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review 2019-10-20 15:26
Winkende und tanzende Eichhörnchen
Wir von der anderen Seite - Anika Decker Wir von der anderen Seite - Anika Decker

Als Rahel Wald in einem Krankenhaus wach wird, versteht sie erst mal gar nichts: Wo ist sie? Warum ist es so laut? Und was sollen die Schläuche? Sie ist fiebrig, wirr im Kopf, kann nicht normal essen und reden – und sie hat Schmerzen. Erst nach und nach begreift die junge Drehbuchautorin: Sie lag nach einer schweren Blutvergiftung im Koma. Unter dem Einfluss von Medikamenten hat sie Albträume und Halluzinationen. Sie glaubt unter anderem, winkende und tanzende Eichhörnchen zu sehen. Schafft sie es von der anderen Seite zurück ins Leben? Unterstützung bekommt sie von ihrer etwas verrückten Familie. Rahel wird immer klarer: Ihr Leben ist viel zu kostbar, um es nach fremden Erwartungen auszurichten. Sie will es von jetzt an selbst in die Hand nehmen.

„Wir von der anderen Seite“ ist der Debütroman von Anika Decker.

Meine Meinung:
Der Roman besteht aus 19 Kapiteln mit einer angenehmen Länge. Die Geschichte wird im Präsens und in chronologischer Reihenfolge erzählt – und zwar in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Rahel. Zwischendurch gibt es kurze Rückblenden. Dieser Aufbau funktioniert gut.  

Der Schreibstil ist locker und anschaulich. Trotz der ernsten Thematik trifft die Autorin einen humorvollen und selbstironischen, aber nicht zu übertrieben flapsigen Ton. Obwohl der Leser sehr unmittelbar in die Geschichte geworfen wird, fällt der Einstieg nicht schwer.

Mit Rahel steht eine sympathische und selbstbewusste Protagonistin im Vordergrund, deren Gedanken- und Gefühlswelt ich gut nachvollziehen kann. Auch die übrigen Charaktere wirken authentisch.

Angesprochen hat mich der Roman vor allem wegen seiner Thematik. Die Frage, wie es einem Menschen ergeht, der einen solchen Schicksalsschlag erleidet und sich wieder zurückkämpfen muss, stellt sich vielen von uns an dem einen oder anderen Punkt im Leben.  Dass die Autorin selbst bereits ähnliche Erfahrungen machen musste und autobiografische Elemente eingearbeitet hat, wird an einigen Stellen deutlich, denn die Schilderungen kommen sehr realitätsnah rüber. Das hat dazu beigetragen, dass mich das Buch immer wieder nachdenklich gemacht hat. Doch zugleich ist das Buch mehr als nur eine Krankheitsgeschichte, denn es erzählt von der Entwicklung einer jungen Frau, die durch ihr Schicksal lernt, ihren eigenen Weg zu gehen.

Eine Stärke des Romans ist es, dass er auf mehrfache Weise berühren und unterhalten kann. Traurige, betroffen machende Passagen wechseln sich ab mit witzigen Momenten. Das verhindert, dass die Stimmung zu düster wird, und lässt die Geschichte trotz der fast 400 Seiten nicht langatmig werden.

Das Cover der gebundenen Ausgabe gefällt mir sehr. Darüber hinaus passt das winkende Eichhörnchen gut zum Inhalt. Der Titel macht neugierig und ist ebenfalls treffend gewählt.

Mein Fazit:
„Wir von der anderen Seite“ von Anika Decker ist ein außergewöhnlicher Roman, der mich sowohl gut unterhalten als auch emotional berühren konnte. Eine empfehlenswerte Lektüre für alle, die sich nicht nur mit seichten Wohlfühlgeschichten beschäftigen wollen.

