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review 2017-06-10 13:51
Rezension | Water & Air von Laura Kneidl
Water & Air - Water & Air -

Beschreibung

 

Aufgrund des Klimawandels und den Anstieg des Meeresspiegels mussten sich die Menschen neue Lebensräume erschließen. Ein Teil der Bevölkerung lebt nun in einfachen Verhältnissen in Wasserkolonien, die sich in Kuppeln unter dem Wasser befinden. So auch die achtzehnjährige Kenzie mit ihrer Familie. Da Kenzie keine Zukunft in ihrer Kolonie hat, flieht sie in eine der Luftkolonien, um zumindest eine Chance auf das Leben zu haben.

 

Kenzies Neuanfang in der Luftkolonie steht unter keinem guten Stern. Das Leben in der Luftkolonie ist ein komplett anderes als in ihrer Heimat. Zudem nimmt eine seltsame Mordserie ihren Lauf und Kenzie ist als Hauptverdächtige auf die Hilfe des Sicherheitsbeauftragten Callum angewiesen.

 

Meine Meinung

 

"Sie war bereit alles hinter sich zu lassen, um die Freiheit zu finden und sich selbst zu retten." (Seite 57)

 

Laura Kneidl entwirft in ihrer Dystopie „Water & Air“ ein spannendes Gesellschaftskonstrukt in den gegensätzlichen Lebensräumen Wasser und Luft. Während die Menschen in ihrer Kuppel unter Wasser ihren Fortbestand durch die Frauen sichern müssen und das Notwendigste zum Leben miteinander teilen, herrscht in der Luftkolonie Wohlstand und Zufriedenheit sowie das Streben nach Besitz. Während mich die Luftwelt doch sehr an unsere eigene Welt erinnerte, hatte ich bei der Wasserwelt das Gefühl in eine alte Epoche abzutauchen in der die Funktionen der Frauen und Männer noch klar getrennt waren. Gerne hätte ich noch viel mehr über den Aufbau der verschiedenen Kolonien erfahren, denn das Thema birgt sehr viel Potential in sich.

 

Im Vordergrund dieses Jugendromans stehen die Protagonisten Kenzie, Eine Wassergeborene aus der Wasserkolonie und Callum, Ein Luftgeborener aus der Luftkolonie. Gekonnt wird das Schicksal der Beiden im Handlungsverlauf miteinander verwoben und man kann sich dem Sog der Geschichte einfach nicht mehr entziehen. Dabei spielt Laura Kneidls lebhafter Schreibstil eine große Rolle, durch ihre Worte kann man sich die unterschiedlichen Welten nicht nur vorstellen, sondern auch vor dem inneren Auge sehen!

 

Im Hinblick auf die Protagonisten konnte mich vor allem Kenzies Charakter begeistern. Ich kann gar nicht oft genug betonen wie vernarrt ich in starke Frauen bin! Kenzie beweist sehr viel Mut und Stärke indem sie ihre Heimatkolonie verlässt ohne zu wissen was auf sie zukommen wird. Ich habe es sehr bewundert, dass sie niemals aufgibt, egal wie schwierig und auswegslos die Situation scheint. Im Gegenzug zu Kenzi habe ich Callum, Kalif und Co. leider als etwas blass gezeichnet empfunden und der Antagonist hätte ruhig noch etwas mehr von seiner bösen Seite zeigen können.

 

"»Zu helfen bedeutet nich, sich um jeden Preis selbst aufzugeben…«" (Seite 195)

 

Die Handlung wird Schlag auf Schlag voran getrieben und vor allem durch die Morde entsteht eine unglaubliche Spannung. Einmal von dieser Welt gefesselt, konnte ich „Water & Air“ nicht mehr aus den Händen legen. Ein wunderbares Lesevergnügen für heiße Tage am Strand!

 

Fazit

 

Eine mitreisende Dystopie die zwei gegensätzliche Welten aufeinander prallen lässt und durch eine starke weibliche Protagonistin überzeugt.

