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review 2017-06-03 09:09
Rezension | Junktown von Matthias Oden
Junktown: Roman - Matthias Oden Junktown: Roman - Matthias Oden

Beschreibung

 

Inspektor Solomon Cain lebt in einer Zukunft, in der Maschinen und Menschen eng miteinander verbunden existieren, er arbeitet für die Geheime Maschinenpolizei (Gemapo) in der Hauptstadt „Junktown“ und führt neben seinem Job ein eher überschaubares Leben. Das oberste Gebot der Regierung ist die Konsumpflicht von Drogen eines jeden Bürgers, deren Erfüllung durch ärztliche Überwachung streng kontrolliert wird.

 

Trotz des Drogenrauschs versucht Inspektor Solomon Cain einen klaren Kopf für seinen neusten Fall zu bewahren. Der Mord an einer Gebärmutter deutet zunächst auf eine Beziehungstat hin, doch die oberste Behörde der Regierung ist in den Fall verwickelt und Solomon Cain betritt während seiner Recherche immer gefährlicheres Terrain.

 

Meine Meinung

 

„Junktown“ ist der Titel von Matthias Odens dystopischen Science-Fiction Roman und bezeichnet zugleich auch die Stadt, die den Handlungsort der bizarren Geschichte darstellt.

 

Schon der abgefahrene Klappentext dieses Debütromans hat mich auf den ersten Blick angesprochen – Dieses Buch musste ich also unbedingt lesen! Eines kann ich schon vorwegnehmen, ich wurde nicht enttäuscht. Es gibt jede Menge bizarre Maschinen, Drogen, genetisch abgestufte und veränderte Menschentypen sowie eine diktatorische Regierung die ihre Bürger durch Drogenkonsum an der kurzen Leine hält.

 

Matthias Oden wirft den Leser ohne große Umschweife direkt ins Geschehen, Näheres über die Regierungsstruktur, die Eigenschaften der diversen Menschentypen, sowie gesellschaftliche Sitten und Regeln werden nach und nach ergänzt. Für eine bessere Übersicht gibt es am Ende des Romans ein kleines Verzeichnis, das die wichtigsten Organisationen und Abkürzungen beschreibt. Der Autor verwendet eine harte Sprache und lässt teilweise recht obszöne Ausdrücke einfließen, die der Geschichte eine passende Atmosphäre verpassen.

 

"In Junktown war eine Ecke so schäbig wie die andere – wo sollte man also schon hinwollen? Vor allem, wenn man sich zu Hause an bessere Orte spritzen konnte." (Seite 37)

 

Ich habe es sehr genossen in die verrückte Welt abzutauchen, die Matthias Oden in „Junktown“ entwirft, skurrile Maschinen und Regierungsstrukturen kennen zu lernen und Inspektor Solomon Cain bei der spannenden Ermittlungsarbeit über die Schulter zu schauen. Der bildhafte Schreibstil lässt regelrecht Bilder im Kopf entstehen, so dass ich zeitweise das Gefühl hatte mitten in einen Kinostreifen gefallen zu sein.

 

Im Gegensatz zu den detailliert geschilderten Ermittlungsvorgängen die Cain durchläuft, kommt mir das Ende etwas zu schnell abgespeist vor. Im Eiltempo wendet sich Cains Blatt und die Leser/-innen werden mit überraschenden Wendungen in einem richtigen Showdown aus dem Gleis gehoben. An sich hat mir das auch sehr gut gefallen – es passiert allerdings so vieles auf wenigen Seiten, dass ich mir an manchen Ecken einfach gewünscht hätte das ganze näher betrachten zu können.

 

"»Die meisten Tage haben es verdient zu sterben….«" (Seite 242)

 

Fazit

 

Ein literarischer Drogentrip durch eine skurrile Zukunftsvision.

