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review 2017-04-28 09:42
Subtile Gesellschaftskritik statt leichtem Mystery-Thriller
Smoke: Roman - Katrin Segerer,Dan Vyleta

Dan Vyleta ist ein Kind des Potts. Ja, ihr habt richtig gelesen! Sein Weg führte ihn zwar über England in die USA und bis nach Kanada, aber er wurde 1974 als Sohn tschechischer Einwanderer im Ruhrgebiet geboren. Ich frage mich, wie viel Pott noch in ihm steckt. Seinen aktuellen Roman „Smoke“ verfasste er jedenfalls nicht in Deutsch, sondern in Englisch. Unseren Markt erreichte das Buch durch die Random House Gruppe, die es mir als Rezensionsexemplar anbot. Ich nahm das Angebot an, da der Klappentext wirklich interessant klang. Meine Neugier war geweckt.

 

Thomas und Charlie sind privilegiert. Als Schüler eines elitären Internats werden sie auf ihr späteres Leben an der Spitze der Gesellschaft vorbereitet. Sie sind normale Jungen – doch ihre Gedanken sind unrein. Jeder weiß es, denn der Rauch zerrt all ihre Verfehlungen ans Tageslicht. Der Rauch brandmarkt die Menschen als Sünder, er dringt aus Poren und Körperöffnungen und hinterlässt schmierigen Ruß, der an der Haut klebt, Kleidung befleckt und Gebäude in einen schwarzen Schleier hüllt. Jede Lüge, jede Gehässigkeit, jede Missetat wird unweigerlich offengelegt. Der Rauch ist der sichtbare Graben zwischen Oberschicht und Pöbel. Niemals wäre es Thomas und Charlie eingefallen, seine Gesetze zu hinterfragen, bis ein verstörender Schulausflug nach London die Freunde ratlos zurücklässt. Wieso würde jemand den Ruß von Mördern sammeln? Wie ist es möglich, dass ein Mensch kein einziges Fädchen Rauch absondert? Aufgewühlt begeben sich Thomas und Charlie auf die Suche nach den Ursprüngen des Rauchs und stoßen auf eine Verschwörung nationalen Ausmaßes, die sie vor eine haarsträubende Entscheidung stellt: ist ihre Welt es wert, gerettet zu werden?

 

