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review 2017-05-21 12:42
Rezension | Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte von Salman Rushdie
Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanz... Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte: Roman - Salman Rushdie,Sigrid Ruschmeier

 

Beschreibung

 

Die Dschinnya-Prinzessin Dunia hat sich dafür entschieden das Märchenland Peristan zu verlassen und ihr Glück auf der Erde zu suchen. Dort verliebte sie sich in den Philosophen Ibn Rushd mit dem sie viele Kinder zeugte, die sich dann über die ganze Welt verstreuten. Obwohl sich Ibn Rushd von Dunia abwandte, besuchte sie ihn nach seinem Tod und sein Geist begann zu erwachen.

 

Während Ibn Rushds Geist mit seinem schärfsten Kontrahenten, dem tiefgläubigen Ghazali im Streit liegt, beginnt auf der Erde ein Kampf zwischen den bösen Dschinn und der Menschheit. Die Existenz der ganzen Welt steht auf dem Spiel und Dunia beschließt sich im Kampf gegen die zerstörerischsten aller Dschinn auf die Seite der Menschen und die Seite ihrer Kinder zu stellen.

 

Meine Meinung

 

Der Roman „Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte“ hat mich direkt angesprochen, und da ich über den Autor Salman Rushdie bisher nur gutes gehört hatte, habe ich mich auch sehr darauf gefreut.

 

"Argumente selbst sind ja ein Werkzeug, mit dem man den Geist schärfen kann, das schärfste aller Werkzeuge, geboren aus Liebe zur Weisheit, mit anderen Worten: zur Philosophie." (Seite 29)

 

Die Geschichte über das Geschlecht der Dschinn und Dschinnya/Dschinniri (weibl.) hat mir auch ausgesprochen gut gefallen. Ebenso die Art und Weise wie Salman Rushdie diese märchenhafte Welt mit unserer realen Welt verbindet. Dazu hat er die Dschinnya-Prinzessin Dunia auserwählt, die sich in einen Philosophen verliebt, eine Liebe die viele Kinder (ja sogar ein ganzes Geschlecht) hervorbringt und sich somit über die Jahre als Duniazat über die ganze Welt verbreitet. Die Idee solch eine tiefgehende Liebe zwischen Dschinn und Menschen als Bindeglied zu verwenden fand ich sehr romantisch und passte einfach.

 

Der Einstieg in die Geschichte zu „Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte“ hat mir ausgesprochen gut gefallen. Man lernt die verschiedenen Charaktere und das Wesen der Dschinn näher kennen. Auch als sich die Geschichte immer mehr zu verzweigen beginnt und immer mehr Figuren und Schicksale eingeflochten werden, hatte ich immer noch meinen Spaß an der Story. Es wird dann auch recht schnell ein Punkt erreicht, ab dem es ganz schön wild durcheinander geht. Um den Überblick doch noch zu bewahren muss man sich wirklich gut konzentrieren.

 

Normalerweise mag ich es durch die Verknüpfung zahlreicher Handlungsstränge eine komplexe Einsicht in die Geschichte zu erhalten. Leider muss ich sagen, dass mich Salman Rushdie nach einer Weile verloren hat. Ich habe es vermisst einen Bezug zu den einzelnen Charakteren aufbauen zu können, denn sie bleiben farblos und ich spürte nicht die geringste Nähe zu ihnen. Wirklich sehr schade, da ich sehr gerne mit den speziellen und einzigartigen Protagonisten mitgefühlt hätte.

 

Salman Rushdies Roman lässt mich zwiegespalten zurück. Zum einen mochte ich den Aufbau und die Idee hinter der Geschichte, den Krieg zwischen der Welt des Glaubens und der Vernunft. Auch der gekonnte Mix aus orientalischem Märchen aus 1001 Nacht und Realität sowie die schöne Sprache des Schriftstellers haben mir ausgesprochen gut gefallen. Leider konnten mich jedoch die Protagonisten und deren Schicksale nicht so mitreisen wie ich es mir gewünscht hätte, und die verschiedenen Handlungsstränge wurden für meinen Geschmack etwas zu wild durchgemixt, so dass es irgendwann schwer wurde den Anschluss nicht zu verlieren.

