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review 2016-07-11 13:25
Der Sound meines Lebens - Eine 2. Chance
Der Sound meines Lebens: Roman - Jonathan Tropper

Was ist schlimmer als ein Looser zu sein?
ZU wissen das man ein totaler Versager ist. Ich hänge ihr mit meinen 2 Kumpels in einem "Hotel" rum, und bemitleide mich selber, meine besten Tage sind vorbei, ich bin seit 7 Jahre geschieden, doch ich liebe diese Frau noch immer, auch meine Tochter hab ich lange nicht mehr gesehen, denn sie will nichts mehr von mir wissen. Würde ich wohl auch noch wollen wenn ich so ein Vater hätte wie mich.

Doch wie das Leben manchmal so spielt, hält es ab uns zu doch noch ein kleines Leckerli bereit. Dieses Leckerli ist meine Tochter, sie taucht völlig unverhofft bei mir auf, mit der Offenbarung das sie Schwangersei. Ich wittere natürlich gleich die Möglichkeit einige Fehler ausbügeln zu können und möchte für sie da sein. Doch das Leben, diese Sau, macht mir auch gleich wieder einen Strich durch die Rechnung denn sie schenkt mir ein Aneurysma und die Aussicht auf den Tot wenn ich mich nicht operrieren lasse...

Der Anfang...

    Es ist Dienstag. In wenigen Wochen wird seine Frau heiraten, und in ein paar Tagen wird Silver zu dem vorläufigen Schluss gelangen, dass das Leben nicht mehr unbedingt lebenswert ist, wenn man so versagt wie er. Es ist ziemlich genau sieben Jahre und viel Monate her, seit Denise sich vom ihm scheiden liess, und rund neun Jahre, seit er und seine Band, Bent Deisies, ihr erstes und letztes Album veröffentlichten und mit ihrer einzigen Hitsingle "Rest in Piece" über Nacht zu Rockstars wurden.


Meine Gedaken zum Buch
Wie immer geh ich natürlich als erstes auf das Cover ein. Dieses gefällt mir wirklich gut, es ist schlicht, und doch recht passend. Auch wenn ich mit dem Titel vielleicht nicht ganz sooooo zufrieden bin. Der Originaltitel passt viel besser und weckt auch gleich ne ganz andere Assoziation. "One Last Thing before I Go" lässt dass das Ende auch nicht so unpassend zurück wie beim deutschen Titel. Hingegen beim Cover gefällt mir die deutsche Ausgabe besser.

Der Schreibstil von Jonathan Tropper ist wie immer direkt, frisch von der Leber, dennoch voller Witz und Sarkasmus. Und doch mit vielen leisen und einfühlsame Töne. Man kommt gleich in die Geschichte rein und kann flüssig durch die Seiten lesen.

Aber wichtiger ist ja die Geschichte, Weilche mir wieder sehr gut gefallen hat. Auch dieses mal hat der Protagonist ein riesen Päckchen zu tragen. Denn Silvers Leben verlief ganz anders als er sich das gewünscht hat. Zwar hatte er ein kurzes Hoch mit seiner Band vor 9 Jahren. Sie wurden praktisch über Nacht zu Rockstars aber nach dem ersten und gleich letzten Album passierte nichts mehr. Dazu ging seine Ehe mit seiner grossen Liebe in die Brüche und seit da wandelt er fast schon zombimässig durch sein Leben, ohne grosse Ereignisse. Seine Tochter sieht er auch nicht mehr, einfach weil er sie verschonen will. So ein mieser Vater wie ihn braucht kein Kind. Zusammen mit seinen beiden Kumpels Oliver und Jack wohnt er in einem "Dauerhotel", trauert seiner Vergangenheit nach und spendet jeden Dienstag seinen Samen, um etwas Geld zu verdienen. Dazu ab und an total unbedeutenden Sex, denn Frauen zieht er auch nicht mehr an so wie früher. Es ist ihm bewusst das er ein Versager ist und eigentlich auch keinen grund mehr darin sieht weiter zu Leben. Da kommt ihm sein neu erworbenes Aneurysma grade gegen, denn das wird seinem erbärmlichen Leben ein Ende bereiten.

