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review 2017-05-22 20:09
Skitter - Ezekiel Boone
Skitter - Ezekiel Boone

This is the second book in the creepy spider trilogy. I liked the first book although it was full of frightening crawlies. This book takes of where the last one ended and it is build similar. We have again a lot of characters. The important ones from the first book of course but also again a hack of a lot of people we meet for one chapter and they all got a full background story. For this reason the book develops slowly. We see how the spider apocalypse develops and spreads over the USA.  I disliked these full stories for minor characters already in the first book. But here I found it quite boring. What’s happening is mostly interesting but it is a bit annoying to read 2 or 3 pages of information I don’t need. It slows the book down. In the last third it gets a little bit more interesting. The story begins to head to the end, the cliffhangers and makes me wanting to read immediately the last book.

                                                                                                       

I think this book is a typically middle book. It gives us a few more information and developments but for itself it would not work. I think it would have been better to put the story into one book, maybe with a lot more pages but just tighten it up a bit and just make  one single book. But this is marketing I suppose. Nevertheless the book does its job. I was a bit bored during reading and I skipped sometimes a few pages- But I also want to read the next book and learn what it is all about this creepy spiders.

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review 2017-04-23 09:56
Düstere Vision, packend mit Tiefgründigkeit und authentischen Emotionen und Protagonisten.
Sakura: Die Vollkommenen - Kim Kestner Sakura: Die Vollkommenen - Kim Kestner
Nach dem ich die Zeitrausch-Trilogie von Kim Kestner vor einiger Zeit begeistert gelesen habe, war ich um so glücklicher, dass ich bei der Leserunde zu ihrer neuen Dystopie auf Lovelybooks aus dem Lostopf gezogen wurde! Leider war ich ja schon mit Alea Aquarius schon ziemlich in Verzug, deswegen bin ich ziemlich spät eingestiegen. Aber trotzdem tauschen sich Kim Kestner und ich uns noch sehr nett in der Runde aus!


Das Cover:
Eigentlich bin ich ja etwas skeptisch bei Gesichtern auf Covern. Die Person schaut einen auch sehr direkt und klar in die Augen. Der Blick ist eher emotionslos und könnte auch ein hübsches Jungengesicht sein. Das Gesicht rahmt auf beim ersten Hingucken eine Art Kranz. Zuerst hatte ich eine Harlekins-Halskrause vor Augen. Das ist ein bisschen unglücklich. Aber wenn man genauer hinschaut, besteht diese Umrahmung aus Glassplitter.


Buchlayout (eBook):
Die einzelnen Kapitel sind in einer sehr angenehmen Länge gehalten. Sobald die Handlung die Ebene wechselt, wird eine Zwischenseite eingefügt und zeigt dem Leser noch mal visuell den Wechsel. Das finde ich sehr gut, so konnte ich mich gleich darauf einstellen.


Die Handlung:
Rechtzeitig zur Kirschblüte erlaubt der Kaiser einer gewissen Auswahl an jungen Frauen und Männern der Unterschicht ihre Ebenen zu verlassen und an die Erdoberfläche zur Oberschicht zu kommen. Dafür müssen sich die auserwählten "Blüten“ in drei Prüfungen beweisen, um vollkommen genug für die Privilegierten zu sein. Denn die gekränkte Göttin Amaterasu möchte nicht mit unvollkommenen Nachkommen ihres Bruder Susanoos beleidigt werden. Juri ist nicht hübsch, eher androgyn und hat als Mädchen keine Chancen. Also geht sie ein großes Wagnis ein und mogelt sich als Junge zu den Probanden. Und plötzlich wird der Prinz, der Sohn des Kaisers, auf sie aufmerksam und gefährdet damit Juris Tarnung.


Idee / Plot:
Eine sehr interessante und in sich stimmige Idee. Und leider gar nich so einfach zu erklären, ohne zu spoilern! Kim Kestner hat sich an der japanischen Sagen und Legendenkultur orientiert und dies auf die Zukunft übertragen. Die Dystopie ist sehr düster aber für mich realistisch: wie die klassische Gesellschaftspyramide. In 6 Ebenen unter der Erde leben die Menschen in ihrer Schicht und jede hat ihre Aufgabe. Am untersten Ende die letzte Unterschicht, die Höhle mit den meisten Bewohnern. Die oberste Ebene, die Oberfläche natürlich nur eine Handvoll privilegierte Oberschicht. Jede Ebene ist getrennt voneinander, und nur auserwählten Gardisten ist es erlaubt die Ebenen zu wechseln - sonst wäre die Gefahr einer Rebellion zu groß. Und dabei floriert der Schmuggel und die mafiösen Machenschaften zwischen den Ebenen enorm. Viele weitere Themen sind der Spiegel unserer heutigen Gesellschaft und auf diesen Raum der fiktiven Welt zugeschnitten: Intoleranz, Religion, Machtbesessenheit von Oligarchen und deren Gesellschaftlügen…


