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review 2018-11-04 14:21
Rezension | Jane Austen - Jagd auf das verschollene Manuskript von Kathleen Flynn
Jane Austen - Jagd auf das verschollene ... Jane Austen - Jagd auf das verschollene Manuskript - Kathleen Flynn,Sabine Schilasky

Beschreibung

 

Rachel und Liam wurden für ein ganz spezielles Projekt ausgewählt: das Jane Austen Projekt. Durch fortschrittliche Technologie reisen der Schauspieler und die Ärztin nach London in das Jahr 1815 zurück. Ziel ihrer Mission ist es, sich über Henry Austen seiner berühmten Schwester und Schriftstellerin Jane anzunähern um das verschollene Manuskript “Die Watsons” sowie Janes Briefe an ihre Schwester Cassandra zu retten.

Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase in der Regency-Zeit finden Rachel und Liam tatsächlich Zugang zur Familie Austen. Als ihre Freundschaft zu Henry, Jane und Cassandra sich zu vertiefen beginnt, gerät die Mission jedoch in Gefahr.

 

Meine Meinung

 

Bereits das florale Cover von Kathleen Flynns Debütroman “Jane Austen – Jagd auf das verschollene Manuskript” konnte bei mir punkten. Die Kurzbeschreibung hatte mein Interesse dann völlig geweckt. Zeitreisen und Jane Austen – das musste ich einfach lesen! Schließlich schlägt mein Herz für Jane Austens wundervolle Romane und ihre spitze Zunge schon seit Jahren, und die Kreuzung mit einem Zeitreiseabenteuer klingt mehr als verlockend.

 

"Im Regency-London konnte einem alles Erdenkliche passieren." (Jane Austen – Jagd auf das verschollene Manuskript, Seite 19)

 

Kathleen Flynns Schreibstil lässt sich angenehm flüssig lesen, so dass ich keine Probleme hatte in die von ihr erschaffene Welt einzutauchen. Die Hauptprotagonisten Rachel und Liam stammen aus einer Zukunft, in der es den Menschen möglich ist durch die Zeit zu reisen. Durch diese tolle Errungenschaft erschließen sich der Menschheit unzählige Möglichkeiten, und so entstand das Jane Austen Projekt. Unter vielen Bewerbern wurde der Schauspieler Liam und die Ärztin Rachel auserkoren in das Jahr 1815 zu reisen um die Familie Austen zu infiltrieren und die Chance zu nutzen, das verschwundene Manuskript “Die Watsons” zu retten. Nachdem die Zukunft aus der Liam und Rachel stammen kurz umrissen wurde geht das Regency-Abenteuer auch gleich los.

 

Mit viel Liebe zum Detail lässt Kathleen Flynn die Epoche zu Beginn des 19. Jahrhunderts lebendig werden und fängt dabei die Atmosphäre in den unterschiedlichsten Situationen ein. Teegesellschaften, Einladungen zum Dinner oder Bewerbungsgespräche mit Hausbediensteten werden genauso fein gezeichnet wie die Persönlichkeiten die in diesen Szenarien wandeln. Die Geschichte wird aus Rachels Sichtweise erzählt, wodurch man einen guten Einblick bekommt, wie sich die Rolle der Frau in den letzten Jahrhunderten verändert hat. Kaum zu glauben wie mühsam es Frauen in so manchen Belangen hatten und wie gut es doch ist, als Frau im 21. Jahrhundert leben zu dürfen.

 

Besonders aufgeregt habe ich der Begegnung mit Kathleen Flynn’s Jane Austen entgegengefiebert. Zugegebenermaßen hatte ich etwas Angst davor, mir könnte die von der Autorin entworfene Jane nicht zusagen. Doch als es dann soweit war, und die Zeitreisenden tatsächlich der berühmten Autorin begegneten, lösten sich meine Vorbehalte in kürzester Zeit in Wohlgefallen auf.

