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text 2017-09-13 19:13
Lese-Status | Wesley Chu: Der Zeitkurier
Zeitkurier: Roman - Wesley Chu,Jürgen Langowski
Auf Seite 35 steht:  Es ist ein Kapitelverbrechen einen Chronauten zu verletzen. Niemand legte sich mit einem Chronauten an. Dann steht auf Seite 37: Wenn ein Chronaut bei einem Streit beteiligt ist, passt jeder genau auf. 
 
Aber: Chronauten wurden dazu ausgebildet nicht aufzufallen. (ebenfalls S.37) 
 
Wie soll das funktionieren?  
 
So wie es scheint erkennt in dieser Welt jeder einen Chronauten, wenn der nur den Raum betritt, aber der Chronaut darf nicht auffallen?
 
Als Chronaut steht man nach dieser Logik automatisch im Fokus aller anwesenden Personen, wenn man nur den Raum betritt.
 
Quasi denkt sich jeder, der einen sieht:  Achtung, Leute!  Da ist ein Chronaut im Raum!  Warnung: Ein Chronaut! Ich darf mich nicht mit dem Chronaut anlegen, ich geh dem mal besser aus dem Weg, dem Chronaut! 
 
Also auch  wenn dieser Fokus nur kurz währt, aber unter „nicht auffallen“ verstehe ich etwas anderes. 
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review 2017-09-11 14:56
Rezension | Joe Hill: Fireman
Fireman: Roman - Ronald Gutberlet,Joe Hill
Wer den Klappentext verfasst hat las den Titel und nicht das Buch. 
 
Was habe ich erwartet: 
Eine Geschichte über eine apokalyptische Krankheit und einen mysteriösen Fireman. Irgendwas mit einem coolen Endzeithelden, gespickt mit feinen Mystery- und Horror - Elementen. (Entschuldige, Joe Hill, aber ja, ich messe dich an Daddy.) 
 
Was habe ich bekommen:
Ja, was habe ich bekommen? Ein Endzeit-Dschungelcamp? Eine Gesellschaftsstudie am Rande einer Apokalypse? 
 
Man hätte es genau so gut „Marlborough -Mann“ nennen können und behaupten, eben jener wäre die größte Gefahr der Menschheit.  Ja, ein „Marlborough- Mann“ kommt vor und ja, er ist eine Gefahr. Zumindest für einen Teil der Menschheit. Damit wären wenigstens zwei Aussagen des Klappentextes als wahr erfüllt, denn es gibt tatsächlich einen „Fireman“ in diesem Roman, aber er ist nicht die letzte Rettung der Menschheit. 
 
Die Krankheit ist cool. „Dragonscale“, feine Muster, die auf deiner Haut erscheinen und dazu führen, dass du in Flammen aufgehst. Mit dem Menschen nach und nach die ganze Welt. Gut, dieKrankheit zu haben ist nicht so cool, aber die Idee ist gut.  Verschwendet, aber gut. 
 
Harper, die Protagonistin folgte ich sehr gern durch den Verlauf der Geschichte. Sie ist erfrischend normal, nicht perfekt, aber auch keine Damsel-in-Distress. 
 
Der Firmen war am Anfang als mystischer Retter interessant, wurde aber sehr schnell de-mystifiziert. Er ist nett. Also nicht im Sinne von „nett ist die kleine Schwester von…“, sondern nett. Mehr aber auch nicht. Er kommt nicht so oft vor und er macht auch nicht sonderlich viel. Aber er ist … nett. 
 
Die Romanze fand ich zu erzwungen und fehl am Platz. Sie tut nichts für die Geschichte und macht wenig Sinn. Lass die beiden sich mal verlieben, weil … Keks. Das ist eine „Thor“ - Romantik. Kennen sich ein paar Stunden und verlieben sich unsterblich weil es der Plot so will. Nein, nicht der Plot, der Autor. 
 
Joe Hill arbeitet mir epischer Vorausdeutung. Das erfüllt seinen Zweck, man möchte weiter lesen, aber es verrät auch viel. Zu viel Info zu früh nimmt Überraschung weg. Ich mag es lieber, wenn ich nach und nach herausfinde, wer die Antagonisten sind, als wenn ich vorweg mit der Nase darauf gestoßen werden. Ein oder zwei Wendepunkte der Geschichte lässt er offen, die größten, aber weniger vorweg greifender Erklärung hätte dem Buch gut getan. 
 
Längen gibt es. Der Mittelteil im Camp zieht sich hin, während das aktionsreichere Ende im Vergleich recht kurz ausfällt. Ich wünschte mir mehr und früher Aktion und weniger Aufbau. Die Etablierung des großen Personals braucht Zeit, ja, aber Joe Hill sollte auf sein Talent vertrauen viele Figuren differenziert darzustellen. Das kann er nämlich. Hat gut von Daddy gelernt.
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text 2017-09-03 14:57
Erster Satz | Wesley Chu: Zeitkurier
Zeitkurier: Roman - Wesley Chu,Jürgen Langowski

Ein Lichtbalken bohrte sich durch das Nichts und schoss zum Zentrum der taktischen Karte. 