Source: www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-junktown-von-matthias-oden
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review 2017-01-16 05:25
Rezension | Moonatics von Arne Ahlert
Moonatics: Roman - Arne Ahlert

Beschreibung

 

Die Erde steht aufgrund des Klimawandels kurz davor zu kollabieren. Die nahe Zukunft der Menschen liegt somit im Weltall. Darian Curtis ist als Globetrotter schon viel durch die Welt gereist und hat sich bisher seinen Lebensunterhalt als Webdesigner verdient. Als er eines Tages ein kleines Vermögen erbt erfüllt er sich den Traum, drei Wochen Urlaub auf dem Mond zu machen. Im Weltall angekommen beginnt Darians wohl verrücktestes Abenteuer seines Lebens…

 

Meine Meinung

 

Der Science Fiction Roman „Moonatics“ von Arne Ahlert ist ein außerordentlich abgefahrenes sowie gelungenes Debüt!

 

Gemeinsam mit Darian Curtis tritt man eine aufregende Reise zum Mond an, dort angekommen hat man das Gefühl in eine nicht enden wollende Party der interessantesten Charaktere zu stürzen. Zum einen sind da die Hippies, auch Moonatics genannt, dann gibt es da noch einen wirklich außergewöhnlichen Roboter Buzz sowie viele freundliche Mitmenschen und die Katze Schrödinger, bei der ich unwillkürlich an The Big Bang Theory und das physikalische Gedankenexperiment Schrödingers Katze denken musste.

 

Es hat mir riesigen Spaß gemacht durch Arne Ahlerts klaren und detaillierten Schreibstil eine sagenhafte Reise auf den Mond anzutreten. Dabei sind vor allem die unterschiedlichen Charaktere eine wahrer Vollgenuss! Lediglich der Hauptprotagonist Darian scheint als Art „Beobachter“ den Geschehnissen beizuwohnen, ohne seine eigene Gedanken und Meinungen einzubringen. Dies hat mich allerdings wenig gestört, da es bereits genügend andere schillernde Figuren auf dem Mond gibt!

 

Einen Großteil des Romans wird man nach und nach Zeuge diverser und ziemlich außergewöhnlicher Ereignisse auf dem Mond. Dies liest sich fast schon wie eine Art Tagebuch oder Bericht, wobei so gut wie keine Spannung aufkommt – dennoch bleibt es die ganze Zeit über auf jeden Fall interessant. Auf den letzten 100/150 Seiten nimmt die Geschichte eine rasante Wendung und der bisher fehlende Spannungsbogen schnellt von 0 auf 100 in die Höhe. Auf einmal passiert alles Schlag auf Schlag, die Ereignisse überstürzen sich und Darian steckt mitten drin.

 

Der Debütroman von Arne Ahlert hat mich sagenhaft gut unterhalten, dabei verbindet er gekonnt ein überaus nachvollziehbares Weltuntergangsszenario mit Humor und seiner eigenen Idee wie das Leben auf dem Mond aussehen könnte. Ich vergebe für dieses farbenprächtige und eindrücklich geschilderte Mondabenteuer 4 von 5 Grisekatzen!

 

Noch ein Wort zum Schluss: Das Ende von „Moonatics“ bietet der eigenen Fantasie viel Raum für eigene Gedanken – aber vielleicht dürfen wir ja auch auf ein weiteres Werk von Arne Ahlert hoffen?

 

Über den Autor

 

Arne Ahlert wurde 1968 in Lüneburg geboren und ist im Rheinland aufgewachsen. Er lebte insgesamt mehrere Jahre in den USA, Kanada und Australien und ist regelmäßig, vorzugsweise in Asien, als Backpacker unterwegs. Neben seinen beruflichen Verpflichtungen beschäftigt er sich mit Literatur, dem Lauf der Dinge und dem Sinn des Ganzen. Heute lebt er in Berlin-Kreuzberg. Moonatics ist sein erster Roman. (Quelle: Heyne Verlag)

 

Fazit

 

Ein originelles und zum Schluss auch noch sehr spannendes Mondabenteuer mit jeder Menge Partyspaß!

