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review 2017-07-06 11:46
Herz und Köpfchen
Scardust - Suzanne van Rooyen

Ich habe wenig Erfahrung mit LSBTTIQ-Literatur. Um die Gay Romance habe ich bisher einen großen Bogen gemacht, weil ich – wie ihr mittlerweile wissen dürftet – kein Fan von Liebesgeschichten bin. Ich weiß, dass sich dieses spezielle Genre eines stetigen wachsenden Publikums erfreut, mir war allerdings nicht klar, dass die Kategorisierung als Gay Romance nicht zwangsläufig bedeutet, dass das entsprechende Buch als klassischer Liebesroman betitelt werden kann. Jede Genre-Kombination ist erlaubt. Ich bin daher sehr froh, dass mir Suzanne van Rooyens Science-Fiction-Roman „Scardust“ bei Netgalley begegnete und mir die Augen öffnete.

 

Raleigh Williams will die Erde verlassen. Was hält ihn schon in Dead Rock, Texas? Eine traumatische Vergangenheit voller schlechter Erinnerungen? Nein, Raleigh ist entschlossen, Teil der Marskolonie zu werden, koste es, was es wolle. Als eines Nachts jedoch ein Meteor in der texanischen Wüste einschlägt, werden all seine Pläne auf den Kopf gestellt. Im Krater findet er einen mit Narben übersäten, unverschämt gutaussehenden Mann ohne Gedächtnis, der weder weiß, wer er ist, noch wie er den Einschlag überleben konnte oder wieso er überhaupt als Meteor auf die Erde stürzte. Genau genommen ist nicht mal sicher, ob der Fremde ein Mensch ist. Der einzige Anhaltspunkt sind die Erinnerungsfetzen, die die beiden austauschen, wann immer sie sich berühren. Raleigh erklärt sich bereit, Meteor-Mann zu helfen. Eine folgenschwere Entscheidung, denn schon bald sind ihnen krude Regierungsbeamte auf den Fersen. Auf ihrer Flucht erforschen sie gemeinsam die Erinnerungen des jeweils anderen und kommen sich dabei beständig näher. Doch je mehr Antworten sie erhalten, desto unklarer wird das Gesamtbild, bis die Grenzen von Realität und Einbildung verschwimmen.

 

Ich fand „Scardust“ toll. Mir ist selbstverständlich bewusst, dass das Buch nicht perfekt ist und einige verbesserungswürdige Aspekte enthält, wie zum Beispiel die Objektifizierung der Hauptfiguren durch die zwanghafte Darstellung ihrer körperlichen Attraktivität oder der beschämende Umgang mit dem Thema Prostitution, aber die Lektüre bereitete mir so viel Freude, dass ich darüber hinwegsehen wollte und konnte. Vielleicht sollten mir diese Stolpersteine mehr ausmachen, doch ich hatte einfach Spaß beim Lesen. Dieses Gefühl überstrahlt jegliche Kritik, die die kleine nörgelnde Stimme in meinem Kopf geltend machen möchte. Meiner Meinung nach überzeugt dieser SciFi-Roman vor allem durch die Protagonisten, die in abwechselnder Ich-Perspektive nicht nur äußerst glaubwürdig und realistisch ausgearbeitet, sondern auch schlicht und ergreifend unheimlich sympathisch sind. Raleigh ist ein traumatisierter junger Mann, der aus einer zerrütteten Familie stammt und bisher nicht viel Glück hatte. Seine sexuelle Orientierung brandmarkte ihn stets als „anders“, was in einem kleinen texanischen Kaff natürlich schwierig ist. In seiner Vergangenheit liegt so manches dunkles Geheimnis, das ihn bis heute verfolgt. Suzanne van Rooyen integrierte Raleighs Trauma hervorragend in ihre Geschichte, ohne seine Persönlichkeit schwach wirken zu lassen. Ich fand es vollkommen verständlich, dass er seinem seelischen Ballast zu entkommen versucht und dafür den radikalsten Weg wählt, der ihm einfällt: ein Leben auf dem Mars. Als ihm der Meteor-Mann begegnet, den er kurzerhand Crow tauft, geraten diese Pläne allerdings heftig ins Stolpern. Sein Entschluss, Crow zu helfen, bringt ihn und alle, die ihm nahestehen, in Gefahr. Plötzlich wird er gejagt und bedroht, ohne zu wissen, wieso. Den Mann ohne Gedächtnis umgibt ein haarsträubendes Rätsel, das ich überaus spannend fand. Ich begriff nicht, was mit Crow nicht stimmt und wollte unbedingt herausfinden, was die scheinbar nicht-menschlichen, etwas übertrieben heftigen Symptome, die er durchleidet, zu bedeuten haben. Crow ist ein extrem unterstützender, toleranter Charakter, der Raleigh trotz seiner fragwürdigen Vergangenheit nimmt, wie er ist, ohne ihn zu verurteilen, da er durch ihre geteilten Erinnerungen buchstäblich in seiner Haut steckte. Die sich rasch entwickelnden Gefühle zwischen den beiden erschienen mir daher durchaus nachvollziehbar. Sie verbindet eine sehr intime Beziehung, die sich mit jeder Berührung weiter intensiviert. Ist es da verwunderlich, dass sie sich schnell ineinander verlieben? Sie lernen sich auf einer Ebene kennen, für die andere Menschen Jahre brauchen. Es gibt zwischen ihnen keine Lügen, Schmeicheleien oder Geheimnisse, nur reine, echte Nähe, die sogar Raleighs sorgsam errichteten emotionalen Schutzwall durchbricht, weil Crow ihm all das bietet, wonach er sich insgeheim sehnt. Ich fand ihre Beziehung entzückend und bangte der niederschmetternden Auflösung, wer Crow ist, entgegen. Diese Wendung der Geschichte kann ich nur als abgefahren bezeichnen. Meine Kinnlade rauschte zu Boden. Ich sehe zwar ein paar kleinere Probleme hinsichtlich der Plausibilität dieses Erklärungsansatzes, kann aber nicht leugnen, dass mich dessen Originalität beeindruckte. Ich war wie vom Donner gerührt und hätte niemals erwartet, dass Suzanne van Rooyen mit dermaßen futuristischen Ideen aufwartet.

