben habe
Harry Potter: Harry Potter und das verwunschene Kind. Teil eins und zwei (Special Rehearsal Edition Script) - J.K. Rowling,John Kerr Tiffany,Jack Thorne,Anja Hansen-Schmidt,Klaus Fritz

Die Rezension zu „Harry Potter und Das verwunschene Kind“ ist vermutlich die seltsamste, die ich jemals geschrieben habe. Die ganze Situation ist maßlos seltsam. Bereits die Aussicht, nach all den Jahren ins Potter-Universum zurückzukehren, erst durch den Reread (gemeinsam mit meiner Schwester im Geiste Marina aka DarkFairy) und jetzt durch eine neue Geschichte, löste in mir eine wahre Flut verschiedener, teils gegensätzlicher Emotionen aus.

 

Als ich erfuhr, dass sich Joanne K. Rowling mit dem Drehbuchautor Jack Thorne und dem Theater-Regisseur John Tiffany zusammengetan hatte, um die „Harry Potter“ – Reihe mit einem Theaterstück weiterzuführen und dieses als Buch erscheinen sollte, war ich erst nicht sicher, ob ich es überhaupt lesen wollte. Vielleicht erging es einigen von euch ähnlich. Die Romane dieser Reihe sind mir heilig; sie sind ein bedeutender Teil meiner Kindheit, Jugend und meines erwachsenen Lebens. Der ursprünglich letzte Band „Harry Potter und Die Heiligtümer des Todes“ erschien 2007 – 2016, neun Jahre später, sollte es nun also eine Fortsetzung für die Bühne geben? Das erschien mir wie ein Sakrileg. Blasphemie. Hatten Jack Thorne und John Tiffany überhaupt eine Ahnung von „Harry Potter“? Wussten die beiden Männer, welches enorme Erbe sie antreten wollten und wie viel Verantwortung sie damit auf ihre Schultern luden? Potterheads sind empfindliche, verletzliche Wesen, deren Zorn furchtbar sein kann, beschmutzt man das Andenken an „ihre“ Bücher. Ich bin da keine Ausnahme. Die Geschichte des Zauberlehrlings ist für uns eben nicht nur eine Geschichte. Sie ist literarische Magie. Wir lachten, weinten, bangten mit Harry und wurden an seiner Seite erwachsen. Dieses ominöse Stück, „Harry Potter und Das verwunschene Kind“, musste schon verdammt gut sein, um der Erinnerung an Jahre der Liebe und Verbundenheit gerecht zu werden.

Was mich letztendlich überzeugte, das Bühnenstück doch zu lesen, war – neben purer Neugierde – Joanne K. Rowlings Mitarbeit. Ich dachte, wenn Harrys schriftstellerische Mutter das Projekt überwachte, für gut befand und darauf achtete, dass es sich homogen in die Reihe einfügte, konnte mein Risiko nicht allzu groß sein. Ich gestand ihr einen Vertrauensvorschuss zu und wollte daran glauben, dass sie niemals zulassen würde, dass Harry in diesem neuen Buch lächerlich gemacht würde. Sie kennt die Fans. Sie weiß, was Harry uns bedeutet. Ich bin überzeugt, dass er ihr mindestens genauso viel bedeutet. Also ließ ich mich auf das Experiment ein und kaufte „Harry Potter und Das verwunschene Kind“, womit es übrigens der erste Potter überhaupt ist, den ich selbst bezahlte.

 

19 Jahre ist es her, dass Harry Potter Lord Voldemort bezwang und die Welt rettete. Der verzweifelte Waisenjunge wurde erwachsenen. Er wurde ein überarbeiteter Ministeriumsangestellter, ein Ehemann, der Vater dreier Kinder. Harry liebt seine Familie, nur sein mittlerer Sohn Albus Severus bereitet ihm Sorgen. Albus ist nicht wie seine Geschwister James und Lily. Er ist anders und kann mit dem Vermächtnis seines berühmten Nachnamens nicht umgehen. Er will mit dem Erbe seiner Geburt nichts zu tun haben. Als ihn der Sprechende Hut bei seiner Aufnahme in Hogwarts nach Slytherin schickt und er sich ausgerechnet mit Scorpius Malfoy, Draco Malfoys Sohn, anfreundet, reißen die Gräben zwischen Vater und Sohn stetig weiter auf. Dunkle Zeichen werfen ihre Schatten am Horizont und plötzlich scheint es, als hole Harry die Vergangenheit ein. Wird er seinen Sohn vor den gleichen finsteren Mächten beschützen können, die einst auch sein Leben bedrohten? Oder ist die Kluft zwischen ihnen längst zu groß?

