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review 2017-01-16 05:25
Rezension | Moonatics von Arne Ahlert
Moonatics: Roman - Arne Ahlert

Beschreibung

 

Die Erde steht aufgrund des Klimawandels kurz davor zu kollabieren. Die nahe Zukunft der Menschen liegt somit im Weltall. Darian Curtis ist als Globetrotter schon viel durch die Welt gereist und hat sich bisher seinen Lebensunterhalt als Webdesigner verdient. Als er eines Tages ein kleines Vermögen erbt erfüllt er sich den Traum, drei Wochen Urlaub auf dem Mond zu machen. Im Weltall angekommen beginnt Darians wohl verrücktestes Abenteuer seines Lebens…

 

Meine Meinung

 

Der Science Fiction Roman „Moonatics“ von Arne Ahlert ist ein außerordentlich abgefahrenes sowie gelungenes Debüt!

 

Gemeinsam mit Darian Curtis tritt man eine aufregende Reise zum Mond an, dort angekommen hat man das Gefühl in eine nicht enden wollende Party der interessantesten Charaktere zu stürzen. Zum einen sind da die Hippies, auch Moonatics genannt, dann gibt es da noch einen wirklich außergewöhnlichen Roboter Buzz sowie viele freundliche Mitmenschen und die Katze Schrödinger, bei der ich unwillkürlich an The Big Bang Theory und das physikalische Gedankenexperiment Schrödingers Katze denken musste.

 

Es hat mir riesigen Spaß gemacht durch Arne Ahlerts klaren und detaillierten Schreibstil eine sagenhafte Reise auf den Mond anzutreten. Dabei sind vor allem die unterschiedlichen Charaktere eine wahrer Vollgenuss! Lediglich der Hauptprotagonist Darian scheint als Art „Beobachter“ den Geschehnissen beizuwohnen, ohne seine eigene Gedanken und Meinungen einzubringen. Dies hat mich allerdings wenig gestört, da es bereits genügend andere schillernde Figuren auf dem Mond gibt!

 

Einen Großteil des Romans wird man nach und nach Zeuge diverser und ziemlich außergewöhnlicher Ereignisse auf dem Mond. Dies liest sich fast schon wie eine Art Tagebuch oder Bericht, wobei so gut wie keine Spannung aufkommt – dennoch bleibt es die ganze Zeit über auf jeden Fall interessant. Auf den letzten 100/150 Seiten nimmt die Geschichte eine rasante Wendung und der bisher fehlende Spannungsbogen schnellt von 0 auf 100 in die Höhe. Auf einmal passiert alles Schlag auf Schlag, die Ereignisse überstürzen sich und Darian steckt mitten drin.

 

Der Debütroman von Arne Ahlert hat mich sagenhaft gut unterhalten, dabei verbindet er gekonnt ein überaus nachvollziehbares Weltuntergangsszenario mit Humor und seiner eigenen Idee wie das Leben auf dem Mond aussehen könnte. Ich vergebe für dieses farbenprächtige und eindrücklich geschilderte Mondabenteuer 4 von 5 Grisekatzen!

 

Noch ein Wort zum Schluss: Das Ende von „Moonatics“ bietet der eigenen Fantasie viel Raum für eigene Gedanken – aber vielleicht dürfen wir ja auch auf ein weiteres Werk von Arne Ahlert hoffen?

 

Über den Autor

 

Arne Ahlert wurde 1968 in Lüneburg geboren und ist im Rheinland aufgewachsen. Er lebte insgesamt mehrere Jahre in den USA, Kanada und Australien und ist regelmäßig, vorzugsweise in Asien, als Backpacker unterwegs. Neben seinen beruflichen Verpflichtungen beschäftigt er sich mit Literatur, dem Lauf der Dinge und dem Sinn des Ganzen. Heute lebt er in Berlin-Kreuzberg. Moonatics ist sein erster Roman. (Quelle: Heyne Verlag)

 

Fazit

 

Ein originelles und zum Schluss auch noch sehr spannendes Mondabenteuer mit jeder Menge Partyspaß!