 

„Scardust“ ist ein Science-Fiction-Roman aus der Gay Romance voller Action und glaubhaften Emotionen. Suzanne van Rooyen bietet einige interessante Denkanstöße bezüglich der Zukunft und spricht erstaunlich viele Tabuthemen an, ohne jemals die Handlung ihrer Geschichte aus den Augen zu verlieren. Das Buch enthält zwar den einen oder anderen Mangel, doch unterm Strich war die Lektüre unterhaltsam und mitreißend, was meines Erachtens nach stets schwerer wiegt als jeder Kritikpunkt. Es wundert mich nicht, dass „Scardust“ im Rahmen der Rainbow Awards 2016 ausgezeichnet wurde. Raleighs und Crows Geschichte ist eine bezaubernde Mischung aus Herz und Köpfchen, die ich euch guten Gewissens weiterempfehlen kann.

 

Vielen Dank an den Verlag Entangled Embrace für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars via Netgalley im Austausch für eine ehrliche Rezension!

Source: wortmagieblog.wordpress.com/2017/07/06/suzanne-van-rooyen-scardust
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text 2017-05-21 22:34
Eine packende Geschichte mit viel Tiefgang..
Museum der Erinnerung - Anna Stothard,Kathrin Bielfeldt
 

Anna Stothard legt mit ihrem neuesten Buch „Museum der Erinnerung“ einen unglaublich intensiven, berührenden, aber doch auch ziemlich verstörenden Roman vor. Es dreht sich um Schuld und Trauer, Liebe und Hass, aber auch um Wut und Flucht.. Eine Beziehung, die eigentlich beendet schien, wirft ihre Schatten der Vergangenheit in die Gegenwart und somit auch auf die Protagonisten dieses sehr emotionsreichen Romans.