Handlungsaufbau / Spannungsbogen:
Man wird direkt in das Geschehen hineingeworfen. Schnell wird dem Leser klar, in welch erdrückenden und düsteren Welt Juri leben muss. Viele geschickt eingebaute Rückblicke geben einem einen Eindruck von ihrem früheren Leben und ihrer Entwicklung zu der Einzelkämpferin. Die Spannung wird auch stetig und geschickt aufgebaut. Die Aufgaben der „Blüten“ werden immer krasser und spannender. Ab dem 2. Drittel des Buches beginnen immer mehr Wendungen die ganze Dramatik auf die Spitze zu treiben, bis es dann in einem enormen Showdown endet. Trotzdem wechseln sich ruhige, emotionale Momente mit aufregenden Szenen ab, die aber für den Handlungsstrang wichtig und absolut passend sind. Das Ende rundet die ganze Geschichte wieder ab und lässt mich sehr zufrieden zurück. Keine Fragen blieben unbeantwortet und ich kann diese Geschichte glücklich aber auch nachdenklich abschließen.


Szenerie / Setting:
Die Autorin hat die Szenen sehr bildreich beschrieben, mir aber genug Platz für meine Phantasie gegeben. Die erste Ebene scheint aus allen Nähten zu platzen und alle sind sich selbst der nächste kommt bei mir sehr gut an! Ich habe den „metallischen Wurm“ direkt vor meinen Augen, wie ich auch die erdrückende Stimmung auffangen kann. Es ist bedrückend und beklemmend, nicht nur eine Höhle, sondern auch eine Hölle. Trotzdem kann man von Ebene zu Ebene die Änderungen nachvollziehen und mitspüren. Um so höher die Ebene, um so mehr Platz ist vorhanden, und um so befreiter wirken die dort lebenden Menschen.


Emotionen / Protagonisten:
Schon als kleines Mädchen musste Juri lernen auf eigenen Beinen zu stehen. Der Vater verstorben, von der Mutter verstoßen, muss sie sich um ihr eigenes Überleben in ihrer Höhle, der 1. Ebene, kümmern. Ich finde sie unheimlich toll! Sie ist nicht die typische Heldin, die sich vom hässlichen Entlein zum stolzen Schwan wandelt. Sondern sie bleibt im Verlaufe der Geschichte immer authentisch und ehrlich. Sie geht sehr umsichtig mit ihrer Umwelt um. Was mich sehr berührt hat, ist, wie sie mit den Toten umgeht. Ihre Essensmarken verdient sie in der Leichenverbrennung. Sie muss die Toten vom Schacht der oberen Ebenen in die Brennkammern geben. Jeden Leichnam nimmt sie ehrfurchtsvoll in Empfang und opfert für ihn eine Handvoll Reis auf ihrem kleinen Altar. Aber sie ist eine Einzelkämpferin, die durch ihr frühes Schicksal keine Emotionen an sich heran lassen möchte. Aus Angst davor wieder verraten und verletzt zu werden. 

Prinz Haruto ist zunächst sehr undurchsichtig und wirkt ziemlich arrogant und dekadent. Aber er scheint irgendein Interesse an Juri zu besitzen. Ich finde ihn als Figur sehr überraschend und auch irgendwie attraktiv. Er beginnt zu begreifen, dass die Wahrheit nicht überall gleich ist und verlangt von Juri ehrlich zu ihm zu sein.

Als nähere Begleiter gibt es vor allem Dom zu erwähnen. Er ist der liebenswerte Kumpel, der eine besondere Beziehung zu ihr aufbaut. Anfangs wehrt sie sich sehr dagegen, aber sie begreift, dass sie in Dom einen wertvollen Partner hat. Rebecca ist die abgedrehte Nudel, die aber trotzdem einen sehr wichtigen Stellenwert in Juris Leben innehält. Das wird sich Juri im Laufe der Zeit auch eingestehen.