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review 2018-10-24 11:00
Rezension: Ich und die anderen
Ich und die anderen Als Selbst-Entwick ler zu gelingenden Beziehungen - Jens Corssen

Titel: Ich und die anderen

Untertitel: Als Selbst-Entwickler zu gelingenden Beziehungen

Autoren: Jens Corssen, Christiane Tramitz

Verlag: KNAUR

 

Klappentext: Wir verspüren Scheu gegenüber anderen und fühlen uns missverstanden. Wir erwarten sehnsüchtig, dass unsere Gefühle erwidert werden. Wir leiden unter Misstrauen, Kontrolle, Neid und fühlen uns den Machtspielen anderer ausgeliefert. Warum ist das so? Warum machen wir in Beziehungen immer wieder die gleichen Fehler?

Jens Corssen, der Verhaltenstherapeut, und Christiane Tramitz, die Verhaltensforscherin, zeigen, wie wir unsere Beziehungsfähigkeit in Partnerschaft, Familie, Beruf und im Freundeskreis verbessern können.

 

Was ich sage: Anfangs war ich wirklich optimistisch, was dieses Buch anging. Ich war motiviert und bereit das gelesene sofort in der Realität auch versuchen umzusetzen. Nach etwa einem Drittel des Buches war diese Euphorie dann allerdings auch verflogen. Denn ab dem Zeitpunkt wurde der Inhalt nicht mehr so leicht greifbar und wissenschaftlicher.

 

Die Idee für das Buch finde ich wirklich gut. Es gibt gute Erklärungen, warum wir reagieren wie wir es eben tun, wenn wir mit anderen Menschen in Kontakt kommen und das auf eine Weise, von der ich bisher noch nie gehört habe: als Selbst-Entwickler. Leider ist es in meinen Augen diese Herangehensweise, die es nicht gerade praktikabel macht, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen.

 

Den Schreibstil fand ich ansprechend und nicht so langweilig, wie es bei einigen Sachbüchern durchaus üblich ist.

 

Eine Kleinigkeit, die mir aufgefallen ist, ist der Fakt, dass in diesem Buch die Begriffe schüchtern und introvertiert als Synonyme benutzt werden. Das ist allerdings falsch, was in einem Sachbuch zu dem Thema Beziehungsaufbau absolut nicht passieren sollte. Auf meine Bewertung hat dieser doch sehr häufig vorkommende Fehler keine Auswirkungen.

 

Fazit: Das Buch Ich und die anderen ist ein interessantes Buch über Beziehungen zwischen Menschen. Es versucht eine doch sehr wissenschaftliche Herangehensweise an dieses Thema so verständlich wie möglich darzustellen. Das gelingt in meinen Augen leider nicht sehr gut. Daher gebe ich 3 von 5 Sternen. 

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review 2016-09-27 14:07
Anders als ich dachte...
In einer anderen Welt - Jo Walton,Hannes Riffel

Klappentext:
Morwenna ist auf der Flucht vor der Erinnerung an den Tod ihrer Zwillingsschwester. Nun muss sie auch noch ihre Heimat, das märchenhafte Wales, verlassen und damit ihre einzigen Freunde. In einem Mädcheninternat hofft sie, wieder zu sich selbst zu finden, doch die Schülerinnen machen es ihr alles andere als einfach. Verzweifelt greift Morwenna daher zu der Magie, die sie seit ihrer Kindheit begleitet, und zu ihren Büchern. Denn diese öffnen Tore zu anderen Welten – und das nicht nur im übertragenen Sinne …

 

Über den Autorin:
(Wikipedia)
Jo Walton (* 1. Dezember 1964 in Aberdare, Wales) ist eine walisisch-kanadische Fantasy- und Science-Fiction- Autorin. Sie gewann für ihren Roman Among Others (dt.: In einer anderen Welt) 2011 den Nebula Award sowie 2012 den Hugo Award.

 

Erster Satz:
„Die Feen waren sich sicher“, sage ich so beschwichtigend wie möglich.

 

Gestaltung:
Die Gestaltung hat mich direkt angesprochen daher habe ich das Buch ausgewählt. Es verrät ein wenig über die Geschichte und zwar das es viele Geheimnisse in diesem Buch gibt.
Mir gefällt vor allem diese bisschen Magie das das Cover übermittelt.


