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review 2017-06-01 10:14
Der lausigste Luzifer aller Zeiten
Devil Said Bang - Richard Kadrey

Satan. Herrscher der Hölle. Gottes ewiger Widersacher. Eine Position voller Macht und Prestige. James Stark alias Sandman Slim will den Job trotzdem nicht. Was nützt all die Macht, wenn ihm der Tag regelmäßig durch Budgetbesprechungen, sinnentleerte Rituale und lächerliche Attentatsversuche versaut wird? Nein, Stark will raus. Schließlich hat er sich nie um die Stelle beworben; der originale Luzifer trickste ihn aus und genießt jetzt Ferien im Himmel. Toll. Einfach Fabelhaft. Seit er Gebieter der Verdammten wurde, sucht Stark unermüdlich nach einem Weg, die Hölle zu verlassen und nach L.A. zurückzukehren. Ganz so simpel ist das nur leider nicht. Die Verdammten hassen ihn und wenn es nach ihm ginge, könnten sie ihm alle getrost den Buckel runterrutschen, aber die Hölle braucht einen Anführer; jemanden, der den Papa spielt und Händchen hält. Also, was macht man mit einem miesen Blatt? Richtig. Bluffen, was das Zeug hält und die erste günstige Gelegenheit beim Schopfe packen. Dummerweise wird Starks glorreiche Heimkehr nach L.A. von einem serienmordenden Geist überschattet, der offenbar im Auftrag einer Fraktion der Sub Rosas handelt, die die Realität umschreiben will. Diese Idioten schaffen es doch tatsächlich, ein Loch ins Universum zu reißen. Da sehnt man sich fast nach der bizarren Idylle der Hölle, nicht wahr?

 

Stark als Herrscher der Hölle. Ich muss immer noch in mich hineinkichern, wenn ich daran denke. Mein Kumpel Stark als Satan. Tut mir leid, aber das ist zum Brüllen komisch. Ironie des Schicksals. Es war doch wohl von Vornherein klar, dass das schiefgehen muss. Natürlich ist Stark ein lausiger Luzifer. In den vorangegangenen Bänden machte Richard Kadrey unmissverständlich klar, dass sein Protagonist nicht das Zeug zum Anführer hat und seine Eskapaden in „Devil Said Bang“ bestätigen diesen Eindruck zweifelsfrei. Stark hasst die Hölle, weil sie das Schlechteste in ihm zum Vorschein bringt. Er weiß genau, sucht er nicht so schnell wie möglich das Weite, wird die Verlockung, sein inneres Monster das Ruder übernehmen zu lassen, eines Tages zu groß sein. Er muss gehen, weil er sonst nie mehr geht. Mal davon abgesehen, dass mich Kadreys Darstellung der Hölle als bürokratischer Albtraum samt Meetings, Komitees und kleinlicher Politik köstlich amüsierte und ich die Idee, ihre Bewohner_innen als selbstmordgefährdet zu charakterisieren, fantastisch und erstaunlich naheliegend finde, bewundere ich vor allem seine einfühlsame Beschreibung von Starks Gefühlen, die Ambiguität seiner Empfindungen. Er ist sich vollkommen im Klaren darüber, zu was er fähig, wie tiefschwarz ein Teil seiner Seele ist. Er kämpft dagegen an, obwohl die Versuchung ach so süß ist und ihm eben diese Facette seiner Persönlichkeit wer weiß wie oft den Hintern rettete. Er gibt sich keinen Illusionen hin und ist trotzdem bestrebt, ein besserer Mensch (na ja, Nephilim) zu sein. Er will kein Monstrum sein. Seine Fähigkeit und Bereitschaft, sich permanent selbst zu hinterfragen und Kritik anzunehmen, beeindrucken mich jedes Mal aufs Neue. Daher macht es mir auch nicht allzu viel aus, dass sich dieser vierte Band wie ein Zwischenspiel anfühlte. Ich denke, dass „Devil Said Bang“ innerhalb der übergeordneten Handlung wichtig, für sich selbst aber eher belanglos ist. Das Buch ist keines von Kadreys besten Werken; ich stolperte durch eine Geschichte, die mir von arg vielen Zufällen geprägt und daher nicht überzeugend durchdacht erschien. Die Auflösung wirkte hastig und einige Szenen wurden ausschließlich durch Starks unvergleichlichen Humor und seine herrlich schlagfertigen Sprüche gerettet. Kadrey verdankt es seinem Protagonisten, dass ich nachsichtig bin und 3 Sterne vergebe. Ich fühle mich mit Stark einfach viel zu wohl, um die Bände der „Sandman Slim“ – Reihe nicht zu genießen, unabhängig davon, wie ungelenk die Handlung daherkommt. Nur eines kann ich meinem Kumpel nicht verzeihen: seine Beziehung zu dieser fürchterlichen Schnepfe Candy. Ich kann sie nicht ausstehen. Sie ist wie eine 14-Jährige mit einem Waffentick und einer Schwäche für große böse Jungs. Sie bringt Stark in Gefahr, weil für sie alles nur ein Spiel ist. Ich wünschte, er würde sie endlich abschießen, denn sie ist definitiv nicht die Richtige für ihn. Ich warte nur darauf, dass er erkennt, wie ungesund ihr seltsames Techtelmechtel für ihn ist und dass er jemanden braucht, der all die Konflikte in seinem Inneren versteht und beruhigt, statt sie anzufachen und zu verschärfen. Candy ignoriert den Krieg in seiner Seele bewusst. Ich hoffe, dass er bald eine Frau findet, die ihm Frieden schenkt. Bitte Stark, schick die blöde Gans in die Wüste!