Tja, Silver hat aber diese Geschichte ohne seine Tochter geplant, denn diese steht plötzlich vor ihm und beichtet das sie schwanger ist. Grade 18, und ungewollt schwanger und da kommt sie all die Jahre auf die Idee zum ihm zu kommen. Er nimmt sich vor für sie da zu sein. Doch so einfach ist des nicht denn dies bringt eine ganz menge mehr in Bewegung, so das er plötzlich wieder Hoffnung hat und ein Licht am Ende des Tunnels sieht. Er will ein besserer Mensch werden, ein besserer Vater sein und ... er will Leben...

Ich liebe wie Jonathan Tropper seine Figuren beschreiben kann. Es sind Menschen mitten aus dem Leben. Genau so jemand könnte man auf der Strasse treffen, zum Freund haben. Mit all seinen Problemen. Silver ist an sich selber gescheitert, und doch mochte ich ihn gleich vom ersten Augenblick. Seine Gedanken sind völlig menschlich, seine Ängste und Sorgen, aber auch seine Hoffnungen... Auch seine Tochter Casey ist gut ausgearbeitet mit all ihren widersprüchlichen Gefühlen und Gedanken gegenüber ihrem Vater und auch seine Ex kann man gut verstehen. Und natürlich auch ihr neues Freund Rich.

Dies ist eine Geschichte über den Makrokosmos Familie. Es geht um Verlust, Trauer und Ängste, aber auch Hoffnung und über die Erkenntnis was das Leben, lebenswert macht. Und es geht über um den Sinn des Lebens.

Mein Fazit
Sicher nicht nur ein Buch für Männer, wobei es sicher bei denen gut ankommen wird, denk ich mal. Ich kann das Buch jedem empfehlen, vielleicht eher etwas älteren Lesern, so ab 30, da es doch Themen sind die meist vorher nicht wirklich relevant sind. Ich kann nur sagen, mir hat das Buch wirklich super gefallen.

Danke Herr Thropper, immer wieder gerne ;)

 

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review 2016-02-09 10:54
Und Gott sprach: Der Teufel ist auch nur ein Mensch! - Ach ja?
Und Gott sprach: Der Teufel ist auch nur ein Mensch! (Die Jakob Jakobi Bücher) - Hans Rath

Zur Geschichte
Wisst ihr noch? Vor genau 3 Jahren, zu gleichen Zeit? Kurz vor Weihnachten? Immer noch nicht? Nun, da traf ich doch diesen wahnhaften Typen, dem ich mich angenommen habe, der behauptete Gott zu sein. Abel Bauman war sein Name.
Jetzt?
Endlich!

Also, bis heute zweifle ich noch immer daran ob dieser Mann wirklich wahnhft oder doch Gott war. Jaja, ich weiss schon, ich bin Psychiater. Ich sollte es wissen. Nur, ich bin einfach weder vom einen, noch vom anderen 100% überzeugt. Egal, darum geht es jetzt nicht.

Wir haben jetzt wieder kurz vor Weihnachten. Es schneit, es ist kalt, vieles hat sich verändert. Ich bin geschieden wie ihr ja wisst und doch befreundet mit meiner Ex und ich hab eine Affäre. Jaja, auch dass weiss ich. Aber wir sind alle Erwachsen, oder etwa nicht? Jeder muss für sich entscheiden was richtig ist oder eben nicht, aber auch darum geht's hier nicht, ich schweife schon wieder ab...

Also, die agnze Situation erinnrt mich an den Tag, an dem ich Abel Baumann traf. Ne, ich hab ihn seit damals nicht mehr gesehen noch was von ihm gehört. Komisch, wenn er doch Gott wäre dann... Egal. Gestern quatschte mich ein Anton Auerbach an. So weit so gut. Doch irgendwie muss dieser Abel Bauman kennen, oder, es ist ein schlechter Scherz, oder ... Ach keine Ahnung, auf alle Fälle teilen die zwei sich die selbe Wahnsvorstellung. Nur das Anton behauptet der Leibhaftige, der Teufel zu sein. Ja ja... ich weiss, lass dich nicht mehr mit solchen Menschen ein. Ich sollte es wirklich besser wissen aber irgendwie bin ich auch neugierig. Das Beste kommt ja erst noch!