Cathy, Tom und Daniel sind die eigentlichen Hauptprotagonisten der Erzählung. Doch spielt auch Daniel‘s verstorbener Bruder Jack in der Retrospektive eine nicht minder wichtige Rolle. Der Plot dreht sich um die Beziehung dieser Charaktere und um Geschehnisse, die weit zurück in deren gemeinsamer Vergangenheit liegen. Es entspinnt sich nach und nach ein Drama um einige Schlüsselszenen und atmosphärisch könnte es wohl kaum packender und dichter sein. Der Schreibstil ist durchweg sehr eingängig und die Geschichte bleibt eigentlich recht unaufgeregt und ruhig – trotz brisanten Inhalts. Spannend bleibt es, weil sich unablässig neue Wendungen, spannende Offenbarungen und teilweise beklemmende Enthüllungen ergeben. Die Figuren sind meiner Meinung nach ziemlich authentisch dargestellt, auch wenn ich mit den Charakteren und deren Eigenheiten erst warm werden musste. Anna Stothard verpasst ihren Figuren markante charakterliche Eigenschaften und hat hier meiner Meinung nach außerordentliches Feingefühl bewiesen, diese so schlüssig in den eigentlichen Kontext einzuarbeiten. Vieles wirkt zunächst schroff oder wirr, fügt sich aber zum Ende hin zusammen. Zur eigentlichen Geschichte habe ich persönlich nicht sofort direkten Zugang gefunden und bin anfangs noch ein wenig unschlüssig gewesen wegen der Intentionen und Hintergründe der Figuren. Doch alles wird nach und nach im Verlauf schlüssig und der Roman ist auch durchweg wirklich gut zu lesen. Viele Metaphern und tiefgründige oder auch doppeldeutige Phrasen und Textstellen bereichern den Roman ungemein. Und trotz aller Voraussicht schließt der Roman auf überraschende Weise!

Anna Stothard versteht es meiner Meinung nach, den Leser mit dieser Erzählung bis zur allerletzten Seite zu fesseln. Ein bedrückender, tiefsinniger und letztlich schöner Roman, der sicherlich noch einige Zeit bei mir nachklingen wird! Mich konnte das Buch jedenfalls von der ersten Seite an begeistern und ich würde es uneingeschränkt weiterempfehlen! 5 Sterne.

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review 2017-04-13 19:51
17 - Das vierte Buch der Erinnerung (Die Bücher der Erinnerung 4) - Rose Snow

Eigentlich war die Reihe "17 - die Bücher der Erinnerung" mit dem → 3. Band abgeschlossen, welches die Geschichte auch in einem fulminanten Showdown abschloß. Aber das Autorinnenduo Rose Snow legte nun mit dem 4. Band ein Sequel nach - und das hat es wirklich in sich!

 

Das Cover: 

Auch das vierte Band fügt sich in die Cover seiner Vorgänger ein und erscheint diesmal in orange/gelb. Das Cover passt in die Reihe, ich finde es schön, zeigt aber nichts Neues.

 

Die Handlung: 

Nachdem die Jägerschaft erfolgreich bekämpft wurde und die Erinnerungen in den Köpfen der Jäger gelöscht wurden, erfahren Jo und Adrian von neuen Bedrohungen: Es soll angeblich Jäger geben, die durch ein Serum vor dem Erinnerungsbrand geschützt waren. Zusätzlich werden die Beschützer zu einem Problem für die Seherinnen, da sie mit dem Wegfall der Jägerschaft wohl selber Angst vor der Macht der Seherinnen bekommen. Nebenbei versuchen die Seherinnen eine geheimnisvolle Prophezeiung zu entschlüsseln, die aber im Moment nur sehr kryptisch ist und auf ein bis dahin geglaubtes Märchen hinausläuft: Kinder mit besonderen Begabungen, die aus der Verbindung zwischen Seherin und Jäger entspringen.

Eigentlich wollte Jo aber nur ihre Pause zwischen schriftlicher und mündlicher Abituprüfung mit Adrian genießen. Doch plötzlich passieren immer mehr seltsame Dinge in ihrer Umgebung und ihre Freunde beginnen sich merkwürdig zu verhalten.

 

Buchlayout (eBook):

Das gesamte eBook ist in genau 17 Kapitel eingeteilt. Jedes Kapitel hat eine gute Länge und wird liebevoll eingeleitet mit, wie wir es schon aus den ersten Bänden kennen, dem veschnörkelten Schlüsselchen.

 

Idee / Plot:

Als logische Konsequenz, die aus der totalen Zerstörung der Erinnerungen an die Jägerschaft im Gedächtniss aller Jäger resultiert, gibt es eine neue Bedrohung für die Seherinnen. Denn die Fragen, die sich durch die radikale Auslöschung des Gedächtnisses von Marius und den Jägern zwangsweise doch einstellen, werden hier sinnvoll aufgegriffen und weiter gesponnen. Ich finde die Idee total schlüssig und stimmig, sie fügt sich nahtlos an die ersten drei Bücher an, ohne dass man das Gefühl hätte, es wäre jetzt an den Haaren herbei gezogen. Man sollte aber definitiv die ersten drei Bände gelesen haben, sonst kann man dieses Buch nicht verstehen.