 

Als ich „Harry Potter und Das verwunschene Kind“ aufschlug, wusste ich, dass Harry nicht mehr derselbe sein würde. Der Held meiner Kindheit ist erwachsen geworden. Ich war bereit, ihn noch einmal ganz neu kennenzulernen. Ich freute mich darauf, seine Familie zu treffen, auf die ich am Ende des letzten Bandes „Harry Potter und Die Heiligtümer des Todes“ einen kurzen Blick werfen durfte. Tatsächlich beginnt „Das verwunschene Kind“ mit genau dieser hoffnungsfrohen, berührenden Szene in King’s Cross, in der Harry und Ginny ihre beiden Söhne am Hogwartsexpress verabschieden. Ich fühlte mich auf den älteren Harry vorbereitet. Worauf ich hingegen nicht vorbereitet war, ist das Konzept des Bühnenstücks. Es fiel mir unheimlich schwer, mich auf das Skript einzulassen und mich daran zu gewöhnen, dass die Geschichte aus vielen kurzen Szenen besteht, die die Handlung rasant vorantreiben. Mal davon abgesehen, dass ich mir kaum vorstellen kann, wie diese rasche Abfolge von Szenenwechseln auf der Bühne umsetzbar ist, stotterte und stockte mein Kopfkino gewaltig. Ich war erst zu Beginn des zweiten Aktes wirklich drin, obwohl die Regieanweisungen erstaunlich umfangreich sind und beinahe an Prosa erinnern. Ich hatte das Gefühl, dass sich Joanne K. Rowling arg zurückhalten musste, um die Szenen nicht zu ausschweifend zu beschreiben. Grundsätzlich stört dieser Detailreichtum selbstverständlich nicht, doch ein Teil von mir begann sich schmollend zu fragen, wieso sie nicht gleich einen Roman schrieb, wenn sie so viel zu sagen hatte. Wieso ein Stück, mit all seinen Begrenzungen und Einschränkungen?

 

Die Geschichte fokussiert einerseits den erwachsenen Harry Potter und andererseits seinen komplizierten, mittleren Sohn Albus Severus. Der erste Akt rauscht durch Albus‘ erste Jahre in Hogwarts und zeigt, wie schwer er es sowohl in seiner Familie als auch in der Schule für Zauberei hat. Albus gehört nirgendwo richtig dazu; er ist anders als seine Geschwister und fühlt sich in Hogwarts nicht wohl. Er empfindet sich selbst als das berüchtigte schwarze Schaf. Er kann den Erwartungen, die in ihn als Sohn des berühmten Harry Potter gesetzt werden, nicht gerecht werden und erlebt seine Schulzeit daher als Außenseiter. Seine Freundschaft zu Scorpius Malfoy erschwert seine Situation zusätzlich, da über Scorpius grauenvolle Gerüchte kursieren und dieser ebenso ausgegrenzt wird wie Albus selbst. Ich mochte die beiden trotzdem sehr gern. Ich erkannte in Albus die Züge seines Vaters: sein gutes Herz, seinen Mut, seine Abenteuerlust, aber auch die Trotzhaltung, die Harry vor allem im fünften Band „Der Orden des Phönix“ an den Tag legte. Scorpius hingegen ist völlig anders als sein Vater. Ich sah in ihm nichts, was mich an Draco erinnerte – das könnt ihr durchaus als Kompliment werten. Angesichts der grausamen Dinge, die über Scorpius behauptet werden, finde ich, dass er sogar bemerkenswert gut geraten ist. Es überraschte mich nicht, dass Albus sich in die Freundschaft zu ihm flüchtet, weil er sich in seiner Familie missverstanden und ausgeschlossen fühlt.

 

Die Beziehung zwischen Albus und Harry brach mir fast das Herz. Es ist furchtbar traurig, dass sie überhaupt keinen Draht zueinander haben, obwohl sie sich so ähnlich sind. Marina, mit der ich mich während der Lektüre weiterhin alle 100 Seiten austauschte, bemerkte, dass Harry erneut beweist, wie wenig Einfühlungsvermögen er besitzt. Mein erster Impuls war, ihn heftig zu verteidigen, doch je länger ich darüber nachdachte, desto bewusster wurde mir, wie Recht sie hat. Es ist wahr, Harry ist überhaupt nicht in der Lage, sich in seinen „missratenen“ Sohn hineinzuversetzen. Es war, als würden sie in unterschiedlichen Sprachen permanent aneinander vorbeireden. Albus tat mir schrecklich leid, weil Harry in seiner Rolle als Vater in diversen Szenen kläglich versagt. Es ist nicht Albus‘ Schuld, dass er sich nicht mit seiner Familie identifizieren kann; es ist die Aufgabe seiner Eltern, ihm Liebe, Geborgenheit und Verständnis zu vermitteln.

