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review 2018-11-07 20:23
Rezension: Höhenrausch
Höhenrausch - Ildikó von Kürthy

Titel: Höhenrausch

Autor: Ildikó von Kürthy

Verlag: Rowohlt Taschenbuch

 

Worum es geht: Linda findet heraus, dass ihr Freund sie betrogen hat. Sie will einfach nur weg und sucht nach einer Wohnung in Berlin, um nicht an jeder Ecke an ihren Exfreund erinnert zu werden. Da passt es super, dass Andreas dringend irgendwo hin will, wo nicht Berlin ist und die beiden ihre Wohnungen einfach tauschen können.

Nach einigen Dating Desastern in Berlin trifft Linda dann auch noch auf einen absoluten Traummann. Der Haken: er ist verheiratet. In ihrer Fantasie steigt Linda jeden Augenblick von der Affäre zur Ehefrau auf. Doch die Frage ist, wie lange kann das gut gehen?

 

Was ich sage: Was ich von diesem Buch erwartet habe, kann ich gar nicht so genau sagen. Ich habe es einfach bei mir aus dem Buchregal genommen und habe es gelesen. Enttäuscht wurde ich nicht, soviel steht fest. Und das obwohl ich sehr schnell sagen konnte, wie es endet.

 

Die gesamte Geschichte wird aus der Sicht von Linda erzählt. Wie gut die anderen Charakteren entwickelt sind, ist daher schwer zu sagen. Sie werden immer nur von Linda bewertet.

Linda dagegen ist sehr gut ausgearbeitet. Sie hat eine Vergangenheit und einen facettenreichen Charakter. Außerdem fehlt es ihr nicht an Motivation.

 

Was mir nicht so gut gefallen hat, ist, dass es zwischendurch immer wieder Zeitsprünge gegeben hat. Diese waren wirklich irritierend, da sie sehr unerwartet und mit großer Regelmäßigkeit aufgetaucht sind.

 

Die Idee für die Geschichte finde ich wirklich gut. Linda hat mich mit ihren ständigen Figur- und Männerproblemen allerdings stark an Bridget Jones erinnert.

Der Schreibstil ist sehr gut, laut und aktiv. Das macht es leicht mit Spaß das Buch bis zum Ende durchzulesen.

 

Fazit: Das Buch Höhenrausch ist eine witzig geschriebene Geschichte, die ihre Höhen und Tiefen hat, aber insgesamt durchaus lesenswert ist. 4 von 5 Sterne.

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review 2018-10-23 08:45
Rezension: Schokolade zum Frühstück
Schokolade Zum Frühstück: Das Tagebuch der Bridget Jones - Helen Fielding

Titel: Schokolade zum Frühstück

Untertitel (Serie): Das Tagebuch der Bridget Jones

Autor: Helen Fielding

Verlag: Goldmann

Originaltitel: Bridget Jones's Diary

 

Worum es geht: Im Allgemeinen geht es um ein Jahr im Leben von Bridget Jones. Sie ist Mitte dreißig, hat einen Job, den sie nicht besonders mag, und ist Single. Das Single-Dasein ist ihr größtes Problem. Sie will nämlich sehr gern einen netten Mann an ihrer Seite haben.

Die zwei Männer, die sich ihr zur Wahl stellten, scheinen auf den ersten Blick beide nicht richtig zu sein. Auf der einen Seite stände Mark Darcy zur Auswahl, mit dem ihre Verwandten sie so gern verkuppeln möchten. Während ihn alle für den absoluten Traummann halten, findet Bridget ihn nicht so prickelnd. Auf der anderen Seite ist da Daniel Cleaver, ihr Boss. Bei ihm weiß sie genau, dass sie sich fern halten sollte, doch genau das schafft sie einfach nicht. Für wen soll sie sich also entscheiden? Oder gibt es noch einen dritte Auswahl?

 

Was ich sage: Erwartet habe ich von diesem Buch, dass es sich um eine lustige und charmante Unterhaltung für mal Zwischendurch handelt.

Diese Erwartung hat sich leider nur zum Teil erfüllt. Das liegt daran, dass es sich teilweise um eine leichte und unterhaltsame Lektüre für Zwischendurch handelt. Zum anderen Teil ist es allerdings doch sehr depressiv und langwierig, was vor allem daran liegt, dass Bridget sich die meiste Zeit selbst bemitleidet. Das wird leider zum dauernden Thema des Buches.