 

Handlungsaufbau / Spannungsbogen:

Schon gleich zu Anfang wird man in das Geschehen hineingezogen. Durch kurze Rückblicke erhält man noch mal Informationen aus den ersten drei Bänden, ohne dass es im Lesefluss störend wäre. So bin ich auch wieder schnell in die Geschichte hinein gekommen und konnte mich sofort wieder in Jo einfühlen. Die Spannung wird stetig aufgebaut, jedes Kapitel setzt noch mal ein Schippchen drauf. Die Handlung wird nie langweilig, ständig passiert etwas - etwas unheimliches, lustiges, wie auch romantisches. Die Autorinnen flechten geschickt mehrere unheimliche Elemente ein. Es ist bis zum Showdown nicht klar, wer hinter der eigentliche Bedrohung steht.

Die Handlung ist in sich abgeschlossen und alle Fragen, die sich während des Lesen aufgetan haben, wurden auch zu meiner vollen Zufriedenheit und stimmig beantwortet.

 

Szenerie / Setting:

Wie von den Autorinnen gewohnt, konnte ich mir alles sehr gut vorstellen. Jede Szene wird ausführlich, aber nicht überschwenglich beschrieben. Die Umgebung ist bildhaft dargestellt und wirkt für mich authentisch. Kurze Beschreibungen geben einem schnell ein Bild von den Räumen und der Szenerie, in der sich die Protagonisten gerade befinden. Die Personen sind gut ausformuliert und haben ihren typischen Charakter ohne stereotypisch zu wirken.

 

Emotionen / Protagonisten:

Jo empfinde ich als sehr reif, überlegt und reflektiert. Sie ist sehr besorgt um ihre Familie und Freunde, und würde alles für ihr Wohl tun. Sie gefällt mir sehr gut und ich mag sie sehr. Ich finde es auch toll, dass sie ihre Gabe nicht für Schummeleien, zum Beispiel für die Abiprüfung, einsetzen möchte, sondern damit auch sehr bedacht umgeht. Adrian ist für mich ein wenig blass. Er hat seine ganz tollen Momente, aber ich konnte ihn nicht ganz so greifen. Das liegt auch daran, dass er sich selber sehr bedeckt hält.

Ich liebe Finn, ihren Stiefbruder - den habe ich total in mein Herz geschlossen. Trotz Macho-Sprüchen und Proleten-Gehabe hat er einen fürsorglichen und sehr liebevollen Kern. Das kommt immer wieder ganz fein heraus und finde ich absolut großartig! Ebenso Conny, mit der ich auch gerne befreundet wäre. Sie ist eine absolut loyale Freundin, hat ihren eigenen Kopf und ist der bunte Vogel geblieben. Diesmal bekommt Jos Freundin Pippa aus Wien mehr Raum. Die mochte ich auch schon in den ersten Büchern nicht, und zeigt sich auch in diesem Buch von ihrer sehr arroganten Seite. Sie wird auch zur harten Konkurrenz für Conny.

 

Sprache / Schreibstil:

Was soll ich sagen, wie gewohnt absolut spritzig und frech in ihren Sprüchen. Über die Schlagabtausche, vor allem mit Finn, kann ich mich immer köstlich amüsieren. Die Sprache ist flüssig und dem Genre absolut angemessen und gängig. Das ganze Buch lässt sich locker in einem Rutsch lesen und zieht einem von Seit zu Seite immer mehr mit.

 

Meine Meinung:

"[..] Die eine, allgemeingültige Realität gibt es doch gar nicht. Jeder Mensch hat seine eigene Wirklichkeit, die durch seine Empfindungen, Wünsche und auch durch seine Vorurteile geprägt wird. [..]"

S. 77, Rose Snow "Das Vierte Buch der Erinnerung" (eBook - CreateSpace Independent Publishing Platform)

Ein ganz tolles Buch, welches mich sofort gepackt hat. Es fügt sich nahtlos in die Reihe ein und war wirklich spannend bis zum Schluß. Es ist absolut großartig, wie die Autorinnen den Faden aus der Trilogie aufgenommen haben und sehr geschickt daraus die neue Bedrohung entwickelt haben. Am Ende konnte ich es nicht mehr aus der Hand nehmen.

Und auch genau dieses Wechselspiel zwischen der Liebesgeschichte - Adrian und Jo können nun endlich ihre Beziehung ausleben - den frechen und amüsanten Wortgefechten und Kabbeleien, und der Dramatik gefällt mir besonders gut. Keines wird zu übermächtig, sondern es ist sehr ausgewogen und geben sich gekonnt die Hand.