Source: www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-water-air-von-laura-kneidl
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review 2017-06-01 19:37
Boyband meets Gay Romance
No Return 1: Geheime Gefühle - Jennifer Wolf

Inhalt:

**Bandboys in Love**

Sie sind die angesagtesten Jungs der gesamten Vereinigten Staaten. Wo auch immer sich die Boyband WrongTurn hinbewegt, folgen ihnen Mädchenkreischen, Liebesbotschaften und nicht selten sogar Heiratsanträge. Teil einer solchen Band zu sein, ist nicht immer leicht, aber das ist es nicht, was den 19-jährigen Songwriter Tony in letzter Zeit aus der Bahn wirft. Denn Tony ist verliebt. In einen Jungen. Und niemand auf der Welt darf es erfahren. Nicht seine Fans, nicht die strenge Bandmanagerin oder die ihnen auf Schritt und Tritt folgenden Reporter und schon gar nicht seine erzkatholischen Eltern. Aber vor allem nicht sein bester Freund und Bandleader Andrew…

(Quelle: Carlsen.de)

 

Meine Meinung:

Ich denke, ich habe bereits irgendwann einmal erwähnt, das ich Gay Romance liebe. Doch wie in jedem anderen Genre gibt es hier gut und weniger gute Beispiele. Hier haben wir eindeutig eine Gutes bis sehr Gutes. Ich habe mich auf der LBM sogar dazu hinreißen lassen, zu behaupten - das es echte Romantik nur noch im Gay Romance gibt, und dabei wusste ich von diesem Buch damals noch nicht. OK, das war vielleicht etwas übertrieben. Aber ganz ehrlich, wer sich nicht in #antoninlove verliebt, dem ist einfach nicht mehr zu helfen.

 

No Return ist eine Boyband. Sie machen bereits seit einigen Jahren sehr erfolgreich Musik, habe No 1 Hits und jetzt geht es auf Europatournee. Was sich eine Abenteuer für die 5 Jungs anhört, ist zumindest für 2 von ihnen keines. Tony Ward ist der vermutlich ruhigste der 5 Jungs von Wrong Turn. Im Mittelpunkte stehen Tony und Andrew. Sie kennen sich seit sie 12 Jahre alt sind und haben das berühmt werden zusammen erlebt. Sie waren gegenseitig Halt und Erdung. Doch ihre Freundschaft erscheint in der Öffentlichkeit als mehr - als eine ganz besondere Liebe - als #antoninlove.

 

Doch Tony sieht tatsächlich mehr in Andrew las nur seinen Freund, doch seine erzkatholoische Eltern und das Management der nehmen sie Gerüchte nicht ganz so leicht. Sie steigen den Beiden "auf Dach", versuchen sie zu trennen. Jennifer erzählt die Geschichte eines Jungen, der seinen Weg zur Liebe nicht finden kann. Seine Eltern halten nicht hinter dem Berg, wenn es um gleichgeschlechtliche Liebe geht, die Managerin wird nicht müde die Konsequenzen für die Band aufzuzählen und auch innerhalb der Band scheint es vor behalte zu geben.

 

Ich finde, die Autorin hat die Ängste und die Unsicherheiten Tonys, aber auch Andrews gut rüber gebracht. Man leidet mit ihnen, man freut sich für sich und man spürt ihre Angst alles und jeden zu verlieren. Eine so komplexe Geschichte ist natürlich nicht in 226 Seiten erzählt und man möchte sich auch von keinem der Jungs nach so kurzer Zeit trennen, deshalb gibt es eine 2. Geschichte die im August erscheinen wird und nach der die Beiden hoffentlich glücklich bis an ihr ende leben werden. Doch jetzt müsst ihr erst einmal lesen, wir sie für IHR leben kämpfen, wie sich sich davor verstecken wollen und wie sie doch glauben wollen, jede jede Chance.

 

Fazit: No Return: Geheime Gefühle ist ein wunderbarer Roman über das Erwachsen werden, über die Angst und die Hoffnung der Liebe und über Toleranz & Intoleranz. Ich bin eindeutig PRO ANTON.

 

P.S.: Die Inspiration zum No Return könnt ihr hier finden "klick". Ich muss gestehen, das die Band wie auch der ganze Hype an mir vorbeigegangen ist. Dafür war ich dann wohl doch inzwischen zu alt. Aber ich habe gestern genutzt, um mich auch in dieses"Paar" zu verlieben.