 

Es war ein wenig befremdlich, wenn auch interessant, Hogwarts mit den Augen eines Protagonisten zu sehen, der sich dort nicht Zuhause fühlt. Ich bin so daran gewöhnt, die Schule als romantisiertes, idealisiertes Paradies für heimatlose, einsame Kinder wahrzunehmen, dass es mir schwerfiel, mich daran zu erinnern, dass es immer Schüler_innen gab, die Hogwarts nicht als Antwort auf ihre Gebete erlebten. Mobbing, Lästereien und fiese Gerüchte gehören ebenso zum Alltag wie der Unterricht. Harry erfuhr am eigenen Leib, wie gemein seine Mitschüler_innen sein konnten, doch die Ablehnung, die ihm entgegenschlug, hatte ja meist mit seiner speziellen Position innerhalb der Gemeinschaft von Zauberern und Hexen zu tun. Ich übersah dadurch, dass es durchaus Kinder gab, die ohne besonderen Grund gehänselt wurden, nur, weil sie anders aussahen, ärmer als die anderen oder tollpatschig waren wie Neville Longbottom. Severus Snape, Albus Severus‘ Namensvetter, war in Hogwarts vermutlich niemals glücklich und Draco Malfoy ebenfalls nicht. Es betrübt mich, dass sein Sohn das Gleiche erleben muss.

 

Inhaltlich ist „Das verwunschene Kind“ eine logische Fortsetzung der Originalreihe. Natürlich ist der Zeitsprung enorm – in den knapp 20 Jahren, die seit der Schlacht von Hogwarts vergingen, ist einiges passiert, doch das Universum wurde nicht vollkommen auf den Kopf gestellt. Im Gegenteil, Rowling verdichtet ihre Welt sogar weiterhin und offenbart das eine oder andere Detail, das bisher im Dunkeln lag. Es gefiel mir hervorragend, dass sie sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruht.
Die Handlung knüpft an ein altes Unrecht aus Harrys Teenagerzeit an, was ich einfach großartig fand, weil es meiner Meinung nach naheliegend und realistisch ist. Selbst nach all dieser Zeit lässt diese spezielle Wunde Harry keine Ruhe und belastet sein Gewissen schwer. Angesichts dessen, dass ich mich während des Rereads mental intensiv mit diesem Vorfall auseinandergesetzt habe und zu dem Schluss kam, dass dieser extrem wichtig für seine Entwicklung war, wunderte es mich überhaupt nicht, dass Harry noch immer unter den Erinnerungen leidet. Er hat sich nie verziehen, was damals geschehen ist.

 

Diese Empfindungen sind der Ausgangspunkt der Ereignisse des Stücks, die in der Folge zu den für die „Harry Potter“ – Bände typischen turbulenten Verwicklungen führen. Action, Humor, Dramatik, philosophische Tiefe, Kreativität und große Emotionen ergeben erneut die Mischung, die ich seit meinem neunten Lebensjahr liebe. Es war fabelhaft, alte Bekannte wiederzutreffen und zu sehen, was aus ihnen geworden ist, obwohl nicht alle Lebensläufe meinen Erwartungen entsprachen. Harry zum Beispiel ist beruflich wesentlich erfolgreicher, als ich angenommen hatte und Hermine… Hermine ist noch immer außergewöhnlich. Belassen wir es dabei. ;) Der einzige, mit dessen Rolle ich unglücklich war, ist Ron. Wo ist der loyale, gutherzige Junge geblieben, der für seine Freunde über Leichen gehen würde? Ich habe ihn kaum wiedererkannt, denn in „Das verwunschene Kind“ ist er zum lächerlichen Kaspar verkommen, über dessen Scherze niemand wirklich lachen kann. Er ist der vermeintlich witzige Sidekick, der am laufenden Band unpassende Kommentare absondert. Ich finde das ungerecht, weil er diese Position meines Erachtens nach nicht verdient. Ron ist Harrys bester Freund, kein seichter Möchtegern-Witzbold.

