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review 2015-12-11 10:22
Intelligent und voller Überraschungen
Nebelmacher - Bernhard Trecksel

Bernhard Trecksel ist ein neues Gesicht in der deutschen Fantasy. Laut den Angaben von Random House entdeckte er sein Talent zum Geschichtenerzählen durch all die Zeit, die er mit Fantasy-Rollenspielen verbrachte. Schade nur, dass seine Biografie diesbezüglich nicht genauer ist, denn ich wette, es würde so einige Leser_innen interessieren, über welche Art Rollenspiel wir hier sprechen. Ich tippe auf die Spielleitung bei Pen-&-Paper-Rollenspielen, schließlich sagt Trecksel über sich selbst, er sei ein absoluter Geek.
„Nebelmacher“ ist sein erster Roman, den ich über das Bloggerportal von Random House als Rezensionsexemplar erhalten habe.

 

Als kleiner Junge stellte Clach sein Leben in den Dienst der dunklen Göttin. Heute ist er ihr ergebenster Diener und tötet, wen immer man ihm aufträgt zu töten. Er ist der Totenkaiser, der Nebelmacher, der erfolgreichste Assassine aller Zeiten, der nicht nur die Körper, sondern auch die Seelen seiner Opfer auslöscht. In letzter Zeit glaubt Clach jedoch, ein Muster hinter seinen Aufträgen zu erkennen. Seine Ziele werden strategisch und systematisch ausgewählt, verbinden sich zu einem größeren Gesamtbild. Clach beginnt zu hinterfragen und stößt auf eine ungeheuerliche Verschwörung, der er unwissend in die Hände spielte. Es kümmert ihn nicht, dass er auf seiner Suche nach Antworten selbst zum Gejagten wird, verfolgt von einem alten Bekannten und einem neuen Feind.
Im Nebel läuft man leicht Gefahr, die Orientierung zu verlieren. Wird Clach einen Weg aus dem Morast voller Geheimnissen und Intrigen finden, ohne sich in ihm zu verirren?

 

„Nebelmacher“ ist definitiv der erste Band eines Mehrteilers, obwohl noch nichts über eine Fortsetzung bekannt ist. Damit habe ich vor dem Lesen nicht gerechnet, kann es aber nach der Lektüre voll und ganz nachvollziehen. Bernhard Trecksels Geschichte ist sehr fein verästelt und vereint zahlreiche Akteure und Komponenten. Es wundert mich nicht, dass er diese nicht innerhalb von 500 Seiten zu einem Abschluss bringen konnte oder wollte. Viele Fragen bleiben offen und ungeklärt, weit mehr, als ich erwartet hätte. Tatsächlich habe ich die meisten Antworten gar nicht aus der Geschichte selbst erhalten, sondern aus kurzen Abschnitten vor den Kapiteln, in die Trecksel wichtige Hintergrundinformationen verpackte und ohne die die Handlung nur sehr schwer zu verstehen ist. Selbst mit diesen Infos fand ich es kniffelig, in das Geschehen hineinzufinden. „Nebelmacher“ ist kein Buch, das sich einfach so weg liest, es ist fordernd. Auch an Trecksels Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen, weil dieser äußerst kunstvoll ist. Die sprachlichen Blüten des Buches sind ein starker Gegensatz zu einigen sehr gewalttätigen Szenen. Ich kann mich immer noch nicht entscheiden, ob ich diesen Kontrast mochte oder nicht. Einerseits gefiel mir die Diskrepanz zwischen Erzähltem und Erzählweise, doch andererseits irritierte mich die ungeheure Wucht dieser Szenen, weil ich nicht verstanden habe, wieso Trecksel diese exzessive Gewalt für nötig hielt. Vielleicht glaube er, seine Geschichte geriete ohne all das Blut zu trocken und verstandesbasiert – sollte das so sein, muss ich ihm vehement widersprechen. Mich beeindruckte die intelligente Konstruktion seiner Welt, vor allem das umfangreiche religiöse System, das sehr greifbar mit der Realität der Figuren verbunden ist. Allerdings ist mir noch nicht ganz klar, wie Clachs Assassinen-Orden da hineinpasst, denn anscheinend verfolgen sie mit der Verehrung der dunklen Göttin einen Glaubensweg, der abseits der Norm liegt. Insgesamt hätte ich gern mehr über die Assassinen erfahren, die Trecksel als sehr mächtig und einflussreich beschreibt. Ich bin jedoch optimistisch, dass ich in den Folgebänden weiterführende Einblicke erhalten werde.
Clach selbst ist nur einer der vier Charaktere, die in der Geschichte eine tragende Rolle spielen und deren Perspektive die Leser_innen einnehmen. Ich fand die Mischung der Figuren unheimlich interessant. Ich denke, zumindest in diesem Punkt hat sich Trecksel eindeutig von seinen Erfahrungen beim Rollenspiel inspirieren lassen, weil sie alle sehr unterschiedlich sind. Erstaunlicherweise ließ er sie jedoch nicht an einem Strang ziehen, wie es sonst in Fantasy-Romanen üblich ist. Sie bilden nicht die altbekannte Heldengruppe, die sich auf eine Quest begibt, sondern stehen einzeln für individuelle Ziele. Daher ordne ich „Nebelmacher“ eher der Low Fantasy als der High Fantasy zu.