 

Der Buchtitel verspricht eigentlich eine Jagd, doch wer darauf hofft wird enttäuscht werden. Passend zur beschaulichen Regency-Zeit schreitet der Handlungsverlauf eher gemächlich als nervenaufreibend spannend dahin. In meinen Augen passt der englische Originaltitel “The Jane Austen Project” um einiges besser zum Inhalt. Ich selbst habe den an Austen angelehnten Stil jedoch sehr genossen und das hat die fehlende “Jagd” auch sogleich wieder wett gemacht.

 

"In einer schmerzlichen Sekunde der Selbsterkenntnis wurde mir bewusst, dass ich anscheinend immer schon so gelebt hatte: schlafwandelnd, unvorbereitet, nur an mich selbst denkend." (Jane Austen – Jagd auf das verschollene Manuskript, Seite 365)

 

Der größere Teil des Romans spielt sich in der Regency-Zeit ab und wurde wirklich wunderbar von der Autorin ausgearbeitet. Die Details über Rachel und Liams Herkunftszeit bleiben jedoch recht schwammig und so fühlte ich mich in den abschließenden Kapiteln nicht mehr so recht zu Hause. Die beiden Zeitreisenden kehren nämlich von ihrer Mission in eine Welt zurück, deren Beständigkeit und Funktionsweise sich mir nicht erschloss. Aufgrund dieses fraglichen Romanendes ziehe ich einen Punkt in meiner Bewertung ab und vergebe 4 von 5 Grinsekatzen.

 

Fazit

 

Ein vergnüglicher wie auch kreativer Zeitreiseroman der vor allem für Jane Austen Liebhaber ein stimmungsvolles Leseerlebnis bereit hält.

Source: www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-jane-austen-jagd-auf-das-verschollene-manuskript-von-kathleen-flynn
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text 2018-10-07 21:55
My September 2018
Bonfire – Sie gehörte nie dazu: Thriller - Krysten Ritter,Norbert Möllemann,Charlotte Breuer
Ms. Marvel, Vol. 5: Super Famous - Nico Leon,G. Willow Wilson,Cliff Chiang,Takeshi Miyazawa,Adrian Alphona
Moxie. Zeit, zurückzuschlagen - Jennifer Mathieu,Alice Jakubeit
Clean - Christel Kröning,Juno Dawson
Bonfire – Sie gehörte nie dazu - 3.5 stars
Ms. Marvel, Vol. 5: Super Famous - 5 stars
Moxie. Zeit, zurückzuschlagen - 5 stars
Clean - 5 stars

 

Favorite book(s) of the month: Moxie, Clean, and Ms. Marvel (always)

 

Books started this month but haven't finished yet: Harry Potter, Flugangst 7A, Ghachar Ghochar, Power Woman

 

Theme of the month, starting ALL the books, finishing only half of them.
My wrap ups this year are mostly me crying about how little I'm reading. I don't like it. On the other hand, if I would make a tv show wrap up with all the episodes I have watched, we would all see, why I only finish three or four books a month. UGH.

 
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review 2018-09-24 13:46
Moxie!!!
Moxie. Zeit, zurückzuschlagen - Jennifer Mathieu,Alice Jakubeit

German and english review (spoilerfree)

 

Absolutes Lieblingsbuch diesen Monats, und wahrscheinlich auch für das ganze Jahr an sich. Hier hat einfach alles gestimmt. Ich hab das Buch als Hörbuch gehört und auch die Sprecherin hat einen richtig guten Job gemacht.

 

Inhalt: Vivian lebt in Texas und hat die Nase voll. Von den blöden Kommentaren der Jungs während des Unterrichts. Von den Lehrern, die nichts dagegen unternehmen. Von der absurden Kleiderordnung, die nur für Mädchen zu gelten scheint. Aber vor allem hat Vivian es satt, den Mund zu halten. Als sie einen alten Flyer ihrer Mutter, ein ehemaliges Punkrock-Riot-Grrrl, findet, beschließt sie, etwas gegen die Ungerechtigkeit zu tun. Heimlich gestaltet sie ihren eigenen Flyer, Moxie, und verteilt ihn an der Schule. Die Mädchen sind begeistert und tragen Vivians Botschaft weiter. Und auch Seth, der neue Junge an der Schule, ist schwer beeindruckt. Doch schon bald begreift Vivian, dass sie damit eine Revolution angestoßen hat, die ihre Leben ganz schön ins Wanken bringt …

