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review SPOILER ALERT! 2016-04-28 15:02
[REZENSION] Der Kuss des Raben von Antje Babendererde
Der Kuss des Raben - Antje Babendererde,Leonie Landa

[REZENSION] Der Kuss des Raben von Antje Babendererde

 
 
Der Kuss des Raben von Antje Babendererde
Arena Verlag, 2016
496 Seiten
Hardcover, 17,99 €
ISBN: 978-3-401-60009-3
eBook, 13,99 €
Hörbuch - Goya Libre, 19,99 €

Klappentext:
Mila ist schön und rätselhaft. Ihre Vergangenheit will sie um jeden Preis geheim halten. In Moorstein sucht die Sechzehnjährige einen Neuanfang und findet ihre große Liebe. Tristan, eigentlich unerreichbar, erwählt ausgerechnet sie! Mila kann ihr Glück kaum fassen. Doch auch Tristan hat ein Geheimnis. Als in der Kleinstadt ein junger Mann namens Lucas auftaucht und das Haus der Rabenfrau in Besitz nimmt, erwachen die Schatten der Vergangenheit zum Leben. Denn Lucas und Tristan scheinen sich zu kennen – und zu hassen. Im undurchsichtigen Spiel der beiden gerät Mila zwischen die Fronten und findet sich plötzlich vor einem finsteren Abgrund wieder …

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Source: lesekatzen.blogspot.de/2016/04/rezension-der-kuss-des-raben-von-antje.html
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review 2015-11-17 19:41
Aquamarin | Andreas Eschbach
Aquamarin - Maximiliane Häcke,Arena Verlag,Andreas Eschbach

Autor: Andreas Eschbach
Titel: Aquamarin
Genre: Jugendbuch, Fantasy
Verlag: Arena, [01.06.2015]
HC, 408 Seiten, 17,99 €
Kindle-Edition: 14,99 €
Arena Verlag, [05.10.2015]
Spieldauer: 7 Std., 15 Min (ungekürzt)
Sprecher: Maximiliane Häcke
Regulärer Preis: 17,95 €
im Premium-Abo 16,71 € oder 1 Guthaben
im Flexi-Abo: 9,95 €

 

Bewertung: 

 

Inhaltsangabe (Audible):

Hüte dich vor dem Meer! Das hat man Saha beigebracht. Eine seltsame Verletzung verbietet der Sechzehnjährigen jede Wasserberührung. In Seahaven ist Saha deshalb eine Außenseiterin. Die Stadt an der Küste Australiens vergöttert das Meer. Wer hier nicht taucht oder schwimmt, gehört nicht dazu. So wie Saha. Doch ein schrecklicher Unfall stellt alles in Frage.
Zum ersten Mal wagt sich Saha in den Ozean. Dort entdeckt sie Unglaubliches. Sie besitzt eine Gabe, die nicht sein darf - nicht sein kann. Nicht in Seahaven, nicht im Rest der Welt. Wer oder was ist sie? Die Suche nach Antworten führt Saha in die dunkelsten Abgründe einer blauschimmernden Welt...

©2015 Arena Verlag (P)2015 Arena Verlag

Meine Meinung:

 

Andreas Eschbach ist ein Autor, der über sehr vielfältige, interessante und teilweise sehr aktuelle Themen schreibt und mich dabei noch nie völlig enttäuscht hat. Besonders fasziniert hatten mich “Das Jesus Video” und “Der Jesus Deal”, mein absolutes Lieblingsbuch (immer noch) ist “Herr aller Dinge”.

 

Langsam befasse ich mich auch mit seinen Jugendbüchern, so wie hier mit einem Mädchen, das von Geburt an anders ist als andere, im Alter von 16 Jahren etwas Ungeheuerliches entdeckt und sofort auch noch schwerwiegende Entscheidungen treffen muss, die nicht nur sie selbst betreffen. Sehr glaubhaft dargestellt ist besonders das grausame Verhalten der Mitschüler, aber auch die wütenden und teilweise unbedachten Reaktionen Sahas. Auch der Wunsch nach dem Dazugehören ist absolut begreiflich und nachvollziehbar. Doch Saha ist auch mutig.