 

„Devil Said Bang“ ist meiner Meinung nach bisher der schwächste Band der „Sandman Slim“ – Reihe. Ich hätte das Buch vermutlich noch weit kritischer bewertet, empfände ich nicht eine fast schon lächerlich intensive Nähe und Bindung zum Protagonisten Stark. Er ist mein Kumpel. Ich bin sein größter Fan. Trotzdem erwarte ich von Richard Kadrey, dass die Handlung des nächsten Bandes „Kill City Blues“ besser ist. Überzeugender. Ausgereifter. Nach der Erfahrung mit „Devil Said Bang“ bin ich ehrlich besorgt, dass die Reihe fortschreitend an Qualität einbüßt. Das möchte ich wirklich nicht erleben, denn es wäre tragisch, bedauerlich und ein Verbrechen des Autors an seinem Zugpferd. Stark ist eine herausragende Figur, die einen ebenso außerordentlichen und außergewöhnlichen Rahmen verdient, um sich nach Belieben auszutoben. Ich weiß, ein einziger mittelmäßiger Band bedeutet noch lange nicht, dass es mit der Reihe bergab geht und ich möchte den Teufel nicht an die Wand malen, aber ich habe so etwas schon viel zu oft durchgemacht, um die ersten Anzeichen zu ignorieren. Ich flehe Sie an Mr. Kadrey: lassen Sie Stark und mich nicht hängen.

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review 2016-11-24 10:30
Humbug
And I Darken - Kiersten White

„And I Darken“ von Kiersten White begegnete mir zuerst auf Nadines Blog MAD Books. Sie stellte es im April anlässlich der Aktion Gemeinsam Lesen vor und schrieb, die Protagonistin Lada sei erfrischend anders, weil sie keine typische Prinzessin sei, sondern unbequem, gemein und rücksichtslos. Sie empfahl es so vehement, dass ich neugierig wurde und ihrem Beispiel folgte, das Buch bei Netgalley anzufragen. Die Zusage des Verlags ließ zwei Wochen auf sich warten, aber letztendlich erhielt ich ein Rezensionsexemplar.

 

Ladislav Dragwlya verehrte ihren Vater stets mit nahezu blinder Hingabe. Sie tat alles, um Vlad II. Dracul zu beeindrucken und seine Aufmerksamkeit zu erlangen; um größer, stärker und schlauer zu werden. Sie weiß, möchte sie ernst genommen werden, darf sie keine zerbrechliche Prinzessin sein. Also wurde sie eine wahre Tochter der Walachei, brutal und skrupellos. Leider verloren all ihre Bemühungen ihre Bedeutung, als ihr Vater sie und ihren kleinen Bruder Radu den Osmanen als Geiseln überließ. Lada hasst die Türken und schwört, sich eines Tages dafür zu rächen, dass sie sie gefangen nahmen. Sie pflegt ihren Hass, nährt und hätschelt ihn, verfeinerte ihre Fähigkeiten und wurde zu einer gefürchteten Kriegerin. Niemand könnte Lada jemals zähmen. Niemand – außer Mehmed. Als sie den Sohn des Sultans kennenlernte, ahnte Lada nicht, dass er das Ziel ihrer Begierde werden würde. Doch während die Jahre vergingen, wuchs und veränderte sich ihre Freundschaft, bis Lada sich die Frage stellen muss, wem ihre Loyalität gehört: ihrem Land, ihrem Bruder oder dem Sohn des Mannes, der ihr die Freiheit raubte?