Source: schnuffelchensbuecher.blogspot.de/2017/05/jennifer-wolf-no-return-geheime-gefuhle.html
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review 2016-09-18 11:50
Die Favoritin
Die Favoritin - Matthias Lehmann,Volker Zimmermann

Story:
Constances Leben wird durch ihre strenge Großmutter bestimmt, die jeden ihrer Schritte überwacht. Spielen mit Gleichaltrigen ist ebenso verboten, wie das alte Herrenhaus zu verlassen, das sich abseits einer französischen Kleinstadt befindet. Für Constanze bleibt lediglich ihre Fantasie um die öden Tage zu überstehen und ihre Umwelt auf ihre Art für sich zu entdecken. Als das alte Ehepaar eine neue Verwalterfamilie anstellt, die sich fortan um das Anwesen kümmern soll, lernt Constance erstmals Kinder in ihrem Alter kennen und beginnt sich mehr und mehr gegen die Regeln ihrer Großmutter zu stellen. Doch ihre stille Rebellion und ihre steigende Aggressivität gegen die herrische Frau haben ungeahnte Folgen und sorgen dafür, dass ein schreckliches Geheimnis ans Licht kommt …

Eigene Meinung:
Mit der Graphic Novel „Die Favoritin“ legt der Carlsen Verlag das Debüt des französischen Zeichners Matthias Lehmann vor, der mehrere Jahre an der Umsetzung der Geschichte arbeitete. Der Comic wurde u.a. 2016 für den Comicpreis Angoulême nominiert, einer der wichtigsten europäischen Comicpreise.

Matthias Lehmann erzählt die Geschichte der jungen Constance, die wahrlich kein leichtes Leben hat. Sie steht unter der herrischen Fuchtel ihrer Großmutter, die den Haushalt wie ein General führt und auch vor drakonischen Strafen nicht zurückschreckt. Das wahre Ausmaß wird erst nach und nach ersichtlich, denn der Autor versteht es zunächst dezent darauf hinzuweisen und erst im Laufe der Zeit zu zeigen, wie schwer Constances Leben eigentlich ist. Auch die Tatsache, dass es sich bei der jungen Heldin in Wahrheit um einen Jungen handelt, der von dem alten Ehepaar als Mädchen aufgezogen wird, kommt erst relativ spät ans Licht. Den Leser erwartet eine tieftraurige Geschichte, in der es um Geschlechtsidentität, Kindesmissbrauch und psychischen Krankheiten geht, um Angst und Trauer, aber auch um Fantasie und Hoffnung. Dabei spielt natürlich auch die Zeit, in der die Geschichte spielt, eine große Rolle, denn nicht nur Constances Leben ist davon geprägt (Frankreich der 70er Jahre), auch die Persönlichkeiten ihrer Großeltern sind durch die Vorkriegsjahre geprägt, in denen man alles getan hat, um „geistige“ Krankheiten zu verschweigen oder ganz zu ignorieren. Nahezu alle Figuren sind Opfer ihrer Zeit und nur wenige gehen am Ende des Buches als Gewinner hervor – selbst Constance nicht.

Die Figuren hinterlassen einen tiefen Eindruck beim Leser. Gerade der kleine Junge, der so lange als Mädchen leben musste und nicht einmal seinen richtigen Namen kannte, bleibt im Gedächtnis. Man fragt sich, wie es mit ihm weitergeht, denn Matthias Lehmann lässt sein Werk recht offen enden und regt zum Nachdenken an. Auch stellt man sich zwangsläufig die Frage, wie die Sache ausgegangen wäre, wenn Constances Großvater eher den Mut gefunden hat, die Wahrheit ans Licht zu bringen oder die Familie der alten Frau auf ihre psychischen Probleme anders reagiert hätte, anstatt sie einfach zu verheiraten.

Die Zeichnungen sind gewöhnungsbedürftig, da Matthias Lehmann einen sehr groben Strich hat, der ein wenig an alte Holzschnitte erinnert. Man braucht ein wenig, um sich mit den manchmal etwas starren schwarz/weiß-Zeichnungen anzufreunden. Die dicken Linien und die groben Schraffuren strahlen eine gewisse Düsterheit aus, die sehr gut zum Inhalt des Buches passt und die gedrückte Atmosphäre passend widerspiegelt. Sie vermitteln die richtige Stimmung und sorgen dafür, dass man auch bei den fantasievolleren Szenen, in denen Constance einfach nur Kind sein kann, nicht vergisst, wie schrecklich und deprimierend die Hintergrundgeschichte ist und welch furchtbare Dinge in dem alten Herrenhaus passieren.

Fazit:
„Die Favoritin“ ist ein ungewöhnlicher Comic, der durch eine sehr traurige Geschichte und einen recht eigenwilligen Zeichenstil besticht. Matthias Lehmann legt ein sehr düsteres Debüt vor, das zum Nachdenken anregt und Kindesmissbrauch und Geschlechtsidentität thematisiert. Wer schwere Kost mag und kein Problem mit einigen verstörenden Szenen hat, sollte der Graphic Novel eine Chance geben und einen Blick in „Die Favoritin“ werfen. Allein aufgrund des Endes und der Aufdeckung der Geheimnisse lohnt sich die Geschichte um den kleinen Jungen, der fast sein gesamtes Leben als Mädchen gelebt hat.

