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review 2018-12-17 15:46
Tausend Teufel
Tausend Teufel: Max Heller 2 - Der Audio Verlag,Frank Goldammer,Heikko Deutschmann

Zwei Jahre nach dem 2. Weltkrieg in Dresden. Die Russen haben die Stadt vollständig in der Hand. Der Hunger geht um, die Kälte kriecht den Menschen in die Knochen und von Dresden selbst sind nur Trümmer geblieben. Mitten in dieser Tristesse ist Oberkommissar Heller erneut einem Mörder auf der Spur. Die Leiche eines Rotarmisten wird entdeckt und ein Rucksack beherbergt einen grauenhaften Fund.

"Tausend Teufel" ist der zweite Teil um Kommissar Max Heller, der in den Trümmern von Dresden nach dem Zweiten Weltkrieg seinen Beruf ausübt.

Der Fall der "Tausend Teufel" beginnt im zweiten Jahr nach dem Zweiten Weltkrieg. Er spielt in den Jahren, in denen Dresden fest in russischer Hand liegt. Atmosphärisch und dicht schildert Frank Goldammer die Stimmung und Probleme der damaligen Zeit. 

Die Wohnungsnot macht den Menschen zu schaffen. In den wenig verbliebenen Trümmern sind sie zusammengerückt, um über die Runden zu kommen. Der harte Winter und die unerbittliche Kälte bringen die Menschen zusätzlich in Bedrängnis. Kohle ist rar. Damit man es warm hat, sitzt man in Mänteln in den Wohnungen. In dieser Not wird schon mal ein stolzer alter Baum gefällt. 

Nicht nur an Heizmaterial fehlt es an allen Ecken und Enden, sondern Grundnahrungsmittel und Medikamente sind ebenso Mangelware. Stundenlang steht man an, um einen Laib Brot oder etwas Butter zu bekommen, und wird dennoch oft mit leeren Händen nachhause geschickt. 

Hier fängt der Autor die Unzufriedenheit der Bevölkerung ein. Hinter vorgehaltener Hand trauert mancher dem Nationalsozialismus hinterher, man vertraut den Russen nicht, und wird gleichzeitig gedrängt, sich dem Kommunismus zu verschreiben. Denn auf diese Weise wäre zumindest die Grundversorgung garantiert. 

Und mitten in dieser Not schlägt sich Max Heller mit einem toten Russen und einem Kopf im Rucksack herum. Er handelt nach bestem Wissen und Gewissen, und bleibt hartnäckig seinen Prinzipien treu. Denn schon bei den Nationalsozialisten hat er sich der Partei verweigert, und er hütet sich jetzt erst recht davor, sich zu einem politischen Lager zu bekennen. Auch wenn das Leben erheblich einfacher wäre. 

Durch Max Hellers Perspektive wird die Stimmung und das Klima dieser Jahre anschaulich vermittelt. Heller sinniert, wie es so weit kommen konnte, hat Mitleid mit den Veteranen, nimmt sich so gut wie möglich seiner Mitmenschen an, und schätzt sich glücklich, dass seine Familie zumindest am Leben ist. 

Der historische Rahmen wird dicht und authentisch transportiert. Anhand Hellers Ermittlungen werden weitere Problemfelder in den Fokus gerückt. Hat schon einmal jemand an die Kinder des Nationalsozialismus gedacht? Einerseits sind sie mit Hitlers Vision aufgewachsen, andrerseits sind viele verwaist, und niemand fühlt sich für sie verantwortlich. Der Autor zeichnet ein drastisches Bild der damaligen Zustände, die man lebhaft vor Augen sieht.

Mein einziger Kritikpunkt ist der Krimi-Anteil, weil die polizeilichen Ermittlungen im Hintergrund verschwinden. Meinem Gefühl nach haben sich Heller viele Zusammenhänge durch Zufall erschlossen, anstatt durch bewährte Polizeiarbeit. Hier hätte ich mehr typische Ermittlungstätigkeiten und eine Prise mehr Spannung gewünscht. 

Insgesamt ist „Tausend Teufel“ ein würdiger zweiter Teil der historischen Krimi-Reihe um den Ermittler Max Heller, der hartnäckig seine Pflicht im Trümmerhaufen Dresden erfüllt. Und ich bin auf die nächsten Fälle gespannt. 

