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review 2017-11-15 04:30
Rezension | Frankenstein von Mary Shelley
Frankenstein: oder Der moderne Prometheus. Roman - Mary Shelley,Georg Klein,Alexander Pechmann

Beschreibung

 

Nach jahrelangen Experimenten ist es Victor Frankenstein gelungen aus Materie einen künstlichen Menschen zu erschaffen. Doch als er sein Wesen erblickt und die Monstrosität dessen bemerkt, überlässt er das Ergebnis seiner Forschungen seinem eigenen Schicksal.

 

Während Victor Frankenstein sein Leben weiter lebt, lernt sein Monster nach und nach die Sprache, Bräuche und Umgangsformen der Menschen kennen. Auf der Suche nach Freundschaft und Akzeptanz stößt das Monster jedoch auf Abneigung, Hass und Wut. Aus seiner Verzweiflung heraus beschließt das monströse Wesen seinen Schöpfer ausfindig zu machen und an dessen Familie Rache zu nehmen.

 

Meine Meinung

 

"Worin, fragte ich mich häufig, besteht die Grundlage des Lebens? Es war eine verwegene Frage und eine, die man seit jeher für ein unlösbares Rätsel gehalten hat." (Frankenstein, Seite 70)

 

Mary Shelleys Klassiker der Schauerliteratur „Frankenstein“ wurde vom Manesse Verlag in der Urfassung aus dem Jahre 1818 neu aufgelegt (weitere Titel der Manesse Bibliothek findet ihr hier). Über das optische Erscheinungsbild mit dem knallig pinken Cover lässt sich streiten, schlussendlich ist es eine reine Geschmacksfrage. Mir persönlich gefällt es eigentlich ganz gut, da es ein wunderbare Eyecatcher ist und in der Buchhandlung bestimmt viele Blicke auf sich zieht! Das kleine handliche Format sowie das Vorlegeblatt im modernen Design und die Fadenbindung machen einen hochwertigen Eindruck.

 

Die Faszination die der Mythos Frankenstein und die Erschaffung eines menschenähnlichen Wesens mit künstlicher Intelligenz auf uns ausübt ist ungebrochen. Zudem scheint die Geschichte bis heute nichts an Aktualität eingebüßt zu haben. In Zeiten von Genmanipulation stellt sich erneut die Frage wie weit der Mensch durch sein Wissen und seine Forschung in die Evolution eingreifen darf, welche moralischen Aspekte dies mit sich bringt und welche Verantwortungen daraus erwachsen.

 

"Der Anblick des Kollosallen und Majestätischen in der Natur konnte mich freilich schon immer in feierliche Stimmung versetzen und ließ mich die vergänglichen Sorgen des Lebens vergessen." (Frankenstein, Seite 157)

 

Mary Shelley weist in ihrem Vorwort selbst darauf hin, dass ihr Roman „Frankenstein“ ein Schauerroman bwz. Gruselroman darstellen soll. Auch wenn sich für den heutigen Leser die gruseligen Momente nicht so recht erschließen, dürfte das Werk zu seiner Zeit durchaus für Schrecken gesorgt haben.

 

"Die genaueste Beschreibung meines abstoßenden, schauderhaften Äußeren findet sich hier, in einer Sprache, die dein eigenes Grauen schildert und meines unauslöschlich machte." (Frankenstein, Seite 219)

 

Besonders beeindruckt hat mich Mary Shelleys Erzählstil. Zu Beginn und Ende wird die Geschichte von dem Polarforscher Walton erzählt, der an seine Schwester schreibt und ihr berichtet wie er Victor Frankenstein von einer Eisscholle gerettet hat. Dies bildet einen einzigartigen Rahmen der zur eigentlichen Geschichte genügend Abstand aufbaut um aus einer anderen Perspektive auf die Ereignisse zu blicken. In einer weiteren Erzählebene berichtet Victor Frankenstein von seinem Schicksal welches durch den Einblick in die Perpektive des Monsters ergänzt wird. Für mich übte Mary Shelleys Roman gerade durch diese verschiedenen moralischen Blickwinkel eine ganz besondere Anziehungskraft aus.

 

Fazit

 

Die Sprache und Erzählkunst von Mary Shelley haben einen zeitlosen Klassiker erschaffen.