 

Fazit

 

Phantastisches trifft auf Realität. Vernunft trifft auf Glauben. Eine sprachgewaltige Geschichte die mich leider nicht vollkommen mitreisen konnte.

Source: www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-zwei-jahre-acht-monate-und-achtundzwanzig-naechte-von-salman-rushdie
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review 2016-08-21 12:02
Emma und der blaue Dschinn von Cornelia Funke
Emma und der Blaue Dschinn - Cornelia Funke,Kerstin Meyer

Worum geht es und wie war es?

 

Manchmal ist es Zeit für ein Kinderbuch, eine Geschichte zum Entspannen und den Alltag vergessen. Dieses Buch beinhaltet eine solche Geschichte. Gestern beim Stöbern in der Bücherei fiel es mir in die Hände und die Zeichnungen von Kerstin Meyer hab mich für die Geschichte aufmerksam gemacht.

Emma ist 8 Jahre alt und lebt mit ihren vier älteren Brüdern zusammen, was nicht immer einfach für sie ist. Eines Nachts findet sie zusammen mit ihrem Hund Tristan eine Flasche am Strang und darin befindet sich ein blauer Dschinn. Damit beginnt Emmas Abenteuer und nimmt jeden kleinen und großen Leser mit hinein in fremde Länder, mit zu exotischen Tieren und fantastischen Wesen. Ein wirklich liebevoll gestaltetes und erzähltes Kinderbuch.

Von mir gibt es dafür 5 von 5 Sternen.

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review 2015-11-20 10:23
Ein Traum bittersüßer, behutsamer Melancholie
Golem und Dschinn - Eine Liebe nicht von dieser Welt: Roman - Annette Grube,Helene Wecker

„Golem und Dschinn“ von Helene Wecker habe ich als Rezensionsexemplar über das Bloggerportal von Random House angefragt. Diese Entscheidung war das Blogger-Äquivalent eines Spontankaufs, denn das Buch stand nie auf meiner Wunschliste. Der Klappentext hat mich einfach neugierig gemacht. Ich suche immer nach neuen Ideen in der Urban Fantasy und bisher habe ich noch kein Buch dieses Genres gelesen, in dem ein Golem und/oder ein Dschinn die Hauptrolle übernehmen. Ein wenig skeptisch war ich trotz dessen, da der Untertitel „Eine Liebe nicht von dieser Welt“ nicht gerade meinem Beuteschema entspricht. Doch was wäre das Lese-Leben ohne Risiken?

 

Chavas Leben beginnt mitten auf dem Ozean, auf der Überfahrt von Polen nach New York, als ihr Meister sie erweckt. Chava ist kein Mensch – sie ist ein Golem, geschaffen von einem unmoralischen Rabbi, um zu dienen und zu gehorchen. Doch ihr Meister verstirbt noch bevor sie New York erreichen. Ihrem Daseinszweck beraubt, spürt und hört sie die Wünsche, Sorgen und Sehnsüchte aller Menschen um sich herum. Allein in einer fremden Stadt muss sie lernen, sich zurecht zu finden, ohne aufzufallen. Nie hätte sie erwartet, eine verwandte Seele zu treffen; jemanden, der sich ebenso verloren, einsam und anders fühlt wie sie. Ahmad ist ein Dschinn, lebendiges Feuer. Vor Jahrhunderten wurden ihm von einem mächtigen Zauberer seine Kräfte genommen. Eingesperrt in einer Kupferflasche trägt ihn das Schicksal in das syrische Viertel in New York.
Zwischen Millionen von Menschen versuchen Chava und Ahmad, gegen einen gefährlichen Feind zu bestehen und Liebe, Freundschaft und ihren Platz in einer Welt zu finden, in die sie eigentlich nicht gehören.