Source: www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-moonatics-von-arne-ahlert
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review 2017-01-05 22:06
ICH LIEBE DIESES DRECKSVERDAMMTE BUCH!
Red Rising: Roman (Heyne fliegt) - Pierce Brown,Bernhard Kempen

Ich weiß gar nicht mehr, wie genau ich auf das Buch aufmerksam geworden bin, aber es kann eigentlich nur über Goodreads passiert sein. Da ich aber nicht mehr wusste, wie es hieß, als ich dann in der Buchhandlung stand, aber der Buchrücken bzw. die Coverseite mir bekannt vorkam, wusste ich, dass ich es gefunden habe. (Demnach auch einfach auf Gut-Glück gekauft.)
Auf der Rückseite wurde angepriesen für alle Fans von "Der Marsianer" und "Die Tribute von Panem" und ich dachte mir nur so: "Hm, dir haben die Bücher mehr als gut gefallen, also probierst du es einfach mal." Und Leute, ... dieses Buch! DIESES GOTTVERDAMMTE BUCH! Es hat mich so fertig gemacht. [heay breathing] Noch nicht einmal so sehr, dass ich hätte heulen müssen beim lesen, sondern einfach von dieser dichten Atmosphäre, die es nach den ersten Kapiteln schon geschaffen hat. Man hat sich komplett zu hause gefühlt in dieser fiktiven Welt und ich konnte endlich wieder die Umwelt um mich herum komplett vergessen beim Lesen. (Es hat einmal bei mir an der Tür geklingelt und ich habe einen halben Herzinfarkt bekommen deswegen, weil ich so vertieft war. Haha ^^")

Ich muss sagen, wenn ich jetzt aber bei jemanden lesen würde, dass es ihn zu sehr an Panem erinnert, dann kann ich das zum Teil auch nachvollziehen, denn ich hatte auch manchmal das Gefühl, dass es zu sehr daran angelehnt ist, aber es einfach doch wieder ganz anders. Versteht ihr? Ach, ich bin gerade ganz durch den Wind, dass ich das dicke Ding durchhabe und mit dem zweiten Band gleich weiter mache und ja ... ich kann meine Gefühle gerade eh kaum in Worte fassen. Es wäre nur unverständliches Fangirlgebrabbel.

Okay, ich muss weiterlesen. Bye! xD

 

description 

(ES IST SO TOLL! LIEBE! LIEBE FÜR DIESES BUCH!)


(Falls das alles wieder 'mal kein Sinn ergeben hat ... Entschuldigung. Ich bin ein bisschen matschig und gehypt gerade vom Buch und ja xD Vielleicht sollte ich einfach mal beim nächsten Buch die Review einen Tag danach schreiben xDD)

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review 2016-08-12 08:55
Ein sexy Koch
Sternenschiff: Die Paradox-Saga - Roman (German Edition) - Rachel Bach,Irene Holicki
"Ganze Wahrheiten machen die Dinge
in den meisten Fällen ohnehin nur noch schlimmer."
Ahoi! Nein, keine Seeleute in Sicht. Aber auch keine Science Fiction per se. Ich schlenderte durch die Innenstadt und wie das so ist, man darf mich nicht alleine lassen. Besonders, wenn ich mir fest vorgenommen habe KEINE Bücher zu kaufen. Und der Buchladen aber so verführerisch ist. Und dann hat man auf einmal 3Bücher in der Hand. Und beisst sich auf die Unterlippe. "Nein! Aus! Pfui!… Ok, EINS!" Und schon ist man raus aus dem Laden und fragt sich, ob man die letzten 10Minuten wirklich erlebt hat. Und Tatsache da ist ein Buch in deiner Tasche.

Ähnliche Probleme hat Devi auch. Ihr wird alle Nase das Licht ausgepustet und jedesmal hat sie so die Ahnung, dass irgendwas nicht stimmt. Einmal war es sogar ein Unterschied von einer gefühlten Stunde zu 10Minuten Helmkameraaufzeichnung. Dass sie sich also, neugierig wie das Mädel ist, auf die Suche nach des Pudels Kern macht, treibt die Handlung kontinuierlich voran. Ansonsten wäre es auch stinklangweilig an Bord der 'Glorreicher Narr', das Fluchschiff. Aber Fräulein Prota will hoch hinaus und nimmt stundenlange Wachrunden auf einem abgewrackten und geflickten Frachtschiff in Kauf, nur um eine Empfehlung zu erhalten, damit sie sich der Königsgarde anschließen kann. (Welches Blödtier hat bitte die Monarchie wieder eingeführt?)


