logo
Wrong email address or username
Wrong email address or username
Incorrect verification code
back to top
Search tags: Politik
Load new posts () and activity
Like Reblog Comment
review 2017-06-01 10:14
Der lausigste Luzifer aller Zeiten
Devil Said Bang - Richard Kadrey

Satan. Herrscher der Hölle. Gottes ewiger Widersacher. Eine Position voller Macht und Prestige. James Stark alias Sandman Slim will den Job trotzdem nicht. Was nützt all die Macht, wenn ihm der Tag regelmäßig durch Budgetbesprechungen, sinnentleerte Rituale und lächerliche Attentatsversuche versaut wird? Nein, Stark will raus. Schließlich hat er sich nie um die Stelle beworben; der originale Luzifer trickste ihn aus und genießt jetzt Ferien im Himmel. Toll. Einfach Fabelhaft. Seit er Gebieter der Verdammten wurde, sucht Stark unermüdlich nach einem Weg, die Hölle zu verlassen und nach L.A. zurückzukehren. Ganz so simpel ist das nur leider nicht. Die Verdammten hassen ihn und wenn es nach ihm ginge, könnten sie ihm alle getrost den Buckel runterrutschen, aber die Hölle braucht einen Anführer; jemanden, der den Papa spielt und Händchen hält. Also, was macht man mit einem miesen Blatt? Richtig. Bluffen, was das Zeug hält und die erste günstige Gelegenheit beim Schopfe packen. Dummerweise wird Starks glorreiche Heimkehr nach L.A. von einem serienmordenden Geist überschattet, der offenbar im Auftrag einer Fraktion der Sub Rosas handelt, die die Realität umschreiben will. Diese Idioten schaffen es doch tatsächlich, ein Loch ins Universum zu reißen. Da sehnt man sich fast nach der bizarren Idylle der Hölle, nicht wahr?

 

Stark als Herrscher der Hölle. Ich muss immer noch in mich hineinkichern, wenn ich daran denke. Mein Kumpel Stark als Satan. Tut mir leid, aber das ist zum Brüllen komisch. Ironie des Schicksals. Es war doch wohl von Vornherein klar, dass das schiefgehen muss. Natürlich ist Stark ein lausiger Luzifer. In den vorangegangenen Bänden machte Richard Kadrey unmissverständlich klar, dass sein Protagonist nicht das Zeug zum Anführer hat und seine Eskapaden in „Devil Said Bang“ bestätigen diesen Eindruck zweifelsfrei. Stark hasst die Hölle, weil sie das Schlechteste in ihm zum Vorschein bringt. Er weiß genau, sucht er nicht so schnell wie möglich das Weite, wird die Verlockung, sein inneres Monster das Ruder übernehmen zu lassen, eines Tages zu groß sein. Er muss gehen, weil er sonst nie mehr geht. Mal davon abgesehen, dass mich Kadreys Darstellung der Hölle als bürokratischer Albtraum samt Meetings, Komitees und kleinlicher Politik köstlich amüsierte und ich die Idee, ihre Bewohner_innen als selbstmordgefährdet zu charakterisieren, fantastisch und erstaunlich naheliegend finde, bewundere ich vor allem seine einfühlsame Beschreibung von Starks Gefühlen, die Ambiguität seiner Empfindungen. Er ist sich vollkommen im Klaren darüber, zu was er fähig, wie tiefschwarz ein Teil seiner Seele ist. Er kämpft dagegen an, obwohl die Versuchung ach so süß ist und ihm eben diese Facette seiner Persönlichkeit wer weiß wie oft den Hintern rettete. Er gibt sich keinen Illusionen hin und ist trotzdem bestrebt, ein besserer Mensch (na ja, Nephilim) zu sein. Er will kein Monstrum sein. Seine Fähigkeit und Bereitschaft, sich permanent selbst zu hinterfragen und Kritik anzunehmen, beeindrucken mich jedes Mal aufs Neue. Daher macht es mir auch nicht allzu viel aus, dass sich dieser vierte Band wie ein Zwischenspiel anfühlte. Ich denke, dass „Devil Said Bang“ innerhalb der übergeordneten Handlung wichtig, für sich selbst aber eher belanglos ist. Das Buch ist keines von Kadreys besten Werken; ich stolperte durch eine Geschichte, die mir von arg vielen Zufällen geprägt und daher nicht überzeugend durchdacht erschien. Die Auflösung wirkte hastig und einige Szenen wurden ausschließlich durch Starks unvergleichlichen Humor und seine herrlich schlagfertigen Sprüche gerettet. Kadrey verdankt es seinem Protagonisten, dass ich nachsichtig bin und 3 Sterne vergebe. Ich fühle mich mit Stark einfach viel zu wohl, um die Bände der „Sandman Slim“ – Reihe nicht zu genießen, unabhängig davon, wie ungelenk die Handlung daherkommt. Nur eines kann ich meinem Kumpel nicht verzeihen: seine Beziehung zu dieser fürchterlichen Schnepfe Candy. Ich kann sie nicht ausstehen. Sie ist wie eine 14-Jährige mit einem Waffentick und einer Schwäche für große böse Jungs. Sie bringt Stark in Gefahr, weil für sie alles nur ein Spiel ist. Ich wünschte, er würde sie endlich abschießen, denn sie ist definitiv nicht die Richtige für ihn. Ich warte nur darauf, dass er erkennt, wie ungesund ihr seltsames Techtelmechtel für ihn ist und dass er jemanden braucht, der all die Konflikte in seinem Inneren versteht und beruhigt, statt sie anzufachen und zu verschärfen. Candy ignoriert den Krieg in seiner Seele bewusst. Ich hoffe, dass er bald eine Frau findet, die ihm Frieden schenkt. Bitte Stark, schick die blöde Gans in die Wüste!