Source: www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-frankenstein-oder-der-moderne-prometheus-von-mary-shelley
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review 2016-09-20 10:03
Schuster, bleib bei deinen Leisten
Runa: Roman - Vera Buck

Die Karriere des jungen Schweizer Arztes Jori Hell steckt fest. Seit Jahren lebt er in Paris, studiert an der berühmten Klinik Salpêtrière unter dem großen Neurologen Dr. Jean-Martin Charcot und kümmert sich um Patient_innen – doch die Doktorarbeit, für die er einst nach Paris zog, ist noch nicht geschrieben. Schlimmer noch, Dr. Charcot kennt nicht einmal seinen Namen, obwohl Jori regelmäßig die berüchtigten Dienstagsvorlesungen besucht, in denen Hysterikerinnen zu Unterrichtszwecken publikumswirksam hypnotisiert und vorgeführt werden. Erst als eines Dienstagabends ein junges Mädchen präsentiert wird, ändert sich Joris ziellose Routine schlagartig. Runa passt in keines der bekannten Krankheitsschemata, nicht einmal Dr. Charcot weiß, was dem Mädchen fehlt. Nur, dass sie verrückt ist, darin sind sich alle einig. Wäre sie gesund, würde sie sich kaum wie ein wildes Tier gebärden. Jori sieht seine Chance gekommen, sich zu profilieren und endlich seinen Doktortitel zu ergattern. Spontan schlägt er eine Hirnoperation vor, die Runas Verhalten korrigieren soll. Überraschenderweise erteilt ihm Dr. Charcot die Erlaubnis dazu und bietet sich sogar als Doktorvater an. Ein Rückzieher ist nun nicht mehr möglich. Jori hat keine andere Wahl, als seinen überhasteten Worten Taten folgen zu lassen. Je intensiver er sich mit Runa befasst, desto tiefer werden die Einblicke in den erniedrigenden Alltag der Patient_innen in der Salpêtrière. Er lernt die Schattenseiten einer Klinik kennen, die sich damit brüstet, weltweit als fortschrittlich zu gelten und muss sich fragen, ob seine Zukunft tatsächlich dort liegt. Doch seine Selbstzweifel sind nicht Joris einziges Problem. Runa ist der Schlüssel zu einem dunklen Geheimnis seiner Vergangenheit, das ihn nun heimsucht…

 