Er will meine Seele kaufen!! Können sie sich das vorstellen? Ähm, auch wenn er der Teufel wäre, nur mal so angenommen, würde ich meine Seele nie und nimmer, für nichts und kein Geld auf dieser Welt verkaufen. Das musste er gestern auch schon lernen, nur, jetzt hab ich den an der Backe. Ob ich ihn therapieren und ihm klar machen kann das er NICHT der Teufel ist?

Ich glaube so leicht wird das nicht werden...

Anfang...
"Glauben sie eigentlich an den Teufel, Dr. Jakobi?"
Gute Frage. Mal überlegen. An einen feuerroten Superschurken mit Hörner und einem Dreizack glaube ich schon mal nicht. Und dass man seiner Sünden wegen über dem Fegefeuer gegrillt wird, halte ich auch für ein Ammenmärchen. Gut möglich aber, dass es eine Hölle gibt.



Meine Gedanken zum Buch
Ich hab mich ein Jahr gefreut auf diesen 2. Band. Tja aus dem Jahr wurden dann halt 2 *gg* Aber ich wurde nicht enttäuscht. Das Cover passt natürlich zum 1. Teil, nur das es dieses mal in Rot gehalten ist und nicht Gott auf dem Cover mit Jakob zu sehen ist sondern der Teufel höchst persönlich. Auch der Schreibstil, der Humor und das bissige ist im Buch erhalten geblieben. Ich mag den Schreibstil von Hans Rath wirklich sehr und ich freu mich mega auf den 3. Teil. Der muss aber noch bis zum Herbst warten, denn ich werd mir da auch das TB holen.

Die Geschichte um Dr. Jakobi geht 3 Jahre später weiter. Es ist ebenfalls kurz vor Weihnachten, es schneit. Nur das die Ausganslage etwas besser daher kommt. Er ist zwar immer noch geschieden, aber die Praxis läuft. Er ist kein Singel mehr, meistens auf alle Fälle nicht, ausser seine Affäre macht grade wieder mal schluss... Eine on off Affäre ist anstrengend aber dennoch will er sie selber nicht beenden, noch nicht. Mit seiner Ex kommt er gut aus und so gehts ihm eigentlich recht gut, auf alle Fälle wehsentlich besser als vor 3 Jahren. Tja, bis eben dieser Anton Auerbach auftaucht der behauptet der Teufel zu sein und grosses Interesse hätte an seiner Seele. Dieser tut wirklich alles um an diese zu kommen, doch Jakob will für nichts auf der Welt seine Seele hergeben. Nicht mal als der Teufel im 100 Millionen dafür bietet.

Wie schon damals ist er sich nie sicher ob es nun einfach ein wahnhafter Patient ist, oder doch das Böse in Person. Er erinnert sich an die Sache mit Abel Baumen, schliesslich ist er bis heute nicht sicher ob dieser nicht doch Gott war. Egal, er sieht die Sache erst mal aus der psychiatrischen Seite, doch schnell wird ihm klar das er mit dem üblichen blabla und der Logik eines Psychiaters bei ihm nichts ausrichten kann. Auch als er versucht ihn los zu werden, denkt der Teufel nicht daran ihn einfach so gehen zu lassen, das Spiel verhärtet sich, wird schmutzig und Jakob versucht verzweifelt aus dem Schlamassel raus zu kommen.

Auch dieses mal finde ich die Geschichte gelungen, es geht nicht darum mit Moralfinger in der Luft zu wedeln. Es geht um die Sicht der Dinge im Ganzen. Und es regt einfach wieder zum nachdenken an. Wie viel Wert wäre dir deine Seele, für was würdest du deine Selle an den Teufel verkaufen. Kann man sie eigentlich verkaufen? Egal was du dir wünscht, er würde nur mit den Fingern schnippen, und deine Wünsche wären erfüllt? Wäre es Geld? Macht und Ruhm? Den Hunger von der Erde vertreiben und wass wenn du deine Wünsche erfüllt bekämst, was würde dann passieren? Was wären die Konsequenzen? Gäbe es die überhaupt? Oder, würdest du wie Jakob daran zweifeln das es den Teufel gibt? Oder eben Gott, egal welche Beweise du hast?