 

Die Story an sich ist total frustrierend aber das muss sie auch sein. Das Thema ist wichtig. Das Thema ist nicht nur wichtig, es ist sogar real. Und das ist eigentlich das frustrierende an der ganzen Sache, dass sich die Autorin das nicht einfach nur so aus den Fingern gezogen hat, sondern, dass sich Mädchen jeden Tag solchen Problemen stellen müssen, und das ihnen niemand hilft.
Die Autorin hat wirklich wichtige Themen angesprochen und ist mir ihnen unglaublich gut umgegangen. Ich mochte den Schreibstil total und einfach die ganze Atmosphäre in dem Buch.

 

Vivian, Viv, als Hauptcharakter war einfach nur klasse. Ich fand es super schön mit anzusehen, wie sie sich durch das Buch hinweg entwickelt hat. Von einer stummen Betrachterin, die einfach alles so hingenommen hat, zu ihrem stillen Aufstand, als sie sich anonym mit ihren Flyern Gehör verschafft, und dann am Ende, als sie sich laut zu allem bekannt hat, im Kreise ihrer Moxie Girls, gegen den Schuldirektor und dem ganzen problematischen System, dass diese Schule darstellte.

 

Ich mochte die Beziehungen in dem Buch, Viv und ihre Mutter, und ihre Großeltern. Viv und Lucy (Lucy war mein absoluter Lieblingsnebencharakter!!!). Allgemein, mochte ich einfach die ganzen verschiedenen Freundschaften, die all die Mädels miteinandern verbunden hat und die sie stark gemacht haben. Und ich fand auch Viv mit Seth unheimlich süß, ich fand es toll, dass die Autorin aus ihm zwar einen richtig anständigen Kerl gemacht hat, aber ihn nicht perfekt geschrieben hat. Er konnte einige Dinge nicht verstehen und das war auch gut so, denn niemand ist perfekt, wir können alle beim Thema Feminismus noch dazu lernen, wichtig ist, dass man dafür offen bleibt.

 

***

 

Totally my favorite book this month, probably even for the whole year. Everything about this book is just amazing. I listened to the audiobook and the person reading it, did a really good job.

 

Summary: Vivian Carter is fed up. Fed up with her high school teachers who think the football team can do no wrong. Fed up with sexist dress codes, hallway harassment and gross comments from guys during class. But most of all, Viv Carter is fed up with always following the rules.

Viv's mum was a tough-as-nails, punk rock Riot Grrrl in the '90s, and now Viv takes a page from her mother's past and creates Moxie, a feminist zine that she distributes anonymously to her classmates. She's just blowing off steam, but other girls respond and spread the Moxie message. As Viv forges friendships with other young women across the divides of cliques and popularity rankings, she realises that what she has started is nothing short of a girl revolution.

TIME TO FIGHT LIKE A GIRL

 

The story itself is is freaking frustrating but it has to be. The topic is important, it's not just important, it's also so very real. And that's what makes this whole thing so frustrating, the author didn't just make these things up, it's happening, it's problems girls have to deal with every day of there life, and no one is helping them.
The author talked about some serious topics and she dealt with them so perfectly. I loved her writing and the whole atmosphere she created in the book.

 

Vivian, Viv, as a main character is amazing. I thought it was just beautiful to see her grew throughout the book. From a shy and silent observer, who kinda accepted everything around her, to her silent riot with her zines, and then towards the end when she and all her Moxie Girls protested very loudly against the principal and the whole problematic system that this school was.

 

I also loved all the relationships in the book. Viv and her mom, and her grandparents. Viv and Lucy (she was totally my favorite side character!!!). Overall I truly loved all the different friendships between all these girls, they were all so beautiful and made each girl so much stronger. And I also really loved Viv and Seth, they were just the cutest. I loved that even though the author wrote him as one of the few good guys, he wasn't perfect. He just couldn't understand some of the things and that was totally fine, cause nobody is perfect, we all can always learn a few more things when it comes to feminism, it's just important to stay open for that.