Source: www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-moonatics-von-arne-ahlert
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review 2015-11-08 10:40
[Rezension] K. Bromberg - Driven Band 1 "Verführt"
Driven. Verführt: Band 1 - Roman - - Kerstin Winter,K. Bromberg

Titel: Verführt
Serie: Driven Serie Band 1
Autorin: K. Bromberg
Verlag: Heyne Verlag
Erschienen: Januar 2015
Genre: Romantik, Erotik
Seitenzahl: 480 Seiten
Ausgabe: Taschenbuch

ISBN: 978-3-453-43806-4
Preis: 7,99 Euro [E-Book]
          8,99 Euro [Print]

 

 

 
Ich bedanke mich beim Heyne Verlag für dieses fantastische Rezensionsexemplar.

 

Klappentext: 

Rennautos und Geschwindigkeit sind seine Leidenschaft … und auch in Sachen Frauen gibt Colton Vollgas
Als Rylee bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung Leute um Spenden für einen guten Zweck bittet, platzt auf einmal der blendend aussehende, aber seltsam gefühlskalte Colton Donovan in ihr Leben. Er ist ein waschechter Playboy, draufgängerischer Rennfahrer und hat Familie in Hollywood – kein Wunder, dass die Frauen ihm reihenweise zu Füßen liegen. Doch Colton hat ab diesem Tag nur noch Augen für Rylee. Er will sie erobern, und bald beginnt er ein gefährliches Spiel der Verführung mit ihr.

Die Autorin: 

K. Bromberg lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern im südlichen Teil Kaliforniens. Wenn sie mal eine Auszeit von ihrem chaotischen Alltag braucht, ist sie auf dem Laufband anzutreffen oder verschlingt gerade ein kluges, freches Buch auf ihrem eReader. DRIVEN. Verführt ist der Auftakt ihrer hochgelobten DRIVEN-Trilogie.

Meine Meinung: 

Rylee arbeitet in einem Jugendwohnheim und kümmert sich liebevoll um die Jungs die dort leben.
Sie ist ein liebenswerter Mensch, die sich aufopferungsvoll um jedes einzelne Kind kümmert.
Bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung lernt sie Colton kennen. Sie nennt ihn witzigerweise nur Ace" und weiß gar nicht, das es sich um einen berühmten Rennfahrer handelt.
Colton ist der typische Bad Boy. Er sieht verdammt gut aus, ist reich und kann so ziemlich jede Frau haben die er möchte. Aber er möchte Rylee. Sie fühlt sich zwar sehr von ihm angezogen, doch weiß sie, dass er nur auf Affairen aus ist und Rylee möchte aber mehr.
In der Vergangenheit haben Beide sehr viel miterlebt und nach und nach kommen sie sich näher, auch wenn es Rylee eigentlich gar nicht möchte, doch immer schneller schleicht sich Colton in ihr Herz.
Plötzlich entdeckt auch Colton, dass er sowohl in der Lage ist Gefühle zuzulassen. Es macht ihm höllische Angst und eigentlich weiß er, dass er Rylee am Schluss verletzten wird.

Beide Charaktere sind toll. Ich mochte Rylee von Anfang an. Sie ist herzensgut, hat in der Vergangenheit viel trauriges erlebt und geht in ihrer Arbeit völlig auf.
Colton ist ein angesagteste Rennfahrer, dem alle Frauen zu Füße liegen, doch es gibt Momente, in denen er merkt, dass das nicht alles ist.

Ich hing an jedem Wort und jeder Szene, die sie im Buch geschrieben hat. Besonders schön fand ich, wie K. Bromberg, die erotischen Szenen auf eine sinnliche Weise herüber gebracht hat.
Die Autorin schreibt fließend, beschreibt wunderbar wie die einzelnen Charaktere ticken und wie sie doch tief in ihrem Inneren leiden.

Mein Fazit: 

Ganz klar ... Suchtgefahr. Das Ende des ersten Teils blieb so unvollendet, dass ich es gar nicht erwarten kann, wie es mit Rylee und Ace weitergehen wird. Wird die Liebe siegen?