 

Das Buch ist wie es nicht anders zu erwarten ist, aus der Sicht von Bridget geschrieben. Dieser Charakter ist wirklich gut ausgearbeitet. Es gibt eine Vergangenheit und Motivation, durch welche die Handlung vorangetrieben wird.

Inwieweit die anderen auftretenden Charakteren gut ausgearbeitet sind, ist schwer zu sagen. Das liegt daran, dass alles aus Bridgets Sicht beschrieben wird und diese ihre ganz eigene Meinung über die anderen hat. Ich bin mir aber sicher, dass auch die anderen Charakteren gut ausgearbeitete Hintergründe haben.

 

Die Idee für die Geschichte, eine alleinstehende Frau auf Partnersuche zu schicken, ist sicher nicht neu. Trotzdem ist die tollpatschige und zugleich charmante Art von Bridget Jones sicher einzigartig.

Der Schreibstil ist sehr ansprechend und aktiv geschrieben, was man von einem Buch, das im Stil eines Tagebuchs geschrieben wurde, auch erwarten darf.

 

Fazit: Das Buch Schokolade zum Frühstück ist eine gut geschriebene Lektüre für zwischendurch, die durch Charme und lustige Unterhaltungen auftrumpft. Leider ist die immer wiederkehrende und langanhaltende Depression von Bridget etwas störend. Insgesamt gebe ich dem Buch 3 von 5 Sternen.

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review 2017-06-14 09:41
Fantasielos, berechenbar und oberflächlich
Damian: Die Stadt der gefallenen Engel - Rainer Wekwerth

Der deutsche Autor Rainer Wekwerth ist den meisten von euch sicher durch die populäre „Labyrinth“-Trilogie bekannt. Der erste Band erschien 2013, doch Wekwerth schreibt bereits seit Mitte der 90er Jahre Kinder- und Jugendbücher, später kamen Thriller hinzu. Bis 2004 erschienen alle seine Werke unter verschiedenen Pseudonymen. Ich habe entschieden, „Damian: Die Stadt der gefallenen Engel“ vor der „Labyrinth“-Trilogie zu lesen, weil es einfach länger auf meiner Wunschliste stand. Außerdem wollte ich erst antesten, ob mir sein Stil zusagt, bevor ich mich auf einen Dreiteiler einließ.

 

Ferien in Berlin – welcher Ort könnte besser geeignet sein, um sich von einem gebrochenen Herzen abzulenken? Die 17-jährige Lara freut sich darauf, Zeit mit ihren Großeltern zu verbringen und die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Als sie den gutaussehenden Damian kennenlernt, ist ihr Liebeskummer wie weggeblasen. Sie verliebt sich Hals über Kopf in ihn und ahnt nicht, dass ihre Begegnung kein Zufall ist. Hinter der Fassade erhabener Altbauten und hipper Neubaugebiete ist Berlin das Schlachtfeld des ewigen Krieges zwischen Himmel und Hölle. Unbemerkt von menschlichen Augen bekämpfen sich Engel und Dämonen ohne Gnade, doch nun droht eine alte Prophezeiung alles zu verändern. Lara ist der Schlüssel. Seit Jahrzehnten hütet ihre Familie ein düsteres Geheimnis, das sie in große Gefahr bringt und schon bald muss sie um ihr Leben fürchten. Werden Damian und Lara eine Möglichkeit finden, ihrer Bestimmung zu entgehen, um zusammen sein zu können?

 

