logo
Wrong email address or username
Wrong email address or username
Incorrect verification code
back to top
Search tags: Herz
Load new posts () and activity
Like Reblog Comment
show activity (+)
review 2019-02-04 16:37
Mitten im Herz des Wilden Westens
Das wilde Herz des Westens - Alexandra Fischer-Hunold

Baltimore, 1865. Phoebe ist sich sicher, dass sie nur mit einem Cowboy als Ehemann glücklich wird. Nach dem Bürgerkrieg sieht sie ihre Chance in einer Heiratsannonce, und macht sich mit ihrer Freundin Briana auf zu ihrem Bräutigam. Allerdings weiß sie zu diesem Zeitpunkt nicht, dass ihr Zukünftiger ein gesuchter Räuber ist. Damit beginnt eine Reise mitten ins Herz des Westens, die Phoebe und Briana alles abverlangen wird.

Trotz der - meiner Meinung nach - kitschigen Aufmachung handelt es sich bei "Das wilde Herz des Westens" um einen historischen Roman, der quer durch die Prärie Amerikas führt. Natürlich spielen amouröse Umstände in die Geschichte rein, allerdings nicht in dem Ausmaß, wie das Cover vermuten lässt.

In diesem Roman geht es darum, dass " ... Cowboys auch Banditen sein konnten und Banditen auch Gentlemen. Dass eine Hure zur wahren Freundin werden und die große Liebe einen Mann quer durch die Prärie treiben konnte". (S. 432 - 433)

Es beginnt mit Briana, die als Kind in Phoebes Elternhaus aufgenommen wird. Sie ist irischer Abstammung, was damals schon einem Stigmata gleichkam. Briana hat einen Anschlag auf ihre Familie durch Zufall überlebt. Sie beißt sich durch, ist der Familie Harrington ergeben, und weiß nicht so recht, wohin sie ihr Leben führen wird. 

In Phoebes Augen wachsen sie und Briana als Schwestern auf. Als leibliche Tochter der Harringtons ist sie Wohlstand und ein gutes Zuhause gewohnt. Sie gibt sich leidenschaftlich der Lektüre von Groschenromanen hin, und weiß, dass sie eines Tages ihren Cowboy finden wird. 

Nachdem die Kindheit der Mädchen kurz angerissen wird, befindet man sich mitten im Trubel des Amerikanischen Bürgerkriegs. Mittlerweile sind Briana und Phoebe junge Frauen, die sich um Verwundete kümmern. 

Nach dem Krieg antwortet Phoebe in ihrer Naivität auf eine Heiratsanzeige, weil sie endlich einen Cowboy als Ehemann will. Briana begleitet sie auf die Reise, die sie ins wilde Herz des Westens - bis nach Montana führen wird. 

Zuerst lernt man die Frauen während des Krieges kennen, wie sie Verwundete versorgen, dem Arzt bei Amputationen zur Seite stehen, blutige Lappen auskochen oder erschöpft durch die Reihen der Toten gehen. Diese Szenen hat Alexandra Fischer perfekt eingefangen und mir vor Augen geführt. Schlimm ist, welche geringen medikamentösen Mittel zur Verfügung standen, und durch welches Leid diese Menschen gegangen sind. 

Danach nimmt die Handlung an Fahrt auf, weil sich Briana und Phoebe auf den Weg nach Missouri machen. Phoebe ist hoffnungsvoll, mit Vorfreude aufgeladen und absolut naiv - weil sie sich ihren zukünftigen Ehemann Silas wie einen Cowboy aus den Groschenromanen vorstellt. Hier musste nicht nur Briana den Kopf über ihre Freundin schütteln, ich hätte ihr ebenso gern ihre Fantasien ausgetrieben. 

„Ab diesem Moment waren sie zwei Frauen aus dem Osten, die auf dem Weg zu einem gesuchten Banditen durch Missouri fuhren“. (S. 86)

In Missouri eingetroffen, lernen wir Silas und seinen Bruder Jesse kennen, die nicht nur Phoebes neue Familie sondern auch Banditen sind.

Ab Missouri geht es im Siedlertrek quer durch die Prärie, weil sie Montana erreichen möchten. Dort wartet ein neues Leben - inklusive einer vielversprechenden Ranch - auf sie.

Ich habe die Reise in das wilde Herz des Westens genossen. Die Sonne brennt auf der Haut, der Wind weht durch die Prärie, was später in grausiges Wetter und eiskalte Nächte umschlägt. Alexandra Fischer hat den historischen Rahmen, die Atmosphäre, all diese Mühen, Anstrengungen und Gefahren perfekt in Szene gesetzt.