 

„Devil Said Bang“ ist meiner Meinung nach bisher der schwächste Band der „Sandman Slim“ – Reihe. Ich hätte das Buch vermutlich noch weit kritischer bewertet, empfände ich nicht eine fast schon lächerlich intensive Nähe und Bindung zum Protagonisten Stark. Er ist mein Kumpel. Ich bin sein größter Fan. Trotzdem erwarte ich von Richard Kadrey, dass die Handlung des nächsten Bandes „Kill City Blues“ besser ist. Überzeugender. Ausgereifter. Nach der Erfahrung mit „Devil Said Bang“ bin ich ehrlich besorgt, dass die Reihe fortschreitend an Qualität einbüßt. Das möchte ich wirklich nicht erleben, denn es wäre tragisch, bedauerlich und ein Verbrechen des Autors an seinem Zugpferd. Stark ist eine herausragende Figur, die einen ebenso außerordentlichen und außergewöhnlichen Rahmen verdient, um sich nach Belieben auszutoben. Ich weiß, ein einziger mittelmäßiger Band bedeutet noch lange nicht, dass es mit der Reihe bergab geht und ich möchte den Teufel nicht an die Wand malen, aber ich habe so etwas schon viel zu oft durchgemacht, um die ersten Anzeichen zu ignorieren. Ich flehe Sie an Mr. Kadrey: lassen Sie Stark und mich nicht hängen.

Like Reblog Comment
show activity (+)
review 2017-05-27 06:53
Habsburgischer Ehepoker
Maria Theresias Kinder - Hanne Egghardt

Maria Theresias Geburtstag jährt sich heuer zum dreihundersten Mal. Anlässlich dieses Jubiläums beschäftigen sich zahlreiche Dokumentationen z.B. auf 3Sat und Bücher wie dieses mit der interessanten Grande Dame der österreichischen bzw. europäischen Geschichte.

Als Österreicherin habe ich mich natürlich im Geschichtsunterricht sehr ausführlich mit der ganzen Familie beschäftigen müssen, ich bin mir aber nicht sicher, ob die Biografie und die geschichtliche Bedeutung der Dynastie der Habsburger auch in Deutschland so ausführlich thematisiert wurde, wie bei uns.

Dieses Buch analysiert detailliert treu des Mottos Maria Theresias „Tu felix Austria nube“ (Du glückliches Österreich heirate) das "Rohmaterial" der Regentin  - im wahrsten Sinne des Wortes - nämlich ihre Kinder, die anstatt Kriege zu führen, in ganz Europa zwecks politischer Bündnisse und Friedensstiftung - oftmals auch gegen den Willen des Heiratskandidaten - regelrecht verschachert wurden. Sechzehn Kinder hatte die Regentin, die ihren Mann zum Kaiser krönen ließ, obwohl sie ja die eigentliche Kaiserin war, als Unterpfand ihrer politischen Ränkespiele zur Verfügung, elf davon überlebten die Kindheit.

Sehr detailliert mit vielen kaum bekannten Quellen beschreibt die Autorin zuerst kurz die Biografie von Maria Theresia und anschließend den Lebenslauf eines jeden einzelnen Kindes. Obwohl ich schon sehr viel wusste, wurden mir dennoch sehr viele Neuigkeiten vermittelt, die mir in der Schulzeit nicht dargelegt wurden (wen wunderts ;-).