 

Auf der Brücke hielten die Besatzungsmitglieder gleichzeitig den Atem an und verfolgten den Weg des Lichtstreifens durch das All. Im Raum herrschte Totenstille, wenn man von der monotonen Stimme absah, die die Sekunden bis zum Einschlag herunterzählte. 

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text 2017-08-28 17:30
Erster Satz | Stephen King: Es
Es - Stephen King,Alexandra von Reinhardt,Joachim Körber

Der Schrecken, der weitere achtundzwanzig Jahre kein Ende nehmen sollte - wenn er überhaupt je ein Ende nahm - begann, soviel ich weiß und sagen kann, mit einem Boot aus Zeitungspapier, das einen vom Regen überfluteten Rinnstein entlang trieb. 

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review 2017-06-03 09:09
Rezension | Junktown von Matthias Oden
Junktown: Roman - Matthias Oden Junktown: Roman - Matthias Oden

Beschreibung

 

Inspektor Solomon Cain lebt in einer Zukunft, in der Maschinen und Menschen eng miteinander verbunden existieren, er arbeitet für die Geheime Maschinenpolizei (Gemapo) in der Hauptstadt „Junktown“ und führt neben seinem Job ein eher überschaubares Leben. Das oberste Gebot der Regierung ist die Konsumpflicht von Drogen eines jeden Bürgers, deren Erfüllung durch ärztliche Überwachung streng kontrolliert wird.

 

Trotz des Drogenrauschs versucht Inspektor Solomon Cain einen klaren Kopf für seinen neusten Fall zu bewahren. Der Mord an einer Gebärmutter deutet zunächst auf eine Beziehungstat hin, doch die oberste Behörde der Regierung ist in den Fall verwickelt und Solomon Cain betritt während seiner Recherche immer gefährlicheres Terrain.

 

Meine Meinung

 

„Junktown“ ist der Titel von Matthias Odens dystopischen Science-Fiction Roman und bezeichnet zugleich auch die Stadt, die den Handlungsort der bizarren Geschichte darstellt.

 

Schon der abgefahrene Klappentext dieses Debütromans hat mich auf den ersten Blick angesprochen – Dieses Buch musste ich also unbedingt lesen! Eines kann ich schon vorwegnehmen, ich wurde nicht enttäuscht. Es gibt jede Menge bizarre Maschinen, Drogen, genetisch abgestufte und veränderte Menschentypen sowie eine diktatorische Regierung die ihre Bürger durch Drogenkonsum an der kurzen Leine hält.

 

Matthias Oden wirft den Leser ohne große Umschweife direkt ins Geschehen, Näheres über die Regierungsstruktur, die Eigenschaften der diversen Menschentypen, sowie gesellschaftliche Sitten und Regeln werden nach und nach ergänzt. Für eine bessere Übersicht gibt es am Ende des Romans ein kleines Verzeichnis, das die wichtigsten Organisationen und Abkürzungen beschreibt. Der Autor verwendet eine harte Sprache und lässt teilweise recht obszöne Ausdrücke einfließen, die der Geschichte eine passende Atmosphäre verpassen.

 

"In Junktown war eine Ecke so schäbig wie die andere – wo sollte man also schon hinwollen? Vor allem, wenn man sich zu Hause an bessere Orte spritzen konnte." (Seite 37)

 

Ich habe es sehr genossen in die verrückte Welt abzutauchen, die Matthias Oden in „Junktown“ entwirft, skurrile Maschinen und Regierungsstrukturen kennen zu lernen und Inspektor Solomon Cain bei der spannenden Ermittlungsarbeit über die Schulter zu schauen. Der bildhafte Schreibstil lässt regelrecht Bilder im Kopf entstehen, so dass ich zeitweise das Gefühl hatte mitten in einen Kinostreifen gefallen zu sein.

 

Im Gegensatz zu den detailliert geschilderten Ermittlungsvorgängen die Cain durchläuft, kommt mir das Ende etwas zu schnell abgespeist vor. Im Eiltempo wendet sich Cains Blatt und die Leser/-innen werden mit überraschenden Wendungen in einem richtigen Showdown aus dem Gleis gehoben. An sich hat mir das auch sehr gut gefallen – es passiert allerdings so vieles auf wenigen Seiten, dass ich mir an manchen Ecken einfach gewünscht hätte das ganze näher betrachten zu können.

 

"»Die meisten Tage haben es verdient zu sterben….«" (Seite 242)

 

Fazit

 

Ein literarischer Drogentrip durch eine skurrile Zukunftsvision.

Source: www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-junktown-von-matthias-oden
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