 

Sie lebt mit ihrer taubstummen Tante in einem australischen Ort am Meer im 22. JH. Selbst findet sie sich hässlich und versucht, unsichtbar zu sein, um nicht aufzufallen, denn natürlich gibt es die Oberzicke, die sie mit ihrem Gefolge mobbt, wo es nur geht. Als Mitschüler sie in einen Pool stoßen und die vermeintliche Nichtschwimmerin dann einfach allein lassen, sie aber überlebt, wird man das erste Mal auf sie aufmerksam. Von nun an wird alles anders.

 

Die Idee ist nicht gänzlich neu, wenn ich sie bislang auch noch nicht als Jugendbuch mit wissenschaftlichem Hintergrund gesehen/lesen/hört habe, aber sie hat etwas Faszinierendes und wird gut umgesetzt. Zwar weiß der Leser/Hörer schon vor der eigentlichen Auflösung, worum es sich bei den Wunden handelt und worauf das Buch letzten Endes hinausläuft, aber selbst dieses Wissen nimmt einem nicht die Spannung.

 

Aus Sahas Sicht in der ersten Person geschrieben, wird sie von Maximiliane Häcke zu Gehör gebracht, deren Stimme wirklich gut zu dem 16jährigen Mädchen passt. Mir hat das Hörbuch gut gefallen. Ich gebe 07/10 Punkte.

 

Aquamarin

 

Bücher des Autors:

 

 

Source: sunsys-blog.blogspot.de/2015/11/gehort-aquamarin-andreas-eschbach.html
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review 2015-10-22 10:34
Alti nicht Multi
Interworld - Michael Reaves,Neil Gaiman
 „Alles hat mit Soziologie zu tun!“
Gelesen habe ich von Gaiman bisher den hübschen Band: The Sleeper and the Spindle. In Zusammenarbeit mit Chris Riddell. Und siehe da, auch Interworld aus 2009 bietet mir gleich mal einen Aha-Moment. Das Cover stammt von eben jenem Illustrator. Leider gibt es keine weiteren Bilder zu sehen, aber dafür schönes Spiel mit Größe und Schrift. Wie zum Beispiel eine halbe schwarze Seite oder in Kapitälchen ausgezeichnete Worte beim großen ICH und beim kleinen ich. Das klingt schon mal alles ganz konfus und ist es auch, denn das Leben von Joey beginnt zwar in der amerikanischen Schule, bezieht sich auf den enervierenden Soziologie-Unterricht aber wird dann ordentlich aus dem Ruder gerissen. Statt Prolog haben wir zwei Interloge - findet man auch nicht alle Tage und zusammen mit einer Serifenlosen Schrift, die mein Auge freut, befinde ich hiermit das Häppchen Lesestoff als herausragend gelungen formatiert. Bitte mehr davon!

So ein hoch gelobter Autor wie Gaiman, der gerade eben erst einen weiteren Preis im Bereich International-DPP für: "Der Ozean am Ende der Straße" eingeheimst hat, muss Qualität abliefern, daher genießt man so etwas lieber mit ein wenig Vorsicht. Unvorbelastet kann man jedenfalls kaum in die Lektüre starten. Dennoch ist nach 5 Kapiteln schon klar, dass man es hier mit viel Wortgewandtheit und geschickten Sätzen zu tun hat. Mir erschließt sich nur überhaupt nicht, was Michael Reaves als Co Autor zur Geschichte beigetragen hat.


 „Aber das war nicht alles.
Nicht um mehrere Dezimalstellen vor dem Komma.“
Joey Harker also, ein Fünfzehnjähriger der sich in seinem eigenen Haus verläuft, hat letztes Jahr das allerallerdümmste gemacht. Er hat eine Mutprobe abgelegt und ist in einem Fass den örtlichen Wasserfall hinunter gepoltert. Rumms tot. Ja, also da schon, hier nicht. Hier war es einfach nur dumm und mit 4Stichen das Bein wieder heile. Woanders hat er die Mutprobe gar nicht erst angetreten. So ist das eben im ‚Altiversum‘ - uni kann ja jeder, aber bei Jedermann sind wir hier nicht, sondern bei Gaiman/ Reaves.