Da wäre beispielsweise die erste Gattin des späteren Kaisers Joseph II, Isabella von Parma, die Joseph innig liebte, die jedoch dem weiblichen Geschlecht und vor allem auch Josefs Schwester mehr als zugetan war. Ganz Wien zerriss sich über die Lesbe das Maul, nur der angetraute Gatte Josef bekam oder wollte anscheinend nix mitbekommen. Auch mit ein paar anderen Mythen über den angeblichen Reformkaiser der Aufklärung, räumt dieses Sachbuch auf. Josef war planlos und unausgegoren in seinen Konzepten und Reformvorhaben. Alle Visionen wurden erst von seinem Bruder und anschließendem Kaiser Leopold nach dem Tode Josefs innerhalb kürzester Zeit auf den Boden der Tatsachen gebracht und erfolgreich umgesetzt. Vor allem das positive Bild des in Österreich sehr verehrten Josefs hat mir die Autorin nachhaltig zertrümmert. Ich wusste zwar bereits, dass er sich Marie Antoinette gegenüber schäbig verhalten hatte, und es unterließ, sie zu retten, da er den revolutionären Ideen der Franzosen anhing, aber dass er sich gegenüber allen Geschwistern als Erstgeborener mit allen Privilegien aus Narzissmus und Eifersucht gleichermaßen schäbig verhalten hat, war mir völlig unbekannt. Wann immer eines seiner Geschwister im Rampenlicht stand, startete Josef eine Vernichtungsintrige. Seine Sünden reichten vom Klau von kleinen Erbschaften zur Existenzsicherung der Geschwister – er hatte ohnehin als Haupterbe fast alles vom Kuchen abbekommen – bis zur Verweigerung der Aufnahme seiner Geschwister, die als Flüchtlinge vor Napoleon in Österreich um Asyl ansuchten. Viele durften das Land nicht betreten, denn offensichtlich hatte er Angst, dass ihm die Show gestohlen wird.

"Der kleine Josef wurde von den Eltern und vom Kammerpersonal regelrecht hofiert und verwöhnt. Glücklich machte ihn das nicht. Sobald er sprechen konnte, wurde "I mog ned" zu seinem Lieblingssatz."

So geht es weiter in grandiosen Enthüllungen ausführlichst Kind für Kind, lediglich über die Enkelin von Maria Karolina, die Frau von Napoleon, hätte ich als wichtige historische Persönlichkeit noch gerne ein bisschen mehr gelesen.

So großartig der Inhalt dieses Sachbuchs zu verzeichnen ist, so katastrophal ist der strukturelle Aufbau des Werkes. Da jeder Lebenslauf von Maria Theresias Kindern solitär konzipiert wurde, strotzt das Sachbuch nur so von völlig entbehrlichen Redundanzen. Der Gemahl Maria Theresias ist gefühlte 17 Mal gestorben (obwohl die Anzahl natürlich Blödsinn ist, da ein paar Kinder nicht lange überlebt haben) und auch andere Ereignisse werden immer wiedergekäut. Aber nicht nur die Redundanzen stören sehr, sondern auch der korrekte historische zeitliche Ablauf bzw. die zeitliche Einordnung gehen dem Leser komplett verloren, da bei jedem Kind mit der Geburt die Geschichte von vorne begonnen wird. Ich habe zwar keine Ahnung, wie man dieses Problem hätte besser lösen können, denn das Buch lebt davon, die Kinder Maria Theresias einmal einzeln und intensiver zu betrachten und gerät damit natürlich in einen Zielkonflikt mit einem korrekten biografischen Ablauf, in dem alle Kinder auf einmal und ihre Lebensereignisse entlang einer korrekten Zeitschiene aufgebaut sind.

Fazit: Inhaltlich wundervoll, über die strukturellen Schwächen muss man hinwegkommen. Alle, denen die konkrete zeitliche Einordnung der Ereignisse nicht so wichtig erscheint, werden eine helle Freude an diesem Sachbuch haben. Die Geschichte, die Gschichtln und Anekdoten eignen sich sowohl für Neulinge, die die Habsburger näher kennenlernen möchten, als auch für Kenner der Materie.

Like Reblog Comment
show activity (+)
text 2017-05-01 08:26
Fremdsein
Lauter Fremde!: Wie der gesellschaftliche Zusammenhalt zerbricht - Livia Klingl

Die ersten 30 Seiten, die der Feder der Autorin entstammen, sind wirklich schwer zu ertragen, denn Livia Klingl geriert sich mit der Lanze der moralischen Rechtschaffenheit bewaffnet, auf die strohdumme männliche unmenschliche Landbevölkerung herabzublicken, nein noch schlimmer sie zu verunglimpfen.

„Verkannt werden die tektonischen Linien entlang derer die Gesellschaft auseinanderbricht. Sie tut es nicht an der Linie Alteingesessene versus neu Hinzugekommene sondern eher entlang der städtischen und der ruralen Bevölkerung, zwischen jungen wenig gebildeten Männern und gebildeteren Frauen, zwischen weltoffenen Menschen und Abschottungswilligen, zwischen Humanisten und Egoisten, Menschenfreunden und Fremdenfeinden.“

Dieses eine Beispiel von mehreren muss man sich wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen, da wird einerseits larmoyant in einem Satz der Zusammenbruch des gesellschaftlichen Zusammenhalts beklagt und gleichzeitig der alleinige Schuldige identifiziert und gebasht, der männliche rurale dumme Höhlenmensch.