Uff. Nach der Lektüre von „Smoke“ musste ich mich erst einmal zurücklehnen, tief durchatmen und darüber nachdenken, was ich da eigentlich gerade gelesen hatte. Dieser Roman ist weit bedeutungsvoller und philosophischer, als ich erwartet hatte. Es ist definitiv kein leichter Mystery-Thriller, sondern eine erstaunliche komplexe Gesellschaftskritik. Dan Vyleta entführt seine Leser_innen in das 19. Jahrhundert, zeigt England auf dem Höhepunkt der industriellen Revolution und konfrontiert sie mit einer alternativen Realität, die sich vor allem in einem offensichtlichen Punkt von der unseren unterscheidet: die Menschen rauchen. Starke Gefühle wie Zorn, Neid, Lust, aber auch Freude und Glück lösen eine biochemische Reaktion im Körper aus, deren Resultat der Rauch ist, der aus allen Körperöffnungen dringt. Folglich ist der Rauch die visuelle Manifestation des menschlichen Wesens. Er ist weder gut noch böse, er ist einfach nur. Nichtsdestotrotz wird er in Vyletas Version des Vereinigten Königreichs als göttliches Zeichen und sichtbarer Beweis für das Böse in einem Menschen aufgefasst. Der Rauch wird instrumentalisiert; er dient als Legitimation, die Bevölkerung zu kontrollieren und die Klassenunterschiede stetig zu verschärfen. Die beiden jugendlichen Protagonisten Thomas und Charlie werden bereits im Internat indoktriniert. Als Elite des Landes müsse die Oberschicht mit gutem, sauberen Beispiel vorangehen, um das gemeine Volk führen zu können. Wer aus dem Adel stammt, sollte idealerweise niemals rauchen. Selbstkontrolle als Religion. Natürlich können weder Thomas noch Charlie dieses Ideal erfüllen, obwohl Charlie ihm deutlich näherkommt als sein Freund. Thomas ist ein reizbarer, leidenschaftlicher junger Mann, dessen Gefühle schnell überkochen. Dementsprechend raucht er stark und viel, während Charlies gutmütige, ehrliche und offene Persönlichkeit eher selten kleine Rauchfähnchen produziert. Sie verkörpern vollkommen verschiedene Formen von Rauchern. Betrachtet man die beiden als die Endpunkte einer Skala, kann man getrost behaupten, dass ihnen auf ihrer Suche nach Antworten die Myriaden Zwischenstufen dieser Skala begegnen. Sie lernen unterschiedliche Lebensweisen mit und Herangehensweisen an den Rauch kennen, was ich als sehr spannend empfand. Ich denke, Dan Vyleta konstruierte für „Smoke“ absichtlich eine sich selbst treibende Handlung, die seitens der Figuren wenig Initiative bedurfte. Thomas und Charlie lenken die Geschichte nicht, sie werden von ihr gelenkt, wodurch sich zahlreiche Situationen ergeben, die ihren Horizont erweitern. Sie erleben Unrecht und Grausamkeit, Güte und Großzügigkeit und entwickeln anhand dieser Erlebnisse eine eigene Weltanschauung. Meiner Ansicht nach ist „Smoke“ daher eine ungewöhnliche, aber überzeugende Coming-of-Age-Geschichte, die den Konflikt zwischen Individuum und System erfrischend originell und tiefgründig interpretiert.

 

„Smoke“ ist eines dieser Bücher, die weniger gefallen als faszinieren. Dan Vyleta versucht meines Erachtens nach nicht, sich bei seinen Leser_innen anzubiedern, sondern präsentiert eine subtile, feinsinnige Gesellschaftskritik, die zum Nachdenken anregt. Dafür nimmt er eine gewisse Trägheit der Geschichte in Kauf, weil diese intellektuell statt emotional mitreißen soll. Für mich hat dieses Konzept funktioniert, obwohl ich der Meinung bin, dass Vyleta haarscharf an der Grenze zur gesellschaftsphilosophischen Überladung vorbeischlitterte. Beinahe hätte er zu viel von mir verlangt. Glücklicherweise zügelte er sich, sodass ich den immensen gedanklichen Spielraum und das stimulierende Potential des Buches sehr zu schätzen wusste.
Meiner Meinung nach ist „Smoke“ äußerst lesenswert, es setzt allerdings ein hohes Maß an eigenständiger, geistiger Beweglichkeit voraus. Es ist keine locker-flockige Lektüre für Zwischendurch. Stellt euch zum Warmwerden vor dem Lesen eine Frage: was bedeutete es für die Gesellschaft, wäre jede starke Emotion jedes Menschen nicht länger verborgen, sondern sichtbar?

 

Vielen Dank an Random House und carl’s books für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars im Austausch für eine ehrliche Rezension!

Source: wortmagieblog.wordpress.com/2017/04/28/dan-vyleta-smoke
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review 2017-04-12 07:59
ES und ICH
Smoke: Roman - Katrin Segerer,Dan Vyleta
"Ein Geruch wie ausgekochte Geschirrtücher." (S.439)
Seit einiger Zeit spiele ich mit dem Gedanken, das Rauchen aufzuhören. Jetzt gerade tue ich es nicht. Liegt mit an dem Buch. Obwohl das Buch Bonbons und Zigarettenkonsum sehr stigmatisiert und für schlecht erachtet. Dennoch: Rauch ist gut. Zu dem Entschluss bin ich jetzt gekommen. Ich bin mir zwar nicht sicher, wieso es ihn gibt und warum er die Sünden anspringt (nicht auf alle), aber ich weiss wo er seinen Sitz hat und dass er nicht nur teerschwarz ist. Er ist Ausdruck der Gefühle, das ES im ICH. Die schönste Nebeneigenschaft ist jedoch eine Art Verbundenheit. Eine Art Erkennen des anderen, welche einem bestätigen kann zu wem man gehört. Wer zurück liebt mit dem ganzen ICH. „Riechst du es nicht?“ Nennen wir es: Smoke-Punk, statt Steam-Punk. Und wo Punker sind, dort finden wir Revolution.

