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review 2015-08-06 19:09
Tom Hillenbrand: Drohnenland
Drohnenland: Kriminalroman - Tom Hillenbrand

Wer träumt nicht vom Holodeck trifft auf "der perfekte Mord". Und mittendrin Kommissar Westerhuizen, ein Niederländer bzw. Ex-Niederländer, denn in der fernen nahen Zukunft, in der "Drohnenland" spielt, sind die Niederlande unter den Meeresspiegel abgesunken. Nun lebt er in Brüssel und arbeitet für die europäische Polizei, die selten, sehr sehr selten einen Mord aufzuklären hat, bei der es vom Täter keine heiße Spur gibt. Jedes Quadratfitzelchen Erde wird ständig gescannt, den Ermittlern stehen Simulationen (also die Art Holodecks) zur genauen Rekonstruktion zur Verfügung und sie arbeiten mit einer Analystin zusammen, die ihnen hilft, die enorm intelligenten Rechner zu verstehen.

Die Welt, die Hillenbrand für seinen Polit-/Verschwörungs-/Maschinen-Zukunftskrimi entfaltet, ist erschreckend nah an uns dran. Vom Klimawandel bis zur skizzierten Veränderung des Wirtschafts- und Machtgefälles und natürlich vor allem den Folgen des Umgangs mit Technologie und Überwachung: es ist beängstigend zu lesen, wie plausibel das alles klingt. Dabei bleibt die Story die ganze Zeit hochspannend.

An einem Tag verschlungen, sehr gute Unterhaltung

(Gelesen auf skoobe)

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review 2015-02-25 09:25
Im Weltall hört dich niemand schreien
Im Turm des Panopticons (German Edition) - Daniela Rohr

Die Autorin Daniela Rohr trat vor zwei, drei Wochen mit der Bitte um eine Rezension an mich heran. Sie schlug mir vor, entweder ihre Roman-Collage „Der Zeit-Zwirbel-Effekt und seine Knöpfchendrücker“, die aus 11 zusammenhängenden Kurzgeschichten besteht, oder die Novelle „Im Turm des Panopticons“ zu rezensieren. Beide Werke sind dem Genre Science Fiction zuzuordnen. Reine Science Fiction lese ich sonst eher nicht, aber für mich klang „Im Turm des Panopticons“ so spannend und interessant, dass ich neugierig wurde. Ich nahm ihre Bitte mit Freuden an.

 

Im Turm des Panopticons erfüllt Linea Wermut ihren Dienst. Das Herz des gigantischen, interstellaren Gefängnisses ist bereits seit über 5 Monaten ihr Arbeitsplatz. Als Wärterin ist es ihre Aufgabe, rebellische SystemkritikerInnen zu beobachten – ohne dass die Insassen es bemerken. Unzählige Kameras, gläserne Zellen und das zentrale Computersystem „Alexa“ machen die totale Überwachung möglich. Alles ist genau wie immer für Linea – das heißt, hauptsächlich sterbenslangweilig. Doch dann scheint einer der Gefangenen bei einer Routineüberprüfung der Zellen genau in die Kamera zu starren. Direkt in Lineas Gesicht. Als wüsste er, dass sie da sei. Was absolut unmöglich ist. Linea fühlt sich unbehaglich, schiebt den Vorfall jedoch schnell gedanklich beiseite. Er kann sie nicht sehen. Keinesfalls. Aber als Linea weitere seltsame Verhaltensweisen der Insassen auffallen, kommt ihr der Gedanke, dass sie sie doch sehen könnten, plötzlich gar nicht mehr so absurd vor…

 