Dass diese Sicht der Dinge, sofern man tatsächlich an der Lösung der Probleme interessiert ist, genauso wenig zielführend wie rechte Hetze ist, versteht sich für einen denkenden und ausgewogen formulierenden Journalisten, der ausnahmsweise gerade bei diesem Thema von billiger Polemik die Finger lassen sollte, von selbst, vorausgesetzt es ist nicht das einzige Ziel, sich selbst moralisch zu überhöhen und zu beweihräuchern. So eine tendenziöse, schlecht recherchierte Auslegung mag bei einem Kaffee in kleiner Runde mit Gleichgesinnten, durchaus noch diskutabel sein, denn weniger gebildete Menschen sind mitunter möglicherweise tatsächlich in jede Richtung leichter beeinflussbar, es ist aber einer Journalistin, die ein Buch mit Öffentlichkeitswirksamkeit schreibt, absolut nicht würdig.

Vor allem weil diese Aussage auch noch von ihren Kausalitäten total falsch ist. Frau Klingl hätte sich mal weniger bei irgendwelchen Moralphilosophen aufhalten, sondern gleich einen Ausflug in die psychologische Wissenschaft machen sollen. Im Eugene Hartley-Experiment wurde empirisch bewiesen, dass bei der Bewertung von Menschen die Informationslage eine wesentliche Rolle in der Entstehung von Vorurteilen spielt und dies quer durch alle Klassen, sozialen Schichten, Hautfarben, religiösen Ausrichtungen, ethischen Erziehungen etc. Fazit dieses Experiments war: Je weniger wir über einen Sachverhalt oder eine Person wissen, desto kritischer stehen wir den unbekannten Inhalten oder Personen gegenüber. Dies bedeutet, dass die urbanen gut gebildeten Städter lediglich aufgrund ihrer Infrastruktur und der Gelegenheit, reale Erfahrungen in ihrem sozialen Umfeld mit Flüchtlingen zu sammeln, eine bessere Meinung von ihnen haben. Dies erklärt auch, dass jene am meisten Angst und Vorurteile haben, die noch nie einen Flüchtling gesehen haben. Die moralische Überlegenheit der Menschenfreunde, ist also nur in der Gelegenheit begründet, Flüchtlinge kennenzulernen, etwas Fremdes vorerst abzulehnen, ist nur zutiefst menschlich, in allen sozialen Gruppen. Was bedeutet dies aber für die Landbevölkerung?

Ich möchte mal die aktuelle Situation mit einer Flüchtlingsintegrationswelle, die ich selbst erlebt habe und die sowohl zahlenmäßig ähnlich als auch weitaus erfolgreicher absolviert wurde, vergleichen. Ab 1991 haben wir in Österreich ohne viele Reibungsverluste sehr viele Flüchtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien aufgenommen. Was war damals anders?

    Die Flüchtlinge waren nicht gar so fremd, da schon viele Österreicher Erfahrungen mit Jugoslawen im Urlaub gemacht haben. Deshalb plädieren auch sehr viele anerkannte Migrationsexperten dafür, Flüchtlinge in Nachbarländern zu integrieren und dafür Gelder locker zu machen. Es ist schlicht und ergreifend einfacher.
    Die Kampagne damals lautete „Nachbar in Not“. Diese Formulierung nahm auch viel von der Fremdheit.
    Es gab tatsächlich damals auf dem Land eine bessere Flüchtlingsinfrastruktur, da die katholische Kirche sehr viele im Sinne der Nachbarschaft in die Klöster, Pfarrhäuser und Pfarrgemeinden geholt hat. Diesmal fühlt sich die Kirche durch die Muslime oft nicht zuständig und auch nicht mehr im Stande, da in den letzten Jahren viele Klöster zu Luxus-Management- oder Fastenunterkünften umgewandelt wurden.

Was kann man daraus lernen?  Man muss die Landbevölkerung schon dort abholen, wo sie sich befindet. Und ich meine nun nicht emotional in ihrer Xenophobie und ihren Ressentiments, sondern am Ort an dem sie sich befinden, um sie mit Flüchtlingen in ihrem vertrauten Umfeld bekannt zu machen. In den Landdörfern gibt es eben keine Caritas und kein Rotes-Kreuz oder sonstige zivilgesellschaftliche Initiativen, sondern nur die Kirche, die Feuerwehr und die Bürgermeister, die aktiv etwas dafür tun könnten. In Landgemeinden, in denen sich die Bürgermeister aktiv um Integration kümmern, funktioniert es ja sogar teilweise ausgezeichnet. Es funktioniert ja sogar in Traiskirchen besser als in einigen Gemeinden des Waldviertels. Sowas ähnliches hätte Frau Klingl schreiben sollen, anstatt die männliche Landbevölkerung zu verteufeln, aber da mache ich ja grad ihre Arbeit.