Sprache / Schreibstil:
Kim Kestner hat einen sehr eingängigen und authentischen Sprachstil. Ohne Schnörkel aber direkt und ehrlich. Mir gefällt es sehr gut! Sie hat auch nicht zu viele japanische Fachbegriffe verwendet und das Buch lässt sich super schnell und flüssig lesen. 

Meine Meinung:
Die Idee von getrennt Gesellschaftsschichten als Dystopie ist nicht neu. Und zugegeben kenne ich nicht sooo viele Dystopien. Aber diese Idee ist wirklich krass und die Geschichte ist aufreibend. Sie behandelt auch viele gesellschaftliche Themen als Spiegel für uns heute. Und so finde ich, muss es sein! Juri ist emotional und berührend und vor allem authentisch in ihrem Handeln. Besonders beeindruckt hat es mich auch, dass die ganze Fiktion zwar grausam und barbarisch, aber nicht blutrünstig ist. 
 
"Man glaubt wohl immer nur das, was man gesagt bekommt, solange man es nicht mit eigenen Augen sieht.“ Pos. 2469 (eBook, individuelles Leseexemplar von DIGI:TALES, Arena Verlag GmbH Würzburg)

Die japanische Legende der Amaterasu und Susanoos ist geschickt als übergreifende Thematik aufgebaut und ist ein ganz wichtiges Element in der Gesellschaft. Glaube und Religion. Aber was ist Wahrheit und was Glaube. Was ist Lüge? Nach welcher Wahrheit und welchem Glauben will man leben, bzw. welche Wahrheit will man hören? 
 
Auch die kleinen emotionalen Stellen haben es mir sehr angetan. Das zeigt auch, dass eine Dystopie nicht immer martialisch und oberflächlich sein muss, sondern kann auch ihre ganz feinen Momente haben! Ganz großartig!
 
Auch wenn man in der ersten Hälfte als geübter Leser vermutet, dass nichts so ist, wie es scheint (und das Ende vielleicht für den ein oder anderen vorhersehbar war, fand ich die Plottwists trotzdem genial umgesetzt. Mir gefällt mehr die Glaubwürdigkeit und die gesellschaftliche Kritik, die dahinter steckt. Die Vorhersehbarkeit ist für mich nicht schlimm.

Fazit:
Ich bin von der Geschichte sehr begeistert. Eine fesselnde Dystopie mit Tiefgang und authentischen Protagonisten in einem stimmigen Setting mit Liebe, Freundschaft, Glaube und Macht.
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review 2017-04-21 08:25
Eine unheimlich gute Trilogie mit einem echt gelungenen Ende!
Bezwungen: Dystopie-Trilogie Band 3 - Teri Terry,Marion Hertle,Petra Knese

Bereits die ersten beiden Bänder haben mir unheimlich gut gefallen, deswegen bin ich hier mit relativ hohen Erwartungen ran gegangen und bin positiv überrascht. Meine Erwartungen wurden übertroffen und ich bin begeistert!

 
Um die Geschichte zu verstehen sollten die Vorgänger unbedingt gelesen werden. Es geht nahtlos weiter.
 
Kyla befinde sich in großer Gefahr. Im Vorgänger hat sie sich gegen die RT entschieden und wird verfolgt. Sie wendet sich an MIA und kann dank neuster Technologie einen Teil ihres Aussehens verändern. Jetzt macht sie sich auf die Reise, um endlich die Wahrheit über ihr Leben zu erfahren und geht zu ihrer richtigen Mutter. Dass sie dort aber gar nicht so sicher ist, wie sie  zunächst glaubt, wird sie schnell erfahren. Kyla ist schlau und weiterhin vorsichtig. Und neugierig ... denn nach und nach öffnen sich weitere Geheimnisse und diese bringen einige Überraschungen mit sich.
Es wird spannend. Es wird brutal. Es wird emotional.
 
Die letzte Hälfte des Buches habe ich wie so oft in einem Rutsch durch gelesen. Ich konnte es einfach nicht mehr zur Seite legen und da war mir egal, dass es mittlerweile mitten in der Nacht war. Natürlich macht man sich als Leser so seine Gedanken und glaubt, dass man ahnt, worauf es hinausgeht. Aber nein. Ich wurde richtig überrascht. Hin und her aber im positiven Sinne und diese Spannung zum Schluss, gab dem Ganzen noch das Sahnhäubchen.
 
