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review 2017-07-24 07:42
Leider nichts für mich ... u.a. zu wenig Emotionen
Ein neuer Anfang: (Die Starting-Over Tri... Ein neuer Anfang: (Die Starting-Over Trilogie, Buch 1 von 3) - Paul Wesendonk,Brenda L. Kennedy

Ehrlich gesagt fällt mir diese Rezension sehr schwer. Aber leider muss ich zugeben, dass mir auch das Lesen des Buches nicht einfach gefallen ist. Ich wollte mehrmals abbrechen ...

Nicht, weil die Geschichte so schlecht ist, aber an der Umsetzung hapert es leider gewaltig.

 

Ich habe aufgrund des Klappentextes eine emotionsgeladene Geschichte erwartet. Ein Buch, das mir den Atem raubt und vielleicht sogar Tränen hervorruft. Liebe. Dramatik. Flucht aus einer vergangenen Partnerschaft, in der Gewalt zum Alltag gehörte. Für mich sollte das so sein, aber meine Erwartungen wurden absolut nicht erfüllt.

 

Zuerst war ich ein bisschen schockiert, als ich gesehen habe, wie lang die Kapitel sind und nur 4 vorhanden sind. Allerdings konnte ich dann aufatmen, da diese jeweils nochmal in eine Art Abschnitte unterteilt werden. Man liest im Wechsel der beiden Protagonisten und erfährt so beide Gedanken und Gefühle. Das ist für mich schon mal ein Pluspunkt, allerdings waren die Dialoge sehr eintönig und an manchen Stellen hätte ich mir doch mal Abwechslung gewünscht. Normalerweise bin ich wirklich nicht pingelig, aber Wörter wie zB: "sagte", "fragte" und vor allem "mein Hübscher" oder "meine Schöne" waren mehr als genug zu lesen. Es mag ja schön sein, wenn man sich Kosenamen gibt, aber irgendwann konnte ich es nicht mehr lesen.

Teilweise waren auch unlogische Punkte vorhanden, wie zB die Getränke im 1. Kapitel. Allerdings sind da noch ein paar mehr. Fehlende Leerzeichen nach Dialogen waren auch ein Ding, was unbedingt nochmal korrigiert werden sollte. Allerdings war das jetzt beim Lesefluss nicht störend.

Ich mag es, wenn Figuren oder Dinge zB Wohnungen, Orte, etc beschrieben werden. Aber man muss doch nicht bis ins letzte Detail gehen? Stellenweise fragte ich mich, ob die Figur mit einem Maßband durch die Welt läuft, um andere zu messen. Spätestens eine Seite später habe ich diese Beschreibungen eh wieder vergessen. ;)

 

Womit ich mich dann aber gar nicht anfreunden konnte, waren wie bereits erwähnt diese "Kälte". Ich habe es absolut nicht Knistern gespürt, keine Gefühle empfunden und war trotz dem tragischen Ende nicht gerührt. Das kam leider nicht bei mir an. Sehr, sehr schade.

Ebenfalls verwirrten mich diese abrupten Szenenwechsel enorm. Manchmal musste ich nochmal 2-3 Sätze zurück lesen, nur um dann zu merken, dass ich nichts überlesen habe. Da hätte ich mir einen kleinen Absatz gewünscht, um zu wissen, dass es jetzt woanders weitergeht.

 

Das Cover hingegen finde ich ganz nett gelungen. Es scheint zu der Protagonistin zu passen und macht Lust auf Urlaub.

 

Fazit: Die Idee des Buches finde ich nicht schlecht, aber da hätte noch viel mehr rausgeholt werden können. Auch der Sichtwechsel und das Cover sind bei mir gut angekommen, aber leider hat das nicht gereicht, damit ich den 2. Teil lesen würde. Ich würde dieses Buch leider nicht empfehlen.

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review 2017-05-06 11:47
Anfang 40 - Ende offen - Franka Bloom Anfang 40 - Ende offen - Franka Bloom

Anfang 40 - Ende offen - Franka Bloom 

 

Mitte 40, die Scheidung in greifbarer Nähe, das fast erwachsene Kind schon auf dem Weg ins eigene Leben....  Name: Vera. Vera Odermann. 

Franka Bloom legt mit ihrem Roman „Anfang 40, Ende offen“ eine wirklich verzwickte, aber urkomische Geschichte vor, die erst beim zweiten Blick noch sehr viel Tiefgang offenbart. 