 

 

Bisherige Fälle:
1) Der Angstmann [Rezension lesen]
2) Tausend Teufel
3) Vergessene Seelen
4) Roter Rabe
Source: zeit-fuer-neue-genres.blogspot.com
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text 2018-06-02 13:50
Geheimnisvolles Italien
EDELFA UND DER TEUFEL: I - Wie alles beg... EDELFA UND DER TEUFEL: I - Wie alles begann (EDELFA UND DER TEUFEL / Eine Piemont-Saga, 4-teilig) - Caroline Sesta

Teil eins der spannenden Piemont-Saga führt in abgelegene Gegenden des Piemont und in Edelfa´s Heimat - an den Golf von Neapel. Dort begegnet man Menschen auf ihrem Weg zu tiefer Liebe, aber auch auf Irrwegen
zu großem Hass.

Das Cover finde ich absolut missglückt, und wird dem Buch leider nicht gerecht. Ich hoffe dennoch, dass es die Aufmerksamkeit erlangen wird, die es verdient hätte.

Inhaltlich macht das Buch einen sehr gute recherchierten Eindruck - insbesondere die historischen Aspekte betreffend. Die Geschichte ist sehr interessant, und zieht einem sofort in den Bann des geheimnisvollen Italiens. Auch ein guter Spannungsbogen wird im Laufe der Geschichte aufgebaut.

Mein Fazit ist, dass es sich hier um ein besonderes und zugleich ungewöhnliches Buch handelt, welches ich weiterempfehlen kann. Bis auf das Cover erhält das Buch von mir somit eine sehr gute Bewertung.

 

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review 2017-09-02 12:33
Teuflisch kreatives Lesevergnügen
Als der Teufel aus dem Badezimmer kam: R... Als der Teufel aus dem Badezimmer kam: Roman - Sophie Divry,Patricia Klobusiczky

Sophie Divry spielt in ihrem ungewöhnlichen und kreativen Roman "Als der Teufel aus dem Badezimmer kam" mit Sprache und Typographie und es macht unglaublich viel Spaß, ihren Experimenten zu folgen.

Die Geschichte ist nicht besonders komplex: Die Protagonistin Sophie ist seit mehreren Jahren arbeitslos und pleite. In ihrem Beruf als Journalistin findet sie keine neue Anstellung. Als ihr die monatliche Grundsicherung plötzlich nicht ausgezahlt wird, versucht sie sich auf verschiedenen Wegen über Wasser zu halten. Die bedrückende Realität der sozial Abgehängten zwischen Armut, Scham und Isolation veranschaulicht die Autorin nachvollziehbar, trotzdem wird sie dabei nicht sentimental. Im Gegenteil: Selbst traurige und tragische Momente geht sie mit einer bewundernswerten Leichtigkeit an, wobei sie immer besondere Momente im Alltäglichen findet und diese mit Humor analysiert.

Die Handlung wird immer wieder auf teils absurde Weise unterbrochen. Da schweift die Ich-Erzählungen mit den Gedanken ab und erstellt lange Listen. Der titelgebende Teufel erscheint plötzlich oder Sophie stellt sich vor, was ihre Mutter oder ihr Kumpel Hector zu ihren Erlebnissen sagen würden. In weiten Teilen liest sich der Roman daher wie ein irrer Gedankenstrom. Das ist extrem unterhaltsam. Dank des lustvollen Umgangs der Autorin mit Sprache wird das Buch so zu einem kleinen Kunstwerk.

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review 2016-03-26 13:45
Mo Hayder hat eine kranke Fantasie
Die Sekte - Mo Hayder,Rainer Schmidt

Mo Hayder ist eine Entdeckung meiner Eltern. Sie mögen ihre Thriller sehr, sortieren die Bücher jedoch direkt nach dem Lesen aus Platzmangel wieder aus. Krimis und Thriller liest man ja eher selten mehrfach. Da ich (noch) kein Platzproblem habe, gebe ich den Romanen gern ein neues Zuhause, wenn sie bei meinen Eltern ausziehen müssen. Ich besitze demzufolge eine kleine Hayder-Sammlung, obwohl ihre Bücher nie auf meiner Wunschliste standen. Daher dauerte es allerdings recht lange, bis ich das erste Mal einen ihrer Thriller auf dem Regal zog. Ich entschied mich für „Die Sekte“, weil es sich dabei um einen Einzelband handelt und ich vermutete, dass dies eine gute Möglichkeit wäre, die Autorin kennenzulernen.