Perspektivisch halten wir uns die ganze Zeit über bei Joey auf, der jetzt das erste Mal unkontrolliert wandelt und bei Josephine reinplatzt und erkennt, dass seine Mom nicht seine Mom ist aber irgendwie doch. Leider hat er aber weder die Zeit darüber nachzudenken noch zu heulen, denn ein Mann in einem Trenchcoat mit Maske, stellt sich vor als Jay, taucht auf. Und das reicht ja noch nicht, kurz drauf werden die Beiden weiter gehetzt von den Binären unter Anführer: 01101. Und Jay verliert seinen Schutzbefohlenen an die Hexe, den Quallenmann und den Tätowierten, die sich mit einem Piratenschiff nebst Segeln und Holzplanken auf den Weg ins Dazwischen-Nirgendwo machen Richtung HEX (nicht zu verwechseln mit dem Überhaupt-Nirgendwo und dem normalen Dazwischen; wobei ich ganz klar gestehe, DAS Dazwischen gehört Anne McCaffreys Drachenreitern von Pern).


 „Dies ist ein fiktionales Werk“
Kommt euch das auch alles hanebüchen vor, gar paradox? Glaubt mir, das ist es auch. Denn das ist eine Geschichte, wie ein Ritt in deinem eigenen Bett in die wilde Nacht. Und was auch immer die Autoren geraucht, getrunken oder anderweitig injiziert bekommen haben, es erinnert verblüffend an Gemälde von Dalí. Oder wie Joey es beschreibt: Eine Mischung aus Dalí, Pollock und Picasso. Darüber hinaus kann man hier Farben hören, Geschmacksrichtungen sehen und mit Katzengroßen Amöben in Seifenblasenform ‚farbisch‘ sprechen. Wenn euch das alles noch nicht reicht um euch dieses Buch anzutun, weiß ich’s auch nicht! Besser kann man es nicht machen.
Ich stand auf einem Felsbrocken, der sich anfühlte, wie frischer Oregano riecht, (…).

 
Fazit:

Alles Wesentliche und Positive habe ich benannt. Daher möchte ich mich im Fazit (eher unüblich, da man hier wohl eine Zusammenfassung erwartet) auf das Nachwort beziehen. Es ist ein kleiner erklärender Gruß der Autoren an die Leser. In dem sie erläutern, dass Michael seines Zeichens die Computer und die Technik beigesteuert hat. Ja, das hatte ich mir schon fast gedacht, korrigiert mich bitte wer, wenn ich mich irre, aber ich habe zu keinem Zeitpunkt die Arbeit zweier Autoren aus diesem Werk heraus lesen können. Das kann gut sein, das kann schlecht sein - das lasse ich dahin gestellt. Das Duo entschuldigt sich in diesem Statement, so kommt es zumindest bei mir an, dafür, dass dieses Buch eine uralte Idee beinhaltet (1995) die kein „Fernsehverantwortlicher“ haben wollte. Aus gutem Grund. Denn das ganze Buch, trotz herausragender schriftstellerischer Finesse, ist nicht mehr als ein sehr ausführliches Exposee. 

Ernsthaft, es malt den Pilotfilm zu einer echt kuriosen Serie, wegen meiner auch einer hübschen Romantrilogie, in der dieses Werk den Platz eines Vorspanns einnehmen könnte. Ich denke sogar, die Schriftart, die recht großzügig ist, sowie diverse Blankoseiten zwischen den Kapiteln, damit ein Neues auch ja brav immer auf der rechten Seite beginnen kann, haben der Übersichtlichkeit zwar gut getan, aber alles in allem das Werk ein wenig künstlich aufgebläht.
Positiv möchte ich anfügen, dass der Klappentext in Abhängigkeit zur Handlung sehr gelungen ist und wirklich überhaupt nichts von dem Preis gibt, was einen erwartet. GUT so.
Daher würde ich dieses Buch neben „Per Anhalter durch die Galaxis“ einsortieren und darauf warten, dass sich irgendwer ein Herz fasst und es verfilmt, macht’s halt zur Not nen Anime draus! Vielversprechendes Potential ist zur Genüge vorhanden. Aber als ‚Roman‘ - nein. Eine Geschichte … ja. Und sie ist zu schade um in der im Nachwort angesprochenen Versenkung zu vermodern.