Dafür, dass ich reine Science Fiction normalerweise meide, hat mich „Im Turm des Panopticons“ sehr positiv überrascht. Vielleicht sollte ich dem Genre doch ab und zu eine Chance einräumen und mich darauf einlassen. Diese Novelle von Daniela Rohr ist ein wirklich spannender Psycho-Trip, der die LeserInnen schnell in eine Dimension führt, in der Realität und Einbildung parallel zueinander zu existieren scheinen. Es ist, als würden sich verschiedene Versionen derselben Situation über einander legen, sodass alles irgendwie zusammen passt, irgendwie aber auch überhaupt nichts. Ich fühlte mich, als würde ich durch dicken Nebel waten; am Rande konnte ich immer wieder Schemen der Wahrheit ausmachen, die jedoch konturlos blieben. Umso spaßiger und aufregender war es, zu raten, was denn nun tatsächlich mit Linea geschieht. Erst ganz am Ende löst Daniela Rohr diesen Nebel auf – mit einem Knall, der sich gewaschen hat.
Die Zugkraft der Geschichte geht meines Erachtens nach von der Protagonistin Linea aus. Sie ist eine wirklich starke Figur, in die ich mich sofort hineinversetzen konnte. Ich denke, die Identifikation mit ihr fiel mir besonders leicht, weil ich mich in einigen Szenen vermutlich ganz ähnlich verhalten hätte. Als ihre Paranoia zunehmend drängender wurde, konnte auch ich mich ihrem Einfluss nicht ganz entziehen. Ich begann zu zweifeln. Trotzdem ließen sich all die Jahre Thriller-Erfahrung nicht völlig ausknipsen, am Ende war meine Intuition doch unbestechlich. Aber ich liebe ja den Moment, in dem mir vom Autor oder in diesem Fall der Autorin gesagt wird, dass ich auf der richtigen Fährte war. Die Auflösung der tatsächlichen Situation konnte ich in ihren Details selbstverständlich nicht vorhersehen, was auch gut so war, allerdings war es ein gutes Gefühl, zu wissen, dass mich Daniela Rohr nicht völlig verwirren konnte. ;)
Darüber hinaus hat mich die bedrohliche, beklemmende Atmosphäre nachhaltig beeindruckt. Die Darstellung der absoluten Isolation, in der sich Linea befindet, ist Daniela Rohr hervorragend gelungen. Diese Isolation ist der Ausgangspunkt aller Entwicklungen, denn Linea ist nicht nur von den Insassen des Gefängnisses komplett abgeschottet, sondern auch von der Erde. Sie kann telefonieren, aber ansonsten ist ihr einziger Kontakt die künstliche Intelligenz des Computersystems Alexa. Wie sagt man so schön? „Im Weltall hört dich niemand schreien“. Genau das macht die Situation so vertrackt und unheimlich. Sie ist ganz allein. Niemand kann ihr helfen. Niemand versteht ihre Ängste. Wie reagiert man, wenn man das Gefühl hat, langsam verrückt zu werden und außer der unausweichlichen Rationalität eines Computers keinen Beistand bekommt? Ich konnte voll und ganz nachvollziehen, wie verzweifelt Linea sich gefühlt hat. Wem sollte sie glauben? Ihren eigenen Augen oder Alexas Logik?

 

„Im Turm des Panopticons“ ist eine zwingende Novelle, der man sich als LeserIn gedanklich einfach nicht entziehen kann. Man kommt nicht darum herum, sich zu fragen, wie man selbst handeln würde, wäre man in Lineas Position. Daniela Rohr hat meiner Meinung nach eine Menge Potential und Talent, das sich vor allem darin zeigte, dass ich selbst irgendwann nicht mehr sicher einschätzen konnte, was Wirklichkeit ist und was Einbildung. Das Ende der Geschichte setzt dann noch mal einen drauf; völlig unvorhersehbar, selbst wenn man glaubt zu wissen, was mit Linea passiert und ebenso nachhaltig wie die Atmosphäre. Ich erwische mich auch jetzt noch manchmal dabei, dass ich darüber nachdenke, weil mich die aufgeworfene Frage einfach beschäftigt.
Ich kann euch dieses kurze Werk begeistert empfehlen, aber wenn ihr es lesen möchtet, nehmt euch einen Tag Zeit, an dem ihr sonst nichts anderes vorhabt, denn ich bin überzeugt, ihr wollt und könnt es nicht mehr aus der Hand legen.

 

Ich bedanke mich von Herzen bei Daniela Rohr, die mir ihr Werk als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat und außerdem wahnsinnig freundlich war. Wollt ihr mehr über sie und ihr Schaffen wissen? Dann schaut doch mal auf ihrer Website vorbei!

