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review 2016-04-29 21:05
Eine lustige Geschichte von Magie und Mord
Die Flüsse von London - Ben Aaronovitch,Karlheinz Dürr

"Die Flüsse von London" ist in meinen Augen ein wunderbares Buch - spannend, einfallsreich und vor allem urkomisch. Für Fantasyfreunde, die auch britischem Humor zu schätzen wissen, definitiv ein Muss!

 

Der Autor wartet mit einer Vielzahl von übernatürlichen Wesen auf, von Flussgöttern über Vampire bis hin zu Wiedergängern und Geistern. Die magische Welt verbirgt sich sozusagen hinter der Kulisse der normalen Welt, und der Muggl... äh, gewöhnliche Mensch auf der Straße hat nicht den geringsten Schimmer davon, dass es auch bei der Polizei eine Einheit gibt, die sich mit magischen Verbrechen beschäftigt. (Wobei diese Einheit zur Zeit allerdings aus nur zwei Personen besteht.)

 

Ben Aaronovitch greift augenzwinkernd die üblichen Klischees des Genres auf, indem er Peter Grant zu seinem Helden macht, einen jungen Constable, der quasi über diese magische Welt stolpert und sich unversehens als völlig ahnungsloser Zauberlehrling wiederfindet - was er sich dann doch irgendwie spannender und glamouröser vorgestellt hat als tagelang ohne Erfolg den gleichen Zauberspruch zu üben oder aus Versehen reihenweise Äpfel explodieren zu lassen.

 

Peter war mir direkt unheimlich sympathisch. Er ist witzig, intelligent, mutig, kann auch mal um die Ecke denken, und er ist der typische Underdog. Zu Beginn des Buches ist er gerade fertig mit der Ausbildung und möchte unbedingt zur Mordkommission, soll aber stattdessen an einem Schreibtisch seinen beruflichen Alltag fristen. Da kommt es ihm eigentlich gerade recht, dass ausgerechnet er einem Geist begegnet, der als Augenzeuge einen Mord beobachtet hat. Ich habe oft gelacht, denn Peter berichtet über seine diversen kleinen und großen Misserfolge mit trockenem Humor.

 

Zitat:
"Wir übten eine Stunde lang weiter, und am Ende konnte ich tatsächlich Feuerbälle erzeugen und abfeuern, die mit der atemberaubenden Geschwindigkeit einer Hummel durch den Schießstand flogen, die ihr Tagessoll an Nektar gesammelt hat und sich nun auf dem Rückweg ein bisschen die Landschaft anschaut."

 

Übrigens fand ich auch schön, dass Ben Aaronovitch mit Peter mal einen farbigen Protagonisten erschaffen hat! Das liest man ja doch eher selten.

 

Auch die anderen Charaktere fand ich wunderbar geschrieben, da hat wirklich noch der unwichtigste Nebencharakter ganz viel Persönlichkeit. Peter, sein neuer Vorgesetzter / Meister Nightingale und seine Kollegin Lesley May geben trotz vieler Pleiten, Pech und Pannen eigentlich das perfekte Team ab, denn sie sind grundverschieden und ihre Stärken und Schwächen ergänzen sich sehr gut.

 

Zitat:
"Lesley und ich sprangen sofort aus dem Auto, womit wir unter Beweis stellten, dass wir nicht mal die Grundlagen der Beschattung beherrschten. Dann fiel uns doch noch ein, dass unauffälliges Verhalten das Gebot der Stunde war, und wir brachen abrupt in lässiges Geplauder aus."

 

Meiner Ansicht nach ist es eine hohe Kunst, ein so lustiges Buch zu schreiben und dennoch eine Geschichte zu erzählen, die glaubhaft ist, den Leser dazu einlädt mitzufühlen und dabei auch noch Spannung erzeugt, aber mit "Die Flüsse von London" ist Ben Aaronovitch dieser Geniestreich gelungen, und er braucht sich hinter den Meistern dieser Kunst, wie Douglas Adams oder Terry Pratchett, nicht zu verstecken. Ich konnte das Buch kaum mal weglegen!

 

Den Schreibstil finde ich fantastisch, denn er hat eine ganz eigene, unverwechselbare Stimme und schildert dem Leser so kunterbunt, was passiert, dass der sich immer alles ohne Probleme bildlich vorstellen kann.

 

Fazit:
Die Handlung in einem Satz: Ein frisch gebackener Polizist begegnet einem Geist, der einen Mord beobachtet hat, wird zum Zauberlehrling, muss ein teufliches Puppenspiel verhindern und ganz nebenher noch den Machtkampf zwischen zwei Flussgöttern schlichten.

 

Wem würde ich dieses Buch empfehlen? 1) Lesern, die Fantasy mögen. 2) Lesern, die britischen Humor mögen. 3) Lesern, die Krimis mögen. Denn "Die Flüsse von London" ist eine originelle, rasante Mischung dieser drei Dinge, und das macht einfach Spaß. Man könnte höchstens mal schief angeschaut werden, wenn man in der Öffentlichkeit laut mit dem Lachen herausplatzt.