Was ist das nur mit fiktiven Romanen, die sich auf historische Fakten stützen? Wieso sind diese oft hervorragend recherchiert und überzeugen in der Darstellung der zeitgemäßen Umstände, erzählen jedoch eine Geschichte, die mangelhaft und unglaubwürdig wirkt? „Runa“ von Vera Buck ist eine vorbildliche, realistische Schilderung der Verhältnisse in psychiatrischen Einrichtungen Ende des 19. Jahrhunderts (1884) und den damals üblichen Behandlungsmethoden, erreichte mich auf der fiktiven Ebene allerdings überhaupt nicht. Jeder eindrucksvoll ausgearbeitete Fakt wird durch die misslungene Geschichte geschmälert. Das ist einfach schade und enttäuschte mich herb, denn die ersten 80 Seiten des Buches versprachen Großes. Buck konfrontiert ihre Leser_innen zu Beginn mit Joris Alltag in der Salpêtrière und lässt sie an seiner Seite einer Dienstagsvorlesung beiwohnen. Was dort ablief, ist keine Übertreibung, diese Veranstaltungen sind geschichtlich dokumentiert. Dr. Charcot präsentierte seinen Studenten dort tatsächlich relevante Fälle. Ich war zutiefst abgestoßen von der Zurschaustellung und Demütigung kranker Frauen in einem vollen Vorlesungssaal. Mit Unterricht hatte das für mich nicht das Geringste zu tun, vielmehr sah ich darin Charcots persönliche Bühne zur Selbstdarstellung. Es ist nicht zu glauben, dass das Publikum gierig mit morbider Faszination die öffentliche Erniedrigung Schutzbefohlener verfolgte. Männer, die einen Eid zu helfen leisteten, ergötzten sich an der Hilflosigkeit ihrer Patientinnen. Es war widerwärtig und doch zogen mich Bucks Beschreibungen in ihren Bann. Der Konkurrenzdruck, der damals in der Medizin und der Wissenschaft allgemein herrschte, war deutlich zu spüren. Ärzte lagen im Wettstreit miteinander, als erste neue Methoden auszuprobieren und mit dem nächsten großen Durchbruch in die Geschichte einzugehen. Es ist vorstellbar, dass das Wohl der Patient_innen zu dieser Zeit nicht immer im Vordergrund stand. Diese Lektion muss auch Jori lernen. Seine Begegnung mit Runa verändert ihn und lässt ihn begreifen, dass einige seiner Kollegen bereit sind, für ein bisschen Ruhm über Leichen zu gehen. Hätte sich Vera Buck auf diesen Erzählstrang beschränkt und nicht versucht, ihrer Geschichte eine Aura von Mystik zu verleihen, hätte das Buch sicherlich eine bessere Bewertung von mir erhalten. Aber nein, sie musste ja unbedingt eine Mordermittlung ins Spiel bringen. Meiner Ansicht nach war dies eine unglückliche Entscheidung, weil sie dadurch unnötigerweise gezwungen war, weitere Erzählperspektiven zu involvieren, die das Handlungskonstrukt zerfasert und holprig wirken ließen. Jegliche Handlungsstränge abseits von Jori erschienen mir überflüssig und wertlos für die Geschichte, sodass ich mich beim Lesen dieser Abschnitte immer wieder fragte, warum Buck mir all das erzählte. Ich zweifelte an ihrer Autorität als Autorin und hatte Schwierigkeiten, ihren hin und wieder sprunghaften Gedankengängen zu folgen, sowie die Übersicht über die Chronologie zu behalten. Wie oft habe ich schon von Bescheidenheit gepredigt und betont, wie wichtig es ist, sich nicht mehr aufzubürden, als man händeln kann – ich wünschte, Vera Buck hätte sich diesen Ratschlag zu Herzen genommen.

 

„Runa“ schießt meiner Meinung nach weit übers Ziel hinaus. Wenn es Vera Buck darum ging, einen realistischen Blick auf die Geschichte der Psychiatrie zu werfen, hätte sie es auch genau dabei belassen sollen. Ihre Versuche, eine geheimnisvolle Mordermittlung und verschiedene Erzählperspektiven zu integrieren, halte ich für gründlich misslungen; sie werfen einen Schatten auf die meisterhaft recherchierten Fakten des Buches, der hätte vermieden werden können. Sie wollte zu viel und riss daher alles, was sie erst gewissenhaft aufgebaut hatte, mit dem Hintern wieder ein. Vielleicht darf man von einem Debütroman keine Wunder erwarten, doch alle Großzügigkeit ändert leider nichts daran, was ich während der Lektüre empfand. Ich kann es nicht oft genug sagen: Schuster, bleib bei deinen Leisten.

Source: wortmagieblog.wordpress.com/2016/09/20/vera-buck-runa
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review 2015-06-06 02:42
Gunther Müller - Fette Vögel gehen öfter fremd ~ Skurrile Erkenntnisse aus der Welt der Wissenschaft
Fette Vögel gehen öfter fremd: Skurrile Erkenntnisse aus der Welt der Wissenschaft - Gunther Müller
Beschreibung auf dem Buchrücken:
 Achterbahnfahrten sind gut gegen Asthma. Blasendruck erhöht das Denkvermögen. 
Hühner stehen auf hübsche Menschen. 
Ob Sie es glauben oder nicht, all das ist wissenschaftlich erforscht. Gunther Müller hat die unsinnigsten, aberwitzigsten und unglaublichsten Studien der Welt gesammelt und erklärt ihre Bedeutung für die Menschheit. Das bringt nicht nur überraschende Erkenntnisse, diese Forschungsergebnisse können sogar Leben retten - oder wissen Sie, ob eine leere oder eine volle Bierflasche die gefährlichere Waffe bei einer Kneipenschlägerei ist? Wahnwitz trifft Wissenschaft - so haben Sie Forschung noch nie erlebt!
 