Source: www.like-a-dream.de
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review 2016-06-09 09:49
Eine zauberhafte Märchenadaption
Being Beastly. Der Fluch der Schönheit - Jennifer Alice Jager

Verlag:           Impress by Carlsen
Format:          Ebook
Umfang:         237 Seiten
Erschienen:  01.06.2016

Inhalt:

"Wenn Schönheit auf Grauen trifft und Furcht zu Liebe wird…"
Als die schöne Valeria erfährt, wen sie heiraten soll, ist ihr wohlbehütetes Leben auf einen Schlag vorbei. Um den jungen Grafen Westwood ranken sich Schauergeschichten von einem Fluch und ihr neues Heim gleicht eher einer Ruine als einem herrschaftlichen Herrenhaus. Auch Westwood selbst benimmt sich ihr gegenüber mehr wie ein eiskaltes Biest und nicht wie der Mann von Stand, der er eigentlich sein sollte. Doch dann stößt Valeria in einem verstaubten Raum auf magische Windlichter, die jedes für sich ein Geheimnis bergen. Sie zeigen Valeria einen ganz anderen Grafen, voller Freundlichkeit und Güte… (Quelle: Amazon.de)

Meine Meinung:
Märchen begleiten uns bereits seit frühesten Kindertagen und gehören mit zu den schönsten Erinnerungen. Wenn uns Mama oder Papa zum Einschlafen die schönsten Märchen vorgelesen haben. Einige Märchen gehören bis heute zu unseren Ritualen (bei mir ist es zum Beispiel - Aschenbrödel zu Weihnachten). Daher ist es wohl kaum verwunderlich, das auch die Literatur immer wieder diese Klassiker aufgreift und sie in neue Gewänder steckt. Das uns Autoren und Autorinnen immer wieder ihre Variationen versorgten und uns damit schöne Lesestunden verschafften, die uns ein klein wenig zurück in die unbeschwerte Zeit unsere Jugend zurück versetzen. Jennifer Alice Jager hat sich jetzt einen meiner liebsten Märchen-Klassiker angenommen - Die Schöne und das Beast. Ich weiß nicht wie oft ich in diesem Märchen versunken bin und wie viele Verfilmungen ich gesehen habe. Und immer wieder habe ich mit dem schönen Mädchen und dem traurigen Biest gehofft und gebangt und mich über ihr Happy End gefreut. Und so hat mir die neueste Variante meines Lieblingsmärchen gefallen:

Valeria hat ihr ganzes Leben auf ihren 16. Geburtstag hin ausgerichtet. An diesem Tag habe alle Mädchen in ihrem Reich eine Audienz beim König und der sucht ihnen ihren zukünftigen Mann aus. Dabei hoffen alle Mütter und Töchter, das vielleicht der König sich selbst eine Frau wählt oder das sie zumindest eine gute Partie abbekommen. Er schickt das sehr behütete und recht verwöhnte Mädchen in die äußersten Provinzen zu einem jungen Grafen.

Jayden ist der Graf von Westwood. Diese Grafschaft hat früher eine wichtige Rolle im Königreich innegehabt, doch diese Zeiten sind vorbei. Die Zeiten in denen rauschende Bälle und große Gesellschaften im Herrenhaus stattfanden. In dem sie die Aristokratie des Reiches die Klinke in die Hand gab. Doch diese Zeiten sind mit dem alten Grafen gestorben. Jayden stößt alle und jeden von sich. Er hat seine Hoffnungen, Wünsche und Gefühle ganz tief in sich vergraben und hat sich von allem und jedem abgeschottet. Einzig Liam, sein Leibarzt und bester Freund leistet ihm Gesellschaft - doch irgendwas stimmt nicht an diesem Bild.

Als Valeria im Herrenhaus ankommt, steht sie vom dem was einst vom dem Glanz und Reichtum des Hauses Westwood übrig geblieben ist und das ist nicht viel. Sie stößt beim Hausherrn auf Ablehnung und Ignoranz, sogar auf Wut als sie sich nicht abweisen lässt. Sie stößt auf Geheimnisse und Verrat, auf Magie und einen gefährlichen Fluch und sie erkennt, das sie sich nicht abwenden kann - nicht von Jayden, nicht von den Menschen in Westwood und nicht von der Gefahr. Die lernt zu kämpfen, Kraft aus dem zu ziehen, das sie zu schwächen scheint und zu vertrauen - vor allem sich selbst. 