 

Ich empfand „Nebelmacher“ als ein intelligentes Buch voller Überraschungen. Das Lesen war anders, als ich erwartet hatte, was aber auch daran lag, dass der Klappentext irreführend ist. Es gab keinerlei Hinweise darauf, dass Clachs Aufträge nicht von der Göttin sanktioniert gewesen wären. Dieses… nun ja, sagen wir mal Missverständnis verzeihe ich allerdings gern, denn nach dem Schreiben der Inhaltsangabe kann ich nachvollziehen, dass es nicht ganz einfach ist, die Handlung des Buches sinnvoll zusammenzufassen. Ich freue mich darauf, Bernhard Trecksels Schaffen weiterzuverfolgen. Ich wünsche ihm, dass er in Zukunft etwas Vertrauen in seine Erzählkunst entwickelt und nicht mehr auf allzu brutale Szenen zurückgreifen muss. Seine Geschichte ist auch ohne blutige Sturzbäche faszinierend.
„Nebelmacher“ ist kein Einstiegsbuch in die Fantasy. Es ist eine Lektüre für Fans des Genres, die bereits Erfahrung mit struktureller Komplexität haben, sich mutig einem komplizierten, religiösen Konflikt stellen möchten und Freude an einem kunstvollen Schreibstil haben. Trifft diese Beschreibung auf euch zu, könnt ihr euch gemeinsam mit Clach, Morven, Ormgair und Greskegard auf eine Reise durch eine Welt voller Nebel begeben – wenn ihr euch traut.

 

Vielen Dank an das Bloggerportal von Random House für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

 

Anmerkung: Nach dem Schreiben der Rezension habe ich herausgefunden, dass eine Fortsetzung bereits geplant ist. Diese wird voraussichtlich „Nebelgänger“ heißen und am 19. September 2016 bei blanvalet erscheinen.

Source: wortmagieblog.wordpress.com/2015/12/11/bernhard-trecksel-nebelmacher
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review 2015-10-07 14:47
Rotkäppchen: Assassine, Attentäterin, Auftragsmörderin
Rotkäppchens Rache - Jim C. Hines

Jim C. Hines ist ein Vorbild. Er ist ein Vorbild, weil er sich aktiv und mutig mit einem Thema auseinander setzt, das am liebsten tot geschwiegen und ignoriert wird: Vergewaltigung. Er ist geschulter Krisenberater, schrieb Artikel und Essays und veranstaltete jahrelang Kurse. Er betrieb Aufklärung und Sensibilisierung, bot Betroffenen Unterstützung, Schutz und Hilfe jeglicher Art an und lernte die Täter kennen. Auf seiner Website können interessierte LeserInnen einige seiner Artikel einsehen (HIER). Ich habe mir die Mühe gemacht, sie alle zu lesen. Seitdem ist er meiner Meinung nach nicht nur ein Vorbild, sondern auch ein Held des Alltags. Weil er hinsieht. Weil er gegen dieselben widerwärtigen Vergewaltigungsmythen kämpft, über die ich selbst auch schon geschrieben habe. Und weil er sich traut, das Thema Vergewaltigung auch in seiner Fantasy-Reihe Die Todesengel sensibel auf den Tisch zu bringen.

 

Als die Lady von der Roten Kappe ist sie im ganzen Land bekannt. Jeder kennt ihre Geschichte: als kleines Mädchen wollte sie ihre Großmutter im Wald besuchen, kam vom Wege ab, wurde vom Wolf bedroht und in letzter Minute vom Jäger gerettet. Ganz so ist es jedoch nicht gewesen. Jetzt ist Roudette die Jägerin – eine Assassine, eine Auftragsmörderin. Eines Tages sendet sie Danielle Whiteshore, Prinzessin von Lorindar und landläufig Aschenputtel genannt, eine Botschaft. Sie lädt Danielle dazu ein, der Ermordung ihrer Stiefschwester Charlotte beizuwohnen. Sofort befindet sich der Palast in heller Aufregung, denn die Einladung ist ganz offensichtlich eine Falle. Gemeinsam mit ihren Freundinnen Talia und Schnee entscheidet Danielle, kein Risiko einzugehen. Stattdessen wollen sich Talia und Schnee mit Roudette treffen. Doch die Lady von der Roten Kappe überlässt nichts dem Zufall. Die Einladung ist eine Falle – allerdings nicht für Danielle, sondern für die einzige Frau, die je einen Kampf mit ihr überlebte: Talia.