„Ähnlich unsachlich wie die Kopftuchdebatte verläuft jene, über die Gesichtsverschleierung der Frau beginnend mit dem Umstand, dass Burka genannt wird, was ein Niqab ist.“

Ui ist das putzig, wenn man anderen Unsachlichkeit vorwirft und selbst überhaupt nicht unterscheiden will, dass es früher mehrere Möglichkeiten gab, als Muslima ein Kopftuch zu tragen, und man heute fast nur noch die Art des politischen Kopftuchs sieht, das jener der Wahabiten (Saudis) entspricht, und das wirklich sehr stark zugenommen hat. Alle jene Arten, bei denen man ein Fitzelchen von den Haaren sah, wurden in den letzten 20 Jahren massiv in der muslimischen Welt zurückgedrängt. Auch hier wird von der Autorin nicht auf die prinzipielle faire Diskussionsmöglichkeit der Abschaffung von allen religiösen Symbolen in der österreichischen Öffentlichkeit und im öffentlichen Dienst verwiesen, sondern das „Kopftuch" ist laut Frau Klingl auf jeden Fall von den Frauen freiwillig getragen, und sakrosankt - wer hier wagt, etwas anders zu behaupten, steht eh schon wieder im Eckerl der so verachteten Rechten oder der ängstlichen Dummköpfe. Ach ja und das Kopftuch ist laut ihrer Meinung ein Ausdruck von Tradition und nicht von Religion. Ich weiss nicht, ob sie in den 70er Jahren mal nach Ägypten, in den Iran oder nach Afghanistan geschaut hat - da gab es teilweise gar keine Kopftücher. So weit zur Tradition früherer Zeiten.

Man kann dann richtig froh sein, dass ab Seite 50 nur mehr andere Personen durch Interviews zu Wort kommen, um sich als Österreicher mit Migrationshintergrund aber auch als Vorarlbergerin mit Oberösterreichhintergrund mit der eigenen Identität des Fremd-Seins auseinanderzusetzen. Hier wird das Buch richtig gut, sehr durchdacht meist sehr persönlich wertschätzend, um auf die Integrationsprobleme von vielen Menschen aufmerksam zu machen. Diese wohltuende Entwicklung ist aber den großartigen Interviewpartnern und nicht der Autorin zu verdanken.

Leider kommt selbstverständlich die im Vorwort so gebashte Bevölkerungsgruppe der ruralen schlechter gebildeten Männer in den Interviews wieder nicht zu Wort. Und ich rede da nicht von rechten Hetzern, denen man keine Plattform geben darf, aber von Männern, die durchaus selbstkritisch und reflektiert ihre Ängste artikulieren können, denn auch die gibt es genauso zuhauf, wie nicht alle muslimischen Männer potenzielle Vergewaltiger sind. Leider ist die Frau Klingl da mal wieder nicht von ihrem hohen Ross der moralischen Überlegenheit heruntergestiegen und hat, wie sie es der Landbevölkerung bezüglich der Flüchtlinge oktruiert, ihren Allerwertesten aus Wien herausbewegt um sich ins Fremde zu begeben und die Landbevölkerung mit Ihren Infrastrukturproblemen und Ängsten kennenzulernen. Tja ändern müssen sich dann immer die anderen - gell? Und das Hartley-Experiment hat auch ihr Verhalten bestätigt.

Fazit: Für wen soll das Buch überhaupt sein? Eine moralische Stütze für die moralisch überlegenen Menschenfreunde? Die sind eh schon überzeugt. Rechten Hetzern, die schon komplett in die Szene hineingekippt sind, ist nur mit breiter gesellschaftlicher Ächtung beizukommen, die sind für diese Informationen auch verloren. Also sollte sich das Sachbuch doch tatsächlich an die Ängstlichen wenden. Die hat Frau Klingl aber schon bereits ab Seite 20 das erste Mal zum dummen Sündenbock abgestempelt. Die werden hier sicher nicht mehr weiterlesen, denn so blöd, wie sie glaubt, sind sie dann auch nicht.
Das ist sehr kontraproduktiv und bedauerlich, denn die Interviewpartner mit Migrationshintergrund in diesem Buch kennenzulernen, würde möglicherweise wirklich einiges von der Angst nehmen.

Zu meiner Person, damit hier keine Missverständnisse auftreten, ich könnte mich irgendwie auf den Schlips getreten fühlen und deshalb so argumentieren:

     Ich habe großväterlicherseits keine Migrations- sondern sogar eine Flüchtlingsbiografie, aber das ist schon 102 Jahre her.
    Wenn Du mich in eine Gruppe Syrer stellst, kannst Du mich optisch nicht leicht rausfinden
    Ich bin sehr gut gebildet und weiblich, mein Mann ist auch Akademiker
    Ich wohne so richtig am tiefsten Land und weiß, wovon ich spreche, meine Freunde sind zwar nahezu alle gut ausgebildet, aber ich bin natürlich alltäglich, wenn ich nur 10 Meter rausgehe, mit dieser „pösen männlichen Landbevölkerung“ konfrontiert.
    Ich bin Österreicherin, Feministin, Links und selbstverständlich sehr gerne Teil der Zivilgesellschaft. Ich stehe dafür, dass wir die Pflicht haben, die Flüchtlinge zu versorgen. Ich stehe dafür, ängstlichen schlecht gebildeten Menschen auf dem Land, die nicht hetzen, ihre Angst zu nehmen und sie zu überzeugen, anstatt sie zu diffamieren und zu verspotten.