 

Im April kannte „And I Darken“ noch so gut wie niemand – heute entwickelt sich bereits ein solider Hype um den Trilogieauftakt. Ein Hype, dem ich mich wieder einmal nicht anschließen kann. Ich kann mit „And I Darken“ nichts anfangen, weil ich das Buch nicht verstehe. Ich nahm an, es würde die fiktive Lebensgeschichte der fiktiven Tochter des walachischen Woiwoden Vlad Țepeș erzählen. Ein folgenschweres Missverständnis, denn Ladislav ist zwar sehr wohl die Tochter eines Vlads, dabei handelt es sich allerdings um Vlad II. Dracul, nicht um Vlad III. Drӑculea, der unter dem Namen Vlad der Pfähler bekannt wurde und vermutlich als Inspiration für die Figur des Graf Dracula diente. Folglich ist Lada nicht die Tochter des Pfählers – sie ist selbst der Pfähler. Genau an diesem Punkt setzt es bei mir aus, weshalb ich das Buch nicht höher als mit zwei Sternen bewerten kann, trotz der grundsätzlich eingängigen Geschichte. Warum? Warum aus Vlad dem Pfähler eine Frau machen? Ich begreife es nicht und fand dadurch überhaupt keinen Zugang zu „And I Darken“. Vlad Țepeș ist eine Persönlichkeit der Geschichte, er hat tatsächlich gelebt und erlangte durch seine Grausamkeit zweifelhaften Ruhm. Ich verstehe nicht, was Kiersten White dazu bewog, sein Geschlecht zu ändern. Alles, was Vlad III. Drӑculea erreichte, konnte er nur erreichen, weil er ein Mann war. Das mag sexistisch klingen, ist im historischen Kontext allerdings die reine Wahrheit. Sein Leben wäre völlig anders verlaufen, wäre er eine Frau gewesen, weil Frauen zu dieser Zeit eben nicht die gleichen Rechte und Chancen wie Männer hatten. White ignoriert diesen Fakt schlichtweg und setzt sich dementsprechend über die historischen Gegebenheiten des 15. Jahrhunderts hinweg. Sie eröffnet ihrer Protagonistin Lada Möglichkeiten, die sie in Wahrheit niemals gehabt hätte. „And I Darken“ erschien mir daher höchst konstruiert und abwegig, obwohl White die Position der Frau abseits von Lada intensiv beleuchtet und realistisch darstellt, über welche Umwege sie Macht erlangen konnten. Darin liegt aber eben auch die Krux: Frauen mussten indirekt agieren, wollten sie Einfluss nehmen; Ladas direkte Methoden sind meiner Ansicht nach Humbug und stellen sie auf ein irreales Podest. Natürlich ist sie unabhängig von ihrem geschichtlichen Vorbild eine starke, ungewöhnliche Heldin mit speziellen Talenten und ich kann verstehen, dass dies einen gewissen Reiz auf viele Leser_innen ausübt. Manchmal ist sie vielleicht sogar zu hart, zu grausam, zu gefühlskalt, sodass sie mir hin und wieder ein wenig unglaubwürdig erschien. Ich mochte ihren Bruder Radu wesentlich lieber, auch weil über Radu als historische Person weniger bekannt ist und er somit mehr Spielraum für Spekulationen bietet. Schlussendlich spielte Sympathie für mich jedoch insgesamt keine große Rolle, weil ich nicht darüber hinwegkam, dass das Buch ein Leben nachzeichnet, das unter diesen Voraussetzungen historisch undenkbar gewesen wäre.