„In keinem von Phoebes Groschenromanen war zu lesen gewesen, wie das Leben in einem Planwagen ablief. Man schlief auf engstem Raum, kochte im Freien, wusch sich an Bächen, Flussläufen oder aus Eimern und verrichtete sein Geschäft am Wegesrand.“ (S. 146 - 147)

Zudem schärft sie das Auge für die damaligen gesellschaftlichen Bedingungen in Amerika. Zum Beispiel waren Iren gar nicht gerne gesehen, wurden fast schon mit Schwarzen auf eine Stufe gestellt. Sie haben gleichzeitig als aufgebrachter Mob oder garstige Banditen für Furore gesorgt. Hierzu wird man als Leser auch in städtisches Treiben versetzt, das in einem weiteren Handlungsstrang um den Iren Frank, in der Gesamthandlung seinen Platz findet.

Ich habe mich sehr, sehr gerne auf den Weg in das wilde Herz des Westens gemacht. Zwar gab es manchmal Passagen, die mir einen Hauch zu emotional geworden sind, diese gliedern sich dennoch exzellent in das Gesamtgeschehen ein, was absolut packend ist. 

Obwohl ich hier relativ viel über die Handlung erzähle, kann ich versprechen, dass das nicht einmal die Spitze des Eisbergs ist. Neben der anstrengenden Reise, etwas Gefühl und Emotion, und dem historischem Gegebenheiten, kommen spannende Krimi-Elemente und familiäre Verstrickungen vor, die äußerst spannend zu lesen sind.

Als Leser stoßt man in diesem Buch mitten in das wilde Herz des Westens vor, wo man in die gesellschaftlichen Abgründe Amerikas blickt, mehr über die Auswirkungen des Bürgerkriegs erfährt und die Geschichte zweier mutiger Frauen sowie der Siedler erfährt. Leseempfehlung!

Source: zeit-fuer-neue-genres.blogspot.com
Like Reblog Comment
review 2018-12-12 10:31
Alles was ein Kämpferherz brauch
Das Herz der Kämpferin - Adrienne Young,Sylvia Bieker,Henriette Zeltner

Inhaltsangabe

Sie ist zur Kämpferin erzogen worden, und als Tochter des Clan-Führers würde die 17-jährige Eelyn jederzeit ihr Leben für ihre Familie und ihre Freunde geben. Während einer Schlacht gegen die verfeindeten Riki glaubt sie zu träumen. Denn Eelyn sieht ihren totgeglaubten Bruder – wie er an der Seite eines kühnen Riki kämpft. Weder ein Pfeil im Arm noch ein Schwerthieb könnte Eelyn so schwer treffen wie der Verrat ihres Bruders. Sie selbst würde sich niemals mit dem Feind verbünden. Auch nicht wenn sie sich verliebt. Und selbst dann nicht wenn es den Untergang der Clans bedeutet. Oder? 

 

Meine Meinung 

Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr ein Buch beendet und in dem Augenblick feststellt, was ihr gerade für einen mega Story gelesen habt?

Man will sofort drauf losschreiben, im Kopf herrscht allerdings nur Chaos.

Man weiß einfach gar nicht, wo man anfangen soll.

So war es bei mir bei diesem Buch eines Genres, in dem ich mich gar nicht so häufig herumtreibe. Allerdings habe ich ein Herz für starke Frauen und für wikingerangehauchte Grundstorys.

So kam es auch, dass mir „Das Herz der Kämpferin“ auf der Verlagsseite sofort ins Auge schoss. Die Protagonistin mit Axt auf dem Cover ließ meine Augen stoppen und nach dem Lesen des Klappentextes stand sofort fest, dass ich dieses Buch lesen muss!

Das es aus dem Young Adult Genre kommt, war in diesem Moment egal.

Und alle denen dieses Genre sonst nicht zu sagt.

Halt! Stopp! Hier geblieben! Und unbedingt weiterlesen!

Denn dieses Buch können bzw. müssen ALLE lesen.

An dieser Stelle kann ich euch schon sagen, dass ich dieses Buch sowohl meiner zukünftigen 13-jährigen Tochter, als auch meiner Großmutter in die Hand drücken würde.

 

Eelyn gehört dem Volk der Aska an und wurde zur Kämpferin erzogen.