 

In „Rotkäppchens Rache“ beleuchtet Jim C. Hines die für mich interessanteste Figur seiner Reihe Die Todesengel genauer: Talia Malak-el-Dahshat, niemand geringes als Dornröschen. Die Geschichte führt die Leser_innen in Talias Heimat Arathea, einen Wüstenstaat im Süden, in dem Menschen und Elfen so eng mit einander leben wie nirgends sonst. Die Elfen waren es, die Talia verfluchten, ihr Schönheit, Eleganz und Anmut verliehen. Sie sind es auch, die nun ihren Tod wünschen und deswegen Roudette alias Rotkäppchen anheuerten.
Ich gebe zu, durch den Titel hätte ich erwartet, dass Roudette wesentlich mehr im Fokus steht. Ihre Biografie interessierte mich brennend; meine Neugier wurde durch die Konzentration auf Talia leider nicht vollständig befriedigt. Ich kenne nun zwar den groben Verlauf ihres Lebens und weiß, wie es dazu kam, dass sie eine Attentäterin wurde, aber ein paar meiner Meinung nach wichtige, interessante Details bleiben im Dunkeln. Trotzdem gefiel mir das, was ich von Roudette kennenlernte und erfuhr, wahnsinnig gut. Ich finde ihre ungezähmte, animalische Wildheit sehr beeindruckend; sie lebt außerhalb jeglicher Regeln und Konventionen. Intelligent und zielgerichtet verfolgt sie seit dem Tag, an dem sie ihre Großmutter besuchte, einen Plan, der tatsächlich viel mit einem Rachemotiv zu tun hat, jedoch nicht nur. Sie ist bereit, Kompromisse einzugehen, selbst wenn ihr diese überhaupt nicht gefallen. Obwohl sie keine besonders umgängliche Frau ist, mag ich sie sehr, fast so sehr wie Talia.
Talia ist einer der stärksten Charaktere, die mir je in der Literatur begegnet sind, sowohl persönlich als auch bezüglich ihrer Konstruktion. Jim C. Hines bewies unheimlich viel Mut, indem er für ihre Biografie die populäre „Dornröschen“-Version mit der unbekannteren Version „Sonne, Mond und Thalia“ von Giambattista Basiles kombinierte, ein paar eigene Aspekte hinzufügte und dem Endergebnis einen äußerst realistischen Anstrich gab. Talia ist dank Hines‘ Mut eine Figur, die Dinge erleben musste, für die es keine Worte gibt, aber nicht von ihnen definiert wird. Ihre Vergangenheit ist ein Teil von ihr und natürlich beeinflusst sie subtil ihre Entscheidungen, aber Talia ist trotzdem noch Talia. Ich habe nicht viel mit ihr gemeinsam und kann mir nicht mal ansatzweise vorstellen, was sie durchmachen musste – und doch konnte ich mich hervorragend in sie hineinversetzen. Ich liebe Jim C. Hines für die brillante, nachvollziehbare und intime Darstellung seiner Protagonistin, denn so ließ er mich begreifen, dass sehr viel mehr in Talia steckt, als es auf den ersten Blick den Anschein hat.
Schwieriger fand ich es, die Elfenpolitik in Arathea auseinander zu halten. Diese ist einfach nur kompliziert und undurchsichtig. Wer jetzt wo wie viel Macht und Einfluss besitzt und warum – ich denke, ich habe es immer noch nicht begriffen. Das Elfenvolk lebt in einem kleinlichen, verschachtelten System von Gefälligkeiten und Verpflichtungen. Das passt zwar sehr gut zum Charakter der Elfen in Jim C. Hines‘ Universum, ich bin jedoch der Meinung, dass er sich an dieser Stelle verzettelte. Diese verwirrende politische Situation war eher anstrengend als unterhaltsam.

 

Ich fand „Rotkäppchens Rache“ besser als den Vorgänger „Die Fiese Meerjungfrau“, für eine höhere Bewertung reichte es aber dennoch nicht. Wieder sind Jim C. Hines die Rahmenbedingungen seiner Geschichte besser gelungen als die Geschichte selbst. Es gefiel mir, Arathea zu besuchen und ich liebe Hines‘ bunte, runde Charaktere, doch die Handlung empfand ich als etwas schwerfällig, wenn auch im Ansatz kreativ und interessant. Trotz dessen würde ich nicht zögern, euch „Rotkäppchens Rache“ zu empfehlen, eben weil die Charaktere so außergewöhnlich detailliert und frei von Klischees gestaltet sind, dass es einfach Spaß macht, sie zu begleiten. Wer hätte gedacht, dass Märchenfiguren so viel zu bieten haben.

