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review 2017-02-19 20:34
Tolle Grundidee, deren Umsetzung mich leider nicht überzeugen konnte

Die Grundidee fand ich sehr spannend und originell: in einer unbestimmten Zukunft gibt es eine große Energiekrise, die Arbeitslosigkeit steigt ins Unermessliche und die Menschen flüchten sich in Träume - allerdings nicht unbedingt in ihre eigenen. Denn nachdem Facebook pleite gegangen ist, hat sich eine andere Plattform zur neuen Nummer 1 der sozialen Medien emporgeschwungen: GoodDreams, wo man Videos seiner eigenen Träume hoch- und die Videos anderer Träumer herunterladen kann. Anleitungen zum Klarträumen und Traumrekorder zum Aufzeichnen der Träume machen das ganz leicht. Die Profiträumer kassieren sogar Geld und Lebensmittelgutscheine, wenn ihre Träume oft genug gelikt werden.

Leider hatte ich aber schnell den Eindruck, dass diese hochinteressante Idee auf eher schwachen Beinen steht, denn die Welt erschien mir nur oberflächlich durchdacht. Erdöl gibt es halt nicht mehr, weil die Araber und die Russen alles für sich selbst behalten, und Sonnen- und Windenergie funktionieren nicht mehr, weil das Klima unberechenbar geworden ist. Viel mehr Erklärung gibt es nicht, und das fand ich doch etwas dünn.

War es zum Beispiel ein schleichender Prozess, oder gab es irgendeine Art von Katastrophe? Mal klingt es so, als wäre es einfach eine unausweichliche Folge des fortschreitenden Klimawandels, aber dann wird zum Beispiel auch gesagt, dass Touristen in den Hotels von Okinawa gestrandet sind, weil die Flüge unbezahlbar wurden - und das hieße ja, dass es sehr überraschend passiert sein muss.

Außerdem fand ich die Auswirkungen dieser Energiekrise oft unlogisch. Einerseits hat kaum noch jemand Geld, um das Licht oder gar einen Kühlschrank einzuschalten, andererseits müssen die Menschen doch ständig im Internet hängen, wenn GoodDreams wirklich so eine wirtschaftliche Macht sein soll, wie es dargestellt wird. Es wird gesagt, dass einem technische Geräte hinterhergeschmissen werden, während Lebensmittel fast unbezahlbar sind, aber dennoch besitzen die meisten Menschen anscheinend entweder gar keinen eigenen Computer oder nur einen ziemlich abgewrackten.

Kurz gesagt, der Weltentwurf hat mich leider nicht überzeugt, und deswegen konnte ich mich auf die Geschichte nicht vollständig einlassen. Zwar kam zwischendurch durchaus Spannung auf und es war dann auch unterhaltsam, aber so richtig mitreißen konnte es mich nicht, weil es für mich nicht in sich stimmig war.

Auch die Charaktere haben zwiespältige Gefühle in mir hervorgerufen, obwohl ich sie alle im Grunde sehr vielversprechend und interessant fand.

Im Mittelpunkt steht Leah, die mit ihrem Zwillingsbruder Mika und ihrem todkranken Vater zusammenlebt. In den letzten Jahren hat Mika die kleine Familie als Profiträumer über Wasser gehalten, aber seit seine Freundin ihn verlassen hat, kann er nicht mehr schlafen und daher auch nicht mehr träumen. Leah hingegen hat mit dem Träumen schlechte Erfahrungen gemacht und will daher nicht versuchen, damit Geld zu verdienen.

Am Anfang kam sie mir naiv und selbstsüchtig vor, denn sie schiebt ihrem Bruder alle Verantwortung fürs Geldverdienen zu. Dass er auf sie oft sehr wütend wurde, konnte ich zunächst sogar nachvollziehen, später fand ich ihn unangebracht aggressiv. Leah macht im Laufe der Geschichte zwar eine große Wandlung durch und lernt, mehr Verantwortung zu übernehmen und sich mehr zuzutrauen, dies fand ich allerdings recht sprunghaft, und ähnlich erging es mir auch mit den anderen Charakteren. Ein hilfsbereiter Charakter kann plötzlich besitzergreifend und hinterlistig sein, um dann später wieder hilfsbereit zu werden, und das innerhalb weniger Tage.