 

Ich habe für „Harry Potter und Das verwunschene Kind“ gerade mal 2 Tage gebraucht. Kaum angefangen, war ich schon wieder durch. Schwupps. Ich muss gestehen, es ging mir zu schnell. Die Geschichte war zu kurz. Ich weiß, ich weiß, das liegt daran, dass es ein Stück ist, aber wie bereits erwähnt, sagt mir dieses Konzept grundsätzlich nicht zu. Ich vermute, dass Jack Thorne und John Tiffany damals an J.K. Rowling herantraten, nicht andersherum und die Geschichte deshalb genau auf die Bühne zugeschnitten ist – aber ich bin irgendwie ein bisschen enttäuscht. Was hätte Rowling aus diesem Stoff herausholen können, hätte sie sich für einen Roman entschieden? Wir hätten garantiert wieder einen 600 Seiten – Wälzer vorgesetzt bekommen. Ich kann einfach nicht leugnen, dass mir das besser gefallen hätte. Ich hätte mich gern zum Abschluss noch einmal richtig im Potter-Universum gesuhlt, wäre gern ganz tief eingetaucht und hätte jeden Satz so lange ausgekostet, bis quasi nichts mehr von ihm übrig wäre. Durch den Rahmen des Schauspiels ging das nicht, weil das Tempo und die Taktung vollkommen anders sind, eben an die Bühne angepasst, auf zwei Abende der Unterhaltung ausgelegt. Es ist nicht die Geschichte an sich – die gefällt mir sehr, aber ich bin überzeugt, dass ich von einem Roman mehr gehabt hätte. Schade. Trotzdem, sollte das Stück jemals nach Deutschland und Berlin kommen, werde ich es mir ansehen.

 

Insgesamt bin ich glücklich mit „Harry Potter und Das verwunschene Kind“. Vielleicht hätte es diese Fortsetzung nicht unbedingt gebraucht, vielleicht war sie nicht notwendig, doch ich finde, das Stück ist inhaltlich eine angemessene Ergänzung der Originalreihe und für wahre Potterheads ein Muss. Ich bin allerdings traurig, dass es nun endgültig vorbei ist. Der Abschiedsschmerz lastet schwer auf meinem Herz. Ich möchte Harry nicht Lebewohl sagen. Wobei, eine kleine Chance besteht. Bei J.K. Rowling weiß man ja nie. Möglicherweise packt es sie eines Tages doch noch mal. Ich bin sonst kein Fan davon, eine Geschichte ewig weiterzuführen und ihr nicht den Abschluss zu gönnen, den sie verdient, aber in diesem Fall… Ich liebe das Universum einfach zu sehr. Ich möchte zurückkehren. Ich möchte neue Abenteuer. Aber dann bitte als Roman.

Source: wortmagieblog.wordpress.com/2017/07/04/joanne-k-rowling-jack-thorne-john-tiffany-harry-potter-und-das-verwunschene-kind
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review 2017-07-01 17:45
The Master and Margarita - Mikhail Bulgakov, Michael Glenny 
The Master and Margarita - Mikhail Bulgakov,Michael Glenny

inspired "Sympathy for the Devil"

Finally getting to it now that Veronica is spending the summer learning Russian.

***

 

Ban the book; build the buzz.

 

Had it not been suppressed for forty years it wouldn't have become internationally famous. It's a bit of a mess. There's the love story of the Master, a writer, and Margarita. They're both inconveniently and unhappily married to other people, as apparently everyone was in the twenties. Don't worry, the useless-except-as-plot-devices spouses aren't in the book. The Master has written a moving novel about Pontius Pilate which no one will publish, a theme introduced early in the book: it is unacceptable to even consider that Jesus might have been a real person. This novel within the novel presents Pilate as being forced by law and politics to sentence Jesus to death, but far from washing his hands of the job, he strives to save him, to reduce his suffering, and to respect him after the crucifixion. I liked the Master's book and wouldn't have minded more of it.

 

Eventually the book settles down and concentrates on the suffering of the Master, but the first third of the book is devoted to satirizing Moscow's literary and theatrical (think vaudeville) world of the 20s. Not since Dante has a writer so indulged a desire to mock and punish. If these characters aren't real people I hope they're only thinly veiled ones, because otherwise they are too shallow to bother with. Their sins are mostly about getting a better apartment, which in an overcrowded urban environment is no sin at all. 