Meine Bewertung: 5/5

 

Source: beatelovelybooks.blogspot.de/2015/11/rezension-k-bromberg-driven-band-1.html
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review 2015-10-08 10:27
Trotzdem
Der Thron der Finsternis: Roman - Peter V. Brett,Ingrid Herrmann-Nytko
Anmerkung: Spoiler sind nicht verhandelbar, da laufende Serie.
Wer die Serie nicht kennt, sollte vielleicht lieber direkt zum Fazit springen. Ansonsten habe ich einen Rundumschlag ausgeteilt für die gesamte herausgegebene Serie. 



 „Einsame Menschen machen mitunter die närrischsten Dinge.“

Ich hab' 'ne Kutsche, 'ne KUNTERBUNTE Kutsche, 'nen Jongleur und 'ne dama'ting, die schauen dort zum Fenster raus...“
Das reimt sich nicht, wie im Originallied, aber so ist das Leben eben, wenn man Veränderungen vornimmt. Wer jetzt hier die Lyrik, Poesie und Liedtextdichtung nicht beherrscht, Autor Peter V. Brett, seine Meisterjongleure und Herzogherolde Kereen, Goldkehle, Rojer oder vielleicht doch Übersetzerin Ingrid Herrmann-Nytko, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass die Liedtexte grauenhaft sind. In etwa so gestelzt wie mein Versuch da oben. Nun gut, ich sollte nicht in fremden Gewässern fischen, ich selbst kann nicht singen und beim Zimbeln schlagen im Kissentanz wäre ich wohl auch eher untauglich und müsste mit anderen Reizen überzeugen. Sei es drum, liest man es aber mal laut vor, so wie ich es versucht habe, kommt dabei einfach kein Lied raus. Mal reimen sich die Verse, mal ‚sind sie auch nicht von schlechten Eltern‘ (ähnlich DieÄrzte).

Das ist aber wirklich noch nicht alles, was auffällt beim Vorlesen. Mein altbekanntes Problem mit Spasmen der Chars sprach’ ich ja schon an, diesmal kommen zu den krasianischen Vokabeln noch die Ausspracheprobleme der Eigennamen an sich hinzu: ‚Angierianische Wildpferde‘ sind so ein Ding. Denn nach Fort Angier an den dortigen Herzogshof von Rhinebeck verschlägt es uns im aktuellen Teil der Dämonensaga. Tatsächlich gibt es irgendwo in der Nacht noch die beiden Erlöser Jardir und Arlen, die sich daran machen ihre eigenen Pläne zu verfolgen. Doch wer sich mal den Originaltitel ansieht: „The SkullThrone“ (und wer die anderen Teile kennt), der weiß, der Schädelthron ist dieses Ding auf dem Shar’Dama’Ka Ahmann Jardir normalerweise seinen Hofstaat hält. Der Schädelthron ist übrigens ungleich dem Schwerterthron aus Game of Thrones! Warum der deutsche Titel den Leser so weit ab vom Weg führt weiß ich nicht, das schafft nämlich gleich ganz falsche Vorüberlegungen. Ich dachte nämlich: na mit dem Thron der Finsternis kann ja nur NIE gemeint sein, die im Horc darauf wartet angegriffen zu werden.


 „Wenn du willst, kannst du abscheulicher sein als ein Dämon.“

Wie aber schon befürchtet bewegen wir uns Zeitstrahltechnisch nicht wirklich weit vorwärts und Brett lässt es sich auch nicht nehmen wieder lustig hin und her zu hüpfen. Diesmal zwar nicht in ganzen Jahresspannen, aber dafür in den Jahreszeiten. Grad in der erste Hälfte konnte man eine Münze werfen bei jeder Überschrift: Winter oder Herbst, Herbst oder Winter? Da hier mehrere Charaktere und Handlungsstränge weiterhin in ungefährem 3Kapiteltakt nebeneinander erzählt werden, ist dies jedoch verschmerzbar. Vorrangig kümmern wir uns also um die Menschen und deren ‚Krieg unter dem Antlitz der Sonne‘, sowie so ‚kleinen‘ Problemen wie einer Schwangerschaft und aufgesetzten Streits unter Liebenden. Nett aber Unsinn war Jardirs Stammbaum, den Platz hätte man besser für ein Namensregister benützen sollen!