Die Liebesgeschichte ging mir ein bisschen zu plötzlich, ich hatte nicht das Gefühl, dass die beiden sich überhaupt genug kannten, um tiefe Gefühle zu entwickeln. Außerdem fand ich schade, dass er sie immer wieder als hilfloses, schwaches, kindliches Mädchen sieht, das er beschützen muss!

Der Schreibstil ist eher einfach, liest sich aber locker und angenehm.

Fazit:
Die Grundidee fand ich wahnsinnig spannend, leider flaute meine Begeisterung jedoch schnell ab. Die Ansätze sind alle da, die Charaktere haben durchaus viel Potential, aber die Umsetzung scheiterte für mich vor allem daran, dass mir der Weltentwurf einfach nicht vollständig und logisch durchdacht schien - und das ist mir bei dieser Art von Geschichte, die in einer dystopisch angehauchten Zukunft spielt, sehr wichtig, um sie glaubhaft finden zu können.

Source: mikkaliest.blogspot.de/2017/02/gooddreams-wir-kaufen-deine-traume-von.html
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review 2017-01-24 05:48
Rezension | Dustlands - Der Blutmond von Moira Young
Dustlands - Der Blutmond - Alice Jakubeit,Moira Young

Beschreibung

 

Die Situation zwischen den Rebellen und DeMalo wird immer verzwickter und Saba muss sich nun ihrem Schicksal stellen. Bis zum Blutmond hat ihr DeMalo Zeit gegeben, sich ihm zu unterwerfen und somit ihre Familie und Freunde in Sicherheit zu bringen. Doch Saba entscheidet sich dafür den Kampf weiter zu führen. Koste es was es wolle…

 

Meine Meinung

 

„Dustlands – Der Blutmond“ ist der Abschlussband von Moira Young’s dystopischer Jugendbuch-Reihe.

 

Obwohl ich den außergewöhnlichen, umgangssprachlichen, Schreibstil von Moira Young in den vergangenen beiden Bänden sehr mochte, fiel es mir dieses Mal schwer in die Geschichte zu kommen. Vielleicht lag es aber auch daran, dass sich die erste Hälfte der Geschichte etwas zäh und langatmig gestaltet. Erst als Saba beginnt Taten sprechen zu lassen kommt Spannung in die ganze Sache. Zuvor hatte ich das Gefühl, die Story plätschert so vor sich hin.

 

Sehr gelungen finde ich nach wie vor den eigenwilligen Charakter von Saba. Sie ist wahrlich kein „typischer“ Mädchen-Charakter aus einem Jugendbuch und eckt des öfteren an. Genau das mag ich so sehr an Saba! Mit ihren Ecken und Kanten ist sie genau die Richtige um gegen den Wegbereiter DeMalo zu bestehen. Doch dies müssen auch die Rebellen anerkennen, denn ohne ihren Rückhalt hat Saba keine Chance den Endkampf zu bestehen. In der Rebellengruppe brodelt es jedoch heftig, denn nicht jeder ist der Meinung mit Saba den richtigen Anführer zu haben.

In diesem letzten Band der Dustlands Trilogie machen einige der Charaktere (darunter Emmi und Tommo) große Entwicklungssprünge und sorgen damit für die ein oder andere Überraschung, die ich so nicht erwartet hätte.

 

Sehr gelungen fand ich die kurzen Kapiteleinschübe die aus der Sicht eines Verräters in den Reihen der Rebellen geschrieben sind. Diese haben mich zum nachdenken und Detektiv spielen verleitet. Im Verlauf der Geschichte hatte ich so die unterschiedlichsten Mitglieder der Rebellengruppe in Verdacht. Zum Schluss kam dann aber doch alles ganz anders als erwartet! Somit hat mich Moira Young mit dem Abschlussband „Dustlands – Der Blutmond“ doch wieder zu fesseln gewusst. Ich vergebe 4 von 5 Grinsekatzen!

 

Über die Autorin

 

Moira Young, geboren und aufgewachsen in British Columbia im Westen Kanadas, trat als Schauspielerin und Opernsängerin in Kanada und Europa auf. Heute lebt und arbeitet sie als freie Autorin in Bath, England. ›Dustlands – Die Entführung‹ ist ihr erster Roman. (Quelle: Fischer Verlage)

 

Information zur Reihe

 

1. 2011 Dustlands – Die Entführung 2011 Blood Red Road
2. 2014 Dustlands – Der Herzstein 2012 Rebel Heart
3.
2015 Duslands – Der Blutmond 2014 Raging Star

Fazit

 

Ein würdiges Finale einer eigenwilligen und einzigartigen Dystopie.