Inhalt:
Die Geschichte startet in dem Haus der Tanten von Morwenna Vater. Die kleiden ihre Nichte ein damit dies auf das Internat gehen in dem die Tanten früher selber einmal besucht haben. Mor hat eigentlich gar keine Lust auf das Ganze, doch sie muss nun dadurch…


Meine Meinung:
Ja, ein Buch das mich wirklich enttäuscht hat und das obwohl die Story an sich nicht so  schlecht ist.
Aber fangen wir von Vorne an. Der Klappentext hat mich auf eine Geschichte „vorbereitet“ in der es um ein Mädchen geht das gerade ihre Zwillingsschwester verloren hat. Sie geht darauf auf ein Internat das weit weg ist von ihrem alten Leben. Zudem habe ich durch das Cover irgendwie an Feen gedacht nachdem über Magie geschrieben worden ist.
Das Buch ist als Tagebuch aufgebaut was ich persönlich jetzt nicht so schlimm finde, jedoch ist es so das in der Geschichte sich zwar so langsam entwickelt aber etwas fehlt etwas.
Da die Geschichte als Tagebuch aufgeschrieben wurde sind die Übergänge nicht immer so sauber und es entstehen kleine Lücken, obwohl sie doch eine sehr gewissenhafte Tagebuch-Schreiberin ist.
Sie erklärt sehr viel, jedoch schreibt sie oft hauptsächlich über Bücher die sie gelesen hat und das langweilt einen ein wenig da davon ausgegangen wird das man die Bücher kennt – ja klar ist es klar das die Schreiberin diese kennt…
Morwenna ist eine Schnellleserin und schafft es doch fast täglich um die zwei Bücher zu lesen  und dies wird dann natürlich in den Tagebucheinträgen mit eingebracht und so kann man sich ja vorstellen, wie viele Bücher sie in ihren Erzählungen auflistet. Leider liest sie dann auch noch hauptsächlich SF, also Science Fiction, womit ich persönlich so gar nichts anfangen kann. Das einzig Buch das ich wirklich kannte und auch gelesen hatte war Herr der Ringe und das war doch etwas doof…
Der Schreibstil des Autor hat mir eigentlich gut gefallen, weil man ihm sehr gut folgen konnte, jedoch ist mir es in dem Buch besonders oft passiert, dass ich etwas gelesen habe und dann dachte warte mal was ist gerade passiert? Und musste so ein zwei Seiten noch mal lesen.
Aus all diesen Gründen finde ich dieses Buch leider nicht gut und bin etwas traurig da es so vielversprechend war!

  

Bewertung:
∞∞

Source: cullenfamilie.wixsite.com/carlosiareadsbooks/single-post/2016/09/27/Rezension-%E2%80%9EIn-einer-anderen-Welt%E2%80%9C-von-Jo-Walton
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review 2016-07-21 11:05
Humor mit der Brechstange
Die Anderen - Boris Koch

„Die Anderen“ von Boris Koch ist der Beweis dafür, dass ein gut gefülltes Bücherregal samt monströsem SuB meiner Ansicht nach ein Segen ist. Nachdem ich „Die Abschaffung der Arten“ von Dietmar Dath gelesen hatte, musste ein leichte, lockere Lektüre her, die ich mir für jede meiner Challenges anrechnen konnte. Ich brauchte einen High Fantasy – Roman von einem deutschen Autor oder einer deutschen Autorin mit einem grünen Cover. Vier Anforderungspunkte sollten erfüllt sein. Mit meiner Privatbibliothek ist das kein Problem. „Die Anderen“ passte einfach perfekt, weshalb ich mich von etlichen negativen bzw. durchschnittlichen Rezensionen nicht einschüchtern ließ.