An der Seite ihrer besten Freundin und Kampfgefährtin Mýra zieht sich in den immer wiederkehrenden Kampf gegen die Riki, die größten Feinde der Aska.

 

„Ich benutze keinen Schild. Ich kämpfe mit einem Schwert in der Rechten und einer Axt in der Linken.“

(S. 20)

 

Nur dieser Kampf endet anders. Eelyn sieht ihren tot geglaubten Bruder und für sie bricht eine Welt zusammen, zu erkennen, dass er ihr Volk verraten hat.

Wut, Trauer und Naivität lassen sie in eine Falle tappen.

Eelyn wird verlässt, verschleppt und findet sich bei den Riki wieder.

 

Unsere Kämpferin ist hin- und hergerissen zwischen Flucht und Bleiben, will sie ihren Bruder doch zur Rede stellen, wie er die Aska so verraten konnte.

Mehrere Fluchtversuche scheitern, die Schneeschmelze steht bevor und Eelyn muss sich eingestehen, dass sie bis dahin keine Chance auf eine reelle Flucht aus dem Dorf der Riki hat. Sie muss sich fügen. Sie wird gebrandmarkt und muss um ihre Ehre vor dem Gott der Aksa fürchten.

 

Vegr yfir fjor. Ehre vor Leben.“ (S. 8)

 

Wir erleben mit, wie Eelyn ihren Glauben und ihre Erziehung zu einem Aska-Mädchen hintenanstellen muss. Sie fügt sich in den Alltag einer Riki-Familie ein.

Sie will es nicht. Aber sie hat keine andere Wahl.

 

„Ich versuchte, mich zu erinnern, wer ich war.
Stark. Mutig. Unerschütterlich. Sicher.“

(S. 280)

 

Als ein neuer Feind auftaucht, welcher sowohl die Dörfer der Aska, als auch der Riki überfällt, sehen die Anführer nur eine Lösung.

Kann es eine Vereinigung geben, um beide Völker zu retten?

Ein Showdown ist an dieser Stelle vorprogrammiert.

 

„Wir waren Kämpferinnen. Und sie war bereit, für mich zu kämpfen, ebenso wie ich für sie.“

(S. 286)

 

Nun noch mal zum Buch im Allgemeinen.

Dieses Buch gibt so viel. Themen, wie Familie, Freundschaft und auch Liebe werden hier einfach so perfekt in die Geschichte eingearbeitet, dass meiner Meinung nach einfach jedermann etwas an diesem Buch finden muss.

Die Autorin konnte mich mit ihren Beschreibungen, um die Traditionen der Völker, um die einzelnen Figuren oder des eisig kalten Winters total in ihren Bann ziehen.

Egal ob das Aska-Dorf am Wasser oder das Riki-Dorf in den Bergen.

Ich bin total fasziniert, so dass ich das Buch sofort nochmal lesen könnte.

Und ja, auch die Liebe kommt nicht zu kurz.

Highlight für mich ist, dass die Autorin sich so zaghaft und dennoch gewaltig an diese Liebesgeschichte herangeschlichen hat, dass es für den Leser keinerlei Kitsch zu lesen gibt.

 

Ich könnte an dieser Stelle weitere zwei A4 Seiten füllen, aber ich mache hier einen Strich. So viel Begeisterung und dennoch habe ich euch sooo wenig verraten.

Ihr sollt es selbst erleben!

 

Mein Fazit

Also nehmt euer Schwert in die Rechte und eure Axt in die Linke und lasst euch faszinieren von diesen 320 Seiten on Point!

Ich kann mir die Buchwelt ohne diese Thematik der wikingerähnlichen Völker nicht mehr vorstellen. Beim Lesen konnte mich die Autorin sowohl mit aufs Schlachtfeld, als auch mit auf die Pritsche nehmen, auf der Eelyn lag und darüber nachdachte, wie sie das alles überstehen soll, ohne ihre Grundprinzipien und ihr Volk zu verraten.

Absolute Leseempfehlung!

Und wenn nichts mehr kommt, ist dies mein Jahreshighlight!

Like Reblog Comment
show activity (+)
review 2018-04-08 13:46
Rezension | Fayra - Das Herz der Phönixtochter von Nina Blazon
FAYRA - Das Herz der Phönixtochter - Nin... FAYRA - Das Herz der Phönixtochter - Nina Blazon,Gerda Raidt

Beschreibung

Das neue Zuhause der 12-jährigen Anna-Fee ist ein wahrer Prachtbau, nämlich ein richtiges Herrenhaus mit einem märchenhaften Garten und das Anwesen selbst steckt voller Geheimnisse. Während einer stürmischen Nacht erlebt Anna-Fee etwas unglaubliches das nur einem Traum entsprungen sein kann. Doch kurz darauf trifft sie auf das mysteriöse Mädchen Fayra die von Jägern aus einer Parallelwelt hervorgelockt wurde und es stellt sich heraus, dass Anna-Fees Träume wahr sind.