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© Bellas Wonderworld; Rezension vom 24.01.2017

Source: www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-dustlands-der-blutmond-von-moira-young
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review 2016-12-30 17:00
Nicht perfekt,aber dennoch unterhaltsam
Flawed - Cecelia Ahern

Als ich das erste Mal hörte, dass Cecelia Ahern eine Dystopie für Jugendliche geschrieben habe, war ich verdutzt. Cecelia Ahern? Eine Dystopie?! Schließlich war die Autorin bisher für ihre an ein erwachsenes Publikum gerichteten Liebesgeschichten und ihre emotionale Gegenwartsliteratur bekannt. Zugegeben, ich war skeptisch, aber meine Neugier war geweckt!

In den letzten Jahren sind unglaublich viele Dystopien erschienen, so dass man manchmal das Gefühl hat, alles wiederholt sich, es gibt nichts Neues mehr... Aber Cecelia Ahern, die aus einer ganz anderen literarischen Richtung kommt, schafft es in meinen Augen gerade dadurch, dennoch eine Geschichte zu erzählen, die sich neu und unverbraucht liest - trotz Parallelen zu klassischen Dystopien wie "1984".

Sie beschwört eine Zukunft herauf, in der eine außer Kontrolle geratene politische Institution versucht, moralische Perfektion zu erschaffen. Die kleinsten Verfehlungen werden mit absurder Strenge geahndet - und das lebenslänglich. denn die "Fehlerhaften" werden gebrandmarkt, bewusst ausgrenzt und in ihren Grundrechten beschnitten. Interessant fand ich hierbei besonders die Rolle der Medien; die Autorin zeigt überdeutlich, wie fatal es ist, wenn mediale Macht und politischer Macht Hand in Hand gehen.

Der Umbruch beginnt mit etwas, mit dem auch im realen Leben einmal eine Bürgerrechtsbewegung begann: damit, dass ein Mensch im Bus auf dem falschen Platz sitzt. (Ich vermute, dass die Autorin diese Parallelen ganz bewusst so geschrieben hat.) In unserer Realität war es die Afroamerikanerin Rosa Parks, die sich weigerte, ihren Sitzplatz für einen weißen Fahrgast aufzugeben, in diesem Buch ist es die 17-jährige Celestine, die einem "Fehlerhaften" zu einem Sitzplatz verhilft.

Wegen dieses einen "Fehlers" wird Celestines Leben komplett aus der Bahn geworfen, und wie sie damit umgeht, und wie beide Seiten der Debatte versuchen, sie für die eigenen Zwecke zu benutzen, las sich für mich spannend von der ersten bis zur letzten Seite - obwohl das Buch durchaus auch Schwachstellen hat.

Am Anfang erschien mir Celestine als schwacher Charakter: naiv, wenig interessiert an Politik oder ethischen Fragen, privilegiert, oberflächlich und selbstsüchtig. Sie mag Logik. Sie löst gerne Probleme. Aber ihre Welt ist schwarzweiß: alles ist gut oder böse, und die Regeln sind absolut und werden nicht hinterfragt. Ob die "Fehlerhaften" ihre Strafen verdient haben, beschäftigt sie daher nicht - bis es sie selbst betrifft.

Und dennoch... Wenn es hart auf hart kommt, wenn sie an einem ethischen oder moralischen Wendepunkt steht, trifft sie die richtigen Entscheidungen und findet die richtigen Worte. Ich hatte das Gefühl, dass Celestine eigentlich ein intelligentes, mitfühlendes Mädchen ist, das gerade erst damit beginnt, 17 Jahre der Gehirnwäsche abzuschütteln.

Die anderen Charaktere bleiben zum Teil eher blass, wie zum Beispiel ihre rebellische Schwester Juniper oder ihre Mutter, die als gefragtes Model der Inbegriff der Perfektion ist. Auch über ihren Freund Art hätte ich gerne mehr erfahren.