"Nicht jedes Pech ist gleich schlimm,..."
Was für ein wirklich blöder Titel, langweilig und auch so richtig nichtssagend. Was für ein… nettes Cover, wobei nett hier - wie üblich - die kleine Schwester ist. Die Handlung ist ok, die Charaktere vorhanden. Das Overpowering overpowered, Klischees nicht verhandelbar. Die Bordkatze war noch ganz cool. Was das Ganze mit Firefly zu tun haben soll, erschließt sich mir nur in der Hinsicht, weil es ein bisschen was von Outlaws hat, deren Captain einfach tut was er will. Allerdings wie old school Sir Francis Drake für Queen Elizabeth als ein Malcom für die Serenity.

Was mich aber wirklich an der Schreibe genervt hat waren die Wiederholungen. Und die Namen. Hier hat alles einen Namen. Die Prota und ihr LoveAct natürlich, die Crew, die Rassen… die Waffen der Prota, die Rüstung der Prota und selbst die Hyperraumtore. Wundert mich, dass das Tentakelmonster keinen hatte. Aber das war ja auch nur dafür da um… ja was überhaupt? Jedenfalls geht es ja schließlich um die Rassen untereinander die sich nicht Grün sind. Von den Lelgis kriegt zwar Otto-Normal nichts mit, aber dass es sie gibt weiß jeder. Genauso wie jeder weiß, dass es die gefrässigen Xith'cal (Echsen) gibt. Weiters im Raum unterwegs: die Äons, was wirklich schräge Vögel sind und Menschen. Die sich in diesem Entwurf gespalten haben zu: Terranern und Paradoxier. Worin der Unterschied besteht weiß ich allerdings nicht, ist jetzt nicht so, dass Zweitere blaue Haut haben oder so. Sie sollen aber auf jeden Fall auf den ersten Blick erkennbar Paradox sein. Das erscheint mir widersprüchlich.


"Das Wunder war vielmehr, dass Caldswell noch am Leben war,
nachdem er sich den Sensenmann zum Feind gemacht hatte
.
"
Kommen wir also zur Prota, da die ganze Reise eine einzige selbstbeweihräuchernde Darstellung ist. In dieser leidigen Ich-Perspektive mit der ich mich Null identifizieren kann. Und das reicht ja noch nicht, dass diese Söldnerin (in anderer Military SF würde man sie einfach Marine nennen) so tough ist, nein da hat sie auch noch ein Blackbox Äquivalent im Nervensystem der Rüstung stecken um sich selber anzusehen wie toll sie ist. Und das tut sie dann auch: in aller Abgeschiedenheit ihrer Koje, mit abgeschlossener Tür und im Dunkeln. Ich bin mir sicher, sie hat sich dabei einen runter geholt. Sie kommt mir überhaupt wie eine männliche Version eines x-beliebigen Helden vor.

Da war Xith'cal Hyrek irgendwie interessanter. Der konnte sich immerhin selbst entscheiden was er sein wollte und hat deshalb einfach mal kein Geschlecht angenommen. Coole Erfindung. Ansonsten haben wir den Axtschwingenden Tank vom Dienst mit viel PS und wenig Hubraum. Eine Sektenangehörige 'new wave' "Du musst deine Harmonien finden" Auraguckerin und der Rest… irrelevant. Wenn sich auch Captain Caldswell und Ren für echt wichtig halten. Der einzige der das Geil sein noch toppt ist Rupert, der Smutje. Der ist so megageil… wegen dem Leckerchen bin ich geblieben. Er gefällt mir. Diese Koch-Geschichte und ein paar andere Hinweise lassen mich das ganze Werk jedoch eher als: OnePieceSF betrachten.


Fazit: 
Ja nett. Mehr nicht. Wäre ich doch besser dran vorbei gegangen. So ist das, wenn man diese 'tollen' Kommentare auf dem Buchdeckel liest und im Gehirn Synapsen anspringen. Abgesehen davon, weiss ich nicht, warum die deutschen Verlage SF immer noch so stiefkindlich behandeln und so einen Schmarren 'einkaufen'. Da kann sicher so einiges 'homemade' mithalten. Ich sage nicht mal, dass das hier Verschwendung war, ich finde nur, dass es vor… Anfängerfehlern nur so strotzt. Die DARF und SOLL man machen. Aber warum verlegen wir das?

Ich steige lieber schnell aus der Serie aus, da es wohl eine werden wird, genauso wie letztes Jahr bei Kris Longknife. Es gibt schlichtweg unterhaltsamere SF. Und da lese ich lieber noch einen Linnea Sinclair, wenn ich bisschen LoveContent in der SF haben möchte. Die Frau braucht nämlich nur 3Charaktere um meine Fantasie völlig in den Bann zu ziehen und an die Begegnungen der beiden starken Chars denke ich heute noch.