Details:
Taschenbuch: 208 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: Aufl. 2014 (20. Juli 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404606884
ISBN-13: 978-3404606887
Größe: 12,6 x 2,2 x 18,8 cm

Eigene Meinung:
 Gunter Müller hat in seinem Buch Erkenntnisse aus verschiedenen Wissensgebieten zusammengefasst. Dabei geht es um die verrücktesten Methoden der Erkenntnisse, die verrücktesten Fragestellungen, die Pop-Wissenschaft und die verrücktesten Erkenntnisse. Also geht Gunter Müller auch nach der wissenschaftlichen Theorie vor.
 
Eigentlich ist die Zusammenstellung aus allen möglichen Wissenbereichen schön zusammengestellt, aber manche der 85 Themen sind einfach etwas abwegig, auch wenn es die Studien, die Gunter Müller vorstellt, wirklich gibt. Aber es ist auch interessant zu erfahren, dass es wirklich Wissenschaflter gibt, die ihr persönlichen Vorlieben mit in die Studien mit einfliessen lassen.
 
Die Kapitel an sich sind aber nicht zu lang und auch gut für Laien erklärt, also muss man kein Wissenschaftler sein, damit man die Erklärungen versteht. Aber an sich bilden die einzelnen Studien kein einheitliches Buch und das ist schade, weil das hätte sich an manchen Stellen wirklich angeboten. 
 
Gunter Müller hat sich da wirklich eine schöne Buchidee einfallen lassen, aber leider ist es so, dass man bei manchen Studien das Gefühl hat, dass die Erklrung zu den Studien einfach so lang ist, dass man da das schon etwas als "Seitenschinden" ansehen kann, aber vielleicht wollte Gunter Müller auch nur sicher gehen, damit jeder Leser seine Studien versteht.
 
Das Buch ist sicher ein gutes Geschenk für Menschen, die gerne mal etwas "mehr" als ander wissen und auch eine nette Idee für Menschen, die sich für Wissenschaft oder besser "schräge" Wissenschaft interessieren.

Fazit: 
 Gunter Müller gibt einen interessanten Blick in die Wissenschaft, aber er schreibt leider einige Studien etwas in die Länge und das war einfach etwas unnötig und da hatte man das Gefühl, dass das nur Seitenschinden ist und das war einfach etwas, was verkürzt auch gereicht hätte.
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text 2015-02-02 06:53
The Koyal Group Info Mag Review - Falsch Wissenschaft ist fast so schlimm wie Betrug: Randy Schekman

 

Im Jahr 2013 wurde Randy Schekman für seine Entdeckungen auf Bläschen mit den Nobelpreis für Medizin oder Physiologie ausgezeichnet — Sac-Strukturen, die eine große Transportsystem in unseren Zellen bilden — und wie genetische Defekte in dieses Transportsystem zu Fehlfunktionen führen können.

 

Der Nobelpreisträger ist die Ursache für Zeitschriften und wie die Herrschaft der wenigen populären Zeitschriften gestört werden kann, Wissenschaft und Forschung aufgegriffen. Minze holten Schekman Indian Science Congress in Mumbai, und der Ex-Editor von Verfahren der National Academy of Sciences (PNAS) sprach über seine Stellung gegen Zeitschriften wie Wissenschaft und Natur, die spektakulären zurücknehmen, dass die Zeitschriften im vergangenen Jahr gab, und welche Bereiche Life Sciences, die größten Durchbrüche in den kommenden Jahren sehen. Bearbeitete Auszüge:

 

In welchen Bereichen sehen wir im kommenden Jahr der größten Durchbrüche in der Wissenschaft?

 

Vorhersage der Zukunft ist ein dummer Fehler. Ich hätte nicht geschehen im vergangenen Jahr, geschweige denn die Zukunft vorhersagen können. Ich kann sagen, es gibt neue Technologien, die einen großen Einfluss haben werden. CRISPR (gruppierten regelmäßig interspaced kurze palindromische Wiederholungen), die Technologie mit der Fähigkeit zu manipulieren und bearbeiten Genome, wird enorme Auswirkungen haben und steigt sehr schnell. Wir freuen uns über viele Jahre, glaube ich, das zukünftige Wachstum im Bereich Life Sciences vor allem in den Neurowissenschaften werden. Die Untersuchung von Gehirn, menschliche Intelligenz, menschliche Emotionen, ist eine große Herausforderung dar. Die auf molekularer Ebene zu reduzieren wird eine wunderbare Sache für einen jungen Menschen zu denken.