Am Problematischsten fand ich allerdings Carrick, der nach Celestines Verhaftung in der Nachbarzelle sein Urteil erwartet. Obwohl die Zellen schalldicht sind und sie sich nicht mal unterhalten können, fixiert sich Celestine schnell auf ihn, und das nimmt im Laufe des Buches in meinen Augen ungesunde Züge an. Gut, in einer Extremsituation fühlt man sich sicher hingezogen zu dem einzigen Menschen, der in der gleichen Lage steckt und einen verstehen kann, aber sie interpretiert nach nur wenigen Tagen eine Nähe in ihre "Beziehung" hinein, die es eigentlich noch gar nicht geben kann, weil sie nichts übereinander wissen.

Ich verrate jetzt mal nicht, ob aus dieser Fixierung eine tatsächliche Beziehung wird oder nicht, aber besonders gegen Ende war ich nicht glücklich damit, wie sich diese Sache entwickelt hat. Überhaupt hatte ich gegen Ende den Eindruck, dass manches überstürzt und nicht vollständig durchdacht abgewickelt wurde.

Den Schreibstil fand ich im Großen und Ganzen sehr angenehm und flüssig zu lesen. Meist konnte die Autorin mich damit mühelos in ihren Bann ziehen, nur manchmal fehlte mir in einer Szene das Gefühl, wirklich mitfiebern zu können, weil die Emotionen bei mir nicht ankamen.

Fazit:
Bei fehlerhaften Entscheidungen ist es die Schläfe.
Wenn jemand lügt, die Zunge.
Wenn jemand die Gesellschaft bestohlen hat, die rechte Handfläche.
Bei Illoyalität gegenüber der Gilde die Brust direkt über dem Herzen.
Bei gesellschaftlich inakzeptablem Verhalten die rechte Fußsohle.

In Cecelia Aherns erster Dystopie werden schon kleinste moralische Fehlentscheidungen mit Brandmarkung und Beschneidung der Grundrechte geahndet. Die 17-jährige Celestine bringt unbeabsichtigt den Stein des Umsturzes ins Rollen und muss schnell feststellen, dass die politischen Anführer, die Perfektion verlangen, oft diejenigen sind, die am meisten lügen und betrügen... Das liest sich spannend und unterhaltsam, auch wenn Celestine es dem Leser erst nicht leicht macht und manche Charaktere eher blass bleiben.

Ob die Dystopie mich im Endeffekt wirklich überzeugen wird, hängt davon ab, wie gewisse Dinge im zweiten Band aufgelöst werden, aber den ersten Band würde ich dennoch (vorsichtig) empfehlen.

Source: mikkaliest.blogspot.de/2016/12/flawed-wie-perfekt-willst-du-sein-von.html
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review 2016-12-19 09:26
Metro 2034 - Metro (2) | Dmitry Glukhovsky
161219 Metro2

Screenshot vom iPhone
Autor:  Dmitry Glukhovsky
Titel: Metro 2034
Reihe: Metro (2)
Übersetzer: M. David Drevs
Verlag: Heyne, [08.12.2014]
TB, 544 Seiten, 9,99 €, ISBN: 3453316312
Kindle-Edition: 527 Seiten, 8,99 €, ASIN: B004OVEZT8
Random House Audio, [25.07.2016]
Spieldauer: [847 Minuten] (ungekürzt)
Sprecher: Oliver Brod
Reg. Preis/im Premium-Abo/im Flexi-Abo:
25,95 € / 24,16 € bzw. 1 GH / 9,95 €
Whispersync for Voice verfügbar

 

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Inhaltsangabe (Audible):

Stalker Hunter muss sich seiner bisher größten Herausforderung stellen
Wir schreiben das Jahr 2034. Nach einem verheerenden Krieg liegen weite Teile der Welt in Schutt und Asche. Auch Moskau ist eine Geisterstadt. Die Überlebenden haben sich in die Tiefen des U-Bahn-Netzes zurückgezogen und dort eine neue Zivilisation errichtet. Eine Zivilisation, wie es sie noch nie zuvor gegeben hat...
An der Station Sewastopolskaja, die seit Tagen von der Verbindung zur Großen Metro abgeschnitten ist, taucht der geheimnisvolle Brigadier Hunter auf. Er nimmt den einsamen Kampf gegen die dunkle Bedrohung auf, der sich die Bewohner der Metro gegenübersehen, und bricht zu einer gefährlichen Expedition in die Tiefen des Tunnelsystems auf. An seiner Seite steht Homer, ein alter, erfahrener Stationsbewohner, der die Metro und ihre Legenden kennt wie kein anderer - und der seine Lebensaufgabe darin sieht, ihre Geschichte aufzuschreiben. Als die beiden auf die 17-jährige Sascha treffen, glaubt Homer, er habe in dem gebrochenen Helden und dem Mädchen das perfekte Paar für sein Epos gefunden - aber er darf sie in der Gefahr keine Sekunde aus den Augen lassen.
Dies sind die Abenteuer von Hunter, ehemaliger Soldat und nun einsamer Kämpfer gegen die dunkle Bedrohung, der sich die Bewohner der Metro gegenübersehen.