Vera, Sven, Paul und Greta sind die eigentlichen Hauptprotagonisten des Romans. Figuren wie aus dem Leben genommen: Sympathisch, chaotisch und gefühlt nicht immer auf dem richtigen Weg. Vera lebt nach der Trennung von Sven mit ihrer 18-jährigen Tochter Greta in einer kleinen Dachgeschosswohnung. Sven wiederum hat sich „neu orientiert“ und eine jüngere Frau zugelegt, seine Assistentin Julia mitsamt deren rotzigen kleinen Tochter. Und da gibt es noch Paul, der mehr oder weniger zufällig in Vera‘s Leben stolpert...
Der Roman war für mich eine klassische Mischung aus „Sex and the City“, Ulk und (indirekt) Midlife-Crisis-Roman. Vera, die ihre Scheidung von Sven ersehnt, ist eigentlich eine gesetzte, selbständige und gewissermaßen auch erfolgreiche Frau. Sie weiß, was sie will. Meistens. Doch irgendwie will das Leben nicht immer ganz so, wie sie es sich vorstellt. Und so stolpert Vera von einem Fettnäpfchen direkt ins nächstgrößere Chaos. In Krisensituationen immer eng begleitet von den Freunden Bea, Ursel und Pavel meistert Vera alle denkbaren Herausforderungen, die sich ihr unverhofft in den Weg stellen. Doch muss man seine Entscheidungen auch manchmal alleine treffen - was Vera, typisch Frau, nicht immer wirklich leicht fällt. Also: Kopf gegen Bauch.. Schon auf den ersten Seiten ergeben sich aberwitzige Kalauer und der Roman beginnt somit sehr vielversprechend - lässt dann glücklicherweise sogar bis zum Schluss nicht nach! Weder mit Witz, noch mit Spannung. Es ergeben sich immer wieder neue Wendungen, der Verlauf bleibt ungewiss und hinzu kommen völlig überraschende Entwicklungen, die den Roman durchgängig interessant gestalten. Sprachlich sehr eingängig, liest sich das Buch somit sehr flüssig und gut. 412 Seiten pure Unterhaltung, die mich wirklich überzeugen konnte! 

Nichtsdestotrotz hält der Roman auch leisere, kritische Untertöne bereit. Nie direkt vordergründig, aber doch vorhanden. Hier hat Franka Bloom meiner Meinung nach sehr viel Feingefühl bewiesen, denn eigentlich wirkt nichts in der Erzählung aufgesetzt oder völlig unrealistisch. Was mir ganz besonders gut gefiel, war der ehrliche Kern des Romans. Man erkennt sich wieder – ob nun in der einen oder anderen Figur! Das macht das Ganze wohl noch einmal amüsanter.. Zum Schluss wird es zwar noch einmal ziemlich turbulent und man könnte meinen, dass es doch ein wenig zu viel des Guten ist. Aber irgendwie ist dann doch alles wieder so gut miteinander verstrickt, dass es möglich scheint. Insgesamt ergibt sich eine in sich stimmige Geschichte mit urkomischen Aspekten, witzigen Dialogen und tollen Protagonisten – im Unterton dagegen die kritischeren Töne. Sehr gut zu lesen, viel Authentizität und Witz. Ein Buch, das ich definitiv weiterempfehlen würde! Deshalb 5 Sterne.

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quote 2016-09-17 15:25
Klonk! "Au! Der Klingone hat mich erwischt!"
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text 2016-08-28 17:36
Erster Satz | Butcher, Jim: Erlkönig
Erlkönig (Die dunklen Fälle des Harry Dresden, #7) - Jim Butcher,Dominik Heinrici

Im Großen und Ganzen sind wir eine mörderische Spezies.

 

 

Wenn man dem Buch Genesis Glauben schenkt, reichten vier Leute, um die Überbevölkerung so auf die Spitze zu treiben, dass man nicht einmal mehr stehen konnte, und der erste Mord war ein Brudermord. Laut Genesis drehte das erste Kind menschlicher Eltern,Kain, aus lauter Eifersucht durch und blies einem anderen menschlichen Wesen das metaphorische Lichtlein aus. Dieser Angriff war ein blutiger, brutaler, gewalttätiger und extrem verwerflicher Mord. Keins Bruder Abel hatte höchstwahrscheinlich nicht die geringste Ahnung, was da auf ihn zukam.

Als ich die Tür zu meiner Wohnung öffnete, erfüllte mich ein Gefühl empathischer Anteilnahme und intuitiven Verständnisses.

Für den verdammten Kain. 

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text 2016-08-23 11:07
Erster Satz | Butcher, Jim: Bluthunger
Harry Dresden 6 - Bluthunger: Die dunklen Fälle des Harry Dresden Band 6 (German Edition) - Jim Butcher,Chris McGrath,Oliver Graute,Jürgen Langowski

Das Gebäude brannte, aber das war nicht meine Schuld. 

 

 

Als als ich um eine Ecke zum Ausgang des verlassenen Schulgebäudes im Südwesten von Chicago sprintete, rutschte ich beinahe auf den Fliesen aus. Einige Ferne Straßenlaternen waren die einzigen Lichtquellen, auf dem staubigen Flur und in den alten Klassenzimmern gähnten große, stockfinstere Löcher.

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