 

Für sich genommen ist „And I Darken“ kein schlechtes Buch. Vermutlich ist es sogar spannend und mitreißend, wenn man noch nichts oder nur wenig über Vlad III. Drӑculea weiß. Mir wurde ganz offensichtlich zum Verhängnis, dass ich mich bereits intensiv mit dem walachischen Herrscher auseinandergesetzt hatte und dementsprechend beurteilen kann, wie wirklichkeitsfremd Kiersten Whites Ansatz ist, ihn als Frau zu portraitieren. Ich kann ja nachvollziehen, dass sie eine fiktive Interpretation der historischen Fakten schreiben wollte, schließlich war Vlad Țepeș ein faszinierender Mann. Mit Ladislav als Protagonistin schoss sie meiner Ansicht jedoch weit übers Ziel hinaus. Ich werde die Trilogie „The Conqueror‘s Saga“ demzufolge nicht weiterlesen. Obwohl es mich durchaus ein bisschen neugierig macht, wie Ladislav Vlads folgende Jahre durchleben wird, gehe ich davon aus, dass ich mein prinzipielles Problem mit ihrer Geschichte nie überwinden werde. Außerdem weiß ich ja bereits grob, was passieren wird, weil mir Vlads Werdegang bekannt ist. Die Trilogie weiterzuverfolgen erscheint mir daher ein wenig überflüssig.
Falls ihr übrigens Lust habt, eine realistischere interpretative Biografie von Vlad III. Drӑculea zu lesen, möchte ich euch C.C. Humphreys‘ Roman „Vlad“ wärmstens ans Herz legen. Ich würde dieses Buch „And I Darken“ jeder Zeit vorziehen.

 

Vielen Dank an den Verlag Corgi Childrens für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars via Netgalley im Austausch für eine ehrliche Rezension!

Source: wortmagieblog.wordpress.com/2016/11/24/kiersten-white-and-i-darken
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review 2016-08-10 21:03
Everything I Don't Remember by Jonas Hassen Khemiri
Everything I Don't Remember: A Novel - Jonas Hassen Khemiri

When Samuel dies in a car crash, an unidentified writer goes in search of the truth behind his death by interviewing his friends and family. Was Samuel’s death an accident or was it suicide? We are given Samuel’s story through the writer’s interviews with Samuel’s mother, his roommate, his childhood friend and his girlfriend as they flash backwards and forwards through time.

The mother was a flighty character who was very uncooperative and did very little to forward Samuel’s story. The roommate, Vandad is an ex-thug who decided to get an honest job once he became friends with Samuel. The childhood friend, Panther is a wild-child bohemian artist. The girlfriend, Laide is a very unlikeable and pretentious Swedish-Arabic interpreter and activist, whose only redeeming quality is that she tries to help abused women. Each of the characters reveal more about Samuel from their own selfish perspectives, making it seem very unlikely that we will ever know the real Samuel.

Everything I Don’t Remember is billed as a murder mystery in the book blurb. It really doesn’t hit the mark. I would say it simply falls under literary fiction. It’s a rather bland tale that seems to have been turned into a puzzle for some unknown reason. The unveiling at the end was more about the writer himself than Samuel. I wasn’t invested in the writer so that mattered very little to me.

Perhaps it was the very ordinariness of the characters that made this such a highly rated book. I didn’t care for or about any of them. In this case I’m convinced that it was the structural style, the political activism element and the subject of abused women that made this the winner of the August Prize in Sweden. Personally, I wasn’t satisfied with this book. It left me feeling like there should have been more to it. However, this wouldn’t be the first time I haven’t cared for a highly rated book (i.e. Gone Girl really gave me the heebie-jeebies). If you want to read something that has an unusual narrative structure, this may be a good read for you.

I want to thank the publisher (Atria Book) for providing me with the ARC through NetGalley for an honest review.

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review 2016-07-14 01:13
Everything I Don't Remember
Everything I Don't Remember: A Novel - Jonas Hassen Khemiri
ISBN: 9781501138027
Publisher: Atria
Publication Date: 7/12/2016
Format: Hardcover
My Rating: 4 Stars 

A special thank you to Atria and NetGalley for an ARC in exchange for an honest review.

EVERYTHING I DON’T REMEMBER by Jonas Hassen Khemiripushes all boundaries of literary fiction, similar to the hit podcast Serial a multi-ethnic cast of characters, the central plot point of a friend’s passing, and a journalist protagonist weaving together the different threads of a mystery.

Immersive and mysterious, if you loved Mary Kubica’s The Good Girl, Celeste Ng’s Everything, I Never Told You, Allens Eskens' The Life We Bury, and Kristopher Jansma's Why We Came to the City, you will enjoy this richly drawn, powerful and memorable read, from one of Sweden’s literary superstars.