Source: wortmagieblog.wordpress.com/2015/02/25/daniela-rohr-im-turm-des-panopticons
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review 2014-06-29 16:42
Echo der Hoffnung - Highland-Saga #7 | Diana Gabaldon
Echo der Hoffnung - Diana Gabaldon,Barbara Schnell

Diana Gabaldon
Echo der Hoffnung
Highland-Saga #7

Blanvalet, 27.11.2009
Historische Zeitreise-Saga
Übersetzerin: Barbara Schnell
TB, 13 €
Kindle-Edition: 6,99 €
HC, 1024 Seiten, 24,95 €
ISBN: 3764503033
vom SuB
gelesen: Gebundene Ausgabe ohne Leselotte,
geliehene Ausgabe via Skoobe
und von eBook.de geschenkte eBook-Ausgabe

 

Bewertung: 

 

Inhaltsangabe (Amazon):

Die Feder ist mächtiger als das Schwert
1777 – die Zeichen für einen Sieg der Kolonien im Unabhängigkeitskrieg gegen die Briten stehen schlecht. Nur Claire Randall, die Zeitreisende aus dem 20. Jahrhundert, und ihr geliebter Mann Jamie Fraser wissen, wie er ausgehen wird. Jamies Herz schlägt für die Aufständischen – doch sein unehelicher Sohn William kämpft in der britischen Armee …
Jamie weigert sich, zur Waffe zu greifen, doch er will mit dem gedruckten Wort in die revolutionären Kämpfe eingreifen. Dafür braucht er seine Druckerpresse, und die steht immer noch in Edinburgh. Während es in den Straßen der Kolonien schon nach Pulverdampf riecht, macht sich Jamie bereit für eine Rückkehr in die schottischen Highlands, mit Claire an seiner Seite.

Meine Meinung:

 

Als allererstes möchte ich mich bei Skoobe.de bedanken, dass ich den dicken Schicken dort leihen durfte, denn obwohl es mich treibt, meinem SuB gedruckter Werke so langsam zu Leibe zu rücken, widerstrebt es mir doch, solch große dicke und schwere Bücher, die man nur am Tisch lesen kann, mit mir herumzutragen und unterwegs zu lesen. So war es wundervoll, das Buch unterwegs auf dem iPad lesen zu können. Noch toller ist, dass ich von eBook.de das Buch während der Aktion “Lesesommer” geschenkt bekam, so dass ich es nun auch in digitaler Form besitze.

 

Highland-Saga 7, Diana Gabaldon

Teilnehmen kann jeder, auch bis zum 15.07.2014 noch, indem er/sie dienstags ein Foto eines gedruckten Lieblingsbuches zwischen 10.00 und 16.00 Uhr an folgende Adresse sendet. Es werden jeweils 200 eBooks verlost.

 

Echo der Hoffnung, Diana Gabaldon 2

Was ein eBook natürlich nicht hat, ist der Schutzumschlag des gebundenen Buches mit Bändchen ;) – in der Innenseite befindet sich nämlich dieser fantastische Stammbaum der Highland-Saga :D

 

Zum Buch:

 

Dies ist der 7. Band der Highland-Saga. Er steht schon seit Jahren in meinem SuB, und da im Juli der 8. Band erscheint, wollte ich diesen zuvor gelesen haben. 1024 Seiten – oder wie hier bei Skoobe errechnete eng bedruckte 1252 Druckseiten - umfasst das Buch. Es spielt in zwei Zeitebenen mit verschiedenen Protagonisten. Im 18. JH sind dies wie gehabt Jamie und Claire, im 20. JH Brianna, Roger und deren Kinder Jem und Mandy.