 
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text 2018-08-21 14:31
Reading progress update: I've read 17%.
Moxie. Zeit, zurückzuschlagen - Jennifer Mathieu,Alice Jakubeit

I'm listening to this right now. Damn, I love the story.

 
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review 2018-07-16 20:49
Ein spannendes Leben unter den Eintagsfliegen
Wie man die Zeit anhält: Roman - Matt Ha... Wie man die Zeit anhält: Roman - Matt Haig,Sophie Zeitz

Tom Hazard, wie sich Estienne Thomas Ambroise Christophe Hazard derzeit nennt, wurde am 3. März 1581 geboren. Damit ist er heute 439 Jahre alt, sieht aber aus wie 41. Eine ungewöhnliche Veranlagung sorgt dafür, dass der gebürtige Franzose seit seiner Teenagerzeit nur sehr, sehr langsam altert. Im Gegensatz zu ihm sind die übrigen Menschen nur Eintagsfliegen. Auch seine frühere große Liebe Rose ist schon vor Jahrhunderten an der Pest gestorben. Die gemeinsame Tochter Marion hat die Veranlagung geerbt, ist jedoch verschwunden. Obwohl Tom schon einige Abenteuer hinter sich hat, auf berühmte Persönlichkeiten wie Captain Cook getroffen ist und regelmäßig seine Identität geändert hat, konnte er sie bisher nicht wiederfinden und blieb einsam. Wird es ihm in seinem aktuellen Umfeld gelingen? Derzeit hält er sich wieder in London auf, wo er als Geschichtslehrer arbeitet. Und dabei macht er die Bekanntschaft von Camille, einer Französischlehrerin, die in seinem Leben alles verändert…

„Wie man die Zeit anhält“ ist ein unterhaltsamer, außergewöhnlicher Roman von Matt Haig.

Meine Meinung:
Der Roman besteht aus fünf Teilen, die wiederum mehrere Kapitel beinhalten. Die Handlung wechselt zwischen dem Geschehen in der Gegenwart und den Erlebnissen in den unterschiedlichen Jahrhunderten und Epochen. Die Übergänge sind recht fließend und trotz der schnellen Wechsel einfach nachzuverfolgen. Erzählt wird in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Tom. Der Aufbau des Romans hat mir sehr gut gefallen.

Der Schreibstil ist nicht nur angenehm und flüssig, sondern auch lebhaft. Die Beschreibungen sind nicht übermäßig detailliert, aber anschaulich. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht.

Mit Tom steht eine interessante Persönlichkeit im Vordergrund, die ich nach einigen Kapiteln sympathisch fand. Seine Gedanken und Gefühle werden gut deutlich und sind nachvollziehbar. Andere Charaktere bleiben dagegen etwas blass.

Ein Pluspunkt des Romans ist die Verknüpfung von Historie und Gegenwart mit Fantasieelementen. Die kreative Grundidee der Geschichte wird überzeugend umgesetzt. Die Erklärungen sind schlüssig, der Ablauf logisch. Die Handlung bietet einige Überraschungen. Dabei ist der Roman ebenso spannend wie tiefgründig. Er regt zum Nachdenken an. Die Frage nach dem Sinn des Lebens, Toms Einsamkeit, seine Trauer angesichts der Menschen, die er verloren hat, und einige andere Themen bieten interessante Denkimpulse. Zudem konnte mich die Geschichte emotional berühren, denn wie ein roter Faden zieht sich die Liebe durch den Roman.

Das deutsche Cover ist ansprechend gestaltet und thematisch passend. Schön finde ich auch, dass sich der deutsche Titel so nah am Original („How To Stop Time“) orientiert.

Mein Fazit:
„Wie man die Zeit anhält“ von Matt Haig ist ein kurzweiliger, fantasievoller Roman, der für schöne Lesestunden sorgt. Eine lesenswerte Geschichte, die ich absolut empfehlen kann.

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