©2009 / 2009 Dimitry Glukhovsky / Heyne Verlag. Übersetzung von M. David Drevs (P)2016 Random House Audio

Meine Meinung:

 

Als ich Band 1 der Trilogie hörte, war ich dermaßen beeindruckt, dass ich gern Band 2 hinterher geschoben hätte. Leider war das damals nicht möglich. Da die Geschichte dieses Buches zwar schon eine Fortsetzung ist, aber nicht nahtlos am ersten Band weitergeht, ist es zum Glück nicht schlimm, dass mehr als 2 Jahre zwischen den beiden Bänden liegen. In anderer Hinsicht dann irgendwie schon, denn ich brauchte lange Zeit, um mit der Geschichte warm zu werden. Grund dafür waren die ständigen Szenenwechsel. Ein ums andere Mal fragte ich mich, ob die Wechsel nur im Ort oder auch der Zeit stattfinden, teilweise war ich ziemlich verwirrt, vor allem, wenn es sich um Träume von Saschas Vater bzw. ihr handelte…

 

Wie es auch bei anderen Trilogien oftmals Tatsache ist, so ist auch bei der Metro-Trilogie der Mittelteil der schwächste. Bis es schlussendlich zum Showdown kommt, in welchem Sascha in buchstäblichem Sinn untertaucht und nicht mehr gefunden wird (ich vermute, sie hat die smaragdene Stadt gefunden), reisen die Hauptdarsteller durch die U-Bahn-Linien von Station zu Station, erzählen sich Geschichten, kämpfen, philosophieren und überleben irgendwie.

 

Auch in diesem Teil kommt einer der Protagonisten für eine kurze Zeit an die Oberfläche und kann durch Flaschenglas die Sonne sehen. Die Zerstörung der Stadt ist erschreckend.

 

An der Leistung von Oliver Brod habe ich absolut nichts auszusetzen. Er liest auch die russischen Namen ohne zu stocken und gibt jedem Charakter eine eigene Stimmennuancierung.

 

Und somit gebe ich für diesen Mittelteil der Trilogie 07/10 Punkte. Deutlich schwächer als der 1. Teil, aber mit Potential für den letzten.

 

Bücher der Reihe:

 

1. Metro 2033 – rezensiert 03.09.2014 – 09/10 Punkte
2. Metro 2034 – beendet 18.12.2016 – 07/10 Punkte
3. Metro 2035

 

Metro 2034 (Metro 2) - Deutschland Random House Audio,Dmitry Glukhovsky,Oliver Brod 

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review 2016-12-13 13:05
Ein packendes Finale
Die Spiegelstadt: Passage-Trilogie - Roman - Justin Cronin,Rainer Schmidt

Inhaltsangabe

Die Zwölf – Wesen der Dunkelheit, Todfeinde der Menschen – sind vernichtet, ihre hundertjährige Schreckensherrschaft über die Welt ist vorüber. Nach und nach wagen sich die Überlebenden aus ihrer eng ummauerten Zuflucht, Hoffnung keimt auf. Auf den Ruinen der einstigen Zivilisation wollen sie eine neue, eine bessere Gesellschaft aufbauen: der älteste Traum der Menschheit. 

Doch in einer fernen, verlassenen Stadt lauert der Eine: Zero. Der Erste. Der Vater der Zwölf, der den Ursprung des Virus in sich trägt. Einst ein hochbegabter Wissenschaftler, der, seit er seine große Liebe verlor, nur noch von Rachedurst und Wut erfüllt ist. Sein Ziel ist es, die Menschheit endgültig auszulöschen. Seine Truppen sind bereit. Und der Zeitpunkt ist gekommen.