 

Sie haben einige der beliebtesten Wissenschaft Zeitschriften einschließlich Zelle, Natur und Wissenschaft boykottiert. Was sind deine Gründe?

 

In den letzten 20-30 Jahren haben Zeitschriften sehr wettbewerbsfähiger. Es gibt bestimmte Zeitschriften, kommerzielle Zeitschriften, in den Lebenswissenschaften, die sehr erfolgreich selbst gebrandmarkt haben, so dass die jungen Menschen fühlen, dass wenn sie nicht in diese Zeitschriften zu veröffentlichen, sie eine Karriere nicht. Dies sind die Zeitschriften, die von professionellen Redakteuren ausgeführt werden, die kommerziell vertrieben werden, Zeitschriften zu verkaufen. Absolut vernünftig.

 

Leider glaube ich, daß das Stipendium gefährdet hat, weil man jetzt gezwungen wird, mit Zeitschriften zu kämpfen, die schränken Sie die Anzahl von Artikeln und Seiten, die sie veröffentlichen werden. Sie möchten erstellen diese künstlichen Ware und Marke selbst als exklusive und Menschen wollen Teil dieses exklusiven Clubs sein. Und Wissenschaftler verbringen Jahre, Geld und endlose Stunden Aufwand in der Hoffnung, die sie in einer der diese Zeitschriften veröffentlichen können. Ich fand das immer, wenn ich Herausgeber des PNAS war, das ist eine feine Zeitschrift, wo Wissenschaftler die Entscheidungen. Junge Leute glaubten, dass wenn sie ihre Forschungsergebnisse in Zelle, Nature oder Science publizieren konnte nicht, sie keine Karriere hätten. Und diese Zeitschriften wählen Sie Papiere, die auf der Grundlage von welche ihre Redakteure wird viel generieren fühlen von Zitaten, die diese böse Nummer Futtermittel werden sie werben, genannt Impact-Faktor. Diese falsche Nummer inzwischen einen toxischen Einfluss.

 

Warum nennen Sie Impact-Faktor einen toxischen Einfluss?

 

Impact-Faktor war eine Zahl, die vor Jahren von einer Organisation erstellt wurde, der wurde in der Tätigkeit der Bibliothekare zu sagen, was sie für ihre Bibliotheken kaufen sollten. Also er die Anzahl der Zitierungen misst generiert ein Tagebuch über alle Papiere. Aber es war nie beabsichtigt, eine Maßnahme der Gelehrsamkeit zu sein, es war nie beabsichtigt, einen Weg zu messen, ob ein einzelner Beitrag wichtig ist. Leider ist das, was passiert ist.

 

Alle Postdoc oder Studenten, die mir drohen kennt die Impact-Faktoren von Zeitschriften und sie treffen ihre Entscheidungen auf, wo sie auf der Grundlage dieser dumme Nummer veröffentlichen wollen. So glaube ich stark, dass das System fehlerhaft ist.

 

Ich bekam die Möglichkeit, das zu ändern, wenn beschlossen, dass Wellcome Trust, Howard Hughes (Medical Institute) und Max-Planck-Gesellschaft investieren eine Menge Geld bei der Schaffung einer neuen open-Access-Zeitschrift wo würde die Beschlüsse von Wissenschaftlern. Gäbe es keine künstliche Begrenzung für die Anzahl Papiere oder Seiten, die wir veröffentlichen wird. Also wir waren im Geschäft jetzt seit zwei Jahren, und wir waren sehr bemüht, die besten Zeitungen auf der ganzen Welt zu gewinnen.

 

Wie denken Sie, dass kommerzielle Zeitschriften Grundlagenforschung beeinflusst haben?

 

Es ändert die Art und Weise Menschen zu entscheiden, was sie arbeiten sollten. Es bewirkt, dass sie denken, dass sie an Themen arbeiten, die ihren Weg in diese Zeitschriften machen.