Das Urteil: ___________________
Source: lesekatzen.blogspot.de/2015/10/rezension-interworld-neil-gaiman-by-key.html
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review SPOILER ALERT! 2015-09-29 09:01
[REZENSION] Ada - Im Anfang war die Finsternis - Angela Mohr (by Nika)
Ada. Im Anfang war die Finsternis - Angela Mohr

Ada - Im Anfang war die Finsternis- Angela Mohr
Arena Verlag, 2015
360 Seiten
Hardcover 14,99 €
ISBN: 978-3-401-60112-0
eBook 11,99 €

Klappentext
Ohne das Dorf gibt es kein Überleben. Draußen lauert das Verderben, und nur im Dorf bist du sicher. Das ist es, woran Ada glaubt - bis Lucaauftaucht und alles in Frage stellt. Von ihm erfährt Ada: Ihr totgeglaubter Bruder Kassian lebt! Zusammen mit Luca bricht sie jede Regel, die das Dorf jemals aufgestellt hat. Schließlich geht Ada bis zum Äußersten:Sie flieht aus der Gemeinschaft. Sie will ihren Bruder finden. Doch erträgt sie die Wahrheit, die sie jenseits des Dorfes erwartet?


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Source: lesekatzen.blogspot.de/2015/09/rezension-ada-im-anfang-war-die.html
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review 2015-07-07 07:49
Mobbing aus Sicht des Täters

Meine Meinung:
Einen ganz herzlichen Dank an Arena, für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

Die Aufmachung und Verarbeitung ist wie eigentlich immer, wirklich klasse. Schön griffig und vor allem, ganz satte Farben. Das mag ich sehr. Ebenso hat mich das Thema sehr interessiert, denn der Klappentext verriet mir, dass hier das Thema Mobbing im Vordergrund steht.

Der Schulalltag unterscheidet sich bei Jade kaum von dem, den wir alle mal erlebt haben. Entweder man gehört dazu, man gehört zu einer anderen Gruppe, oder eben nichts von beidem und schwimmt so im Fluss mit. Jade hingegen kann sich eigentlich nicht beklagen. Bis auf eine kurze Ausnahme, als ihre Freundinnen Babet und Nikki die Schule gewechselt haben, hat sie eigentlich immer irgendwo dazugehört.

Quinten ist dabei eine Konstante aus ihrer Vergangenheit, während Finn, ein Mädchen aus den Staaten, erst später hinzukommt und quasi die Lücke von Babet und Nikki schließt.

Als aber Zoë (wieder) auftaucht, wankt Jades Leben plötzlich gewaltig.

Dank ungeschönter Rückblicke lässt mich die Autorin sehen, was Jade, Babet und Nikki vor vier Jahren mit Zoë angestellt haben. Die absurden Ideen, wie sie dem schüchternen Mädchen zusetzen können, beginnen harmlos, doch von Rückblende zu Rückblende steigern sich diese Schikanen.

Und dennoch sehe ich mich damit konfrontiert, die Täterin eigentlich nicht wirklich unsympathisch zu finden, was sicherlich an dem aufwühlenden Innenleben liegt. Gleichsam möchte ich kein Mitleid empfinden. Weder gegenüber des Opfers, noch des Täters, egal in welcher Rolle sie sich aktuell empfinden.

Zoë handelt, meiner Meinung nach, komplett richtig. Zwar erfahre ich nicht, was in diesen vier Jahren ihren Wandel herbeigeführt hat, aber er ist eben geschehen und ich denke, ich würde ähnlich wie sie reagieren, wenngleich eine kleine Spur Zweifel bleibt.

Zweifel? Ja, denn sie ist nicht der klassische Täter, aber das bekomme ich am Ende dann nur allzu deutlich aufgezeigt.

Fazit:
Diese Geschichte braucht keine großen Ausschmückungen, keine verworrenen Stricke oder sonstige »special Effects«, sondern bedient sich einem einfachen Alltag und einem stets präsenten Thema: Mobbing. Dabei hat es die Autorin geschafft, beide Seiten, sowohl Opfer, als auch Täter, auf unterschiedliche Weisen darzustellen. Nichts geschönt, nichts verheimlicht. Das wiederum zwingt mich, auch noch für beide Seiten Verständnis aufzubringen – schauder.

Das einzige, was mir an dieser Geschichte nicht passen mag, ist das Ende. Plötzlich ist es da. Quasi auf dem Höhepunkt und zack, fällt der Vorhang, und es lässt mich unsicher zurück.

Das Thema hingegen, Alltag, Figuren, Rache und Hass, wurden sehr gut aufgegriffen und umgesetzt. Die Message hingegen zeigt sich nicht auf den ersten Blick. Was heißt, es ist kein Buch zum einfach »Runterlesen«, sondern ich muss es arbeiten lassen, um es wirklich ganz zu verstehen.

Von daher wirklich empfehlenswert.

Source: lesekatzen.blogspot.de/2015/07/rezension-denkzettel-wenn-dein-albtraum.html#more
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