 

„Golem und Dschinn“ ist Juwel; ein unentdeckter Diamant in einem Genre, das von bedeutungslosen, austauschbaren Geschichten regelrecht überflutet wird. Literatur wie diese ist selten und deswegen umso kostbarer. Meine Skepsis war überflüssig, denn das Buch ist weder kitschig, noch übertrieben oder billig. Helene Wecker verfolgt ihren ganz eigenen Stil und beweist, wie viel Originalität die Kategorie der Urban Fantasy für diejenigen zulässt, die sich trauen, abseits der Massenware zu schreiben. „Golem und Dschinn“ ist sanft, leise und zärtlich; es ist ein Traum bittersüßer, behutsamer Melancholie. Die Autorin pflegt einen poetischen, blumigen Schreibstil, mit dem sie ihre Leser_innen im Handumdrehen in eine Welt voller kleinerer und größerer Schicksale entführt, deren Verbundenheit sich erst nach und nach offenbart. Ihre Liebe zu Details, zu den zahllosen winzigen Facetten der Leben ihrer Figuren ist herzergreifend. Sie vereint Nähe und Distanz, indem sie mit den Blickwinkeln spielt, ohne die Erzählperspektive zu ändern. Durch Chavas und Ahmads Augen erlaubt sie sich und den Leser_innen, die Menschheit von verschiedenen Seiten zu betrachten. Sie sehen Schönheit, Reinheit, Absurdität und Leid im alltäglichen Wahnsinn – Kleinigkeiten, die wir selbst nicht wahrnehmen. Ich fand es faszinierend, sie bei dem Versuch zu beobachten, sich zu integrieren, denn eben diese Kleinigkeiten bereiten ihnen die größten Schwierigkeiten. Dabei gehen sie ganz unterschiedlich damit um. Während Chava sich versteckt und furchtbare Angst davor hat, dass ihre wahre Natur offenbart wird, liebt Ahmad das Risiko und flüchtet sich immer wieder in spontane, waghalsige Unternehmungen. Sie sind wahrhaft gegensätzlich, ergänzen sich aber genau deswegen perfekt. Die Beziehung dieser beiden unheimlich realistischen Persönlichkeiten ist rein, unschuldig und ehrlich, denn nur mit einander können sie tatsächlich sie selbst sein. Sie geben sich gegenseitig Halt. Ich bin Helene Wecker so dankbar, dass sie der Versuchung widerstand, Chava und Ahmad in eine klischeebeladene Liebesaffäre zu zwingen und das Wesen ihrer komplizierten Verbindung stattdessen differenziert herausarbeitete. Den deutschen Untertitel des Buches finde ich daher etwas irreführend, denn Liebe spielt in Weckers Geschichte nur sehr subtil eine Rolle. Alle Lebewesen suchen nach Liebe, ob Mensch oder nicht. Triefende, schwülstige Romantik hat damit nicht das Geringste zu tun. Ich denke, genau diese Einstellung hat „Golem und Dschinn“ für mich zu einer außergewöhnlichen Lektüre gemacht. Ihre Suche nach Liebe ist für die Figuren die wahre Herausforderung in ihrem Leben, der Grund, warum sie sich Tag für Tag abrackern und jeden Morgen aufstehen, selbst wenn ihr alltäglicher Kampf aussichtslos erscheint. Ich konnte mich hervorragend mit ihnen identifizieren, weil ich mich in den Hindernissen ihres Daseins wiederfinden konnte. Käfige sind vielfältig und nicht alle kann man sehen. Die vielen kleinen Geschichten geben dem Buch seine besondere Atmosphäre – nicht traurig, aber auf gewisse Weise schwermütig, wie ein Seufzer, der aus tiefstem Herzen kommt.

 

Ich fand „Golem und Dschinn“ überraschend und berührend. Es ist eine wundervolle Geschichte vom Leben, von der Liebe, von tiefer Freundschaft und von den Konsequenzen des freien Willens. Letzterer bringt uns manchmal an gute und manchmal an schlechte Orte – die Frage ist, was man daraus macht. Chava und Ahmad beweisen, dass jede_r ein Recht auf ein eigenes Schicksal hat, auf eigene Entscheidungen und dass es nicht ausschließlich unsere Herkunft oder Veranlagung ist, die uns definiert. Wir haben unser Leben in der Hand und können jeder Zeit über uns selbst hinauswachsen.
Ich möchte euch „Golem und Dschinn“ nachdrücklich und vehement empfehlen. Das Buch ist seit langem das Beste, was ich aus der erwachsenen Urban Fantasy gelesen habe: originell, kreativ und bezaubernd. Es ist ganz bestimmt keine Durchschnittslektüre, sondern herzerwärmend und einzigartig. Es ist eine Geschichte, die sich wie Balsam um die Seele legt.