Mein Urteil: In meinem Faktotum erscheint eine unterdurchschnittliche Leistung.
Source: lesekatzen.blogspot.de/2016/06/rezension-sternenschiff-rachel-bach-by.html
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review 2016-07-04 12:00
Die Magie der Namen
Die Magie der Namen: Roman - Nicole Gozdek

Story:
In Mirabortas bestimmt die Namensmagie über alles: Aussehen, Anerkennung und Ruhm erlangen die Nummern (Kinder), die am Tag der der Namensgebung einen bedeutenden Namen erhalten. Auch Nummer 19 träumt davon ein großer Name zu werden, um endlich aus der Bedeutungslosigkeit zu fliehen und etwas Großes zu vollbringen. Doch als es soweit ist, erhält er den Namen Tirasan Passario, während seine Klassenkameraden teilweise als bekannte und berühmte Persönlichkeiten wiedergeboren werden. Von einem Tirasan hat niemand je etwas gehört, so dass er den Weg nach Himmelstor antritt um mehr über sich und seine Vergangenheit zu erfahren. Dabei wird er von dem Krieger Rustan Polliander, der Magierin Nelia Wabloo und deren Freunden begleitet und muss schon bald feststellen, dass sich mehr hinter dem Namen Tirasan verbirgt, als er gedacht hat – denn es gibt Menschen, die ihn aus dem Weg räumen wollen …

 

Eigene Meinung:
„Die Magie der Namen“ stammt aus der Feder Nicole Gozdek, die mit ihrem Fantasy-Roman die Piper Awards auf Wattpad gewann. Das Buch erschien im Hardcover beim Piper-Label ivi, und soll im kommenden Jahr mit dem Roman „Die gestohlen Wirklichkeit“ fortgesetzt werden, da noch etliche Punkte offen sind und auch das Thema von Rustans Homosexualität (das am Ende des vorliegenden Buches auf zwiespältige Art gelöst wurde) erneut aufgegriffen werden soll.

 

Die Grundidee der Geschichte (die Namensmagie) ist wirklich schön und solide ausgearbeitet, so dass man schnell in die Handlung einsteigt. Die Sache mit der Namensgebung und der Magie, die diesem Ereignis innewohnt, ist wirklich toll umschrieben und fesselt den Leser ungemein. Es macht Spaß mit Nummer 19 den Tag mitzuerleben, in dem er und seine Klassenkameraden ihren wahren Namen erfahren und die Ereignisse, die sich diesem besonderen Ereignis anschließen. Nicole Gozdek baut eine spannende, in sich schlüssige Fantasywelt auf, die mehr zu bieten hat, als es auf den ersten Blick scheint. Leider verliert das Buch jedoch an Fahrt, da die Geschichte ungleichmäßig aufgebaut ist. Während der Weg nach Himmelstor recht ausufernd, teils bis ins kleinste Detail beschrieben wird, überschlagen sich die Erklärungen und Auflösungen zum Ende hin so sehr, dass man fast nicht mehr hinterherkommt. Es ist wirklich schade, dass die Autorin die Geschichte auf diese rabiate Art und Weise beendet hat, denn auch wenn vieles erklärt und zum Abschluss gebracht wurde, hat man doch das Gefühl, durch die Geschichte zu hetzen. Hier wirkt sich die geringe Seitenzahl, die die Autorin beim Wettbewerb leider einhalten musste, negativ auf den Roman aus, da vieles überstürzt und hektisch wirkt.

 

In dem Zusammenhang ist es auch sehr schade, dass viele Ereignisse nicht aktiv erzählt werden – der Überfall der Banditen im Holzwald wird in der Retrospektive erzählt. Man ist nicht direkt dabei, als Tirasan und seine Freunde angegriffen werden. Stattdessen erfährt man den genauen Ablauf als Art Zusammenfassung, was sowohl die Spannung, als auch den Schwung aus dem Kapitel nimmt. Auch sonst kommt es immer wieder vor, dass Action-Szenen zusammengefasst werden, was sehr schade ist. Hier büßt der Roman an Tempo und Spannung ein.