Divided into Three Parts, enjoy the unreliable narrators. An enigma. A puzzle.

Everything I Don’t Remember has been awarded the August prize in the category “Best Swedish Fiction Book of the Year”! The jury’s motivation for the nomination was as follows:

“How did Samuel die, and why? Jonas Hassen Khemiri’s portrayal of the deceitfulness of memory and testimony is as enthralling as a thriller. But the novel is also a love story and a tale of violence, unforgivable betrayals, and the power of economics. An unconventional narrative structure where several different voices paint the portrait of the protagonist. All written in a sophisticated, toned down prose, where the shadowy existence of undocumented immigrants and criminals collide with the sunny world of privilege in a ruthless and hectic Stockholm.”


Who is the unnamed writer? Piecing together the events leading up to the unexpected death of a young man named Samuel. From those who knew him best?

Killed in a car crash before the novel starts readers are unsure if it was a car accident or a planned suicide. This man had many faces. Samuel was different. Puzzling. Contradictory.

The neighbors. Friends. Relatives. Strangers. Flatmate/Best Friend, Ex-Girlfriend. Reconstructing Samuel’s last day. Appears someone is writing a book. A mom’s emails. A son. A Grandmother. Samuel listened without listening.

Confusing in the beginning, who is driving the story, and who is telling the story?

Alternating between flashbacks and flash-forwards, by Samuel, Vandad, and Laide. Samuel and Laide met through their work, with the Migration Board, dealing with residency permits, and she is an interpreter of Arabic and other languages.

Laide is also an activist who participates in demonstrations against anti-immigration policies and who establishes, in a house vacated by Samuel’s grandmother, a shelter for women, many of them abused, who have fled the Middle East. Samuel’s grandmother, who suffers from dementia, has moved into a nursing home.

Vandad, who, it appears, may be gay and attracted to Samuel, is a large man who works as an enforcer for a loan shark. He tries more legitimate employment as a mover without much success. When Laide breaks it the relationship, Vandad, attempts to persuade her to reconsider.

The grandmother’s house is soon overrun with refugees, a fire starts, and Samuel’s despair mounts as his family questions why he allowed this to happen, and he himself wonders why he trusted Laide.

From immigration -related issues, elder care, abuse, unemployment, dead-end jobs, drugs, and racial prejudice. Love and memories. What do people say? What is really true? Who is to blame? One person’s fault, or more?

He was born, he lived, he died. Puzzling, Mysterious, Intriguing. An author asking questions.

Is everyone lying? Decide for yourself. Betrayal. Extortion. Love. Guilt. Memories of the last day. A partial picture —lies, distortion, and deceit. Subjective Truth vs Objective Truth.

Khemiri presents Samuel's story in an unconventional unique format. Pieces of interviews are layered sprinkled with short sentences and a few paragraphs at a time. The narration shifts constantly from person to person. Stories overlap, and the truth feels elusive. Impressions, like the narrators, are unreliable.

Moving, emotional and witty. Focused on death yet mixed with humor and mystery. As a reader, you feel as though there is a literary ghost spying on everyone. Can words be trusted? The accident is in slow motion. Thoughts, feelings. In the end, their memories, both genuine and false, are all of him that remain.

Gripping, beautiful and heartbreaking.

Readers will think in some ways: Sarah Koenig’s Serial, Making a Murderer, In Cold Blood- Truman Capote, Fatal Vision-Joe McGinniss, The Journalist And The Murderer-Janet Malcolm, Columbine-Dave Cullen, The Stranger Beside Me-Ann Rule, The Good Nurse-Charles Graebere, and God’ll Cut You Down-John Safran.

These books reveal the power of true-crime writing, pushing the boundaries of the journalist-subject relationship, examining the ethical conundrums inherent in the genre, crafting precise and insightful character studies, and even sometimes allowing for the ultimate reader let-down: an ambiguous conclusion. (which is quite popular today).

Readers will be debating, speculating, and comparing theories. Like Serial, how much of our interest is in the truth and how much in a satisfying narrative? Interpretation. Crime always risks exploitation — of the victims, the accused, and families torn apart by the crime — Sometimes there is potential for discovery and redemption.

"In 2013, Khemiri’s open letter to the Swedish Minister of Justice in response to a controversial police project rapidly became one of the most shared articles on social media in Swedish history."