Jakob ist mir wirklich sympatisch, obwohl er eigentlich nichts dazu gelernt hat seit Abel Baumann, denn er ist ein Zweifler geblieben. Obwohl, vielleicht ein klein wenig weniger, als er es davor war. Auch der Teufel fand ich sehr amüsant. Nicht nur weil er nicht dem Klischee vom fiesen, gemeinen Typen entspricht, mit Hörenern und so weiter, sondern weil er menschlich ist. Nur mit einem anderen Job *gg* Er ist einnehmend, charmant, manchmal etwas schmierig und trotzig aber eben, menschlich.

Mein Schlussfazit
Eine wirklich gelungene Fortsetzung, die uns wieder drüber nachdenken lässt ob es Gott und den Teufel gibt und wenn ja, in welcher Form. Gibt es Gut und Böse? Oder sind das nur 2 Seiten einer Medailie? Braucht es beides oder sind wir Menschen dazu verdammt mit beiden Seiten dieser Geschichte auskommen zu müssen? Egal wie man es dreht und wendet, auch wenn man es nur als Unterhaltungsliteratur ansehen mag, dann ist die Geschichte einfach toll zu lesen.

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review 2015-10-18 13:51
Blutriegel Kurzer Einblik ins Tourleben
Blutriegel - Manuel Knobel
Tja, ich bin Torben, der Tourmanager von Blutriegel. Ich hab der Band hier grade eine kleine Tour durch Deutschland verschafft. Ehrlich? Ich weiss aber nicht ob ich das nicht jetzt schon bereuen soll, denn mit den Jungs ist es nicht ganz einfach. Ich muss mir einfach immer gut zu reden und Priester, Elvis und Strauss machen lassen, so gut es eben geht.
 

 

Erster Satz

Strauss war wie immer zu spät, also trugen Priester und Elvis alle Instrumente ohne ihn runter zum pinken Bus. 
 

Was ich über das Buch denke

Also als erstes muss man sich nicht irritieren lassen was den Titel des Buches angeht. Der bezieht sich nämlich auf die Band in diesem Buch, die eben Blutriegel heisst. Ok, ist spezielle, aber es gibt ja viele spezielle Namen was Bands angeht. Das Cover find ich toll, denn es ist schlicht und so was gefällt mir zur Zeit ganz gut bei den manchmal wirklich zum teil hässlichen Covers die rum schwirren. 
 
Aber nun zum Schreibstil von Manuel Knobel. Und ehrlich, schon hier muss ich mich anstrengen wie ich das sagen soll. Ich würde ihn als schlicht bezeichnen, was eigentlich nicht schlecht sein muss, aber hier hätte es sehr wohl mehr Witz vertragen und vor allem mehr Text. So kam mir das Büchlein eher vor als wäre es ein besserer Aufsatz. 
 
Was die Geschichte betrifft, auf grade mal 97 Seiten wird die 2 wöchige Tour der Band erzählt. Und da kann man sich gut vorstellen wie kurz die 20 Kapitel sind (4.85 Seiten) und wie viel sie preisgeben. Nämlich viel zu wenig. Der Autor schildert darin einfach ein kleinen Ausschnitt des Bandtages. Ich meine doch zu ahnen das so ein Tag doch sehr viel mehr zu bieten hat, auch wenn man all die Klischee behafteten Themen weg lässt. Oder etwa nicht. Ich mein, da hocken 4 Menschen 2 Wochen ständig auf engstem Raum zusammen und dann passiert so wenig? Etwas unglaubwürdig. 
 