 

Jetzt wird der Impact Factor anhand der Anzahl von Zitierungen berechnet bekommt ein Papier in den ersten zwei Jahren davon veröffentlicht wird. Dies bedeutet, dass dieser Zeitschriften Zeitungen, die ein sofortiger sensationelle Hit sein werden und nicht unbedingt Papiere, die zu ertragen und in kommenden Jahren sinnvoll sein. Meine eigene Arbeit, die zu den Nobelpreis, das erste Papier geführt war in den PNAS und hatte sehr wenige Zitate, denn es neu war und niemand sonst war die Arbeit an diesem. Aber die Zitate wuchs im Laufe der Zeit. Messung der Impact Factor für diese sehr sinnvolle Papier war nutzlos. Was passiert ist, ist jetzt eine Art der Absprache zwischen diesen kommerziellen Zeitschriften und Menschen, die diese Zahl zu berechnen. Dieses System ist kaputt. Ich ermutige die Menschen überlegen, Zeitschriften, ausgeführt von Wissenschaftlern und nicht Menschen, die Zeitschriften verkaufen wollen.

 

Letztes Jahr sah ein paar sensationelle Einziehungen in Zeitschriften. Was denken Sie über diese?

 

Alle Zeitschriften haben zurücknehmen, aber Natur hat in letzter Zeit einigen zurücknehmen und einige von ihnen sind ziemlich spektakulär zurücknehmen. Und ich denke, einige von ihnen sind, weil der Druck in diesen Zeitschriften veröffentlichen so groß, dass junge Menschen Fehler machen, und manchmal sie absichtliche Fehler sind. Bei der Zeitung, die von Natur aus auf die Stammzellen reduziert wurden, war es eindeutig betrug, Manipulation. Die junge Frau ihre Karriere jetzt zerstört wird, und einer der Autoren hat Selbstmord begangen. Es ist tragisch, ich meine natürlich, es ist ihr persönlicher Fehler, der dazu geführt haben, aber ich mit dem Finger auf die Zeitschriften, die diesen Druck auf Menschen versuchen, ihre Arbeit aussehen wichtiger als es zu verhängen.

 

Falsch Wissenschaft ist fast so schlimm wie Betrug und ich denke, dass diese Zeitschriften sind Teil des Problems.

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review 2014-05-22 16:43
Fantastische Elemente versus Wissenschaft - ein spannendes Kinderbuch!
Das Haus, in dem es schräge Böden, sprechende Tiere und Wachstumspulver gibt - Tom Llewellyn,Petra Sparrer

Das Kinderbuch, das ich euch heute vorstellen möchte, birgt eine wirklich schräge (Wortwitz), spannend erzählte Geschichte hinter einem Cover, das mich buchstäblich aus den Socken gehauen hat. Ich liebe dieses Cover, ganz ehrlich! Ich könnte es stundenlang betrachten, weil es die Grundidee des Buches so farbenprächtig und innovativ wiedergibt. Hach, einfach toll. Doch nun möchte ich euch erst einmal berichten, worum es in »Das Haus, in dem es schräge Böden, sprechende Tiere und Wachstumspulver gibt« geht. Dieser Titel ist doch wohl der absolute Knaller, oder?

 

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Haus 1418 ist schräg, in mehrfacher Hinsicht!

 

Jacob und Charlie ziehen gemeinsam mit ihrem Großvater und ihren Eltern in Haus Nummer 1418 in der Stechpalmenstraße, einer etwas merkwürdigen Wohngegend. Haus Tilton, wie das Schild am Eingang verlauten lässt, ist ein – wie soll ich sagen – im wahrsten Sinne des Wortes schräges Zuhause: Alle Böden im Haus sind um 3° Grad geneigt und sämtliche Wände, Decken, sogar die Treppengeländer sind mit seltsamen Formeln, Gleichungen und Diagrammen übersät. Der Besitzer, ist vor kurzem verstorben, lebte sehr zurückgezogen und hat sich zuletzt nicht mehr aus seinen vier Wänden bewegt. Familie Hensley kann sich das Haus mit dem Gehalt von Vaters Museumsjob und Mutters Halbtagsjob im Schulsekretariat gerade so leisten und versucht mit ein wenig Farbe an der Außenfassade Gemütlichkeit in ihr neues Zuhause zu bringen. Doch sie sind nicht alleine. Eine Rattenfamilie beansprucht das Domizil des 70jährigen Vorbesitzers  ebenfalls für sich. Das sind jedoch keine gewöhnlichen Ratten, Papa Ratte, der auf den Namen Mr. Daga hört, kann nämlich sprechen und ist sehr erbost, als das jüngste Familienmitglied versehentlich umgebracht wird. Was erlauben sich diese Menschen, einfach in ihr Haus einzuziehen! Doch das ist nicht das einzige Unglück, welches die frisch in Haus Nr. 1418 gezogene Familie miterleben muss. Seltsame Dinge gehen vor sich, die etwas mit zwei rabenschwarzen Geiern, Unsichtbarkeit, Nachbarsmädchen Lola, Wachstumspulver und einem Schatz zu tun haben…