Die Jäger haben es auf das Herz der Phönixtochter Fayra abgesehen und die Zeit für eine Rückkehr wird immer knapper, denn Fayras Kräfte schwinden zusehend in Anna-Fees Welt. Zusammen mit ihrer besten Freundin Nelly versucht Anna-Fee Zugang zu der Parallelwelt zu finden um dem magischen Mädchen zu helfen.

Meine Meinung

Nina Blazon konnte mich durch ihren bild- und lebhaften Schreibstil schon mit ihren Jugendromanen in wundervolle Welten voller Magie und zauberhafter Kreaturen entführen und mich restlos begeistern. Deshalb war ich nun sehr gespannt auf ihren aktuellen Roman “Fayra – Das Herz der Phönixtochter” den Sie für Kinder ab 10 Jahren verfasst hat und darauf, ob dieser mich genauso zu überzeugen vermag wie ihre Jugendliteratur.

Das minimalistisch gehaltene Cover in herbstlichen Farben hat mich auf den ersten Blick angesprochen. Vor allem die glänzenden Federn in den leuchtend organgen Farben sind ein toller Blickfang und bilden einen schönen Kontrast zu dem gedeckten Grün des Hintergrunds! Außerdem passen die abgebildeten Federn wunderbar zu dem magischen Phönixmädchen Fayra.

Obwohl die Geschichte von der zwölfjährigen Anna-Fee an ein merkbar jüngeres Zielpublikum gerichtet ist, hat Nina Blazon ein gelungenes Gebilde aus leicht verständlicher und dennoch fesselnder sowie überraschender Handlung gesponnen, das auch für Erwachsene das Tor zu einer fantasievollen Welt aufstößt. Das Setting des Altenglischen Herrenhauses wird durch die schwarz/weiß Illustrationen von Gerda Raidt unterstrichen so das man sich den Ort der Ereignisse noch besser vorstellen kann.
Im Mittelpunkt der Handlung steht das junge und äußerst ängstliche Mädchen Anna-Fee die gerade durch ihre Schwächen das Herz des Lesers im Sturm erobert. Bis zum Ende der Geschichte durchlebt sie allerdings eine regelrechte Wandlung von der Raupe zum Schmetterling. Eine passende Dynamik ergibt sich durch ihre beste Freundin Nelly die eine wahre Abenteurerin ist und mit ihrem Tatendrang Anna-Fee aus ihrem Schneckenhaus herauslockt. Über die Phönixtochter Fayra erfährt man leider nicht so viel, denn die Geschichte wird aus Anna-Fees Perspektive erzählt und diese muss zuerst herausfinden was es mit der magischen Parallelwelt auf sich hat und wem sie überhaupt vertrauen kann. Sehr gut gefallen haben mir auch die fein gezeichneten Nebenrollen, angefangen bei Anna-Fees Eltern über den garstigen Hausmeister bis hin zum Mopsgoblin.

Auch wenn dies für ein Kinderbuch wohl zu weit gegriffen ist, hätte es mir ausgesprochen gut gefallen auch ein paar Kapitel aus Sicht der Phönixtochter zu lesen um etwas mehr über sie zu erfahren und sie somit auch besser verstehen zu können. So bleibt die Figur, deren Titel das Buch trägt, leider etwas blass im Gegensatz zu den agierenden Protagonisten.

“Fayra – Das Herz der Phönixtochter” konnte mich leider nicht vollkommen überzeugen und dennoch möchte ich das Buch sehr gerne weiterempfehlen da nicht nur die phantasievolle Geschichte zu beeindrucken vermag, sondern auch eine starke Botschaft über das Band der Freundschaft vermittelt wird.

Fazit

Eine schöne Fantasygeschichte die nicht nur junge Leser zum träumen einlädt.