JDCMustReadBooks

Source: www.judithdcollinsconsulting.com/#!Everything-I-Dont-Remember/cmoa/56f982240cf2e1f8bbc09212
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review SPOILER ALERT! 2014-07-19 18:56
Seven SOULS: Sieben Gründe, Mary Shayne zu hassen - Barnabas Miller
Seven SOULS - Sieben Gründe, Mary Shayne zu hassen - Barnabas Miller,Jordan Orlando,Heinrich Koop,Franca Fritz

Ethan Cross hätte es nicht besser schreiben können

Seiten: 412

Genre: Jugendthriller

Erster Satz: "Da war dieser Schmerz, noch vor allem anderen, diese wummernden, höllischen Trommelschläge in ihrem Kopf - genau die Sorte von Schmerz, die in einem den Wunsch weckt, sich irgendwo zu verkriechen und zu sterben."

 

Geweint: Ja.

Inhalt: Mary war nicht nur das beliebteste und hübscheste Mädchen der Schu­le, sondern auch das am meisten gehasste und deshalb musste sie sterben. Aber ihr Tod ist nicht das Ende, sondern erst der Anfang. Ein Fluch sorgt dafür, dass sie den Tag, an dem sie starb, immer wieder erleben muss. Aus der Perspektive ihrer sieben Freunde lernt sie eine ganz andere Mary Shayne kennen. Und bekommt sieben Mal vor Augen geführt, dass jeder gute Gründe hatte, sie zu hassen.

Meinung: Ich bin mir fast sicher, dass Ethan Cross und Barnabas Miller ein und derselbe Autor sind. Aber fangen wir mit dem Anfang an, Mary wacht nackt in einem Möbelgeschäft auf, sie hat Schmerzen, kann sich an nichts mehr erinnern und versucht jemanden zu erreichen. Außerdem ist noch ihr 17. Geburtstag. Und so beginnen wir auch schon den Wettlauf mit der Zeit, es ereignen sich viele komische Dinge die auf den ersten 200 Seiten keinen Sinn machen. Warum? Weil Mary erstmal noch unter den Lebenden weilt. Ich verrate nicht zu viel, aber 7 Freunde? Amy, Joon, Trick, Scott und Ellen ( wobei Ellen die Schwester von Mary ist und eigentlich nicht dazuzählt) sind für mich nur 5. Und der Anfang hat mir auch wirklich gut gefallen, Mary wird von ihrem Freund verlassen, ihre Freunde wenden sich von ihr ab, an ihrem Geburtstag. Sie weint, fühlt sich elend und geht mit einem Typen namens Dylan aus.
Mary stirbt dann im Lauf der Geschichte auch mal, welch Erleichterung. Ja, das hört sich bizarr an, aber wenn man von der Inhaltsangabe ausgeht denkt man einfach nicht das man noch so lange hingehalten wird, man baut schon fast eine emotionale Bindung zu Mary auf, und eigentlich heißt es doch 7 Gründe um sie zu hassen, und zwar so sehr, dass sie sterben muss.
Nach 200 Seiten wird die Geschichte aber so abstrus, dass ich einfach nur noch schnell fertig werden wollte. Da organisieren sich Jugendliche zum reinsten Mordkommando, ziehen eine riesen Show ab um Mary zu  verängstigen, am Ende wird man als Leser auch irgendwie im Stich gelassen. Mary ist gestorben weil sie ein schlechter Mensch war, oberflächlich, gemein. Also wenn das die Grundvoraussetzung für einen Mord sind, dann sollten sich manche aber ganz schön warm anziehen.
Das mit dem Fluch finden Mary und der Leser erst ziemlich gegen Ende raus, was das Buch auch eher ins Fantasy-Genre rutschen lässt.

Fazit: Das Buch war streckenweise sehr spannend, gegen Ende muss ich zugeben hat es mich dann doch noch gefesselt. Ich verstehe allerdings nicht wieso die Personen damit durchkommen, und wieso man sie umbringen muss. Kontaktabbruch, eventuell andere Schikanen hätten es da meiner Meinung nach auch getan. Generell hat mich der Stil sehr an "Ich bin die Nacht" von Ethan Cross erinnert. Da werden falsche Spiele gespielt, Tatsachen vorgegaukelt und am Ende, Überraschung, ist alles ganz anders.

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