Es ist wahr, Arlen und Jardir haben den Menschen Mut, Kraft und vor allem Waffen gebracht. Ihnen gezeigt wie sie sich wehren können. Die Krasianer machen es sich einfach, Fort Rizon ist bereits gefallen und heißt ‚Everams Füllhorn’ und trotz der Frage: Wer soll Jardir auf dem Thron ersetzen, soll nun auch Fort Lakton dran glauben. Der Siegeszug der Südländer scheint unausweichlich voranzuschreiten. Während die ‚neue‘ Talgrafschaft unter Thamos Führung erblüht. Kein Wunder, hat Arlen die Leute ja gebufft und ihnen eingebläut jeder einzelne Mensch sei der Erlöser. Und die Grafschaft gedeiht auf den Großsiegeln hervorragend, sie bauen ihre neuen Ortschaften einfach gleich als Siegel (!) und verwöhnen sich. Dergestalt, das Dämonen weiterhin Schlachtvieh bleiben. Es ist eben wichtiger menschliche ‚gute Zeiten, schlechte Zeiten‘ zu spielen, als sich der wirklichen Gefahr zu widmen.  


 „(...) anstatt zu kämpfen einen Sonnenschirm zu tragen.“

Schauen wir doch mal, was für Seiten wir da haben.
Inevera und Abban müssen neuerdings dicht zusammenarbeiten und machen das richtig gut.
Leesha und Thamos tändeln herum, zicken sich an, ignorieren sich und kriegen von der Herzoginmutter dann einfach einen auf den Deckel.
Rojer findet Gefallen an der Mehrehe und spielt mit dem Gedanken sich noch eine dritte Frau zu nehmen, darf sich ansonsten so richtig in Szene setzen. Amanvah ist eine wirklich nicht zu unterschätzende Größe geworden.

Wonda-Woman Bogenschützin und Leibwächterin wird Idol für eine ganze ‚Siegelkinder’-Generation und Versuchskaninchen.
Gared, dieser einstmals unsympathische Idiot, ist weiterhin ein Baumschubser mit viel PS und wenig Hubraum, soll aber jetzt auf nem fetten Junggesellenball verkuppelt werden. Er hat insgesamt eine sehr schöne Entwicklung durchlaufen.
Asome und Jayan umkreisen sich wie Kampfhähne, wobei aber keiner von beiden wirklich besser wäre.
 
Renna nervt wie immer mit ihrer Schnodderschnauze und freundet sich mit einer Speerschwester an. 
Wie erwähnt, Arlen und Jardir machen einen auf eigenes Ding durchziehen.
Und Dorn stelle ich mir wie so einen kleinen schmutzigen, heiseren Ghul vor.

Da hat sich so einiges getan in den Konstellationen, aber nicht viel Überraschendes. Die meisten Weichen sind schon in Buch 1 genauso gestellt worden, damit sich die Freund- und Feindschaften jetzt so entwickeln können. Völlig elendig wirken dann die Nebenhandlungen über irgendwelche Cousinen x. Grades, die auch mal irgendwann in der Zeitlinie unter Enkidos Aufsicht ausgebildet worden sind und… ach hätte man sich echt schenken können, das waren ganz klar für mich Geschichten die nicht ins Hauptbuch gehörten.
Aus den letzten 200 Seiten hat Brett aber dann sehr viel raus geholt und den Bereich für den nächsten Teil kahl geschlagen. Und das Knochenwerfen der krasianischen Frauen hilft dem Autor immer weiter zu gehen, da die ja lästigerweise alles vorhersehen können. Dennoch gewinnt man das Gefühl, das das Ziel aus den Augen verloren wurde durch den Menschenkrieg. Ich hoffe im nächsten Band erzählen uns die Horcling-Prinzen mehr!