 

Traumhafter Anblick!

 

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Ist das nicht ein wundervoller Anblick? Ich finde dieses Cover grandios schön ♥

Seht euch dieses Cover an, das ist doch ein klarer Kandidat für meine Coverjuwelen, findet ihr nicht auch? Eine erfrischend kreative Farbkombination sowie eine sehr gelungene Kombination aus Illustration undtypographischen Spielereien machen dieses Titelbild einfach perfekt. Das ist ein richtiges Schmuckstück in meinem Bücherregal und wird dort nicht nur mit seinem Buchrücken zu sehen sein. Auch die schwarz-weißen Illustrationen, welche sich oberhalb der Kapitelüberschriften befinden, sind sehr gelungen und runden den Look ab. Interessant finde ich, wie die kreativen Köpfe hinter den Verlagskulissen die zahlreichen Formeln und Phrasen auf den Wänden des Hauses typographisch hervorhoben. Beim Lesen entdeckte ich sehr oft Sätze, die durch eine feine, wie Handschrift wirkender Schriftart betont wurden und so einen zusätzlichen Blickfang bilden. Da merkt man, wieviel Liebe zum Detail in diesem Buch steckt! 

 

Das Titelbild der englischen Hardcoverausgabe gefällt mir nicht ganz so gut. Die Farbgebung ist deutlich wärmer; die Illustrationen des englischen Covers sind schön, der Stil eher scherenschnittartig. Die kühlen Farbtöne passen meiner Meinung nach jedoch besser zum schaurigen Thema, aber das ist wie immer natürlich Geschmackssache.

 

Fantastische Elemente versus Wissenschaft

Ein Sonnenstrahl schien kraftvoll durch die offene Tür und ließ die umherwirbelnden Staubteilchen aufleuchten. Als meine Augen sich an das Halbdunkel gewöhnt hatten, fiel mir etwas auf. Mit Füller und Bleistift gekritzelte Worte, Ziffern, Diagramme und Zeichnungen bedeckten die Wände, die Geländer und fast den ganzen Boden. – Seite 8

Die Hensleys müssen sich an ihr neues, ungewöhnliches Zuhause erst einmal gewöhnen. Eigentlich ist das eine ganz normale Familie, die fünf könnten deine Nachbarn sein.  Wir sprechen hier nicht von Zauberern oder Hexen. Das sind Menschen wie du und ich, mitten aus dem Leben gegriffen. Der einzige Unterschied: Sie leben eben in einem sehr seltsamen Haus, das von außen betrachtet noch nicht so auffällig erscheint, doch hinter Wänden, unter Teppichen, in engen Nischen und selbst auf dem Dachboden für einige Überraschungen sorgen wird. Und sprechende Ratten sind da noch das harmloseste Phänomen! ;-)

 

Eine ganz normale Familie in einem ungewöhnlichen Zuhause

 