 

Charakterlich weißt „Die Magie der Namen“ ebenfalls Schwächen auf. Tirasan ist leider ein sehr blasser, unsicherer und sehr weinerlicher Charakter, dem es an Selbstvertrauen und Stärke fehlt. Das mag zu Beginn nicht problematisch sein, doch mit der Zeit nervt seine extrem pessimistische Art und sein kindisches, unreifes Verhalten – gerade gegenüber Rustan, der ihn von Anfang an beschützen will und darüber hinaus auch noch Gefühle für seinen Freund entwickelt. Leider bleibt Rustan recht blass, ebenso seine Freunde (die mit der Zeit auch Tirasans Gefährten werden). Sie sind einfach da, weil es eine „Heldengruppe“ um Tirasan geben muss, aber welchen tieferen Zweck Allira und Baro erfüllen, bleibt schleierhaft. Sie sind einfach da, wirken aber wie Statisten. Da sie zu Beginn Nummer 19 / Tirasan eher feindlich gesonnen waren, fragt man sich sowieso ab welchem Punkt bei den beiden das Umdenken kam und warum sie überhaupt Freundschaft zu ihrem ehemaligen Konkurrenten empfinden. So wirklich nachvollziehbar ist diese Wandlung nämlich nicht.

 

Stilistisch legt Nicole Gozdek ein solides Buch vor, das durch eine klare, leicht verständliche Sprache und einige schöne Passagen besticht. Teilweise verwirren die vielen, unterschiedlichen Namen jedoch, doch es gibt am Ende des Buches ein Namensregister, was einen gewissen Überblick verschafft. Hin und wieder wäre es schön gewesen, wenn die Autorin die Actionszenen ausführlicher ausgeschrieben hätte, ebenso vermisst man ein wenig den Tiefgang bei den Charakteren. Sie wirken alle ein wenig blass, was jedoch auch daran liegen kann, dass sie im Grunde keinen Hintergrund haben (als Nummern sind sie vollkommen bedeutungslos und haben fast keinerlei Rechte). Dennoch vermisst man ein wenig die Charakterisierung der einzelnen Figuren.

 

Fazit:
„Die Magie der Namen“ ist ein solider, gut geschriebener Fantasy-Roman, der mit einer genialen Grundidee und spannenden Hintergründen aufwartet. Leider wirkt das Buch zu kurz gehalten, da das Ende ein wenig überstürzt kommt und einfach zu glatt gebügelt (Happy-End mit dem Holzhammer) wirkt. Auch mangelt es an wirklicher Charakterentwicklung und auch Spannung sucht man mit der Zeit vergeblich, da die Ereignisse einfach heruntergerasselt werden. Auch Rustans „Umpolung“ am Ende stößt dem ein oder anderen mitunter sauer auf, wenngleich dieser Punkt wohl in der Fortsetzung aufgegriffen werden wird.
Wer Fantasy und ungewöhnliche Konzepte mag, sollte einen Blick in die Leseprobe werfen und dann entscheiden, ob er Nicole Gozdeks „Die Magie der Namen“ eine Chance geben will.

 

Bezüglich des Endes des Buches und Rustans Homosexualität, erschien am 21.06.2016 ein offener Brief auf Like a Dream, ebenso wie eine Stellungnahme (23.06.2016) seitens des Verlags und der Autorin. In den kommenden Wochen wird zu dieser Thematik auch ein Interview mit Nicole Gozdek geführt und auf Like a Dream veröffentlicht.

Source: www.like-a-dream.de
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review 2016-06-29 06:30
Zwei Papas und ein Baby
Zwei Papas und ein Baby: Unser Leben als (fast) ganz normale Familie - Tobias Rebisch

Inhalt:
Nach einer schmerzhaften Trennung stellt Tobias fest, dass er für seinen besten Freund Marc mehr empfindet, als reine Freundschaft – ein Schock für den jungen Mann, der in einem kleinen Dorf aufgewachsen ist. Glücklicherweise werden seine Gefühle erwidert und beide beschließen sich ein gemeinsames Leben aufzubauen. Nach einiger Zeit wächst bei beiden der Wunsch nach einem gemeinsamen Kind, denn ihre Liebe ist stark genug, um ein junges Leben zu begleiten und ihm über Jahre hinweg beizustehen. Doch der Kampf um ein Kind ist schwierig, denn als gleichgeschlechtliches Paar haben sie mit ungleich mehr Problemen zu kämpfen, wenn es darum geht ein Baby zu adoptieren. Über Jahre hinweg halten Tobias und Marc an ihrem Traum fest und erst als sie die Hoffnung schon fast aufgegeben haben, kommt der erlösende Anruf …

 