Source: mikkaliest.blogspot.de/2016/04/die-flusse-von-london-peter-grant-1-von.html
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review 2015-10-19 16:36
Die Flüsse von London - Ben Aaronovitch,Karlheinz Dürr

 

 

 

 

Alles begann an einem kalten Dienstag im Januar, morgens um halb zwei, als Martin Turner, Straßenkünstler und nach eigenen Worten Gigolo in Ausbildung, vor der Säulenvorhalle von St. Paul's am Convent Garden über eine Leiche stolperte. 

 

 

Gern ist von einem Vergleich mit Harry Potter die Rede. Das einzige, was die Werke gemein haben ist, dass es um Zauberer geht und sie in Großbritannien spielen. Aber irgendwie muss man die Werbekurbel wohl in Schwung bringen und den Leuten das Buch schmackhaft machen. Die Flüsse von London sind gut. Wirklich gut. Ich habe diesen ersten Teil der Reihe nun schon zum zweiten mal gelesen und es tat dem Buch keinen Abbruch. Was für es spricht, da manche Werke nur einmal interessant sind. Jetzt war die Lektüre nicht mehr ganz frisch und neu, aber es konnte mich wieder fesseln. Ein lebhaftes London als Setting, ein spannender kriminalistischer Plot. Die Art, wie Aaronovitch die Themen Magie und Zaubern aufgreift, wie er alte Legenden und neue Ideen zu einem stimmigen Gesamtbild verwebt. Phantastische Elemente in einer realen Stadt, dass ist für mich gelungene Urban Fantasy.  Besonders positiv aufgefallen sind mir seine Erläuterungen zu moderner Polizeiarbeit. Eine Abwechslung zu allen TV-Supercops und diversen schwer depressiven Kommisaren mit einem Rattenschwanz an psycho-sozialen Problemen. 

 

 

"Keine Angst, es ist im Grunde genauso wie hier auf dem Land", sagte ich. "Nur eben mit mehr Leuten."

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text 2015-09-26 21:24
Die Flüsse von London - Ben Aaronovitch,Karlheinz Dürr

Feldausrüstung für Gespensterjäger: 

 

warme Jacke;

Thermounterwäsche (extrem wichtig);

Thermosflasche;

Geduld;

Gespenst.

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text 2015-04-01 09:01
Unterm Strich... der März
Grauwacht: Roman - Robert Corvus
Die Flüsse von London - Ben Aaronovitch,Karlheinz Dürr
Schwarzer Mond über Soho - Ben Aaronovitch,Christine Blum
Harry Potter Und Der Orden Des Phönix - Rufus Beck,J.K. Rowling
Bibliomania - Steven Gilbar

Langsam aber sicher kann ich einen leichten Aufwärtstrend in meinem Leseverhalten verzeichnen: Vier Bücher habe ich in diesem Monat gelesen und dazu noch das Hörbuch zum fünften Harry Potter-Teil beendet.

Eine ganz neue Erfahrung war Grauwacht, da ich mich zuvor noch nie großartig mit Science Fiction auseinandergesetzt hatte. Aber das Buch war wirklich gut und ich hab es gerne gelesen. Während Bibliomania mehr ein kurzes Intermezzo für Zwischendurch ist, bei dem man einfach nach Lust und Laune mal was nachlesen kann, habe ich mich längerfristig mit den Fantasy-Krimis um den Polizisten Peter Grant beschäftigt bzw. tue es noch - den dritten Band werde ich wohl in den nächsten Tagen beenden. Auch wenn ich die Story manchmal etwas verwirrend finde, ist der witzige Schreibstil einfach klasse und die Charaktere echt sympathisch und schräg. So kann es auf jeden Fall weiter gehen.

Ich wünsche euch noch ein schönes Osterfest und einen tollen April!

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text 2014-06-15 07:44
Die besten Zitate aus "Die Flüsse von London"
Die Flüsse von London - Ben Aaronovitch,Karlheinz Dürr

Fragen Sie mich bitte nicht, woher ich weiß, wie ein Smokingjackett aus der Zeit König Edwards aussieht - sagen wir einfach, dass es etwas mit Doctor Who aus der TV-Serie zu tun hat und belassen wir es dabei.

(Seite 32)

 

"Also gibt es wirklich Magie", sagte ich. Und Sie sind ... was denn nun?"

"Ein Zauberer."

"Wie Harry Potter!"

Nightingale seufzte. "Nein, nicht wie Harry Potter."

"Wieso nicht?"

"Ich bin schließlich keine fiktive Romanfigur", antwortete er.

(Seite 59)

 

"Und du weißt auch, dass es beim Jazz darum geht, um eine Melodie herum zu improvisieren?"

"Ich dachte immer, man singt über Käse und wie man die Hosenträger festmacht."

(Seite 67)

 

Ich hatte Lesley angeboten, ein paar unbezahlte Überstunden zu machen, doch seltsamerweise hatte sie abgelehnt.

(Seite 68)

 

Ich denke immer, es ist wichtig, den Vorgesetzten nicht mit Informationen zu belasten, die er nicht benötigt.

(Seite 70)

 

"Wenn Sie es übertreiben, hat das Konsequenzen."

Das klang gar nicht gut, daher fragte ich: "Welche Art von Konsequenzen?"

"Hirnschlag, Herzanfall, Aneurysma ..."

"Und wie merke ich, dass ich es übertrieben habe?"

"Wenn Sie einen Hirnschlag, Herzanfall oder ein Aneurysma bekommen", antwortete Nightingale.

(Seite 171)

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