Vater Hensley ist der kreative und kunstverliebte Kopf der Familie, liebt seinen Job in einem Museum, während Mama Hensley mit ihrem Halbtagsjob im Schulsekretariat ein wenig Geld zum nicht ganz so prall gefüllten Portemonnaie beisteuert. Auch die Kinder Charlie und Jacob, aus dessen Ich-Perspektive die Geschichte geschildert wird, bietet reichlich Identifikationspotential für die junge Leserschaft. Man möchte schnell Jacobs bester Freund sein, und mit ihm gemeinsam die Geheimnisse des schiefen Hauses erkunden, durch den engenTrau-dich-ganz-nach-oben-Raum im Dachgeschoss kriechen und verborgene Schätze entdecken. Oder dem Geheimnis all dieser Kritzeleien auf der Tapete auf die Spur kommen! Dabei bringt der Autor den jungen Leser auf spannende und kindgerechte Weise mit der Welt der Zeitreisen, physikalischen Gesetzmäßigkeiten und mathematischen Gleichungen ein.  Wissenschaft vermischt mit Fiktion sorgt hier für spannende Aha-Erlebnisse, die verblüffen und dafür sorgen, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte. Tom Llewellyn verblüfft mit seinem Ideenreichtum und ich bin wirklich gespannt, was er in Zukunft noch so aus seinem schrifstellerischen Hut zaubern wird.

Biologische akustische
Informationsübertragung.
Klang und Bedeutung.
Zungenschnalzen versus Quieken. – Seite 20

Was den Namen des Autors betrifft, musste ich meine Neugier befriedigen und habe ein wenig im Internet nachgeforscht. Dabei fand ich heraus, dass Tom einen Namensvetter namens Thomas Llewellyn hat; ein theoretischer Physiker und angewandter Mathematiker, welcher Anfang des 20. Jahrhunderts geboren wurde. Ob das ein spannender Zufall ist? Vielleicht holte sich der Autor ja hier ein wenig Inspiration für die wissenschaftlich angehauchten Aspekte des Buches?

 

Packend bis zur letzten Seite!

 

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Der erfrischende, packende Erzählton nimmt junge wie erwachsene Leser einfach an die Hand und zieht sie mitten hinein in ein spannendes, gruseliges und oft sehr lustiges Abenteuer. Sympathiepunkte sammelt Familie Hensley bei mir allein schon durch den Umstand, dass sie erst einmal Buchstapel unter die Möbel legten, um die Schräge der Räume auszugleichen. Keine Sorge, den Büchern passiert dabei bestimmt nichts. Doch auch der emotionale und ernstere Teil des Plots wusste mich zu begeistern. Die Auflösung rund um Haus Tilton auf den letzten etwa 50 Seiten des Buches überrascht, bewegt und schließt die Geschichte mit einem sehr zufrieden stellenden Ende ab.

 

Dieses Kinderbuch ist wirklich pures Vergnügen und versetzt mich zurück in meine eigene Kindheit, als ich noch Höhlen aus Stühlen und Wolldecken baute oder Schatzkarten zeichnete. Tom Llewellyn schrieb »Das Haus, in dem es schräge Böden, sprechende Tiere und Wachstumspulver gibt« zwar als Standalone, doch ich könnte mir durchaus vorstellen, in weiteren spannenden Geschichten rund um Haus Nummer 1418 in der Stechpalmengasse zu schmökern. Das wollte ich genauer wissen und darum habe ich Tom Llewellyn einfach mit ein paar Fragen gelöchert. Da die Antwort noch ein wenig auf sich warten lässt, veröffentliche ich das kleine Interview etwas später separat. Ich hoffe, das klappt so wie ich es mir wünsche :-)

 

Mein FazitEin spannendes, schaurig-schönes Abenteuer, welches ich kurz nach dem Beenden zunächst mit vier Monsterpunkten bewerten wollte. Einen Tag später, nachdem ich es etwas sacken ließ, betrachtete ich das Cover, ließ das Gelesene noch einmal Revue passieren, erinnerte mich mit einem Schmunzeln an so manche witzige Situation und dachte an die gefühlvollen Momente, die Auflösung und das Ende, das dieses Kinderbuch einfach rundherum gelungen abschließt. Nein, dieses Buch mit seinem außergewöhnlichen Titel hat die volle Punktzahl verdient. Darum hebt das gelbe Lesemonster nun fröhlich sein Schildchen hoch und verkündet lautstark: 5 Monsterpunkte für ein tolles, ein wenig – im wahrsten Sinne des Wortes – schräges Kinderbuch, das ich euch allen wärmstens ans Herz legen möchte, großen wie kleinen Schatzsuchern!

 

Bewertung: 5 Lesemonster-Punkte

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