Das ist das was gute Märchen immer ausgemacht hat und was uns daran immer fasziniert hat. Die Menschen in den Märchen kapitulieren nicht vor ihrem Schicksal, sondern nehmen es an. Nicht von Anfang an, aber sie gewinnen Stärke und Selbstvertrauen aus dem, was ihnen widerfährt und erkennen, das sie mehr sind als ihre Widersacher glauben. Und sie glauben an die Macht von Liebe. Diesen Zauber der Märchen hat die Autorin einfangen können. Die hat Licht in die Dunkelheit gebracht und sie hat zwei Protagonisten, die nicht viel von ihrer Zukunft erwartet haben, die Welt zu Füssen gelegt. 

Die stellt gerade Valeria vor Aufgaben, die sie eigentlich überfordert und sie fordert. Für die sie über ihren Schatten springen und auf ihre Kraft und Stärke vertrauen muss. Die stellt sich mit ihrer Hoffnung und ihrer Liebe gegen schwarze Magie, einen ewigen Fluch und gegen ihr eigenes Glück, für das Glück eines Anderen.

Jennifer Alice Jager hat genau die Dinge, die für mich Märchenzauber ausmachen in dieser Geschichte auf den Punkt gebracht. Sie hat Helden erschaffen, wo keine sein konnten, hat Mut geschafften wo nur Verzweiflung war und hat mir damit den Zauber meiner Kindheit wieder zurück gebracht. Ich habe mit Valeria und Jayden gehofft und gebangt und sogar ein paar Tränen vergossen, als sie das ultimative Opfer geben. 

Fazit: Es gibt viele Märchen-Adaptionen, doch nicht viele die den Zauber unserer Kindheit so gut zurückbringt, wie "Being Beastly". Die uns zeigt, das mehr in den Menschen steckt, als der erste Eindruck oder die äußere Erscheinung uns weismachen will. Und das ist etwas, was wir gerade in der heutigen zeit wieder in unser Gedächtnis zurück holen müssen. "Being Beastly" bekommt von mir auf jeden Falle eine absolute Leseempfehlung.

Source: schnuffelchensbuecher.blogspot.de/2016/06/jennifer-alice-jager-being-beastly.html
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review 2016-05-12 11:36
Ein Känguru wie du
Ein Känguru wie du - Ulrich Hub,Jörg Mühle

Story:
Der Tiger Pascha und der Panther Lucky arbeiten mit ihrem Zirkusdirektor auf ihren ersten großen Auftritt hin. Kurz vorher keimt in den beiden Tieren ein schrecklicher Verdacht –ihr Tiertrainer ist schwul, immerhin hat er keine Frau, ist unsportlich und kommt sehr gepflegt daher. Ohne zu Zögern laufen sie weg, da sie nicht von einer „Schwuchtel“ trainiert werden wollen. Auf der Flucht stoßen sie in einem Boxclub auf einen echten Kerl – das boxende Känguru Django, das noch keinen Kampf verloren hat. Die drei werden Freunde und als Django schließlich offenbart, dass er schwul ist, beginnen die kleinen Raubkatzen umzudenken und müssen sich eingestehen, dass es doch nicht so furchtbar ist, wie sie gedacht haben …

 

Eigene Meinung:
Das illustrierte Kinderbuch „Ein Känguru wie du“ stammt von Ulrich Hub und wurde von Jörg Mühle illustriert. Es erschien im Dezember 2015 beim Carlsen Verlag und basiert auf dem gleichnamigen Kinder-Theaterstück von Ulrich Hub, der das Thema „Anders sein“, Akzeptanz und Toleranz bereits in seinen früheren Stücken und Büchern behandelt hat. Das Theaterstück „Ein Känguru wie du“ läuft seit 2014 auf verschiedenen Bühnen in ganz Deutschland und wurde u.a. von der Jugend-Jury des Mülheimer KinderStückePreises ausgezeichnet.