Es ist ein bisschen schade, dass diese Reihe nun zu Ende ist und ich hoffe ja klammheimlich, dass wir irgendwann die Nachricht erhalten, dass es von Teri Terrys Reihe eine Verfilmung ist.
Das Buch ist auf jeden Fall sehr gelungen und empfehlenswert. Ich liebe den Schreibstil. Er ist einfach und die Autorin versteht es, den Leser richtig zu fesseln. Wie gesagt, ich war wie gebannt.
Das Cover finde ich von allen drein am Besten. Es gliedert sich schön in die Reihe ein, aber hier finde ich die Farbauswahl sehr toll.
 
Ansonsten kann ich meiner Rezension nichts beifügen. Wer Dystopien mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen.
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review 2017-03-10 17:12
Roboter, Cyborgs und Bienen: 4 dystopische Kurzgeschichten


Das Clarkesworld Magazine ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, Autoreninterviews und anderen thematisch passenden Beiträgen. In der Ausgabe 125 treffen sich vier neue (neben zwei nachgedruckten) Geschichten verschiedener Autoren, zum Thema dystopische Zukunft.

AssassinsJack Skillingstead and Burt Courtier Bewertung: 4 von 5 Sterne
Sonia ist Programmiererin. Sie arbeitet für die Editoren, die Charaktere für die virtuelle Welt Labyrinthian erschaffen. Zuschauer besuchen diese Welt mithilfe ihrer besonderen Brillen und erleben dort Freundschaften und Beziehungen mit fiktiven Figuren. Doch seit die Editoren Sonias Lieblingscharakter »gestrichen« haben, ist sie nicht mehr dieselbe. In der Rolle ihres Avatars Simone The Slayer rächt sie sich an den Editoren, indem sie die beliebtesten Charaktere der virtuellen Welt ermordet.
Die Grenzen zwischen Realität und virtueller Umgebung sind in dieser Geschichte fließend. Die Menschen stecken eine intensive Zuneigung in fiktive Figuren und manchmal werden sie so große Fans von ihnen, dass sie ihr Äußeres an diese Figuren in der realen Welt angleichen. Spannend ist dabei, dass die emotionalen Auswirkungen über den Tod einer virtuellen Figur, dennoch sehr real und schmerzlich für die Menschen ist, die einen geliebten »Menschen« verlieren.
Eine spannende und lesenswerte Geschichte, die ich als Buchwurm, der sich regelmäßig in fiktive Figuren verliebt oder ihren Tod beweint, mehr als nachempfinden kann.

Prosthetic DaughterNin Harris Bewertung: 2 von 5 Sterne
Mit Prosthetic Daughter hatte ich leider große Schwierigkeiten. Grob betrachtet geht es um Identitätsdiebstahl und zwar einen, der tatsächlich jegliche Erinnerungen an das eigene Ich stielt. Möglich ist es dadurch, dass alle Menschen Cyborgs sind und so eine Art Erinnerungschip im Gehirn haben. Erinnerungen sind also rein digital gespeichert und löscht jemand diese Erinnerung, weiß man absolut nichts mehr über sich, nicht einmal die Familie erinnert sich an einen. Soweit so gut. Was ich nicht verstanden habe ist der Einwurf von Zeitreise-Aufträgen, wobei nie wirklich in der Zeit gereist wird. Dafür springt aber die Handlung immer wieder an verschiedene Momente der Protagonistin, mal vor, mal zurück, aber dann doch in Erinnerungen, obwohl die Erinnerungen ausgelöscht sein sollten. Das ganze wirft mehr Fragen auf, als Antworten geboten werden. Was ist der ominöse Auftrag, der gelegentlich erwähnt wird? Was war nun die ausgebuffte Falle, in die die Identitätsdiebin offenbar munter hineingetappt ist? Was genau hat die Erwähnung von Zeitreisen in dieser Geschichte zu suchen? Ich hatte den Eindruck viele angefangene Ideen zu vor mir zu haben, die auf zu wenig Raum komprimiert werden mussten. Es war mir alles zu bruchstückhaft und es hätte nicht geschadet ein paar »glatte« Übergänge vom einen zum anderen Ereignis zu schaffen und hier und da auch mal eine Antwort zu geben. Schade, denn die Grundidee finde ich eigentlich recht spannend.