Like Reblog Comment
review 2017-02-07 10:31
Zäh und verkopft
Nights of Villjamur - Mark Charan Newton

Der britische Autor Mark Charan Newton begann mit dem Schreiben, als er in einer Buchhandlung arbeitete. Permanent von Büchern umgeben zu sein, scheint ihn stark beeinflusst zu haben. Statt nach seinem Abschluss in Umweltwissenschaften im Regenwald zu verschwinden, entschied er sich für eine Karriere im Verlagswesen. Er arbeitete mehrere Jahre als Lektor, bevor 2009 sein Debüt „Nights of Villjamur“ erschien. Der Auftakt der Reihe „Legends of the Red Sun“ wurde überwiegend positiv bewertet und sicherte Newton einen festen Platz in der erlesenen Riege britischer Fantasy-Autor_innen.
Mir wurde „Nights of Villjamur“ auf Goodreads empfohlen.

 

Ein eisiger Wind fegt durch die Straßen Villjamurs, Juwel und Herz des Imperiums Jamur. Graue Wolken verdecken das blasse Licht der sterbenden roten Sonne. Sinkende Temperaturen sind die Vorboten einer jahrzehntelangen Eiszeit, die bereits mit frostigen Fingern über das Land kriecht. Tausende Flüchtlinge sammeln sich vor den Toren der Hauptstadt. Vertrieben von der unerbittlichen Kälte, hoffen sie, in Villjamur Schutz zu finden. Doch die Tore bleiben verschlossen. Ränke um Macht und Einfluss werden auf den Rücken der Verzweifelten ausgetragen; Intrigen und Verrat, heimtückisch verborgen hinter freundlich lächelnden Gesichtern, die das Leid des Volkes nicht kümmert. Blind für die Gefahren, die dem Imperium drohen. Während Jamur langsam in den Fängen des ewigen Winters erstarrt, erheben sich in der Tundra die Untoten. Hoch im Norden zeugen unheimliche Berichte von ausgelöschten Siedlungen, entvölkert bis auf die letzte unglückliche Seele. Es scheint, als brächte die Eiszeit Schlimmeres mit sich als Frost und Schnee…

 

Auf gewisse Weise zollt „Nights of Villjamur“ Mark Charan Newtons Studium der Umweltwissenschaften Tribut. Nur jemand mit seinen spezifischen Kenntnissen konnte glaubhaft ein Universum konstruieren, das von einer jahrzehntelangen Eiszeit bedroht wird. Eben dieses Merkmal verleitete mich dazu, den Reihenauftakt zu kaufen. Das Imperium Jamur ist eine Inselgruppe, die im Norden von Newtons Universum liegt. Die Hauptstadt Villjamur erinnerte mich in ihrer Gnadenlosigkeit, Vielfalt und Gegensätzlichkeit an meine Heimat Berlin; ihr uraltes Antlitz an London zu Dickens Zeiten. Es ist ein faszinierender Ort, nicht nur aufgrund seiner besonderen Architektur, die Oberfläche ebenso wie Untergrund einschließt, sondern auch aufgrund der ungewöhnlichen Zusammensetzung der Population. Neben den Menschen bevölkern hybride, vogelähnliche Garuda und langlebige, echsenartige Rumel die Straßen Villjamurs. Banshees verkünden mit ihren unheimlichen Schreien den Tod. Die unausweichliche Eiszeit beeinflusst sie alle gleichermaßen, da diese – abgesehen von ihren offensichtlichen Auswirkungen – von der Politik instrumentalisiert wird. Der Kanzler des Reiches, der als Vorsitzender des Rates den Imperator unterstützen sollte, nutzt die instabile Lage des Imperiums aus und inszeniert kaltblütig eine abscheuliche Intrige, um sich selbst auf den Thron zu verhelfen. Ich habe in der High Fantasy bereits viele widerliche Komplotte erlebt, aber dieses gewaltige Intrigennetz ist in Punkto Bösartigkeit sehr weit fortgeschritten. Kanzler Urtica macht nicht einmal vor Kriegstreiberei und Völkermord Halt. Er ignoriert bewusst die reellen Gefahren, denen das Imperium ausgesetzt ist und ersetzt sie durch fiktive. Auf der nördlichen Insel Tineag’l zieht sich eine blutige Spur durch die Siedlungen, die auf einen neuen Feind schließen lässt – selbst das ist Urtica egal, obwohl Jamur wahrlich nicht darauf vorbereitet ist, sich zu verteidigen. Die aggressive Eroberungspolitik der vergangenen Jahrhunderte sicherte dem Imperium eine Vormachtstellung, die es fett, faul und träge werden ließ. Niemand glaubt tatsächlich daran, dass Jamur angegriffen werden könnte. Ich fand diese prekäre politische Situation extrem spannend, muss allerdings gestehen, dass ich sie nur schwer mit den Figuren in Verbindung bringen konnte. Wenngleich die Charaktere sehr realistisch und menschlich gezeichnet sind und es mir gefiel, dass „Nights of Villjamur“ ohne strahlende Held_innen auskommt, konnte ich mich einfach nicht mit ihnen identifizieren. Ich nahm an ihren verschiedenen Schicksalen kaum Anteil und beobachtete, statt mitzufiebern. Die Geschichte stimulierte mich eher intellektuell denn emotional; sie packte mich bei meinem Verstand, nicht bei meinem Herzen. Ich denke, Newtons kühler, distanzierter Schreibstil war mir im Weg. Ich empfand keine zwanghafte Neugier, weiterlesen zu müssen und habe daher recht lange für das Buch gebraucht. Natürlich hat „Nights of Villjamur“ seine Momente, aber ich klebte nicht an den Seiten, balancierte nicht auf der Stuhlkante und meine Fingernägel überstanden die Lektüre unbeschadet.