 

Auch die Handlungsorte wechseln. Zum einen befinden wir uns mitten drin im Unabhängigkeitskrieg der Kolonien gegen die Britische Krone und kämpfen Seite an Seite mit Jamie und Ian, ja sogar William Ransom, dem Adoptivsohn Lord Johns, und zum anderen befinden wir uns in Lallybroch und bangen gerade zum Ende hin um die junge Familie der Zeitreisenden und können doch so gar nichts tun…

 

Natürlich können wir auch in diesem Band wieder einiges Wissenswerte über die medizinischen Errungenschaften lernen, die Claire selbstbewusst anwendet und so manchem das Leben rettet (und damit natürlich durchaus die Zukunft verändern könnte), aber wir sehen auch all das Blut, riechen den Gestank bei und nach einem Gemetzel und sorgen uns um alle uns inzwischen lieb gewordenen Personen. Alle werden sie so gut beschrieben, dass wir meinen, sie tatsächlich zu kennen. Und nicht nur einmal stehen fast alle am Abgrund…

 

Viel Liebe, Mut, Intrigen und so manches Leid befindet sich in diesem Buch, und es gibt einige Passagen, die mitunter Längen aufweisen. Am schlimmsten ist eigentlich wieder das Ende, weil Fragen offen bleiben und wir nun auf den 8. Band warten müssen, ehe wir erfahren können, was weiter geschieht.

 

Bemerkenswert ist, dass Diana Gabaldon drei verschiedene Stile mit einander verbindet. Zum einen schreibt sie als Claire aus der Ich-Perspektive heraus, zum anderen in der personalen dritten Person durch die Augen eines anderen Protagonisten, aber ebenso teilweise auktorial als Erzählerin. Faszinierend.

 

Mir hat auch ihr siebentes Buch aus der Reihe wieder sehr gut gefallen, ich gebe 09/10 Punkte.

 

Echo der Hoffnung, Diana Gabaldon 3

 

Source: sunsys-blog.blogspot.de/2014/06/gelesen-echo-der-hoffnung-diana-gabaldon.html
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review 2014-06-13 18:29
ZERO - Marc Elsberg
ZERO. Sie wissen, was du tust - Marc Elsberg

Marc Elsberg
ZERO
Thriller
Random House Audio, 23.05.2014
Spiegel-Bestseller-Liste Platz 3 !
Spieldauer: 13 Std., 22 Min (ungekürzt)
Sprecher: Steffen Groth
Regulärer Preis: 13,95 €, im Premium-Abo 12,99 € oder ein Guthaben
bzw. 9,95 € im Flexi-Abo
gehört über die Audible-App mit 1,25facher Geschwindigkeit

 

Bewertung:  

 

Inhaltsangabe (Audible):

Der Tod eines Jungen führt die Journalistin Cynthia Bonsant zu der beliebten Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten - und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht, die es einigen wenigen verleihen könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt. Als Cynthia anfängt, genauer zu recherchieren, wird sie selbst zur Gejagten. Doch in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones gibt es kein Entkommen.

©2014 Blanvalet (P)2014 Random House Audio

Meine Meinung:

 

Bei diesem Buch/Hörbuch gehen die Meinungen wieder einmal weit auseinander. Da war es für mich spannend und eine Herausforderung, genauer auf mich und meine Eindrücke zu achten und mich nicht von anderen Meinungen beeinflussen zu lassen, denn leider habe ich diesmal ungewollt viel – vor allem Negatives – von anderen mitbekommen.

 

Nachdem ich das erste Buch des Autors in voller Länge gehört habe (mit nämlichen Sprecher übrigens) und restlos überzeugt war, so dass ich 10/10 Punkte vergeben konnte, habe ich bei dem vorliegenden kleine Abstriche machen müssen. So ganz reicht der zweite Band nicht an den ersten heran, wenn auch das Thema mich sehr interessiert hat und gerade durch die Überwachung der NSA so brandaktuell ist, dass das Lesen bzw. Hören geradezu ein MUSS sein sollte.

 

Wie bereits in der Inhaltsangabe beschrieben, geht es um unser vernetztes Leben, unsere Daten, wie und wo sie gesammelt werden und was damit getan werden kann. Und Leute, seien wir ehrlich, in der heutigen Welt hinterlässt jeder seine Spuren in der digitalen Welt, selbst ohne “Google Glasses” oder “Smartwatches” zu besitzen oder bei Google+ angemeldet zu sein. Die meisten von uns gehen ohne Smartphone nicht mehr aus dem Haus, erledigen ihre Bankgeschäfte online, lassen sich zu jedem beliebigen Ort navigieren, melden sich via Twitter, Facebook und oder Dienste wie Foursquare bei ihren Freunden, machen Fotos oder Videos von ihrer Umgebung und posten sie auf ihre Seite oder wo auch immer. Dies alles sind unsere Daten, und sie sind sensibel, oftmals öffentlich zugänglich, und selbst diejenigen, die wir speziell einer einzigen Person via sms oder Telefonat mitteilen werden gesammelt und ausgewertet… irgendwo. Was geschieht nun mit unseren Daten? Was kann man damit machen? Kann jemand mit ihnen unser Leben beeinflussen – vielleicht sogar unseren Tod?

