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review 2017-05-06 11:47
Anfang 40 - Ende offen - Franka Bloom Anfang 40 - Ende offen - Franka Bloom

Anfang 40 - Ende offen - Franka Bloom 

 

Mitte 40, die Scheidung in greifbarer Nähe, das fast erwachsene Kind schon auf dem Weg ins eigene Leben....  Name: Vera. Vera Odermann. 

Franka Bloom legt mit ihrem Roman „Anfang 40, Ende offen“ eine wirklich verzwickte, aber urkomische Geschichte vor, die erst beim zweiten Blick noch sehr viel Tiefgang offenbart. 

Vera, Sven, Paul und Greta sind die eigentlichen Hauptprotagonisten des Romans. Figuren wie aus dem Leben genommen: Sympathisch, chaotisch und gefühlt nicht immer auf dem richtigen Weg. Vera lebt nach der Trennung von Sven mit ihrer 18-jährigen Tochter Greta in einer kleinen Dachgeschosswohnung. Sven wiederum hat sich „neu orientiert“ und eine jüngere Frau zugelegt, seine Assistentin Julia mitsamt deren rotzigen kleinen Tochter. Und da gibt es noch Paul, der mehr oder weniger zufällig in Vera‘s Leben stolpert...
Der Roman war für mich eine klassische Mischung aus „Sex and the City“, Ulk und (indirekt) Midlife-Crisis-Roman. Vera, die ihre Scheidung von Sven ersehnt, ist eigentlich eine gesetzte, selbständige und gewissermaßen auch erfolgreiche Frau. Sie weiß, was sie will. Meistens. Doch irgendwie will das Leben nicht immer ganz so, wie sie es sich vorstellt. Und so stolpert Vera von einem Fettnäpfchen direkt ins nächstgrößere Chaos. In Krisensituationen immer eng begleitet von den Freunden Bea, Ursel und Pavel meistert Vera alle denkbaren Herausforderungen, die sich ihr unverhofft in den Weg stellen. Doch muss man seine Entscheidungen auch manchmal alleine treffen - was Vera, typisch Frau, nicht immer wirklich leicht fällt. Also: Kopf gegen Bauch.. Schon auf den ersten Seiten ergeben sich aberwitzige Kalauer und der Roman beginnt somit sehr vielversprechend - lässt dann glücklicherweise sogar bis zum Schluss nicht nach! Weder mit Witz, noch mit Spannung. Es ergeben sich immer wieder neue Wendungen, der Verlauf bleibt ungewiss und hinzu kommen völlig überraschende Entwicklungen, die den Roman durchgängig interessant gestalten. Sprachlich sehr eingängig, liest sich das Buch somit sehr flüssig und gut. 412 Seiten pure Unterhaltung, die mich wirklich überzeugen konnte! 

Nichtsdestotrotz hält der Roman auch leisere, kritische Untertöne bereit. Nie direkt vordergründig, aber doch vorhanden. Hier hat Franka Bloom meiner Meinung nach sehr viel Feingefühl bewiesen, denn eigentlich wirkt nichts in der Erzählung aufgesetzt oder völlig unrealistisch. Was mir ganz besonders gut gefiel, war der ehrliche Kern des Romans. Man erkennt sich wieder – ob nun in der einen oder anderen Figur! Das macht das Ganze wohl noch einmal amüsanter.. Zum Schluss wird es zwar noch einmal ziemlich turbulent und man könnte meinen, dass es doch ein wenig zu viel des Guten ist. Aber irgendwie ist dann doch alles wieder so gut miteinander verstrickt, dass es möglich scheint. Insgesamt ergibt sich eine in sich stimmige Geschichte mit urkomischen Aspekten, witzigen Dialogen und tollen Protagonisten – im Unterton dagegen die kritischeren Töne. Sehr gut zu lesen, viel Authentizität und Witz. Ein Buch, das ich definitiv weiterempfehlen würde! Deshalb 5 Sterne.

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quote 2016-09-17 15:25
Klonk! "Au! Der Klingone hat mich erwischt!"
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text 2016-08-28 17:36
Erster Satz | Butcher, Jim: Erlkönig
Erlkönig (Die dunklen Fälle des Harry Dresden, #7) - Jim Butcher,Dominik Heinrici

Im Großen und Ganzen sind wir eine mörderische Spezies.

 

 

Wenn man dem Buch Genesis Glauben schenkt, reichten vier Leute, um die Überbevölkerung so auf die Spitze zu treiben, dass man nicht einmal mehr stehen konnte, und der erste Mord war ein Brudermord. Laut Genesis drehte das erste Kind menschlicher Eltern,Kain, aus lauter Eifersucht durch und blies einem anderen menschlichen Wesen das metaphorische Lichtlein aus. Dieser Angriff war ein blutiger, brutaler, gewalttätiger und extrem verwerflicher Mord. Keins Bruder Abel hatte höchstwahrscheinlich nicht die geringste Ahnung, was da auf ihn zukam.

Als ich die Tür zu meiner Wohnung öffnete, erfüllte mich ein Gefühl empathischer Anteilnahme und intuitiven Verständnisses.

Für den verdammten Kain. 

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text 2016-08-23 11:07
Erster Satz | Butcher, Jim: Bluthunger
Harry Dresden 6 - Bluthunger: Die dunklen Fälle des Harry Dresden Band 6 (German Edition) - Jim Butcher,Chris McGrath,Oliver Graute,Jürgen Langowski

Das Gebäude brannte, aber das war nicht meine Schuld. 

 

 

Als als ich um eine Ecke zum Ausgang des verlassenen Schulgebäudes im Südwesten von Chicago sprintete, rutschte ich beinahe auf den Fliesen aus. Einige Ferne Straßenlaternen waren die einzigen Lichtquellen, auf dem staubigen Flur und in den alten Klassenzimmern gähnten große, stockfinstere Löcher.

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text 2016-08-04 23:50
Erster Satz | Butcher, Jim: Silberlinge
Silberlinge (Die dunklen Fälle des Harry Dresden, #5) - Jim Butcher,Jürgen Langowski

Manche Dinge passen einfach nicht zusammen, etwa Öl und Wasser oder Orangensaft und Zahnpasta.

 

 

Das gilt auch für Magier und das Fernsehen.
Die Scheinwerfer blendeten mich, ihre Hitze ließ mir Bäche von Schweiß übers Gesicht laufen, die das pfannkuchendicke Make-up, das mir ein gestresster Handlanger ein paar Minuten vorher im Gesicht verteilt hatte, wegzuspülen drohten. Auf den Kameras blinkten Lichter, die Erkennungsmelodie der Talkshow lief, und das Studiopublikum skandierte: »Lar-ry, Lar-ry, Lar-ry!«

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