How Bees FlySimone Heller Bewertung: 5 von 5 Sterne
Als Fan der Autorin und von post-apokalyptischen Szenarien, hat mich How Bees Fly mit seiner etwas düsteren und dystopischen Stimmung gleich in ihren Bann gezogen. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht der nicht menschlichen Salpe, die ihre von kleinauf angelernten Ängste und Vorurteile gegenüber der »Dämonen« auf die Probe gestellt sieht als sie zwei solcher Kreaturen begegnet. Selbst verletzt, wäre sie ein leichtes Opfer, doch die Dämonen sind anders als in den Geschichten und während sie Salpe pflegen, sieht die zu, wie liebevoll die beiden Dämonen auch miteinander umgehen. Salpe bekommt Zweifel an dem, was man ihr all die Jahre beigebracht hat.
Ich finde die Grundaussage dieser Geschichte gerade wieder brandaktuell, geht es doch darum über die eigenen festgefahrenen Ansichten hinauszublicken und nicht blind Parolen nachzubrüllen oder Feindbilder einfach nur hinzunehmen. In How Bees Fly werden wir daran erinnert, dass die Dinge aus der Nähe betrachtet oft anders sind als wir zu wissen glauben, und dass wir uns die angelernten Ängste und Feindbilder genau ansehen sollten, bevor wir ihnen blind vertrauen. Denn manchmal steckt hinter dem Vermeintlichen nichts weiter als Mythos und Aberglaube.
Als Bonus zu dieser unaufdringlich tiefgründigen Aussage gibt es auch noch verlorenes Wissen um technische Gimmicks, wie etwa Bienen, die ihre Energiezellen durch Sonnenlicht aufladen. Ein sprachgewandtes und emotional rührendes Stück SF das mir wirklich gut gefallen hat.

Rain ShipChi Hui Bewertung: 4 von 5 Sterne
In ferner Zukunft ist die Menschheit verschwunden. Stattdessen gibt es nun eine Rasse von intelligenten Ratten, welche die archäologischen Reliquien der Menschheit erforscht. Als ein riesiges Menschenschiff gefunden wird, dessen Technologie noch zu funktionieren scheint, ruft das Grabräuber und Archäologen auf den Pan. Im Handumdrehen entsteht eine tödliche Auseinandersetzung zwischen den beiden Parteien.
Bei dieser durchaus phantasievollen und temporeichen Story wurden etliche Fußnoten in den Anhang gepackt. Ich empfehle diese einmal vor der Lektüre von Rain Ship zu lesen. Es genügt vollkommen die Infos grob im Hinterkopf zu haben, da sich die Geschichte prima ohne ständiges Blättern zum Anhang verstehen lässt, das doch eher den Lesefluss stört. Insgesamt ein unterhaltsames und gewitztes Weltraumabenteuer mit einer etwas anderen Heldin.

Unterm Strich eine qualitativ hochwertige Sammlung von Kurzgeschichten, die für mich nur einen Ausreißer hatte.

Div. Autoren: Clarkesworld Issue 125
Verlag: clarkesworldmagazine.com, 2017
ISBN: 9781890464820
143 Seiten, TB
Source: moyasbuchgewimmel.de/rezensionen/titel/c/clarkesworld-issue-125
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review 2017-03-03 18:29
RESET | Jens Bühler
170303 Reset

Autor: Jens Bühler
Titel: RESET
Genre: Endzeitthriller, Sci-Fi
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform, [10.01.2015]
TB: 496 Seiten, ab 23,99 €, ISBN: 1505901782
Kindle-Edition: 497 Seiten, 2,99 €, ASIN: B00RUGFXFY
hier: geliehen über die Kindle-Leihbücherei
gelesen auf dem Kindle Paperwhite

 

klick zu Amazon.de

 

Inhaltsangabe (Amazon):