 

Schenkt man den Gerüchten Glauben, ist die kleine schottische Insel Cuagach Eilean, Pig Island, die Heimat des Teufels und seiner Jünger. Seit Jahren wird wild darüber spekuliert, was auf der Insel vor sich geht, denn die dort lebende, etwas obskure Glaubensgemeinschaft schätzt die Isolation. Umso überraschter ist der Journalist Joe Oakes, dass ausgerechnet er Pig Island besuchen soll. Ein unheimliches Amateurvideo brachte die Insel in die Medien und bescherte der ansässigen Sekte ein unerwünschtes Maß an Aufmerksamkeit. Joe verdient sein Geld damit, Mysterien aufzudecken. Für ihn zählen Fakten, nicht der Aberglaube der Massen. Hochmotiviert nimmt er die Einladung an, um den Gerüchten um Pig Island ein für alle Mal ein Ende zu setzen. Doch als er auf der Insel eintrifft, geraten seine rationalen Überzeugungen ins Wanken. Schon bald versinkt Pig Island in Blut und Joe muss sich fragen, ob nicht doch der Teufel seine Finger im Spiel hat.

 

Mo Hayder hat eine kranke Fantasie. Einige der Ideen, die sie in „Die Sekte“ präsentiert, grenzen meiner Meinung nach definitiv an Perversität. Nicht, weil das Buch unangemessen blutig, brutal oder grausam wäre, nein, es waren bestimmte Aspekte der dargestellten zwischenmenschlichen Beziehungen, die mich abstießen. Bei der Lektüre eines Thrillers war das eine neue Erfahrung für mich, denn normalerweise legen Autor_innen dieses Genres viel Wert darauf, dass ihre Figuren Sympathie erzeugen. Ich konnte keinen einzigen Charakter aus „Die Sekte“ leiden – für die Geschichte war das allerdings kein Hindernis. Ich denke, dass Hayder darauf abzielte. Der Protagonist Joe ist ein widerlicher Mensch, egoistisch und skrupellos. Durch seine Rolle als Journalist bietet er zwar eine interessante Herangehensweise an die Vorgänge der Handlung, weil er kein Ermittler ist, doch meiner Ansicht nach besitzt er keinerlei Berufsethik. Seine Ehefrau Lexie, die ebenfalls ihre eigene Perspektive und Stimme erhielt, ist kein Stück besser. Sie hat das Zeug zum Stalker, verhält sich obsessiv und realitätsfern. Die beiden verdienen einander. Ich war nicht in der Lage, auch nur einen Funken Mitgefühl für Joe und Lexie zu empfinden, obwohl die Ereignisse, die Mo Hayder sie durchleben lässt, wirklich schrecklich sind. Die mysteriöse, unheimliche Aura, die die Autorin um Pig Island herumwebt, gefiel mir außerordentlich gut. Selbstverständlich habe ich nie daran geglaubt, dass es dort tatsächlich mit dem Teufel zugeht, aber dem Grauen, dass die Insel ausstrahlt, konnte auch ich mich nicht entziehen. Anfangs war ich ein wenig enttäuscht davon, dass die Sekte vollkommen normal wirkte, ja sogar freundlich und einladend. Dieser Eindruck verflüchtigte sich jedoch schnell; es zeigte sich, dass die Inselbewohner_innen durchaus das eine oder andere pikante Geheimnis verstecken. Ich fand es spannend, diese aufzudecken, weil die Geschichte der Sekte recht ungewöhnlich ist. Solange die Handlung auf der Insel spielte, machte mir die Lektüre viel Spaß. Das Buch fesselte mich und löste in mir genau die Anspannung aus, die ich beim Lesen eines Thrillers erwarte. Leider verlässt Joe Pig Island an einem gewissen Punkt – von diesem Moment an wurde die Geschichte seltsam. Ich wusste nicht, was ich mit dieser Wendung anfangen sollte, weil sie die bizarre Gefühlswelt des Protagonisten fokussiert, die so weit von meiner eigenen entfernt ist, dass es mir unmöglich war, seine Empfindungen nachzuvollziehen. Das bedeutet nicht, dass sie mir unrealistisch erschienen, ich konnte sie nur einfach nicht verstehen. Ich hatte von Anfang an Probleme, mich in Joe hineinzuversetzen, doch diese Entwicklung trieb meine Distanz zu ihm auf die Spitze. Ich wollte ihm gar nicht nahe sein. Daher fiel es mir auch schwer, während des für ihn zugegebenermaßen dramatischen Höhepunkts der Geschichte mit ihm zu fühlen. Durch diesen stellte sich heraus, dass ich erstaunlicherweise mit meinen Vermutungen hinsichtlich der wahren Natur der Ereignisse auf Pig Island gar nicht so falsch lag. Ich war auf der richtigen Spur, nahm unterwegs allerdings gedanklich eine falsche Abzweigung, die mich in die Irre führte. So hätte ich das Ende niemals voraussehen können. Es war eine positive Überraschung, die mich die Handlung nach dem Lesen noch einmal rekapitulieren ließ, um zu überprüfen, welche Hinweise ich übersehen hatte.