Source: wortmagieblog.wordpress.com/2015/10/07/jim-c-hines-rotkaeppchens-rache
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review 2014-02-19 15:37
Anime Assassine. La vendetta del cigno nero - Diego Collaveri
Anime Assassine - Diego Collaveri

Anime Assassine. La vendetta del cigno nero è il secondo capitolo delle avventure dell'ispettore Quetti, personaggio creato da Diego Collaveri. Tabagista incallito, armato di un "sesto senso e mezzo" (cit.) per gli indizi e incapace di resistere alle richieste di aiuto di belle e giovani donne. Soprattutto se queste sono amiche d'infanzia, con le quali si è condivisa una parte importante di vita e alle quali si è sacrificato un pezzo di anima.

Inizia così l'indagine di Quetti: una richiesta d'aiuto che proviene da Silvie Blake, indimenticata compagna di giochi e ricordi, che un mattino piomba nell'ufficio dell'ispettore scompaginandogli i piani settimanali (e le pulsazioni cardiache) chiedendogli di prendersi una settimana di ferie e aiutarla a rintracciare Sweetyhell, amica e modella per la marca di abbigliamento goth di cui Silvie è la stilista. La ragazzina è scomparsa volontariamente, come suggeriscono i colleghi di Quetti o sotto c'è dell'altro? Quando il cadavere di Sweetyhell viene ritrovato circondato da simboli satanici, oggetti di bdsm e una piccola statuina di cristallo a forma di cigno, Quetti intuisce che dietro il serial killer chiamato Cigno nero si celano i contorni di una vendetta tanto terribile quanto raffinata.

Una lettura fatta di notte, mentre la gatta dormiva sul bordo del letto e il marito russava accanto; il romanzo di Diego Collaveri è stato un piacevole passatempo che ha dato il meglio nelle descrizioni dei locali fetish dove Quetti e Silvie si muovono, alla ricerca di indizi. L'ambiente del bsdm in cui Silvie si trova a lavorare e in qui Quetti è costretto, suo malgrado, a presenziare viene tratteggiato con particolare attenzione e perizia, mostrando una approfondita opera di documentazione avvenuta prima della stesura del romanzo.

Ah, ma allora è un giallo erotico? Non che si sarebbe niente di male ma non lo definirei un giallo propriamente erotico anche se è imbevuto da una costante carica sensuale e passionale; questo perché le scene a "luci rosse", che pure ci sono (e non potrebbe essere altrimenti, dato che per il settanta per cento della lettura le azioni si svolgono in ambienti dove la componente sessuale è parte predominante), vengono sempre offerte al lettore mostrandole dal punto di vista del personaggio: così Silvie assiste a un amplesso di Miele, uno dei personaggi, ma in un corridoio buio e sotterraneo, per cui l'immagine che ne riporta è di un qualcosa visto a metà, nella penombra. E se c'è una cosa che apprezzo negli autori è proprio quando mostrano le scene usando la visuale dei propri personaggi: ti immerge nella storia e te ne rende partecipe a un livello differente della narrazione in terza persona.

Se vogliamo concentrarci sulla pista gialla che costituisce la base della trama, la storia si snoda in maniera classica, lineare, preservando però un suo grado di suspense, tanto che fino alle penultime pagine non è chiaro se l'assassino sia o meno Silvie. A mio parere, è uno dei migliori pregi di chi scrive thriller o gialli saper riuscire a tenere coperte le proprie carte fino alla fine. Inoltre la rivelazione delle motivazioni della vendetta del cigno nero appare coerente e verosimile, lasciando il lettore soddisfatto alla fine della lettura.

Il rapporto che lega i due protagonisti, Silvie e Quetti, si gioca su una sottile e persistente corrente di attrazione e ironia, che l'autore decide di mostrare attraverso gesti, più che parole, come il "gioco della sigaretta", quel rubarsi la cicca dalle labbra che ha tra le sue chiavi di lettura quella di un gioco dalla forte carica sensuale ed erotica.

La caratterizzazione dei personaggi è un altro punto a favore: ciascuno degli attori della storia scritta da Collaveri,per quanto piccola o breve possa essere la sua parte, ha una propria e ben definita personalità. Impossibile non innamorarsi della dolcezza di Miele o restare indifferenti alle lusinghe verbali di Lady Amelia, mistress e proprietaria del Black Mamba.


Personalmente vi consiglio di metterlo in wishlist per la lettura :)

Source: www.letturepericolose.blogspot.it
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