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text 2017-10-12 21:21
Erster Satz | Kevin Hearne: Gehämmert
Gehämmert: Die Chronik des Eisernen Druiden 3 - Kevin Hearne,Alexander Wagner,Friedrich Mader

Einer weit verbreiteten Meinung nach sind Eichhörnchen putzige kleine Wesen.

 

Wenn sie an diesem oder jenem Ast oder Baumstamm entlangwuseln, zeigen die Leute auf sie und rufen: "Ohhh, wie niiiiedlich!". Dabei nimmt ihre Stimme einen ganz süßlichen Tonfall an und schraubt sich in ein aufgeregtes Falsett empor. Doch ich kann Ihnen versichern, diese Tierchen sind nur niedlich, solange sie so klein sind, dass man drauftreten könnte. Wenn Sie jedoch einem verdammten Rieseneichhörnchen vom Format eines Betonmischfahrzeugs gegenüberstehen, dann verliert es einen beträchtlichen Teil seines Charmes. 

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text 2017-10-12 10:09
Erster Satz | Kevin Hearne: Verhext
Verhext - Kevin Hearne,Alexander Wagner

Du brauchst nur einen Gott zu erschlagen, und schon wollen plötzlich alle möglichen Leute mit dir reden.

 

Paranormale Versicherungsvertreter mit speziellen "Gottesschlächter"- Lebensversicherungen. Scharlatane mit Rüstungen, die hundertprozentigen Schutz gegen Götter bieten sollen, und mit Mietangeboten für außerweltliche Geheimverstecke. Vor allem aber andere Götter, die dir erstens zu deiner Tat gratulieren, dich zweitens davor warnen, je solche Scherze mit Ihnen zu versuchen, und dir zu guter Letzt nahelegen, doch einen ihrer Rivalen zu erschlagen - nur so zum Spaß, versteht sich. 

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text 2017-10-12 09:51
Erster Satz | K. Hearne: Gehetzt
Gehetzt: Die Chronik des Eisernen Druiden 1 - Kevin Hearne

Es hat viele Vorzüge, einundzwanzig Jahrhunderte alt zu werden, aber das mit Abstand Beste daran ist, dass man Zeuge der seltenen Geburt echter Genialität wird.

 

Das spielt sich ausnahmslos so ab: Jemand wirft den Ballast überkommener kultureller Traditionen ab, ignoriert die unheilschwangeren Blicke der Autoritäten und tut etwas, das seine Landsleute für komplett verrückt halten. Unter diesem Genies war Galileo mein persönlicher Favorit. Van Gogh folgte dicht dahinter auf Rang zwei, wobei dieser tatsächlich komplett verrückt war. 

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review 2013-02-17 00:00
Die Chronik des Eisernen Druiden 1: Die Hetzjagd - Kevin Hearne Das Buch lesen war ein wenig wie Fastfood essen: Durchaus genießbar, bzw. unterhaltsam aber man sollte sich möglichst nicht zu viele Gedanken über die Zusammensetzung machen und kaum ist man fertig sehnt man sich auch schon nach etwas anständigem.Das größte Problem des Buches war Atticus selbst. Er ist einfach zu perfekt: ist quasi unsterblich, hat ein Amulett, das ihm unglaubliche Kräfte verleiht, ist immer so gut auf vorbereitet, dass ihn seine Feinde nicht mehr überraschen können und während Kämpfen auch noch in der Lage sarkastische Sprüche abzufeuern.Nun ist es zugegebenermaßen nachvollziehbar, dass Atticus tatsächlich ein sehr guter Kämpfer ist und über große Macht verfügt: er ist immerhin über 2000 Jahre alt, er hatte viel Zeit all das zu lernen. Wenn er also noch wie ein hilfloser Anfänger herumstolpern würde, hätte ich mich auch gefragt wie er überhaupt so weit gekommen ist.Trotzdem: zum einen ist das Buch in der ersten Person geschrieben. Wir sehen also nicht nur wie toll Atticus ja ist, er reibt es uns auch bei jeder Gelegenheit unter die Nase (wirklich bei jeder Gelegenheit) und das führt auch dazu, dass generell wenig Spannung aufgekommen ist. Wenn er schon im Voraus weiß, dass er angegriffen werden wird und davon überzeugt ist, dass der Kampf kein Problem für ihn wird, überschlage ich mich auch nicht vor Sorge. Es kommt zwar ein paar mal vor, dass ihn eine Wendung überrascht aber das hält ihn nicht davon ab weiter schnippische Kommentare abzugeben und das Problem klärt sich immer in kürzester Zeit.Warum es spannend sein soll wenn für den Hauptcharakter immer alles glatt läuft erschließt sich mir nicht ganz.Es gibt durchaus Kleinigkeiten, die ganz nett waren:Atticus hat einen irischen Wolfshund namens Oberon, der mit ihm kommunizieren kann und der wirklich niedlich sein kann...zumindest anfangs. Bald bekommt man den Eindruck, dass das 'niedliche Dinge sagen' und 'Atticus lustig missverstehen' sein einziger Zweck ist. Er führt quasi keinen normalen Unterhaltungen mit Atticus, wann immer er den Mund (bzw. die Schnauze) aufmacht ist es etwas das lustig sein soll und das geht spätestens nach der Hälfte ziemlich auf die Nerven.Das Rudel von Wikinger-Werwolf Anwälten, mit denen Atticus gelegentlich arbeitet, wirkt auch interessant (zumindest für mich interessanter als Atticus) aber auch die bleiben nur Randfiguren.Dazu kommt noch, dass jede Frau, der Atticus begegnet, unglaublich heiß ist und sich ihm zu Füßen wirft (einschließlich diverser Göttinnen). In Kombination mit Atticus Superkräften lässt es das Buch stellenweise ein bisschen wirken wie eine Teenager-Phantasie.Ich habe meine Zeit schon mit schlimmeren Büchern verschwendet aber auf die nächsten Bände verzichte ich dankend.
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