Source: www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-fayra-das-herz-der-phoenixtochter-von-nina-blazon
Like Reblog Comment
show activity (+)
review 2018-03-30 18:47
Lou in New York
Mein Herz in zwei Welten (Lou Clarke 3) - Argon Verlag,Jojo Moyes,Luise Helm

Endlich traut sich Lou zu, ihre Ringelstrumpfhosen mit Stolz zu tragen und ihren eigenen Weg zu gehen. Nach traumatischen Erfahrungen wagt sie in New York einen Neuanfang, der sie in eine chaotische Familie katapultiert. Während sie nicht recht weiß, was hier überhaupt von ihr erwartet wird, scheint sie sich erneut selbst zu verlieren, weil sie ihre neue Liebe Sam in London aus den Augen verliert … 

Wer „Ein ganzes halbes Jahr“ gelesen hat und sich über „Ein ganz neues Leben“ wagte, wird vielleicht „Mein Herz in zwei Welten“ skeptisch gegenüberstehen. Mir hat die Beziehung von Lou und Will die Schuhe ausgezogen, weil ich damals hinter dem liebreizenden Cover niemals so eine umwerfende Geschichte vermutet hätte. „Ein ganz neues Leben“ hatte auch seine Berechtigung, weil dadurch gezeigt wird, dass es danach eben nicht vorbei ist. Dann ist „Mein Herz in zwei Welten“ erschienen und ich habe mich gefragt, was denn jetzt noch kommen soll. Ich wurde tatsächlich positiv überrascht.

„Mein Herz in zwei Welten“ ist voll und ganz der Protagonistin Lou gewidmet. Lou, die sich immer für andere aufopfert. Lou, die ohne Will nicht weiß wer sie ist. Lou, der sicherlich wieder ein Missgeschick passiert. Sie darf in diesem Roman endlich sie selbst werden.

Thematisch geht es also darum, seine wahre Identität zu finden, die eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu erkennen, und diesen fernab der Erwartungen anderer zu entsprechen. 

Dazu reist Lou nach New York, wo sie erst einmal macht, was sie am besten kann: sich um andere kümmern. Sie landet als persönliche Assistentin bei einer richtig reichen Familie, und macht da sozusagen den Hampelmann. Hier habe ich mir oft gedacht, dass sich Lou unter ihrem Wert verkauft, weil sie so viel mehr kann als zur rechten Zeit einen Smoothie darzureichen. Doch Lou möchte „Ja“ zu Herausforderungen und zum Leben sagen, daher gibt sie nicht auf.

Obwohl diese Schilderung ernst und trocken klingt, wird es im üblichen amüsanten Ton erzählt. Lou nimmt den Leser in ihr neues Leben mit. Sie glänzt durch charmante Ironie, ihrem unverwechselbarem Sarkasmus und nimmt bigotte Situationen mit einer würdevollen Haltung inklusive Augenzwinkern hin. Mehr als einmal hat mir Lou damit ein Lächeln und sogar ein Lachen entlockt. Allein wie sehr sich sich auf der morgendlichen Joggingrunde bemüht, wie sie in heiklen Situationen ihre Frau steht und auf Ringelstrumpfhosen besteht, ist herrlich zu lesen. 

Die Handlung hält jetzt nicht unbedingt großartige Überraschungen bereit und verläuft relativ glatt in ihrer Bahn. Neben mehreren dramatischen Höhepunkten gipfelt es in ein Ende, das Raum für Lous weiteres Leben lässt. 

Nichtsdestotrotz hat sich Lou ihre eigene Identität - ihren ganz persönlichen Roman - verdient. Und ich bin der Ansicht, dass ihr diese amüsante Erzählung gerecht geworden ist. 

Ich habe dieses Buch sehr, sehr gern gehört, weil ich Protagonistin Lou schon im ersten Band in mein Herz geschlossen habe. Es macht Freude mit ihr eine weitere Herausforderung zu bestehen und mit ihr gemeinsam nach New York zu gehen.

 

Reihenfolge:

1) Ein ganzes halbes Jahr 
2) Ein ganz neues Leben
3) Mein Herz in zwei Welten
Source: zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at
Like Reblog Comment
show activity (+)
text 2018-03-03 21:46
My February 2018
So klingt dein Herz: Roman - Cecelia Ahern,Christine Strüh
Renegade Red: Book Two of The Light Trilogy - Lauren Bird Horowitz
So klingt dein Herz - 4 stars
Renegade Red - 4.5 stars

 

Favorite book(s) of the month: So klingt dein Herz

 

Books started this month but haven't finished yet: Mörderische Hingabe, Count of Monte Cristo, Ein Moment fürs Leben, Assassin of Truths

 

Let's not talk about february. Seriously. LET'S NOT!!!!

 

More posts
Your Dashboard view:
Need help?