»Die Horde kreischte. Ein Geräusch wie von tausend kaputten Kreissägen. Wovor liefen die weg? Demirs Verstand blockierte. Während die Bilder durch seine Augen hindurch ins Nichts liefen, meldete sich ein urzeitlicher Instinkt. Die flohen nicht. Die jagten.«
Hauptkommissar Markus Steller leitet einen Polizeieinsatz von Spezialkräften in der Frankfurter Innenstadt. Zeitgleich, nur wenige hundert Meter entfernt, überfällt Demir Kara zusammen mit seinem Komplizen einen Diamantenkurier. Beide Unternehmungen versinken im Chaos, als sich die Stadt innerhalb von Minuten in ein Tollhaus verwandelt. Von rasender Wut besessen beginnen die Menschen übereinander herzufallen. Wer sich nicht in Sicherheit bringt, wird in Stücke gerissen. Verzweifelt versuchen beide Männer, gemeinsam mit anderen Überlebenden, der Hölle zu entkommen.
Während die Welt dem Wahnsinn zu erliegen droht, erfährt die Kommandantin des Forschungsbunkers Fenris, Generalmajor Aila Torbeck, dass der Feuersturm der Wut, der die Welt verbrennt, erst der Anfang ist. Der Druck, der auf Torbeck lastet, ist gewaltig. Sie und ihre Mitarbeiter sind die letzte Hoffnung auf Rettung vor dem drohenden Untergang. Aber die Kommandantin hat noch ganz andere Sorgen. Wie soll sie ihre Tochter Katta retten, die alleine in Frankfurt um ihr Leben kämpft?
Beim Kampf ums Überleben zählt nur der Sieg. Zweite Plätze gibt es nicht.
Ein Thriller aus der Apokalypse..

Meine Meinung:

 

Jens Bühler ist ein deutscher Schriftsteller, der mir bis dato nichts sagte, aber die Kritiken waren umwerfend zu diesem Buch, so dass ich es mir gern auf den Kindle geholt und gelesen habe.

 

Das Setting verspricht dann auch einiges, denn der Forschungsbunker, welchen Generalmajorin Aila Torbeck leitet, liegt im Schwarzwald, und der zweite Handlungsstrang führt uns nach Frankfurt, die Nähe allein ist schon bedrückend.

 

Diese Endzeit-Story unterscheidet sich von anderen, die Idee war mir neu. In diesem Buch bricht urplötzlich eine Art Seuche aus und verbreitet sich rasend schnell. Jeder, der ihr zum Opfer fällt, wird zu einem rasenden Wesen, nur noch von seinem Jagdinstinkt nach nicht infizierten Menschen getrieben. Es scheint kein Entkommen zu geben. Während die Bunkeranlage sofort abgeriegelt wird, befinden sich die meisten Angehörigen der Besatzung noch weit außerhalb, und so beginnt der Kampf ums Überleben.

 

Wirklich spannend geschriebene Story in der dritten Person mit abwechselnden Handlungssträngen, die gegen Ende des Buches dann fast seitenweise wechseln und so den Leser in Atem halten. Der Schreibstil ist flüssig, in etwas gehobenem Stil.

 

Positiv war für mich nicht nur die komplexe, genreübergreifende Idee, sondern auch die menschliche Darstellung Markus Stellers. Selbst die vollkommen rationale Denkweise Jochen Fiebers hat mich bis zu einem gewissen Grad fasziniert.

 

Als negativ habe ich nicht nur den vollkommen militarisierten Plot empfunden, sondern auch den extrem hervorstechenden Unterschied der beiden Führungskräfte: Fieber (ein Mann), immer beherrscht, handelt prinzipiell ohne großartig nachzudenken, was gerade am dringendsten zu tun ist, was weiterbringt und schaltet etwaige Hindernisse aus. Er würde einen Verwundeten immer zurücklassen oder gar töten, um ohne Behinderung weiterzukommen.


Aila Torbeck (eine Frau) ist für eine Führungskraft in meinen Augen ein wenig zu emotional, hinterfragt ständig ihre Entscheidungen, macht dafür ihre Sache aber wirklich gut. Auch sie muss Entscheidungen treffen, die für andere Menschen den Tod bedeuten, tut dies aber nicht leichtfertig.

 

Außerdem hat mich das Ende nicht befriedigt. Weder das Ende der eigentlichen Story noch der Nachsatz. Der Epilog passt so gar nicht zum Plot. Handelt es sich um UNSEREN oder einen anderen Planeten, und um welche Wesen? Die haben doch mit der Story überhaupt nichts zu tun gehabt…

 

Lange habe ich darüber nachgedacht, wie viele Punkte ich für dieses Buch gebe und habe mich dann für 07/10 Punkte entschieden, vor allem wegen der Spannung.

 

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Bücher des Autors:

 

 

1. Reset – beendet 03.03.2017 – 07/10 Punkte
2. Geister
3. Mit allen Mitteln – erscheint 30.05.2017

 

Reset - Jens Bühler 

Source: sunsys-blog.blogspot.de/2017/03/gelesen-reset-jens-buhler.html
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