 

Kindgerecht und mit schönen Illustrationen versehen, lernt der junge Leser die beiden Raubkatzen Pascha und Lucky kennen, die zusammen mit ihrem Tiertrainer für ihren ersten Auftritt proben. Dabei ist Lucky der geschicktere und talentiertere, da Pascha immer wieder die einzelnen Schritte vergisst und mitunter Fehler einbaut. Sie fühlen sich wohl, da sich ihr Trainer fair verhält und sich um sie kümmert. Das ändert sich erst, als sie von einer Gruppe Robben darauf aufmerksam gemacht werden, dass ihr Herrchen schwul ist und diese nach Abwägen von Pro und Contra zustimmen müssen. Während Pascha wesentlich toleranter ist, will Lucky unter keinen Umständen für eine „Schwuchtel“ arbeiten und plant davon zu laufen – am besten Richtung Meer, denn beide Raubkatzen haben noch nie einen Strand gesehen. Ihre Flucht führt sie schließlich zu Django, der offen schwul lebt, jedoch ein Außenseiter ist. Die Drei freunden sich an und es entwickelt sich eine spannende Geschichte, die mit einigen überraschenden Wendungen aufwarten kann.

 

Inhaltlich gelingt Ulrich Hub das Thema altersgerecht zu verpacken. Natürlich gibt es etliche Klischees, die bemüht werden, aber das schwule Leben ist teilweise nun einmal klischeeverpackt und viele angesprochene Probleme gibt es auch in der Wirklichkeit. Dank der kleinen Raubkatzen können sich Kinder gut in die Figuren hineinversetzen und sich mit dem Thema Homosexualität und Toleranz auseinandersetzen. Zudem bemüht sich der Autor darum, auch andere Aspekte einzuweben, die zur Thematik passen, z.B. sich eine eigene Meinung zu bilden und auch mal aus dem Rahmen zu fallen, wenn man Dinge mag, die eigentlich für einen Jungen oder ein Mädchen unüblich sind, weil andere darauf beharren. Dabei bemüht sich der Autor darum, die Moral der Geschichte nicht mit dem erhobenen Zeigefinger zu präsentieren, sondern treibt die Geschichte mit Bedacht voran.

Die Charaktere sind sympathisch und liebevoll ausgearbeitet – Pascha, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, ist recht naiv und orientiert sich zu Beginn zumeist an der Meinung seines Freundes Lucky. Erst nach und nach entwickelt er sich weiter und erkennt, dass er sich selbst ein Urteil bilden kann. Auch Lucky macht durch die Ereignisse eine Entwicklung durch, denn er revidiert seine Vorurteile schnell und wird dadurch sympathischer. Im Gegenzug zu den beiden Raubkatzen, die wie Kinder handeln und denken, wirkt Django erwachsener und gefestigter. Er weiß, wo er im Lebe steht und was er erreichen möchte. Zudem ist er offen und versteckt nicht, wer er ist und wen er liebt.

 

Neben dem kindgerechten und passenden Schreibstil des Autors können auch die Zeichnungen überzeugen – sie sind recht einfach gehalten, passen aber zu der Geschichte der beiden Raubkatzen. Hin und wieder muten die Illustrationen zwar ein wenig eckig an, doch alles in allem gibt Jörg Mühle der Geschichte einen würdigen Rahmen.

 

Ein wenig irritierend ist jedoch die Vermarktungspolitik von Carlsen – so schön das Buch (Hardcover, vollfarbig) daherkommt, es stimmt nachdenklich, dass man im Klappentext auf dem Buch auf die Bezeichnung „schwules Känguru Django“ verzichtet, sprich das Wörtchen schwul lieber nicht aufgeführt hat, während es im Klappentext auf der Verlagsseite durchaus zu finden ist. Das ist sehr schade, da es den Eindruck vermittelt, der Verlag akzeptiere die Besonderheit Djangos nicht und fürchte im direkten Verkauf schlechtere Absatzzahlen – was auf den Leser in gewisser Weise intolerant und konservativ wirkt.

 

Fazit:
„Ein Känguru wie du“ ist ein gelungenes Kinderbuch über Toleranz, Akzeptanz und Freundschaft, das der Zielgruppe (Kinder ab 8) uneingeschränkt empfohlen werden kann. Ulrich Hub behandelt ein sensibles Thema ohne erhobenen Zeigefinger, dafür mit Witz, Charme und Fantasie. Jörg Mühles Zeichnungen passen zur Geschichte der beiden Raubkatzen Pascha und Lucky. Wer Kinder im passenden Alter hat oder allgemein mit ihnen arbeitet, sollte dem Buch auf jeden Fall eine Chance geben. Zu empfehlen.

Source: www.like-a-dream.de
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