An das Buch gekommen bin ich sogar zufällig. Habe ein kleines Suchspiel mitgemacht und das Cover tauchte in meiner Empfehlung auf. Das Cover finde ich hässlich, passt aber atmosphärisch. Tatsächlich wanderte es aber nicht auf meine Wunschliste. Über den Verlag kam es dann doch noch einmal auf mich zu. Und ich konnte mich diesem ‚Fingerzeig’ des Schicksals nicht erwehren. Wozu auch, manche Bücher finden dich, nicht umgekehrt. Manche Geschichten finden auch ihre Autoren, wenn diese nicht zwingend danach suchen. Und manchmal wirst du gefunden, wenn du rauchst. Manchmal findest du jemanden nur, wenn es stockfinster ist und du alles was dir beigebracht wurde: Normen, Werte, Erziehung, das Hand-in-den-Schoß-legen abstreifst, nackt bist aber nicht entblößt. Demnach Danke.


"Es geht um Gehorsam." (S.104)
So wie die Jugendlichen in diesem Buch. Schnell wird klar: Charlie und Thomas sind keine x-beliebigen Internatsschüler im 19.Jahrhundert. Sie sind auf einem Elite-Internat voller anderer Jungen. Kinder rauchen pausenlos und sind noch nicht ‚erzogen‘ genug. Kinder sind, bis sie lernen mit ihrem Rauch umzugehen, auch nichts wert, werden gemieden. Um die Brut also in ihr Werte-Korsett zu zwängen, werden sie auf die Schulen verfrachtet. Ihre Kleider, ihre Laken untersucht, wer raucht wird bestraft. Zum Glück verlassen wir dieses ungemütliche Gefängnis schnell. Es reicht, um uns die beiden Jungs und ihre außergewöhnlich innige Freundschaft beizubringen. Und einige andere Charaktere in kurzes Scheinwerferlicht zu tauchen, um sie später aus dem Kader der Charaktere hervorzuheben.

Stattdessen erleben wir eine Hinrichtung und folgen der Handlung zu einem anderen Schauplatz. Der nicht weniger düster ist, einem aber Raum zum Atmen lässt. Dort lernen wir Livia kennen, sie ist ebenfalls adelig und auf einem Mädcheninternat untergebracht, wenn nicht gerade - wie jetzt - Weihnachtsferien sind. Sie ist ‚die Heilige‘ die alle Gefühle unterdrückt, die Tugend, die Disziplin und Selbstbeherrschtheit verkörpert. Ihre Mutter, ihren Halbbruder, die Dienerschaft in den Schatten stellt, dem Leser viel Geduld abringt, um mit ihr warm zu werden.


"Stell dir eine Welt vor, in der du irrst,
und niemand bemerkt es,
nicht einmal du selbst
.
"
(S.143)
Was dort hinter verschlossenen Türen geschieht, bleibt auch dort. Handlungstechnisch werde ich auch gar nicht tiefer gehen als: Wir kehren über Umwege zurück nach London. Doch nicht mehr als adelige Sprösslinge, mit halben Schritt durch die Tür zum Mannsein. Wir erleben hautnah mit, wie die drei Jugendlichen geschliffen werden. Allerdings nicht zu Diamanten. Aus Rauch kann man keine Diamanten pressen, so sehr man sich auch bemüht. Aus Rauch entsteht etwas anderes. Ur-substanztielleres, Animalisches, nicht immer Gutes. Aber und darum geht es: Eben auch nicht nur Schlechtes. Diese drei Charaktere werden viel über sich und ihre Liebe lernen in den kommenden Z-/Seiten. Ich finde sie wachsen dabei nicht über sich hinaus, sie erblühen auch nicht: Keine Geschichte über die Ästhetik hinter dem mit Dreck verschmierten Gesicht. Sie finden jeweils ihren eigenen Kern, wie verdorben der auch sein mag.