Eigene Meinung:
Das autobiografische Buch „Zwei Papas und ein Baby“ erschien 2016 im Heyne Verlag und ist eine einzige Liebesgeschichte des Autors an seinen Mann Marc und seinen Sohn Luis. Dies spürt man auf jeder Seite, was dafür sorgt, dass es schwer fällt, den Roman aus der Hand zu legen. Es ist wundervoll die Geschichte der beiden Männer mitzuerleben, die sich nicht nur finden, sondern auch, trotz vieler Probleme und Widrigkeiten, eine kleine Familie aufbauen. Es zeigt, wie schwierig es für junge Paare ist (dabei sind nicht nur homosexuelle gemeint, sondern auch heterosexuelle Pärchen, bei denen sich ein Kinderwunsch nicht erfüllt), ein Kind zu adoptieren und welche bürokratische Hürden genommen werden müssen, bevor man ein Kind bei sich aufnehmen kann. Trotzdem haben es Tobias und Marc doppelt schwer, da es ihnen nicht gestattet ist, gemeinsam als Paar ein Kind zu adoptieren (bei einer eingetragenen Lebenspartnerschaft ist das bis heute nicht möglich), sondern nur einer von ihnen darf einen entsprechenden Antrag stellen. Dass sie dadurch schlechtere Karten haben, wenn es darum geht, eine Auslands- oder Inlandsadoption durchzuführen, wird mit der Zeit klar, denn  natürlich werden junge Paare gegenüber einem (von Rechtwegen) Single bevorzugt. Dementsprechend müssen die beiden Männer Jahre warten, bevor sie (quasi über Nacht) Eltern werden, was sie und ihre Beziehung vor ganz neue Probleme stellt.

 

Tobias Rebisch erzählt sehr eindringlich und warmherzig, welche Probleme und Steine ihm und seinem Mann in den Weg gelegt wurden, gleichzeitig aber auch, von wem sie unterstützt wurden. Dabei bleibt er stets offen und ehrlich, schreibt fair und klagt niemanden an. Er schildert einfach nur, was ihm und seinem Mann im Laufe des Adoptionsprozess wiederfahren ist, von welcher Stelle sie Hilfe und Unterstützung bekommen haben und welche Parteien mit ihrer Entscheidung weniger glücklich waren. Sehr spannend ist auch, welche Gedanken sich die beiden Männer darum machen, bevor sie sich für eine Adoption entscheiden – man fragt sich automatisch, wie viele Paare sich dieselben Fragen stellen, mit denen sich Tobias und Marc herumschlagen, bevor sie ein Kind in die Welt setzen.

 

Sehr schön ist auch das letzte Drittel des Romans, in dem das Leben zu Dritt geschildert wird und in dem Tobias Rebisch offen auf die Schwierigkeiten und Probleme eingeht, die ein Baby mit sich bringt. Dadurch berührt er den Leser auf mehreren Ebenen. Als Leser leidet man mit Tobias und Marc, als sie trotz aller Hoffnungen keinen rettenden Anruf erhalten, ebenso freut sich mit ihm und seinem Mann über das Glück, dass ihnen mit Luis wiederfahren ist. Regenbogenfamilien sind in Deutschland leider eine Seltenheit, die gegen viele Vorurteile zu kämpfen haben. In dem Zusammenhang ist „Zwei Papas und ein Baby“ ein wundervolles Werk, das zeigt, dass zwei Männer ebenso gut für ein neues Leben sorgen können, wie ein „normales“ Paar. Tobias Rebisch macht Mut und Hoffnung, hinterlässt ein gutes Gefühl und man fragt sich automatisch, wie es mit der Familie weitergeht. Vielleicht lässt uns der Autor ja daran teilhaben, denn man fühlt sich Tobias, Marc und Luis sehr nahe, wenn man das Buch zuschlägt. Daher möchte man auch wissen, wie ihr Leben weitergeht, insbesondere wenn Luis älter wird.

 

Fazit:
„Zwei Papas und ein Baby“ ist ein wundervoller, autobiografischer Roman, der den Leser gefangen nimmt und so schnell nicht mehr loslässt. Tobias Rebisch trifft den richtigen Ton, macht Mut und lässt den Leser mit einem guten Gefühl zurück, das dafür sorgt, dass man sich automatisch fragt, wie es der jungen Familie zukünftig ergeht. Das Buch ist eine wundervolle, persönliche Liebeserklärung, an der uns der Autor teilhaben lässt und die den Leser tief berührt. Tobias Rebisch zeigt, dass es sich zu kämpfen lohnt, ganz gleich wie schwierig die Bedingungen sind. Denn Liebe findet einen Weg. Sehr zu empfehlen.

Source: www.like-a-dream.de
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