Bücher, die in meiner Heimat spielen, üben immer einen speziellen Reiz auf mich aus. Berlin ist eine fabelhafte, aufregende Stadt und es interessiert mich grundsätzlich, wie sie auf andere Menschen wirkt, vor allem auf Menschen, die nicht hier leben. Ich kann nachvollziehen, dass Rainer Wekwerth Berlin als Setting für seinen UF-YA-Roman „Damian: Die Stadt der gefallenen Engel“ wählte, weil ich es absolut vorstellbar finde, dass hier im Verborgenen ein Krieg zwischen Engeln und Dämonen wütet. Berlin ist ein Ort vieler Geheimnisse, Rätsel und ja, auch Konflikte. Wieso sollte es nicht als Schauplatz des Kampfes zwischen Gut und Böse dienen? Ich habe mit dieser Idee überhaupt keine Schwierigkeiten. Wekwerths Beschreibungen meiner Heimatstadt fand ich in erster Linie amüsant, da sich meine persönliche Wahrnehmung stark von Laras Eindrücken unterscheidet. Ich mochte die jugendliche Protagonistin überraschend gern, obwohl sie nun keine starke Persönlichkeit/Heldin und – typisch Teenager – etwas theatralisch ist. Jede Kleinigkeit mutiert sofort zum nächsten potentiellen Weltuntergang. Lara erlebt die Berliner_innen als nett und freundlich – ich kenne sie als rotzig, gehetzt und unhöflich. Den Hauptbahnhof lässt Wekwerth in schillerndsten Farben erscheinen – ich halte ihn für eine hässliche, megalomane Monstrosität aus Glas und Stahl, die den falschen Namen trägt. Leider bleibt der Autor im weiteren Verlauf der Geschichte recht vage, was Laras Aufenthaltsorte betrifft. Ich hätte mir konkretere Stadtteilbeschreibungen gewünscht, um besser einschätzen zu können, wo genau sie sich aktuell befindet. Es ist gut möglich, dass dieses Bedürfnis rein subjektiv ist, weil ich selbst Berlinerin bin, daher möchte ich diesen Punkt nicht bemängeln. Ich muss hingegen kritisieren, dass „Damian: Die Stadt der gefallenen Engel“ zwar ganz nett ist, aber mehr auch nicht. Die Geschichte ist dramatisch und einigermaßen spannend, zeichnet sich meiner Meinung nach jedoch durch eine fantasielose, berechenbare Oberflächlichkeit aus, die vermutlich durch die binäre Behandlung von Himmel und Hölle zustande kommt. Während der Lektüre wehte mir ein Lüftchen christlich-religiösen Einflusses um die Nase, das stark nach Traditionalismus roch. Mir war die strikte Einteilung in Gut und Böse, in Schwarz und Weiß, nicht aufgeschlossen genug. Ich sehe Satan am liebsten in Milton-Manier; als ambivalenten, kultivierten, charmanten Verführer, nicht als Bestie und war stets überzeugt, dass es selbst im fundamentalen Krieg zwischen Himmel und Hölle zahlreiche Graustufen gibt. Bedauerlicherweise beabsichtigte Rainer Wekwerth meiner Ansicht nach durchaus, diese steife Kategorisierung mit Damian aufzubrechen. Damian war sein Ass im Ärmel, er sollte alle Erwartungen kippen und der Geschichte Originalität verleihen. Es hat nicht funktioniert. Jedenfalls nicht für mich, weil der Autor den haarsträubenden Wendepunkt der Handlung, Damians großen Moment, in wenigen Sätzen runterratterte, statt dieser Sensation den nötigen Raum zuzugestehen. Vielleicht hat er sich für ein Jugendbuch zu viel vorgenommen. Schließlich handelt es sich um eine theoretisch unmögliche Entwicklung, deren Tragweite und Bedeutung gewaltig sind und diese den Rahmen des Genres eindeutig sprengen.

 

Während der Lektüre von „Damian: Die Stadt der gefallenen Engel“ von Rainer Wekwerth verbrachte ich zwangsläufig viel Zeit in ärztlichen Wartezimmern, weil ich gerade mit einem frisch operierten, gebrochenen rechten Handgelenk aus dem Krankenhaus entlassen worden war. Für diese spezielle Situation war das Buch definitiv passend, denn es las sich leicht, schnell und flüssig. Ich musste mich kaum konzentrieren und spontane Unterbrechungen waren unproblematisch. Daher möchte ich großzügig sein und vergebe zwei einhalb Sterne, obwohl mir bewusst ist, dass es meinen Ansprüchen unter normalen Umständen nicht gerecht geworden wäre. Es war nett, anders kann ich es nicht ausdrücken. Leider reicht „nett“ nicht. Ich werde die Fortsetzung „Damian: Die Wiederkehr des gefallenen Engels“ nicht lesen, weil ich nicht glaube, dass dieses Unterfangen von Erfolg gekrönt wäre. Tatsächlich hadere ich sogar mit mir, ob ich es mit der „Labyrinth“-Trilogie versuchen soll. Mein Interesse ist geschrumpft. Vielleicht irgendwann einmal. Falls es mir günstig hinterhergeworfen wird.

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