 

„Nights of Villjamur“ von Mark Charan Newton ist ein recht verkopfter, ehrgeiziger Reihenauftakt, der in mir wenig Leidenschaft weckte. Mein Interesse für die Geschichte ist definitiv intellektueller Natur, da mich die außergewöhnliche politische Situation des Imperiums Jamur stärker ansprach als die Erlebnisse der Figuren. Die Lektüre zog sich und war zäh, doch Newtons Einfallsreichtum hinsichtlich seines Universums ist zweifellos bewundernswert. Ich bin überzeugt, bisher lediglich an dessen Oberfläche gekratzt zu haben. Daher habe ich beschlossen, dem Nachfolger „City of Ruin“ eine Chance zu geben. Ich weiß nicht, ob ich die „Legends of the Red Sun“ bis zum Finale verfolgen werde, aber ich möchte eine konkretere Vorstellung davon gewinnen, wo die Geschichte hinführt. Ich werde von Band zu Band entscheiden und mich überraschen lassen, welche Grauen die Eiszeit über das Imperium Jamur bringt und welche Schrecken es sich selbst antut.

Source: wortmagieblog.wordpress.com/2017/02/07/mark-charan-newton-nights-of-villjamur
Like Reblog Comment
review 2017-01-13 11:39
Zeit für ein Umdenken
Chicagoland Vampires: Auf den letzten Biss - Marcel Aubron-Bülles,Chloe Neill

Es ist offiziell. „Chicagoland Vampires“ endet mit Band 13, der am 25. August 2017 unter dem Titel „Ein Biss von dir“ erscheinen wird. Angesichts dieser Neuigkeiten möchte auch ich etwas verkünden: ich werde die Reihe bis zum bitteren Ende durchziehen. Ich habe lange mit mir gehadert und bin skeptisch, ob sich diese Entscheidung auszahlen wird, aber ein Teil von mir ist überzeugt, ich bin es Merit einfach schuldig, zu erfahren, wie ihre Geschichte endet, nachdem ich sie jahrelang begleitet habe. So kurz vor Schluss möchte ich nicht mehr abbrechen. Ich will wissen, wie es ausgeht. Nach „Auf den letzten Biss“ liegen noch drei Bände vor mir. Ein Leseziel für 2017 ist damit gesetzt.

 

Chicago ist zur Ruhe gekommen. Nach wochenlangen Ausschreitungen hat sich die Lage endlich entspannt. Doch die Beziehungen zwischen Menschen und Übernatürlichen sind noch immer schwierig, der Frieden empfindlich. Als Merit, Hüterin des Hauses Cadogan, zum Schauplatz eines brutalen Mordes gerufen wird, befürchtet sie das Schlimmste. Das Opfer wurde mit Katanas durchbohrt. Alles deutet auf einen Vampirangriff hin. Erst eine genauere Untersuchung zeigt, dass die Hinrichtung lediglich aussehen soll, als wären Vampire dafür verantwortlich. Versucht jemand, die Vampirgemeinschaft in Verruf zu bringen und so das sensible Gleichgewicht der Stadt erneut zu stören? Merit möchte den Ermittler_innen helfen, kann jedoch kaum mehr tun, als ihnen beratend zur Seite zu stehen, denn die Belange Cadogans verlangen ihre Aufmerksamkeit. Seit Ethan den Vorsitzenden des Greenwich Presidium herausforderte und sich selbst auf den Posten bewarb, wird er bedroht und erpresst. Es ist Merits Aufgabe, ihren Meister und Geliebten zu schützen, nur wird sie das Gefühl nicht los, dass er ihr etwas Bedeutsames verschweigt. Ist ihre Liebe stärker als die dunklen Geheimnisse seiner Vergangenheit?