Die Geschichte spielt im Jahre 1998 wo sich die blutjunge schweizer Band Blutriegel auf den Weg macht 10 Konzerte in 10 Lokalitäten zu geben. Meist total miese und runtergekommene Löcher. Zuschauererzahl bis zum Ende der Tour mehr als unterirdisch und doch scheinen die Jungs meistens Spass zu haben, wenn sie sich nicht grade am Anmzicken sind. Wüsste man es nicht besser, hätte das Buch von eine Girlgruppe handeln können. Denn Strauss, der Bassist der Truppe, ist gelinde gesagt etwas ungeschickt und nervt ständig mit seiner filmerei. Der Schlagzeuger Elvis, ja der heisst wirklich so, hat nicht grade einen fröhlichen Charakter, Ausraster sind da vorprogrammiert und dann bleibt noch der Sänger der Band, Priester. Er ist es, der immer wieder versucht das ganze zusammen zuhalten. Nebst den Zwischenmenschlichen Problemen haben sie auch angst um ihr Transportmittel, der pinke Bus. Der ruckelt und fährt echt nicht ganz rund, man muss ständig rechnen das der Bus irgendwo im Nirgendwo stehen bleibt, spätestens dann als man falsch tankt. Super... Ehrlich, ich hätte die schon lange stehen lassen und wär nach Hause.
 
Es klingt wirklich nach einer witzigen Geschichte, aber leider kann ich mich all den positiven Meinungen nicht anschliessen. Ich fand die Story weder witzig noch spannend. So leid es mir tut. Es gab grade mal eine einzige Stelle die mich zum lachen gebracht hat. Und das ist zu wenig, denn es hätte so viel mehr Potential. 
 

Fazit

Leider eine viel zu kurze und Geschichte über das sicher spannende Tourleben. Mit viel Potential nach oben.
 
 
Wer sich gerne weiter erkundigen möchte über das Buch, hier geht es zum Blog, da findet ihr noch andere Meinungen und vor allem ein Paar Ausschnitte aus dem Buch.
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review 2015-03-01 14:19
Ich und die Menschen - Eine philosophische Geschichte
Ich und die Menschen - Matt Haig
Hallo, meine Name ist... Eigentlich habe ich keinen Namen, denn in unserer Zivilisation ist das Individuum nicht wichtig. Aber hier, auf der Erde, nehme ich die Platz von Andrew Martin, einem Mathematikprofessor, ein. Ich habe eine leichte Aufgabe, eine total logische... Eigentlich eine Rein-Rausaufgabe. Ich muss den Beweis und alle die davon Wissen vernichten. Warum? Nun weil der Professor etwas rausgefunden hat das die technische Entwicklung sehr drastisch vorantreiben wird, doch das ist nicht gut. Nicht für die Menschen, und nicht fürs Universum... Also bleibt nur eine logische Lösung... Beweise vernichten, ja auch Menschen. ein verschwindend kleines Opfer für das grosse Ganze. 
 
Tja... so dachte ich auf alle Fälle, aber hier auf Erden tickt wohl alles etwas anders... 
 
Erster Satz:
Hallo, Mensch. Wie geht es dir? 
 

Meine Meinung

 
Dieses Buch hab ich gesehen, und wusste ich muss es haben. Nicht nur das mich das Cover mehr als nur Angesprochen hat, auch der Titel machte mich sehr neugierig, und als ich die ersten beiden Sätze des Klappentextes gelesen habe, musste es einfach mit. Ich bin ja sonst gar nicht der Coverkäufer. Klar finde ich schöne oder auch spezielle Cover toll, und ich kann mich wirklich an manchen kaum satt sehen aber sie sind nicht der Ausschlaggebende Punkt der mich zum Kauf animiert. Sonst hätte ich wohl eine Tonne mehr Bücher hier auf meinem SuB. Aber nun zum wesentlichen...
 
Ich finde den Originaltitel wie auch den Deutsche sehr passend. Da gefallen mir wirklich beide. Ob einfach nur "Die Menschen" oder eben "Ich und die Menschen", man weiss worum's geht, um uns. Und das Cover, schlicht in Blautönen gehalten, zeigt wie "Andrew vom Mond aus auf die Erde schaut. Es ist sicher nicht sein Heimatplanet denn der liegt unendlich weit weg von uns. Aber, es zeigt eben genau um was es geht... Die Sicht auf die Menschen von Aussen. Na ja, so seh und interpretiere ich es ;)
 
Der Schreibstil von Matt Haig ist locker, flüssig, witzig, melancholisch, kindlich, naiv und vieles mehr, aber was er sicher auch ist, sehr philosophisch. Nein, nicht schwierig, jeder kann es verstehen, wenn er oder sie mit denkt, sein Herz offen behält, und sich selber mal hinterfragt und manchmal auch ehrlich sein kann zu sich selber. Ich und die Menschen ist in Ich-Form geschrieben, was natürlich zu folge hat, das man sich schnell in den Professor identifizieren kann. 
 