Ist denn alles wirklich Sünde? Fragt dieses Buch. Und welche dieser Sünden engt uns mehr ein, als dass sie uns lehrt ein guter (Christ) Mensch zu sein? Wären diese Emotionen so flüchtig wie Nebel und würden aus unserer Haut hervorquellen, wie wirke jemand, der „eine reine Weste“ trüge? Wer ist schlimmer? Der der ohne Reue Böses tut oder der der ohne Scham lügt? Ist es so verwerflich unter all dem Dreck einen Menschen zu finden oder viel schlimmer unter der sauberen Kleidung schlackigen, aufgebrauchten Ruß? Wie viel verkraften wir täglich, unterdrücken uns, schämen uns über unser frugales Mahl gebeugt?

 

Fazit: 
Gegenwartsform, Ich-Perspektiven (! ja Mehrzahl) und ‚eigentlichs‘ und ‚Achselzucken‘ - da hört’s bei mir ja schon auf, wie einige vielleicht wissen über mich. Ich hab’ aber meine kleinen Rauch-Schluckaufs wieder weggewedelt und sie hingenommen. Wobei es mir am Anfang sehr schwer fiel. Ich-Perspektive mag ich deshalb nicht, weil mein ICH ja vielleicht einfach nicht das Ich im Buch ist. Aber hier ist jeder mal Ich und ICH kann mir aussuchen, ob ich einer von ihnen sein kann. Wirklich gestört hat es mich zum Ende deswegen nicht mehr so arg. Man sieht, man kann auch entgegen meiner Präferenzen bei mir punkten. Wenn man es überzeugend macht.

Das schafft Vyleta. Seine Idee ist hervorragend. Dunkel, fies und ständig hinterfragend. Er erschafft einen verzerrten Weltenentwurf mit veränderter Zeitlinie weit in der Vergangenheit, so dicht an unserer, mit Täuschung, Arglist und Hohn, nur um ihn wieder einzureissen. Die Daguerreotypie einer Gesellschaft, die sich im Moment der Aufnahme bewegt hat. Nichts ist wie es gelehrt wird, nichts wie es scheint, du musst die zentimeterdicken schwarzen Schichten abkratzen, um dahinter zu blicken. Niemand ist weiß oder schwarz ODER grau. Hundertmal kann man das schreiben, schreien, dozieren, dennoch fallen wir immer in unsere Muster zurück und vorverurteilen, urteilen, stellen uns in unseren eigenen Käfig, ins Hamsterrad, in die Norm, unterwerfen uns den Zwängen, den Zwingen und dem Korsett.


Urteil: Karnevalswochen, jetzt weiss ich warum wir die wirklich brauchen.
 
Source: lesekatzen.blogspot.de/2017/04/rezension-smoke-by-key.html
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review 2016-09-12 18:45
Smoke
Smoke: A Novel - Dan Vyleta

(I got a copy through NetGalley, in exchange for an honest review.)

 

I really liked the premise: sin and violent emotions taking on shape and scent, through a strange smoke people let escape in spite of themselves, in an alternate Victorian setting where, much like in real Victorian England, the "lower classes" are considered as sinful, while the "upper classes" are supposed to be their betters—and what's best here than -not- displaying the dreadful Smoke, right? However, ultimately I couldn't care about the story at all, nor about the characters. I partly blame this on the rhythm, and partly on the choice of narrative tense and voices.