 

Ich bin nicht sicher, ob „Die Sekte“ nun tatsächlich exemplarisch für Mo Hayders Schaffen steht oder eher ungewöhnlich ist. Mein Gefühl sagt mir, dass dieser Thriller aus ihrem übrigen Werk heraussticht, weil er ziemlich eigenwillig ist und nicht den gängigen Normen des Genres entspricht, doch ich werde es wohl erst herausfinden, wenn ich weitere Romane aus ihrer Feder gelesen habe. Daher war „Die Sekte“ vielleicht nicht unbedingt die beste Wahl für die Annährung an Hayders Bücher. Ich fand es spannend und zeitweise sogar richtig unheimlich, hatte allerdings Schwierigkeiten mit der Wendung gegen Ende des zweiten Drittels. Ich denke, Hayder wollte ihre Leser_innen nicht nur durch grausame, blutige Morde schockieren, sondern auch durch ihre Charakterisierung krankhafter zwischenmenschlicher Beziehungen. Ich rate euch, euch darauf einzustellen, solltet ihr „Die Sekte“ lesen wollen. Thrill kann auf viele Weisen entstehen – nicht alle haben mit körperlicher Gewalt zu tun.

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review 2016-02-09 10:54
Und Gott sprach: Der Teufel ist auch nur ein Mensch! - Ach ja?
Und Gott sprach: Der Teufel ist auch nur ein Mensch! (Die Jakob Jakobi Bücher) - Hans Rath

Zur Geschichte
Wisst ihr noch? Vor genau 3 Jahren, zu gleichen Zeit? Kurz vor Weihnachten? Immer noch nicht? Nun, da traf ich doch diesen wahnhaften Typen, dem ich mich angenommen habe, der behauptete Gott zu sein. Abel Bauman war sein Name.
Jetzt?
Endlich!

Also, bis heute zweifle ich noch immer daran ob dieser Mann wirklich wahnhft oder doch Gott war. Jaja, ich weiss schon, ich bin Psychiater. Ich sollte es wissen. Nur, ich bin einfach weder vom einen, noch vom anderen 100% überzeugt. Egal, darum geht es jetzt nicht.

Wir haben jetzt wieder kurz vor Weihnachten. Es schneit, es ist kalt, vieles hat sich verändert. Ich bin geschieden wie ihr ja wisst und doch befreundet mit meiner Ex und ich hab eine Affäre. Jaja, auch dass weiss ich. Aber wir sind alle Erwachsen, oder etwa nicht? Jeder muss für sich entscheiden was richtig ist oder eben nicht, aber auch darum geht's hier nicht, ich schweife schon wieder ab...

Also, die agnze Situation erinnrt mich an den Tag, an dem ich Abel Baumann traf. Ne, ich hab ihn seit damals nicht mehr gesehen noch was von ihm gehört. Komisch, wenn er doch Gott wäre dann... Egal. Gestern quatschte mich ein Anton Auerbach an. So weit so gut. Doch irgendwie muss dieser Abel Bauman kennen, oder, es ist ein schlechter Scherz, oder ... Ach keine Ahnung, auf alle Fälle teilen die zwei sich die selbe Wahnsvorstellung. Nur das Anton behauptet der Leibhaftige, der Teufel zu sein. Ja ja... ich weiss, lass dich nicht mehr mit solchen Menschen ein. Ich sollte es wirklich besser wissen aber irgendwie bin ich auch neugierig. Das Beste kommt ja erst noch!

Er will meine Seele kaufen!! Können sie sich das vorstellen? Ähm, auch wenn er der Teufel wäre, nur mal so angenommen, würde ich meine Seele nie und nimmer, für nichts und kein Geld auf dieser Welt verkaufen. Das musste er gestern auch schon lernen, nur, jetzt hab ich den an der Backe. Ob ich ihn therapieren und ihm klar machen kann das er NICHT der Teufel ist?

Ich glaube so leicht wird das nicht werden...

Anfang...
"Glauben sie eigentlich an den Teufel, Dr. Jakobi?"
Gute Frage. Mal überlegen. An einen feuerroten Superschurken mit Hörner und einem Dreizack glaube ich schon mal nicht. Und dass man seiner Sünden wegen über dem Fegefeuer gegrillt wird, halte ich auch für ein Ammenmärchen. Gut möglich aber, dass es eine Hölle gibt.



