logo
Wrong email address or username
Wrong email address or username
Incorrect verification code
back to top
Search tags: Jugend
Load new posts () and activity
Like Reblog Comment
show activity (+)
review 2019-01-11 04:18
[Rezension] Jasper Fforde: Die letzte Drachentöterin
Die letzte Drachentöterin - Isabel Bogdan,Jasper Fforde

Jennifer Strange, die sich nicht einmal sicher ist, ob sie so heißt, weil der Name ihr als Findelkind gegeben wurde, leitet die Zaubereragentur Kazam. Findelkinder gehören zuerst ihrem Waisenhaus und werden dann als billige Arbeitskräfte verkauft, wo sie sich ihre Freiheit erarbeiten können/müssen/dürfen. Jennifer ist mit 16 Jahren noch zwei Jahre von ihrer Erlösung entfernt, hat sich aber mit ihrem Schicksal abgefunden. Neben einem bunten Haufen an Zauberern unterschiedlichster Couleur gibt es noch das Quarktier: Ein erfundenes Wesen, dass zu unterschiedlichen Teilen aus Velociraptor, Küchenmaschine und Labrador besteht. Neu hinzu kommt Tiger, ebenfalls ein Findelkind, der frisch Kazam zugeteilt wurde.

 

Die Probleme beginnen, als die Vorhersage gemacht wird, das Jennifer Strange den letzten Drachen töten wird. Diese wurden vor langer Zeit von einem Magier in bestimmte Areale verbannt. Genau diese Fleckchen Land sind hart umkämpft.

 

Jasper Fforde erklärt nicht viel. Du wirst in die Welt geschmissen wie ein Nichtschwimmer ins kalte Wasser. Schwimmflügel gibt es nicht. Das tut der Geschichte keinen Abbruch, ich fand es erfrischend nicht alles erklärt und erzählt zu bekommen. Was sind/waren die Trollkriege? Keine Ahnung. Aber da denke ich mir halt selbst was aus. Fforde eröffnet hier quasi eine Art „unendliche Geschichte“, in welcher der Leser sich manche Dinge eben selbst ausdenken muss. Für ein Jugendbuch ist dies ein gelungener Ansatz.

 

Die Einfälle in diesem Buch reichen von komisch über skurril bis hin zu völlig bekloppt und absolut meschugge. Ich meine … allein das Quarktier ist eine Erfindung für sich.
Hier trifft die Altersempfehlung zu, Jugendlichen unter 14 würde ich dieses Buch nicht in die Hand drücken, weil man zwischen den ganzen Details der Geschichte folgen können muss. Jüngere Leser könnten damit überfordert sein.

 

Apropos Geschichte: Die hat es in sich. Als Erwachsener liest Du zwischen den Zeilen und meine Güte ist dieses Buch böse. Es ist bei genauem Hinsehen kein schrulliges Jugendbuch mit lustigen Einfällen, sondern eine bitterböse Satire auf Politik und Wirtschaft. Teilweise musste ich kurz innehalten, weil ich diese Themen in einem Jugendbuch nicht erwartet hätte.

 

Was mir daran besonders gefällt ist, dass Jasper Fforde Jugendliche fordert: Mit seinem Subtext und mit seiner Art manches einfach unerklärt stehen zu lassen. Bücher sollen schließlich die Phantasie anregen, also kann man auch ein bisschen selbst was dazu denken/erfinden. Im Gegensatz zu diesem Buch kauen viele Kinder und Jugendbücher Dir alles vor; der größte Konflikt besteht aus einem plakativem Muster aus Gut und Böse ohne all zu viel Tiefe. (Es gibt Ausnahmen, keine Frage.) Oder es geht ohenhin nur um die Romanze, die alles überschattet.

 

Man muss ein bisschen zwischen den Zeilen lesen und auch wenn jüngere Leser vielleicht nicht alle Feinheiten verstehen, so bekommen sie hier doch ein paar Seiten der Politik und Wirtschaft gezeigt, über die es sich nachzudenken lohnt. Plus eine Menge spritziger Einfälle, um die Phantasie anzukurbeln und jede Menge Magie. ^^
Mich hat das Buch positiv überrascht.

Like Reblog Comment
quote 2019-01-01 09:05
Pack alles ein, vergiß nichts!
Laß nur nichts da!
Der Neger fährt zu den Negern.
Jugend ohne Gott - Ödön von Horváth

Kap. Über den Wassern

 

Letzter Absatz im Originalbuch, im Hörbuch herauszensiert. Ideologiebegründete Sprachzerstörung durch Unverständnis, Unverstand, Angst vor Idiotie.

Like Reblog Comment
quote 2019-01-01 08:56
Er wollte alle Geheimnisse ergründen, aber nur, um darüberstehen zu können – darüber mit seinem Hohn. Er kannte keine Schauer, denn seine Angst war nur Feigheit. Und seine Liebe zur Wirklichkeit war nur der Haß auf die Wahrheit. Und während ich so rede, fühle ich mich plötzlich wunderbar leicht, weil es keinen T mehr gibt. Einen weniger! Freue ich mich denn? Ja! Ja, ich freue mich! Denn trotz aller eigenen Schuld an dem Bösen ist es herrlich und wunderschön, wenn ein Böser vernichtet wird!
Jugend ohne Gott - Ödön von Horváth

Kap. Die anderen Augen

Like Reblog Comment
quote 2019-01-01 08:37
»Das freie Ausspucken ist behördlich verboten!«
Jugend ohne Gott - Ödön von Horváth

Kap. Der N

Like Reblog Comment
quote 2019-01-01 07:45
Und ich sage: »Ich wollte mit deinen Eltern über dich sprechen, aber leider haben sie keine Zeit.«
»Über mich?«
Er grinst.
Ganz leer.
Da steht der Wißbegierige wie ein Idiot.
Jetzt scheint er zu lauschen.
Was fliegt um ihn?
Was hört er?
Die Flügel der Verblödung?
Ich eile davon.
Jugend ohne Gott - Ödön von Horváth

Kap. Die Endstation

More posts
Your Dashboard view:
Need help?