Fazit:
Wem kann ich das Buch empfehlen: unserer Bundeskanzlerin. Ja, nennt mich anmaßend und ich will hier auch gar nicht Stellung beziehen in der Flüchtlingsfrage, aber wie Thamos reagiert auf die Flüchtlinge unterwegs, wie Leesha, Wonda, Gared und Renna dafür kämpfen, dass die Notleidenden durchkommen, wie Rojer sich dafür einsetzt weitere Fiedler auszubilden, wie sie Gelder und Spenden beschaffen, wie die Flüchtlingsströme sich ansiedeln, integriert werden, versorgt werden… das ist vorbildlich! Und Brett sagt nicht: Schau’ wie einfach es ist in einer fiktiven Welt, ganz im Gegenteil.
Nein Spaß beiseite. Ich würde dieses Buch NICHT ohne die anderen lesen. Dafür sind die Spielfiguren schon zu weit vorgerückt. Die ganze Serie ist etwas für Freunde der Fantasy und Freunde von autonomen Frauencharakteren, die sich nicht erst emanzipieren müssen. Mich beschleicht nämlich langsam das Gefühl, dass hier echt kein einziger Mann etwas zu sagen hat. Hinter jedem mächtigen Mann steht eine noch mächtigere Dama’ting, auch wenn die im Norden nicht so heißen *zwinker*.

So wie Inevera versucht die krasianischen Stämme zusammenzuhalten, versucht Brett alle Handlungen zusammenzuhalten. So wie Arlen versucht Jardir Vernunft einzubläuen und der im Gegenzug verhindern will, dass der Obermotz Dämonenprinz in den Sarg des Kaji in Anochs Sonne sche…. ehm… ja das tut der Dämon WIRKLICH, hockt da über dem geöffneten Sarg und hebt den Schwanz an um zu… Was wollte ich? Ach komm, umschalten in den Rauchersaal am Hof des Herzogs zum ‚EPIC RAP BATTLE OF JONGLEUR!‘ Bei dem jeder ein Lied zum besten schmettern darf und bejubelt wird. 

Und jetzt warte ich auf den nächsten Teil.
 
Zum Urteil erinnern wir uns liebevoll an Brunas Schlagstock: RUMS
Source: lesekatzen.blogspot.de/2015/10/rezension-der-thron-der-finsternis.html
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review 2015-08-11 08:17
[REZENSION] Liebe zum Nachtisch von Victoria Seifried (by Nana)
Liebe zum Nachtisch: Roman - Victoria Seifried

Liebe zum Nachtisch - Victoria Seifried
Heyne, 2015
400 Seiten
Preis: 8,99 €
ISBN: 978-3-453-41822-6

Klappentext:

Ist es in der Liebe wie beim Essen – kommt das Beste tatsächlich zum Schluss?
Helena kann es nur hoffen, denn die Beziehung mit ihrem langjährigen Freund Rainer ist in etwa so spannend wie Staubsaugerbeutel zu kaufen. Auch ihr Lebensberater, ihre Schildkröte Pirmin, kann sie nicht dazu bewegen, sich von Rainer zu trennen und ihr Leben in Schwung zu bringen. Doch das ändert sich schlagartig, als sie ihrem Traummann Jeffrey begegnet. Die beiden verbringen eine aufregende Nacht, und Helena ist im siebten Himmel. Doch am nächsten Morgen muss Jeff nach New York fliegen. Für Nesthocker Helena eine unvorstellbare Reise, aber Jeff niemals wieder sehen? No way! Sie packt ihre Koffer und reist ihm nach. Aber wie soll sie ihn nur anhand seines Vornamens aufspüren?



 

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Source: lesekatzen.blogspot.de/2015/08/rezension-liebe-zum-nachtisch-von.html?spref=fb
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