Meine Gedanken zum Buch
Ich hab mich ein Jahr gefreut auf diesen 2. Band. Tja aus dem Jahr wurden dann halt 2 *gg* Aber ich wurde nicht enttäuscht. Das Cover passt natürlich zum 1. Teil, nur das es dieses mal in Rot gehalten ist und nicht Gott auf dem Cover mit Jakob zu sehen ist sondern der Teufel höchst persönlich. Auch der Schreibstil, der Humor und das bissige ist im Buch erhalten geblieben. Ich mag den Schreibstil von Hans Rath wirklich sehr und ich freu mich mega auf den 3. Teil. Der muss aber noch bis zum Herbst warten, denn ich werd mir da auch das TB holen.

Die Geschichte um Dr. Jakobi geht 3 Jahre später weiter. Es ist ebenfalls kurz vor Weihnachten, es schneit. Nur das die Ausganslage etwas besser daher kommt. Er ist zwar immer noch geschieden, aber die Praxis läuft. Er ist kein Singel mehr, meistens auf alle Fälle nicht, ausser seine Affäre macht grade wieder mal schluss... Eine on off Affäre ist anstrengend aber dennoch will er sie selber nicht beenden, noch nicht. Mit seiner Ex kommt er gut aus und so gehts ihm eigentlich recht gut, auf alle Fälle wehsentlich besser als vor 3 Jahren. Tja, bis eben dieser Anton Auerbach auftaucht der behauptet der Teufel zu sein und grosses Interesse hätte an seiner Seele. Dieser tut wirklich alles um an diese zu kommen, doch Jakob will für nichts auf der Welt seine Seele hergeben. Nicht mal als der Teufel im 100 Millionen dafür bietet.

Wie schon damals ist er sich nie sicher ob es nun einfach ein wahnhafter Patient ist, oder doch das Böse in Person. Er erinnert sich an die Sache mit Abel Baumen, schliesslich ist er bis heute nicht sicher ob dieser nicht doch Gott war. Egal, er sieht die Sache erst mal aus der psychiatrischen Seite, doch schnell wird ihm klar das er mit dem üblichen blabla und der Logik eines Psychiaters bei ihm nichts ausrichten kann. Auch als er versucht ihn los zu werden, denkt der Teufel nicht daran ihn einfach so gehen zu lassen, das Spiel verhärtet sich, wird schmutzig und Jakob versucht verzweifelt aus dem Schlamassel raus zu kommen.

Auch dieses mal finde ich die Geschichte gelungen, es geht nicht darum mit Moralfinger in der Luft zu wedeln. Es geht um die Sicht der Dinge im Ganzen. Und es regt einfach wieder zum nachdenken an. Wie viel Wert wäre dir deine Seele, für was würdest du deine Selle an den Teufel verkaufen. Kann man sie eigentlich verkaufen? Egal was du dir wünscht, er würde nur mit den Fingern schnippen, und deine Wünsche wären erfüllt? Wäre es Geld? Macht und Ruhm? Den Hunger von der Erde vertreiben und wass wenn du deine Wünsche erfüllt bekämst, was würde dann passieren? Was wären die Konsequenzen? Gäbe es die überhaupt? Oder, würdest du wie Jakob daran zweifeln das es den Teufel gibt? Oder eben Gott, egal welche Beweise du hast?

Jakob ist mir wirklich sympatisch, obwohl er eigentlich nichts dazu gelernt hat seit Abel Baumann, denn er ist ein Zweifler geblieben. Obwohl, vielleicht ein klein wenig weniger, als er es davor war. Auch der Teufel fand ich sehr amüsant. Nicht nur weil er nicht dem Klischee vom fiesen, gemeinen Typen entspricht, mit Hörenern und so weiter, sondern weil er menschlich ist. Nur mit einem anderen Job *gg* Er ist einnehmend, charmant, manchmal etwas schmierig und trotzig aber eben, menschlich.

Mein Schlussfazit
Eine wirklich gelungene Fortsetzung, die uns wieder drüber nachdenken lässt ob es Gott und den Teufel gibt und wenn ja, in welcher Form. Gibt es Gut und Böse? Oder sind das nur 2 Seiten einer Medailie? Braucht es beides oder sind wir Menschen dazu verdammt mit beiden Seiten dieser Geschichte auskommen zu müssen? Egal wie man es dreht und wendet, auch wenn man es nur als Unterhaltungsliteratur ansehen mag, dann ist die Geschichte einfach toll zu lesen.

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