 

Das Orakel. Die Prophezeiung. Ein unbekanntes Volk, das die Welt bedroht und nur durch die Zusammenarbeit der vier Völker besiegt werden kann. Der Stoff, aus dem Helden gemacht sind!
Halt, halt, halt! Zusammenarbeit? Helden? Dass ich nicht lache! Zweckgemeinschaft egoistischer Chaoten trifft es eher. Zwei Elfen, die ihre Angebetete aus der Verbannung retten wollen, ein Trupp Orks, der sich bei der sadistischen Königin einzuschmeicheln versucht, ein Troll, der Medizin für den erkälteten Finstergeist des Berges sucht und zwei Zwerge, der eine auf der Suche nach seiner Herkunft, der andere auf einer obsessiven Mission zur Vernichtung aller Monos, gehen wohl kaum als Weltrettungskommando durch. Oder doch? Was als loser Verbund individueller Ziele begann, entwickelt sich schnell zu einer Gemeinschaft, die mit allen Wassern gewaschen ist. Sind sie bereit, es mit dem gefährlichsten Feind aufzunehmen, den die Welt je gesehen hat? Sind sie bereit für die Anderen?

 

Ich verstehe, warum sich die Begeisterung für „Die Anderen“ bei vielen Leser_innen in Grenzen hielt. Es ist stumpf, es ist reißerisch, es spielt auf billigste Art und Weise mit den Klischees des Fantasy – Genres. Es ist ganz und gar überflüssig, sinnlos und grundsätzlich Zeitverschwendung. Es gelesen zu haben, hat mich in meinem Leben weder vorangebracht, noch hat es selbiges nachhaltig beeinflusst. Aber wisst ihr was? Ich habe trotzdem gelacht. Und wie ich gelacht habe. Man will es kaum glauben, doch manchmal lese ich wirklich ausschließlich zum Spaß. Berücksichtigt man meine Ausgangssituation, hätte ich mir keine passendere Lektüre zum Durchatmen wünschen können. „Die Anderen“ ist ein Buch zum Abschalten, eine Parodie voller Anspielungen auf die großen Werke der Fantasy. „Harry Potter“, „Der Herr der Ringe“, „Die Orks“, „Die Zwerge“ – sie alle werden mächtig durch den Kakao gezogen. Boris Koch macht noch nicht einmal vor dem verstorbenen Sir Terry Pratchett Halt und bedient sich seiner Vorliebe für ausschweifende Fußnoten, um klugscheißerische Kommentare zu seinem eigenen Manuskript abzugeben. Es gibt Werbeunterbrechungen, Kanalwechsel und Illustrationen. In einer Szene wird aus dem Prosatext plötzlich ein Comic, was sogar den Figuren auffällt. Da fragt man sich, wie Koch neben all den Ablenkungen überhaupt eine zusammenhängende Geschichte erzählen kann, oder? Nun, genau das ist der Punkt: die Handlung von „Die Anderen“ spielt keine Rolle. Es ist völlig unwichtig, was in dem Buch geschieht, weil es lediglich darum geht, eine typische High Fantasy – Geschichte möglichst absurd zu parodieren. Vor diesem Hintergrund finde ich „Die Anderen“ äußerst gelungen. Objektiv betrachtet enthält das Buch alle traditionellen Elemente, von der Quest über die Heldengruppe bis hin zur Legende eines alten Relikts, das in sich die Macht zur Rettung der Welt trägt. Aber was Koch daraus macht, ist ganz und gar untypisch. Er verdreht die üblichen Handlungsstrukturen, bis sie kaum wiederzuerkennen sind, lässt seine Figuren beispielsweise versehentlich in die Realität (Mallorca oder die Ostsee) stolpern und stellt die unumgängliche finale Schlacht als surreale Prügelei dar, in der Verluste mit einem Schulterzucken abgetan werden. Man erfährt nie, in welcher Welt man sich eigentlich befindet und kann über die absichtlich klischeehaften Figuren nur den Kopf schütteln. Fragwürdige Slapstick-Einlagen unterstreichen die gewollte Komik der Szenen, sodass sich eine Atmosphäre der Unberechenbarkeit entwickelt, weil man nie weiß, wann Boris Koch das nächste Mal jemanden eine Treppe herunterfallen, auf einer Banane ausrutschen oder auf eine Harke treten lässt. Diese Art von Humor gefällt nicht allen Leser_innen, aber mir kam der Stumpfsinn des Ganzen sehr entgegen. Ich habe mich köstlich amüsiert, weil „Die Anderen“ wirklich keinen Funken Ernsthaftigkeit enthält. Ich lese so oft ernste, strenge, komplexe, bedeutsame und/oder eindringliche Literatur, dass mir ein Ausflug in die Banalität einfach guttat. Es tat gut, über all das, was ich sonst ehrfürchtig bestaune, aus voller Kehle zu lachen und sich darüber lustig zu machen. Dieser Roman hat mir genau das geboten, was ich in diesem Moment gebraucht habe.