Die Geschichte hat mich nach den ersten par Sätzen gleich gepackt. Denn es gibt keine Vorgeschichte in die man sich erst reinlesen muss, man startet gleich an jenem Tag, oder besser der Nacht, als der Ausserirdische hier ankommt und die das Leben des Professors übernimmt. Seine Aufgabe nämlich ist folgende... Andrew Martin's Lösung eines mathematischen Problems, Theorie oder wie man's nennen will, zu vernichten. Und auch alles damit zusammenhängende. Wie Schriftstücke wo die Formeln drauf stehen, und alle Menschen, die davon wissen. Denn die Menschen sind noch nicht bereit dazu, diesen sich daraus erfolgenden technischen Fortschritt zu  bedienen. 
 
Die Aufgabe scheint wirklich leicht zu sein. Doch je länger er hier auf erden ist, sich mit den Menschen auseinander setzt, je schwieriger wird es für "Andrew" seine Aufgabe zur Zufriedenheit seiner Zivilisation zu erledigen. 
 
Menschen sind nicht einfach nur böse, dumm, einfältig und gewalttätig. Es gibt so viele andere Dinge die den Menschen ausmacht. Für ihn ist das sehr interessant und spannend, denn bei seiner Spezies zählt nur die Mathematik. Sie ist alles was zählt. Sie ist unverfälscht und rein. Es gibt all die Probleme zwischenmenschlicher Existenz nicht. Aber genau das lässt Andrew sich verändern... 
 
Auch wenn der Protagonist ein Ausserirdischer ist, wächst er einem sehr schnell ans Herz, denn trotz seiner aus der Distanz wirkenden Kälte, ist er überaus herzlich, weil sein verhalten an ein Kind ähnelt das noch einen total unverdorbenen Blick auf die Welt hat. Aber genau dieser Blick deckt unsere "Schwächen" und "Stärken" auf. Gnadenlos... Was also macht den Menschen aus, uns Menschen? Wissen wir das überhaupt selber noch? Oder sind wir so besessen von Geld, Fortschritt und Macht? 
 
Das Buch regt zu nachdenken an, mich auf alle Fälle und es gab so viele schöne Stellen die ich hätte zitieren können aber ich musste mich auf 2 beschränken... 
 
Wem das Buch "Und Gott sprach: Wir müssen reden!" gefallen hat, dem wird dieses Buch sicher auch gefallen. Ich kann es uneingeschränkt eigentlich jedem empfehlen. Wer gerne aber erst mal einen Eindruck bekommen möchte von der Geschichte man sich gerne in die kurze Leseprobe versenken ;)  

Matt Haig hat zu seiner Geschichte folgendes gesagt, was eigentlich treffender nicht sein könnte: 

Ein solches Buch werde ich niemals wieder schreiben können.

Es beinhaltet alles, was ich über unser seltsames und erschreckendes und wundervolles Dasein denke. Es ist mein Versuch zu zeigen, dass es bei all dem Schmerz, der mit unserer Existenz einhergeht, Dinge gibt, für die es sich lohnt, auch das Dunkle zu ertragen.