 

Ich habe diese Rezension in zwei Versionen geschrieben. Diese ist die zweite Variante. Ich hatte meine ursprüngliche Besprechung von „Auf den letzten Biss“ fast fertig, nur um dann festzustellen, dass ich mit dem gesamten Text unglücklich war. Ich habe beschlossen, das Buch aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Während der Lektüre von „Auf den letzten Biss“ habe ich einen Funken der Begeisterung gespürt, die ich früher für die Reihe empfunden habe. Ich gebe zu, Chloe Neill und ich haben mittlerweile ein schwieriges Verhältnis, was sowohl an mir als auch an ihr liegt, aber ich finde nicht alles von Vorneherein doof, was sie im Rahmen der „Chicagoland Vampires“ schreibt. Die erste Rezension wurde diesem Gefühl nicht gerecht. In dieser habe ich mich erneut lang und breit darüber ausgelassen, wie unzufrieden ich mit der Darstellung der Beziehung zwischen Merit und Ethan bin. Wisst ihr was? Ich bin es leid, darüber zu motzen. Ihre Beziehung wird immer im Fokus stehen, ob mir das nun passt oder nicht. Ich möchte mich stärker auf die positiven Aspekte der Bücher konzentrieren, statt wiederholt einen Punkt zu kritisieren, der sich ohnehin nicht ändern wird. Ihr wisst, dass mir Merit und Ethan als Paar nicht gefallen. Ich sehe keinen Sinn darin, permanent darauf herumzureiten.
Lieber möchte ich euch erzählen, wie sehr ich mich darüber gefreut habe, dass Merit in „Auf den letzten Biss“ einerseits ihre Freundschaft zu Mallory wiederaufleben lässt und andererseits nicht einmal in die Nähe des verfluchten Whiteboards kommt. Das heißt natürlich nicht, dass Chloe Neill ihr heißgeliebtes, sich wiederholendes Handlungskonstrukt vollkommen ad acta legen würde, nein, so experimentierfreudig ist sie dann doch nicht. Aber immerhin variierte sie es so weit, dass es mir positiv auffiel. Merit ist zwar auch dieses Mal in die Ermittlung eines spannenden, interessanten Mordfalls involviert, spielt darin allerdings eine viel geringere Rolle als in den vorangegangenen Bänden. Ich fand es toll, dass sie die Polizei ausnahmsweise ihre Arbeit machen lässt und ihnen lediglich unterstützend unter die Arme greift. Endlich priorisiert sie ihre Aufgabe als Hüterin Cadogans und kümmert sich um die Angelegenheiten ihres Hauses, statt all ihre Zeit darauf zu verwenden, einen Mörder zu jagen. Die globale Vampirpolitik verlangt ihre volle Aufmerksamkeit, denn diese erfährt in diesem zehnten Band einige unerwartete Wendungen, die die Zukunft der vampirischen Gemeinschaft mächtig auf den Kopf stellen werden. Ich freue mich darauf, in dieser heißen Phase des Umbruchs dabei zu sein. Schade nur, dass Neill einen Handlungsstrang, den sie in „Auf den letzten Biss“ beginnt, mehr oder weniger verwaisen lässt: Darius West, der Vorsitzende des Greenwich Presidiums, fällt in Chicago durch reichlich seltsames Verhalten auf. Die Autorin erklärt zwar, wieso West nicht er selbst zu sein scheint, holt meines Erachtens nach jedoch zu wenig aus diesem Teil ihrer Geschichte heraus. Leider ließ sie sich diesbezüglich wieder einmal vom Merit-Ethan-Turteltauben-Drama ablenken.

 

Ich fand „Auf den letzten Biss“ solide. Der zehnte Band bietet einen kreativ konstruierten Mordfall und diverse Elemente, die neue Perspektiven für die übergreifende Handlung eröffnen. Er gefiel mir wesentlich besser als der Vorgänger „Teuflische Bisse“, da mir Merits Rolle außerhalb ihrer Beziehung zu Ethan weit mehr zusagte. Meine Entscheidung, das Thema ihrer Beziehung ruhen zu lassen und auszuklammern, erleichtert mich unglaublich. Ich hatte es so satt, darüber nachzudenken. Es hat Spaß gemacht, über „Auf den letzten Biss“ zu schreiben, ohne das unausgeglichene Machtverhältnis zwischen den beiden zu analysieren und einfach nur zu erläutern, was mir gefiel und was nicht. Für die verbleibenden drei Bände habe ich mir vorgenommen, diese Einstellung bereits während der Lektüre zu pflegen. Es ist Zeit für ein Umdenken, denn ich wünsche mir nichts mehr, als die letzten Episoden aus Merits unsterblichem Leben genießen zu können. Ich möchte mich im Guten von ihr verabschieden.

Source: wortmagieblog.wordpress.com/2017/01/13/chloe-neill-auf-den-letzten-biss
More posts
Your Dashboard view:
Need help?