 

Bei der Lektüre von „Die Anderen“ sind der Zeitpunkt und das Erwartungsmanagement immens wichtig. Kann man von Boris Koch erwarten, dass er seine Leser_innen zum Lachen bringt? Definitiv. Kann man von ihm feinsinnigen, subtilen, intelligenten Humor erwarten? Himmel, nein. Humor mit der Brechstange, das ist sein Metier. Deswegen ist es essenziell, dass man in der richtigen Stimmung ist, wenn man dieses Buch zu lesen beabsichtigt. Sicherlich hilft auch eine Vorliebe für flache, doofe Witze und für das Spiel mit Stereotypen. Meiner Ansicht nach muss man nicht unbedingt ein Fan der Fantasy sein, um sich von „Die Anderen“ unterhalten zu fühlen, aber es ist garantiert von Vorteil, weil sonst all die Anspielungen auf andere Werke unbeachtet verpuffen und die Absicht hinter diesem Roman verloren geht. Für mich war das Buch mentaler Urlaub, eine Erholung von allem Bedeutungsvollen und eine Gelegenheit, intellektuell endlich mal wieder alle Viere gerade sein zu lassen. Was könnte dafür besser geeignet sein als hochkarätiger Schwachfug?

Source: wortmagieblog.wordpress.com/2016/07/21/boris-b-b-b-koch-die-anderen
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review 2016-07-15 04:00
Die Anderen - Das Dämonennmal
Die Anderen: Das Dämonenmal - Chris P. Rolls

Story:
Finn hat mit Vampiren, Dämonen und übersinnlichem Kram wenig am Hut. Das ändert sich als er eines Abends von einem Vampir angegriffen und fast getötet wird. Nur mit viel Glück kommt er mit dem Leben davon, hat allerdings fortan das Problem, dass das Wesen ihn verfolgt und vor seiner WG auflauert. Schließlich zieht Finn von Hamburg nach Lüneburg, in der Hoffnung, dort sein studentisches Leben in Frieden zu verbringen – er findet sogar in einer Gruppe Mittelalter-Freaks neue Freunde. Doch das Wesen, was sich schließlich als Dämon offenbart, folgt ihm, denn Finns Blut ist in vielfacher Hinsicht etwas Besonderes. Das erkennt auch Finns dämonischer Verfolger Dave, der alles daran setzt den unschuldigen Studenten zu verführen. Dabei nimmt er in Kauf, etwas in Finn zu wecken, was für einen Dämon tödlich enden könnte

.

Eigene Meinung:
„Die Anderen – Das Dämnenmal“ ist eine Gay-Mystery Trilogie von Chris P. Rolls und erscheint in Neuauflage beim Main Verlag. Ursprünglich brachte der inzwischen insolvente FWZ-Verlag die Geschichte um Finn und Dave in mehreren dünnen Heften heraus; für die Neuauflage wurden die Romane von der Autorin erneut überarbeitet. Mit etlichen Veröffentlichungen im Gay Romance Bereich gehört Chris P. Rolls zu den bekanntesten, deutschen Autoren im schwulen Litaeraturmarkt. Ihre Bücher erscheinen sowohl im Selfpublishing, als auch bei den gängigen Genre Verlagen.