 

Es wird am Schluß nur mal wieder sehr verwirrend mit den ganzen Sprüngen und Träumen. Ob man das konzeptionell anders hinbekommen hätte, weiß ich nicht, da es ein wesentlicher Anteil des Showdown ist. Man muss nur enorm aufpassen nicht den Faden zu verlieren, sollte diese Passagen also in einem Stück lesen.

Fazit:

Ein absoluter Pageturner mit einem tollen Plot und flottem Schreibstil. Ein Lesegenuss mit Suchtgefahr - und ich bin mir sicher, dass dies nicht das allerletzte Band bleibt in dieser Saga! Wer die ersten drei Bände gelesen hat, wird mit diesem Buch bestimmt sehr glücklich.

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review 2016-12-18 16:58
Buchrezension: "17 Band 3 - Du kannst der Wahrheit nicht vertrauen" - Fulminantes und spannendes Finale einer grandiosen Trilogie
17 - Das dritte Buch der Erinnerung (Die Bücher der Erinnerung 3) - Rose Snow

Fulminantes und spannendes Finale einer großartigen Trilogie mit vielen unerwarteten Wendungen - hat mich total gepackt! Dieses dritte Buch 17 Trilogie konnte ich ebenfalls als Testleserin schon verschlingen und bin total von den Socken. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen. Das Cover: Wie schon seine zwei Vorgänger erscheint das 3. Buch der Trilogie in einer kräftigen Farbe. Rot, wie wir schon aus der AchtSinneSaga kennen, stellt die Wut dar. Die Ziffer Eins der Zahl 17 wird durch einen filigranen Schlüssel dargestellt. Der Schlüssel, der vor allem im letzten Teil einen ganz wichtigen Aspekt einnimmt. Das Cover passt mit all seinen Elementen gut zur Geschichte. Die Handlung: Jo bemüht sich nach der Rückkehr aus den Sommerferien nicht mehr an Adrian zu denken und ihn auf Distanz zu halten, was ihr sichtlich schwer fällt. Aber sie will das Geheimnis um den Schlüssel lüften und kann selbst Adrian nicht trauen. Auf der Suche nach dem Schlüssel begeben sich Finn und Jo nicht nur in Gefahr, sondern es kreisen immer mehr Fragezeichen in Jos Kopf herum. Denn sie weiß, dass wenn die den Schlüssel gefunden hat, auch die Wahrheit ans Licht kommt. Und plötzlich überschlagen sich die Ereignisse. Wem kann Jo noch vertrauen und findet sie den Schlüssel mit dem sie angeblich die Jägerschaft vernichten kann? Meine Meinung: Wie in den ersten beiden Bänden gefällt mir der Schreibstil der beiden Autorinnen sehr gut. Alle wichtigen Charaktere sind für mich greifbar haben auch ihre passende Ausdrucksweise. Auch in diesem Buch konnte ich mich wieder super in in Jos Gefühle einfühlen und mit ihr mit fiebern. Einige Charaktere treten in den Hintergrund, neue tauchen aber auf. So ist Louis wirklich nur noch der nette Nachbarsjunge, der Jo bei ihrer Mission keine Hilfe mehr sein kann. Finn entwickelt sich nicht nur zum besten Stiefbruder, sondern zeigt auch seine ganz liebevolle und fürsorgliche Seite, vor allem gegenüber dem neuen Familienmitglied. Jens und Lea sind in diesem Band nicht mehr präsent, können Jo aber bei ihrer Mission auch nicht helfen. Conny wird in das Geheimnis eingeweiht, Pippa und Franzi bleiben nur Beiwerk. Aus dem anfänglich angedeuteten Flirten zwischen Pippa und Finn wird leider nichts. Mit diesem Buch haben mich die Autorinnen ziemlich gepackt. Ab Mitte wurde das Buch so spannen, dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ein bisschen ist mir dann selber schon schwindelig vor lauter in den Erinnerungen hin- und herhüpfen. Die Funken zwischen Adrian und Jo schlagen immer höher und wechseln sich mit dem Zweifel ab, wem Jo vertrauen kann und wer auf ihrer Seite ist. Immer wieder tauchen unerwartete Wendungen auf, die das fulminante Finale noch mal richtig anfeuern. Und immer wieder flechten die Autorinnen gekonnt die Momente ein, an denen man auch als Leser zweifelt, wer gut oder böse ist. Ein für mich wirklich spannendes und ausgefeiltes Ende dieser tollen Trilogie. Ja, und hier wird die Geschichte nun auch endlich abgeschlossen, offene Fragen werden auch aufgeklärt. Eine absolute Leseempfehlung, vor allem wenn man schon die ersten beiden Bände gelesen hat.