 

Knowing that this was the inspiration for "Sympathy for the Devil" I had high hopes going in for that character. Jagged and Richards did more and did it better than Bulgakov. He doesn't get to do much, he's just a man who is too old for in unpleasant job, but too decent to leave the hard work to someone else. His staff are all less powerful and less competent, but they seem to derive some pleasure from the business of pointing out folly in humans. Not much fun, really, considering what one might do, but a bit in the end.

 

There is some real fun when we finally get to Margarita: girlfriend gives it all over to being a witch, but it turns out that being a witch is also not as much fun as you might think. Bulgakov 's damned are a parade even he finds to tedious to recount.

 

The book does have a happy ending, for some bleak Russian notion of "happy". No doubt it was fun to write, but the titular characters don't have much agency, and the structure deprives the book of any real momentum until half way through, so even though I did become familiar with Russian names, overall it wasn't very rewarding. I wanted to love it: it features an oversized talking black cat, but even those bits were joyless until the last sixty pages.

 

Maybe the Soviets only suppressed it for being slow, and dull, neither instructive nor entertaining. Or maybe I should quit trying to read Russian fiction, since I never end up liking it. Or both.

 

Library copy

 

Edited to correct typo 

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review 2017-04-22 18:53
Review: With Every Letter (Wings of the Nightingale #1) by Sarah Sundin
With Every Letter - Sarah Sundin

This book.

 

*SIGH*

 

*great book noise*

 

Where has this author been all my adult reading life?

 

I ended up creating a draft copy of my end of the year best of list for fiction. It has one book on that list. This book.

 

So I picked this book up from Amazon's bargain/close out section and then it gathered dust on my book shelves for years. I am now kicking myself for not reading this (and the other two books in the trilogy, but I don't have a copy of those yet) sooner.

 

Lt Philomela Blake (Mellie) is an Army nurse working on the experimental Air Evacuation section of the Army-Air Corps. She wants adventure, she wants travel, and she wants to move up in her career. Mellie is a damn fine nurse, and a fine person - but she is lonely because she never could make friends, especially female friends due to her childhood. Mellie is half-Filipino and half-white; she was too Asian for American school kids to like and too American for Asian kids to like. She has been instructed to learn to make friends and get along with the other women in her squadron or she will be removed from the Air Evacuation team and sent back to hospital work. She decides that part of this new "make friends and influence people" plan is to write anonymous letters to a male pen pal in her supervisor's husband's platoon.

 

Lt Tom MacGilliver is the son of an executed killer who just wants to be accepted for himself and be the best engineer the Army needs. He is working with the Airfield Battalion, hopping from location to location to lay down airfields for the Allies in North Africa. He too is lonely, so he answers Mellie's letter, staying anonymous. She goes by "Annie" and he goes by "Ernest".

 

Tom and Mellie form a deep bond through letters, even when Mellie's unit deploys to North Africa. They do meet, neither of them knowing that the other is the pen pal. At the end of the first meeting, Tom gives away a little of his identity and Mellie figures out Tom is her pen pal. She keeps this knowledge to herself, hoping to keep letter writing going. Both are falling in love with each other via letters, but Tom is also starting to fall for Mellie when she comes to his airfields to pick up wounded soldiers. He is very conflicted about his feelings for the "two" women throughout the second half of the book, but in the end he decides on "Annie" over Mellie, because "Annie" knows him deep down while Mellie he is physically attracted to. When he finally (FINALLY!!) figures out that they are actually the same woman, he mows down anyone in his way of him getting his woman.

 

This romance tackles racism, ethnic tensions, sexism, and how to deal with long hair when in the combat theater and you are rationed water supplies. Honestly, the deft hand when dealing with these issues plus the emotional baggage Mellie and Tom bring to their relationship is amazing. The story is rounded out with a variety of characters, some good - some bad - some ugly. But all the characters felt real. And the setting was aptly described; the reader is taken on a tour of North Africa including Casablanca, Oran, Tunis, Algiers, Youks-les-Bains, Constantine, Tabarka, and a few places in Sicily. This is an inspie romance, non-denominational Christianity. However, the religious aspects are really well-woven into the story, with no lecturing or long monologues or selfish praying. 

 

Tom adopts a stray dog early in the book. The dog is still alive at the end of the book and still working and living with Tom's unit.

 

I am definitely making it a point to read the other two books in the series and read the author's backlist (she tends to write in trilogies, all WWII). HIGHLY RECOMMEND!!!

 

 

 

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