 

Die Geschichte beginnt spannend und reißt den Leser direkt ins Geschehen. Man lernt den schüchternen Finn kennen, der mit etlichen Problemen zu kämpfen hat, und Dave, der einer der ältesten Vertreter der Anderen ist, wie sich die Dämonen selbst nennen. Die Geschichte nimmt spätestens in Lüneburg an Fahrt auf, als Finn die Mitglieder der Mittelaltergruppe kennenlernt und auch Dave nach Lüneburg siedelt, um Finn näher zu kommen. Dabei achtet er genau darauf, dass der Student nichts davon mitbekommt, dass er Finns dämonischer Verfolger ist, während er alles daran setzt den jungen Mann ins Bett zu bekommen. Währenddessen werden nicht nur Dämonenjäger auf die Vorfälle in Hamburg (und später Lüneburg) aufmerksam (zu denen auch einige von Finns neuen Freunden gehören), auch der Halbdämon Russell taucht in dem kleinen Städtchen an der Ilmenau auf und beobachtet mit Sorge die Veränderung seines Freundes Dave.
Mit der Zeit nimmt die Geschichte spürbar an Fahrt auf – auch die erotischen Szenen kommen häufiger vor (bestimmen mitunter sogar einen Großteil der Handlung). Dennoch tritt die Handlung nicht in den Hintergrund – sie bleibt präsent und sorgt mit neuen Wendungen und Geheimnissen dafür, dass man als Leser bei der Stange bleibt. So fiebert man am Ende des Buches „Das Dämonenmal“ der Fortsetzung entgegen, denn man möchte unbedingt wissen, wie die Geschichte weitergeht.

 

Chris P. Roll führt eine Menge unterschiedlicher Charaktere ein, die im Laufe der Geschichte wichtige Rollen übernehmen. Sei es der schüchterne Finn, der im Laufe der Zeit spürbar aus sich heraus geht und allmählich offensiver wird oder Dave, der sich einerseits stark zu Finn hingezogen fühlt und ihn beschützen will, andererseits mit seinem dämonischen Blut zu kämpfen hat, das nach Finns Leben verlangt. Auch die Figuren rund um die Mittelaltertruppe sind witzig und lebendig in Szene gesetzt, allen voran der Schmied Roger, die farbenfrohe Hexe Angelika und der schwule Barde Max, die Finn schnell in ihrer Truppe aufnehmen. Es macht Spaß die unterschiedlichen Figuren kennenzulernen und durch die Geschichte zu begleiten.

 

Stilistisch mag die Geschichte älter sein, doch sie ist trotzdem sehr flüssig und leicht verständlich gehalten. Es macht Spaß Finn durch Lüneburg zu begleiten und mit ihm zusammen für Dave zu schwärmen. Einzig die beiden inneren Stimmchen (Verstand und Gefühl) sind ein wenig gewöhnungsbedürftig, da sie außer praktischen und unpraktischen Sprüchen wenig zur Handlung beitragen. Ob sie eine tiefere Bedeutung haben, bleibt offen, doch die häufigen inneren Dialoge sind mit der Zeit ein wenig ermüdend. Nichtsdestotrotz zeigt Chris P. Rolls mit einer Mischung aus Action, Erotik und Witz, wie man den Leser fesselt.

 

Fazit:
„Das Dämonenmal“ bietet Fans von Gay-Mystery Romanen spannende, gut geschriebene Unterhaltung, die man nur schwer aus der Hand legen kann. Chris P. Rolls besticht durch einen sehr komplexen Handlungsbogen, der in den Folgebänden ausgebaut werden dürfte und interessanten Charakteren, die man schnell ins Herz schließt. Wer die Bücher der Autorin mag, sollte sich „Die Anderen“ nicht entgehen lassen – zu empfehlen.

Source: www.like-a-dream.de
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