Es ist meine knapp 73 000 Wörter lange Botschaft an mein eigenes selbstmordgefährdetes 24-jähriges Ich. Eine Werbebroschüre für das Menschsein. Die ich geschrieben habe, um, während ich hier und lebendig bin, festzuhalten, was es so besonders macht, hier und lebendig zu sein. Quelle | dtv

 

Meine Fazit

herzlich, philosophisch und witzig
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review 2014-07-08 11:25
Rückblick aufs Leben
Das Leben ist ein listiger Kater - Marie-Sabine Roger,Claudia Kalscheuer
Salut à tous, ich hoff doch besser als mir? Denn ich liege hier im Krankenhaus nach einem Unfall, an den ich mich nicht mal mehr erinnern kann. Und was macht man als alter Sack, mit Aussicht auf mehere Wochen Krankenhausaufenthalt? Genau... man lässt sein leben Revue passieren. Ach ja, ich bin übrigends Jean-Pierre, Rentner, Witwer und ziemlich alleine. Und doch... mir gehts gut, würde ich mal so sagen. Abgesehen von dem Frass hier und das die Privatsphäre deutlich missachtet wird, kann ich eigentlich nicht klagen, denn, ich lebe noch! 
 
Erster Satz: 
Ich will ja nicht angeben, aber so mit sechs, sieben Jahren hatte ich in Sachen gesetzlich verbotene Straftaten schon einiges ausprobiert. 


Meine Meinung


Ich find das Cover wirklich süss, und vor allem mal erfrischend. Der Titel... Hm... Ja... Oky. 
 
Der Schreibstil der Autorin find ich wirklich total angenehm, er ist witzig, ehrlich und vor allem so einfach. Er spiegelt Jean-Pierre's Charakter total gut. Ich kann den kleinen Franzosen wirklich vor mir im Krankehausbett liegen sehen, mit mürrischen oder doch freche grinsendem Gesicht. Man merkt gar nicht wie schnell man durch die Seiten liest, denn plötzlich ist das Buch einfach fertig... 
 
Was die Geschichte angeht, sie ist total realistisch. Das kann wirklich jedem passieren. Du gehst raus, wachst in einem Krankenhaus auf wo man dir sagt das dich jemand aus der Saine gefischt hat wo du reglos rum getrieben bist. Man findet raus das es Unfall mit Fahrerflucht ist aber du, du selber hast keine Ahnung mehr was du da wolltest, geschweige den woher du gekommen bist oder du hin gehen wolltest. 
 
Jean-Pierre erzählt uns sein Leben, aus seiner Kindheit, seinem Beruf und den Ehejahren. Mit sich im Reinen geht er selber auch für sich alles noch mal durch, hadert nicht mit sich, mit dem Leben, noch mit den fehlern die er begangen hat, sondern nimmt sie an. Und was mir gefällt, er ist noch ganz gut im Kopf beisammen, er reflektiert auch noch jetzt sein Handeln, seine Gedanken, was man bei manchen alten Menschen nicht mehr behaupten kann, sie beharren auf ihre Sicht der Dinge und sind so völlig verstockt und unzufrieden. Mit allem. Ihm kann und wird das so lange er noch zu leben hat wohl nie passieren, denn immer offen für Neues zu sein heisst auch mit offenem Herzen durchs Leben zu gehen. Auch in dem Alter ist er noch bereit neue Menschen kennen zu lernen, auch wenn er manchmal etwas griesgrämig ist, vor allem wenn man einfach kommt ihm sein Laptop "klaut". 
 
Ich hab mich öfters beim lesen ertappt wie ich mir vorstelle an seinem Krankenbett zu sitzen, mit ihm zu reden, ihm zu zuhören, mit ihm zu lachen. Er ist witzig, Schlagfertig und hat einen herrlich trockenen Humor. Von ihm können wir viel Lernen, die Liebe zum Leben. Egal in welcher Situation man ist, solange man atmet, lebt man!! Und wenn man, egal in welchen Momenten auch immer, das beste daraus macht, kann es nur gut sein und gut kommen! Ob ich auch mal so weise sein werde? 
 
Die Autorin hat es geschafft, nicht nur Jean-Pierre, sondern auch den Polizisten und die "Rotzgöre", so plastisch zu beschreiben, das man sie auf der Strasse wieder erkennen würde und man sie, einfach ins Herz schlissen muss.
 
Wer das Buch "Das Labyrint der Wörter" von ihr gelesen hat, der muss auch dieses lesen, das hier hat mir sogar noch ein wenig mehr gefallen ;)
 

Fazit

erfrischend, ehrlich und witzig 

 

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