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review 2016-12-09 16:46
Viel Herzspannung, mystisch und aufregend. Toller Sprachstil und großartige Idee. Macht Lust auf die nächsten Bände!
17 - Das erste Buch der Erinnerung (Die Bücher der Erinnerung) - Rose Snow

Dieses Buch durfte ich bereits als Testleserin lesen und bin sehr begeistert gewesen. Allein schon, dass ich quasi wie eine Hebamme bei der Geburt des neuen Babies dabei sein und vorher schon mal ein Ultraschallbild bestaunen durfte. Hier noch mal ein riesen Dankehschön an Ulli und Carmen!

 

Die Handlung:
Johanna und ihr Vater ziehen von einem Ort zum anderen, seit 10 Jahren. Das arme Mädchen muss jedesmal ihre gesamten Zelte abbrechen und sich immer in einer neuen Stadt eingewöhnen. Diesmal sind sie in Hamburg gelandet, das nicht gerade für viele Sonnentage bekannt ist. Jo hat sich durch die Rumzieherei ein ziemlich dickes Fell angewöhnen müssen, um nicht bei jedem Wegzug in Depressionen zu verfallen. Der letzte Wegzug ist ihr besonders schwer gefallen.


Plötzlich beginnt Johanna komische Visionen zu sehen. Sie merkt schnell, dass es die Erinnerungen von den Menschen sind, die sie berührt. Nicht nur die Gabe verunsichert das Mädchen, auch die neuen Lebensumstände und vollendeten Tatsachen, die Anwesenheit der neuen Freundin des Vaters und ihr Sohn, bringen Jo total durcheinander, sondern da sind auch noch zwei Typen, Louis und Adrian, die beide nicht geheimnisvoller sein könnten.

 

Meine Meinung:
Jo gefällt mir sehr gut. Sie ist reflektierend in ihren Gedanken und wirkt wirklich reif. Ich finde ihre Gefühle und Gedanken unheimlich toll beschrieben und konnte wirklich gut mit ihr mitfühlen. Die Beziehung zwischen Jo und ihrem Vater kann ich sehr gut nachempfinden. Auch ihre anfängliche Resignation ihrer Umwelt gegenüber.

 

Ich finde alle Personen sehr gut dargestellt und habe sie gut bildlich vor meinem Auge gehabt. Auch die unterschiedlichen Charakterzüge finde ich toll ausgearbeitet. Gerade die drei Typen, Adrian, Finn und Louis sind sehr unterschiedlich. Adrian ist das Mysterium schlechthin, und das kommt auch wirklich so bei mir an. Conny, mit der sich Jo in der Schule anfreundet, finde ich super und kann sie mir auch sehr gut vorstellen. Einen bunten Vogel braucht man im Leben, und Conny verkörpert das sehr gut!

 

Allem vorweg gefällt mir der Schreibstil extrem gut! Eine wirklich sehr anschauliche und direkte Sprache. Jeder Charakter hat die treffende Ausdrucksweise. Die Spitzen, die Sprachduelle, die vielen netten kleinen Scharmützel zwischen Finn und Jo - köstlich! Nicht nur die Idee der Geschichte hat mich überzeugt, sondern auch die Beschreibung, wie Jo sich mit ihrem Schicksal, ihrer Gabe, auseinandersetzt und auch hinterfragt. Und es nicht gleich schulterzuckend annimmt. Auch wie sie langsam entdeckt, wie ihre Gabe funktioniert.

 

Ein bisschen Kritik muss ich aber ausüben. Es fehlt mir tatsächlich ein höherer Spannungsbogen. Meine Erwartung an ein Buch, auch wenn es Teil einer Trilogie oder Reihe ist, dass jedes Buch in sich eine geschlossene Handlung mit Spannungsbogen hat. Cliffhanger ja, aber die Geschichte sollte trotzdem in dem Band abgeschlossen sein. Es ist aber nur meine persönliche Erwartung, die dann leider etwas enttäuscht wurde. Aber die Herzspannung kommt definitiv nicht zu kurz! Da ist mächtig was los und wie wir Rose Snow kennen, wird es zum Schluß hin noch richtig spannend!

 

Absolute Leseempfehlung und ich scharre mit den Füßen, weil ich Teil 2 und 3 endlich lesen möchte!!!

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