 

Vielen Dank an das Bloggerportal von Random House für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

Source: wortmagieblog.wordpress.com/2015/11/20/helene-wecker-golem-und-dschinn
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text 2015-07-01 11:37
Bücherstapel Juli/ July TBR
Golem und Dschinn - Helene Wecker
Herr Puntila und sein Knecht Matti: Volksstück (edition suhrkamp) - Bertolt Brecht
Der König der purpurnen Stadt - Rebecca Gablé
Beowulf: A New Verse Translation - Seamus Heaney,Anonymous
The Complete Persepolis - Marjane Satrapi
Das Leichenbegängnis der großen Mama - Gabriel García Márquez
Das Lied von Eis und Feuer 7: Zeit der Krähen - George R.R. Martin
Die Geschichte von Zeb: Roman - Margaret Atwood,Monika Schmalz

Das habe ich schon länger nicht gemacht... warum eigentlich?

Im Juni habe ich mehr gelesen als in jedem anderen Monat dieses Jahr. Hoffentlich kann ich das im Juli fortsetzen. Allerdings habe ich ein Praktikum und bin auch noch auf Jobsuche, also mal sehen. Eine Auswahl an möglichen Büchern für Juli:

 

I did incredibly well in June, let's hope I can keep it up in July. I might not, though, since there is a work placement coming, and I'm looking for a job, so lot's to do in July. Again, this is more a list of available books than it is an actual to do list. I won't read every book on it.

 

Helene Wecker: Golem und Dschinn

Wenn das Buch nicht so dick wäre, hätte ich es schon längst im Bus fertig gelesen. So wage ich kaum, es im Bett aufzuschlagen, wo mir das Gewicht auf den Magen drückt. Sonst gibt es keinen Grund, warum ich immer noch daran lese.

Bertolt Brecht: Herr Puntila und sein Knecht Matti

Keine Ahnung, was das ist. Es war auf meinem SuB (Geschenk vom Nachbarn), jetzt habe ich es ausgelost. Ich werde blind an die Sache rangehen.

Rebecca Gablé: Der König der purpurnen Stadt

Das älteste Buch auf meinem SuB! Und sehr dick (960 Seiten). Aber ich freue mich auf Gablés Mix aus angenehmer Schreibe und Geschichte und guter Recherche.

Gabriel García Márquez: Das Leichenbegängnis der Großen Mama

Erzählungen vom Nobelpreisträger; habe schon angefangen, mag es bisher.

George R. R. Martin: Zeit der Krähen

Damit habe ich auch schon begonnen. Ich hätte die Pause zwischen den Bänden allerdings deutlich kürzer halten sollen. Kann mich an nur wenig erinnern...

Margaret Atwood: Die Geschichte von Zeb

Genau wegen dem Martin-Problem sollte ich dieses Buch auch schnell lesen. Und weil ich die anderen beiden so toll fand.

 

Leserunden im Juli / Upcoming book club reads

Beowulf (Übersetzung ins moderne Englisch von Seamus Heaney)

Weil ich Beowulf schon ewig lesen will und es sich gerade anbietet.

Marjane Satrapi: Persepolis

Den Film kenne ich schon, aber in der StaBi strahlt mich der Comic immer so an...

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text 2015-06-08 11:55
It's Monday! What are you reading?
Golem und Dschinn - Helene Wecker
Der Untertan - Der Hörverlag,Heinrich Mann,Hans Korte
For Whom the Bell Tolls - Ernest Hemingway

I made quite a dent into The Straw Man during #TBRTakedown and plan to finish it this week. Protagonist Diederich is the most abominable creature and it is quite hard to bear him. Also, the story is realy slow and alien for liberal, modern me.

 

This week I also hope to get back into The Golem and the Jinni, which I really enjoyed, but dropped for TBRTakedown.

 

Oh, and I sneak peaked into For whom the bell tolls last night. I hope to marathon through it this week, but I have a feeling that won't work. I've never been fond of Hemingway's writing, but I am interested in this book.

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