 

Keine schlechte Idee also, sich vorzustellen, eine Firma ins Leben zu rufen, die deine Daten für dich sammelt und nur dir zur Verfügung stellt, es sei denn, du gibst sie frei – und dafür bekommst du dann Geld, Punkte oder Credits, mit denen du virtuell einkaufen kannst. Außerdem gibt es sogenannte “Act Apps”, die dir in jeder Situation Ratschläge erteilen können, um dich glücklicher, ausgeglichener oder attraktiver zu machen und deine Werte zu steigern. Wer greift da nicht zu? Auch ich habe Apps auf meinem Smartphone, die mir das Leben erleichtern, denken wir nur einmal an “Runtastic Pro”, welche meine Daten erfasst, während ich jogge und mir sogar mitteilt, wie viel Flüssigkeit ich danach zu mir nehmen sollte. Ich könnte einen Brustgurt tragen, der meine Herzfrequenz bei der sportlichen Betätigung misst, was wiederum zu besseren Auswertungen und Tipps führen würde…

 

Die Handlungsorte dieser Story wechseln, es geht eben um globale Vernetzung. Die Personen sind zahlreich. Einmal die Gruppe ZERO, bei der nicht völlig klar ist, wie viele Personen sie umfasst und wie sie im wirklichen Leben heißen, da wir sie nur mit ihren Nicks beim digitalen Kommunizieren erleben, dann die Journalisten-Gruppe um Cynthia Bonsant, ihre Tochter und deren Freunde sowie Freeme.

 

Und da wären wir auch schon bei meinem ersten Kritikpunkt: Die Personen wirken eher etwas flach, man erfährt wenig über sie, alles dreht sich nur um die digitale Vernetzung und Überwachung, verschiedene Tode und Statistiken. Held der Stunde ist nicht allein die Mutter eines Teenagers, die als Journalistin seltsamerweise wenig Interesse an Datengeräten mitbringt, aber dann zu recherchieren beginnt und diese auch ausprobiert, sondern auch die Internet-Aktivisten ZERO, die im Showdown so richtig zeigen, wozu sie in der Lage sind.

 

Der zweite Kritikpunkt geht an Steffen Groth. Habe ich in der Rezension zum ersten Buch nicht extra erwähnt, dass ich die meiste Zeit mit erhöhter Geschwindigkeit gehört habe, weil er da durch seine Akzente brillieren konnte, war dies hier von Anfang an notwendig, denn er liest selbst für meine Verhältnisse wirklich sehr langsam. Auch dass er die # (Hashtags) immer ausgelesen vorgetragen hat, hat nach einer Weile nur noch genervt.

 

Geeignet ist dieses Buch für alle, die ein bisschen Insiderwissen mitbringen. Es wird mit so vielen Begriffen aus der IT-Branche um sich geworfen, dass ein Programmierer seine wahre Freude daran haben wird, aber ein sagen wir etwas älterer Mensch, der zwar mit Handy und Computer als Anwender umgehen kann, aber wenn eine Meldung erscheint, mit der er nichts anfangen kann, jemanden um Hilfe bitten muss, wird wohl nicht die Zielgruppe dieses Buches sein.

 

Mir hat das Hörbuch richtig gut gefallen. Die Möglichkeiten, die hier aufgezeigt werden, haben mich zudem ein wenig dazu veranlasst, nochmals zu prüfen, was ich von mir wo preisgebe und ggfs. einzuschränken.

 

Ich gebe 08/10 Punkte.

 

Source: sunsys-blog.blogspot.de/2014/06/gehort-zero-marc-elsberg.html
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