 

The first chapters, albeit a little slow, had the kind of atmosphere I hoped the whole novel would carry throughout, involving a private boarding school, creepy students, and masters entrenched within their stinky moral rectitude. Lovely, isn't it? There is so much one can do with such a setting (can you tell I like boarding school settings?). There was so much promise to the strained relationship between Julius, the apparently perfect, almost angelic student who submits others to his own rule on top of the teachers', a monster in elegant disguise, and Thomas, a murderer's son, openly convinced that he's a monster and will end up like his father.

 

Alas, after that, or more specifically about the part where the boys go visit London, things went downhill.

 

I can definitely say the narrative style didn't convince me: a blend of a first and third person, but also of present and past tense. Unfortunately, first POV present is difficult to properly achieve, and third POV present is even more difficult... and it just didn't work here, bringing a constant jarring note to the story. I spent more time being bothered about the tense shifts and sometimes confusing points of view, than really paying attention to what I was reading. Not to mention that some of those narrators weren't so useful, being brought in for one scene, then never again—in other words, I never got to get a feeling for these characters, not enough to care about what happened to them. This extended to the actual main characters, who could have had an interesting dynamics as a twisted love triangle, united in sin and darkness as they were uncovering a plot that may or may not destroy England as they knew it.

 

Another really bothering thing was how the Smoke was everywhere, permeating every stratum of society, at the heart of the mystery... yet in the end, there was no clue as to -why- exactly it existed, what brought it out of humans. Something supernatural? Something physiological? Nada. And since there's no indication whatsoever that there'll be a second volume, for now it looks like we'll never know. (Also, because the origins of Smoke, its nature, are involved in the plot our three "heroes" unveil, the absence of revelation and information is all the more annoying.)

 

It took me weeks to finish this novel, and to be honest, had I not felt like I owned a review for NetGalley, I'd have DNFed it.

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review 2016-07-09 09:34
No Smoke
Smoke: A Novel - Dan Vyleta

A very brief soundbite review. A brilliant premise and some beautiful writing that left me bored for 3/4 of the book and absolutely adoring of the beginning and the end.

 

Needed a huge edit to get rid of the verbose over egging of the pudding for the entirety of the middle. WAY too long with lots of descriptive nothing to move the story along not one iota. BUT

 

The characters were great - the idea behind it was imaginative and intriguing - I wish the author had given more answers and spent less time trying to put beautiful words on the page. Beautiful words are beautiful but they also have to get you somewhere yes?

 

2.5 stars seems fair. Because I didn't hate it.

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text 2016-06-29 19:36
An Uninhibited Investigation Of The Nature Of Evil
Smoke: A Novel - Dan Vyleta

Set in an alternative nineteenth century England where there seems to have been no Restoration after the Civil War and Puritanism is triumphant, Vyleta’s novel depicts a highly-constrained society in which any kind of sin, whether  actual or mental, creates physical smoke that pours forth from people’s bodies, betraying their inner motives.

 

It’s a divided world: the aristocracy do not smoke, and this is the justification for their right to rule. By contrast the lower classes live in a constant miasma of filth. Of course the real reason for the aristocracy’s lack of smoke has nothing to do with virtue and the truth begins to emerge when the protagonists, two teenage boys, boarders at an elite boarding school, and the daughter of an aristocrat with liberal leanings, become unwittingly involved in a revolutionary plot

 

This is a dense and dark novel that owes much to Philip Pullman though its a over-arching narrative is both more coherent than Pullman’s and altogether less joyful. It’s a novel of ideas above all else, studded with references to philosophy and history, sometimes venturing into territory which its target YA audience might find challenging, particularly when  the personality of the villain who is in thrall to a drug compounded of soot from the darkest and most heinous of sins, begins to disintegrate completely and his thoughts descend into a Joycean stream-of-consciousness:

 

A tremendous tour-de-force, Smoke is a brave and uninhibited investigation of the nature of evil, and an extraordinarily powerful work of the imagination. Vyleta has announced himself as a writer of exceptional talent. I just wonder who exactly is his intended audience.

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