Nur Amy vermag ihn jetzt noch aufzuhalten, das Mädchen aus dem Nirgendwo, die einzige Hoffnung der Menschheit. Und so treten sie und ihre Freunde an zum letzten großen Kampf zwischen Licht und Dunkelheit...

 

Meine Meinung 

Wie ich haben bestimmt auch einige andere auf diesen Showdown gewartet. Nach dem zweiten Band „Zwölf“ hatte ich noch gar keine Vorahnung, in welche Richtung Justin Cronin seine Reihe lenken wird, umso gespannter war ich auf den dritten Teil der Reihe. „Die Spiegelstadt“, ein Titel, der dem Leser von vornherein auch sehr wenig verrät. Band 3 tritt allerdings wieder mit einem Cover in Erscheinung, welches mir besser gefällt, als das zum zweiten Band. Meiner Meinung nach hätte auf allen drei Bänden Amys Gesicht abgebildet sein können.

 

Die Einleitung, in Form von Bibeltexten, ist wieder gleichzeitig ein Blick in die Vergangenheit. Diese Lösung, die der Autor hier gewählt hat, finde ich grandios. Er bringt die wichtigsten Fakten aus Band 1 und 2 auf den Punkt. Mir haben sie insofern ausgereicht, dass ich mich wieder gut orientieren konnte.

 

Zu Beginn begegnet man vielen bereits bekannten Charakteren und das Wiedersehen war toll. Alle Leser, die diese Reihe ebenso lieben, werden sich hier gleich wieder sehr wohl fühlen.

Die Virals sind weg. Und das Leben geht weiter.

Cronin lässt den Leser hier im Schwebezustand und täuscht eine Welt vor, die sich in Sicherheit wiegen kann. Aber wie der Klappentext bereits verrät, hat DER ERSTE Zero da einen ganz anderen Plan mit der übriggebliebenen Menschheit.

 

An Charakteren konnten mich in Band 3 vor allem das Geschwisterpaar Sara und Michael Fisher begeistern. Sara geht als gelernte Krankenschwester mittlerweile dem Job der Ärztin nach und Michael verlässt seine geliebten Menschen und bereitet sich darauf vor, woran bis dato kein Mensch denken mag.

Er findet ein Schiff und will dieses im Stil der Arche Noah nutzen, um vor der Rückkehr der Virals in Sicherheit zu kommen.

 

Justin Cronin‘s grandioser Schreibstil wurde mir vor allem wieder vor Augen geführt, als SIE zurückkamen. Beginnt das Buch sehr ruhig, gab es ab einem bestimmten Punkt diese unterschwellige Spannung. Geschickt lässt er kleine Szenarien in seine Geschichte einfließen, die nach und nach wieder zu etwas Großem werden.

 

Band 3 ist ein Lauf gegen die Zeit. Spannend, actionreich und ein Punkt, der mir aus Band 1 und 2 nicht in Erinnerung geblieben ist, Cronin spielt mit den Emotionen des Lesers. Einfach ganz großes Kino.

Die verschiedenen Settings im Buch waren wieder sehr bildhaft beschrieben und passen einfach perfekt in diese Reihe.

 

Nicht nur ich, ich denke auch, dass andere Leser in eine ganz andere Richtung gedacht haben, wie Cronin dieses Meisterwerk zu Ende bringen wird. Dennoch hat er ein ehrwürdiges Finale erschaffen und er lässt mich glücklich und traurig zugleich zurück. Denn nun hat diese Reihe ein Ende gefunden.

Vor Jahren hätte ich niemals gedacht, dass diese Reihe etwas für mich hätte sein können, denn ich bezeichne mich nicht als Sci-Fi- oder Dystopie-Leserin, und dennoch konnte die Reihe mich völlig fesseln.

 

Danke an den Autor für diese ganz besondere Reise ins Nirgendwo.

Ich freue mich auf mehr Justin Cronin.

 

Mein Fazit

Mit diesem Band geht eine besondere Reihe zu Ende und der Autor erschafft wieder eine Welt, die bildlich genau vor einem abläuft. Vor allem den Tempoanzug im letzten Band der Reihe fand ich perfekt. Man kann dieses Buch nur schwer wieder aus den Händen legen!

Absolute Leseempfehlung.

 

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